Ausgabe 
28.7.1939
 
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von

Schuh des deutschen Waldes vor Vranbgesahr

Hier kann jeder mithelfen!

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Hitler-Urlaub gibt Lebensfreude.

Melde deinen Gastplah der Jt$B.

Kunst und Wissenschaft

1000 RM. für die beste Novelle.

Geistliche wohnen und ab und zu auch evangelische Jugend zusammengezogen wurde.

Zur großen Motorboot-Regatta auf dem Starnberger See, die am Freitag beginnen wird, liegt jetzt das genaue Meldeergebnis vor. 57 Ausländern werden rund 40 der besten deutschen

Eine überraschende Kunde kommt aus 21 gram: neben Heinrich Henkel wird nicht Roderich M ' " z e l die Einzelspiele bestreiten, sondern Rolf ©op­fert, während Menzel nur das Doppel an der Seite von Henkel bestreiten soll. Ob diese Entschei­dung der deutschen Mannschaftsführung eine glück­liche war, bleibt abzuwarten. Rach der am Don­nerstagvormittag in Agram vorgenommenen Aus- losung eröffnen ©opfert und Jugoslawiens Spitzen­spieler den Reigen der Kämpfe.

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Deutsche Erfolge bei der Langstrecken­fahrt Lüttich-Ehamonix-Lüttich.

Schöne deutsche Erfolge gab es bei der l^ng- streckenfahrt LüttichChamonixLüttich (2350 Kilo­meter) an der sich 24 Wagen und 26 Motorräder beteiligten 19 Wagen standen die schwere Prüfung durch, wahrend nur vier Motorräder die Fahrt be­endeten Nicht weniger "als fünf deutsche Wagen tarnen ins Ziel. Van ihnen wurde der von hei- mann und Krings gesteuerte BMW zusammen mit zwei belgischen und einer französischen Mann­schaft auf den ersten Platz gesetzt. Kohlrausch sicherte sich auf Opel den fünften Rang, während ihre Mar- tengefährten ©ünther und ©roß 16. wurden. Frau Lotte B a h r und Frau vonThuma hatten

Zum drittenmal werden die besten deutschen Tennis­spieler vom Freitag bis zum Sonntag ihre Vor­herrschaft in Europo-gegen Jugoslawiens zähe und ehrgeizige Kämpfer zu verteidigen haben. Auf unse­rem Bild sieht man oben die deutsche Mannschaft (von links) Roderich Menzel, Georg von Me­ta x a, Henner Henkel und ©opfert. Unten ihre jugoslawischen Gegner (von links) P a l l a d a, Puncec, Kukuljevic und Mi t i c.

(Schirner-M.)

Die Auslosung für Agram.

«lriegerkameradschaft, gehalten. Ferner sprachen noch Aerpostinspektor a. D. B o p f (Darmstadt) für die Darmstädter alten Leibgardisten und Dekan Wid- an n (Schotten) als Kameradschaftsführer der ehe­maligen Schottener Leibgardisten. Alle Ansprachen iaren erfüllt vom Geiste echter Kameradschaft und whren deutschen Soldatentums. Der offizielle Teil 5 Abends schloß mit einem Siegheil auf den Füh­rt, das von Ortsgruppenleiter Hoffmann aus- nbracht wurde. Im weiteren Verlauf des Abends innen Humor und Tanz zu ihrem Recht. Die Darrn- ödter Gäste waren bei hiesigen Familien unter- c:brad)t und fuhren am folgenden Tage weiter, um rod) den hoherodskopf und Büdingen, dashefsi- fye Rothenburg", kennenzulernen.

Kreis Friedberg.

* B u tz b a ch , 28. Juli. Zu der in Nr. 171 gebrach« fcn Meldung über den Brand einer Schutzhütte hti Langenhain-Ziegenberg im Taunus wird uns i^richtigend mitgeteilt, daß es sich in diesem Falle nicht um eine Jugendherbergsschutz- U tte handelte, sondern um eine Hütte der Evan- Dschen Pfarrgemeinde in Bad-Nauheim, in welcher

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Das Novellen-Preisausschreiben

Delhagen & Klasings Monatshef­ten wird auch in diesem Jahr, und zwar im Augustheft, gngekündigt. Das Preisausschreiben legt die Entscheidung in das Urteil der Leser. Unter den im 53. Jahrgang veröffentlichten Novellen sollen die Leser diejenige bezeichnen, die ihnen am besten gefallen hat. Die die meisten Stimmen auf sich vereinigende Arbeit wird mit dem Preis in höhe von 1000 RM. ausgezeichnet.

