als 100 Milliarden Tribute, zeigte klar, daß es der Sinn des Diktates von Versailles gewesen ist, d i e Lebenskraft Deutschlands für alle Zeit zu zerstören. Das ist in den Verhandlungen der Feindmächte in Paris 1919, als das Diktat von Versailles gemacht wurde, auch ganz eindeutig zum Ausdruck gekommen. Man hat damals die Erwartung gehegt, daß etwa um 1935 herum die Zer- fetzuna des Volkes und die Zerstörung der Volkswirtschaft Deutschlands soweit gediehen sein würden, daß das Auseinanderbrechen des Reickes ganz von selbst kommen werde. Wer sich des Zu- stanoes erinnert, der noch vor sieben Jahren im Reiche vorhanden war, der weiß, wie dicht wir vor der Verwirklichung der Hoffnungen und Wünsche der Fabrikanten des Diktats von Versailles gewesen sind.
Dann kam der Führer und schuf mit Hilfe seiner Bewegung und mit Hilfe des ganzen Volkes, nicht zuletzt der Wehrmacht, in den sechs Jahren das großdeutsche Volksreich der 80 Millionen, gestützt auf eine gewaltige Wehr zu Lande, zu Wasser und in der Luft, im Innern befriedet und von kapitalistisch-jüdischen Einflüssen völlig frei, eine Nationalwirtschaft ersten Ranges aufbauend, die sich, und das ist entscheidend, der Einflußnahme der City of London entzieht. Gerade das, was England 1914 veranlaßte, gegen das deutsche Volk zum Kriege zu schreiten, gerade das, was England durch den Weltkrieg verhüten wollte, ist durch Adolf Hitler gebaut und fest begründet worden: das großdeutsche Volksreich der 80 Millionen! Es steht im Herzen Europas stark, frei und wirtschaftlich nicht zu entwaffnen. England hat den Weltkrieg umsonst gemacht, hat umsonst Millionen von Menschen geop,ert und sieht sich vor die Tatsache gestellt, daß gerade das, was es verhindern wollte, nun Wirklichkeit geworden ist.
Das ist ein furchtbarer Schlag für die Imperialisten und Geschäftsmänner der City of London, für die Freimaurerklubs und Synagogen, und hat den Entschluß dieser Kreise reifen lassen, n o ch e i n- m a l den Versuch zu machen, Deutschland niederzuschlagen. Dieselben Beweggründe, die England vor mehr als 25 Jahren antrieben, gegen Deutschland den Weltkrieg zu entzünden, sind es heute, die England veranlaßt haben, uns zu überfallen. Die Gründe haben ihre Verftärkuna dadurch erhalten, daß die Weltfreimaurerei sich durch die Existenz eines nationalsozialistischen Reiches bedroht fühlt, und daß das Weltjudentum erkannt hat, daß feine Rolle in Deutschland für alle Zeiten ausgespielt ist. So hat sich Londons City-Geist und Imperialismus mit Freimaurerei und Judentum verbündet in der Absicht, erneut den Versuch der Niederschlagung des deutschen Volkes zu machen.
Er wird ein vergeblicher sein! In diesem Kriege steht der britische Imperialismus mit seinen Verbündeten vor einer ganz anderen Lage als 1914. In diesem Krieg steht das deutsche Volk volkswirtschaftlich gerüstet und nicht wie 1914 ungerüstet da. In diesen Krieg geht die deutsche Kriegsmarine mit dem großen Wissen und den ungeheuren Erfahrun- gen von 1914 bis 1918, bereichert durch die technische Entwicklung und Vervollkommnung der vergangenen Jahres sowie die Stärke der Luftwaffe. Sie wird mit ihrem Können England so zusetzen, daß es von seiner Absicht, das deutsche Volk niederzuschlagen, Abstand nehmen muß. Dabei wird England am eigenen Leibe erleben, daß die Zeit seiner schrankenlosen Herrschaft auf den Meeren endgültig vorbei ist, daß Englands Menschen nicht mehr auf ihrer Insel unbekümmert leben können, während die Welt sich ihretwegen zerfleischt.
Oer litauische Einmarsch in das Wilna-Gebiet.
