irr.200 Zweites Blatt
Montag. 28. August MO
Gießener Anzeiger sGeneral-Anzeiger für Oberhessen)
b
Togal ist hervorragend bewahrt bei
Rudolf Heß antwortet Chamberlain
Nerven- und Kopfschmerz
Rheuma
Ischias
Ehrungen am Tage von Tannenberg.
Lharakterverleihungen und Beförderungen in Heer, Marine und Lustwaffe.
fügung."
Die Mitarbeit an der Zeitung war Ehrensache. Mancher lieferte einen Beitrag, ohne zu wissen, daß ihm ein kleines Kunstwerk gelang. Nicht wenige ®e= dichte, deren Verfasser unbekannt sind, gehen noch heute von Mund zu Mund. Aber man findet auch viele Namen, die schon damals weiteren Kreisen geläufig waren. Dichter und Maler, die im feldgrauen Rock nichts weiter sein wollten als Kamerad unter Kameraden. Dieser Kameradschaftsgeist, der uns in den Schützengrabenzeitungen entgegentritt macht sie Adolf Ness,
die Oberstleutnante Stuhldreer, Schöneich, Lichtenberger, Neusser, Jakoby, Beith, von Witzendorff, Anton, Heinrich XXXVII. Prinz Reuß, Preu, Dr. Sartori, Nitka, Kutzleb, Stein, Braumüller. Zum Oberstarzt der Oberfeldarzt Dr. Kritzler-Kosch.
Mit Wirkung vom 31. Juli 1939 scheidet aus dem Wehrmachtsbeamtenverhältnis aus und wird mit dem 1. August 1939 in der Luftwaffe (Flieger-
Lharaklerverleihungen.
Berlin, 27. Aug. Aus Anlaß des 25. Jahres-
Gr a z, 26. Aug. (DNB.) Die 7. Reichstagung der Ausländsdeutschen wurde am Freitagabend mit einer Kundgebung eröffnet, in deren Mittelpunkt eine Rede des Stellvertreters des Führers, Reichsminister Rudolf Heß, stand. Er unterstrich die beispiellose Langmut, die Deutschland Polen gegenüber an den Tag gelegt habe, und erinnerte an das großzügige Angebot des Führers, das den Frieden zwischen Deutschland und Polen gesichert hätte. Ein Angebot, das Herr Chamberlain vergessen zu haben scheint. Denn er sagt, er habe nichts davon gehört, daß Deutschland versucht hätte, gewisse heute akute Fragen durch friedliche Erörterungen zu lösen. — Was war denn das deutsche Angebot anderes als dieser Versuch?
„Der V e r a n l w o r l l i ch e für die Mn- veranlwortlichkeit Polens ist England." „Und wenn der englische INinisierpräsidenl", so rief Rudolf heß aus, „von angeblichen Mißhandlungen" in Polen lebender Deutscher spricht, wenn er es auffallend findet, daß diese Behauptung starke Aehnlichkeit mit ähnlichen Behauptungen im vergangenen Jahr hatte, so können wir nur fesistellen: die Haltung Englands hat in diesem Jahre auch eine starke Aehnlichkeit mit seiner Haltung lm vergangenen Jahre! Und die Haltung wurde in diesem Jahre wie im vergangenen Jahre als Freibriefe aufgefaht, Deutsche, die unter fremdem Volkstum leben, zu mißhandeln, ihres hob und Gutes zu berauben, aus dem Lande zu verjagen. Gehen Sie hin, Herr Chamberlain, i n die Flüchtlingslager, und Sie werden mit eigenen Augen sehen und mit eigenen Ohren hören: Es handelt sich nicht nur um „angebliche" Mißhandlungen, es handelt sich um grausame Wirklichkeit! Es fließt Blut, Herr Lhamberlain. Es gibt Tote, unschuldige Menschen sterben. Sie können sich davon überzeugen. Sie werden dann noch mehr begreifen, was Sie in Ihrer Rede zum Ausdruck brachten, daß nichts in einem Lande so viel Empörung hervorzurufen
Zeitschriften.
