Ausgabe 
29.4.1939
 
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Samstag, 29./$onntag,3O. April 1939

189. Jahrgang

Nr. 100 Erstes Matt

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Deutschlands Weg

Nachhaltiges Weltecho der Kührerrede

zu befragen. Der Louis Marin er-

Die Tür zu Verhandlungen nicht zugeschlagen

gezeigt,daß er ein M e i st e r sei

menzuarbeiten, dann würden

los verloren habe.

DasJournal" hat sich die Mühe gemacht, eine ganze Reihe französischer Abgeordnete um ihre Meinung zu der Hitler-Rede zu befragen. Der rechtsgerichtete Abgeordnete Louis Marin er- tlärte, die Rede feirelativ ruhig". DerBruch" des deutsch-englischen Flottenvertrages beweise, daß das Reich die Parität der U-Boote erreicht habe und daß es jetzt die Zahl der U-Boote noch erhöhen wolle, was der englischen Marine sicherlich keine Freude machen werde. Der ehemalige Kolonial-

zu drei Verhandlungen oder Gedankenaustauschen mit England, Polen und den Bereinigten Staaten. Es sei für die Franzosen ein Grund mehr, auf der Hut zu bleiben, sich vor jeder Ueberraschung zu hüten, sich zu einigen und zu rüsten.

bemühungen abzuschwächen.

'DerDaily Erpreß" legt das Hauptgewicht auf seinen Eindruck, daß der Führer durch seine Rede den Weg zu.neuen Verhandlun­gen geöffnet habe. Zu den deutschen Forde­rungen an Polen meint das Blatt, es würde möglich

ziehung in einer Weise behandelt werden würde, die der Führer in seiner Rede erwähnt habe und auf die auch das Memorandum der Reichsregierung ein-

britischen Imperiums" feststellen, was durchaus unerwartet sei. Unter Hinweis auf die tschechischen Waffen, die die Deutschen Über­nommen hätten, erklärt das Blatt, bei diesen Wor­ten des Führers werde man sich erst richtig klar darüber, welche gewaltige Schlacht man da kampf-

Volle Zustimmung in Rom.

8.6. Rom, 29.April.

Die große Reichstagsrede des Führers hat in Italien starke Beachtung und Zustimmung gefunden, nicht zuletzt deswegen, weil man die Antwort des Führers an Roosevelt hier in ihren großen Zügen auch als eine Darlegung des italienischen Stand­punktes empfunden hat. Auf den Straßen und in den Lokalen hatte sich eine große Menschenmenge vor den Lautsprechern versammelt, um den Aus­führungen des Führers lauschen zu können.. Von den Nachmittagsblättern, die bereits eine Stunde nach Beendigung der Reichstagssitzung mit seiten­langen Auszügen aus der Führerrede erschienen und reißenden Absatz fanden, werden besonders die Auf­kündigung des deutsch-englischen Flottenabkommens und des deutsch-polnischen Freundschaftspaktes her-

polen znr Mrerrede.

Die Negierungspresse weicht aus. - Völlige Verständnislosigkeit der Opposition

abs. London ,«29. April.

Die Rede des Führers beherrscht das öffentliche Interesse vollständig. Schon die Mittagsausgaben der Londoner Blätter brachten unter großen Schlag­zeilen ins einzelne gehende Beschreibungen des Rahmens der Reichstaassitzung. In jeder weiteren Ausgabe erschienen umfangreichere Inhaltsangaben der Rede. Die Ankündigung, daß das deutsch-eng­lische Flottenabkommen nicht länger als in Kraft befindlich betrachtet werden könne, kam nicht ganz überraschend. Mit einer gewissen Unruhe vermerkt man die Feststellung des Führers, daß Polen den deutsch-polnischen Vertrag von 1934 gebrochen hat. Auch die Börse stand ganz im Schatten der deutschen Reichstagssitzung. Das Geschäft hielt sich bei Börsen- beginn in sehr engen Grenzen, doch wurde das Publikum zuversichtlicher, nachdem die Ausführun­gen des Führers, die allgemein als gemäßigt be­trachtet werden, im einzelnen bekannt wurden.

