Ausgabe 
28.10.1939
 
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28./29.®ftober 1959

r. 253 Drittes Blatt

(Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen)

Kameraden

Soldaten

Kriegerkameradschasten wirken mit Liebesgaben im Dienste der Front.

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Das gute Kinder-Nährmittel

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Feiner Maisstärke-Puder

Alte Frontsoldaten des Weltkrieges sitzen bera­tend beisammen. Die Besprechung gilt der Vorbe­reitung von Feldpostsenüungen an die Kameraden, die aus den Reihen der Kriegerkameradschaft und den ihr verbundenen aktiven Truppenteilen vor dem Feinde stehen. Alle sind mit Eifer dabei, ihren Kameraden an der Front durch Feldpostsendungen Beweise der unverbrüchlichen Soldaten-Kamerad- schaft zu übermitteln.

Jeder erinnert sich wieder der Zeit, da er einst selbst draußen vor dem Feinde stand und sich über Liebesgabensendungen aus der Heimat herzlich ge­freut hat. Und im Handumdrehen sind sie alle, die hier als Kämpfer an der inneren Front beisammen­sitzen, in die Erinnerung an ihre Kriegserlebnisse versunken. Da werden Begebenheiten in Polen und Ostgalizien in anschaulichen Schilderungen wieder lebendig. Die Westfront mit ihren gewaltigen

Debet *

Wien

Feldpostpäckchen bis ein Kilogramm

Ab 1. November zugelasten. - Sendungen sorgfältig verpacken.

MN do kimmt mersch immer so vir, als nxinn doas 'j e Dort Leimring wer'n, o'n dene mir häi bleiwe solle, daß driwe dene ihr Aeppil besser -Wachse. Däi beschmiern ihr Babei'r nadierlich ni'et Eit Leim, sonner met faustdecke Lije!"

Sch stimmte ihm vollkommen zu und wußte, daß mit des ganzen deutschen Volkes Stimme Aus- uck gefunden hatte. Wir lachten beide herzlich und schieden mit festem Händedruck als Kameraden der heren Front. R B

Aufruf!

Achtung Rückwanderer?

Zwecks Kleider- und Wäschebeschaffung melden sich die Haushaltungsvorstände (oder Vertreter) aller Rückwanderer bei ihrer derzeit zuständigen Orts­gruppe der NSV. Die Meldung bat bis zum 31.10. 1939 zu erfolgen, da spätere Meldungen keine Be­rücksichtigung mehr finden können.

Backhaus, Kreisleiter.

US der Stadt Gießen

Klebgürtel.

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Ja, sonst kommt am Ende noch die Polizei, Ml ich weiß!"

:So maant' aich doas ni'et! So'est hu'n mir onn, aach Ihr Städter iwerjuhr koa'n Appil se ch!", gibt er selbstbewußt zurück, schneidet einen «ixn Klebgürtel aus seiner gebrauchsfertigen ßaaung zurecht, faltet ihn zügig auseinander und egt ihn um den nächsten Stamm.

ßo, etz haale Se emol döi zwa Enner e bissi rQntt 1 esoome" stellt er mich kameradschaftlich mit in den lrteitsaang ein,daß aich de Droaht festbeanne am! Geawe Se oawer oacht, daß Se sich die

uiksch ntnU-,

'Ni'. aglich q >shafl, ugenb, eaftheü,

M Ioa!" ist die Antwort, zwar kurz, aber nichts- ^eitoweniger hören die Landleute einen solchen Ar- ie>t5gruß immer gern, auch von Fremden.

Dabei gibt's wenigstens keine Rückschmerzen und eine schwieligen Hände", komme ich mit freundlicher Inteilnahme zu ihm.

,^vawer döi Aerwet muß aach gedoh'n sei'n!"

bekommen Sie ;ur Zeit

auf die mit einem ^bezeichneten 4 Abfchnitte der Rdchsbrothartc f. Kinder bis ju 6 Jahren und zwar innerhalb 4 IDochen für jedes fiinö

2 Päckchen.

verlangen Sie die wichtigen kezeptblätter füe Säuglings- und fileinhinfc - Ernährung oon Dr. August Oetker.Bielefeld Willen zu Recht und GerechtiMsUn^nder gegen- überstehen und von ihren Standpunkten nicht av- gehen wollen, so schwingt dies doch nur m den Untertönen mit. Hinrichs mußte nicht er selbst sein, wenn er das Motiv auf akademische Weise hatte behandeln wollen. Vielmehr hat er dem Volke, und zwar seinen eigenen Landsleuten, gründlich aufs Mundwerk geschaut, und so losen sich herzerfrisä)en- der Humor, derber Scherz, landläufig schlichte We,g beit, hartnäckiger Streit und freundliche Versöhnung denkbar glücklich miteinander ab Und das Liebes- paar, das bei dieser Sache mit der Katze heftig m Mitleidenschaft gezogen worden war, kommt zum Schluß auch wieder zueinander.

hoben.