K o w n o , 27. Okt. (Europapreß.) Um 9.15 Uhr haben die litauischen Truppen die ehemalige Grenze des litauischen Staates überschritten und sind in das Wilna-Gebiet eingerückt. An jenen Stellen, an denen der Grenzübertritt erfolgte, waren Scheiterhaufen errichtet, in denen die bisherigen Grenzpfähle verbrannt wurden. Der Einmarsch hat sich bisher reibungslos vollzogen. Die Truppen werden voraussichtlich am Samstag gegen Mittag in Wilna einrücken. Armee-Oberkommandant Rasch kitis hat einen Befehl erlassen, in dem er auf die historische Bedeutung des Einmarsches verweist und den Truppen befiehlt, bei den bevorstehenden Operationen strengste Disziplin und Ordnung zu halten.
Der Einmarsch der litauischen Truppen ins Wilna-Gebiet wird von der litauischen Bevölkerung lebhaft begrüßt. Die sowjetrussischen Truppen halten gegenüber den litauischen Truppen einen Abstand von nur vier Kilometer. Beim Grenzübertritt hielt General V i t k a u s k a s an die vor ihm vorbeimarschierenden Truppen eine Ansprache, in der er besonders hervorhob, daß Litauen seit 19 Jahren den gegenwärtigen Zeitpunkt herbeigesehnt habe. Er erinnerte auch daran, daß die litauischen Truppen in dieser Gegend seinerzeit für die litauische Freiheit gekämpft hätten. In Wilna wurde ein Ueberwachungsausschuß gebildet, der an die Bevölkerung in litauischer, russischer, weißrussischer, polnischer und jüdischer Sprache einen Aufruf erlassen hat, bis zum Eintreffen der litauischen Truppen Ruhe zu bewahren. Kowno und die übrigen Städte des Landes sind mit Flaggen geschmückt.
Versailles,
der Fluch der Menschheit.
Südafrika hat keinen Grund zurTeilnahme an Englands Krieg.
Berlin, 27. Oktober. (DNB.) Nach einer Mel- düng aus Südafrika widerlegte Dr. Malan auf dem nationalen Parteikongreh in Bloemfontein die von General S m u t s als Begründung für die Kriegsteilnahme Südafrikas vorgebrachten Argumente. Keinesfalls fei es Deutschland, das die Sicherheit der kleinen Nationen bedrohe. Was von dem Schutz der kleinen Nationen durch England zu 'halten sei, wisse der Afrikaner genau, denn Südafrika habe seine eigenen trüben Erfahrungen mit der britischen Beschirmung gemacht. Noch absurder sei es, wenn Smuts auf die Heiligkeit der Verträge Hinweise. Der sogenannte Versailler Vertrag, an dessen Zustandekommen Smuts mitgewirkt yabe und um dessen Aufrechterhaltung es jetzt gehe, sei ein I n st r u m e n t der Gewalt, der Unterdrückung und der Erniedrigung des deutschen Volkes, er sei der Fluch der Menschei t. Deshalb sei es ein Verbrechen, wenn Smuts das südafrikanische Volk auffordere, einen solchen Vertrag zu verteidigen. Wenn Smuts ferner behauptet, England kämpfe für die Ret- tung des Christentums, so sei es merkwürdig, daß als einzige Verbündete in diesem
Träger des Ritterkreuzes zum Eisernen Kreuz.
Oberst Schmidt, Kommandeur des 3 -R. 20.
Berlin, 27. Oktober. (DNB.) Oberst A u g u st Schmidt hat als Regimentskommandeur fein Regiment wiederholt so kühn geführt, daß die erkämpfte Entscheidung sich über den Rahmen der Division auf die ganze Armee auswirkte. Sein Regiment stieß in den ersten Septembertagen im Warthetal auf ernstlichen Widerstand an einer Dun- kerkinie. Da die Brücken gesprengt waren, mußte der Uebergang über den Fluß erzwungen werden. Ein junger Offizier des 2. Bataillons durchschwamm in kühnem Entschluß mit drei dis vier Mann svlitternackt die Warthe, während Teile des 3. Bataillons über die gesprengten Brük- kenteile kletterten. Auf diese Weife konnten zwei Brückenköpfe gebildet werden. Für die Division war der Wartheübergang — und damit die Entscheidung des Tages — erzwungen. Der Regimentskommandeur, der das schneidige Vorgehen seiner Truppen unter starkem MG.-Feuer geleitet hatte, bereitete den Angriff für den nächsten Tag vor. Der entscheidende Angriff erfolgte über freies Sumpfgelände auf die Bunte r- l i n i e. Der Erfolg war hier der Führung des Regiments zu verdanken, die ohne Rücksicht auf alle Wechselfälle an dem Auftrag festhielt, und dem kühnen Einsatz tapferer Offiziere und Unteroffiziere, die durch ihr Beispiel die Truppe mit sich rissen.