— Eine farbige Reproduktion von besonderer Vollendung leitet das Augustheft der im Verlag F. Druckmann, München, erscheinenden Monatsschrift „Die Kun st" ein. Es handelt sich um den, einem Flügel des Weltgepichtaltares von Stephan Lochner entnommenen Ausschnitt „Die hl: Katharina", in dem die Persönlichkeit des Meisters in seltsam verklärter Harmonie in Erscheinung tritt. In einem Aufsatz „lieber das Meer und die Malerei" zeigt Curt Hohoff, wie sich gerade in der Darstellung des Meeres die Kunst der Malerei in den Jahrhunderten gewandelt und entwickelt hat. Charakteristische Bilder führen über Brueghel, Ruysdael, Caspar David Friedrich schließlich zu Manet und Courbet. Erfrischend in ihrem sicheren Einklang mit der Natur wirken „Max Pechsteins neue Landschaften", die Fritz Hellwag bespricht. Mostra Leonardo da Vinci, die große Mailänder Ausstellung gibt Gelegenheit, des großen italienischen Meisters zu gedenken. Das Heft bringt Be- jchreibung eines Hofes in der Heide von Architekt Benfel-Kamps-Amsinck. Rolf Spörhase erläutert die dem Bauwerk zugrundeliegende Idee, ein bodenständiges Gutshaus zu schaffen, das allen Bedürfnissen der Landwirtschaft gerecht wird, aber zugleich alle Einrichtungen aufweist, die ein Städter nicht entbehren kann.
In München-Biederstein hat Architekt Dieter Sattler das Muster eines organisch gebauten Hauses geschaffen, das für die zeitgemäße und wohnliche Bauweise beispielhaft ist. Die Abbildungen von bayerischen Bauernmöbeln zeigen die Liebe und alle freundliche Kultur, mit der immer schon dieser volkstümliche Hausrat hergestellt wurde. Künstler-Anekdoten, eine kleine Plauderei „Kunst und Geschmack" von Sigismund von Radecki, sowie der Nachrichtenteil beschließen das Heft.
Hochschulnachnchten.
Der nb. ao. Professor der Musikwissenschaft an der Universität Marburg, Dr. phil. Herbert Birt - ner, als Leiter der Landschaftsstelle für Musik in Kurhessen und als Stellenverwalter in Marburg in Dingen, die für das Erbe deutscher Musik und die Musikforschung in Marburg und Kurhessen betreffen, wurde zum ordentlichen Mitglied des Staatlichen Instituts für deutsche Musikforschung in Berlin ernannt.
Die Grenze für die Entpflichtung des ordentlichen Professors D. Dr. phil. h. c. German Bestel - meyer, Ordinarius für Baukunst an der Tech- nischen Hochschule München, ist bis zum Ende des Sommersemesters 1940 hinausgeschoben worden.
vermag, als die Mißhandlungen eigener Volksgenossen im einem anderen Lande." Verantwortlich aber dafür sei England, das von Frieden rede und zum Kriege schüre. England, das alle Vorschläge des Führers für den Frieden in all den Jahren abgelehnt habe. Es habe diese Vorschläge nicht nur abgelehnt, sondern vor und nach dem Münchener Abkommen eine Bedrohung Deutschlands durch Aufrüstung der Tschecho-Slowakei geschaffen. Als der Führer diesen Brandherd beseitigt hatte, habe England Polen bewogen, den Friedensoorschlag des Führers nicht anzunehmen und als neue Bedrohung Deutschlands von Osten her in Erscheinung zu treten. „Je mehr Gründe England hinausschreit, seine Feindseligkeit gegen Deutschland zu begründen, destoweniger glauben wir ihm. Es gibt nur einen wirklichen Grund: Juden und Freimaurer wollen den Kriea gegen dieses verhaßte Deutschland, gegen dieses Deutschland, indem sie ihre Macht verloren haben." Trotz aller Bemühungen Englands sei es ihm nicht gelungen, Sowjet rußland dazu zu bringen, die Einkreisung der Aggressoren zu vervollständigen. Deutschland und Sowjetrußland haben mit ihrem Nicht- angrisfs- und Konsultationspakt ihren Beitrag geleistet für den Frieden der Welt. Wir Deutsche, so schloß der Stellvertreter des Führers seine mit großer Begeisterung aufgenommene Ansprache, blicken ruhigen und festen Mutes in die Zukunft, was sie uns auch bringen möge! Im vergangenen Jahre war alles, was kam an Gutem oder Bösem, notwendig für das Leben und für den Aufstieg unseres Volkes. Und wir haben den Glauben, daß es auch künftig so ist. Wir wissen, daß alles, was gegen das neue Deutsch-, land und seinen Führer unternommen wurde, s i ch" irnrnerauswirkte für das neueDeutsch- land und für den Führer. Es wird auch künftig so sein, denn wir haben den Glauben, daß der Höchste mit Deutschland ist und seiner gerechten Sache. Denn wir haben den Glauben, daß der Höchste uns den Führer gesandt hat zur Rettung aus tiefster Not. Indern wir zum Führer stehen, erfüllen wir den Willen dessen, der uns denFührer gesandt hat. Wir Deutsche: Wir stehen zur Fahne des Führers — komme, was da wolle!"
