Schönes Programm zum Kriegs-WHW -Konzert.
Für dos große Kriegs-Winterhilfswerk-Konzert. das am Sonntag, 4. November, im Stadttheater veranstaltet wird, liegt eine abwechslungsreiche Vortragsfolge vor. Im ersten Teil des Konzerts gelangen die Werke eines deutschen Komponisten (Richard Wagner), eines österreichischen (Anton Bruckner), eines russischen (Rachmaninoff) und eines italienischen Komponisten (Pon- ch i e l l i) zum Vortrag, so daß sich ein interessantes Nebeneinander der musikalischen und volksgebunde« nen Eigenheiten der verschiedenen Volkscharaktere ergeben wird. Der zweite Teil der Vortragsfolge bringt u. a. einen selten gehörten Marsch, den „Pöronnemarsch", der zur Erinnerung an die größte Luftschlacht des Weltkrieges im Jahre 1918 bei Peronne geschrieben wurde. Einige weitere Fliegermärsche unter den Titeln „Angeworfen die Propeller", „Flieger empor" und „Glück ab, Kamerad" sind ebenfalls unserer ruhmreichen deutschen Luftwaffe gewidmet, und die Märsche der Flieger reihen sich nun ein in die Traditionsmärsche der deutschen Regimenter. Den Abschluß des Konzerts bildet der Große Zapfenstreich, an dem neben dem Musikkorps der Fliegerhorst-Kommandantur auch ein Spielmannszug der Luftwaffe mitwirken wird. Wie wir schon berichteten, wird bei dem Konzert auch ein Chor der Luftwaffe singen, der sich zum größten Teil aus solchen Fliegern zusammensetzt, die an den Kampfhandlungen in Polen aktiv teilnahmen und die für ihren heldenmütigen Einsatz mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet wurden.
Von Osten nach Westen.
Dieser Tage waren weitere Truppentransporte von Osten nach Westen unterwegs. Infolgedessen gab es im Bahnhof Gießen wieder alle Hände voll zu tun, denn auch der Personenverkehr mußte nach Möglichkeit in vollem Umfange aufrechterhalten werden. Zahlreiche Züge mit mancherlei Kriegs- material passierten unseren Bahnhof und nahmen kurzen Aufenthalt. Die Soldaten waren lustig und guter Dinge, vertraten sich während des kurzen Aufenthaltes auf dem Bahnsteig die Beine und nahmen eine Tasse Tee oder Kaffee in Empfang, die ihnen mit freundlichem Lächeln durch Helferinnen der NSV. gereicht wurden. Manche Soldaten hielten außerdem nach Zigaretten Ausschau, und auch bet Zeitungsverkäufer, der sich immer wieder sehen ließ, wenn Truppentransporte einliefen, hatte dann viel zu tun.
Oie Eixr-Regelung bis 31. Oktober.
NSG. Die Dersorgungslage gestattet es, auf den Abschnitt „L 48" der neuen Nährmittelkarte ein weiteres Ei pro Kopf der Bevölkerung auszugeben. Die Ausgabe auf den Abschnitt „L 48" erfolgt vom 28. bis einschließlich 31. Oktober.
Es wird nochmals ausdrücklich darauf hinge- wiesen, daß der Verbraucher verpflichtet ist, bie Eier für die künftig aufzurufenden Nährmittel- karten-Abschnitte in dem Geschäft zu kaufen, in dem er setzt den Einkauf auf den Abschnitt „L 48" vornimmt.
£ 32 wird bei uns nicht aufgerufen.
Der Gau Hessen-Rassau
gehört zum norddeutschen Versorgungsgebiet.
