Ausgabe 
28.8.1939
 
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mann) 7:55,2; 3. Ungarn (Szonyi) 8:40,6. Zweier m. St.: 1. Italien 8:01,8; 2. Deutschland 8:20,6; Doppelzweier: 1. Deutschland (Lagemann, Broock- mann) 7:08,2; 2. Italien (Brambilla, Roggiani) 7:14,0. Vierern. St.: 1. Italien 7:01,3; 2. Deutsch­land 7:03,0. Achter: 1. Deutschland 6:25,3; 2. Ita­lien; 3. Ungarn.

Deutschland schlägt Italien im Fuhball 3:0.

Dor 5000 Zuschauern kämpften bei den Studen- ten-Weltspielen in Wien die Fußballmannschaften von Deutschland und Italien. Die deutschen Studen­ten, die eine weitaus bessere Mannschaftsarbeit boten und besonders in der ersten Spielhälfte durch ihre sichere Deckung und das genaue Zusammenspiel klar überlegen waren, siegten verdient mit 3:0 (2:0) und wurden damit wieder, genau wie bei den letzten Spielen in Paris, Sieger im Fußballturnier.

Auch im Handball deutscher Sieg.

Nach dem schönen Erfolg im Fußballturnier fiel Deutschland auch der Sieg im Handballwettbewerb zu. Die Entscheidung fiel im Wiederholungsspiel unserer Elf gegen Ungarn, die am Freitag über­raschend ein 8:8-Unentschieden erzwungen hatten. Diesmal wurden die Magyaren überlegen mit 12:4 (8:1) geschlagen. Die deutschen Treffer erzielten Reinhardt (6), Gollinger (2), Dolak (2), Hömke und Willy.

Ein zweiter Erfolg von Oessecker.

Im Rahmen der Schlußfeier wurden die letzten Laufwettbewerbe ausgetragen. Im 15OO-Meter- Lauf gelang es dem Stuttgarter Deffecker, sich in der schönen Zeit von 3:57,2 den zweiten Titel aus dem Wiener Weltspielen zu sichern. Auch die bei­den Staffeln endeten mit überlegenen deutschen Siegen. Mit der Mannschaft Schmitt, Köster, Mül­

ler und Mellerowicz gewann Deutschland die 4X1OO-Meter in 41,8 vor Italien und Ingarn. Ueber 4X1OO-Meter war die deutsche Staffel Wie­land, Rinck, Rose und Helm in 3:15,8 vor den glei­chen Gegnern erfolgreich. Ergebnisse:

1500 Meter: 1. Dessecker (Deutschland) 3:57,2; 2. Ragani (Italien) 3:58,4; 3. Harscmyi (Ungarn) 3:5g-,6. 4X1OO-Meter: 1. Deutschland (Schmitt, Köster Müller, Mellerowicz) 41,8; 2. Italien 42,1; 3. Ungarn 42,6. 4X4OO-Meter: 1. Deutschland (Wieland, Rinck, Rose, Helm) 3:15,8; 2. Italien 3:17,2; 3. Ungarn 3:17,4 Min.

Ör. Scheel ehrte die Sieger.

Im Anschluß an die letzten Wettbewerbe hielt der Reichsstudentenführer Dr. Scheel vor den an­getretenen aktiven Teilnehmern eine Rede, in der er u. a. ausführte: Ich danke den Wettkämpfern und den Mannschaften, die in sauberer und ritter­licher Haltung um den Preis des Sieges gekämpft haben und auch die Niederlage hinzunehmen wuß­ten. Die Mannschaftsführer empfangen jetzt für ihre siegreichen Kameraden die Auszeichnung als Welt­meister der Studenten und als Sieger der Studen­tenweltspiele. Ich weiß, daß dieses Siegeszeichen für jeden eine große Ehre ist.