Das farbige Lichtbild.

Wertvolle neue Bücher für den Liebhaber-Photographen.

Flut am sommerlichen Meeresfirand

Von Walter Lommert.

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sich den achten Platz auf ihrem Adler erobert und damit auch den Frauenpreis gewonnen. Die Favo­riten von Guilleaume - Kramer auf Adler hatten Pech und mußten mit dem 19. Rang oorliebnehmen.

Aus dem Sau XII: Hessen.

Nachrichten in kürze.

Als eine Großveranstaltung führt das Gaufach- amt Turnen am kommenden Wochenende in Heu­chelheim ein Gaualterstreffen durch, bei dem rund 600 Altersturner als Wettkämpfer und Kampf­richter in der turnerischen Arbeit stehen.

Da das für den 30. Juli in Bad-Nauheim ge­plante Internationale Frauensportfest nach Ber­lin verlegt worden ist, führt das Gaufachamt Leichtathletik unseres Hessengaues kommenden Sonn­tag auf der Kasseler Hessenkampfbahn in Verbin­dung mit den Deutschen Gehermeisterschaften gau- offene Frauenwettkämpfe durch, und zwar in den nachstehenden Konkurrenzen: 100 Meter, 80 Meter Hürden, Hochsprung, Weitsprung, Kugelstoßen, Dis­kuswerfen, Speerwerfen, 4X100-Meter-Staffel. Den NSRL.-Gemeinschaften wird die Gelegenheit gebo­ten, im Rahmen dieser Kämpfe einen Leistungsoer- such in der Deutschen Vereinsmeisterschaft durchzu­führen.

Auch das Gaufachamt Schwimmen ist am Wochenende auf dem Plane. Zum Zwecke der Kampfschulung wird in Marburg (29. Juli) und Kassel (30. Juli) ein Dergleichskampf gegen eine niederrheinische Mannschaft durchgeführt. In die von Gaufachwart Loewe aufgestellte Hessen-Mannschaft sind auch Gießener Schwimmer berufen wor­den, und zwar: Hoffmann, Alb old, Pas­coe, O r t w e i n. Aus dem Südbezirk ist ferner der Friedberger Fertfch dabei.

Wie das Gaufachamt Schwimmen mitteitt, fin­den am 13. August in Frankfurt a. M.-Höchst Ju­gendwettkämpfe statt, die nicht nur offen find für den Gau Südwest, sondern auch für die angrenzen­den Kreise des Gaues Hessen.

Das Gaufachamt Turnen trägt seine Gaumeister-

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Oie Motorgruppe Hessen bei den Vleichssportwettkömpfen des NSKK.

Dl/M 147 Gießen mit der vasketballmannschaft dabel.

!Arn 29./30. Juli 1939 finden in Erfurt die dies- chrigen Reichs-Sportwettkämpfe des NSKK. statt, : denen sich die besten Einzelkämpfer und Mann­haften des NSKK. aus dem ganzen Reich be­teiligen.

kMe immer, so auch in diesem Jahre, ist die ^otorgruppe Hessen bei den Wettkämpfen stark 'rntrden. Anläßlich des Gruppensportfestes am 1. Juni 1939 in Frankfurt a. M. wurden die besten l^nzelkämpfer und Mannschaften der Motorgruppe Wen festgestellt, die nun in Erfurt die Motor- gtippe Hessen vertreten und alles daransetzen wer- hn, die Wehrtüchtigkeit innerhalb der Motorgruppe Wen unter Beweis zu stellen.

:Ls werden in Erfurt kämpfen: die Siegermann- s«ast im Mannschafts-Orientierungslauf2M Frank- fnrt a. Ul.; die Siegermannschaft im Wehr-Mann- smftskampf 6/M Frankfurt a. M.; voraussichtlich .ne Basketball-Mannschaft von 1/M '.147 Gießen; eine Fechter-Mannschaft von M49 Frankfurt a. M.

b Letztere beiden Mannschaften haben im Vorjahre einen 3. Preis errungen. Ferner werden drei inzelkämpfer die Motorgruppe Hessen in Erfurt in rtreten, und zwar:

lRottenführer Eckardt, 2/M 47 Kassel im 400- 'ileter-hindernislauf, Klasse A (18 bis 32 Jahre); Rottenführer © ast, 3/M 146 Aschaffenburg im tI»O-Meter-hindernislauf, Klasse B (32 bis 45 I.); irottenführer Luh, 4/M 147 Gießen im hand- si anatenmeitrourf.