Am 11. 9. erhielt das Regiment Befehl, den Gegner, der sich der drohenden Umklammerung zu entziehen versuchte, über die Bzura zurückzuwerfen und bei Sobota einen Brückenkopf zu bilden. In schwerem Angriff wurden Melawy und Przy- mus genommen und starke Telle des Gegners auf das Regiment abgezogen. Wieder war eine kritische Lage behoben. Am nächsten Tage griff der Feind mit einer verstärkten Kavalleriebrigade erneut an. Gegen Mittag war die Lage so, daß der Regimentskommandeur in dem von MG.-Feuer umpeitschten Gefechtsstand sich klar wurde, daß das Regiment in Erfüllung der ihm gestellten Aufgabe hier den schwersten Verlusten ausgesetzt sein würde. Der Kommandierende General entschied, daß die Aufgabe des Regiments erfüllt sei, unlb befahl d i e Lösung vom Feinde. Am hellichten Tage gelang es, dank der umsichtigen Führung durch seinen Kommandeur, das tapfere Regiment heraus- zuztehen.
Am 14. 9. sollte das Regiment zum ersten Male a b g e l ö st werden. Während der Ablösung wurde das 2. Bataillon plötzlich von den Polen angegriffen. Der Regimentskommandeur, der gerade in dem in Aussicht gestellten Ruhe quartier einge- troften war, beschloß, sofort durch Gegenangriff die Lage zu klären. Oberst Schmtdt fuhr dem Regiment entgegen und setzte sofort den Gegenangriff an. Die Artillerie machte Kehrt und setzte den Feind aus weitester Entfernung unter Feuer. Obwohl das Regiment seit dem ersten Tage des polnischen Feldzuges eingesetzt war und zum ersten Mal in Ruhe kommen sollte, setzte es mit ungebrochenem Schwung zum Gegenangriff an. Als der Pole Teile einer rvich- trgen Höhe zu besetzen drohte, brach ihn der Angriff des 1. Bataillons, das, in hervorragender
Weife von Artillerie unterstützt, die Polen unter starken Verlusten zurückwarf. Am späten Nachmittag war die alte Stellung wieder in der Hand des Regiments und der Gegner zurückgeworfen. Durch den selbständigen Entschluß, das in Ablösung befindliche Regiment wieder Kehrt machen zu lassen, meisterte hier Oberst Schmidt eine für die ganze Armee kritische Lage.
Das kampferprobte Regiment nahm schließlich an den Kämpfen von Warschau durch Erstür. mung des Forts Mokotowfki hervorragenden Anteil. „Jetzt muß angegriffen wer- den", war die Parole des Regimentskommandeurs, die Offiziere und Mannschaften nach dem persönlichen Vorbild ihres Kommandeurs stets zu reft- losem Einsatz hinriß.
Erstürmung des Forts II vor Warschau.
Den Feind mit seinem eigenen Geschütz beschoffen.
Oberleutnant Reinhardt und Leutnant Stolz vom 3 -R. 51.
Oberleutnant Reinhardt und Leutnant Stolz, beide vom Jnf.-Regt. 51, wurden vom Führer und Obersten Befehlshaber mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet, weil sie sich bei der Erstürmung des Forts II vor Warschau durch besondere Tapferkeit hervorgetan haben. Oberleutnant Reinhardt erhielt am 25. 9. als Führer der 2. Kompanie den Auftrag, eine Erkundung vorzunehmen. Er stellte hierbei fest, daß die Polen vor dem Fort durch Drahtverhau geschützte Schützenlöcher ausgehoben hatten. Als Oberleutnant Reinhardt am 26. 9. morgens um 4 Uhr seine Kompanie zum Sturm antreten ließ, war das Fort noch von rund 120 Mann besetzt. 4.30 Uhr war das Fort von Süden, Westen und Osten umstellt. Die Komp-anie lag unmittelbar vor dem Drahtverhau. Bei Anbruch der Dämmerung erhielt die Kompanie aus 30 Meter Entfernung starkes Feuer aus den etwas erhöht liegenden polnischen Schützenlöchern. Oberleutnant Reinhardt stürmte diese mit seiner Kompanie in engstem Zusammenwirken mit der 10. Kompanie des gleichen Regiments.