M -1.24 trüallen Apotheken
fen, von Sulmuth, Hansen, Brandt (Fritz): zu Generalmajoren: die Obersten ©eihier, Tho- fern, Stemmermann, Moser, Boysen, Wittle, Rommel, von Rothkirch, Panthen (Friedrich Wilhelm); zu Obersten: die Oberstleutnante Dipl-Jng. Hünermann, Sieler, Nagel, von Heydebrand und der Lasa (Hans Christoph), Wuthmann, Thomfchki, v. Ravenstein, Krause (Johannes), Melchert, Schilling (Walter), von Czettritz und Neuhaus (Konrad), von Köckritz, Dipl.-Jn-g. Schlemmer, Brehmer, Lanz, Doch (Viktor), Forst (Werner), von Rost, Praun, Din ter, Schlüter, Philipp (Ernst), Hupfeld, Ringe, Heim, Richter (Wilhelm), Fischer (Hermann), Kei- per, Diener, Wisselinck, Dürrstein, Harteneck, Herr, von Neindorff, Elster, Lebsanft, Hofmann (Ludwig), Schuck, Ziermann, von Heftels, Lobinger, Bisle, Freiherr von Waldenfels (Egon), Ranft (Albert), Laurent; zu Oberstärzten: die Oberfeldärzte Dr. Beckmann, Dr. Böhm (Werner), Dr. Bauer; zu Oberstveterinären: die Oberfeldveterinäre Dr. Ebner, Professor Dr. Eberbeck.
Mit Wirkung vom 27. August 1939 werden befördert: Zu Konteradmiralen die Kapitäne z. S. von Heimburg, Reichskriegsgericht, Kaufe, Inspekteur d. Marineartilleriezeugämter, Riedl, Chef der Stabsabteilung des Marinewaffenamtes; zu Kapitänen zur See: die Fregattenkapitäne Leithäuser, Kratzenberg, von Montigny, Weiß, Gumprich (Rolf), Böhmer, Lessen, Dr. Henrici; zu Kapitänen zur See (Jng.): die Fregattenkapitäne (Jng.) Weber (Carl), Vuchwald, Dipl.-Jng. Zapf; zum Flottenarzt den
fierte General der Flieger Thomsen; zum General der Flakartillerie: der Generalleutnant Hirschbauer; zu Generalleutnanten: die Generalmajore: Mayer, Wolff, Zenetti; zu Generalmajoren die Obersten: Spieß, von Renz, Richter, Lindner; zu Generalärzten die Oberstabsärzte: Dr. Neumüller, Dr. Blaul. Mit Wirkung vom 1. Mai 1939 werden befördert zu Obersten der Oberstleutnant des Generalstabes Driplo, Jng. Bassenge; die Oberstleutnantes Wichardt, Stahl, Stöckel, Dipl.-Jng. Merz; der Oberstleutnant des Generalstabes Dr. Ziervogel;
Rauch, von Cranach (Elimar), von Keizer (Riche- rad), Keller (Viktor), Schering (Werner), Möller (Richard), Schwab (Adolf), von «Egidy (Ralph), Becker (Friedrich), Gruson (Ernst), von Huth (Friedrich Franz), Rochenbücher (Moritz), von Pirscher (Friedrich); der charakterisierte Oberst z. V. Barten- werffer (Gustav); der charakterisierte Oberstleutnant a. D. Graf Hamilton.