3um sechsten Male um das Braune Band.

&3n München-Riem wird am kommenden Sonntag tun sechsten Male dasBraune Band von Deutsch- Ichb" im Wert von 100 000 Mark" gelaufen. 1934 rurde das große Rennen geschaffen, und seitdem y::t es sich von Jahr zu Jahr einen weiter reichen- frnt Ruf gesichert. Das beweist auch in diesem Jahre rn besten die starke Teilnahme des Auslands, das miige seiner besten Pferde entsendet. Die deutsche Nillblutzucht erscheint mit dem Derby-Jahrgang, bt dem allerdings der DerbysiegerWehr Dich" ; jeflilt, recht gut gerüstet. Man darf mit Recht ge- Ipmnt fein, wie unsere besten Vollblüter gegen die iTssländischen Klassepferde abschneiden. München ririt durchaus als neutraler Boden. Alle Pferde ' leben nämlich fast gleichlange Anmarschwege, und ; iT wenigen ist der Kurs in München-Riem be-

Icnnt. Voraussichtlich wird sich ein Riesenfeld von 15 fr erben am Ablauf einfinden.

Isteichs-Schießwettkämpfe der SA.

von 700 möglichen Ringen an die Spitze. Fünf Mann jeder Gruppe traten zum Mannschafts- Pistolenschießen an. Drei Mann wurden gewertet. Die Gruppe Thüringen mit Oberscharf. Krempel, Ros. Greiner und Ros. Eberhardt vollbrachte mit 1979 von 2100 möglichen Ringen eine überragende Leistung. Klar abgeschlagen endeten Franken und Hessen auf den Plätzen.

Endkampf in der Europazone.

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das Suchen und Tasten nach einem Weg für die technische Verwirklichung währte und wie viele Fehlschläge dem endgültigen Sieg des Geistes über die Materie oorausgegangen sein mochten.

In dem Buche von Eduard von Pagenhard Agfa-Color, das farbige Lichtbild"* ist eine ernste Ueberschau gegeben über das Erreichte. In Aufsätzen von Männern, die schon bisher in der Schwarz-Weiß- Photographie ein gewichtiges Wort mitzureden hatten, wird bargetan, wie vielseitig bie Problem­stellung um bie richtige Verwendung des Farb­filmmaterials ist. Es werden auch die Wege gezeigt, die über das farbige Photo hinaus zum künst­lerischen farbigen Bilde führen.

In praktischen Hinweisen wirb ferner gezeigt, wie grundsätzliche Fehler unb Fehlergebnisse vermieden werden können. In einer verblüffend einfachen graphischen Darstellung lernt man den Farbenfilm in seinem komplizierten technischen Aufbau kennen. In vielen Bildtafeln erkennt man außerdem bie überragenbe Leistung, bie ber farbige Film schon heute aufzuweifen hat. Jedem, dem die Sache der farbigen Photographie am Herzen liegt, wird in diesem Buch schon unendlich viel mitgegeben für seine eigene Arbeit am bunten Lichtbild.

Heinrich Ludwig Neuner. *

10 0 Jahre Photographie unb bie A g f a". Von Professor Dr. Erich Stenger. 55 Seiten mit 26 Abbildungen und 2 Farbenauf­nahmen. (Verlag Knorr & hirth, München). Preis kart. 1,50 RM. Der Derfasfer, Professor Dr. Erich Stenger von der Technischen Hochschule Berlin, ber zum Jubiläum der Photographie schon ein hervorragendes Werk über die Photographie in Kultur unb Technik herausgebracht hat, widmet sich in dem vorliegenden heft eingehend der Arbeit der Agfa" um bie Förderung der Photographie, ins­besondere um bie Schaffung des Negativmaterials, um die reine Darstellung von Chemikalien für photographische Zwecke. Das heft zwingt dem. Leser eine hohe Achtung vor der deutschen wissen­schaftlichen Leistung ab. In dem heft begegnet der Leser gleichzeitig eine kurzaefaßte Geschichte des Lichtbildes. Einige Bilder geben Aufschluß über die Entwicklung von Daguerre bis zum Farbenfilm.

Heinrich Ludwig Neuner.

schäften im Faustball am 13. August in Marburg aus.

