Ausgabe 
28.8.1939
 
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Set

prächtiger Leichtathletik-Aachwuchs

3,

über das

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Die Studenten-Weltspiele in Wien

Stock übertrifft Kreek! - Leichtathletik-Entscheidungen.

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Mein-Mainische Börse.

Schöne Tennis.

Gebiet Nordsee.

Schmidt-Günther gewannen HZ.-Doppel.

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ration unseres Volkes und ein Bekenntnis zum Gedanken der Wehrhaftigkeit, der gerade in dieser Stunde unser ganzes Denken erfüllt. Unter einem besonderen Zeichen haben die Meisterschaften der Hitler-Jugend des Jahres 1939 gestanden. Ein gro­ßes Glück ist euch Jungen und Mädel zuteil ge­worden und damit zugleich die hohe Ehre, in diesen Tagen schicksalhafter Entscheidungen vor der ganzen Oeffentlichkeit des deutschen Volkes und der Oeffent- lichkeit der Welt Zeugnis ablegen zu dürfen von der Kraft und der Festigkeit der jungen Generation. Die Welt soll wissen, daß alle Generationen unseres Volkes bereitstehen, und daß wir bis zum letzten

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Oie neuen Gpeisefrühkartoffel-Iestpreise.

5mb. Dom 28. August bis 31. August 1939 be* irczen die Erzeugerfestpreise für Speisefrühkartof- :th je 50 kg netto ausschl. Verpackung frachtfreie pfangsstation für weiße, rote und blaue Sor- itr 2,60 RM., für gelbe Sorten, runde und lange M RM.

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Kämpfe sah man in den Endspielen im Eine rein füdwestdeutsche Angelegenheit war das HJ.-Doppel, wo die Hessen-Nassauer Schmidt-Günther über die Saarpfälzer Jörger-Lutz die Oberhand behielten. Im Einzel unterlag Günther dem Rheinländer Gies sehr knapp. Ergebnisse: HI- Einzel: Gies (Mülheim-Ruhr) Günther (Wies­baden) 6:3, 4:6, 6:1; HJ.-Doppel: Günther-Schmidt (Wiesbaden-Frankfurt) Jörger-Lutz (Saarpfalz) 6:3,6:4; BDM.-Einzel: Fuchs (Berlin) Hartolt (Breslau) 6:2, 6:3; BDM.-Doppel: Sursn-Fuchs (Berlin) Bahre-Schwartz (Berlin) 6:4, 7:5.

.......ja weitere Gnttcgeioung athletischen Kämpfen. Besonders gt auf den Zweikampf im Kugelstoß«

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Amtsgericht Gießen.

O. B. und B. F., beide in Gießen, hatten Straf- bkehle erhalten. Für B. lautete der Strafbefehl ter 15 RM. Er wurde beschuldigt, am 30. März -it einem Lastkraftwagen (mit Anhänger) den 'jrchenplatz in Gießen befahren und beim Ein­igen nach rechts auf den Lindenplatz sich nicht rrher überzeugt zu haben, ob sich kein anderes fthrzeug näherte. Dadurch stieß er mit einem Lraßenbahnwagen zusammen.

F. erhielt einen Strafbefehl über 10 RM., weil et beschuldigt war, er habe am gleichen Tage mit ei'em Straßenbahnwagen den Kirchenplatz in Gie- hli befahren und es an der gehörigen Leitung ifl£> Bedienung seines Fahrzeugs fehlen lassen, in- bm er nicht rechtzeitig gebremst und Sand gestreut hwe, wodurch er mit dem Anhänger des Lastkraft- vi gens zusammenstieß.

i Segen die Strafbefehle legten die Angeklagten Tnspruch ein. In der Hauptverhandlung wurde die L-.klage gegen den Straßenbahnführer fallen ge­lten. Der Angeklagte L. wurde überführt und btm Antrag des Anklagevertreters entsprechend zur Men Strafe wie im Strafbefehl verurteil.

Landkreis (Biehen.

