Ausgabe 
27.10.1939
 
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Aus der Stadt Gießen. Sammeleimersür dieEHW.-Futtermittel

Stöcke

üine Mahnung der Kreisamtsleitung der NSV.

wer,,

notwendig ist.

*

allen. Ein Stock mus bendig. Deshalb ist ?r einzige überlebe:

es gut, daß der Wanderstock

?r einzige überlebende unter allen verschollenen

r. k.

Die Rivalin der

vom Ae

Warum heute noch Theater?

des Haar, streift ihre Pantöffelchen über und ift

der stak

Auch Fräulein Ferber nebenan ist wach geworden, hnf (io mm einer wunder-

besonders vergnügt zu fein.

n bemiftn nächsten Z e r f e nbu- 1. Dar euz hat a rnierti- n aufgtr uen und L men und J erjeiM' jchlandI »fanfitn sick. Er i rben.

üöcken ist.

Wenn man ihn anpackt, ist es, als gäbe man

Farbaufnahmen im Herbst

mit einer Kamera von

Photo-Seiler, am Bahnhof.

fische, eiserne mit dem silbernen Griff, ein Ge- lhenk für den Konfirmanden. Er hat mir nie ge- "en. Ein Stock muß aus Holz sein, denn Holz ist

Zeit täglich 1 00 0 Kilogramm Küchen- abfälle benötigt. Die Schwierigkeiten bei der Aufbringung dieses Futtersatzes sind meist darauf zurückzusühren, daß von sehr vielen Hausbesitzern

Während er Licht macht, fährt ein. schleppender Glockenton durch das Haus. Der Arbeiter Sieben- tritt unten war nicht ganz sicher, ob sein bescheidenes Läuten vorhin gehört worden ist, und hat die be­zweifelte Veranstaltung kräftiger wiederholt.So, jetzt hat er mir glücklich die Kinder aufgeweckt , ärgerte sich Dr. Severin und steckt den Kopf zum Fenster hinaus:

Wer unten? Was los?"

kommt noch dieses blöde Fieber hinzu.

Endlich ist es soweit, Fräulein Ferber trägt den heißen Eimer in die Garage und füllt Wasser ein. Es ist eine kalte Aprilnacht mit Frost an den Schei­ben und sehr klaren Sternen. Siebentritt hält mit riesigen Händen den Instrumentenkosfer und wun­dert sich über Fräulein Ferbers blaßblaue Pyjama-

i; Bereitschaft und Unruhe.

-1Nein, danke. Das kann nur ich. Lucki imifo man lyre , verstehen", sagt Severin ernsthait.Gehi mit schnüffle nicht so an den Keifen U

«ZukunftZwei undOrei-pfund Broie

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inem guten Kameraden die Hand.

Dornotizen.

Tageskalender für Mittwoch.

Molen s.

r Heistch M uni| renden & Dom h lcher 6:o:

Fmh t Dr. A- n AW Vertreter i Brunel, Pariss

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deine. .

Gottogottogott, nun hat Lucki schon wieder ein*n Plattfuß , klagt Dr. Severin. Es ist ein wah''es Kreuz, mit dem Wagen, den die Kinder vor vielen JahrenLucki" getauft haben. Der Doktor fab-'Oet nach der Luftpumpe.

Kann ich helfen?" erbietet sich Siebente 'ou

nmtn sehr, ehr." ogehTfltnen:- it <

Schn'eidiz!"

WWWöerMSe

Roman von Walther kloep'er

Hopyrtgt)t by fori Buntfer Derlog - Berlin w 62

1. Kapitel.

Als der Hilfsarbeiter Siebentritt, abgehetzt und ltwas weiß um die Nase herum, die Nachtglocke am Doktorhaus in Efcheibrunn zieht, schlagt es geraoe !>rei. Die Klingelleitung, rostig und zu schwach in Bewegung gesetzt, gibt nur ein quietschendes Ge­räusch von sich, das im dröhnenden Hall der Kirchen-

Hitler-Jugend Dann 116.

Am Sonntag, 1. Oktober, findet die Großgelände. Übung der Gefolgschaften, 1/116 und 4/116 statt. Dazu treten die Gefolgschaften wie folgt an:

Gefolgschaft 1/116 um 6.^ Uhr Ecke Gabels­bergerstraße und Hammstraß--.

Gefolgschaft 4/116 mit Feldschere um 7.15 Uhr am Oswaldsgarten.

