Ausgabe 
29.4.1939
 
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überragenden Interessen Englands zur See, die in­dessen an die Erwartung geknüpft war, daß auch England seinerseits die lebenswichtigen Interessen Deutschlands in gleicher Weise respektiert. Die letz­ten Ereignisse haben gezeigt, daß dies nicht der Fall ist. Der britische Premier hat erkennen lassen, daß er den deutschen Versicherungen kein Vertrauen mehr schenkt und mit der Politik der Einkreisung deutlich gemacht, daß Großbritannien in welchem Konflikt auch immer gegen Deutschland Stellung nehmen will. Der Führer hat deshalb in London mitteilen lassen, daß er damit die Voraussetzungen für den Flottenvertrag als beseitigt erachte, indessen wenn England es wünsche, zu neuen Verhandlungen bereit sei, um vielleicht doch noch zu einer klaren und eindeutigen Verständigung zu kommen. Es liegt also ganz in der Hand der britischen Staatsmänner, zu entscheiden, ob es eine aufrichtige Freundschaft mit dem Großdeutschen Reich nicht für nützlicher hält, als eine immer bedrohlicher werdende Ent­fremdung und ein daraus resultierendes Wettrüsten, das, wie die letzten Tage ja gegeigt haben, auch dem reichen britischen Volk ungeheure Lasten aufbürden müßte. Freilich ohne freimütige und ehrliche Aner­kennung des deutschen Lebensrechts ist Deutschlands Freundschaft nicht zu haben.

Nachdem der Führer dann die Rückkehr des M e m e l l a n d e s ins Reich und damit die Wieder­herstellung freundschaftlicher Beziehungen zu Litauen gestreift hatte, kam er auf das Verhältnis 3 u Polen zu sprechen. Er gab einen Rückblick auf die konfliktsreiche Geschichte der deutsch-polnischen Be­ziehungen, in die der Nichtangriffspakt des Jahres 1934 eine grundsätzliche Wendung bringen sollte, indem er die Grundlage für eine zweiseitige Ver­ständigung schuf, die die auch hier durch das Ver­sailler Diktat bewußt geschaffene Entfremdung zweier aufeinander angewiesener Nachbarvölker für immer beseitigen sollte. Es kann nicht geleugnet werden, daß weite Kreise in Polen den Geist dieses Ver­trages nicht verstanden haben oder nicht verstehen wollten. Trotzdem hatte sich der Führer entschlossen, in diesem Frühjahr der polnischen Regierung ein Angebot zur Konkretisierung dieses Vertrages zu machen, das in seiner großzügigen und weisen Mäßi­gung, von wahrhaft staatsmännischem Geist ein- gegeben, geeignet gewesen wäre, dem jahrhunderte­lang wahrenden Streit zwischen Polen und Deut­schen für immer ein Ende zu machen und die Be­ziehungen beider Nachbarvölker auf eine neue, dauerhafte Grundlage zu stellen. Das Angebot, das die Rückkehr der alten deutschen Stadt Danzig zum Reich, Schienenweg und Autobahn unter deutscher Souveränität durch den Korridor nach Ostpreußen und dafür, die feierliche Anerkennung des gesamten übrigen polnischen Besitzstandes uni) die Zubilligung eines polnischen Zugangs zum Meer vorfah, hätte für Deutschland zweifellos schmerzliche Opfer des Verzichts auf altes deutsches, einst heiß umkämpftes Land gefordert. Aber sie wären gebracht worden um des hohen Ziels der Befriedung Europas willen. In Warschau hat man für die Großzügigkeit dieses An- gebots kein Verständnis aufgebracht und es abge- lehnt. Ja, Polen hat es in völliger Verkennung der deutschen Motive für zweckmäßig erachtet, sich Eng­land in die Arme zu werfen, wobei es sogar sich auf eine zweiseitige Garantie einließ, die einer Be­teiligung Polens an der englischen Einkreisungs- Politik gleichkommt. Daß dieses Verhalten einen Bruch des deuffchen-polnischen Nichtangriffspaktes bedeutet, liegt auf der Hand. Der Führer hat des­halb in Warschau nritteilen lassen, daß er den Ver­trag als erloschen betrachten müsse, jedoch zu Ver­handlungen über ein Konsolidierung der deutsch-pol­nischen Beziehungen bereit sei. Auch hier wird es an Polen sein, den Willen zu einer aufrichtigen Ver­ständigung auf dauerhafter Grundlage zu zeigen.