Für bas hoherodskopf-Bergfest am 27. August hat das Gebiet Hessen-Nassau der HI. die Teilnahme der Banne 98, 116, 166, 254 und 304 genehmigt. Es kommt der folgende Dreikampf für irie HI. zum Austrag: 100-Meter-Lauf, Weit­sprung, Kugelstoßen (6V< kg). Startberechtigt sind alle Eitler jungen, die nach dem 1. September 1920 geboren sind.

Campbell auf Tlekordiagd.

Nach vergeblichen Bemühungen, in Enaland einen geeigneten See zu finden, auf dem er feinen eige­nen absoluten Gelchwindigkeitsweltrekorb für Mo­torboote von 210.68 km/st angreifen konnte, wirb sich Major Campbell in bie Schweiz begeben. Der Hallwiler See im Kanton Aargau wird vom 14. August ab der Schauplatz seiner Dersuchsfahr- ten sein.

Kurze Sportnotizen.

Die Segelregatta vor Helsinki gestal­tete sich für die deutschen Teilnehmer recht erfolg­reich. Der Gewinner der beiden ersten Wettfahrten der Startbootklasse, v. Reklam-Scheele, sicherte sich mit seinem BootDahme" den Gesamtsieg und in den übrigen Wettbewerben belegten die deutschen Segler gute Plätze. In der 8-Meter-B-Klasse siegte das schwedische BootWanda" unb in ber 6-Meter- U-Klasse war bie Siegerin von Kiel,Goose" (USA.), erfolgreich

Quer durch Kassel", bas große Lang­streckenschwimmen, wirb am 6. August zum 17. Male durchgeführt. Die Teilnehmer der Hauptklassen haben 2000 Meter zurückzulegen.

den und 50 Minuten lang ist. Man hat nun aus­gerechnet, baß ein Flutberg bem anderen, also ein Hochwasser dem anderen in einem durchschnittlichen Zeitraum von 12 Stunden und -15 Minuten, also annähernd einem halben Mondtag, folgt. Das sttmmt nicht immer; es können auch mehrere Mi­nuten hinzukommen, da sich ja der Mond in einer Ellipse, also mit veränderlicher Geschwindigkeit, be­wegt.

Aber auch die Sonne hat ein starkes Wort mit­zureden. Zwar ist sie viel weiter entfernt von ber Erde als der Mond, aber sie ist ja auch viel grö­ßer. Bedenken Sie, daß in unsere gute Sonne hun­dert Erden hineingehen. Also auch die Sonne kommt bei der Flutbewegung zur Geltung, bildet einen Flutberg, und wenn nun Sonne, Mond und Erde in einer Linie zusammenstehen, d. h. wenn näm­lich entweder Neumond oder Vollmond ist wird bie Anziehungskraft und Schwungkraft um so grö­ßer, und die Flut wird um so heftiger. Solche verstärkten Fluten nennt der Küstenbewohner Springfluten. Im ersten oder letzten Viertel des Mondes find bie Fluten stark abgeschwächt, ba bie beiden Himmelskörper ja in einem Winkel zuein­ander stehen. Diese kleinen Fluten heißen Nipp- fluten.

In den meisten Norbseebädern unb in den Hä­fen sind die Zeiten des hoch- und Niedrigwassers angeschlagen. Der Kurgast kann sich also genau nach dem Stand des Wassers einrichten und sich darüber unterrichten, ob er eine Strandwanderung unternehmen kann ober nicht. Erholung, Baden unb Schwimmen hängen also eng mit ben Gezei­ten zusammen. Auch das Leben der Inselbewohner ist mit dem Rhythmus der Gezeiten verknüpft. Ein niederdeutscher SinnspruchEbbe und Flöt, Glück und Not" beweist, wie der Mensch mit dem Meer verbunden ist, und wie er in ihm gleichsam das Sinnbild des wecheslvollen Lebens sieht.

Jeder, der einmal an der Nordsee war unb ben seltsamen Reiz unb das Wechselspiel von Ebbe unb Flut sah, denkt unwillkürlich über die Ursache dieser Erscheinung nach. Der ständige Bewohner der Mee­resküste, ber zunächst gefragt wurde, wußte, baß der Mond bie Ursache bieser Gezeiten, bie ber- stenmensch Tiben nennt, ist. Gleich diesen Küsten­bewohnern haben sich selbstverständlich auch bie Menschen früherer Zeitalter mit diesen Gezeiten be­schäftigt.