NSG. Da die Ernährungsgewohnheiten gewisser Teile Deutschlands einen stärkeren Verbrauch von Mehl gegenüber Brot vorsehen, wurde mit der Einführung der Roichsbrotkarte für die Länder Bayern, Württemberg und Baden, wie für die Ostmark und das Sudetenland die Sonderregelung getroffen, daß dort auf bestimmte Abschnitte der Reichsbrotkarte an Stelle von Brot Mehl bezogen werden kann. Darüber hinaus erhalten die Ver- braucher dieser Geb-iete eine Mehlzuteilung auf den Abschnitt „L 32" der Lebens- bzw. Nährmittelkarte. In der letzten Zeit sind verschiedentlich Pressemeldungen, die aus dem benachbarten Baden stammten, auch in Zeitungen unseres Gaues erschienen, die den Eindruck erweckt haben, als könne auch hier auf den Abschnitt „L 32" Mehl bezogen werden. Vom Landesernährungsamt Hessen wird ausdrücklich festgestellt, daß dies nicht der Fall ist, da der Gau Hessen-Nassau der Regelung für die norddeutschen Gebiete unterliegt.
Bezugsscheine für Ueberschuhe.
Ueberschuhe (Gummischuhe), Galoschen, Wellingtons, Filzüberschuhe ufro. dürfen an Verbraucher nur gegen Bezugschein abgegeben werden. Die Zahl der Ueberschuhe, für die Ausgabestellen Bezugscheine ausgeben können, darf für die Zeit bis zum 31. Dezember 1939 insgesamt (also nicht monatlich) 5 Paar je 100 zu Lebensmittelkarten berechtigte Einwohner des Bezirks betragen. Diese Mengen sind auf die im Erlaß des Reichswirtschaftsmini- sters genannten monatlich fünf Paar Straßen- und Hausschuhe zur Besohlung je 100 Einwohner nicht anzurechnen. Bei der Erteilung von Bezugscheinen für Ueberschuhe sind in erster Linie diejenigen Verbraucher zu berücksichtigen, die durch ihren Beruf gezwungen sind, auch bei schlechtem Wetter viel im Freien zu sein (z. B. Briefträger, Marktfrauen, Zeitungsträgerinnen), sodann Frauen und Kinder, und unter diesen vor allem solche, die über fein anderes wetterfestes Schuhwerk ver- füaen. Besitzt der Antragsteller bereits ein Paar gebrauchsfähige Ueberschuhe, so ist die Erteilung eines Bezugscheines abzulehnen. Als Kinder gelten allgemein Jugendliche bis zum vollendeten 14. Lebensjahr.
Betriebsjugendappell bei Abermann.
Auf Anordnung der DAF. wurde am gestrigen Freitag ein Betriebsjugendappell der Fa. Martin Abermann K.-G. in Gleßen durchgeführt. Es hatten sich dazu alle Lehrlinge, Jungmaurer und sämtliche Jugendliche bis zu 18 Jahren in dem schön hergerichteten Raum eingefunden. Die Feierstunde wurde mit dem HI.-Fahnenlied eröffnet. Hierauf gab Betriebsobmann Will). Dem in kurzen Worten der Bedeutung dieser Stunde Ausdruck, indem er seine jüngeren Kameraden ermahnte, ihre Pflicht dem Führer, der Volksgemeinschaft und dem Betrieb gegenüber in dieser Zeit bis zum Letzten zu erfüllen. Anschließend wurde die Rede des Oberbannführers Schröder vorgelesen, wobei Arbeitskamerad Sern die nötigen Erläuterungen gab. Betriebsführer Lepper war zu diesem Appell auch erschienen. Die Feierstunde sand ihren Abschluß mit dem Gruß an den Führer.
Kreissängertag in Gießen.
Der Sängerkreis 3 Gießen im Gau XII des Deutschen Sängerbundes hält am Sonntag, 19. November. im Hotel Hopfeld zu Gießen den dies-
Die Beiträge zur Kranken-, Arbeitslosen-,Invaliden- und Angestelltenversicherung
während des besonderen Einsatzes der Wehrmacht.
Krankenversicherung
Beitrage nicht zu zahlen, auch nicht bei Fortzahlung des Arbeitsentgelts.