Die Morgenpresse beschäftigt sich in ausführlichen Leitartikeln mit der Rede. DerDaily Telegraph glaubt feststellen zu können, die Rede des Führers verändere die internationale Lage überhaupt nicht. Das Blatt vermißt eineAufklärung über die wah­ren Absichten des Führers" und spricht in dieser Hinsicht von enttäuschten Hoffnungen. Der Über­legen spöttische Ton Und die Hinweise des Führers auf die Versailler Diktat-Sünden verursachen dem Blatt sichtliches Unbehagen. Im übrigen meint das Blatt, die vom Führer aufgezählten Ansprüche durf­ten eigentlich der Möglichkeit einer Konferenz, auf der sie alle frei erörtert werden könnten, nicht hin­dernd im Wege stehen. Die Gründe, die der Führer für die Aufkündigung des Flottenvertrages auf­gezählt hat, find demDaily Telegraph" nicht ge­legen gekommen, der sich weiter sophistisch bemüht, den schlechten Eindruck der englischen Einkreisungs-

kratischen Staaten gewandt.

Der ,Temps" schreibt, wenn die Rede des Füh­rers auch eine schroffe Antwort auf den Appell Roosevelts darstelle, so sei sie andererseits doch auch ein Zeichen dafür, daß der Führer bereit sey ledern der in der Roosevelt-Botschaft genannten Staa en Zusicherungen unter der Bedingung der Absoluten Gegenseitigkeit zu geben. DerParis Soir" schreibt, Hitler habe von Roosevelt nähere Mitteilungen ge­fordert, was darauf schließen lasse, daß er die Tür zu Verhandlungen nicht Zuschlä­gen wollen Man nehme diese guten Absichten zur Kenntnis. Allerdings würden Frankreich und Eng­land, so meint das Blatt, trotz ihrer grundsätzlichen Bereitschaft zu internationalen Gesprächen nicht im geringsten ihre gegenwärtigenVorsichtsmaßnah­men" verringern. Der ,^Jour" erklärt, man müsse zugeben, daß die Rede i n u n g e w ö h n l i ch h o f - kicher Form gehalten sei. In einem Berliner Bericht des Blattes heißt es, die Warschauer Re­gierung sei der Ansicht, daß keine ausländische Ga­rantie einen Gegenwert für den Verlust einer so lebenswichtigen strategischen Stellung wie der Dan­zigs sein könne. Man füge Hinzu, daß Danzig ohne Polenlebensunfähig" sei. Danzig gehöre zum pol­nischen und nicht zum deutschen Lebensraum. (.) Excelsior" meint, die Kündigung des deutsch-pot- Nischen Nichtangriffspaktes stelle emen ..Pyysialo- gischen Fehler" dar. DieEpoque bezeichnet die Rede alsmaßvoll". Mit Erstaunen könne man sogar eineLobrede an die Adresse des

vorgehoben.