Diele 10./JR. 51, unter Führung von Leutnant Stolz, rückte noch in der Dunkelheit westlich des Forts vor. Am Abend vorher hatte Leutnant Stolz sich mit feiner Kompanie freiwillig zu dieser Unternehmung gemeldet. Leutnant Stolz zog zwei Züge und ein SMG. näher an das Fort heran, als er merkte, daß die Nachbarkompanie in dem schweren polnischen Abwehrfeuer außerordentlich schlecht vor- wärtskam. Er griff dann das Fort frontal an, durchschnitt drei schwere Drahthindernisse und stand vor dem breiten Wassergraben an den Kasematten. Da er den Graben nicht überschreiten konnte, schob er sich im Abwehrfeuer der Polen weiter nach rechts und stieß auf eine versteckt im Gebüsch aufgestellte polnische Pak. mit Bedienung. Die Polen wurden gefangen. Das geladene Geschütz wurde u m - gedreht, und Leutnant Stolz begann sofort, den Feind mit seinem eigenen Geschütz zu beschießen. Nachdem auf diese Weise das feindliche MG. am Haupteingang des Forts durch Pak.-Schüsse erledigt war, griff Leutnant Stolz das Fort an der Brücke von rückwärts erneut an, wobei sich fein Kompanietrupp unter Führung des Unteroffiziers Scheel besonders verdient machte. Aus Türen und Fenstern der Kasematte wurde gefeuert und besonders aus einem Raum,
aus dem den Angreifern schweres Abwehrfeuer ent« gegenschlug.
In der Zwischenzeit hatten die beiden angreifen' den Züge dadurch Verluste gehabt, daß fast von allen Seiten aus Fenstern, Kellern unN Dächern die Polen auf die Angreifer schossen. Um die Bedrohung im Rücken auszuschalten, setzte Leutnant Stolz seinen dritten Zug ein, der mit Handgranaten, Granatwerfern und Bajonett die Häuser einzeln säuberte. Unter schwerem Be- schuß der Kasematten erreichte Leutnant Stoß schließlich mit einem Zug der SMG.-Gruppe den. Wall des Forts. Erst jetzt ergab sich ein Teil der Polen. Ein Teil, der nicht sofort entwaffnet werden konnte, setzte den Kampf fort, bis schließlich auch der Rest der Besatzung, etwa 7» bis 80 Polen, sich ergab. Befehlsgemäß erreichte die Kompanie 10 den Ostrand des Forts.
Auf dem Gelände ergab sich, daß der Erfolg der beiden Kompanien nur durch ein hervorragendes Zusammenwirken zu erreichen war. Ohne die Abschirmung durch Oberleutnant Reinhardt hätte das Fort nicht gestürmt werden können, und ohne Wegnahme des Forts hätte der Angriff der Nachbarkompanie nicht vorangetragen werden können.
Am Ostrand des Forts erhielten die Stürmer, erneut schweres Granatwerferfeuer. Für den Geist der stürmenden Infanterie ist es bezeichnend, daß in einem Trichter ein im Fort gefundenes Gramms- p h o n aufgestellt und zur Verwunderung der Polen polnische Schlager gespielt wurden. Wenn heute eine Anzahl von Angehörigen der Kompanie das Eiserne Kreuz trägt, so verdanken sie diese Auszeichnung auch der Ausbildung durch ihren Ba- taillonskommandeur, Major Kuhnert, der sie als Weltkriegssoldat alles das lehrte, war sich hier im Kampf so besonders bewährte.
Oberleutnant Reinhardt, der 1911 in Glau- bitz, Kreis Riesa, geboren wurde, trat 1932 als Freiwilliger in das damalige Infanterie-Regiment 7 ein und wurde am 1.10.1934 zum Leutnant be« fördert. Er hatte sich bereits zu Beginn des polnischen Feldzuges in einem schweren Gefecht bei Raciszyn ausgezeichnet. Leutnant Stolz wurde im Mai 1915 als Sohn des Majors und Bataillonskommandeurs im ehemaligen österreichischen Egerländer Infanterie-Regiment 73 in Wiener- Neustadt geboren, nachdem fein Vater bereits am 21.11.1914 gefallen war. Er ist am 1.9.1935 als Einjährig-Freiwilliger in das Infanterie-Regiment5 des damaligen österreichischen Bundesheeres ein« getreten und am 1.9.1938 Leutnant in der großdeutschen Wehrmacht geworden.