A Großen-Linden, 28. August. Die Ge­binde hat in diesem Jahr zwei Aecker mit Flachs a.sstellen lassen. In der vorigen Woche wurde bcjer von den Schülern der oberen 8»h r g ä n ge gerupft. Dafür wurden die Kin- br von der Gemeinde rrtit Kakao und Gebäck be- ürtet. Wie im vorigen Sommer, so haben auch |fft die Schüler wieder in ihrer Freizeit eine be- ' ir.chNche Menge Aehren gelesen. Gesammelt wurde hauptsächlich Roggen und Weizen. Nach Ab- I^ der Sammlung werden die Aehren der 315 23. zum Ausdrusch albgeliefert.

Stabhochsprung: 1. Gleim (Hessen-Nassau) 3,60 m, 2. v. Wyhl (Westmark) 3,50, 3. Hennig (Ber­lin), 3,40 m; Hammerwerfen: 1. Grau

54,1, 2. Darr (Deutschland) 54,5, 3. Polgar (Ungarn) 56,1, 4. Lundqvist (Schweden) 56,1, 5. Hernegger (Deutschland) 56,3. Hochsprung: 1. .Persson (Schweden) 1,90 Meter. 2. Weinkötz (Deutschland), Dr. Galanda (Slowakei), Pescatoni (Italien) und Kreuger (Schweden) je 1,85 Meter. Stabhoch­sprung: 1. Glötzner (Deutschland) 4,10 Meter, 2. Ljunberg (Schweden) 3,90 Meter, 3. Linstrom (Schweden) 3,80 Meter, 4. Haunzwickel (Deutsch­land) 3,80 Meter. (Speerroerfen: 1. Bar- szeghi (Ungarn) 67,37 Meter. 2. Berg (Deutschland) 67,29 Meter, 3. Jssak (Estland) 66,79 Meter, 4. Stock (Deutschland) 65,51 Meter, 5. Eding (Deutsch­land) 64,02 Meter, 6. Matteuzi (Italien) 62,56 Meter. Kugelstoßen: 1. Stöck (Deutschland) 16,33 Meter 2. Kreek (Estland) 16,26 Meter, 3. Groß-Fengels (Deutschland) 14,79 Meter, 4. Dr. Luh (Deutschland) 14,72 Meter.

Studentinnen: 100 Meter: Wendel

(Deutschland) 12,4, 2. Dempe (Deutschland) 12,6, 3 Langerbeck (Deutschland) 13,1, 4. Hamas (Ungarn) 4X100-Meter-Staffel: 1. Deutschland A (Langerbeck, Dempe, Wendel, Dies) 49,0, 2. Deutsch­land B 50,5. Diskuswerfen: 1. Schönfeld (Deutschland) 37,43 Meter, 2. Wittmann (Deutsch­land) 36,51 Meter, 3. Schulte (Deutschland) 35,07

Wirtschaft.

Guter Beginn

der Leipziger Herbstmesse.

Die Leipziger Herbstmesse ist programmgemäß am 6)-nntag eröffnet worden. Wenn man die 22 Treffe« pläfte durchgeht, fo kann man feststellen, daß der jbfetc Teü der Lieferfirmen, auch aus dem Aus- Icnbe, feine Zusagen auf eine ausreichende Be- Iciickung der Messe eingehalten hat. Nach der vor- loufigen messeamtlichen Zählung sind 6254 Aussteller- : bjien gemietet worden, das sind rund 5 v. H. mehr im Herbst vorigen Jahres. Etwa ebenso hoch ist bn Zuwachs an belegter Ausstellungsfläche, die heute nshr als 101 000 qm ausmacht. Eine besondere Er- t^iterung hat die Textil- und Bekleidungsmesse er« toren. Dom Ausland nehmen 11 Länder als Aus- tJIer teil. Es sind dies rund 100 Einzelfirmen aus talien, Rumänien, Ungarn, Großbritannien, Jugo- Ilcwien, Griechenland und das Protektorat; mit Ge- niinfchaftsausstellungen sind Aegypten, Luxemburg, ki Niederlande, Böhmen und Mähren, das Jnter- icrionale Wollkomitee und die Südafrikanische Union ir treten.