Die Schluhfeier brachte noch eindrucksvolle Vor­führungen deutscher Studenten und Studentinnen sowie einer Gruppe Studenten der Kgl. Ungarischen Hochschule für. Leibesübungen. Die 5000 Zuschauer spendeten hierfür reichen Beifall Die Läufer traten zur letzten leichtathletischen Entscheidung, der lOX^-Rundestaffel an. Nachdem die Italiener über den größten Teil der Strecke geführt hatten, brachte Deutschlands achter Mann, Fritz Müller, seine Mannschaft nach vorn. In 3:38,3 Min. siegten die Deutschen vor Italien 3:39,2 und Ungarn. Dann wurden die Flaggen eingeholt und mit dem Aus­marsch der Teilnehmer waren die Studentenwelt­spiele Wien 1939 beendet.

Harbig schlug auch Mstert.

Nur ein Sieg für Belgiens Leichtathleten.

Der zweitägige Leichtathletik-Länderkampf zwi­schen Deutschland und Belgien in Krefeld brachte den deutschen Athleten am ersten Tag mit 48,5 zu 28,5 Punkten eine klare Führung. Von den sieben Wettbewerben des Samstags endeten sechs mit deutschen Siegen, während Belgien lediglich durch feinen vorzüglichen Sprinter Saelens im 100-Meter- Lauf erfolgreich war. Der Länderkampf fand bei ausgezeichnetem Wetter und vor 1000 Besuchern in der Kampfbahn der Krefelder Edelstahlwerke statt. Das Hauptereignis des Eröffnungstages war der 8OO-Meter-Laus, in dem unser Weltrelordmann Ru­dolf Harbig auf den belgischen Weltrekordläufer Mostert traf. Harbig siegte im Spurt in 1:55,4 Minuten und ließ dabei seinen starken Gegner einen glatten Meter hinter sich. Die mäßige Zeit erklärt sich daraus, daß zwischen 400 und 600 Meter arg gebummelt wurde. Der Belgier zog 200 Meter vor dem Ziel den Spurt an, kam auch vier, fünf Meter von Harbig weg, aber in der Zielgeraden schloß unser Meister auf und siegte noch sicher. Der Fran­kenthaler Schanzenbecher lief ein sehr gutes Rennen, konnte aber im Endkampf gegen die zwei Weltklassenläufer nicht bestehen. Den Hürdenlauf gewann der Düsseldorfer Pollmanns in 15,1 Sekunden, das Diskuswerfen fiel mit 46,19 Meter an den Kölner Jansen, den Stabhochsprung ge­wann Helmke (Berlin) mit 3,60 Meter und über

10 000 Meter war der Kölner Berg in 31:51,4 Mi­nuten siegreich. Die Vierer staffel wurde eine sichere Beute der Kersch, Hornberger, Neckermann und Scheuring in 41,4 Sekunden, zumal die Belgier schlecht wechselten. Den einzigen Sieg holten sich die Gäste, wie schon erwähnt, im lOO-Meter-Lauf, wo Saelens den Frankfurter Kersch in 10,7 Sekunden um Handbreite hinter sich ließ. Die Ergebnisse vom Samstag:

IIO-Meter-Hürden: 1. Pollmanns (D) 15,1; 2. Binet (B) 15,6; 3. Richter (D) 15,8; 4. Dandesype (B) 15,9. 100 Meter: 1. Saelens (B) 10,7; 2. Kersch (D) 10,7; 3. Schneider (D) 10,8; 4. Duthy (B) 11,0. Diskus: 1. Jansen (D) 46,19 Meter; 2. Marktanner (D) 42,10 Meter; 3. Dan den Doorde (B) 40,59 Meter; 4. Masson (B) 35,57 Meter. 800 Meter: 1. Harbig (D) 1:55,4; 2. Mo­stert (B) 1:55,8; 3. Schanzenbecher (D) 1:57,7; 4. Geeraert (B) 2:05. 4 X 100 Meter: 1. Deutsch­land (Kersch, Hornberger, Neckermann, Scheuring) 41,4; 2. Belgien (Saelens, Guthy, Braeckman, Si- roul) 43,2. Stabhoch: 1. Hemle (D) 3,60 Meter; 2. Bär (D) und Van Audenrode (B) je 3,40 Meter; 4. Luyten (B) 3,30 Meter. 10 000 Meter: 1. Berg (D) 31:51,4; 2. Chapelle (B) 31:59,4 3. Scheirs (B) 32:18,6; 4. Schönrock (D). Stand nach dem 1. lag: Deutschland 48,5 Punkte, Belgien 28,5 Punkte.