Die Versender wenden der Verpackung der Feld- Postsendungen immer noch nicht die notige Sorg, falt zu. Trotz wiederholt ergangener Hinweise hat die Verpackung zahlreicher Sendungen auf dem kur­zen Wege zur Postsammelstelle schon so gelitten, daß ste in o besonderenLazaretten" aus gebiert oder ganz erneuert werden muh. In vielen Fallen lohnt sich diese Arbeit gar nicht mehr, weil der aus rischem Obst, Obstkuchen und dergleichen bestehende Inhalt sich in einem Zustand befindet, der die Wei­terleitung ins Feld ausschließt. Es wird daher an­läßlich der Einführung von Feldpostpackchen bis ein Kilogramm darauf hingewiesen, daß^iese^Sew verwandt zu mir hwüb^. DannHttMondlicht in den See, der Nebelstreif schimmert silbern und ver­schmilzt alles zu weißem Glanz. Das Zwielicht ist versiegt und die Stätte, wo ich eben noch den Schatten sah, scheint auf einmal leer. Vom Ulen- wch schwirrt eine aufgeschreckte Fledermaus, zuckt hin und her, und ein Mann beginnt drüben im Dorf mit tiefer Stimme ein Lied.

Gießener Gtadttheater.

August Hinrichs:Für die Katz".

Jede Familie wird natürlichihrem" Soldaten so oft wie nur möglich durch die Feldpost Freude bereiten. Bisher waren es Feldpostsendungen bis zu 250 Gramm, die von daheim das herzliche Gedenken hinaustrugen an die Front. Dom 1. No­vember ab werden nun die bereits im Weltkriege bekannten Päckchen bis zu 1000 Gramm Ueber- mittler der Grüße aus der Heimat sein. Neoen den Sendungen der Familien werden die Felö- postqrüße der Kriegerkameradschaften vielen un­serer Feldgrauen willkommene Kunde von Daheim bringen. Es gibt vielerlei Dinge, die als Liebes­gabe der Kameradschaft den Männern draußen Freude bereiten können. In erster Lime sind es natürlich Rauchwaren, die bei den Soldaten stets willkommen sind, daneben spielen aber auch so praktische und nützliche Dinge wie Nahzeug^Sicher-,

allerorten und immer wieder Kamelen finden, die aus ihren Mitteln und nach ihren Möglichkeiten dazu beitragen werden, den Kameraden draußen öfter eine Freude zu bereiten. Neben den Päckchen- sendungen werden aber auch einige herzliche Zöllen in Briefen oder auf Karten, mit dem erforderlichen Verstand und Fingerspitzengefühl geschrieben, die Kameraden im Feld immer erfreuen Ein gutes Mittel zur Pflege der Kameradschaft besteht auch darin, den Kameradschaftsangehörigen im Feld durch Rundschreiben die Anschriften aller im Wehr- Machtsdienst stehenden Angehörigen der Kamerad­schaft mitzuteilen, damit sie auch draußen unterein­ander die kameradschaftliche Verbindung aufrecht­erhalten und die Bande des Fronterlebens und der Kameradschaft pflegen können.

In dieser Weise haben die dahelmgebliebenen Angehörigen der Kriegerkameradschaften jetzt beson­deren Dienst für die Front zu leisten. Sie kommen dieser Verpflichtung gerne nach und sind allesamt bereit, an ihrem Teile mitzuhelfen an der Stärkung der äußeren und der inneren Front.

