Ausgabe 
28.11.1939
 
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wollen wie der Soldat.

les

für Deutschland!

Die Kunst, die geistige Waffe des deutschen Volkes

Aus aller Welt

Das Vepeyen n» werden, flüchteten in die unter dem brennenden Raum Pie-

^mr Tneljrjabri^n Uebuna bearü^)eten Anlaß aenden Tanks. Um sie zu retten, tmjrbe von der

D'e ^^rlebsführerJ Möglichkeit Feuerwchr mit Hilfe von autogenen Sck)neidebren«

einen Abbau der G l ^.^öndliche Pflicht, die nem ein Loch in die Schiffswand geschnitten, nach-

im FM-" d^Mlch-n WM --E man sich durch KlopMua-« ü&r We Lage der

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Ich bin überzeugt, wenn wir und starke Haltung beibehalten dann niemals wieder einen solchen Nervenzusam-

Musik sie hören wolle, aus ihren Reihen einstimmig der Ruf nach optimistischer lebensbejahender und. herzerhebender Musik gekommen sei. In diesem I

Kraft durch Freude" hat auch im Kriege ihr Öafeinsrecht bewiesen.

Soldaten, Arbeiter und Künstler feiern den Jahrestag der Reichskulturkammer und der R.G -GemeinschaftKraft durch Freude".

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ober Wiederholung lediglich einmal gewahrter Gra tifikationen bedarf der Zustmimung durch den Reickstreuhänder der Arbeit. Ebenso dürfen Weih, nachtsgrafikationen, auf die ein Rechtsanspruch in bestimmter Höhe besteht, nicht ohne Genehmigung des Reichstreuhänders der Arbeit gekürzt.werden Das Bestehen-ine- R°chl-°n!pruch-> kann> Schon «U-

im Kriege.

Vie Ansprache von Ikeichspropagandaminister ©r Äoebbels

Berlin, 27. November. (DNB.) Zur Jahres« tagung der Reichskuiturkammer und der NSG. KdF? fanden sich im Theater des Volkes Soldaten, Arbeiter und Künstler zusammen. Festlich intonierte Aum Beginn der Kundgebung das Berliner Phil- larmonische Orchester unter Stabführung von dte- neralmusikdirettor Professor Hans K n a p p e r t 0 busch die Ouvertüre zu Richard WagnersMei- tersinger von Nürnberg". Dann brachte der Kittel­che Chor zusammen mit dem Orchester die Kan- ate .Der ewige Ruf" zum Dortrag, dessen Worte von Kurt Eggers gedichtet, von Arno Rentsch in Musik gesetzt worden sind. Danach ergriff Reichs­organisationsleiter Dr. Ley das Wort:

Künstler, Arbeiter und Soldaten! so sagte er u. a.: Wenn wir in diesem Jahre den Jahres- und Grün­dungstag der NSG.KdF? begehen, so könnte es dem Uneingeweihten erscheinen, als ob wir dazu kein Recht hätten.Was will KdF. im

zu vergessen. Eine Anrechnung der Gratifikationen bei dem Familienunterhalt findet nicht statt.

Arbeitstagung

des Neichsbundes der Kinderreichen.

Der Reichsbund der Kinderreichen hielt eine Ar- beitstagung ab, auf der auch der Reichsgesundbeits- ührer, Staatssekretär Dr. Conti, und der Leiter des Rassenpolitischen Amts der NSDAP., Professor Dr. Groß, sprachen. Der Bund hat besonders die Aufgabe, die Aufmerksamkeit des Volkes für die Zu- kunftsaufgaben wecken zu helfen. Dervom Füh­rer in Osten neu geschaffene Lebens» raum muß von Menschen deutschen Blutes mit all der Tüchtigkeit und dem Wert unseres Volkstums a u s g e f ü ll t werden. Dies ist nur möglich, wenn zahlreiche kinderreiche Familien so selbstverständlich in unserem Volke auswachsen, wie es früher der Fall war. Professor Dr. Groß wies

Kurze Tage,

wenig Sonne und wenig Bewegung im Freien, das sind Nachteile der Wintermonate, die unser körper» liches Befinden ungünstig beeinflussen. 7050V Kinder und Erwachsene nehmen in dieser Zeit Bioferdn, das blutbildende Kräftigungsmittel. Bio» ferrin hat eine vorzügliche Wirkung auf das All­gemeinbefinden bei Appetitlosigkeit, Blutarmut, Schwäche- und Erschöpfungszuständen.