Es ist Verpflegung bis nachmittags um 15 Uhr milzubringen. Zu diesem Dienst wird Sommer­uniform getragen.

Der Führer der Gefolgschaft 1/116.

Der Führer der Gefolgschaft 4/116.

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Brötchen in Fortfall kommen, dafür nur noch grö­ßere Brötchen gebacken, die das Gewicht von etwa 50 g haben werden.

Im weiteren Verlaufe der Versammlung wurde zur Kenntnis gegeben, daß auch das Backen von Kuchen insofern eingeschränkt werden soll, als nicht mehr so viele Kuchensorten wie bisher zu backen sind. Einige Kuchensorten und Feingebäck Serben überhaupt in Fortfall kommen.

Die Versammlung fand ihren Abschluß im Aus­druck der allgemeinen Meinung, daß die Bäcker­meister unter den gegenwärtigen Umständen mehr als je ihre Pflicht tun werden und den vaterländi­schen Interessen zu dienen bereit sind, wo es immer

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Gloria-Palast (Seltersweg):

,arin". Lichtspielhaus (Bahnhofstraße):Fräu°.

Dann rollt der Wagen in die Nacht. Dr. Severin beugt sich noch rasch einmal hinaus:Kann lange dauern, Fräulein Ferber. Sprechzimmerr heizen und Schlosser Pütz nicht vergessen!" .

Nikoline Ferber schließt das Tor und kehrt frie­rend in das Haus zurück Im Geäst des kleinen Gartens hängt ziehend die Kalte. Nlkolme geht leise in Dr. Severins Schlafzimmer und hebt verstreute Kleidungsstücke auf. Sie stellt die Hausschuhe an den ihnen zukommenden Plütz, deckt das Bett zu und glättet das verwüste K'!I°n zärtlich. was em- Ge- barde von großer Unschuld tft- ®an schleicht sie an den Kindern vorbei in ihr eigenes Zimmer.

Da fährt er nun fiebrig 'N die Kalte hinaus IM offenen Wagen, wenn das nur gut geht, denkt sie b-forgt, fetzt sich auf b?n Bettrand und streift thre Pantöffelchen wieder ad. Die sind rührend klein, ein wenig verwelkt und fchiefgetreten und an einem fehlt der Pompon. Das Bett knarrt, Ni- lastt sich das vermeiden, es ist 'alt und hat an jeher Ecke eine gedrechselte Kugel. Fußboden, schräg und voller Spalten ist wie hns ganze übrige $jau5, feylammg hinoebaut und au; dürftigem Material. Nikolme be. fchäftigt sich noch immer mit Dr. Severin, dem sie eine Eck- in ihr m Herzen emgeraumt hat ohne doß er es weiß. Um es gleich zu fagen, st- liebt ihn auf ein« verborgene und schmerzvolle Weise, gegen di, fjc ganz ur« gar ohnmächtig ist. Sie ist ein nicht mehr ganz junges Mädchen, ausnehmend gut ge­wachsen und die Leute machen ihr manchmal Korn- nlimenle meSen ihres Aussehens Sie ist erst vor wenigen Monaten, im November, in das Doktorhaus " «^ohrpsid sie sich tn ihrem nicht mehr recht warmen Dctt vorllchtig einkuschelt, läßt sie sich ihren dama­ligen E'N.zug nochmals durch den Kopf gehen. Sie war 'U jener Zeit Reisevertreterin einer Dresdner ftirtvn und Hotts Eschelbrunns Umgebung ohne Er­folg abgegrast. In Dr. Severins Arzt-Apotheke wollte sie' sich etwas Heftpflaster kaufen und war dabei, vermutlich aus Hunger und Erschöpfung, ohnmächtig geworden. Als sie ins Bewußtsein zurückkehrte, waren Pfefferminz- und Aethergeruch um sie und ein fahr besorgter, freundlicher Herr.

Ist es jetzt b-'sssr, kleines Fräulein?"

/.Danke, ja. Verzeihen Sie. Nur mein rechter Fuß"

Da wollen wir gleich mal nachsehen. Ei, ei, et, mte ©trafen; kommen von der offenen Blase an der Ferse. Wir haben ein bißchen Blutvergiftung, aber keine Angst, das wird schon wieder. Wir werden Umschläge machen und uns brav ins Bett legen. Wo wohnen Sie denn?"