(§ 209bAbs. 1 RVO.—Bescheid des RAM. v. 24. 4. 1935.)
Von Verwaltungs-Inspektor Karl Heß, stadt. Versicherungsamt.
Arbeitslosenversicherung
Angestelltenversicherung
Invalidenversicherung
a) Angehörige der Wehrmacht:
Beiträge nicht zu zahlen, auch nicht bei Fortzahlung des Arbeitsentgelts.
(§ 143 d. AÄAVG.)
Beiträge nicht zu zahlen, auch nicht I Beiträge nicht zu zahlen, auch nicht bei Fortzahlung des Arbeitsentgelts. | bei Fortzahlung des Arbeitsentgelts.
(BO. v. 13. 10. 1939, RGBl. S. 2030/39, in Kraft ab 26. 8. 1939.)
b) Kurzfristiger Notdienst (bis zu 3 Tagen):
Ein kurzfristiger Notdienst berührt ein bestehendes Sozialversicherungsverhältnis nicht. Es begründet auch keine Versicherungspflicht. (§ 1 BO. v. 10. 10. 1939, RGBl. S. 2018/39 L Kr. ab 26. 8. 1939.)
c) Langfristiger Notdienst (länger als 3 Tage).
I. Notdienstverhältnis bei Weiterzahlung der Dienstbezüge:
Die Beiträge sind weiterzuzahlen I Die Beiträge sind weiterzuzahlen I Die Beiträge sind weiterzuzahlen I Die Beiträge sind weiterzuzahlen wie seither. | wie seither. | wie seither. | wie seither.
(Werden für die Dauer der Beschäftigung im Notdienst die bisherigen Dienstbezüge von der früheren Beschäftigungsstelle weitergezahlt, so bleibt das bestehend« Sozialversicherungsverhältnis unberührt. (§ 2 VO. v. 10. 10. 1939, RGBl. S. 2018/39, u Kr. ab 26. 8.1939.)
II. Notdienstverhältnis mit Beschäftigungsverhältnis, sofern Arbeitsentgelt von der seitherigen Arbeitsstelle nicht weitergezahlt wird:
Notdienst.
i
III. Notdienstverhältnis offne Beschäftigungsverhältnis, sofern Arbeitsentgelt von der seitherigen Arbeitsstelle nicht weitergezahlt wird:;
Beiträge nicht zu zahlen.
Beiträge nicht zu zahlen.
Die Beitragspflicht ruht. (§ 4 BO. v. 10. 10. 1939, RGBl. S. 2018/39.)
Beitragspflichtig im
Verhältnis,
Beitragspflichttg im Notdienstverhältnis.
Beitragspflichtig im Notdienstverhältnis.
(§ 4 Abs. 1 Biff. 3 VO. vom 10.10.1939, RGBl. S. 2018/39 i. B. m. VO. v. 13. 10. 1939, RGBl. S. 2030/39.)
Bersicherungspflichtig. Beiträge und Leistungen werden nach einem Grundlohn von 150 RM. monatlich berechnet, Beiträge vom Dienstleistungs- Empfänger allein getragen.
(Bei freier Heilfürsorge durch den Dienstleistungsempfänger Ermäßigung des Beitrags.)
(Sind Notdienstpflichtige bei Eintritt in den Notdienst Mitglieder anderer Träger der Krankenversicherung als demjenigen Versicherungsträger, bei dem die Gefolgschaft des Dienstleistungsempfängers gegen Krankheit pflichtversichert ist, so ruhen Mitgliedschaft und die sich aus ihr ergebenden Rechte und Pflichten für die Dauer der Beschäftigung im Notdienst.)
(Jedoch bleiben Personen, die vor der Heranziehung zum Notdienst der Angestelltenversicherung unterlagen, auf Grund des Notdienstes invalidenversicherungspflichtig werden, wie seither
in der Augestellteuversicheruug. ]
Selbständige Handwerker bleiben m der Angestelltenversicherung u. IjabeiL
Anspruch auf die Beitragshälfte.) : (§ 3 VO. v. 10. 10. 1939, RGBl.