Hoherodskopf-VerM.

Das 7. Hoherodskopf-Bergfest wurde am gestrigen Sonntag auf unserem oberhessischen Heimatberge durchgesührt, wenn auch nicht mit der Teilnehmer- zahl der Vorjahre. Unter der Leitung von NSRL- Kreisführer, SA.-Sturmhauptführer Karl Otter- b e i n (Friedberg) und Kreisfachwart Langs­dorf (Bad-Nauheim) wurden bei schönstem Berg­wetter die volkstümlichen Dreikämpfe reibungslos abgewickelt. Die festliche Rahmengestaltung, d. h. Morgenfeier und Siegerehrung, trug dem Ernst dieser Tage Rechnung und brachte überzeugend zum Ausdruck, daß die Kameraden des NSRL. als treue Gefolgsmänner des Führers ihre Pflicht tun auf dem ihnen zugewiesenen Platze.

Reichssportführer v. Tschammer und Osten hatte dem 7. Hoherodskopf-Bergfest den nachstehen­den drahtlichen Gruß gesandt:

Den Teilnehmern am 7. Hoherodskopf- Bergfest herzliche und kameradschaftliche Grütze. Ich wünsche dem Fest in allen seinen Teilen einen schönen und erfolgreichen Verlauf.

Heil Hitler!

o. Tschammer, Reichssportführer."

Eraebniffe:

THanner.

1. Heinz Hofmann, Tgd. Friedberg, 61 Punkte; 2. Mot.-HJ.-Scharf. Helmut Oßwald, Tgd. Bad- Nauheim (Bannstab 115 Darmstadt); Ernst Lind, T. u. Sptgd. Wölfersheim, 57 P.; 3. Alfred Leh­mann, Tv. Alsfeld, 55 P.; 4. Fritz Meyer, T. u. G.-V. Schotten (HI.-Mot.-Gef. 19/254), 53 P.; 5. Ofcharf. Georg.(Barg, To. Alsfeld, 13/254; Erich von Müller, Tv. Alsfeld, 52 P.; 6. Georg Messer- schmidt, Tgd. Friedberg, Jungvolk, 48 P.; 7. Scharf. Willi Pfeffer, Tv. Alsfeld, 13/254, 47 P.; 8. Eugen Magel, Tv. Alsfeld, 43 P.

Jugend-Oberstufe (HI., Klasse A).

1. Engelbert Klein, Tgd. Friedberg, (Fähnlein 33/116) 65 P.; 2. Erwin Schmidt, Tv. Alsfeld, 64 P.; 3. Theo Gärtner, Tgd. Friedberg, HI. 33/116, 61 P.; 4. Karl Kieselbach, Tgd. Friedberg, HI. 33/116, 59 P.; 5. Gert Kathrein, Tv. 1885 Lors- bach, 53 P.; 6. Heinz Sturm, Tgd. Friedberg,

(HI. 33/116); Ludwig Kratt, To. Alsfeld, 52 P.; 7. Karl Höll, T. u. Go. Schotten, Mot.-HI. 19/254, 48 P.; 8. Jean Wieland, Tgd. Friedberg, HI. 33/116, 46 P.; 9. Karl Hartmann, Tv. Alsfeld, 45 P.; 10. Heinz Wurstius, Tv. Alsfeld, 43 P.; 11. Rudolf Wollrab, To. Alsfeld, 42 P,

Jugend-Unterstufe (f)3., klaffe B).