Kampf England das gottlose Frankreich und das Weltjudentum habe und daß es ausgerechnet zur Rettung des Christentums die Türkei umwerbe. Schüeßlich wies Dr. Malan auf die französische Absicht hin, schwarze Truppen gegen Deutschland zu verwenden. Für jeden Afrikaner fei der Einsatz schwarzer Truppen gegen Weiße v er a b sch e u u n g s w ü r d i g. Wenn daher ein Land verdiene, aus Afrika herausgehalten zu werden, dann sei es Frankreich, mit seiner die Existenz der Weißen in Afrika bedrohenden Eingeborene npokitik.
Der bekannte südafrikanische Arzt und Parlamentsabgeordnete Dr. S t e e n k a m p , der qesin- nungsmäßig zu den hinter Hertzog und Malan stehenden burischen Afrikanern gehört, hatte für
Moskau, 27. Okt. (Europapreß.) Unter der Ueberschrift: „Die kleinen Länder im Schraubstock der Blockade" schildert die „Jswestija" die wirtschaftliche Notlage der kleinen neutralen Staaten Europas, die durch die britischen Blockadebestimmungen auf das schwerste betroffen sind. Schon in den ersten Wochen des Krieges hätten sich in den neutralen Staaten weit stärker als in den kriegführenden Ländern die furchtbaren Folgen der britischen Blockade fühlbar gemacht, um so mehr, als diese Staaten keine Vorratswirtschaft getrieben hätten und ihre ganze Existenz von Den Seezufuhren abhänge. Diese Staaten seien nunmehr durch die Maßnahmen Englands vom S e e - handel so gut wie abgeschnitten, auf
Pre ßbur a, 27. Okt. (Europapreß.) Staatspräsident Dr. Tiso erklärte der Auslandspresse, der 26. Oktober bedeute, daß die Slowaken die Tätigkeit am Staatsaufbau, die sie nach der Proklamierung des selbständigen slowakischen Staates begonnen hätten, formell durch die Wahl des Staatsoberhauptes beendeten. Das, was in so kurzer Zeit getan worden sei, zeuge von den Lebensmöglichkeiten des slowakischen Volkes und slowakischen Staates. Ungeachtet der Tatsache, daß die Slowaken gleich in den Märztatzen im Osten und jetzt im September im Norden im Interesse ihrer Verteidigung hätten zu den Waffen greifen müssen, sei die innerliche Festigung des Staates fortgesetzt worden. Die Tatsache, daß es den Slowaken gelungen sei, die mehr als tausendjährige slowakische Staatlichkeit wieder zu erneuern, zeuge von der Lebens-
den Antrag Smuts' zur Teilnahme am Kriege gegen Deutschland gestimmt. In einem Flugblatt an seine Wähler erklärt Steenkamp nunmehr, daß England entschlossen gewesen sei, im Falle einer südafrikanischen Neutralitätserklärung Truppen nach der Union zu entsenden, die Leitung des Landes zu übernehmen und etwaigen Widerstand mit Gewalt zu brechen. Man sei gezwungen, mit England zu gehen, sonst werde nach Kriegsende die Selbstverwaltung verlorengehen und das Land wie nach dem Burenkriege von England als Kronkolonie verwaltet. — Bedarf es einen weiteren Beweises, daß die Südafrikanische Union mit aufaepflanztem Bajonett in den Krieg gezwungen worden ist?
dem — wie im Falle Belgiens, Hollands und der skandinavischen Staaten — ihre Volkswirtschaft beruhe. Die Versorgung dieser Länder mit Rohstoffen sei ebenso katastrophal wie in bezug auf Lebensrnittel und Gebrauchsgegenstände. Ihre Handels- fchiffahrt fei lahmgelegt. Die Entbehrungen, die den Massen der,Bevölkerungen dieser Länder damit auferlegt würden, seien wahrlich unübersehbar. Zudem seien diese Länder auch 'noch genötigt, ihre zerbrechliche Neutralität durch enorme Rüstungs- ausgaben zu schützen. Nachdrücklichst weist die „Jswestija" darauf hin, daß England diesen schonungslosen Blockadeschraubstock erfunden hat und für das El end verantwortlich ist, das damit für die neutralen Kleinstaaten entstanden ist.
f ä h i g k e i t des slowakischen Volkes. Die nationale und christliche Tradition der Slowaken und die aus ihr sich ergebenden Bemühungen bildeten auch in Zukunft eine Garantie für die innere Ruhe und Ordnung im Staate. Im Sinne des modernen Nationalismus und des völkischen Grundsatzes, den der Führer des Großdeutschen Reiches immer wieder hervorhebe, bemühe sich die Slowakei, so erklärte Dr. Tiso, um den materiellen uns geistigen Fort- schri11 des slowakischen Volkes.