S. 2018/39, in Kraft ab 26. 8. 1939.)
Beitragspflichtig im Notdienst- Verhältnis.
(Sind Notdienstpflichtige bei Eintritt in den Notdienst Mitglieder anderer Träger der Krankenversicherung, so ruhen Mitgliedschaft und die sich aus ihr ergebenden Rechte und Pflichten für die Dauer der Beschäftigung im Notdienst.)
(§ 3 Ziff. 2 VO. v. 10.10. 1939, RGBl. S. 2018/39.)
Watzenborn-
a 3 a r e 11. Am mor-
gern im Lazarett zu Gießen für unsere im Kampfe
feit im vergangenen Jahr berichten und Hinweise
(efangoerein einen Sän-
für Deutschlands Ehre und Freiheit verwundeten und erkrankten Soldaten ein Konzert. Der mit etwa 50 Sängern antretende Chor steht unter der Stabführung des bewährten Ehrenchorleiters Harnisch (Watzenborn-Steinberg).
für die Sangestätigkeit während der Kriegszeit geben. Im Verlaufe der Tagung sollen auch Sängerehrungen vorgenommen werden.
Dornotizen.
jährigen Kreissängertag ab. Nach der Eröffnung! *♦ MGS. „Eintra durch den Sängerkreisführer Müller und nach Steinberg singt im der Totenehrung wird Kreisschatzmeister Latsch gigen Sonntagmittag gibt der Männerm den Kassenbericht erstatten. Anschließend wird der i „Eintracht" Watzenborn-Steinberg mit sc Kreischorleiter Blaß über die gesangliche Tätig-1 gern im Lazarett zu Gießen für unsere i
** Frostschäden bet Wasserleitungen. Vor Eintritt strenger Kälte sind alle Wasserleitungen^ bei denen Einfriergefahr besteht — besonders Gar« tenleitungen —, abzustellen und zu entleeren. Wasser«' messer sind in geeigneter Weise zu schützen; für Beschädigungen haftet der Wasserabnehmer. Frostschäden an Jnnenleitungen erledigen die Privat- installateure, an Zuleitungen und Wassermessern das Wasserwerk.
Spielplan des Sladtthealers vom 29. Oktober bis 5. November.
Am morgigen Sonntag findet um 14.45 Uhr die erste Vorstellung des Dheaterrings bet Hitler- Jugend für die Spielzeit 1939/40 statt. Zur Aufführung gelangt das Lustspiel von Jos. von Eichen- dorff „Die Freier" unter der Spielleitung von Hans Geißler. Kein freier Kartenverkauf.— Am Sonntagabend wird die Neueinstudierung der Oper ,„La Traviata" von Verdi wiederholt. Musikalische Leitung Richard Voeck, Spielleitung Bernhard Schmitz. Leitung der Chöre: Richard Boeck. Tänze: Thea Maaß und die Tanzgruppe. Bühnenbilder: Karl Löffler. Anfang: 19 Uhr, Ende: 21.30 Uhr. Die Vorstellung findet außer Miete zu kleinen Preisen statt.
Dienstag, 31. Oktober, Anfang 20 Uhr, Ende gegen 23 Uhr. „Das Wintermärchen", Tragikomödie von William Shakespeare. Uraufführung der neuen deutschen Übertragung von Hedwig Schwarz. Spielleitung: Dr. Hannes Razum. Dienstag-Miete 5. Vorstellung.
Mittwoch, 1. November, Anfang 19.30 Uhr, Ende 22 Uhr: „La Traviata", Oper von Verdi. Musika- lösche Leitung: Richard Boeck. Spielleitung: Bernhard Schmitz. Mittwoch-Miete 5. Vorstellung.
Freitag, 3. November, Anfang 20 Uhr, Ende gegen 23 Uhr: „Gasparone", Operette von Karl Nillöcker. Spielleitung: Harry Grüneke. Musikall- che Leitung: Heinz Markwardt. Freitag-Miete 6. Vorstellung.