Vom 1. November ab sind Feldpo st Päckchen bis zum Gewicht von e i n e rn K l l o g r a m m an und von Soldaten zugelassen. Das Höchstmaß be­trägt für Länge, Breite und Höhe zusammen 60 Zentimeter, bei Rollenform für Lange und den zweifachen Durchmesser ebenfalls 60 3e£time^r- Feldpostsendungen bis 250 Gramm werden wie bisher gebührenfrei befördert; für 56^0^04^0 über 250 bis 1000 Gramm ist eine Gebühr von 20 Rpf. zu entrichten. Feldpostpackchen über 250 Gramm aus der Heimat an Soldaten müssen frei- gemacht werden, nicht oder unzureichend frerge- machte werden dem Absender zuruckgegeben. Für Feldpostpäckchen über 250 Gramm von Soldaten die nicht oder unzureichend freigemacht sind, wird der Fehlbetrag ohne Zuschlag vom Empfänger er-

Schlachten des Weltkrieges tritt in den Erinnerun­gen der einstigen Kämpfer wieder plastisch in den Vordergrund. Die Kämpfe zur See gewinnen im Kreise der Kameraden wieder ihren unvergeßlichen Eindruck. Und wo heute Männer der Fliegerwasfe des Weltkrieges als Veteranen beisammensitzen, da werden die Taten der für die damaligen Verhält­nisse schon sehr wichtigen Militärfliegerei aus der Erinnerung wieder hervorgeholt und in Verbindung gebracht mit den gewaltigen Erfolgen unserer neuen Luftwaffe.

Die Erinnerungen an die Größe der Schlachten und an die Schwere des jahrelangen Ringens un­seres Volkes draußen und daheim in der Zeit des Weltkrieges werden aber auch wieder lebendig durch die Briefe, die jetzt von der Front in die Heimat gelangen. Da schreiben unsere Soldaten in schlichten und doch so eindrucksvollen Worten über ihr Erleben an der kämpfenden Front. Es werden in der schlichten Sprache der Soldaten der Kamerad­schaft herzliche Grüße übermittelt, und dabei wird der Stolz auf die kameradschaftliche Verbundenheit im Geiste des unvergänglichen deutschen Soldaten­tums zum Ausdruck gebracht. Andere wieder schrei­ben kurz und bündig, daß es ihnen noch gut geht, daß die Kameraden daheim die Kameradschaft auf­rechterhalten und im übrigen alle sich nach dem Kriege in Gesundheit wieder begegnen möchten. Voll Spannung und erfüllt von starkem Interesse lauschen die alten Kameraden daheim dem Vorlesen dieser Briefe und Kartengrüße, und sie fühlen sich dadurch in stärkster Weise persönlich angesprochen als ehemalige Frontkrieger und als deutsche Män­ner. Heber all diesen Erinnerungen und Tagesbe- aebenheiten steht für jeden ehemaligen Soldaten als oberstes Gesetz der verpflichtende Gedanke, den Kameraden draußen am Feind durch die Feldpost Liebes und Gutes zu erweisen.

'«r Za, Großvater, geht's fleißig? Man meint, Ihr 'UnrlfroDtet Leimringe anlegen!" rufe ich einem stärn- Io enijen Bauer zu, dem es schon grau unter der

Bei der Erstausführung unter der Spielleitung von Karl Volck war es offensich üch, daß die Künstler unseres Stadttheaters selbst il)ren bellen Spaß an der urwüchsigen Komödie hatten. Hier ist aan3 obenan Frau Rose Stirl zu nennen die als Kathrin Geerken, wohlbestallte Wirtin aus !vem Mühlenhof, eine resolute Herrschaft führte,dies m jeder Geste und in jedem Wort zum Ausdruck brachte und ihren Dickkopf in prachtvoller: Kone- auenz zu beweisen wußte. Daß aber Fraui Stirl ihrer Rolle auch die Zuge einer s-^en menschlichen Reife zu verleihen wußte, muß ihr besonder hoch angerechnet werden. Hans Albert Schewe stand ihr als der Bauer Gerd nicht weniger cha­raktervoll gegenüber. Unter allem Poltern, unter allem Schelten und in allen [einen gewalt atigen Auftritten wußte er immer wieder eine lautere Rechtlichkeit glaubhatt zu machen. Für die Rolle der Meta, der Wirtstochter, bot Fräulein1 ®a* allen angeborenen Charme sowie ihre reichen dar steuerlichen Gaben auf und sicherte oom erft n ä atrs«?1- «tts als der Rechnunqssteller und 1Auktionator Mahl- mann mit gutgespielter Hilflosigkeit zwischen den beiden Dickköpfen. Hilde Kneip zeichnete die Magd Fiecken in überraschender Naturtreue, und auch der pfiffige Knecht Frerk des Herrn Erler war ein Kabinettstück. .

Mit Erstaunen wurde von allen Besuchern de ^tnhttheater5 vermerkt, auf welche hübsche A>e , Ä einfachen « all-Darsteller aleichmäßia geschickt norddeutschfnarten . Die Sünfthr fanben in immer wieder --usbr-chendem herzlichen Lachen im Zuschauerraum em^aftes Echo Anhaltender Beifall dankte zum Schluß.