Als O d e r st: Die Oberstleutnante a. D. Brunz (Friedrich), Kaulbach (Georg), Freiherr von Wedekind (Fritz), Drechsel (Hermann), Hauß (Ludwig); der Oberstleutnant im Ruhestand Sonnewend; die charakterisierten Oberstleutnante a. D. Hammacher (Ernst), von Quednow (Kurt-Moritz), Brinckmann (Friedrich), Brückner (Erich), Clausius (Max), Dr. von Delius (Walter), von Harder (Georg), Kewisch (Erich), von Kretschmann (Ernst), Milisch (Leopold), Müller (Otto), Roosen (Bernd), Heym (Hubert), Koch (Otto), Baader (Paul), von Langsdorfs (Julius), von Schnizer (Emil), Pfafferott (Clemens), von Bock (Franz-Karl), Caracciola-Delbrück, von Kranold (Georg), Otto (Martin), Linke (Wilhelm), von Drigalski (Hans), von Kietzell (Karl), Freiherr von Schimmelmann (Ernst Adolph Alfons), von Dit- furth (Wilhelm), Woltersdorff (Siegfried), Barth (Josef); die Oberstleutnante z. V. Gösch (Martin), Matthiaß (Robert), von Wulfsen (Gustav-Adolf).
Es erhalten den Charakter: Als Generaloberstabsarzt der Obergeneralarzt a. D. Exz. Professor Dr. von Kern; als Generalstabsarzt der Obergeneralarzt a. D. Dr. Thile; als Generalarzt der charakterisierte Oberstarzt z. V. Dr. Hamann, der Generalarzt a. D. Dr. von Heuh, der Generalarzt ä la suite Ministerialrat a. D. Dr. von Scheurlen; als Oberstarzt die Generaloberärzte a. D. Professor Dr. Kleine, Professor Dr. Otto; die charakterisierten Oberleutnants z. V. Graf zu Eulenburg-Wicken (Siegfried), Müller (Rudolf).
Kriegsmarine:
a) Aktive Offiziere. Als Konteradmiral der Kapitän z. S. Walther (Hans). Als Kapitän z. S. der Fregattenkapitän von Dalentiner. b) Offiziere a. D. Als Admiral der Vizeadmiral von Trotha (Adolf), der Vizeadmiral a. D. von Reuter, der char. Vizeadmiral a. D. Heinecke. Als Vizeadmiral a. D. der Konteradmiral a. D. von Rosenberg, der char. Konteradmiral z. V. Bartenbach, der char. Konteradmiral von Arnauld de la Periöre (Lothar). Als Konteradmiral der Kapitän z. S. a. D. Weniger, der char. Kapitän z. S. a. D. Nerger. Als Kapitän zur See der char. Fregattenkapitän a. D. Burggraf und der char. Fre- kattenkapitän a. D. Graf zu Dohna-Schlodien. Als Fregattenkapitän der Korvettenkapitän a. D. Hersing, der char. Korvettenkapitän z. V. Dr. Forstmann, der Korvettenkapitän a. D. Dr. Morath (Robert), der char. Korvettenkapitän a. D. Adam, der char. Korvettenkapitän z. V. Rose, der Korvettenkapitän a. D. von Mellenthin, der Korvettenkapitän d. R. z. V. Howaldt.
Luftwaffe:
Es erhalten den Charakter:
2) Aktive Offiziere. Als Generalmajor die Obersten Ritter v. Schleich, Freiherr von Bönigk, von Sutterheim, Müller-Kahle, Klein. Zum O b e r ft mit Wirkung vom 1. 8. 1939 wird befördert der Oberstleutnant Sieß. Den C h a r a k - terals Oberst erhalten die Oberstleutnante Oster- kamp, Laumann, Fricke, Freiherr Trufch von Butt- lery-Brandenfels, Homburg.
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Am Tage der 25jöhvigen Wiederkehr der Schlacht von Tannenberg hat der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht nachstehende Beförderungen im Heer, in der Kriegsmarine und in der L u f t w a f f e ausgesprochen:
Heer:
Mit Wirkung vom 1. August werden befördert zu Generalleutnanten: die Generalmajore von Brie-
Zeitungen
des Schützengrabens.
Seltene Erinnerungsblätter.