Erst zum Schluß seiner Rede kam der Führer auf die Botschaft Roosevelts. Mit über­legener Ironie und oft beißendem Sarkasmus, aber auch in Gedankengängen von zwingender Folge­richtigkeit zerpflückte er Punkt für Punkt der an­maßenden Forderungen des nordamerikanischen Präsidenten, wobei er Roosevelts Argumente mit den konkreten Tatsachen der amerikanischen Politik selbst vollkommen schlüssig ad absurdum führte. So wenn er zur Illustrierung der Forderung Roose­velts, daß alle Nattonen die Verpflichtung über­nehmen sollten, nur zur Selbstverteidigung zu den Waffen zu greifen, Amerikas Eintritt in den Welt­krieg anführte, der nach den Feststellungen des amerikanischen Untersuchungsausschusses einzig und allein aus rein kapitalistischen Gründen erfolgt war. Oder wenn er Deutschlands Mißtrauen gegen jede internattonale Konferenz mit der Absage Amerikas an den Völkerbund, als größte Konferenz aller Zeiten die Gründung eines amerikanischen Prä­sidenten, in Paralelle setzte und daran erinnerte, daß Deutschland, als es den Völkerbund verließ, damit nur das Beispiel Amerikas nachgeahmt habe' Der Führer ließ keinen Zweifel darüber, daß das deutsche Volk nach den furchtbaren Erfahrungen, die es mit dem Wortbruch des Präsidenten Wiffon gemacht hat, niemals wieder wehrlos eine Kon- serenz betreten werde und nach dem gebrochenen Versprechen der allgemeinen Abrüstung Deutsch­lands Skepsis in die Möglichkeit der Verwirklichung des Abrüstuügsgedankens es dem Präsidenten über­lassen müsse, sich erst einmal an die andern .zu wenden. Aber trotz der ebenso anmaßenden wie taktlosen Art, zu der sich Roosevelt zum Wort- führer der aanzen Welt gegenüber den totalitären Staaten aufruft wie eine Rundfrage der deut­schen Regierung festgestellt hat, ungefragt und un. gebeten steht der Führer nicht an, erneut den aufrichtigen und umfassenden Friedenswillen des Großdeutschen Reiches zu bekunden, indem er jeder Nation, die es wünschen sollte, selbstverständlich auf dem Boden der Gegenseittgkeit den Abschluß eines Nichtangriffspaktes anbietet. Und darüber nimmt der Führer die Gelegenheit wahr, allen uns zwar höchst lächerlich dünkenden, aber in der vergifteten Atmosphäre dieser Zeit bösartigen und gefährlichen Gerüchten von einer deutschen Invasion in Amerika mit der feierlichen Erklärung die Spitz abzubrechen, daß Deutschland auf dem amerikanischen Kontinent keinerlei irgendwie gearteten Absichten verfolge, die die Souveränität und Integrität irgendwelcher amerikanischer Staaten berühre. Mit einer ein­drucksvollen Gegenüberstellung der großartigen Möglichkeiten, die dem Präsidenten die unge­heuren Reichtümer und die Weite seines Landes bie­ten, und der gewaltigen L e i st u n g e n , die der Na­tionalsozialismus unter der Führung Adolf Hitlers in den weit bescheideneren Verhältnissen Deutsch- lands und unter weit größeren Schwierigkeiten vollbracht hat, schließt der Führer.