(Fortsetzung folgt.)

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der zur Erfassung der Küchenabfälle erforderliche EHW.-Sammeleimer noch nicht bestellt wurde. Durch Polizeiverordnung des Polizeidirektors in Gießen vom 21. 4.1938, die in den beiden hiesigen Tages­zeitungen veröffentlicht wurde, find die Hausbesitzer auf die unbedingte Pflicht zur Beschaffung des vor­schriftsmäßigen EHW.-Sammeleimers hingewiesen worden. Es ist ein Gebot der Stunde, daß sich heute kein Hausbesitzer dieser vaterländischen Pflicht entziehen darf.

Der Verkauf der Sammeleimer wird in den näch­sten Tagen durch die Blockwalter der NSV. erneut in Angriff genommen werden, und es erfolgt per­sönliche Rücksprache bei den einzelnen Hausbesitzern.

startbereit.

Nach auswärts, Herr Doktor?" fragt fie vom Stiegengeländer hinunter, wo Dr. Severin ge­dämpften Jnstrumentenlärm verursacht.

Ja, Mooracker, Querlage vermutlich. Kümmern Sie sich gleich um das Kühlwasser. Willst du die Klappe halten, Bulli! Das ist Herr Siebentrüt, wenn du es noch nicht wissen solltest."

Der Letztgenannte, beschämt und verwirrt durch soviel Aufruhr um ihn, setzt sich auf die Patienten­bank im Korridor, der zugleich als Warteraum dient, und zieht seinen herabgerutschten Socken hoch. Eigentlich mühte er sich ja auch schneuzen, aber das getraut er sich nicht. Seine Angst ist jetzt nicht mehr so groß, seit er seinen Auftrag in Dr. Severins Händen weiß, der in derlei Geschichten einen be­gründeten Ruf genießt.

i' Fräulein Ferber pumpt Wasser in der Küche, was nicht ganz einfach ist. Der Schwengel dieser

macht uns Vorleben, diese stählerne Sicherheit der Geborgenheit und der Zuversicht, dann dürfen wir uns auch die zwei Stunden Heiterkeit im Theater gönnen. Denn draußen lachen sie auch nach dem schwersten Sieg und vor der härtesten Schlacht. Und gerade das ist ihre Kraft und ihr Wert. Der Klamauk und die Zote und die billige Phrase, die allerdings bestehen nicht vor der Nähe des Todes, aber der Humor und die herzbefreiende Heiterkeit waren auch im Unterstand zu Hause und sind in manchem guten Kriegsstück festgehalten.

So wollen wir nicht bange sein vor verdunkelten Anmarschwegen zum Stadttheater. Denn drinnen ist es ja hell. So wollen wir nicht bange sein vor Din­gen, die unser gespanntes Gefühl verletzen könnten. Nein! Denn überall, wo Erhebendes, Befreiendes, Großes und Heiteres ausgesagt wird, überall da, wo es mit Ueberzeugung und mit Können geschieht, da dürfen, ja, da müssen wir sein. Wir alle. Alle, die sich der starken Heimatfront von 1939 zugehörig fühlen! Diese große Zeit sieht das Theater würdig und wert mitzuwirken an der seelischen und geistigen Stärkung unseres Volkes. Und jeder, der das Theater besucht, wird erfahren, daß es tatsächlich und unbedingt hineingehört in die groß« Front der deut­schen Heimat von 1939!

Zum Verkauf gelangen EHW. -Sammeleimer mit 30 Liter Inhalt z u m Preise von 4 R M. Bestellungen werden ebenfalls auf der Kreisamtsleitung, Telephon-Nr. 2297, entgegenge­nommen.

Von den Hausbesitzern wird nun erwartet, daß die Bestellung des EHW.-Sammeleimers jetzt um­gehend erfolgt, damit die Küchenabfälle dem EHW. und damit Dem Allgemeinwohl zugsführt werden können.

Eine besonders dringliche Bitte sei noch an die Hausfrauen gerichtet. Es ist von großer Wichtig­keit, daß unsere Hausfrauen die Gefäße mit den Küchenabfällen an den Sammeltagen immer mög - lichst früh vor die Haustür stellen, damit die Sammler bet ihrem Erscheinen die Behälter be­reits vorfinden. Wenn in dieser Weise von den Haus­frauen verfahren wird, können sie auch stets damit rechnen, daß die Küchenabfälle pünktlich abgeholt werden.