.Während wir jetzt dank der nimmermüden Für- oige unserer verehrten Führer eine viel Doll£om= in nere Verpflegung genießen, als vordem denkbar ro: r, ist zugleich in unseren Reihen der Wunsch nach ir er Art geistigen Küchenwagens rege gerooroen, :ri) weil es für unser Regiment in ernsten wie in Steren Tagen nie und nirgends ein unüberwindliches Hindernis gegeben hat, so ist es uns gelungen, wtter dem Schutze gütiger Gönner eine Kriegszeitung
begründen." So lieft man in der am 14. November HH4 in Deutsch-Bailly erschienenen Nummer der ,! riegszeitung des Jnf.-Regts.Bremen". Es läßt sich droer schätzen, wie viele Kriegszeitungen es gegeben et. Allzu leicht sind sie verloren gegangen oder m muffinbbaren Schlupfwinkeln untergetaucht. Es ill viele, die über ihren Verbreitungsbezirk hinaus eiiannt wurden und heute begehrte Seltenheiten hnD. Zu nennen ist die „ßiHer Kriegszei - un g". Ihr Schriftleiter war der Hauptmann der Landwehr Paul Oskar Höcker, dem der bekannte je chner Karl Arnold zur Seite stand. Sie erschien |un erstenmal am 8. Dezember 1914, vierseitig mit (irer zweiseitigen illustrierten Beilage „Knegsslug- Hitter". Ihre Auslage 1917 betrug 85 000 Stuck; idi- letzte Nummer trägt als Erscheinungstag das Icuum des 27. September 1918. Nicht weniger dein nt wurde die Kriegszeitung der X. Armee, zu teisn Gründung der Generalfeldmarschall von Hindenburg selbst aufgefordert hatte. In Charle- litse erschien der „Champagne-Kamerad , deyen
riftleitung vom AOK. III ausgeübt wurde. Das (e ichenlazarett Logelbach i. E. gab die illustrierte Jia bmonatsschrift „Bazillus verus“ heraus, „D e r
ahtverhau" hieß die Schützengrabenzeitung ?i 3. Kompanie des bayerischen Reserve-Inf.-Regts. !r 1, „Die Sappe" die des bayerischen Reserve-Jnf.- ients. Nr. 19, während die Angehörigen der 5. Kom- I r.ie des Landwehr-Inf.-Regts. Nr. 68 ihre Zeitung
einem kleinen Nebenfluß der Mosel. „Seille- irle" benannten. Für die Hochseestreitkräfte und die
rineftation der Nordsee war die Wochenschrift Ulf Vorposten" bestimmt, und das Marinekorps die seine Kriegszeitung „An Flanderns Küste . i Strgefjen sei aber nicht die erste Schützengraben- l (?imng, die „Hohnacker Neueste Nachrichten', die ’jder unter dem Titel „Der Bayerische Landwehr- naui" erschien. Eine Kompanieschreibstube auf dem
tHes des Kriegsbeginns und der Schlacht i T-annenberg hat der Führer mit dem
Geschwaderarzt Dr. Pflesser. dem 1. August 1939 in der Luftwaffe (Flieger-
Mit Wirkung vom 1. August 1939 werden be- truppe) angestellt: Als Oberst: der Ministerialrat fördert: Zum General der Flieger: der charakteri- Dahlmann.
Hexenschuh Erkältungen
Unzähligen habenTogal-Tabletten rasche Hilfe gebracht. Die hervorragende Wirkung desTogalist vonArzten u.Kliniken seit 25 Jahren bestätigt. Keine unangenehmen Nebenwirkungen. "Haben auch Sie Vertrauen u machen Sie noch heute einen Versuch — aber nehmen Sie nur Togal.
den deutschen Schlacht- und Siegruf als Titel trägt, soll vor allem eine zuverlässige Berichterstattung der Weltvorgänge enthalten, die auf den amtlichen Telegrammen fußt und unsere Kameraden in den Schützengräben, auf Feldwache und im Lager vor Märchenerzählungen (Kolonnenquatsch) schützt. Außerdem soll eine Unterhaltungsbeilage Beiträge ernsteren und heiteren Inhalts bringen, die sämtlich dem Herzen und Gehirn unserer Regimentskameraden entstammen. Damit die Beilage sich recht reich gestalte, daß sie die Erinnerungsbilder greifbar nahe rücke, darum fordern wir Euch Kameraden allesamt, ohne Ansehen der Charge, zur Mitarbeiterschaft auf."