Heinrich Ludwig Neuner.

mir einander an, Bock und Jäger als erprobten wir einander auf die neue Freundschaft.

Und weil man dabei doch etwas Höfliches sagen möchte, fragen wir einander lauttos nach Ergehen und Herkommen. Du bist es doch, horche ich, der mich neulich, aus dem Lager auffahrend, schier überrannte, ich hatte nur Hühner chrot in der Fi nte, - oder sind wir beide uns mcht begegnet als ich mit wohlgesicherter Buchse durch den Stacheld'raht stieg und nicht vor- noch rückwärts konnte? Sicherlich haben wir uns auch schon ander- weit gesehen, jetzt weiß ich, wo! Ach was war das für eine schöne Stunde des Friedens, jenes Friedens, der von heute ab unsere Welt von neuem erfüllen oll. Im letzten Winter geschah es; sieben innn hatte es geregnet, und der Damm ober- kalb de^groß-n B?°oks brach durch. Und alles, was sich gerade im Moor und aus den mebrigen Dammwegen befand, sah mit Erstaunen, daß d Waller aus allen Torflochern RWV

Gräben urplötzlich überquollen. Und über alle Wege Emil es wie Flut über den Sommerdelch.

^Aber die Klugen kannten den Wald und wußten xDWMMZ

Da saßen wir gii^i Bücklinge,

famer xra ßeben kämpften. Der Fuchs

viele Freunde um ihr Leven ^m^^ Spruch, die hob eine Pfvle, . . [teilte sich schon auf

^üm>" der" Mensch macht einen Bogen um Fischfang um>, d-r '^ad)barfcf)aft nicht schwer den Hasen, um ihm Kaninchen wie Würmer vorm Wasser aus Y e (^önften Gäste waren kaum lemanb um. ° h dunklen Augen auf- '604 »ie - M't sr°tz°^ , fo nat) und merksam den Mmicy ) __ bie einander

: still wie man sie memms J 9 Köpfe

, trösteten d,° cha I- nebenan gn,e(- au,

; L°^man"f°rtgn'Miteinander -eben mußte, wohl ' Aesung wüchse. zusammen, Nachbar? Ich

i Waren mir » '5 schön, daß wir uns

glaube wohl, und ich f^t eingekehrt, auf heute daran ertnrrern, 3 roßrbe1n in Freund- viele Monate der Schon^eltw un5 an-

schaft aneinander vorbeig inmitten der

"f5 S Ä" X? und unheimlich, -r blickt un-

Es ist ein glücklicher Umstand zu nennen, daß wir hier in Gießen mit dem Dichter August Hmnchs »licht nur sehr innig, sondern auch auf vielseitige | K bekannt werdet konnten. Der Goethe-Bund führte ihn zu Anfang der Woche leibhaftig vor, w bei her Dichter selbst durch seine Vorlesung eindring­lich auf sein ernstes Prosaschaffen aufmerksam machte, und nun führt, das Stadttheater eine feiner

Jcchren Ichon" kam der niederdeutsche Dichter mit Erfolg auf unserer Buhne zu Wort. Damal-, 1933, ging es um einen Hahn, der durch s Kikiriki" ein Dorf zur Unzeit alarmierte dann (1934) folgte derKrach um Jolanthe mit allen feinen ernsten und humorigen Hintergründen, und wer diese beiden Komödien sah, horte und herzlich belachte, wird auch der Katz die gebührende Auf­merksamkeit nicht versagen.

Bei dieser neuen Komodie geht es um Peter, den ^ater, der der Mühlenwirtin Kathnn gehörte und den der Nachbar Gerd mausetot geschossen hatte weil er im Verdacht stand, ihm drei Kucken gefresten 7u hL-n Kattinlst untröstlich! 100 Mark wlll sie von Gerd als Reugeld haben und das S uck Land das sie ihm ursprünglich verkaufen wollte, soll er nun auch nicht bekommen! Die 100 Mark will Gerd natürlich nicht bezahlen, und so geraten eben zwei rechte Bauerndickköpfe echt oldenburgi cher ^0^1119 heftig aneinander. Alle beide, Katrin und Gerd pochen auf ihr vermeintliches Reckch Aus einem ti f- verwurzelten inneren Drang zur Gerechtigkeit müs­sen sich Nachbar und Nachbarin bekriegen, und die Sache wäre wohl nicht auf -Gleich gekomme wenn nicht den beiden durch besondere Umstande die Rechtsgrundlage entzogen morden war^ Das st nun einmal Die Katze, aber - ^seKatzehatia «nr nirht __ __ Ja was nun Mit Die|er wage

Aenttich los ist, das darf hier doch nicht verra en werden^denn sonst baden alle jene, ins d'° Eter n Aufführungen besuchen wollen, nicht mehr

darum ging, zu schirm

: jDie jmei bäuerliche Mensche» m grundehrlichem

Friedensvertrag.