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Th e-ater. Er wird verstanden und mit der höchster' Verantwortungsfreudigkeit beantwortet werden. Es mag manchen Besucher geben, der in solcher Zeit seine Liebe zum Theater zurückstellt hinter der Sorge um das Vaterland und um seine Angehörigen an der Front. Er möchte Stille haben und sich nicht ansprechen lassen von den tragischen und heiteren Gestalten der Bühne, die ihm jetzt fremd sind, die ihn stören. Wir achten diese Einstellung, aber wir müssen ihr widersprechen. Man vergesse zunächst nicht die Bühnenkünstler. Sie sind an ihre darstel­lerische Arbeit auch in dieser Zeit verpflichtet. Sie müssen in ihrer Arbeit fremde Welten und Gestalten aufsuchen, müssen sich in sie versenken und verwan­deln. Sie müssen es tun in wochenlangen Proben und Aufführungen und werden zwischendurch im­mer wieder von den brennenden Schicksalen des Ta­ges ergriffen und weggerissen, Jeder von uns ist tatsächlich oder in Gedanken an der Front, und das gewohnte Tagespensum 'der Arbeit wird dabei viel­leicht mehr oder weniger mechanisch bewältigt. Das

aber ist auf der Bühne unmöglich. Hier tft der Künstler verpflichtet, die Wirklichkeit ganz und gar hinter sich zu lassen und eine vollkommene Ver­wandlung zu vollziehen und allabendlich sinnfällig zu machen. Diese Konzentration, weg von den Tat­sachen, die uns in Anspruch nehmen, ist eine außer- ordentlich schwere Ausgabe. Und sie darf bean­spruchen, daß auch das Publikum sie würdigt, in­dem es erscheint und teilnimmt. Diese Anteilnahme wird aber keinen Widerwillen und keine Enttäu- schung hinterlassen. Im Gegenteil. D'.ese ihrer künst­lerischen Ausgabe hingegebenen Menschen oben auf der Bühne und unten im Orchester werden uns in solchen Stunden höchster Spannungen beweisen, daß das Theater ja gar fein albernes oder übertriebenes oder unwahrscheinliches Spiel ist. Das Theater ist die Spielfläche für das Außerordentliche, für die großen Entscheidungen und Entladungen im Leben der Vergangenheit und der Gegenwart.

Mozart und Wagner, Shakespeare, Schiller und Hebbel sind die Garanten auf diesem Wea. Sollen wir uns dem entziehen? Sollen wir es fürchten oder ab- lehnen? Nein. Wir sollen und dürfen uns sagen: Neben unserer Arbeit, neben den Berichten des Rundfunks ist das Theater ja das einzige, was uns immer wieder angeht. Das Theater gibt uns die großen Beispiele der Geschichte. Das Theater gibt uns die großen Gefühle und Erlebnisse, die uns be­herrschen sollen.

Und es ist kein Verrat an der Front und an den Söhnen und Brüdern, die dort stehen, wenn wir uns auch einmal ein anständiges Lustspiel oder eine gute Operette ansehen. Das war es im Weltkrieg nicht, das ist es nie gewesen, und ist es heute nicht. Wenn wir die stählerne Sicherheit in uns tragen, die der Führer, sein Hermann Göring und unsere Wehr-

Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: In Zeiten höchster weltpolitischer Spannungen und militärischer Auseinandersetzungen scheinen die Mu­sen zu schweigen. Der eherne Rhythmus marschieren­der Bataillone und dröhnender Panzerwagen Uber- klingt die Bühnensprache. Die stilleren Bezirke, in denen die Musen wohnen, bleiben aber immer und in jeder Lage bestehen, und ihre Bedeutung mindert sich in keinem Augenblick.

Die deutsche Reichsregierung und ihre theater­zuständigen Stellen wünschen ausdrücklich, daß die deutschen Theater ihre Tore öffnen und ihre Ar- beit durchführen. Die Theater stehen in der Front­linie der Heimat und sind deutlich abgehoben von ienen Vergnügungsstätten, deren Betriebsamkeit und deren Klamauk wir in Zeiten letzter Entscheidungen nicht ertragen. Den Theatern des Reiches wird zu- gerufen: Auch in den Schicksalsstunden der Nation habt ihr euere Geltung! Der Menschheit Würde ist in eure Hand gegeben!

