Ausgabe 
27.11.1939
 
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llr. 278 (Erftes Via«

189. Jahrgang

Montag, 27. November 1939

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Siebener Anzeiger

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Großer britischer Hilfskreuzer versenkt.

London, 26. Rov. (DRV.) Die britische Admi- lalifäf gibt bekannt: Der britische Hilfskreuzer .Rawalpindi" mit einer Wasserverdrängung ion 16 697 Tonnen ist versenkt worden. Man limmt an, daß alle Offiziere und die gesamte Zschiffsbesahung außer einem einzigen Offizier und K Seeleuten umgekommen sind. Wie das londoner AbendblattStar" zur Torpedierung der ,v elf ast" noch mitteilt, ist dieser modernste bri- fftfje Kreuzer von dem Torpedo mittschiffs an ; ieuerbordseite getroffen worden. Der Kesselraum !rs Schiffes sowie die Maschinen seien ernsthaft tftchädigt worden. Richt weniger als sechs Schlep- l?r feien dazu notwendig gewesen, um noch mit Ußerster Mühe die beschädigteBelfast" in den jofen von Rosyth einzuschleppen.

Reue schwere Verluste der britischen Echissahtt.

Zer frühere Polnische14vvü-Tonnendampfer Pttsudski" torpediert.

Der ehemals polnische Ozeandampfer Jilsudski" mit 14 300 Tonnen Wasserverdrän­gung ist am Sonntagmorgen an der englischen Nord- restküste torpediert worden. Die gesamte Mann­haft konnte gerettet werden. DerPilsudski" gehört i den modernsten Schiffen der früheren polnischen jiandelsmarine. Er war 1935 auf den Werften von ^onfalcone in Italien gebaut worden und versah ii r dem Kriege den regelmäßigen Verkehrsdienst fischen Gdingen und Nordamerika. Seit Beginn der stindseligkeiten fuhr er unter britischer flagge.

Wie der Londoner Rundfunk bekanntgibt, ist der ditische 11000-Tonnen-DampferSussex" auf tertß Mine gelaufen. Der Londoner Dampfer o o f m o o b" (926 Tonnen) lief auf eine Mine vib sank. Zwei Mitglieder der Besatzung werden vrmißt. Die Ueberlebenden wurden an der Nord- ottüste an Land gebracht. Der britische Dampfer Harrington Court" stieß im Kanal mit ehern Leuchtschiff zusammen. Beide Schiffe nurben beschädigt. Das Leuchtschiff wurde von ehern Schleppper eingebracht. Die englischen Damp­feB o r d f i e l d" undD r y b u r g h" sind nach Erlassen des schottischen Hafens Leith bei Eding- b^rgh auf Minen gelaufen bzw. gesunken. In der -nimber-Mündung haben Dampferkapitäne 25 Wracks untergegangener Schiffe ge­zahlt.

Volltreffer auf britischen Kreuzer.

Feindliche Flieger an der Nordseeküste zur Umkehr gezwungen.

Berlin, 26. November. (SRV.) Das Ober- fimmanbo der Wehrmacht gibt bekannt:

3m Westen geringe Artillerietätigkeit.

Am 25. 11. griffen Verbände der deut- Itjen Luftwaffe englische Seestreitkräfte in ter nördlichen Nordsee an. Dabei wurden o er Volltreffer, darunter einer auf e nem Kreuzer derAurora"-Klasse eigielt

Die Aufklärungstätigkeit der Luft- tntaffe erstreckte sich am gestrigen Tage wieder- n bis über die Shetlandinseln. Der 5 inb versuchte am gestrigen Nachmittag, über elgolanb nach Norbwestbeutfchlanb ? nzufliegen, würbe aber beim Erreichen ber Nvrdseeküsle von ber beutschen Flakartillerie zur Umikehr gezwungen. Verluste sinb bei ber dimtschen Luftwaffe nicht zu verzeichnen.

Das Vorpostenboot 3 0 1 ist am Sübaus- Mg bes Großen Belt nach einer Detonation ge­inten. 16 Wann ber Besatzung werben ver­mißt.

britisches Piratenschiff beschattet deutschen Handelsdampfer.

Adolf Woermann"

von der eigenen Besatzung versenkt.

i Berlin, 26. Nov. (DNB.) Der deutsche Damp­feA d o l f W o e r m a n n" hat sich im Südatlan- ti selbst versenkt, um der Aufbringung durch ii englisches Kriegsschiff zu entgehen. Alle Mit- zlrder der Besatzung, die aus 127 Personen be- stivrd, und sämtliche 35 Passagiere, darunter acht- je!,n Frauen, sind gerettet.