Don Hans Friedrich Blunck.

Es ist nichts mehr geworden mit dem Bock, und Argen ist die Jagd zu Ende. Aber ich bm nicht itmlucklich und lächele em wenig schadenfroh, tizentlich steht jeder Jäger mit halbem H-rzen^^auf iiden der Tiere und ist froh wenn die Schon- tieit beginnt und Frieden geblasen wird. Auch wenn ter Bock der Klügere war.

Ts wird dunkel; Der Himmel ist voll Abend- M, den hier und da ein schwacher Ster" burch- sinmert, rötlichweiß oder blau gegen festen z. Heber den Hof geht die Magd >"lt Müchkannen, wn Stall kommt Licht, und das Kälbchen blokü Ml stapfe ins Haus, hänge die Buchse auf, raume «15 und Patronen sorgfältig weg und trete; mie- lit vor die Tür. Es liegt etwas Sanfte-Fned- siitiges im Dämmern dieses Abends und im Sch kt Hofsteine, im blassen Licht der Scheunenfenst r in» im flüchtigen Flackern einer Stallaterne. D, !°uben girren noch leise vom Boden der Kater tz-icht zum Katzenloch, krümmt ben Buckel wie er »sch sieht und streicht mir W"!1!1 " ifiet

i».entlang, lieber der Hausw,ese ""eiSeI r Streif, just so krumm wie der kleine Bach, der | ch hmdurchschlingt. .ff

3d) stapfe zum Garten hinauf; derHundwill Aich begleiten und winselt leise, er me^t irgendwo Hüffe eine Maus auf ihn warten. Aber ich wi meinen Abendfrieden, möchte sehen, wie ber Mon in den See fällt und stapfe zu einem geheimen hlchsitz unterm Apfelbaum am H°ng, von d m aus ich die blasse Weite des Wassers und dieJautlafe Wanderung von Wald und Hügel bekrach vlhaut man lange hinüber, sieht man Ö Gestalten und Gesichter, Deren dunkler Blick Zlnt

düngen besonders haltbar zu verpacken sind. In Den einschlägigen Geschäften gibt es hier­zu geeignete Packschachteln, Die Den Ansprüchen Des Feldpostdienstes genügen. Zündhölzer sowie Ben­zin und ähnliche Füllstoffe für Feuerzeuge Dürfen unter keinen UmftänDen in Feldpostsendungen ver­schickt werden.

heitsnadeln, Rasierklingen, Rasierpinsel, gute Bu­cher, illustrierte Zeitschriften und vor allem oeu tungen, Schreibpapier, Tintenstifte, Taschenlampen­batterien, Kartenspiele usw. eine große Rolle; neoen einem Kuchen von der Mutter, der Frau oder der Braut, einigen Brötchen, die man draußen 'm Felde Durch Aufrösten roieDer frisch unD lecker machen kann, haltbarem Obst usw. von Der Familie sinD Derart ergänzenDe Sendungen Der KameraD- schaften allen SolDaten zu jeDer Zeit willkommen. Die FelDerfahrung lehrt, Daß draußen auch solche Dinge, die der Empfänger selbst nicht verwenden kann, bei irgendeinem Kameraden stetsihren Mann" finden. Daß Zeitungen und Zeitschriften, ebenso wie Büches Gemeinbesitz des ganzen Unter­standes oder Bunkers werden, versteht sich von selbst Und so wollen es die alten Soldaten in Der Heimat auch gehalten wissen, Denn Damit wird Das erneut lebendig, was sie einst vor Dem Feinde als große Annehmlichkeit Des Lebens empfunden haben. Das WortSoldaten Kameraden" findet gerade Darin, daß einer Dem andern Das Dasein unter Den schweren Verhältnissen Der Front so leicht wie mög­lich zu machen bestrebt ist, seine schönste Verwirk­lichung. *