I Dieser Ruf ehrt und verpflichtet die deutschen

Siebentritt geht in den Lichtschein und stottert mit emporgerecktem Gesicht:Sie sollen gleich nach Mooracker kommen zu feiner Frau. Die Hebamme sagt, es pressiert. Das Kind liegt nicht richtig Siebentritt bringt das rasch, laut und beschwörend hervor, heillose Ängst steckt ihm in den Knochen.

Dr Severin fühlte seine Vorsätze ins Wanken geraten. Teufel noch eins, er ist selber krank, richtig; aber Entbindung geht vor, da ght es# nichts zu überlegenNa, schön, ich komme sofort. Er macht------------ .

' das Fenster zu sucht einen Kragen, findet ihn nicht. Pumpe in Efcheibrunn hat man weder Gas noch I und begnügt sich schließlich mit einem Halstuch.' Wasserleitung hat nämlich die Neigung, sich ge- Dann tappt er behutsam die Stiege hinunter und rode immer dann zu verklemmen, wenn es eilt. Das vermeidet die drittletzte Stufe, die immer so knarrt. Wasser, mal trübe, mal zu wenig und häufig von Er stolpert über BÜlli, der irgendwo im Dunkeln toten Spinnen oder kleinen Würmchen durasietzt, berumaciftert, er stößt sich an einen leeren Eimer cutpreßt ihr manchen ^eu.jer uno gehört zu om ' i Dinom, d>" ihr das L"ben tnmöfm *v bitt'*. Zwar

ist seit hat Dr. Severin wiederholt ein Filter beantragt, aber die Gemeinde, der das Doktorhaus zu eigen

Stöcke haben, wenn sie lange genug im Gebrauch garen, ein eigenes Leden.

vertreten, fte Seife Roten ft.

hen die & Nachdem wir in der gestrigen Ausgabe unseres " tattes den Abdruck des KriminalromansD e r

Für die laufende Woche gelten für den Brotbe­zug die Abschnitte 1 mit 1000 Gramm, 5 mit 500 Gramm und 9 mit 500 Gramm Brot oder 375 Gramm Mehl, ferner für den Brot- öfter Brötchen- bezug acht kleine Abschnitte zu je 50 Gramm, so daß damit die Wochenmenge von 2400 Gramm erreicht ist. Wer aber mit 3 Pfund Brot auskommt und sich eine Brotmenge für eine der nächsten Wochen aufheben will, kann den Abschnitt 9, der vom 25. 9. bis 22. 10. für Brot oder Mehl gilt, ebenso die kleinen Abschnitte zu se 50 Gramm zur Ver­wendung zu einem späteren Zeitpunkt innerhalb der Gesamtgeltungsdauer der Brotkarte bis 22. 10. auf« betäuben. Die Abschnitte 9, 10, 11 und 12, sowie die kleinen Abschnitte zu je 50 Gramm müssen also nicht in der jeweiligen Woche verwandt wer­den, sondern sie gelte.; für den ganzen Monat.

Läter mitten unter uns" von Kurt tiemann zu Ende geführt haben, beginnen wir i der heute erscheinenden Nummer des Gießener lnzeigers mit der Veröffentlichung eines neuen roßen Romanwerkes, von dem wir mit Recht einen ußergewöhnlichen Erfolg in allen unfern Lefer- treisen in Stadt und Land erwarten dürfen, zumal er Autor unseren Lesern kein Unbekannter mehr ist. Der Roman heißt:

Die Frau aus der Fremde" von Waller kloepfer.

Des gleichen Verfassers RomaneFock bringt i n Mädchen mit" undDas Mädchen Maxie" gehörten zu den stärksten und nachhaltig- len Vornanerfolgen, ftre wir je zu verzeichnen ge­habt haben. Kloepfer hat Phantasie und Humor tnö einen starken Sinn für aktuelle Probleme, Die r mit warmer Menschlichkeit anpackt. In diesem >euen Roman erschließt uns Kloepfer die interessante lnd vielfach unbekannte Welt des Landarztes, der in einem jungen lebenstüchtigen Mädchen nach nanchen Konflikten und Irrungen eine tapfere :pferbereite Lebenskameradin findet. Wir sind ge« rnß, dieser Roman wird bei unfern Lesern einen !8icht weniger starken Nachhall finden, als die srüheren Werke Kloepfers^

In einer Versammlung der Bäckerinnung für Stadt und Kreis Gießen, die gestern nachmittag in der GaststätteZum Andres" stattfand, wurde ein­gehend über die neue Sachlage gesprochen, wie sie sich für das Bäckerhandwerk aus der Kriegswirt­schaft ergibt, nachdem nunmehr auch Brot- und Mehlmarken eingeführt sind.