In Odense entstand aus einem Schiffsneubau für die Ho lland - Am ertta - Linie ein Feuer, bei dem nach den bisherigen Ermittlungen ein Arbeiter ums Loben tarn und etwa zehn Brandwunden oder Rauchvergiftungen erlitten. Der Brand kam in dem Gefrierraum zum Ausbruch. Während vier Arbeits- tarne nahen geborgen werben konnten, schnitten die schnell um sich greifenden Flammen und der dichte Rauch 18 anderen den Weg ins Freie ab. Sie flüchteten in die unter dem brennenden Raum Pie-

um gegen seinen Willen und gegen eine bessere Erkenntnis der Völkerrecht, lichen Lage in das brittsche Schlepptau gezwungen.

Nie Entthronung der Eich.

Schon heute steht fest, daß der Krieg für England auf wirtschaftlichem Gebiet mit einer Kette von Niederlagen begonnen hat, die ebenso schwer wiegen wie verlorene Schlachten an der Front. England wollte diesen Krieg u. a. auch mit Hilfe der viel- gerühmtens i l b e r n e n K ug e 1 n" gewinnen, und es muh nun mit höchstem Bedauern zusehen, wie diese ins Wasser rollen, auf den Meeresboden, wo ie sich zu englischen Schlachtschisfen und Handels, lampfern gesellen! Nach dem Sturz des Pfundes und der chaotischen Auslösung des Psund-Sterling- Blocks ergibt sich für die Briten das traurige Fazit, daß das Pfund eine reine «ßapierroa hru n g geworden ist, die bei den Neutralen keinen Anklang mehr findet. Vorbei ist es mit der englischen Vor. Herrschaft, denn seine Stellung als internationales Finanzzentrum, seine Funktion als Währungsrich - punkt und Zentralbankier, feine Bedeutung als Auf­enthaltsort für das internationale Fluchtkapital, feine beherrschende Stellung als welweiter Versicherungs- platz _ si« sind restlos dahin. Mas vier Jahre Wei « krieg nur in Ansätzen, was die schwere Weltwirt, schaftskrise der letzten Jahre nicht vermach en, das hat sich jetzt in ein paar Wochen schlagartig voll- zogen, nämlich die Entthronung der finanziellen Führerstellung der Londoner City! Auf finanzpoli­tischem Gebiet hat England unwiderruflich ein rie- siges Terrain verloren, das es nie mehr wieder- gewinnen wird. Deutschland dagegen blieb es dank eines leistungsfähigen Bankenapparats erspart, unter irgendwelchen kredit-, finanz- und wahrungspoli- tischen Erschütterungen zu leiden. Sowohl der Zäh« lunasoerkehr wie der Kreditverkehr und die Abwick- lunq des uns verbliebenen Außenhandelsgeschäfts gehen dank weitgehender bankmäßiger Vorberei- tungszeit reibungslos vonstatten.

Weihnachtsgratifikationen wie bisher.

Sinne fei auch die kulturelle Arbeit bei der Wehr­macht ausgerichtet worden.Die deutschen Künstler haben es für ihre erste und wichtigste Ausgabe an­gesehen, unseren Soldaten Unterhal­tung und Entspannung zu bringen." Nicht nur um die Verteidigung unseres Lebens­raumes, unseres täglichen Brotes und unserer Maschinen gehe es in diesem Krieg gegen die feind­lichen plittokra tischen Möchte, nein, das deutsche Volk verteidige auch seine Kultur und mit ihr den großen Segen, den sie dem ganzen Volte bringe. In diesem Sinne sind hier Soldaten, Arbeiter und Künstler zusammengekommen. Sie ver­binden sich im Glauben an den Führer, im Ver­trauen auf unser Volk und Reich und auf unsere große nationale Zukunft. Ein Volk sind wir-, e i n Weltvolk wollen wir werden!

Im zweiten Teil der Veranstaltung brachte eine Anzahl der bekanntesten Künstler der Berliner Staatsover unter Begleitung von Professor Michael Raucheisen und dem Berliner Philharmonischen Orchester erlesene Werke klassischer Kunst zu Gehör. Der dritte Teil des Unterhal­tungsabends war ganz und gar auf jenen Opti­mismus abgestimmt, von dem Dr. Goebbels ge­sprochen hatte. Heinz Goedecke, der allen Rund­funkhörern von der Ansage des Wunschkonzerts oefannt ist, sprach die verbindenden Worte. Alle - Künstler verbreiteten Frohsinn und Heiterkeit und zauberten mit ihrer Unterhaltung eine in Wahr- bfit beschwingte und von Alltagssorgen befreite Stimmung in das vollbesetzte Haus.