1. Karl Hack, T. u. Go. Schotten, Mot.-HI. 19/254, 65 P.; 2. Willy Knoll, Tgv. Wölfersheim, 60 P.; 3. Wolfgang Kneipp, Tv. Alsfeld, 57 P.; 4. Alfred Schneider, Tv. Alsfeld, 54 P.; 5. Her­mann Fritzges, To. u. Go. Schotten, Mot.-HI. 19'254, 47 P.; 6. Erich Breunig., T. u. Go. Schot­ten, Mot.-HI, 19/254, 46 P.; 7. Erwin Spamer, T. u. Go. Schotten, Mot.-HI, 19/254, 43 P.

Altersklasse 1 (32 bis 40 Jahre).

1. Ludwig Krönung, VfL. Rödelheim, 65 P.; 2. Karl Kegel, Tg. 1845 Friedberg, 61 P.; 3. Friedrich Fischer, Tgd. Friedberg. 49 P.

Altersklasse 2 (40 bis 50 Jahre).

1. Anton Weide, Spv. Ober-Mörlen, 60 P.; 2. Adam Döll, To. Alsfeld, Rottenf. 17/254, 59 P.; 3. Karl Otterbern, Tgd. Friedberg, Sturmhaupt­führer, 49 P.; 4. Wilh. Hühn, Tv. Alsfeld, 44 P.; 5. Willy Hilgenberg, Tgd. Friedberg, 7/222, 36 P.

Altersklasse (über 50 Jahre).

1. Edmond Ebeling, Tv. Alsfeld, 82 P.; 2. Theo Kathrein, To. 1885 Lorsbach, 77 P.; 3. Konrad Bücking, To. Alsfeld, 64 P.; 4. Valentin Neuwirth, Tgd. Eintracht Frankfurt, 45 P.

Weibliche Jugend, Unterstufe (VDM., klaffe B).

1. Marlis Kehr, Tv. Alsfeld, 59 P.; 2. Gustel Riebel, To. Alsfeld, 55 P.; 3. Inge Biedermann, Tv. Alsfeld, 54 P.; 4. Margot Gerhardt, T. u. Go. Rainrod, 36 P.

Staffeln.

4X100-Meter, Männer.

1. Tgd. Friedberg 55,2; 2. Tv. Alsfeld 57,4 Sek. 4X100-Meter, Jugend.

1. Tgd. Friedberg 52,5; 2. T. u. Gv. Schotten 53,5; 3. Tv. Alsfeld 58,0; 4. T. u. Gv. Schotten 58,3 Sek.

BomSchießspoltimKreiskriegerverbandWetzlar

In den Monaten Juni, Juli und August wurden im Kreiskriegerverband Wetzlar die Mannschaftswettkämpfe im Klein­kaliberschießen durchgeführt. In 26 Teilvor­kämpfen wetteiferten Frontkämpfer und ehemalige Soldaten miteinander um die Wanderehrenpreise. In Klasse A schossen sämtliche Kameraden unter 50 Jahren in. den drei Anschlagsarten liegend, kniend und stehend freihändig,^ und in Klasse B diejenigen über 50 Jahre 10 Schuß liegend frei­händig. Als Anerkennung für die Beteiligung er­hielt jeder startende Schütze 20 Patronen; es konnten dadurch 1150 Schützen zum Wettkampf an­treten.

Innerhalb der 26 Teiloorkämpfe erhielten die

besten Schützen in Klasse A und B je einen Ehren­preis. Bei der Gesamtauswertung errangen unter 69 Kameradschaften in Klasse Ä mit 15 Schuß: Wetzlar 1 = 569 Ringe, Hermannstein 2 = 557 Ringe, Wißmar 1 = 553 Ringe, Wetzlar 2 = 525 R., Katzenfurt 2 = 516 R., Kinzenbach 1 --- 511 R., Aßlar 1926 1 505 R., Waldgirmes 1 502 R.