Im halbamtlichenGiornale d'Jtalia" schreibt Gayda, der Führer habe mit Genauigkeit jedes Ding auf seinen richtigen Platz gestellt und die Tatsachen in ihrer geschichtlichen und gegenwärtigen Wahrheit zum Ausdruck ge­bracht. Es fei von Anfang an klar gewesen, daß Deutschland ebensowenig wie Italien tatenlos die Einkreisungspolitik über sich ergehen lassen würden, die in ihren Mitteln und offenkundigen Zielen eine offensive Kriegshandlung" darstelle. Großbritan­nien habe durch seine politischen und militärischen Initiativen, die nicht einer Politik der Zusammen­arbeit gegenüber Deutschland entsprachen hätten, die Grundlagen des Flottenvertrages und des Ver­trauens zwischen den beiden Mächten zerstört? Aehn- lich habe die polnische Regierung durch ihre Politik der letzten Zeit den deutsch-polnischen Freundschafts­vertrag von innen heraus ausgehöhl t: sie habe auf den Versuch Hitlers, Polen die Versöhnungs- Hand entgegenzustrecken, durch den Garantievertrag mit England geantwortet, der sich in das gegen Deutschland gerichtete englisch-französische Einkrei- sungssystem einfüge Die Führer-Rede sei die stolze Kundgebung eines Deutschlands, das sich stark in seinen Rechten, sicher seiner nationalen Mittel und seiner internationalen Freundschaften fühle. Zu­sammen mit den festen und inhaltsreichen Worten Mussolinis stelle sie auch eine Bekräftigung der na­tionalen und geschichtlichen Position der Achsen­mächte dar, die entschlossen seien, sie gemeinsam zu gestalten.

Die Auffassung in Paris.

E. F. Paris, 29. April.

Die Pariser Blätter lassen in den Heberschristen die große Bedeutung erkennen, die man den in -er Erklärung Adolf Hitlers enthaltenen konkreten Punkten beimißt. Obwohl also die Presse sich be­müht, die Wirkung der Rede auf die französische Oeffentlichkeit abzudämpfen, herrscht außer bei den marxistischen Blättern und den Zeitungen an der äußersten Rechten eine freundlich re­servierte Auffassung der Rede vor. Die Zeitungen vertreten durchgehend, ebenso wie die amtlichen Kreise, die Anschauung, daß die Rede nicht ungünstig gewesen sei und daß sie in bezug auf Eng­land und Polen die Tür offen lasse. Der halb­amtlichePetit P a r i s i e n" schreibt, die Rede des deutschen Reichskanzlers gliedere sich deutlich in drei Teile: Sie stelle erstens dar die Rechtfertigung des deutschen Dranges, sich auszudehnen, sie enthalte zweitens eine Antwort an den Präsidenten Roose­velt und schließlich die Kündigung des deutsch-eng­lischen Flottenabkommens und des deutsch-polnischen Nichtangriffspaktes mit. Die Kündigung des Ver­trages mit Polen wird als die wichtigste der Maß­nahmen bezeichnet. Sehr aufschlußreich ift die Fest- stellüng einer Nachrichtenagentur, der deutsche Reichskanzler habe sich eher unmittelbar an die Völker als an die Regierungen der demo-

gehe. , .

Polska Zbrojn a", das Blatt der polni­schen Armee, schreibt: Besprechungen über die fried­liche Regelung der deutsch-polnischen Fragen lägen grundsätzlich im Geiste der polnischen Politik, aller­dings unter der Voraussetzung, daß sie in einer geeigneten Atmosphäre" und vor allem unter Berücksichtigung der Interessen beider Partner erfolgten. Weiter behauptet das Blatt in bewußter Verdrehung der Tatsachen, nicht Deutschland werde eingekreist, sondern Polen von Deutschland. (!) Dan­zig liege an der Weichselmündung, eines Flusses, der ----, ,

von her Quelle bis zum Meer polnisch ihm mit seinem (streben nach einer dauernden sei. Die Polonisierung Danzigs sei und Befriedung Europas heiliger Ernst ist und daß es vermeidlich, und das Schicksaldieses kleinen!bereit ist, für dieses Ziel seinerseits auch schwere Provinzstaates" sei auf völlig natürlichem Wege materielle und moralische Opfer zu bringen. Der entschieden. (!) Der konservative Czas meint in feierliche Verzicht auf Elsaß-Lothringen war ein seinem recht unfreundlichen Leitaufsatz, die Rede des solches Opfer, das freilich Frankreich allzu selbst- Führers verschärfe die Lage nicht, sie biete aber verständlich hingenommen hat, statt es als Zeugnis auch keine Grundlagen zu irgendwelchen Derhand- deutschen Verständigungswillens nach Gebühr zu lunqen. würdigen.