Die bekannt gewordenen Einzelheiten bestätigen, England bewaffnete britische han- hl s s ch i f f e n, die angeblich nur zur Verteidigung diniert sein sollen, aktiv in den Handels­krieg einltellt. Der DampferAdolf Woer- ^rnn" ist durch ein bewaffnetes britisches handels- :f ff laufend befch attet worden. Dieser ge- Irmte englische Hilfskreuzer hat funkentelegraphisch 1 jkandortmeld ungen gemacht und ein eng- I kl' ch e s Kriegsschiffherbeigerufen. Es 1 $e:it hieraus hervor, daß die bewaffneten Handels- timpfer von den Engländern nicht als hcmdels- ' h ffe auf den normalen Handelsrouten verwendet o erben, sondern unmittelbar den Zwecken der irglischen Kriegführung als Organ der '^Uschen Admiralität dienen. Das Vorgehen gegen

deutsche Handelsschiffe mit bewaffneten britischen Piratenschiffen zeigt, daß ber Engländer für seine Kaperei und Piraterei sich jedes Mittels be­dient, während er auf der anderen Seite zur Tarnung feines Vorgehens in feiner Heuchelei fo weit geht, Nachrichten zu verbreiten, der Dampfer Adolf Woermann" habe Kaperei getrieben.

Schwache Siörungsfeuer im Westen.

Der Wehrmachtsbericht vom Montag.

Berlin, 27. November. (DNB. Funkspruch.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

3m Westen außer schwachem Störungsfeuer der Artillerie keine nennenswerten Kampfhandlungen.

Best schon im Weltkriege beim englischen Nachrichtendienst.

Oslo, 27. Nov. (DNB.) WieAftenposten" meldet, hat sich der Secret-Service-Beamte Mr. B e st vor einer Reihe von Jahren in Stavanger in Nor-

Moskau, 26. Nov. (DNB.) DiePrawda" wendet sich scharf gegen die Politik Finnlands und den finnischen Ministerpräsidenten Cajan - der. Der offenbar von höchster Stelle inspirierte Artikel stellt eine unmißverständliche Warnung an die finnische Regierung. Der finnische Minister­präsident habe am 23. d. M., so schreibt die Prawda", in Helsinki eine Rede gehol­te n, die als antisowjetische Provoka­tion aufgefaßt werden müsse. Cajander habe die Politik des zaristischen Rußlands gegenüber Finn­land gelobt und zugleich gegen die Sowjetunion die Anklage erhoben, daß sie die Unabhängig­keit Finnlands bedrohe. Gegenüber solchen Verdrehungen müsse festgestellt werden, daß Finn­land mit feiner Unabhängigkeit auf demimperia­listischen Markt" hausieren gehe. Besonders empört ist diePrawda" über die Aeußerung des finnischen Ministerpräsidenten, daß die drei baltischen Staaten zu bedauern seien, denn sie hätten durch die Beistandsoerträge mit der Sowjetunion ihre Selbständigkeit eingebüßt.

Dazu schreibt diePrawda":Cajander beklagt die Staatsmänner Estlands, Lettlands und Litauens und meint, sie hätten eine kurzsichtige Politik be­trieben. Nur er selbst sei weitsichtig. Er ist weitsich­tig, dieser Herr aus der Schule des weit-

R o m, 25. Nov. (DNB.) Eine amtliche Verlaut­barung besagt:Der italienische Außenminister Graf Ciano hat den französischen Botschafter und den englischen Geschäftsträger empfangen und ihre Aufmerksamkeit auf die Folgen gelenkt, die die Anwendung der Blockade auf die deutschen Exportwaren, wie sie von der französischen und der englischen Regierung angekün­digt wurde, für den italienischen Handelsverkehr haben könnte."

*

In Tokio wurde amtlich mitgeteilt, daß der japanische Botschafter in London be- auftragt wurde, einen scharfen Protest bei der englischen Regierung zu erheben gegen die beab­sichtigte britische Vergeltungsmaßnahme gegenüber Deutschland wegen des angeblich uneingeschränk­ten Einsatzes von Minen. Der Sprecher des Außen­amts erklärt, daß nicht nur Japan, sondern auch andere neutrale Staaten wiederholt gegen die Behinderung ihres Handels durch britische Konterbande-Maßnahmen protestiert hätten. Seit Ausbruch des Krieges seien durch England die Rechte einer kriegführenden Macht weit über­schritten worden. Im Falle einer Verletzung wichtiger japanischer Interessen durch britische Ak­tionen werde Japan gezwungen sein, Gegen­maßnahmen zu ergreifen.