Diese Worte kennzeichnen den Inhalt fast aller Schützengrabenzeitungen. Auffallend wenig werden kriegerische Erlebnisse dargestellt. Die Scheu des Soldaten, von seiner Leistung Wesens zu machen, mag den Grund dafür bilden, daß man sich größte Zurückhaltung auferlegt hat. Aber die Feldgrauen ließen es damit nicht genug fein. Wo sich ihnen Gelegenheit bot, unterrichteten sie über die Geschichte der eroberten Städte und Landschaften, spürten lettischen oder polnischen Volksliedern nach oder beschäftigten sich mit der Kulturgeschichte des altertümlichen Hausrates, den sie in zerschossenen Hausern fanden. Die „Kriegszeitung der V. Armee" ließ teilweise sogar Beiträge volkskundlicher Art in flämischer Sprache erscheinen. Die „Düna-Zeitung" berichtet von einem kurländischen Bauernmuseum: , Aufbauen ist schwerer als Zerstören, aber erfreulicher und befriedigender ... Im Verlaufe weniger Wochen ist es gelungen, ein Kurländisches Bauernmuseum zu schassen, das Einblick gewährt in das häusliche Arbeitsleben der Bewohner dieser schonen, einst deutschen Provinz. Aus den Ruinen der Dörfer und Gehöfte hinter der Front wurden gelegentlich alle benutzten bäuerlichen Geräte gesammelt, gereinigt und artenweise geordnet. So gelang es, 436 Gegenstände in 124 Arten vor dem Verderben zu retten ... Auch der kirchliche und der Schönheitssinn der Kurländer wird veranschaulicht. Allen Angehörigen der Division steht das Museum zur Der-
x August folgende Charakterverleihungen ausge- fproefjen:
Heer:
1V5 erhalten den Charakter: 2) Aktive Offiziere: Als Generalmajor: die £)ber= ft|u Lancelle, Kirchheim, Barton, von Germar, MUpt, von Oesterreich, Berka. Es erhält eilt anderstes Rangdienstalter seines Dienstgrades: der Aneralmajor Rommel. Den Charakter als Ober ft: die Oberstleutnante Schoerner, Dr. Franek, Rothen- fru-g, Prueffer, Nuciczka, von Freyhold, Runge, Stidjmann. Es erhalten ein anbermeites Rang- bunftalter ihres Dienstgrades die Obersten von Sicoenftein und Windifch.
b) Offiziere a. D.: Als General der Infanterie die Generalleutnante a. D. Elstermann von Elfter (Hugo), Freiherr von Forftner (Ernst), Notscher, Freiherr von Schleinitz (Walter), liebe (jaul), von Brandenstein (Hermann), Muehry, Dießler, von Gontard (Friedrich), Scheuech (Hein- riih), Meister (Karl Theodor Johann), Kubisch (Unst), Ritter von Kiefhaber (Christoph), Ritter vm Rauchenberger (Otto), von Dresler und Schar- feiftein von Estorfs (Ludwig), Langer (Felix); die chirakterisierten Generalleutnante v. Below (Ernst), Gas Fink von Finckenstein (Bernhard), Krähe (Sonrab), von Roeder (Dietrich); die Generalleut- tijnte z. V. von Greiss (Kurt), Dr. Freiherr von Bar- do's (Karl); die charakterisierten Generalleutnante z. V. von Buenau (Heinrich), Petri (Hans), Uitsch (Lothar), Steppuhn (Albrecht); der charak- tciijierte Generalmajor z. V. von Lettow-Vorbeck. Als general der Artillerie die Generalleutnante a. D. Ziethen (Alfred), von La Chevallerie (Ziegfried); die charakterisierten Generalleutnante o.D/Dr. h. c. von Maur (Heinrich), Nehbel (Karl), Äppen (Gerhard), der Generalleutnant z. V. von Atzsch (Horst).
Ils Generalleutnant die Generalmajore D. Hoenicke (Siegfried), Fchr. v. Brandenstein 0), Bronsart von Schellendorf (Bernhard), r. v. Brandts, von Dommes (Wilhelm), Faupel lhelm), Graf v. d. Goltz (Rüdiger), Gudowius ich), von Held (Siegfried), Herrgott (Adolf), ow (Geong), Rodig (Siegfried), Pohlmann org), Renner (Theodor), Frhr, v. Dipenbroik- eter (Otto), v. Uechtritz und Steinkirch (Ernst), ck (Albert) Graf von Soden (Alfred); die Gene- najore im Ruhestand Peter (Franz), Hospodarz uard), Frhr. Ellison von Nidlef (Otto); die chirakterisierten Generalmajore a. D. Freiherr von Ofechausen (Erich), Böhme (Erich), Damman ('(jaftau), von Götzen (August), Hüttmann (Adolf), M ter Hertz von Wurnheim (Hermann), von Selle (Z-itz), Stobbe (Otto), Dr. von Massow (Ewald), . jüOi Witzleben (Friedrich Karl) Wülfing (Hermann), Zsnmermann (Georg), Steinwachs (Adolf), Klöbe , Aims), von Morsbach (Engelbert), Ritter von hrafy (Wilhelm), Hänfen (Karl), Frhr. von Ham- Mrstein-Gesmold (Frichjof), von Honhorft (Ernst), lischner (Otto), Graf von der Schulenburg-Wolfs- b.rg (Karl), v. Rettberg (Karl), Krause, Schmedes; k" fit. Generalmajor i. R. Wächter (Josef); die ih ratterisierten Generalmajore z. V. Freiherr von h deln (Heinrich), v. Schwerin (Manfre-d), v. Voß, Zierherr von Rotberg (Albert).