Kurser Warszawski" behauptet, daß das Abkorn- Aber mit der gleichen klaren Entschiedenheit hat men aus dem Jahre 1934 keinerlei Vorbehalte für der Führer zu jeder Zeit es abgelehnt, Yen durch den Abschluß anderer Abkommen enthalte. Der die Pariser Vorortverträge im eigensten Lebens­rechtsrevolutionäreDziennik Narodowy" meint, raum des deutschen Volkes geschaffenen Zustand als die Kündigung des Nichtangriffspaktes durch Deutsch- endgültig und für Deutschland tragbar anzuerkennen, land trage nur dazu bei, ,>daß gewisse Jllu- Die Rückführung der Ostmark ins Reich war sionen zerstört werden, die man in bestimmten ebenso nur logische Folge dieser grundsätzlichen po- polnischen Kreisen bezüglich der Möglichkeit einer litischen Einstellung wie die Errichtung des deutschen Politik der Verständigung mit dem Reich hatte." Reichsprotektorats über Böhmen und Mäh- Der deutschfeindliche schwerindustrielleKurs er ren. In großartigem geschichtlichen 'Jtnd'blitf wies Polski" schreibt, auf die Forderungen des FÜH- der Führer nach, wie Deutsche und Tschechen in die- rers gebe es nur eine Antwort: Niemals. |em Raum auf engste Zusammenarbeit von jeher Auch das nationalradikaleABC." erklärt in völ- angewiesen waren und Zeiten der Feindschaft im= liger Verblendung, die Antwort Polens auf die deut- mer auch für das tschechische Volk Zeiten des wirt- schen Vvrschläge könne nur ein Nein sein. schaftlichen Niedergangs und des nationalen Un- -------- glücks bedeutet haben. Wie die dilettantische Staats- _ konstruktion der Tschecho-Slowakei lediglich dem

Haß gegen Deutschland ihre Entstehung verdankte I und dem Wunsch der VersaillerFriedensmacher", _ . hier im Südosten dem wehrlosen Deutschland einen

sein, tm Wege sreundschaftlicher Verhandlungen die bis an die Zähne bewassneten Auspasscr vordie Rückkehr Danzigs zum Reich zu erreichen, ohne die Nase zu setzen, so mußte diese >e be Tschecho-^ nationale Unabhängigkeit Polens zu gefährden. - mafei in dem Augenblick zwangsläufig zui ammen- Auch die Daily Mail" gibt der Ansicht Aus- brechen, wo cm in neuer Kraft wiedererftandene- druck, daß Danzig und der Korridor Gegenstand Deutschland die KergemaUiqung ber «n Men ©taa deutsch-polnischer Verhandlungen sein könnten. Das hineingezwungenen vier Millionen Deutschen nicht Blatt aibt zu daß die Rede des Führers b i e mehr langer ruhig hmnehmen und dann auch die fioffnunae'n der Welt auf Frieden andern nichttschechlschen Nationalitäten ihr völkisches gebessert habe,- aber es versucht der Aufkündi- Selbstbestimmungsrecht forderten Die Münchener gung des Flottenvertrages mit formalen Einwän- Entscheidung oedeutete keine restlose ^Grcl^ung ben entgegenzutreten und erhebt die Forderung nach dieies Problems sie ließ eine Reche von Fragen we itest en Rüstungen Englands. Der arbeiter-offen, die auch der Wiener Schiedslpruch der von parteilicheDaily Her alb" hebt den Eindruck den nächstinteressierten Staaten ausschließlich ange- heroor, daß der Führe? keinen Krieg wolle, betrach- rusenen beiden Achsenmächte feiner ^atur nad) nicht tet aber die Aufkündigung des deutsch - polnischen zu voller Befriedigung aller Beteiligten, zu losm Paktes mit Sorge. Das linksliberale N e w s - vermochte. Dem Wunsch Polens und Ungarns nach Chroniclc" muß immerhin zugeben, manche einer gemeinsamen Grenze hat Deutschland nicht Teile der Rede hätten einen guten Eindruck hinter- länger widerstrebt um nicht das Odlmn zu ge­lassen. Es spricht sogar von einem sehr geschickten raten, als ob es sich eine Vormar,chstraye nach Ru Beguck, des Führers", England zu versöhnen, mamen schaffen wolle, obwohl grade ^umamen äußert sich aber gleichzeitig besorgt über die Behänd- stlbst auf eine direkte Nachbarschaft mit Deustchlan 1U iVlTm e s" toreibt, di- Sänge ber Rebe und Mit schlagenden Gründen widerlegte der Führer die äußerste Sorgfalt, mit der sie offensichtlich vor- die in den westlichen Demokratien immer wieder bereitet worden fei, seien charakteristisch für den erhobene Behauptung, als ob..die Begründung des Redner und seine Methoden Hitler habe aufs neue Reichsprotektorats dem Münchener Abkommen rtPipiat daß er ein Meifter fei". widersprochen habe. Sie hatte mit ihm ebenso wenig