Dem Führer ist nicht darum zu tun, sich in der Rolle eines überheblichen Weltverbesserers zu ge­fallen und nebelhaften Gedankenspielereien nachzu- hängen. Er steht fest auf dieser Erde höchst greif­barer Realitäten und mitten in seinem Volk, aus dem er vor zwanzia Jahren als unbekannter Ar- beiter und Soldat herausgewachsen ist zum über­ragenden Staatsmann und einzigartigen Leiter der

Geschicke seines Volkes. Nur in seinem Glück sieht er seine wohl begrenzte Aufgabe und hofft damit auch seinen Anteil zum Glück der ganzen mensch­lichen Gemeinschaft beizutragen. Don tiefstem, er­greifendem Eindruck war dieses politische Glau­bensbekenntnis Adolf Hillers, von dem man nur wünschen möchte, daß es in seiner menschlichen Größe und in seinem positiven Wert für die fried­liche Gestaltung der Beziehungen zwischen den

Berlin, 28. April. (DNB.) In den Mittags­stunden des 28. April hat der Führer vor den Ab­geordneten des großdeuffchen Volkes, darunter auch den Vertretern des Memellandes und des Reichs­protektorates Böhmen und Mähren, den inter­nationalen Kriegshetzern und Einkreisungspolitikern eine Antwort erteilt. Mit dem 80-Millionen-Dolk des Großdeutschen Reiches, das sich in dieser Stunde um den Führer geschart hatte, wurde die Rede Adolf Hitlers durch den Aether in alle Erdteile a e - sändt und vornehmlich von allen amerika­nischen Sendern übernommen.

Der Sitzungssaal des Reichstages zeigte eine würdige und schlichte Ausschmückung. Blickpunkt ist das große Hoheitszeichen auf weißem Grunde an der Rückwand der Regierungstribüne, die von beiden Seiten von den Fahnen der deutschen Freiheitsbewegung flankiert wird. Die Sitze der Ab- georimeten find um 7 auf 862 vermehrt. Die 200 Plätze für die Presse im Ersten Rang, die rund 600 Plätze für die Zuschauer im Ersten und Zweiten Rang sind kurz nach Einlaß restlos besetzt. Auch in der Diplomatenloge treffen die ersten Besucher schon frühzeitig ein.

Die überwiegende Mehrzahl der Abgeordneten zeigt die Uniform der politischen Soldaten Adolf Hitlers, nur wenige sind in Zivil erschienen. Auf den Regierungsbänken haben auch die Reichsmini- ft er, die gleichzeitig Abgeordnete find, ihren Platz eingenommen. Unter den Zuhörern des ersten Ranges sieht man viele Offiziere der Wehrmacht, und auch die Loge des Diplomatischen Korps ist bis auf den letzten Platz besetzt. In der ersten Reihe sieht man Reichsaußenminister von Ribbentrop, Großadmiral Raeder, Reichsminister Dr. Goebbels, den Reichsprotektor Freiherrn von Neurath; in der zweiten Reihe die anderen Reichsminister, in der dritten Reihe den Oberbefehlshaber des Heeres und den Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, wei­ter Staatsminister Dr. Meißner, Generalinspektor Dr. Todt und Generalinspektor Speer, Unmittelbar unter dem Reichstagspräsidium haben Reichsmini­ster Lammers als Chef der Reichskanzlei und Reichs­pressechef Dr. Dietrich ihren Platz eingenommen.

Wenige Minuten nach 12 Uhr betritt der Füh­rer, von Reichstagspräsident Göring, dem Stell- Dertreter des Führers, Reichsminister Dr. Frick, Reichsführer ff Himmler und feinen Adjutanten be­gleitet, den Saal. Das ganze Haus hat sich von den Plätzen erhoben und grüßt ihn mit erhobener Rech­ten. Als der Führer seinen Platz eingenommen hat, begrüßen ihn tosende Ovationen, für die er, freund­lich lächelnd, dankt. Dann eröffnet Reichstagspräsi­dent Göring die Sitzung und gedenkt der feit der letzten Sitzung am 30. Januar d. I. verstorbenen Ab­geordneten, zu deren Ehren sich das Haus von den Plätzen erhebt. Anschließend gibt er unter dem Bei­fall der Abgeordneten von der Berufung der Ab­geordneten des Memellandes und des Reichspro­tektorates Böhmen und Mähren Kenntnis. Unter atemloser Spannung gibt er bann das Wort dem Führer.