Ausdruck des Wehrwittens der jungen Generation"

Baldur von Gchirach bei den deutschen Iugend-Meisterschasten.

hatten die Sachsen nickst viel zu bestellen. Sie ver­loren schließlich klar Mit 7:17.

Bei den Endkämpfen im Schwimmen wurden wiederum einige Ergebnisse erzielt, die sich neben denen unserer Meisterklasse durchaus sehen lassen können:

100 Meter Kraul HI.: 1. Sobotta (Schle- sien)l:02,4, 2. Müller (Spandau) 1:02,6, 3. Pfeifer (Leipzig) 1:03,1. 1 00 Meter Rücken HI.: 1. »irr (Berlin) 1:12,5, 2. Rose (Westfalen) 1:13,6, 3. Weingärtner (München) und Lindner (Koblenz) 1:14,8. 200 Meter Brust HI.: 1. Rogalski (Elbing) 2:50, 2. Gold (Erfurt) 2:50,1, 3. Viebahn (Gummersbach) 2:55. Lagenstaffel H I. 1. Berlin II 5:16,1, 2. Berlin \ 5:16,9, 3. Mittelelbe 5:19. Wasserball-Endspiel: Westfalen Berlin 5:2 (1:0); um den dritten Platz: Düssel­dorf Mittelelbe 6:5 (4:2); um den fünften Platz: Schlesien Württemberg 1:0 (0:0).

Gefamtwertung der Gebiete: 1. Ber­lin 126, 2. Westfalen 53, 3. Sachsen 48, 4. Mittel- elbe 45 Punkte.

BDM. 100 Meter Kraul: 1. Inge Schmitz (Spandau) 1:13,9, 2. Weber (Bayreuth) 1:17,3, 3. Schapitz (Dessau) 1:17,5. 100 Meter Rücken: 1. Weber (Bayreuth) 1:22,5, 2. Heins (Magdeburg) 1:25,5, 3. Hinz (Berlin) 1:26, 200 Meter Brust: 1. Inge Schmidt (Hamburg) 3:06,5, 2. Kappel (Gladbach) 3:07,5, 3. Pichaida (Duisburg) 3:12,9. 3X100 Meter Kraul: 1. Berlin 3:52,4, 2. Mittelelbe 3:54,2, 3. Hamburg 4:00. 3 X200 Meter Brust: 1. Düsseldorf 9:50,5, 2. West­falen 10:00,1, 3. Hamburg 10:06,2.

Gesamtwertung der Obergaue: 1. Berlin 62 P., 2. Hamburg 49 P., 3. Westfalen 40 P., 4. Mittelelbe 29 Punkte.

Württembergs Handballer siegten.

Mit größtem Einsatz wurde bei den noch aus- stehenden Endspielen im Hockey, Fußball und Hand­ball gekämpft. Die Entscheidung im Handball­turnier fiel erst in der verlängerten Spielzeit. Württemberg führte im Kampf gegen Sachsen bei der Pause noch 3:1, mußte sich aber noch den Aus­gleich mit 3:3 gefallen lassen. In der Verlängerung kam Württemberg zum entscheidenden Treffer und damit zum 4:3-Sieg. Nachdem im Fußball bereits am Samstag das Endspiel den Sieg von Ruhr-Nieder- rhein ergeben hatte, siegte am Sonntag in der Trostrunde Berlin mit 6:3 (0:2) über das Gebiet Hochland. Im Hockey-Endspiel gewann Ber­lin mit 3:1 (0:1) über Düsseldorf. Bei den Mädel blieb Mittelelbtz mit 1:0 (0:0) über Pommern er­folgreich. Bei den Jungen behauptete sich im Kampf um den dritten Platz das Gebiet Hochland 3:2 (3:0)