Amtlich wird in Stockholm mitgeteilh In Zusammenhang mit den englisch-schwedischen Ver­handlungen in London wurde dort schwedischerseits ein ernster Schritt wegen der beab­sichtigten Verschärfung des Handels­krieges gemacht und die schweren Folgen dieser Maßnahmen für den Seehandel der neutralen Län­der unterstrichen. Die dänische Regierung hat ebenfalls in London Vorstellungen wegen der für den 28. November von der englischen Regierung angekündigten Exportknebelung erhoben, ebenso Norwegen, Holland und Belgien.

Die neutralen lassen sich nicht tauschen.

Rom, 26. November. (Europapreß.) Die Regie­rungen Englands und Frankreichs haben nach ita­lienischer Auftastung, wie so oft schon in den letzten Monaten, wieder einen schweren Fehlgriff getan. Die Verschärfung der Wirtschaftsblockade hat, wie in Rom festgestellt wird, in den neutra­len Staaten eine Gegnerschaft ausge­löst, die man in London und Paris sich nicht hätte

wegen aufgehalten. Man erzähle sich in Stavanger, daß Mr. Best schon im Weltkriege eine her­vorragende Stellung im englischen Nachrichtendienst eingenommen habe. Nach dem Weltkriege habe er sich alsGeschäftsmann" betätigt und eineFirma von stark internationalem Charakter" mit dem Hauptbüro in London und einer Filiale im Haag geleitet. Sowohl in London als auch im Haag hätte er Leute aus Stavanger in feinen Diensten gehabt. Wie man weiter hört, habe er die Verbindung mit dem englischen Nachrichtendienst niemals unterbrächen.

Indien nimmt den Kampf um seine Freiheit auf.

Delhi, 23. Nov. (DNB.) Der in Allahabad tagende indische Nativnal-Kvngreß hat einstimmig beschlossen, in ganz Indien die N o xv* Cooperation mit den britischen Be­hörden durchzuführen, falls es England auch weiterhin ablehnt, dem indischen Volke die neue Verfassung und eine eigene Regierung zu gewähren. Gandhi wird diesen Beschluß der indischen Volks­vertretung dem britischen Dizekönig vorlegen. Wie weitere Meldungen besagen, nimmt der Auf- stand im Nordwesten Indiens immer größeren Umfang an. Den aufständischen Waziri haben sich nunmehr auch die Stämme der Mah- mande angeschlossen.

sichtigen Beck und des weitsichtigen Moscicki. Möge er daran denken, wie es diesen polnischen Hanswursten jetzt geht, die endgül­tig ihr Engagement verloren haben." DiePrawda" fährt fort:Bald wird auch Ca­jander die Möglichkeit Haden, sich anhand der Tatsachen zu überzeugen, daß nicht die Marionet­tenfiguren aus der finnischen Regierung weitsich­tig waren, sondern die gegenwärtigen Führer Est­lands, Lettlands und Litauens, die mit der Sow­jetunion Beistandspakte aibgeschlosten."

Cajander werde die Verantwortung vor dem fin­nischen Volk zu übernehmen haben. Das finni­sche Volk, das vorn den Provokationen seiner Regierung nichts wissen wolle, richte an diese nach­drücklich die Frage:Warum habt ihr die Ver­handlungen mit Moskau abgebrochen? Wer hat euch hierzu ermächtigt? Steht nicht der britische Imperialismus hinter euch, ber euch in dieses Abenteuer hineingesto- ß e n hat?" Man könne annehmen, so schließt die Prawda", daß diese politische Vorstellung in Hel­sinki nicht mehr lange dauern werde. Es sei zu hoffen, daß das finnische Volk nicht gestatten werde, daß dasStaatsschiff Finnlands noch lange auf dem verderblichen Wege der Beck und der Moscicki weitergeführte werde."

daß die beschlossene Maßnahme auch den Seehandel der Neutralen treffen werde. Aber man hatte er­wartet, daß sich der Zorn der Neutralen gegen Deutschland entladen werde. Die Neutralen hätten sich aber durch die englisch-französische Pro­paganda nicht täuschen lassen. Denn es sei be­kannt gewesen, daß die Verschärfung des Wirt­schaftskrieges von England schon vor dem Ein­setzen des Minenkrieges beschlossen worden sei. So sei der abgeschossene Pfeil schließ­lich auf den Schützen zurück geprallt.