Gelehrte zerbrachen sich den Kopf darüber, und es ist eine der bedeutendsten wissenschaftlichen Er­kenntnisse des berühmten Forschers Newton, daß er das Rätsel dieses Wechselspiels löste. Durch ihn wissen wir, baß es dieselbe Kraft ist, bie ben Apfel zur Erbe fallen läßt und bie ben Monb unb bie Erde und alle anderen Himmelskörper in einer Bahn hält, nämlich die Schwerkraft. Durch sie un- terlieat auch die Erde der Anziehungskraft des Mon­des. Aber auch die Schwungkraft spielt eine nicht unerhebliche Rolle. Ja, Schwungkraft unb Anzie­hungskraft sinb die beiden Motoren, die jene zwei Flutberge erzeugen, die auf dem Erdball einander gegenüber liegen. Zwischen ihnen hat sich ein großes Wellental gebildet, eben die Ebbe.

Wir wissen alle und spüren es täglich, daß die Erde in 24 Stunden sich einmal um sich selbst dreht, und zwar in ber Richtung von Westen nach Osten. Würde nun der Mond die gleiche Umdre­hung in gleicher Zeit mitmachen, denn er ist ja ein treuer Trabant der Erde, so müßten sich die Flut- berge täglich zu derselben Stunde an unseren Küsten bemerkbar machen und täglich auch zu der­selben Stunde wieder abfließen. Aber unser treuer Mond hat nicht dasselbe Tempo wie unsere Erde, vielmehr hinkt er mit der Zeit um fünfzig Minu­ten hinterher, daher kommt es auch, daß Ebbe unb Flut zu ganz verschiedenen Zeiten auftreten, und darum berechnet man auch das Kommen und Gehen ber Wasserflut nach dem Mondtag, der ja 24 Stun-

'NSG. Der Sommer hat allenthalben erhöhte ^albbranbgefahr herausbeschworen. Aus vielen Tei- hn des Reiches liegen bereits Meldungen über aus- s!dehnte Wald- unb heibebränbe vor. Die weitaus [iöfete Zahl dieser Brandkatastrophen ist nachweis- ich darauf zurückzuführen, daß immer und immer fieber Ausflügler im Walde in unverantwortlicher .id strafbarer Weise rauchen ober sonstwie mit Heuer umgehen. Die Werte beutschen Dolksver- iögens, bie so alljährlich durch sträflichen Leichtsinn :: rnichtet werden, erreichen ein erschreckendes Aus­maß.

!Es geht hier nicht nur um bie Erhaltung des (jirth unsere schönen Äälder und Heiden so bevor- igten deutschen Landschaftsbildes, sondern, wie Ser heute wissen sollte, zugleich auch um den lchutz einer unserer wichtigsten Rohstoffquellen! Üllher ist es selbstverständlich, baß ber national- fzialistische Staat, jeben, der sich in frevelhafter Heise an diesem wertvollen Volksgut versündigt, als lalksschädling betrachtet und mit schweren Strafen biegt. Das Strafgesetzbuch und die Verordnung zum (chutze ber Wälder, Moore unb Herben gegen känbe drohen bei Zuwiderhandlungen gegen die rnjelnen gesetzlichen Bestimmungen neben (Selb- ftafe auch empfindliche Freiheitsstrafen an.

iDarüber hinaus muß immer wieder daraus hin- Wiesen werden, baß nach § 127 der Strafprozeß-