Bei den Studenten-Weltspielen in Wien fielen am Samstag weitere Entscheidungen in den leicht- ~ gespannt war man uui weil .... Kugelstoßen zwischen Ger­

hard Stock und dem estnischen Eruropamelster Arnold Kreek. Stöck, der sich in einer sehr be­ständigen Form befindet, siegte mit 16,33 Meter vor Kreek mit 16,26 Meter. Der Italiener G o - nelli gewann die 200 Meter in 21,8 Sekunden. Hier kam Köster (Deutschland) mit 22,4 auf den vierten Platz. Auch über 400 Meter gab es durch Missoni in 48,0 einen italienischen Sieg. Die Deutschen Helm und Rinck sicherten sich die nächsten Plätze. Fellers mann (Deutschland) brachte die 5000 Meter in 10:10,6 an sich, lieber 400 Meter Hürden belegten mit Mayr (54,0) und Darr (54 5) zwei deutsche Studenten die ersten Platze. Im Hochsprunq mußte sich der frühere deutsche Meister Weinkötz (1,85 Meter) hinter dem Schwe­den Persson (1,90 Meter) mit drei weiteren Teilnehmern mit dem zweiten Platz begnügen. Mit der ausgezeichneten Leistung von 4,10 Meter wurde unser Rekordmann im Stabhochspringen Glötzner Meister Bei den Studentinnen fielen am Samstag alle Titel an Deutschland. Die 100 Meter gewann Wendel, die bereits auch über 200 m gesiegt hatte, in 12 4 Sekunden, das Diskuswerfen Schönfeld mit 37,43 Meter. In der 4X100-Meter-Staftel schlug die deutsche A-Mannschast unsere zweite Vertretung in 49 Sekunden. Die Ergebnisse:

Studenten: 200 Meter: 1. Gonelli

Italien (21,8), 2. Dr. Sir (Ungarn) 21,9, 3. Bianci (Italien) 22,0. 4. Köster (Deutschland) 22,4. 5. Hed- seldt (Schweden); 400 Meter: 1. Missoni (Ita­lien) 48,0, 2. Helm (Deutschland) 48,2, 3. Rinck (Deutschland) 48,5, 4. Ferrasutti (Italien) 48,6, 5. Edfeldt (Schweden) 48,9, 6. Wieland (Deut chland) 49 i- 5 0 0 0 Meter: 1. Fellersmann (Deutschland) 15:10,6, 2. Csaplar (Ungarn) 15:10,8, 3. Lindstedt (Schweden) 15:28,6; 4. Ohm (Deutschland) 15:33,8; 400 Meter Hürden: 1. Mayr (Deutschland)

Atemzug einstehen wollen für unser deutsches Volk und Reich."

Nach den leichtathletischen Endkämpfen, die in ganz kurzer Zeit abgewickelt wurden, verließ der Reichsjugendführer das Stadion, um nach Berlin zurückzufahren. Die Jungen und Mädel aber be­gaben sich in mustergültiger Ordnung auf ihre Stellplätze, um die Rückreise in ihre Heimat an- zutreten. Sonderzüge und Entlastungszüge sind bereitgestellt worden, so daß alle Teilnehmer der Chemnitzer Meisterschaften noch am Sonntag oder in der Nacht zum Montag ihre Heimatorte er­reichen können.

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Zrankfurt a. M., 26. Aug. An der Wochen- hußbörse herrschte angesichts der politischen Lage caiierfte Zurückhaltung. Der Aktien m a r Et er3 cjfnete uneinheitlich und brachte infolge der 3yja15 fglieit der Aufträge teilweise starke Ausschlage, vchrend die durchschnittlichen Veränderungen etwa

1 v. H. lagen. Das Geschäft hatte nur kleinsten irfang. Sehr fest lagen von Braunkohlenwerten ssDinbraun mit 230,40 (226), auch Ilse Genuß M v. H. höher mit 136. Am Elektromarkt stiegen xiudert auf 177,25 (174,50), dagegen AEG- 116,2o 111:56,75). Montanwerte verkehrten überwiegend ! u Realisationen hin schwächer; Verein. Stahl M0 (99,50), Hoesch 105,50 (106,65), Buderus 97