9 Wenn "Deutschland wirklich beabsichtige, zusam- etwas zu tun, wie mit der persönllchenAbmachung menzuarbeiten, bann würden die anderen Lander des Führers und Chamberlains, die sich ousMeß- im eigenen Interesse mehr als den halben Weg lich auf Fragen des britisch-deutschen '

Deutschland entgegenkommen. Das gelte für die Gebens bezog, wozu wie der Führer wU Mfficher Kolonien. In einer friedlichen Welt müsse alles Sarkasmus bemerkte, der deutsche Lebensraum im möglich sein. Man sei sich mit Hitler in einem Sudosten ebenso wenig gehört wie etwa Palastma Punkt? einig, nämlich daß jeder Bereinigung unö

Abrüstung folgen müsse, nicht aber ihr vorausgehen chidertc dann der Führer seinevon Lanzgrund könne. Hitler könne mit großem Erfolg auf die faßlichen Erkenntnissen au59eM^n Se^u^n9Gn< unsinnge Weigerung Hinweisen, daß all seine Ru- um die Herstcllunej einerengen öeu ^eng stungsbegrenzungsangebote nicht angenommen wor- lischen Freundschaft un Z I EZ9Z das auch eine Dummheit ge» arbeit, die indessen volle Gegen e.trgkeit n der wefen sei so fei sie doch nicht unwid er ruf -Achtung der Gefühle und Lebensinterefsen des an lich Die britische Diplomatie fei auch weiterhin deren voraussetzt. Nur aufJnefer

reit us tem Glauben mit gutem Glauben Grundlage war das deutsch-englisch>G FlMenabkmn- auf Sim Verhandlungswege zu antworten". men denkbar als eine freiwillige Anerkennung der

I Der Führer hat gesprochen. Seine mehr als zwei- griff weit über den Rahmen dessen hinaus, was man als Antwort ayf die ebenso anmaßenden wie ten^Staat^n"in^einer Botschast^on^die^Re^erungs- chess Deutschlands und Italiens hätte erwarten können. Der Führer legte in seiner Rede mit der Offenheit, die schon Bismarck als die Mrfste Waffe des großen Staatsmannes bezeichnet hat, und mit der kristallenen Klarheit und Ueberzcugungskraft, der sich niemand zu entziehen vermag, die außen­politischen Grundauffassungen des Nationalsozialis­mus dar und leitete daraus mit zwingender Folge­richtigkeit Deutschlands Haltung zu den konkreten die Redejedenfalls für spätere Verhandlungen I Ereignissen des letzten halben Jahres ab, wobei es nicht die Tür schließe". Frossard erklärt in ber il)m nid)t schwer fiel, bie ganze Hohlheit ber Kritik linksgerichtetenJuftice",trotz des oft bitteren undoch^rveifen, die Deutfchlanbs Maßnahmen zur apokalyptischen Tonesöffne Adolf Hitler die Tür Sicherung feines Lebensraums in einer gewissen