Eingeschlossenen verständigt hatte. Als es gelungen war, zu ihnen vorzudringen, stellte sich heraus, daß ein Arbeiter den Flammen zum Opfer gefallen war. Fünf andere wurden mit schweren Brand­wunden geborgen.

Liverpooler Lotsendampfer gesunken.

Der Londoner Rundfunk meldet, daß auf dem Mersey-Fluß bei Liverpool her Lotsendampfer a u f eine Sandbank gelaufen war. Seine Si- renensagnale wurden als Fliegeralarm ausgelegt. Erst nach Stunden kamen daher Rettungsboote an den Ort der Katastrophe, konnten aber nid) Tun das Schiff heran. Die Mannschaft hatte sich an der Takelage festgeklammert, wurde jedoch von der stürmischen See s 0 r t g e s p ü l t. Als einer der ersten kam das Kapitän ums Leben. 2 2 Mann s i n d e r t r u n k e n, und nur zehn konnten gerettet werden.

Frankreich auch bei der Blockade­oerschärfung gegen bessere Erkenntnis im britischen Schlepptau.

Berlin, 28. Nov. (DNB.) Nachdem bereit Neutrale Zeitungen daraus verwiesen haben, da | England schon seit einigen Wochen eine I Unterbindung der deutschen Ausfuhr auf neutralen Schiffen plane und die durch Minen an der eng« eschen Küste verursachten Schiffsunfälle der letzten Zeit nur als Dorwand nehme, schreibt die Agentur Belga, daß England b e r e i t s vor wei bis drei Wochen seine Maßnahmen itber die Unterbindung der deutschen Ausfuhr an- tonbigen wollte, dieses Vorhaben jedoch zunach t cufgeben mußte, weil die juristischen Berater der ranjoHfcfjen Regierung auf die B-st'M. nungen der Pariser Deklaration von 1856 sußeno fine ablehnende Haltung eingenommen hätten. Bei der jetzt beschlossenen Durchführung der tlten britischen Pläne wurde Frankreich also wieder-

Kriege?" So werden die Menschen gefragt haben, aber alles, was im Frieden richttg ist, mutz ja i m Kriege erst recht getan werden. Jede In­stitution, die heute im Kriege ihr Daseinsrecht nicht beweisen kann, wird auch im Frieden keinen Platz mehr haben. Wenn also bas Wort von derStraft durch Freude" richtig war, so mußte setzt die Freude beweisen, ob sie den Menschen in der Zeit der Höch, ften Belastung neue Kraft geben konnte.

Wenn die NSG.KdF." unserem Volke seit 1933 bis zum Beginn des Krieges in feiner schweren Arbeitsbelastung, in dieser Zeit der Opfer und der Hingabe durch die Vermittlung der Freude, der Mtur und der Kunst, durch Reisen und Wandern, durch Sport und Volksbildung Kraft gegeben hatte, so muß sie jetzt in der schwersten Belastungsprobe, im Kriege, dem Volke erst recht Kratt geben können.

Die ersten zehn Kriegswochen haben diese natio- nalsozialisttsche Ansicht als richtig erwiesen. Das Volk hungert nach Kunst und Kmtur, nach Freude und Erholung. Das ist auch absolut verständlich. Je schwerer die Belastung, je größer die Änsorde- rungen, um so mehr verlangt der Mensch nach dem Ausgleich. Arbeit und Freude, Opfer und Erholung gehören zusammen. Das deutsche Volk trinkt mit vollen Zügen aus dem unerschöpflichen Quell seiner herrlichen Kultur und SVunft.Kraft durch Freude" hat nach nie so viel Veranstaltungen kultureller, musikalischer und künstlerischer Art geboten als gegen- wärtig. Es gibt feine brotlosen Artisten, Artistin­nen, Künstler und Künstlerinnen mehr. Allein im letzten Monat wurden in sechs Gauen der West- ront über 5000 Veranstaltungen aufgezogen und durchgeführt. Selbstverständlich laufen die Arbeiten vvn KdF. auch in den übrigen Gauen verstärkt weiter. Die Betreuung der Rückwanderer aus dem Baltikum und aus anderen volks­deutschen Gebieten wird durch das Amt Reisen und Wandern in der NSG. ,LdF." durchgesührt. ©benfa ist dem Amtsleiter von KdF., Pg. Lasferentz, die Betreuung der Bewohner der im Westen ge­räumten Gebiete übertragen worden. Das Volks- bildungswerk hat in großem Umfange im ostober- schlesischen Gebiet und in den neuen Reichsgauen her ehemals polnischen Gebiete Sprachkurse für die Volksdeutschen eingerichtet. Der Betriebssport ist verstärkt ausgebout worden. Ich stelle fest, daß u n - f er e Bühnen in der vordersten Hauptkampf- ün'ie zwischen den Bunkern und Drahtverhauen auf-