Im übrigen wird in Rom der Ansicht Ausdruck gegeben, daß infolge der Verschärfung der Wirt­schaftsblockade der Krieg zur See immer umfang­reichere und gefährlichere Verwickelungen für die ganze übrige Welt zu schaffen drohe. Die englisch- französische Maßnahme sei dazu angetan, di e schwersten Störungen der Interessen der Neutralen hervorzurufen. Sie treffe in der Tat die Weltindustrie und den Welthandel, schaffe allgemeines Mißbehagen und sei unver­einbar mit den moralischen Grundsätzen und ma­teriellen Interessen aller souveräner Nationen.

Angesichts der allgemeinen, in den entlegensten Winkeln der Welt fühlbar werdenden Gegnerschaft ist in London, wie dieTribuna" mitteilt, eine wachsende Beunruhigung festzustellen. Ge­gen die vorgebrachten Anwürfe suche man sich mit eigenartigen Begründungen zu wehren. So stelle man die Behauptung auf, daß man das Recht zur Anwendung von Repressalien habe. Dazu sagt die Tribuna": Wohl sei nach dem internationalen Recht für beide Teile der Kriegführenden auch die Anwendung von Repressalien zulässig. Aber es sei gegen jede Logik, Repressalien anzuwenden, die die Interessen jener schädigen, die dem Konflikt ferngeblieben seien.Italien muß seine moralischen und materiellen Interessen als Großmacht vertei­digen. Italien kann gegenüber so weitreichenden Rückwirkungen des europäischen Konflikts nicht teil­nahmslos bleiben."

Gegen

die britische Vannguttontrolle.

Washington, 26. Nov. (Europapreß.) Die von England angekündigte Maßnahme, daß die U8A.-Schifte noch vor dem Verlassen der Häfen der Vereinigten Staaten nach neutralen europäischen Ländern einer Kontrolle aufKonterbande durch englische Beamte unterworfen wer-

Staat und Wirtschaft.

Eine Rede vor der Reichswirtschastskammer be­gann der Staatssekretär im Reichswirtschaftsmini­sterium Dr. Land fried mit dem Zitat aus der Bismarckrede vom 11. Januar 1887:Der Krieg der Zukunft ist der wirtschaftliche Krieg, der Kampf ums Dasein im Großen!" Der große Staatsmann hat also bereits vor bald 53 Jahren den Charakter kommender Kriege rich­tig erkannt. Er fügte damals hinzu:Mögen meine Nachfolger das immer im Auge behalten und da­für Jörgen, daß wenn dieser Kampf kommt, wir gerüstet sind." Die Nachfolger Bismarcks haben dies nicht im Auge behalten, sonst wäre das Deutsche Reich wirtschaftlich nicht so unvorbereitet in den Weltkrieg hineingegangen. Allerdings gab es damals, als Bismarck mit verständnislosen ober gar vaterlandsfeindlichen Parteien im Streit lag, noch keine klare Herrschaft des Staates über die Wirtschaft. Wirtschaftliche Vorbereitungen, die da­mals ein weitblickender Staatsmann für notwendig halten konnte, wurden meist von Parlamentsmehr­heiten verhindert, die nichts anderes im Auge hat­ten, als das Interesse ihrer Auftraggeber.

Staatssekretär Landfried hat festgestellt, daß be­reits seit Jahren in aller Stille eine planende Ar­beit zur wirtschafttichen Vorbereitung einer Aus­einandersetzung mit unseren Gegnern geleistet wor­den ist. Alle Welt weiß, daß wir den Krieg nicht gewollt haben, sondern daß die Vorbereitungen den Zweck hatten, trotz Rohstoffknappheit und Devisen­mangel denjenigen Grad von militärischer und wirt­schaftlicher Sicherung zu erreichen, der uns in den Stand setzen würde, uns gegen Großbritannien und etwaige Verbündete zu behaupten. Wenn damals das Reichswirftchaftsminifterium die Vertei­lung der Rohstoffe an die einzelnen verar­beitenden Werke nicht der Selbstverwaltung der Wirtschaft, also derDrgamfation der gewerblichen Wirtschaft", überlassen, sondern in eigene Hand genommen hat, so erklärt sich das daraus, daß die Rohstoffe unter verschiedene Wirtschafts­gruppen verteilt werden mußten, und daß es nur innere Skrupel bereitet, wenn jemand zum Schieds­richter in eigener Sache berufen wird. Im Laufe der Jahre hat der nationalsozialistische Staat der gewerblichen Wirtschaft eine Reihe von Ausgaben übertragen, an denen sich diese messen konnte und die sie zu außerordentlichen Leistungen im Ernst­fälle befähigen sollten.