Nun sinD Die KameraDschaften Der alten SolDaten in Gießen, nicht minDer Draußen auf Dem LanDe, schon seit Tagen Dabei, Die K a m e r a D s ch a f t d e r Tat in Gestalt von LiebesgabensenDungen aus Der Heimat an Die Front zu übermitteln. Die KameraD- schaftskassen haben hierbei eine besondere Verpflich­tung zu erfüllen, die man sich schöner und berech­tigter nicht denken kann. Und wenn d,e Kamerao- chaftskassen dem Erfordernis nicht m dem notwew bigen Ausmaß entsprechen können, so werden sich

! Uni? dann hilf H""mel ist s wahr st V staben, w° die Miefe an den Bruch«? ° f fehl der Bock, den ich vergeblich suchte, und wrsichtigt zum Hof herüber. Das ist t)er,0qtn,

!-ich-hen; mitten ins Dorf hat ersich °°rz°s-n, v-hrend ich oben am D-chsberg entlang P-Nch- nb Knick um Knick und Klee um Klee .» ver in mir brsnnfs nur sur E°n iligenblick von Zorn oder Bersuchüng.

ch lachen, und es gefällt nur,^den gEtzter, Bm chen zu beobachten. Habe ich Am

f humweg Fneden angefagt? Mor ,l av bie

« Br-«

tonn mich in Unruh bringen. Bewegungslos

Tageskalender für Samstag.

Sloria-Palast (Seltersweg):Zentrale Rio". Lchkspielhaus (Bahnhofstraße):Renate wn Quar­kti".

Tageskalender für Sonntag, etadtheater: 19 bis 21.30 Uhr: ,La Traviata". -Gloria-Palast (Seltersweg):Zentrale Rw Lihtspi^chcrns (Bahnhofstraße):Renate im Quar- tetl". Physiologisches Institut 11 Uhr: Professor Dt Bürker spricht überLebende Motoren mit Wsuchen und Vorweisungen.

Morgen? eiter. 1 .20: S it am i iers Leis mgssch! ralfeük md hi Sy. iedechi 14: 'Jlr-' 1. 15: Konzeii.!

Benbunp^ meraben i

Tagung richte^

»acht, Iten, linreDen* i Wen- :ort

r, uni> 4 FablW!

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üieM fit voiff echte

;rd'e Weibche vom Frostspanner Drinner her oann chglft sein' Ai'r doach noach oan Die Knospe; eam roijuhr fräisse sich Dann die groine Räupcher on )g uschte zoarte Bferrerchen rounDerim foat, eann nir hu'n e Aerwet gespoart, mir brauche eam Herbst koa'n Aeppil oabsemache!"

jeDächtig zieht er seinen Drahtkranz aus Der ^Masche hervor unD mißt eine zweite Schlinge ab.

So, eann etz kimmt owe iroer De Leim noach M Droaht, Daß bei Weand ean Wearrer Die Featze niet fläje, eann Daß des Ungeziffer iwer De Leim ni eann hänge bleibt. Dann gebt's so Goatt will, L- Mljuhr oach wirrer Aeppil!"

MerDings", gebe ich unserem Arbeitsgespräch ms N »eilen Aufschwung,sammelt sich, wie man beob- ' "|en kann, während Der Fangzeit allerhand Um efer in Massen auf Den Klebgürteln an." ...j.....Jawoll!" fährt er fort,in irschter Linie misse

Efurt. lj oamer aach die groobraune Männerche vom Frost- mer met Dro'n glaaroe. Gäje Owend, wann's ,UIUU1, TO1,imerig werd, fläje se wäi Schmetterling im ihr ffieh Mberche so lang ertm, bis se aach bei enn uffm :x 'ßeim hänge. Joa, Die Läib!" und ein schalkhaftes Weln verläuft sich langsam auf seinem Gesicht.

Warner seh'n Se, bei so'r Aerwet komme oam

lur |

mat: j |Mn Dc eseldtt! ach so 0: M hänge b Nachch

Irt&rftft Warner seh n Se, bei so rZlerroet komme oam jnntaq'I so allerhanD Gedanke. Doa werfe alleweil die Eng- läner Millione Flugblerrer iroer unser Deutschland, v v - t l w«t» I« nir nfc mntin hnnc»

Finger niet leimig mache!" ist er in mildem Spott NU itgleich um mich besorgt.

<lr-- Pährend ich halte und er knotet, meint er, bei itiferer gemeinsamen Arbeit gesprächiger geworden: .Sch'n Se, doas Babei'r muß fest oonleie, so'est Iroonnlt, roeils doach kaa'n Flie'el hoat, 's staab-