Die Mannschaften der älteren Kameraden er­reichten unter 71 Kameradschaften in Klasse B mit 10 Schuß: Wetzlar 1 = 365 R., Atzbach 1 = 382 R., Wetzlar 2 -- 380 R., Aßlar 1926 1 = 362 R., Lützellinden 1 349 R., Bieber 1 = 344 R., Bonbaden 2 = 342 R., Hochelheim 1 323 R.

Es erhielten die Kreismeisterschaften: in Klasse A

Wenn es uns zu warm wird...

Wie schützt sich unser Körper gegen die große Hitze?

Don Or. W. Hartmann.

Dreißig Grad im Schatten: der Asphalt zieht Blasen, unsere Kinder habenhitzefrei", und die weibliche Kleidung erreicht den Rekord an duftiger Leichtigkeit. Das ist der richtige Augenblick, um uns einmal die Frage vorzulegen: Wie hilft sich eigentlich unser Körper gegen allzu große Wärme, und wie können wir ihn in seinemKampf gegen den Hitzschlag" am wirkungsvollsten unterstützen? Zunächst natürlich durch die Wahl der richtigen, also möglichst leichten, möglichst hellen und porösen Kleidung. Damit allein ist es aber keineswegs getan wenn unser Körper nicht ein wunderbar funktionierendes System vonKühl- waßnahmen" ganz von sich aus beim Hochschnellen des Thermometers über eine gewisse Grenze sozu­sagen automatisch in Betrieb setzen würde, dann könnten wir es auch in der Badehose vor Hitze nicht aushalten. Glücklicherweise ist aber der mensch­liche Organismus in so genialer Weise gegen die schädigenden Wirkungen der Hitze geschützt, daß man bei wissenschaftlichen Versuchen erst bei einer Rekord-Temperatur von 120 Grad Celsius die Grenze feststellen konnte, oberhalb derer wir die Hitze wirklich nicht mehr vertragen können. Derartige Temperaturen kommen ja in der Praxis gar nicht in Frage, und bei den erwähnten Experi­menten konnten sie auch mir unter bestimmten Be­dingungen (völlig ttockene Luft!) und nur kurze Zeit ertragen werden.

SieWasserkühlung" unseres Körpers.

Bei den meisten Autos wird bekanntlich der Motor durch Wasserkühlung vor der Gefahr des Ueberhitzens bewahrt. Nun, auch unser Körper hat eine Art Wasserkühlung und in diesen Tagen merken wir ihre Funktion ja alle außerordentlich drastisch dann nämlich, wenn wir schwitzen. Der Vorgang des Schwitzens ist eine jenerSelbstver­ständlichkeiten" unseres körperlichen Lebens, die wir alle genau zu kennen glauben, deren eigentliche Wirkungsweise aber nur den wenigsten tatsächlich bewußt ist. Der W a s s e r v e r l u st beim Schwitzen ist nämlich keineswegs der entscheidende Faktor; die Kühlung erfolgt erst dadurch, daß das Wasser auf der Haut unseres Körpers verdampft und auf diese Weise dem Körper sehr beträchtliche Wärmemengen entzieht. Die Ursache dafür ist ein physikalischer Vorgang, den die Wissenschaftler als Verdunstungskälte" des Wassers bezeichnen: beim Verdampfen von Wasser wird sehr viel Warme gebraucht, und im Falle des Schwitzens wird sie eben unserem Körper entzogen, das heißt, wir küh­len uns ab. In den Tropen, oder bei sehr warmem Wetter auch in unseren Gegenden, kann dieseWas­serkühlung" erstaunliche Ausmaße annehmen: ame­rikanische Untersuchungen haben nachgewiesen, daß bei großer Hitze arbeitende Farmer täglich 10 bis 15 Liter Flüssigkeit tranken und dafür aber 12 Liter Schweiß am Tage verloren. Nur auf diese Weise kann der Körper unter der­artigen extremen Bedingungen arbeiten; die Kühl­wirkung des Schwitzens ist allerdings auch sehr be- ttächttich, denn man hat ausgerechnet, daß ein ein­ziges Gramm verdunstendes Wasser der Körper­oberfläche über 500 Wärmeeinheiten (sogenannte Gramm-Kalorien) entzieht. Allerdings liegt es in der Wirkungsweise diesesKühlsystems" begründet, daß es nur arbeiten kann, sobald das Wasser wirk­lich verdampft; wenn wir infolge unzweckmäßiger Kleidung oder etwa im Dampfbad ganze Bäche von Schweiß verlieren, so nützt das nicht das ge­ringste, weil feine Verdampfung des Wassers und daher auch keine Kühlung stattfindet.