(97,75), SauMütte 20,25 (21,13), Mannesmann um) 104,75. IG.-Farben befestigen sich um 1,50 n. 5). auf 154,50, Scheideanstalt (prangen um 5 v,H. auf 210 rat. Sonst kamen zunächst Berger Tief- bau mit 149 (147), Zellstoff Waldhof mtf 110,40 (109), Junghans mit 94,50 (93) anderseits Bem- berg mit 131 (132,25) und Rh-inmetall mit 119 ^Dei^Re^t^nmarkt war ebenfalls uneinheit- lich, jedoch eher fchwächer. In «ßrantomren und Staatspapieren wurde las Mngebot bet uiw. Kur­sen aufgenamfnen. Reichsaltbesitz waren 20 hoher mit 131,90, dagegen Reichsbahn-VA. 122,13 (122 40) und im Freioerkehr Steuergutfcheme I 98,35 bi- 98,40 (98,80). JnduMe-Obligationen neig, ten eher zur Schwäche, 5-v. H.-Hoesch 98,50 (99), ebenso bröckelten Liquidationspfandbriefe eine Klei­nigkeit ab, während Stadtanlechen unverändert ^Jrn^Verlaufe war die Haltung am A.ktien- markt überwiegend schwächer. IG.-Farben 153 2d nach 154,50, Mannesmann 104,25 nach 104,75, Laurahütte 19 nach 20,25, AEG. 116 nach 116,25 Auch für die übrigen Papiere nannte man meist 0,25 bis 0,75 v. H. niedrigere Kurse gegenüber dem Anfang. Bei den später notierten Werten hielten sich die Schwankungen nreist innethalb eines Pro­zentes, sehr fest Kali Salzdetfurch nut 153 (148,50).

Der Freiverkehr war ohne Geschäft. Tages­geld wurde auf 2,50 (2,25) v. H. erhöht

llOsSlefepdüröen in 14,2.

Aus der Kampfbahn gab es ausgezeichnete Lei­stungen der Leichtathleten. Dabei ist allerdings zu berücksichttgen, daß bei den Laufwettbewerben star­ker Gegenwind herrschte und so die Zeiten der Vor- unb Zwischenläufe nicht ganz erreicht wurden. Aus der Fülle der hervorragenden und für die Zukunft vielversprechenden Ergebnisse ist vor allem die Zeit von 14,2 Sekunden für die 110-Meter-Hürden des Aacheners Hendrichs herauszuheben. Es darf aber nicht vergessen werden, daß die HI. über Jugend- Hürden muß, die niedriger sind als die der Män­ner. Auch die Wurf? und Stoßgeräte sind natürlich den Kräften der Jugend angepaßt und entsprechend leichter. Sehr beachtlich ist auch die Zeit von Feine (Niedersachsen) über 800 Meter mit 1:58,3 und für die wehrsportliche Durchbildung legt der Keulen­weitwurf des Westfalen Sttacke mit 85,05 Meter beredtes Zeugnis ab.

Müller über 100 Meter in 10,9.

Als bester Sprinter erwies sich MMer (Hessen- Nassau), der über 100 Meter in 10,9 vor Stürzen­hofecker (Franken) in 11 Sekunden siegte. Müller hatte allerdings schon im Zwischenlauf bei besseren Bedingungen die hervorragende Zeit von 10,5 Se­kunden erreicht!

Ergebnisse der Leichtathletik.