Der Führer spricht.

Abdeordnete, Männer des Reichstags?

Der Präsident der Nordamerikanischen Union hat an mich ein Telegramm gerichtet, dessen eigenartiger Inhalt Ihnen bekannt ist. Da, ehe ich als Emp­fänger dieses Dokument zu sehen bekam, die an- d e r e Welt durch Rundfunk und Presse davon bereits Kenntnis erhalten hatte und wir außerdem aus zahllosen Kommentaren demokrati­scher Weltorgane die freundliche Aufklärung er­halten hatten, daß es sich bei diesem Telegramm um ein sehr geschicktes taktisches Papier handele, das bestimmt sei, den volksregierten Staaten die Verantwortung für die kriegerischen Maßnahmen der Plutokratien aufzubürden, habe ich mich ent­schlossen, den Deuffchen Reichstag einberufen zu lassen, um damit Ihnen, meine Abgeordneten des Reichstags, die Möglichkeit zu geben, meine Ant­wort als d i e gewählten Vertreter der deutschen Nation zu aller er st kennen­zulernen unb sie entweder zu bestätigen oder abzulehnen. Darüber hinaus aber hielt ich es für zweckmäßig, dem vom Herrn Präsident Roosevelt eingeschlagenen Verfahren treu zu bleiben und von meiner Seite aus mit unseren Mitteln der üb­rigen Welt Kenntnis von meiner Antwort zu geben.

2ch will diese Gelegenheit aber auch wahrnehmen, um jener Empfindung Ausdruck zu verleihen, die mich angesichts der gewaltigen geschichtlichen Geschehnisse des Monats März dieses Jahres be­wegt. Meine tiefften Gefühle kann ich nur in der 3°rm eines demütigen Dankes der Vorsehung ge­genüber abstatten, die mich berufen hat und die es mir gelingen ließ, als einstiger unbekannter Soldat des Krieges zum Führer meines heißgeliebten Vol­kes emporzusteigen Sie hat mich die Wege finden lassen, um ohne Blutvergießen unser Volk aus feinem tiefften Elend freizumachen und es wieder nad) aufwärts zu führen. Sie hat es gestattet, die einzige Aufgabe meines Lebens zu erfüllen: Mein deutsches Volk aus seiner Niederlage zu erheben unb es aus den Fesseln des schandvollsten Diktats aller Zeiten zu lösen.

Denn dies war das alleinige Ziel meines handelns. 3d) habe feit dem lag, da ich mich dem politischen Leben zuwandte, keinem anderen Gedanken gelebt als dem der Medererrinaung der Freiheit der deutschen Nation, der Auf- richtung der Kraft und Stärke unseres Reiches der lleberroinbung der Zersplitterung unseres Volkes im 3unem, der Beseitigung der Tren­nung nach außen und feiner Sicherung in bezug auf die Erhaltung seines wirtschaftlich und politisch unabhängigen Lebens. 3ch habe nur wiederherstellev wollen, was andere einff mit Gewalt zerbrochen hatten, wallte nur wieder­gutmachen, was satanische Bosheit oder mensch-

Völkern auch im Ausland ganz erfaßt und voll gewürdigt werde. Nirgends hat Deuffchland die Tür zugeschlagen. Es will keinen Krieg und keine im­perialistischen Eroberungen, wie ihm eine lügenhafte Panikmache ausländisd)er Katastrophenpolltiker un­terstellen möchte. Aber es fordert allerdings das Recht, in feinem eigenen Lebensraum feine In­teressen nach seinen Prinzipien zu ordnen, mie es die plutokratischen Mächte ja von jeher für sich

in Anspruch nehmen, und es spürt die Kraft in sich, fremden Angriffen auf dieses sein Lebensrecht mit allen Machtmitteln entgegenzutreten. Der Führer hat zur Welt gesprochen, an ihr ist es nun, die richtigen Folgerungen daraus zu ziehen. Deutsch­lands Weg hegt offen und klar. In unerschütter­licher Mannentreue wird bas deutsche Volk mit dem Führer diesen seinen Weg gehen in eine große deutsche Zukunft. Fr. W. Lange.