>(l5 Generalmajor: die Obersten a. D. von (Birne (Wilhelm), von Balcke (Hermann), Bruch- m. Her (Georg), von Dücker (Wilhelm), von Fran- Ir'berg und Ludwigsdorf (Hans), von Grothe (hns), Schütz (Ernst), von Löben (Eckhart), Schon (j.dalbert), Köther (Ernst), Schwerk (Oskar), von Daer (Albrecht), Dr. h. c. Schwertfeger (Bernhard), frfmann (Oskar), Waldstätten (Egon), Zunehmer fibaj); die charakterisierten Obersten a. D. d Alton-
Großen Hohnack, einem Berg in den Vogesen, wurde ihr Geburtsort, der 14. Septemberabend des ersten Krieqsjahres ihr Geburtstag.
Ihr Begründer, der Feldwebel Max Edmeier, hatte sich schon häufiger im Dichten versucht feine Gedichte mehrmals abgefdjrieben und zur Freude einer Kameraden an die Bäume nahe bet der Stellung geheftet. Die Anerkennung, die er damit sand, ließ einen weitergehenden Gedanken reifen; er nwllte eine Feldzeitung schaffen, wie es sie schon in früheren Kriegen gegeben hatte. Papier, Hektographentinte und ein Hektographenapparat wurden besorgt. Säuberlich malte der Schreiber aus weißes Papier ein Eisernes Kreuz, daneben den Titel „Hohnacker Neueste Nachrichten" und die üblichen Angaben über Schriftleitung und Druck. Darunter stand m klarer Hand chrift als Vorwort tue Ueberlegung, die zur (Ent= stehung der Zeitung geführt hatte: „Von dem Bewußtsein getragen, daß Langeweile im Soldatenleben nie Gutes zeitigt und baß auch Hohnack Lebensfreude und Humor erhalten, vielleicht auch gesteigert werden muß, haben wir es unternommen, diese humoroollseinwollende Zeitung ms Leben zu rufen. ($<s ist klar, daß eine Handvoll Manner nicgt m der Lage ist, eine ganze Kompanie zu unterhalten, darum bitten wir alle Kameraden, nach Kräften uns zu unterstützen und lustige Vorkommnisse uns zu übermitteln." Der Erfolg der ersten Auflage von achtzig Stück übertraf alle Erwartungen. Fünf Mark betrug die Einnahme, und das war so viel daß man sich zu einer zweiten Auflage entschloß. Da wurde das Regiment nach Belgien beordert. Tagelange Märsche gab es, und in einer Marschpause entstand noch eine Nummer der ersten deutschen Schu^n- grabenzeitung. Dann aber sah man em, daß der Name „Hohnacker Neueste Nachrichten" nicht mehr in die Gegend passe. Der „Bayerische Landwehrmann" war der neue Titel der von der Weltknegs- bücherei in Berlin als hervorragendes Kulturwerk bezeichneten Kriegszeitung.
Nur einfachste Mittel standen zur Verfügung, wenn die Zeitung nicht mit vorgefundenen Einrichtungen ober in zurückliegenden Orten gebruat werden konnte. So stellt der "Landsturm-Bote von Briey" seiner ersten Nummer vom 11. Oktober 1914 die Bemerkung voran: „Wir wurden gern mit deutschen Buchstaben drucken, aber die Franzosen haben keine, und das Bataillon liefert keine. In der Knegs- zeitunq des Jnf.-Regts. „Bremen „Hurrah , findet man stets statt eines w em v, — „da unserer Druckschrift kleine w fehlen". .
Noch einmal mufi diese Kriegszettung angeführt werden, in deren erster Nummer vom 14. November . - - 11914 sich folgender Aufruf findet: „Unser Blatt, das uns wertvoll,