HI., 100 m: 1. Müller (Hessen-Nassau) 10,9; 2. Stürzenhofecker (Franken) 11; 3. Licha (Franken) 11,1. 400 m : 1. Schwenke (Dessau) 50,2; 2. Döb­ler (Hessen-Nassau) 50,9; 3. Kiesling (Sachsen) 51,6. 11 0 - m - Hürden: 1. Hendrichs (Aachen) 14,2; 2. Kleine (Sachsen) 14,8; 3. Stenglin (Hochland) 15,1. 800 m: Feine (Niedersachsen) 1:58,3; 2. Kaethner (Düsseldorf) 1:58,5; 3. Kolp (Hessen- Nassau) 1:59. 4 X 100 m: 1. Sachsen 43,2; 2. Hessen-Nassau 43,5; 3. Berlin 43,8. 10 X 200 m: 1. Sachsen; 2. Hessen-Nassau; 3. Düsseldorf. Hoch­sprung : 1. Munding (Hessen-Nassau) 1,82; 2. Koppen-wallner (Hochland) 1,75; 3. Hertinger (Thüringen) 1,75. Dreisprung: 1. Schwenke (Dessau) 14,33, 2. Gleim (Hessen-Nassau) 13,60; 3. Kohlhoff (Berkin) 13,57. Weitsprung: 1. Schmid (Württemberg) 6,64; 2. Höfken (West­mark) 6,63; 3. Kreulich (Westfalen) 6,60. Kugel: 1. Himmelsdorfer (Hochland) 15,06; 2. Hahn (Fran­ken) 14,20; 3. Bierling (Hochland) 14,07. Keulen­weit w e r f e n : 1. Stracke (Westfalen) 85,05; 2. Krauß (Mittelelbe) 77,78; 3. Sieder (Württem­berg) 77,76. Speerwerfen: 1. Stracke (West­falen) 57,94; 2. Apenberg (Niedersachsen) 57,21; 3. Köschel (Schlesien) 56,75.

BDM., 100 m : 1. Hothum (Schwaben) 12,4; 2. Ehr. Schulze (Westfalen) 12,4; 3. Kirchhoff (Kur­hessen) 12,5. 80-m-Hürden: 1. Hothum (Schwaben) 12,1; 2. Roth (Berlin) 12,5; 3. Wemann (Niedersachsen) 13,2. 4X100 m: 1. Schlesien 501; 2. Hamburg 50,9; 3. Berlin 51,2. Weit­sprung: 1. Ehr. Schulz (Westfalen) 5,51; 2. Ner- lich (Schlesien) 5,38; 3. Burggraf (Hessen-Nassau) 5 21. Speerwerfen: 1. Schade (Mittelelbe) 42,10; 2. Steinheuer (Westmark) 38,34; 3. BöMng- haus (Düsseldorf) 36,36.

Mittelelbe Sieger im Handball.

Im Endspiel des Handball-Turnier der HI. stan­den sich die Gebiete Mittelelbe und Sachsen gegen­über. Schon bei Halbzeit führte die Elf von Mit- telelbe überlegen mit 9:4. Auch nach dem Wechsel

Kaninchen,uchtverein Gießen.

ImBurghof" fand eine Mitgliederversammlung bir Ortsgruppe Gießen des Kaninchenzuchtoereins ft:tt. Der Vorsitzende Ludwig Kreiling berichtete feer die Ergebnisse der letzten Kreisschulungs- tc]ung. Er wies besonders auf die Bedeutung der Mitarbeit der Frau und der Kinder in der Ka- sinchenzucht hin. In diesem Zusammenhang be- ttite er auch die Notwendigkeit des Zusammen- tilusses aller Kaninchenhalter und Züchter, um eine Zeitliche Zuchtrichtung zu erreichen, die die Ge- ivihr dafür bietet, daß die Tierhaltung vermehrt uni) dcs wirtschaftseigene Futter restlos verwendet wird.

Gondergerichi in Gießen.

Meter.

Deutsche Siege im Ludern.

Auch bei den Ruderwettkämpfen hatten die deut­schen Studenten schöne Erfolge. Deutschland sicherte sich in den sieben Wettbewerben drei Siege und drei zweite Plätze und siegte auch in der Nationen­wertung mit 4% Punkten vor Italien mit 3/i und Ungarn mit einem Punkt. Die Ergebnisse:

Vierer m. St.: 1 Deutschland 7:15,2; 2. Italien 7:20,0. Zweier o. St.: 1. Ungarn (Kovacz, Farkas) 7:51,4; 2. Deutschland (Lehmann, Kötschmann) 7:51,5; 3. Italien (Grittani, Fontana) 8:03,6. Einer: 1. Italien (Steinleitner) 7:45,4; 2. Deutschland (Broock-

(Württemberg) 44,89 m, 2. Kölling (Düsseldorf) 42,89, ; 3. Kirstein (Düsseldorf) 42,62.