Der Führer sprach zur Welt.

Die Antwort an die Kriegshetzer. Flottenabkommen und Polenvertrag hinfällig. Deutschlands Friedensbereitschast erneut bestätigt.

liehe Unvernunft zerstörten oder verdarben. 3ch habe daher auch keinen Schritt vollzogen, der fremde Rechte verletzte, sondern nur das vor 20 Jahren verletzte Recht wiederhergestellt. 3m Rahmen des heutigen Grohdeutschen Reiches befindet sich kein Gebiet, das nicht seit ältesten Zeiten zu ihm gehört hat, mit ihm verbunden war oder seiner Souveränität unterstand. Langst, ehe ein amerikanischer Kontinent von Weißen entdeckt oder gar besiedelt wurde, hat dieses Reich bestanden, nicht nur in seiner heutigen Gröhe, sondern um viele, seitdem ver­lorene Gebiete und Provinzen darüber hinaus.

Als vor 21 Jahren der blutige Krieg fein Ende fand, brannte in Millionen von Gehirnen die heiße Hoffnung, baß ein Friede der Vernunft unb der Gerechtigkeit die von der furchtbaren Geißel des Weltkrieges heimgefuchten Völker belohnen unb be­glücken würde. Ich sagebelohnen"; denn alle diese Menschen hatten ihrerseits, ganz gleich, wie auch die Feststellungen der Historiker lauten mögen, feine Schuld an diesem furchtbaren Geschehen. Und wenn es auch in einigen Ändern heute noch Politiker gibt, die schon damals als verantwortlich genannt werben konnten für dieses grausamste Gemetzel aller Zeiten, dann war die große Masse der kämpfenden Soldaten aller Länder und Völker höchstens zu bemitleiden, auf keinen Fall aber schuldig. Ich selbst wie Sie wissen war ein vor dem Kriege politisch nie hervorgetretener Mann, der deshalb nur wie Millionen andere als anständiger Bürger unb Soldat die ihm -zukommende Pflicht erfüllte. Ich konnte daher im und nach dem Kriege mit reinstem Gewissen für die Freiheit und die Zukunft

Der Leidensweg des deutschen Volkes

Nahezu 115 Millionen Menschen Wurden nicht von den siegreichen Soldaten, sondern von wahnsinnigen potikikern in ihrem Setbstbestimmungsrecht vergewal­tigt, willkürlich aus alten Gemeinschaften g e - l ö st und zu neuen Gemeinschaften zu­sammengeschlossen ohne Rücksicht auf Blut, auf ihr Herkommen, auf die Vernunft und auf alle wirtschaftlichen Lebensbedingungen.

Die Folgen waren entfehlich. Denn was die Staatsmänner damals auch zu zerstören ver­mochten, eine Taffache konnten sie nicht beseiti­gen: diese gigantische, in Mitteleuropa lebende M e n s ch e n m a s s e, die auf beengtem Raum zusammengedrängt überhaupt nur in höch­st e r 3 n t e n s i t ä t der Arbeit und damit der Ordnung sich das täglich Brot sicherstellen kann.

Was haben aber diese Staatsmänner der soge­nannten demokratischen Imperien von diesen Pro­blemen gewußt? Eine Schar dümmster Ignoranten, die auf bie Menschheit losgelassen wurde, die in Lebensräumen, in denen fast 140 Menschen auf dem Quadratkilometer ihr Auskommen finden müssen, eine sich in fast 2000 Jahren geschichtlicher Entwick­lung gebildete Ordnung einfach zerrissen und in eine Unordnung verwandelten, ohne dabei aber die P r o b l e m e fe I b ft lösen zu können oder auch nur lösen zu wollen, die dem Zusammen­leben dieser Menschen nun einmal gestellt finb und für die sie damals als Diktatoren der neuen Welt- Ordnung die Verantwortung übernommen hatten.