Sonntag, 5. November, Anfang 19 Uhr, Ende 21.45: „Der Zigeunerbaron", Operette von Joh. Strauß. Spiellettung Harry Grüneke. Musikalische Leitung: Heinz Markwardt. Außer Miete.
Gießener Dochenmarklpreise.
* Gießen, 28, Okt. Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: Markenbutter, Vi kg 1,60 RM, Matte 25 bis 50 Rpf., Käse, das Stück 5 bis 10, deutsche Eier, Klasse $ 13, A 12)4, B 12, C 11)4, D 10)4, Wirsing, )4 kg 6 bis 8 Rpf., 50 kg 6 RM., Weißkraut, % kg 5 Rpf., 50 kg 5 RM., Rotkraut, kg 8 Rpf., 50 kg 8 RM., gelbe Rüben, kg 9 bis 10 Rpf., Unterkohlrabi 6 bis 8, Rosenkohl 20 bis 35, Feldsalat, Vto 10 bis 15, Tomaten, )4 kg 20, Zwiebeln 8 bis 10, Meerrettich 30 bis 60, Kürbis 7 bis 8, Kartoffeln, 54 kg 4 Rpf., 5 kg 40 Rpf., 50 kg 3,15 bis 3,45 RM., Aepfel, )4 kg 10 bis 25 Rpf., Falläpfel 6, Birnen 10 bis 20, Preiselbeeren 38, Zwetschen 12, Blumenkohl das Stück 10 bis 60, Salat 5 bis 8, Endivien 5 bis 8, Oberkohlrabi 5 bis 8, Lauch 5 bis 10, Rettich 5 bis 10, Sellerie 10 bis 35, Radieschen, das Bündel 8 bis 10 Rpf.
*
** Stadttheater-Stammiete. Die Einlösung der zweiten Rate der Stammiete hat am Montag, 30. Oktober, für die Dienstag-Mieter, am Dienstag, 31. Oktober, für die Mittwoch, und am Mittwoch, 1. November, für die Freitag-Mieter zu erfolgen.
S.Jl.-’fpOTt
Eine Gportfilmvorfühnmg der Wehrmacht.
Die Deutsche Arbeitsfront, Abteilung Wehrmacht, hatte für den gestrigen Freitagnachmittaa alle Angehörigen der Dchrm-achtsbehörden zu eurer Film- vorführung in das Casö Leib eingeladen, die in vielen Bildern die großen Wehrkreis-Sportappelle in Kassel und Erfurt in Erinnerung brachte. An dem Appell in Kassel hatten auch aus Gießen zahlreiche Kameraden und Kameradinnen teilgenom- men und außerdem waren viele Schlachtenbummler im Sonderzug Mit nach Kassel gefahren, deren mancher sich nun im Film sah. Standort-Abtei- lungswatter der DAF., (Abteilung Wehrmacht) Hagen hielt eine kurze einleitende Ansprache, in der er von der Notwendigkeit der Leibesübung zur Erhaltung der deutschen Wehrkraft und darüber hinaus zur Erhaltung der Leistungsfähigkeit sprach. Wehrkreissportreferent K a I e t s ch (Kassel) berichtete kurz über die Wehrkreissportappelle in Kassel und Erfurt und zeigte anschließend in einem Schmalfilm den Verlauf der großen Veranstaltungen. In vielen Bildern sah man die Anreise der Teilnehmer festaehalten, sah manche unterhaltsame Szene aus Kassel, die Schlachtenb umrrtler auf Wilhelms- höhe, schließlich die Fülle der Darbietungen in der Hessenkampfbahn. Da auch einige Zeitlupenaufnahmen eingeschaltet worden waren, konnte man einige Staffelläufe besonders gut verfolgen. Zum Teil waren die Silber im Farbfilm festaehalten. Der Bildstreifen war ein anschauliches Dokument dafür, daß der Betriebssport in den Betrieben der Wehrmacht schon breiten Raum einnimmt und viele der Beamten und Angestellten regelmäßig erfaßt. Musikalische Untermalung trug zur Ausgestaltung der Filmvorführung bei.