Zwischen bem freudigen Optimismus all derer, die das farbige Lichtbild schon lange und mit Sehn- ucht erwarteten, und den Auslassungen jener, die an allem Neuen zunächst einmal in neaatioer Kritik ihre Geistesschärfe beweisen zu müssen glauben, teht unverrückbar fest die Tatsache, daß der Farben- Film geschaffen ist. Er hat sogar seine Kinderkrank­heiten überwunden unb ermöglicht schon jetzt ganz ausgezeichnete Ergebnisse. Begeistert unb beinahe fasziniert hat der bejahende Amateur den farbigen Filmstreifen in der Hand, sieht bewundernd das kornlose, farbige Positiv vor sich, in dem er immer neue Schönheiten entdeckt, und das auf der Pro­jektionsleinwand zu sprühendem Leben erwacht. Schon ist die Zahl derer, die dem Farbenfilm ihre rückhaltlose Freundschaft geschenkt Haden, sehr groß, und schon sind auch die besten unter ben deutschen Photographen dabei, nach der Synchese zwischen den Gesetzen, denen der farbige Film unterworfen ist, und ihren eigenen künstlerischen Impulsen zu suchen. Darüber hinaus hat sich die Wissenschaft, in rascher Erkenntnis der überragenden Bedeutung des neuen Materials, des Farbenfilms, im Dienst der Anschauung unb ber Lehre bemächtigt und es auf breiten Fronten und auf den mannigfaltigsten Wissensgebieten eingesetzt. Was wollte es dagegen besagen, wenn da und dort und im Anfang jemand in falschem Eifer einenBlau- ober Grünstich" feststellte unb so getan wurde, als stehe und falle damit der Farbensilm. Die großartige Leistung, die die Schaffung des Farbenfilms darstellL steht hoch über solchen Beurteilungen. Man muß sich aber auch losreißen von der Gepflogenheit, neue Er­rungenschaften sofort als etwas Selbstverständliches hinzunehmen unb sie bem Alltäglichen zuzuordnen. Vielmehr müßte jeder, der einen Farbfilm in die Hand bekommt, den Versuch machen, sich vor­zustellen, welche wissenschaftliche unb technische Lei­stung hinter biesem Ergebnis steht, wie viele frucht­lose Versuche unternommen würben, wie lange

* Agfa-Color, bas farbige Licht­bild. Grundlagen unb Aufnahmetechnik für ben Liebhaber-Photographen. Herausgegeben von Eduard von Pagenhard. Verlag Knorr & Hirth, München. Mit 64 farbigen Abbildungen. Preis 7,80 RM. (13).

Ordnung jedermann befugt ist, jemanden, ber wie hier bei Verstoß gegen bie zum Schutze bes Waldes gegen Brandgefahr erlassenen Bestimmungen auf frischer Tat betroffen ober verfolgt wirb, bei Flucht­verdacht ober bei nicht sofort gegebener Möglich­keit ber Personalienfeststellung auch ohne richter­lichen Befehl vorläufig festzunehmen. Auch bie Be­stimmung des § 330c des Strafgesetzbuches ist in diesem Zusammenhang von erhöhter Bedeutung, wonach derjenige, der wie hier bei Unglücks­fällen, gemeiner Gefahr oder Not nicht Hilfe leistet, obwohl dies nad) gesundem Dolksempfinden seine Pflicht ist, insbesondere, wer der polizeilichen Auf­forderung zur Hilfeleistung nicht nachkommt, Geld­oder Freiheitsstrafe verwirkt hat.

Es darf angenommen werden, daß diese Hinweise genügen, um der Bevölkerung die zwiimende Not­wendigkeit aller der zum Slhutze der Wälder vor Brandgefahr erlassenen Vorschriften und die Be­rechtigung der hohen gegen Zuwioerhandlungen an­gedrohten Strafen vor Augen zu führen. Ebenso, wie die polizeilichen Organe angewiesen sind, gegen solche Volksschädlinge rücksichtslos einzuschreiten, wird auch von jedem anständigen unb verantwor­tungsbewußten Volksgenossen erwartet, daß er seinerseits bei Antreffen von derartigen Frevlern im Interesse bes Volksganzen in der angezeigten Weise vorgeht.

Qn Zella-Mehlis im Thüringer Wald tragen in hfen Tagen rund 1200 SA.-Führer unb Männer fee Schießmeisterschaften aus. Trotz bes heftigen fegens gab es bereits am ersten Tage sehr gute rdfdjaft nZZsuuüRüilüoac ch ch ch Stiftungen, bie ganz besonders die tatkräftige Vrei- fe:arbeit bei ben Schützen ber SA. erkennen ließen.

Qm Einzelschießen mit der Kleinkaliber- dlchse erzielten in den drei Anschlagsarten nicht einiger als 37 Teilnehmer (von 120) über 300 feige von 370 möglichen. Sieger wurde SA.-Mann ^'ankenhäuser (SA.-Gruppe Südwest) mit fr Ringen vor bem Olympiateilnehmer Rotten- : fcrer Leupold (Hochlanb). Hart umkämpft war /l m Pistolenschießen, bas aus einer Zuverlässig­es-, Schnellfeuer- und Fertigkeitsprüfung bestand, siwartungsgemäß fetzte sich Weltmeister Oberfchar- [ fitrer Krempel (Gruppe Thüringen) mit 666