Der unbedingte Vorrang des Staates vor

den sollen, hat in amerikanischen Kreisen größten Unwillen hervorgerufen. Vor allem findet dieses System bei den Isolationisten schärfste Ablehnung. Der Jsolationsblock plant einen Vorstoß auf der nächsten Sitzung des Kongresses. Die Schwierig­keiten für die Washingtoner Regierung liegen darin, daß England entschlossen ist, die Blockademaßnah­men durchzuführen und in der sogenannten Kriegs­zone die Gewässer und Häfen für die 08^.-Schif­fahrt zu sperren. Sollte das Unglück es wollen, daß ein Frachtdampfer der Vereinigten Staaten in der Kriegszone versenkt wird, so würde nach Meinung der Jsolattonisten die USA.* Regierung hierdurch in eine äußerst schwierige Lage geraten, da sie durch die Erweiterung des Neu- ttalitätsgesetzes und die protestlose Hinnahme der englischen Blockademaßnahmen für eine derartige Entwicklung verantwortlich sei.

Amerika als Waffenlieferant.

Washington, 26. Nov. (Europapreß.) Aus einer vom Staatsdepartement veröffentlichten Liste über den Export von Waff en und Muni­tion geht hervor, daß ttotz des im Oktober noch bestehenden Verbotes des Waffenembar­gos die Ausfuhr von Waffen und anderen Kriegs­mitteln der Vereinigten Staaten eine erhebliche Steigerung gegenüber den Vormonaten auf­weist. Insgesamt haben die USA. im Oktober für 9,27 Mill. Dollar Waffen ausgeführt. An der Spitze der Käufer steht Japan mit 3,8 Mill. Es folgt die Türkei mit 2,2 Mill, und Schweden mit 1,7 Mill. Dollar. Außerdem haben Finnland, Nie- derländisch-Jndien, Brasilien, Holland, Mexiko und andere ibero-amerikanische Länder aus den Ver­einigten Staaten Waffen bezogen.

Die neue rumänische Neqierung.

Bukarest, 26. Nov. (DNB.) Während der Ver­eidigung der neuen Regierung erklärte Ministerprä­sident Tatarescu, das neue Kabinett sei aus der Front der nationalen Wiederge­burt hervorgegangen. Die Regierung werde ein Kabinett der Beruhigung, des Wiederaufbaues und der Festigung auf allen Gebieten fein und un­ter der oberen Leitung des Königs stehen. Die Front der nationalen Solidarität werde gefestigt werden und alle militärischen und mate­riellen Kräfte des Landes würden im Hinblick auf die Verteidigung des nationalen Erbgutes organi­siert werden. Das gleiche gelte auch für die Neu­tralität, die ohne den gernigften Seitensprung unter allen Umständen beibehalten werde.Bei der Durchführung dieses Programmes der nationalen Einheit, der sozialen Gerechtigkeit und des Friedens im Innern und an den Landes- grenzen sind wir überzeugt, daß wir gewissenhaft von allen Seiten der rumänischen Nation unter­stützt werden." König Carol antwortet»: ^Jch bin sicher, daß Sie alle sich über meine Besorgnisse und über den entscheidenden Augnblick im klaren sind, in dem Sie zur Leitung der Ihnen anver­trauten Aufgabenbereiche berufen werden. Zu einer Zeit, wo sich die Welt in Wirren befindet, hoben wir die Pflicht, alle Opfer zu bringen, damit unser Land in materieller wie in moralischer Hinsicht er* blühe." ---

Sowjetrussische Warnung an Finnland.

Scharfer Protest der Neutralen in London.

Gegen die völkerrechtswidrige Blockade deutscher Exportwaren.

träumen lassen. Man sei sich natürlich in den westlichen Hauptstädten darüber im klaren gewesen,