darauf hin, daß die stärkere Belastung des Taaes den deutschen Menschen nicht dazu führen dürfe, die Iukunftsaufgaben aus dem Auge zu ver­lieren, unter denen die Durchsetzung der rassen- und bevölkerungspolitischen Erkenntnisse und die Durch­setzung des Willens zum Kind von ausschlag­gebender Bedeutung sind. Es gehört zur Stärkung der Inneren Front, daß jeder Volksgenosse sich be­mühe, die von der Erziehung und Pflege kleiner Kinder stark in Anspruch genommenen Mütter zu e n 11 a ft e n. Entschieden ist den manchmal geäußer- kn Bedenken entgegenzutreten, daß Kinder unter den heutigen Umständen besser nicht geboren würden und ihre Geburt auf glücklichere Friedenszelt zurückzu- stellen wäre. Jedes neue Leben, das In Deutschland wächst, stärke unsere Kraft für die Zukunft. Arbeits- vorhaben dieser oder jener Art könne man auf­schieben und in Zeiten geringerer Anspannung nach­holen, die Generationenfolge unseres Volkes aber dürfe nie abreihen.

Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Emst Blum- schein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und die Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für Stadt Gießen, Pro­vinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein: für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Han- Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen:', Theodor Kümmel. Druck und Verlag: Brühlscke!, Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich M Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 NM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr^ZurZelt ttt EtaMfa BkA ßflitt. kfewtemte IM Mi»

Ls kam ganz anders...

Am Sonntagabend ging Neville Chamber- la l n schmerzgebeugt an das Mikrophon des eng- Ischen Rundfunks. Er jammerte über diedeutsche lerrorherrschaft zur See", denn der britische Wille, ms zu blockieren und auszuhungern, hat sich §egen England selbst gekehrt. Einern ierart Gezüchtigten wie Chamberlain kann man Hoher schon einige Schmerzensschreie zugute halten. £ein Vorgänger im Amt, Baldwin, hat denn auch nächtig darüber geklagt, daß Deutschland so große Crfolge erziele, und darüber gejammert, daß DeutschlandsPiraterie" das Reisen auf Dampf- shiffen unmöglich mache. Denn wir seien die mo­dernen Piraten, die England schon vor zweihundert« fünfzig Jahren bekämpft habe. Woraus zu ent- ichmen ist, daß Baldwin entweder die brittsche Geschichte längst vergessen hat, die auf Piraterie aifgebaui ist sogar die jungfräuliche Königin Elisabeth war finanziell an den Piraterien eines ffrancis Drake gegen die Spanier beteiligt! oder laß Englands Röte seinen Geist verwirrten. Jeden- Hills ist eines Tatsache, und Chamberlain rief es durchs Radio:Bisher ist der Krieg sehr viel inders verlaufen, als wir es erwartet fatten."