BDM., Hochsprung: 1. Eckelt (Hochland) 1,51, 2. Schikora (Mittelelbe) 1,48, 3. Bernhardt ' (Hesse-n-Nassau) 1,45 m; Kugel st oßen: 1. Un- bescheid (Baden) 12,06 m, 2. Wetzlar (Württemberg) . 11,74, 3. Meyer (Berlin) 11,55 m; Diskuswer- en: 1. Jard (Köln-Aachen) 38,46, 2. Bergmann (Schlesien) 32,89, 3. Sommer (Ostland) 32,50 m.

Ausgezeichnete Schwimmer.

Auch im Schwimmsport hat die Jugend den An- chluß an unsere Spitzenkönner erreicht. Das be­wiesen vor allem der Sieg des Stettiner Laskowski über 100-m-Brust Mit 1:13,2 und der Erfolg des deutsche-n Meisters KöNinger (Magdeburg) über 200-m-Kraul in 2:20 Minuten. Ergebnisse:

200-m-Kr aul: 1. Köninger (Mittelelbe) 2:20, 2. Laskowski (Pommern) 2:24,4, 3. Birr (Berlin) 2:25,9; 1 0 0 - m - Brust: 1. Laskowski (Pommern) 1:13,2 2. Rogatzky (Osttand) 1:13,4, 3. Glawe (Düs­seldorf) 1:14,2; Turmspringen: 1. Föckel (Sachsen) 60,75 P., 2. Düwel (Niedersachsen) 56,45, 3. Januschka (Westfalen) 52,85 m; 4X100 m: 1. Berlin 4:15,6, 2. Schlesien 4:20,4, 3. Sachsen 4:22,6; 100-m-Brust (B D M.): 1. Mettko (Wien) 1:27,2, 2. Pichaida (Ruhr-Niederchein) 1:29^, 3. Krauthoff (Westfalen) 1:31,6; Wasser­ball, um den 5. Platz Schlesien Württemberg 1:0 (0:0).

Wieder Nuhr - Niederrhein im Fußball

Im Fußball siel der Sieg wieder an die Elf von Ruhr-Niederrhe'in mit ihren tüchtigen Spielern aus Duisburg und Hamborn. Diesmal mußte sich Westfalen im Endspiel mit 2:0 (0:0) geschlagen geben. In der Trostrunde trennten sich Hochland und Wien 3:3 (0:1), doch kam das Hochland durch Los ins Endspiel.

Im Handball errang Mecklenburg den dritten Platz durch einen 9:8 (3:6)-Sieg über das Hochland. Im Trostspiel bei den Mädels konnte Kärnten 7:5 (3:3) über Westfalen siegreich sein. Im H o ck e y erreichte Berlin durch einen 2:1-Sieg, der erst in der Verlängerung erfttitten wurde, das Endspiel, für das sich Düsseldorf bereits qualifiziert hat. In der Trostrunde schlug Württemberg die Mannschaft von Wien 1:0 (0:0).

Gies und Günther im Endspiel.

Die Leistungen im Tennis befriedigten nicht auf der ganzen Linie. An der Schulung des Nach­wuchses muß noch gearbeitet werden, um den Uebergang zur Meisterklasse vorzuberetten. Im HJ.- Einzel setzten sich der Dorjahrsmeister Gies (Köln- Aachen) und Güncher (Hessen-Nassau) durch. Die übeigen Endspielpartner: H I. - D o p p e l: Jörger- Lutz (Saarpfalz) Günther-Schmitz (Hessen-Nassau); B D M. - E i n z e l: Fuchs (Beelin) Hartelt (Schlesien); BDM.-Doppel: Bahre-Schwartz (Berlin) Fuchs-Surön (Berlin).