Eiseffen und Atmen helfen gegen die Hitze!

Wenn es uns zu warm wird, dann pflegt unser Eiskonsum gewaltig zu steigen, und die Zahl der Eisverkäufer nimmt beispielsweise in Italien ge­radezu in mathematischer Abhängigkeit mit jedem

Kilometer zu, den wir nach Süden fahren. Wissen, schaftlich kann man beim Eisessen vonWarme, leitung" sprechen: durch das kalte Eis wird dein Körper Wärme entzogen. Um das gleiche Prinzip handelt es sich, wenn wir falt baden: auch hierbei erfolgt ein Wärmeverlust des Körpers, der übrigens infolge' gewisser physifalischer Gesetze der Wärme, leitung bei bewegtem Wasser ganz erheb, lich ftärfer ist, als bei ruhigem Wasser. (Baden int unruhigen Meer kühlt bei gleicher Temperatur des Wassers viel mehr ab, als Baden bei Wind, stille.) Das alles dürfte, wenigstens im Prinzip, den meisten unserer Leser bekannt sein aber wissen Sie auch, daß unser Körper sich durch das Atmen abfühlt? Das ist einer der zahllosen Kunstgriffe" der Natur auf diesem Gebiet; bei der Atmung erfolgt ebenfalls wie beim Schwitzen eine Verdunstung von Wasser, die abkühlend wirkt.

Ein besonders deutliches Beispiel für die Wir, fungsroeife dieses Kühlsystems können wir bei jedem Hund beobachten, der bei großer Hitze zu rasch gelaufen ist und nun, die Zunge weit heraus, hängend, ,chechelt", das heißt sehr rasch atmet. Der Hund verfügt nämlich nur über einen sehr geringen Bestand an Schweißdrüsen, bei Hitze steigt daher die Zahl seiner Atemzüge rasch an und kann beim Hecheln 600 Züge pro Minute erreichen. Normaler, weise befördert der Hund etwa 2 Liter Luft pro Minute nach außen, beim Hecheln aber steigt diese Zahl bis auf 75 Liter, und dabei wird durch Der. dunstung von der Lungenoberfläche und der lang heraushängenden Zunge ein sehr erheblicher Was, ser, und damit Wärmeverlust ermöglicht. (Bis zu 200 g Wasser pro Stunde!)

Die bisher besprochenen Abwehrmaßnahmen un­seres Körpers gegen die Hitze finden sich in mehr oder weniger ähnlicher Form auch bei den meisten Säugetieren wieder in einem Punkte aber ist auf diesem Gebiet der menschliche Organismus allen übrigen Lebewesen überlegen: durch dasKühl« systern" der menschlichen Haut. Bekanntlich bekam, men wir bei Hitze eine rote Gesichtsfarbe und am ganzen Körper tritt mehr oder weniger stark - eine Rötung der Haut ein. Das liegt einfach daran, daß sich die unsere Haut durchzichenden Adem er» »eitern, es strömt mehr Blut an der Oberfläche bes Körpers und infolgedessen kann die Wärrneab, gäbe nach außen besonders wirkungsvoll erfolgen. DieseWärmeregulierung" durch wechselnde Weite der Hautadern ist nun weitaus die vorteilhafteste für den Körper, weil sie ohne jeden Verlust (Schweiß usw.) arbeitet. Gerade sie ist aber bei der menschlichen Haut so vollendet ausgebildet, wie bei keinem anderen Lebewesen und stellt eine jener nur scheinbar unwichtigen Eigenschaften , unseres Körpers dar, mit deren Hilfe der Mensch sich allen Klimabedingungen anpassen kann.