Bäckermeister Georg Schilling, der in Ab­wesenheit des Obermeisters die Versammlung leitete, gab zunächst grundsätzliche Richtlinien des Reichs­innungsmeisters über die gesamte Handhabung, wie sie sich jetzt ergibt, bekannt. Eingehende Besprechung galt der Frage der Zuweisung des Mehles, der Zusammenfassung der Karten und deren Weiter­leitung an die zuständige Stelle, ferner wurden auch einige Fragen berührt, die die Verbraucherschaft angehen.

Um entsprechend der Wertbezeichnung der Brot­karten (Abschnitt 1 bis 4 je 1000 g, Abschnitt 5 bis 8 je 500 g, Abschnitt 9 bis 12 je 500 g oder 375 g Mehl) eine einfache Verteilung vornehmen zu können, werden, die Gießener Bäckermeister dazu übergehen, aus dem qualitativ ganz hervorragenden Mehl von jetzt ab Brote im Gewicht von 1000 g und 1500 g zu backen. Dadurch wirft es möglich werden, Das Verkaufsgeschäft zu erleichtern und jegliche gewichtsmäßige D'stexenz zwischen Brotge­wicht und dem Anspruch des Verbrechers auszu­schalten.

Weiter wurde Darauf aufmerksam gemacht, daß auch Brötchen nur noch gegen Karten abgegeben werden können. Für diesen Fall sind die Kärtchen a und b vorgesehen, die für je 50 g Brot Geltung haben. In Zukunft werden deshalb die bisherigen 3-Pf.-

lün".

Unser neuer Roman.

ilhr untergeht. .

Siebentritt, jung, arbeitslos und kurz verheiratet,

ist in Sorge wegen seiner Frau und wartet. Sein Utes Fahrrad mit der trüb brennenden Laterne hat er neben sich. Die Hebamme Hot einiges von falscher 3age geflüstert. _

Der Hund Bulli, dessen Hütte im Erdgeschoß

W, ein gelber Borer von gefährlichem Aussehen

lßrr$roker Harmlosigkeit spitzt die Ohren und eg 1)erumgCL|ieri/ llUöl pu; . -.....-

'ch beruhigt zuruck. Für ,hn geht die Sache m DrD ät endlich in sein Sprechzimmer.

tung: ein Patient, kein Einbrecher. Diese Fest- Ki'ider'imm ' D"urin ist seit Teilung berechtigt ihn, feinen Hundeschlaf fortzu- ^Drob^^ Witwer und hat zwei Sprößlinge - iEtzen. r. ~ p- in zwei weißgestrichenen Betten.Raufe-

Im ersten Stock hingegen begibt sich 'klar heute ist doch Sonntag", behauptete Alto,

Dr. Severin, aus einem dünnen Schlummer unzart re, . > ... nb gutmütig, hinter

Nimm Den WanDerstock, er ist braun und knorrig. I r war bei Deinen ersten Wanderungen Dabei. Auf aubigen Odenwaldwegen, in bachdurchrieselten älern (man stemmte ihn klirrend ins Bachgestein iD hüpfte elegant übers Wasser), er war bei Mond- yeinwanderungen in den Tagen Der Jugend, er lag irben Dir in glühheißen Nachmittagen, wenn Die pldbrüstigen Hummeln summten und kleine, blaue Halter zitternd vor Glück auf Wiesenschaumkraut scßen.

Der Stock des Onkels fällt Dir ein. Er hatte einen [fenbeingriff, der geschnitzt war wie ein Stück ris- gen Astes. Eine Eidechse wand sich durch, von fünft- trtiger Hand geschnitzt, ihr Schwänzlein schmiegte ich auf Der anderen Seite eng an Das Holz. Es war irr Stock, vor Dem man Respekt hatte. Das (Elfen- izin war kühl.