Es kam also ganz anders, als die Kriegshetzer km Chamberlain es sich vorgestern hatten. Die deutsche Akttvität in der Lust und zur See hat He gewaltige englische Kriegsflotte in die Mause- sjcher zurückgejagt und weiß sie auch dort zu fin­den. Die deutschen Waffen treffen den Feind über­all und sie vernichten ihn! Die schwarze Woche, He am Sonnabend zu Ende ging, hat den Briten cezeigt, daß wir nicht rasten, um Vergeltung zu 'cken. Bis zu den Shetland-Inseln dran- cen deutsche Flieger, der modernste Kreuzer der tzouchampton-Klasse, dieBelfast" wurde tor- jehiert, am Sonnabend erhielten englische Seestreit- iräfte vier Volltreffer aus der Lust, darunter auch <in Kreuzer der Aurora-Klasse, ferner nurbe eine U- B 0 0 tfalle erlebt gt, und hin- iu kommen die Verluste Englands im Handels- frieg. In der letzten Woche sind nach englischen Angaben insgesamt 71 240 Tonnen versenkt Wor­ten, dazu verlor England am Sonntag rund 50 000 Sonnen. Die Humbermündung ist nach schwedischen Neldunaen ntrt Wracks übersät, die Dhernsemün- hing sehr gefährlich geworden und der Riesenhafen London nach einer vrittschen Mitteilung an eine spanische Schiffahrtsgesellschaft für neutrale Schiffe überhaupt gesperrt. Englands Häfen veröden. Seine Nervenstränge, also seine Schiffverbindungen Mit ter Welt werden nacheinander durchschnitten. Die Kötzendämmerung der britischen Insel hat begon­nen.

Um den unangenehmen Eindruck abzuschwächen, Ien die neutralen Pr 0 teste gegen den eng- scheu Plan der Export-Blockade hervorgerufen oben, bemüht sich die englische und französische treffe darzulegen, daß man bei her angekündigten ?talen Kontrolle des internationalen Seehandels

Lebhafter Beifall dankte dem Reichsleiter für seine Ausführungen. Sodann betrat, herzlich be­grüßt, Reichsmimster Dr. Go e b b e l s , der Präsi­dent der Reichskulturkammer, die Rednerbühne.

Der Krieg, so sagte Dr. Goebbels u. a.. beweist es zur Genüge, daß der Mensch nicht allein vom Brot lebt. Auch der Geist und die Seele wollen Nahrung und Stärkung empfangen. Die kul­turelle Tätigkeit am deutschen Volk, insbesondere an der deutschen Wehrmacht, sei eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Standhaftigkeit und Durch­haltekraft der ganzen Nation in ihrem Schicksals- kämpf. Die neuen Sorgen, die der Krieg mit sich gebracht habe, seien manchmal so groß, daß sie das Gemüt des deutschen Volkes belasteten. Vielleicht erscheine daher her Alltag grauer und schwerer als das sonst her Fall war. In solchen Zeiten nun ist es um so notwendiger, d^ die Staatsführung eifrig darum bemüht bleibt, hier rechtzeitig für Ausgleich z u sorgen und dem Volke gerade in so schweren Zeiten Entspannung undEr- holung zu geben, auf die es heute mehr denn je Anspruch erheben kann. Ohne Optimismus ist fein Krieg zu gewinnen. Er ist genau so wichtig wie die Kanonen und die Gewehre. Was wäre mehr dazu «, das Volk, unsere Soldaten und arbeiten- nschen in diesem Optimismus seelisch aufzu­richten und innerlich zu erneuern als hie Kunst. Wir haben niemals die Kunst nur für Friedens- zetten reserviert. Für uns hatte das Wort, daß im Waffenlärm die Musen schweigen, keine Berechtt- gung. Trotz des Krieges sind wir auf das eifrigste vemüht, das künstlerische und kulturelle Leben unse­res Volkes nicht nur im alten Umfang aufrecht­zuerhalten, sondern nach allen Selten und Möglichkeiten hin zu erweitern.

Indern Dr. Goebbels die umfassende kulturelle Tätigkeit her beiden großen Organisationen des deutschen Kulturlebens aufzeigte, stellte er dieser Aufgabe die Zielsetzung voran, daß die Kunst sich leuchtender denn je als hie Tröster 1 n her Menschenseele erheben müsse, je schwerer hie Zett sei. Vor allem unsere Soldaten, die nicht gedeckt sein wollten von einer Heimat, die im Trübsinn und Melancholie versinke, verlangten das. Es sei typisch gewesen, daß, als her heutfche Rund- fünf an die Wehrmacht die Frage richtete, welche

gebaut werden. Künstler und Künstterinnen jeder­zeit haben bewiesen, daß sie genau so tapfer und hingehend dem Vaterlanoe und dem Führer bienen

Immatrikulationsfeier an der Universität Marburg.