Allerdings, als diese neue Weltordnung sich in ihren Folgen später als eine katastrophale herausstellte, da waren die demokratischen Friedens­diktatoren amerikanischer und europäischer Herkunft so feige, daß keiner die Verantwortung für das Geschehene zu übernehmen wagte. Einer schob die

Dos Verbrechen des Versailler Siklals

Deucschland hatte diese Zustände früher nie ge­kannt. Im Lebensraum des großen deutschen Volkes und des zu ihm gehörenden alten Habsburgischen Staates war bei aller Schwere des Lebenskampfes, bedingt durch die Ueberfieblung des Bodens, die Sicherheit des wirtschaftlichen Lebens im Laufe der Zeiten nicht geringer, sondern im Gegenteil immer größer geworden. Fleiß und Arbeitsamkeit, ein aus­geprägter Sparsinn sowie die Liebe zu einer ge­wissenhaften Ordnung haben den Menschen in die­sem Lebensraum wohl keine übergroßen Reichtümer zu schenken vermocht, sie aber dafür auch vor bitter­ster Verelendung bewahrt.

Um fo entsetzlicher empfanden aber alle diese nunmehr in Versailles Verdammten die Fol­gen des ihnen von den demokratischen Dik­tatoren ansgezwungenen Elendsfriedens. Wir kennen heute die Gründe für diesen furcht­baren Ausklang des Weltkrieges. Erstens war es die Gier nach Beute. Was in ein­zelnen menschlichen Leben schon selten von Nutzen ist, glaubte man, ins millionenfache ver­größert der Menschheit als nützliches Experü ment vorererzieren zu können. Man plünderte große Völker aus, erpreßte ihnen ab, was er­preßt werden kann, und man wird dann ein eigenes Leben im sorglosen Nichls- l u n feiern können. Das war die Meinung die­ser wirtschaftlichen Dilettanten. Zu diesem Zweck mußten aber auch 1. bie Staaten selbst zerrissen werden. Man mußte Deutsch­land seinen kolonialen Besitz rauben, obwohl dieser für die Weltdemokraten gänzlich wertlos war, man mußte in die wichtigsten Rohstoff- gebiete einbr- ' en und sie wenn nötig dem eigenen Ueberfluß unterstellen,

meines Volkes eintreten. Ich kann daher aber auch im Namen der Millionen und Millionen ebenso Unschuldigen sprechen, wenn ich erkläre, daß sie alle, die nur in treuester Pflichterfüllung für ihre Völker gekämpft hatten, ein Anrecht besaßen auf einen Frieden der Vernunft und der Gerechtigkeit, so daß die Menschheit in gemeinsamer Arbeit endlich wieder an die Heilung der gemeinsamen Schäden heran- treten konnte.

Um diesen Frieden aber wurden diese Millionen damals betrogen, denn nicht nur die Deuffchen oder die anderen auf unserer Seite kämpfenden Völker sind durch die Friedensverträge geschlagen worden, nein, ihre Wirkung war eine vernichtende auch für öie Sieger! Damals zeigte sich zum ersten Male das Unglück, daß Männer die Politik bestimmten, die im Kriege nicht gekämpft hatten; denn die Soldaten kannten keinen Haß, wähl aber jene alten Politiker, die ihr eigenes kostbares Leben sorgfältig vor der Schrecknis des Krieges ver­schont hatten, aber nun mehr als wahnsinnig ge­wordene Rachegeister über die Menschheit herfielen. Haß, Bosheit und Unvernunft waren die intellektuellen Väter des Versailler Diktates. Tausendjährige Lebensräume und Staaten wurden willkürlich zerschlagen und aufgelöst, feit ewigen Zei­ten zueinander gehörige Menschen voneinander ge­rissen, wirtschaftliche Lebensvorausfetzungen miß­achtet, die Völker selbst aber als Sieger und Unbe­siegte in allein berechtigte Herren' und rechtlose Knechte eingeteilt. Dieses Dokument von Versail­les ist zum Glück einer späteren Menschheit schwarz auf weiß niedergelegt. Denn ohne dem würde man es' später einst nur als die sagenhafte Ausgeburt einer verdorbenen Phantasie halten.