*

Bei der großen Schlußveranstaltung der Deut­schen Jugendmeisterschaften war die mit den Fahnen des Reiches und der deutschen Jugend prächtig ge­schmückte Chemnitzer Großkampfbahn mit 50 000 Hitler-Jungen und Mädel überfüllt. Als der Reichs- juqendführer Baldur von Schirach m Begleitung von Obergebietsführer Dr. Schlünder sowie zahl­reichen Ehrengästen aus Partei, Staat und Weh^ macht im Stadion er schien, wurde er stürmisch begrüßt. In einer Ansprache rief Baldur v o n Schirach den gespannt und freudig lauschenden Jungen und Mädel zu:

Euere Meisterschaften unterscheiden sich grund- ' sätzlich von ähnlichen Veranstaltungen vergangener ' Jahrzehnte. Die Leibesübungen sind Bestandteil ' der allgemeinen Ertüchtigung der Nation und damit : auch Ausdruck des Wehrwillens der jungen Gene-

E. St. aus Gießen, zur Zeit in Untersuchungs- hcft, ist beschuldigt, im April d. I. in Gießen ge­istige hetzerische Reden, die geeignet waren, das Aisehen führenden Persönlichkeiten des Reichs zu sxodigen, geführt zu haben. Der Angeklagte wollte Lnen beleidigenden Aeußerungen eine andere Auslegung geben, er wurde aber durch die Be- Misaufnahme überführt. Der Sachverständige de- schneie den Angeklagten als einen haltlosen, llllensschwachen Menschen, als einen erblich be- n;. leteten Trinker, der bereits längere Zeit in einer {ofo rinkerheilanstalt untergebracht gewesen fei, bei l.L diw aber keine Maßnahme eine Besserung herbei- g oj> fören könne. Er führte weiter aus, wenn der An- M Magte angetrunten sei, sei er vermindert zurech- >rT nmgsfähig, in der Volltrunkenheit sei er nicht zu- i urt vhnungsfähig. Der Sachverständige hält die Unter« br.ngung in einer Heil- ober Pflegeanstalt für er« 8 fberlich. Der Anklagevertreter beantragt, den An- , plagten zu einer Gefängnisstrafe von 6 Monaten r verurteilen und seine Unterbringung in einer j Hil« oder Pflegeanstalt anzuordnen. Der Ange- ifck ki:gte wurde wegen Vergehens gegen das Heim«

i ; ttkengesetz zu einer Gefängnisstrafe von 4 Mo-

p? nien, unter Anrechnung von 2 Monaten der er« Irenen Untersuchungshaft verurteilt und gemäß §i2b StGB, seine Unterbringung in einer Heil­er Pflegeanstalt angeordnet.

Dem Angeklagten wurde der Schutz des § 51II (GB. zugebilligt. Die Unterbringung in einer oder Pflegeanstalt wurde angeordnet, weil der BigeElagte immer wieder in sein altes Uebel zu- kckgefallen ist und bereits ohne Erfolg in einer Linkerheilanstalt untergebracht war.

Hervorragende Leistungen, die alle Erwartun­gen übertrafen, bot unsere junge Leichtathletikgarde bei den deutschen Jugendmeisterschaften am Sams­tag in Chemnitz. Ganz überragend waren die Zeiten in den Läufen, die einen Vergleich mit den Leistun­gen der Spitzenklasse wohl aushalten können. In den Varläufen über 100 m waren 21 Hitler jungen die Zeit von genau 11 Sekunden gelaufen, und in den Zwischen-Entscheidungen blieben 13 Jungen so­gar unter 11 Sekunden. Im 110-m-Hürdenlauf er­reichte der Schnellste 14,5 Sekunden, und auch die Zeit von 43 Sekunden für die 4X100-m-Staffel kann sich wirklich sehen lassen. Vier Entscheidungen gab es am Samstag bei der HI., drei beim BDM. Die Ergebnisse der Entscheidungen:

HI., Fünfkampf (100 m, Hochsprung, Weit- pruna, Kugelstoßen, Keulenwerfen: 1. Koppenwall- ner (Hochland) 5035 P., 2. Seyer (Nordmark) 4813,5, 3. Becker (Mittelland) 4803,5 P. 15 0 0 m : 1. Gichner (Westfalen) 4:09,6, 2. Hicke (Sachsen) 4:10, 3. Wollner (Mittelland) 4:10,8;