Verloren ist irgendwo der Stock der Nachkriegs- -it mit den koketten Knöpfchen. Es ist nicht schade mum, aber wohl um den anderen mit Dem schönen endlichen Griff aus einem glatten, besonders an- ?nehmen und gelblich getönten Holz. Diesen Stock itte man gern wieder. Er wäre der richtige jetzt, ir Die dunklen Abende. Aber kein Erinnern führt Kitjin zurück, wo dieser Stock geblieben ist.

Verschwunden ist auch ein Stock aus Bambus Der einer Art Bambus. Verschwunden ist der ko-

Dr. Severin, aus einem .........------ - , -

n Die Höhe gerissen, horcht dem entschwebenden der Berausch ang^^v,.^ Ouenzel, das gilt ihm! Mit seinem Schlaf ist es merkwürdig bestellt. Sein Trommelfell nimmt auch »ei Nacht alle verdächtigen Straßenlaute wie Huf- zeklapper, streitende Stimmen, hastige Dritte und charfgebremste Rader mit einer zermürbenden Sicherheit auf. Er bekommt dann immer ein leises Stechen in Der HerzgegenD, mit Dem er medizinnch nichts Rechtes anzufangen weiß. Diesmal ist ihm 5ie Ruhestörung besonders unangenehm, er suhlt Ich krank, hat Halsschmerzen, und es ist nom nicht entschieden, ob ein Schnupfen pder eine Angina -----

voraus wird. Aus alle Fälle ist er entschlossen den gnüglich zugeht. ,pnfln jft madl geworden.

Vatienten an einen Nachbarkollegen zu verweisen. Auch §raule.n Ferber nebenan wach geworoe^ Ausgerechnet jetzt, ausgerechnet bei Nacht! Es ist, ^sion^ geklingelt, aus einer Spazierfahrt

als ob diese Kaninchen es riechen" brummt er baren auuwn ig <Severin. Sie sucht nach -roefnet sich flüchtig ab denn er hat Aspirin und mit ihrem LW, . $ billige Armbanduhr zu

Wickel hinter sich - und schießt mit.Beschleunigung dem Schal er zieyi <-chkafrock. Er ist ziem­en seine Kleider. Er hat seit Tagen nicht richtig aus- R- e scheußlich gemustert und bedeckt ihre , ----- - , n g

geschlafen, wird oft und unnötig herausgeholt und °?^?'?bose nur unvollkommen. Sie kämmt mit schnüffle nicht so an den Reifen Hern bat mindestens 39 Fieber. Lauter Grunde, nicht i Schlasan^ugh ^^^^chnittenes blon-l habe ich richtig cmen Oelslecken am »lermei.

5elnnhptA nsrnniint r.i ksin. uen V B J

Der Stock kommt wieder zu Ehren. Wieviel siche- i _ . r v m ,

ir gehst du in der Dunkelheit mit einem Stock in Durch die Fertigstellung und Belegung der zwei­er Hand. Du kannst dich vorantasten, Du kannst , *cn. Mastanlage Des EHW. werden in Gießen zur irit Dem Geklirr Der Spitze dem Begegnenden an- ** * " * ** 1 An n ®1 " Ä w w "

zügen, daß ihm jemand entgegenkommt ein Stock | gut. Mancher kommt jetzt wieder zu Ehren. Aus 'manchem Stander, wo er |chier ver.^ua . - -

, .Raufe- ist, hat ja nie Geld.

ar heute ist doch toonnrag , oegaupieu-Ist das Wasser schon heiß? Richt? Dann schall

Bub neunjährig dick und gutmütig, hinter schnell! Wo habe ich denn die Aptoschlusstl. Wir geripen, yvrcyi uem --- ' i müssen auch wieder Pituglandol bestellen, Frautern

geftrengt nad). Zweifel, das war die s-'n-m Bettfchirm mit>er(trcitet Luis, basierter. Ob wähl genug Watte im Kaffer ist?" Dr.

.......... ......^m Miler, hiibfch u^> Severm P au^ereg^ Gebur en. Und heute rechthaberisch.Raufen tun sie immer von 12 bis 1.

Jetzt ist aber schon 3 Uhr durch."

Dann fann.es bloß eine Geburt sein, meint Alto und bedauert seinen Papa insgeheim ein bißchen. Er aehört einer Generation an, die solche ttmp.m- dung-n stramm in sich verfchiießt, Beide gähnen machen winzige Augen, drehen s,ci> elliche M lle h"rum und sind schon wi"d^ nrm^Mucft im Traumbereiche, in denen es phantastisch und ver-