Neuerdings hat die Wissenschaft festgestellt, daß die gesamte Funktion des besprochenenKühl- systems" und überhaupt die Wärmeregelung im Körper von einer bestimmten Stelle im Gehirn aus dirigiert wird, dem sogenannten Wärmezen- trum. Ein Mensch, dessen Wärmezentturn nicht mehr funktioniert, würde auf jede Aenderung der Außentemperatur mit einer entsprechenden Aende­rung seiner Körperwärme antworten ... er würde auf die Stufe der Fische oder anderer roettyelroar. mer Organismen zurückfallen und in Kürze zu­grund egehen. Wie das Wärmezentturn im einzel­nen arbeitet, auf welche Weise es dafür sorgt, daß wir nicht vor Hitze umkommen oder vor Kälte er­frieren, ist noch keineswegs völlig geklärt an­scheinend spielen auch hier wieder die jetzt so viel genannten Hormone eine wichtige Rolle. Wir können die Aufklärung dieser Fragen getrost der Wissenschaft überlassen und uns mit der Feststellung begnügen, daß uns bei einigermaßen vernünftigem Verhalten auch die schlimmste Hitze nichts zu schaden vermag, solange dasKühlsystem" unseres Körpers mit all seinen wunderbaren Einrichtungen ungestört arbeiten kann.

Kameradschaft Wetzlar mit 569 Ringen. In Klasse B Kameradschaft Wetzlar mit 395 Ringen. Beide Mannschaften erhalten einen Wanderehrenpreis des Gau- bzw. Kreiskriegerführers, das Aermelabzeichen in Bronze und 1000 Patronen.

Kreismeisterfchütze wurde in Klaffe A Karl Heuser, Kameradschaft Hermannstein, mit 158 R., in Klasse B Jakob Luz, Kameradschaft Wetzlar, mit HO R. Beide erhalten das Aermelabzeichen tn Bronze und ein Ehrendiplom. Es erhalten weiter- hin noch einen Wanderehrenpreis des Kreiskrieger-

Deutschland

gewann ave Trophäen.

21. Internationale Motorrad-Sechstagefahrt.

Mit der nur 181 Kilometer langen Reichsauto­bahn-Etappe wurde die 21. Internationale Motor- rad-Sechstagefahrt am Samstag abgeschlossen. Aus dem Exerzierplatz in Bayrisch-Gmain gab es als letzte Prüfung noch ein Geländerennen über eine 8 Kilometer lange Rundstrecke, die mit ihren Hohl­wegen und Steigungen immer noch einige Anfor­derungen stellte. 'Ais nach einer Runde unter den punktgleichen Mannschaften noch keine Entscheidung gefallen war, mußten noch drei weitere Runden ge­fahren werden. Dann entschied die Zeit. Deutschland vervollständigte seinen Triumph aus dem Vorjahre und gewann diesmal sämtliche vergebenen Mann­schaftspreise, nachdem uns in Wales 1938 die Inter­nationale Trophäe entgangen war. Neben dieser begehrten Trophäe sicherten wir uns erneut die In­ternationale Silbervase sowis die Adolf-Hühnlein- unb die Bowmaker-Trvphäe. Die Große Gold­medaille der FJCM. für Fabrik-Mannschaften wurde nicht vergeben, da keiner der Bewerber straf­punktfrei geblieben ist. 15ie Ergebnisse der Mann­schaftswettbewerbe:

Internationale Trophäe: 1. Deutsch­land (Seltsam - BMW., Sensburg, Fähler, beide DKW. Müller-Meyerhofer, BMW.-Gespann) 0 P.; 2. Italien 43 P.