Dr. Tiso nahm sodann gegen die Auslands Propaganda Stellung und betonte, wenn die Slowakei in Deutschland einen guten Ratgeber habe, so bedeute dies keinesfalls, daß dies auf die Selbständigkeit der Slowakei Einfluß habe. Durch den Freundschaftsoertrag mit dem Groß- deutschen Reich, so schloß Dr. Tiso, sehe die Slo-
maTei ihre internationale Stellung endgültig gesichert, und mit diesem Grund- satz wolle sie in bester Eintracht mit allen ihren Nachbarn Zusammenleben.
Oer Führer beglückwünscht den slowakischen Staatspräsidenten.
Berlin, 27. Okt. (DNB.) Aus Anlaß seiner Wahl zum slowakischen Staatspräsidenten erhielt Dr. Josef Tiso vom Führer nachstehendes Telegramm: Ew. Exzellenz übermittle ich anläßlich Ihrer Wahl zum Staatspräsidenten meine und des deutschen Volkes herzlichste Glückwünsche. Ich knüpfe hieran den zuversichtlichen Wunsch, baß unter Ihrer Führung das durch aufrichtige Freundschaft mit Deutschland verbundene slowakische Volk einer glücklichen Zukunft entaegengehen möge.
Die Antwort D r. Tisos lautet: Die wert« vollen Worte, durch welche Ew. Exzellenz als Er« st e r mich zu meiner Erwählung zum slowakischen Staatspräsidenten beglückwünschte, erfüllten mich und das slowakische Volk mit aufrichtiger Freude, erhöhten den Glanz dieser historischen Stunde, die in meinem Leben die bedeutendste ist und bestätigten wiederholt unseren Glauben, daß die Slowakei in Freundschaft mit Ihrem großen deutschen Verbündeten ehren« haft ihre Aufgabe erfüllt und an Ihrer Seite zur gerechten Regelung Europas beihilft.
Senat verwirft Antrag auf Aufrecht- erhaltung des NeutratitätSgeseheS.
Washington, 27. Okt. (DNB.) Der Senat' lehnte mit 67 gegen 22 Stimmen den von Senator N y e eingebrachten Entwurf über das Neutralitäts« gesetz ab, der an Stelle des Gesetzentwurfes Pitt« m a n s treten sollte. Der Gesetzentwurf war von dem offiziellen Gesetzentwurf nur in der Frage des Waffenembargos verschieden, das er bei« behalten wollte.
Elsässischer Autonomistenführer zum Tode verurteilt.
P a r i s , 27. Okt. (DNB.) Das französische Kriegs« «in Nancy hat den elsässischen Autonornisten ods zum Tode verurteilt.
Dr. Roos, der Präsident der Landespartei in Elsaß- Lothringen, steht im 61. Lebensjahr. Er ist Mitbegründer des Heimatbundes und galt als Sammel« begriff für die Heimattreuen Elsaß-Lothringer. — lieber die Anklage und die Begründung des Urteils wird die Version verbreitet, Dr. Roos habe mitt« tärische Geheimnisse verraten.
Kleine politische Nachrichten.
Reichsminister Dr. Goebbels sprach zu den im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda für die politische Ausrichtung in den Gebieten und Obergauen verantwortlichen HI.-Führern u n d B D M.- Führerinnen über Fragen aus ihrem Arbeitsgebiet.
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Die Teilnehmer der Dichterfahrt in das befreite Gebiet im Osten, die auch Gelegenheit gehabt hatten, sich durch zahlreiche Volksdeutsche selbst über die furchtbaren Greueltaten der Polen berichten
Die Neutralen im Schraubstock der englischen Blockade. Oie „Zswestija" unterstreicht Englands Schuld.
Das Großdeutsche Reich sichert die internationale Stellung der Slowakei. Staatspräsident Or. Tiso gegen eine törichte Auslandspropaganda.