* "" ' t-.r-l. 'öffentlichen Meinung des Auslands und bei den Re­

gierungen der westlichen Demokratien gefunden haben. Dor aller Welt entrollte er noch einmal den furcht­baren Leidensweg des deutschen Volkes, an dessen Anfang das Diktat von Versailles und der Wort- bruch eines amerikanischen Präsidenten standen. Seine Ausführungen waren eine erschütternde An­klage des Hasses, der Bosheit und Unvernunft jener in ihrer unersättlichen Habgier und ihrem unstill­baren Machtkitzel verblendeten politischen Dilettanten, die die Hoffnung der Menschheit auf eine bessere und gerechte Weltordnung nach dem schrecklichsten aller Kriege so bitter enttäuscht haben. Sie haben die Lösung der Aufgabe nicht zuwege gebracht, zwi­schen dem Selbstbestimmungsrecht der Völker und ber Anerkennung in der geschichtlichen Entwicklung Europas gewordener staatlicher Gebilde das Kom­promiß herzustellen, das ohne Zerstörung der staat­lichen Ordnung und damit der wirtschaftlichen Grundlagen aller Völker Europas die Erhaltung der völkischen Werte ermöglicht hätte. Der Führer konnte mit Recht darauf Hinweisen, daß er schon von seinem Eintritt in das politische Leben an diese Aufgabe in ihrer ganzen Tragweite klar erkannt und die Außenpolitik des nationalsozialistischen Deutschlands von jeher darauf ausgerichtet habe.

| Das Dritte Reich hat durch die Tat erhärtet, daß es

Warschau, 29. April. (DNB. Funkspruch.) Die polnische Presse hat am Samstagmorgen nur ein einziges Thema: Die Rede des Führers, die in rie­siger Aufmachung in spaltenlangen Auszügen und mit ausführlichen Kommentaren das Bild sämtlicher Blätter beherrscht. Die klare Sprache des Führers über das Problem der deutsch-polnischen Beziehun­gen und die Beendigung des Nichtangriffsabkom­mens haben größten Eindruck gemacht. Die der Regierung näherstehenden Blätter sind alle auf den gleichen Ton abgestimmt, wobei auffallend ist, daß zum BeispielGazeta Polska" das Einver­ständnis der polnischen öffentlichen Meinung als entscheidendes Argument gegen bie Annahme ber deutschen Vorschläge ins Feld führt. Gazeta Polska",Expreß Poranny" undKurser Poranny" operieren in ber Hauptsache mit allge­meinen Gedankengängen und versuchen die polnische Ablehnung der deutschen Vorschläge irgendwie zu entschuldigen. Polen habe mehr als einmal den Be­weis dafür geliefert, wie großen Wert es auf eine gute Nachbarschaft mit dem Reich lege. Die vom Führer erwähnten Vorschläge seien der polni­schen Oeffentlichkeit nicht bekannt ge­wesen und man wisse auch Nicht, ob sie den maß­geblichen polnischen Stellen bekannt gewesen seien(?). Die polnische Regierung habe volles Ver­ständnis für das Gewicht einer guten Nachbarschaft und stets die Frage des Transitverkehrs durch Pomerellen wohlwollend behandelt.

Gazeta Polska" will glauben machen, daß das polnisch-englische Abkommen nicht inWiderspruch mit dem Abkommen mit Deutschland vom Jahre 1934 stehe". Im übrigen werde die polnische Regie­rung ihre Auffassung über die Frage der Heben einstimmung der polnisch-britischen Annäherung mit dem Abkommen des Jahres 1934 auf diploma­tischem Wege klarstellen.Gazeta Polska" ver­sichert zum Schluß, daß in Polen stets der Gedanke einerpositiven Gestaltung" der nachbarlichen Be-