Die Kußball-Rundenspiele
1900 — Großen-Buseck;
Steinberg — Lollar;
Krofdorf — VfB.-Reichsbahn; Leihgestern — Steinbach; Londorf — Großen-Linden.
Das Hauptinteresse der Spiele des Sonntags nimmt das Treffen 1900 gegen Großen-Buseck für sich in Anspruch. Die Gastgeber führen die Tabelle ungeschlagen an, die Gäste haben ebenfalls hervorragend abgeschnitten. Es dürfte ein spannender Kampf in Aussicht stehen. Steinberg erwartet Lollar und sollte sicherer Sieger werden. Der VfB.- Reichsbahn fährt nach Krofdorf und tut gut, die Platzherren nicht zu unterschätzen. Viel Reiz verspricht das Spiel in Leihgestern, wo die stark ins Vordertreffen gekommenen Steinbacher erwartet werden. Die Platzherren tonnten am Sonntag
überzeugen, haben aber einen starken Gegner vok sich. Ein Unentschieden erscheint bei der Gleich' Wertigkeit der Partner sehr wahrscheinlich. Großen- Linden muß in Londorf antreten und sollte sich dort knapp behaupten können.
1900 — Großen-Buseck.
Die Blauweißen empfangen am Sonntag den FC. Großen-Buseck. Gemessen an dem seitherigen Ab sch neiden haben es die Platzbesitzer diesmal mit einem der stärksten Kreisklassenvereine zu tun. Besonders das am vergangenen Sonntag erzielte 6:1 in Großen-Linden spricht für das Können der Gäste. Der Vorteil des eigenen Platzes und die reifere
Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen!
Spielanlage werden jedoch den Spielausgang zu« gunsten der Blauweißen beeinflussen, zumal in Carstens, seither Kurhessen Kassel, ein neuer Mann zur Verfügung steht. In der Aufstellung Dinges, Schneider, Goß, Launspach, Carstens, Günther, Bo- narius, Theis, Jäger, Hain, Koch darf man wohl einen Sieg der Platzbesitzer erwarten.
Krofdorf I. — VfB.-Reichsbahn I.
Die Grün-Weißen fahren wieder aufs Land. Diesmal ist Krofdorf der Gegner. Schon manchmal standen sich die beiden Mannschaften gegenüber und in Krofdorf zogen die Grün-Weißen immer den Kürzeren. Der kleine Platz ist für die Grün- Weißen ein starkes Hemmnis. Die Gießener Elf wird in stärkster Aufstellung antreten. Die Krof« dorfer haben zwar noch nicht gezeigt, wie stark sie jetzt sind, aber sie sind zu Hause gefürchtet. Wenn sich die Grün-Weißen nicht überrumpeln lassen, sollte ein Sieg sicher sein.
IBafoenborn-Steinberg I — Lollar L
Zum fälligen Rundenspiel empfängt am morgigen Sonntag die 1. Mannschaft des FC. „Teutoma Watzenborn-Steinberg die gleiche des Sportvereins Lollar. Beide Mannschaften lieferten sich in früheren Zeiten stets spannende Kämpfe mit wechselndem Erfolg. Morgen nun haben beide Mannschaften Ersatzleute in ihren Reihen stehen, und so wird wohl einzig und allein die beffere Gesamtmannschafts« leistung den Ausschlag geben. Während Lollar immer noch auf bewährte Kräfte wie die Gebrüder Ziegler, Haas, Rudolf usw. zurückgreifen kann, müssen die Teutonen wiederum sieben ober gar acht etatsmäßige Spieler, und zwar so gute Kräfte wi» Heinzemann, Lang, Däublin, Hedrich usw^ ersetze»