Nachdem in diesem Wintersemester der Lehr- und Uebungshetrieb für Medizin und Naturwissenschaf­ten ausgenommen werden konnte, haben sich etwa 1 600 Studierende eingefunden, deren Jmma- trifulation in der üblichen Weise vorgenommen wurde. Der Rektor, Professor Dr. Meyer, wies auf die Pflicht der Studenten hin, ihr Studium in jeder Hinsicht ernst zu nehmen und sich stets her Pflichten, für Volk und Vaterland sich einzufetzen, bewußt zu fein. Gaustudentenführer Dr. Br 0 h - mann ermahnte die Studenten, sich her deutschen Studentenschaft, in die sie jetzt ausgenommen feien, würdig zu zeigen. Gauleiter Staatsrat W e i n r i ch forderte die Studenten auf, sich ihrer großen Auf­gabe in dieser ernsten Zett bewußt zu sein und vor­bildlich zu wirken. Heute sei der Einsatz jedes Volks­genossen, besonders des wissenschaftlichen Nach­wuchses, höchste Pflicht.

Brand auf einem Schiffsneubau in Dänemark.

tie Interessen der Neutralennach 91 ö g f i d) f e i r schonen werde. Was von sol­len Versprechungen zu halten ist, das wissen die , tetroffenen Länder am besten aus den Erfahrungen, tie sie bisher schon mit dem englischenZartgefühl" gemacht haben. Ob die geplante Kontrolle mit wei- d>er oder mit harter Hand durchgeführt würde, ist ' end) ganz gleichgültig. Denn in jedem Falle handelt (B sich hier um einen krassen Bruch des Völkerrechts, um eine eindeutige Verletzung ter Bestimmungen des Haager Abkommens von I 1907. Diese Tatsache wird auch nicht dadurch aus ter Welt geschafft, daß die Engländer immer wieder versuchen, die in Aussicht genommene Export» Älockade als eineRepressalie" hinzustellen, mit her die englischen und neutralen Schiffsverluste «er den britischen Küsten vergolten werden sollen. Denn daß große neutrale Fracht- und Pasiagier- schiffe in so großer Zahl den vor England aus- gelegten Minen zum Opfer fallen, ist nicht unsere, smdern englische Schuld. Der Fall der .Simon Bolivar", der auch jetzt wieder von ten Briten zu einer antideutschen Hetze und zur ; Rechtfertigung der eigenen Piratenstreiche benutzt wird, ist gerade typisch dafür.

Das holländische Schiff woltte durch den Kanal 1 lach Ueberfee fahren, mußte aber wegen der eng- 1! lischen Minensperre, die neun Zehntel der Kanal- i Ireite und damit die normale Schiffahrtsroute ab« riegelt, den Umweg über die I h e m fe- nunhung machen, wo es bei Sunk-Feuerschiff ruf eine Mine lief und sank. Die Dhemsemündung ft jedoch der Zugang zu wichtigen englischen Kriegshäfen, und hie britische Regierung selbst hat rrklärt, daß sie die von Ihr empfohlenen bzw. er- jnjungenen Handelsrouten militärisch schützen werde. Das heißt also, daß diese Schiffahrtswege zugleich tag Operationsgebiet der englischen Kriegsflotte sind. Deutschland hat demnach r ach dem Haager Abkommen das volle Recht, in liefen Gewässern, die durch England entneutralifiert norhen sind, den ihm notwendig erscheinenden Minenkrieg zu führer. Wenn die Neutralen es sich gefallen lassen, von der englischen Seeräuber-Re­gierung in hie eigentlichen Kriegszonen hinein« s-ezerrt zu werden, so müssen sie natürlicherweise euch die Folgen tragen, so sehr diese im einzelnen |u bedauern sind. Die Verantwortung dafür tragt cusschließlich die britische Regierung, welche die internationale Schiffahrt in die Todeszonen hm- rmlodt, um sich selber mit ihrer stolzen Flotte hm- ' ter der neutralen Flagge verkriechen zu können.

Oie Export-Blokade mit hem Untergang herSi» i non Bolivar" begründen zu wollen, ist also nichts g oberes als eine faule Ausrede und ein schamloser Orlck, her die Neutralen zum zweitenmal treffen I loH. H. Ev.

menbruch geben wird wie am 9. November 1918. Kraft durch Freude" wird in dieser ichweren Zett Führer dienen beweisen, daß es ein cwiges Daseinsrecht in unserem Volke hat. Und es wird sich noch mehr diese feste, frohe als bisher in die Herzen und Hirne der deutschen werden, daß es Mensd>en eingraben. Oes für den Führer! All'