Internationale S i l b e r v a s e: 1. Deutsch­land A (Forstner, Linhardt, Lodermeier, alle BMW.) 0 P., 2:06:08 ; 2. Italien A 0 P., 2:16:10.

Adolf-Hühnlein-Trophäe: 1. DDAC.- A-Mannschaft (Steinberger-Zündapp, Hahnmeyer- BMW., Charbonier-NSÜ.) 0 P., 2:29:01; 2. ffB= Mannschaft 0 P., 2:45:11,2.

Bowmaker-Trophäe:' 1. DDAC. Mün­chen (Steinberger - Zündapp, Hahnmeyer - BMW., Köhler-DKW.) 0 P., 2:22:19,4,

führers: in Klasse A Kameradschaft Hermannstein mit 557 Ringen, in Klasse B Kameradschaft Atzbach mit 382 Ringen.

Der Gaukriegerverband ruft die Kreismeister' mannhaften und Kreismeisterschützen der Klasse A und B im September dieses Jahres zum (Bau* kriegerverbands-Wettkampf nach Frankfurt a. M.

Mögen auch da unsere Kameraden ihren Mann stehen' und zeigen, daß im Kreiskriegeroerband Wetzlar der Schießsport auf der Höhe ist.

Die deutsche Els enttäuscht.

Slowakei

siegt im Futzball-LänderkamPf 2:0 (1:0).

Der erste Fußballänderkampf zwischen Deutschland und der Slowakei, der am Sonntag in Preßburg vor 17 000 Zuschauern durchgeführt wurde, brachte den Slowaken mit 2:0 (1:0) einen verdienten Sieg. Die deutsche Auswahlmannschaft, die sich in der Haupt­sache aus Nachwuchsspielern (vornehmlich aus dem (Bau Ostmark) zusammensetzte, konnte nicht die in sie gesetzten Erwartungen erfüllen. Die Elf spielte sehr schwach, vor allem im Angriff, wo Mittelstürmer Binder nicht der ideale Führer war. Die slowakische Vertretung gefiel weit besser. Ueberragenb war oot allem die Verteidigung und hier wieder der Tor­hüter Reimann. In der 20. Minute der ersten Halb­zeit schoß Arpas das Führungstor, und zehn Minu­ten vor dem Abpfiff erzielte Luknar einen zweiten Trister, womit gleichzeitig die Niederlage der deut­schen Elf besiegelt war.

Hessen - Niederrhein 1:3 (1; !)

Ein Fußball-Gauspiel zwischen Hessen unb Nie­derrhein bildete den Auftakt zur Kasseler Turn- und Sportwoche. Das Interesse an diesem Ereignis war allerdings nicht allzu groß; nur 1500 Zuschauer hatten sich in derHessen-Kampfbahn" eingefunden, die folgendeVerlegenheits-Mannschaften" im Kampf sahen:

Hessen: Ocklenburg (Spv. Kassel); Pape (spv- Kassel), Heß (03 Kassel); Stiehl (Hessen Hersseld). Engehardt (03), Müller (Spv.); Markert (03), Heu' wig (Sport Kassel), Schaffert (Hersfeld), Jordan (03), Rüppel (Sport).

Niederrhein: Köster (Hamborn); Huck (Rre* feld), Hausmann (Speldorf); Kremer (M.-Gladbach), Pflaum (Hamborn), Stüwe (Düsseldorf); ü}]$e (Duisburg), Günther (Oberhausen), Bertz (Alten' essen), Strather (Krettld), später Donkmann ten), Meulenberg (M.-Gladbach).