Schuld auf den anderen und versuchte sich damit selbst vor dem Urteil der Geschichte zu retten. Die von ihrem Haß und ihrer Unvernunft aber miß­handelten Menschen waren leider nicht in der Lage, sich dieser Rettung ihrer Verderber anschließen zu können.

Die Stationen des Leides unseres eigenen Volkes aufzuzählen, ist unmöglich. Um feinen ganzen kolonialen Besitz beraubt, an allen Bar­mitteln ausgeplündert und damit verarmt, mit sogenannten Reparationen erpreßt, stürzte unser Volk in die düsterste Zeit seines nationalen Unglücks. Und wohl gemerkt, das war nicht das nationalsozialistische Deutschland, sondern das demokratische Deutschland. Jenes Deutsch­land, das einen Augenblick schwach genug gewesen war, den Versprechungen demokratischer Staats­männer zu trauen! Das daraus entstehende Elend, die andauernde Not begann unser Volk politisch der Verzweiflung auszuliefern. Die anstän­digsten und fleißigsten Menschen Mitteleuropas glaubten, in der restlosen Zerstörung der schein­bar zum Fluch gewordenen Ordnung die Möglich­keit einer Erlösung zu sehen. Jüdische Para­siten plünderten die Nation auf der einen Seite unbarmherzig aus und verhetzten auf der anderen die verelendeten Massen. Da für diese Rasse das Unglück unseres Volkes zum Selbstzweck wurde, gelang es dann, in dem entstehenden Heer der (Eryerbslofen für die bolschewistische Revo­lution die geeigneten Elemente zu züchten. Der Ver­fall der politischen Ordnung, die Verwirrung der öffentlichen Meinung durch'eine unverantwortliche jüdische Presse führte zu immer stärkeren Erschütte­rungen des wirtschaftlichen Lebens und damit zur steigenden Not und zu einer erhöhten Empfanas- bereitschaft bolschewistischer Umsturzgedanken. Die Armee der jüdischen W e 11 r e d o 1 u t i o n , wie man das Arbeitslosenheer bezeichnete, stieg endlich auf fast sieben Millionen.

unb vor allem, 2. man muhte verhindern, daß sich die unglücklichen Opfer dieser demokratischen Völker- und Menschenmißhand- lung jemals würden wieder erholen oder gar erheben können.

So hat man den teuflischen Plan entwickelt, Ge­nerationen mit dem Fluch dieser Diktate zu bela­den. 60, 70 ober 100 Jahre lang sollte Deutschland Beträge zahlen, deren praktische Aufbringung voll- tommen schleierhaft bleiben mußte Die Realisierung solcher gigantischen Beträge war weder golb- ober devisenmäßig noch auf dem Wege laufender Pro- buftionsabgaben benfbar, ohne daß nicht auch die verblendeten Tributeinnehmer daran zugrunde gehen mußten. Tatsächlich haben diese demokratischen Friedensdiktatoren mit ihrem Versailler Wahnsinn die Weltwirtschaft gründlich zerstört. Ihre geistlose Zerreißung von Volkern und Staaten führte zur Vernichtung der im Laufe langer Jahrhunderte eingespielten wirtschaftlichen Produktions- unb Handelsgemein­schaften, dadurch zum Zwang zu autarker Selbstän­digkeitsbestrebungen und damit wieder zur Ver­nichtung bisheriger allgemeiner Weltwirtschafts­bedingungen.

Als ich mich vor 20 Jahren als siebentes Mitalied der damaligen Deutschen Arbeiterpartei zu Mün­chen in das Buch des politischen Lebens eintrug, sah ich um mich bie Erscheinungen biefcs Verfalls überall wirksam werden. Das Schlimmste war wie schon betont bie baraus refultierenbe ooUftänbige Verzweiflung der Masse, bas Verschwinden jeden Vertrauens in die menschliche Vernunft ober gar Gerechtigkeit bei den Gebildeten, ebenso aber auch bas brutale Hervortreten der Selbstsucht aller egoistisch ver­anlagten Kreaturen. Inwieweit es mir nun möglich wurde, im Laufe von nunmehr 20 Jahren aus die­sem chaotischen Zerfall wieder eine Nation