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London hofft auf eine Einigung mit Japan
erhöhten Preise werden auch bereits für d i e Oelsaaten des Erntejahres 19 3 9 den Erzeugern gezahlt werden.
Die neuen deutschen Orden und Ehrenzeichen.
Die „Deutsche Kriegsopferversorgung" veröffentlicht einen Aufsatz von Ministerialdirektor Dr. Doehle von der Präsidialkanzlei des Führers über die deutschen Orden und Ehrenzeichen. Der kurzsichtigen Ordensfeindlichkeit der Weimarer Republik .wurde durch das Gesetz über Titel, Orden und Ehrenzeichen ein Ende bereitet und grundsätzlich die Verleihung von Orden und Ehrenzeichen 'durch die Annahme ausländischer Auszeichnungen wieder zugelassen. Das Recht zur Verleihung von Orden und Ehrenzeichen steht heute । ausschließlich d e m Führer zu.
Die Reihe der st a a t l i ch e n Auszeichnungen er- iöffnet das noch von dem verstorbenen Reichspräsi- ldenten Generalfeldmarschall von Hindenburg gestif- ltete Ehrenkreuz des Weltkrieges, von -dem im Altreich 8 041 414 Stück verliehen wurden, darunter 6 202 883 Frontkämpferkreuze. Die Ver- Ileihung ist jetzt auf die übrigen Gebiete Groß- ldeutschlands erstreckt worden. Es folgten 1936, vom Mhrer gestiftet, das Deutsche" Olympia- »Ehrenzeichen und die Olympia-Erinnerungs- mnedaille, 1937 dos Ehrenzeichen des Deutschen R a - ttionalpreises für Kun st und Wissen- ss ch a f t, ferner der nur zur Verleihung an Ausländer bestimmte Verdien st orden vom ^Deutschen Adler, 1938 die Treubien st - rehrenzeicken und die Dienstauszeich- m u n g e n , ferner das Luftschutzehrenzeichen, das Jeuerwehrehrenzeichen, das Grubenwehrehrenzeichen sowie die Erinnerungsmedaillen an den 13. März mind den 1. Oktober 1938. Zu Weihnachten 1938 stiftete der Führer das Ehrenkreuz der deutsch e n Mutter. Es folgen als letztgestiftete Ehren- szeichen die Medaille zur' Erinnerung an die Heim- Lehr des Memellandes, das Ehrenzeichen für deutsche Volkspflege und das Spanienkreuz. Von früheren staatlichen Auszeichnungen, die im Dritten Meich weiter verliehen werden, ist die Rettungs- medai11ezu einer Reichsauszeichnung geworden. Unter den Ehrenzeichen der Bewegung stehen an erster Stelle das Goldene Parteiabzeichen und der Blutorden, weiter sind zu nennen das Coburger, das Nürnberger und das Braunschweiger Abzeichen, die Traditiönsgauabzeichen und das Goldene HJ.-Abzeichen. Für alle Ordensangelegenheiten im Reich ist eine zentrale Instanz geschaffen, die Drdenskanzlei, deren Geschäfte der Staatsminister mnd Chef der Präsidialkanzlei des Führers führt.
Großdeutlcher Baugewerbetag.
Vom 21. bis 24. Juni fand in Wien der erste »Großteutsche Baugewerbetag statt. Zur Haupt- litagung kam Dr. Todt nach Wien, um als Generalbevollmächtigter für die Regelung der Bauwirt- schaft zu sprechen. Das Wichtigste im Bauschaffen sei die kulturelle L e i st u n g, sie sei nicht ibloß Aufgabe des Architekten, sie müßte maßgeblich «rgänst werden durch handwerklich meisterhafte Ausführung. Das deutsche Baugewerbe müsse daher iflein Hauptmerk auf handwerklich gute Arbeit bei gediegener sorgfältiger Ausführung richten. Dies fei mud) möglich bei sparsamstem Materialeinsatz. Die Schwierigkeiten in der Materialbeschaffung und der Wereitstellung von Arbeitskräften seien bekannt. Deutschland sei schon mit größeren Schwierigkeiten ifertig geworden. Es werde auch mit diesen Schwierigkeiten fertig werden. Durch weitere Mitarbeit ‘ «ei den Maßnahmen zur Leistungssteigerung, durch taubere handwerksmäßige Arbeit, durch systematische Machwuchsschulung, vor allem aber durch den fana- itischen Glauben an Deutschland und an Adolf Hitler Lverde das gesteckte große Ziel erreicht werden.
Gruppensiedlunq.
Auf einer Tagung der Siedtungsbehörden und Siedlungsträger wurde das neue Gruppensiedlungs- .ierfahren behandelt. Man versteht darunter den Einsatz von Neubauern, die vor der Uebernahme Shrer Höfe unter Führung eines Gruppensiedlungs- Leiters das neue Dorf in gemeinschaftlicher Arbeit njnb in nationalsozialistischen Lebensformen auf- ?oauen. Während der Dauer der Zwischenbewirtschaf- jung erhält der Neubauer den Landarbeiterlohn. Schon ein halbes Jahr vorher arbeitet also der Meubauer auf dem Boden, den er später einmal I sein eigen/nennen wird. Auch zur Formung der Dorfgemeinschaft trägt diese Siedlungsart wesentlich oei. Fehlschläge bei der Auswahl lassen sich durch nas Gruppensiedlungsoerfahren fast ganz vermeiden. ! Qn Schlesien ist jetzt mach verschiedenen Vorläufern -n anderen Gauen mit bestem Erfolg ein großes Gruppensiedlungsverfahren beendet worden. Es soll Nori von 1940 ab generell durchgeführt werden.
Vereinheitlichung der Prüfungsgebühren.
Im Zuge der Vereinheitlichung der Prüfungsordnungen im Bereich der Wissenschaftsverwal- .ung hatte der Reichserziehungsminister auch die Prüfungsgebühren für die akademischen Prüfungen reichseinheitlich neu festgesetzt. Dabei wurde ! gestimmt, daß van den Prüfungsgebührnissen ein Anteil von 50 o. H. an d i e Staatskasse >b zu führ en ist. Die neuen Bestimmungen über die Nebentätigkeit der Beamten haben eine Prüfung der Frage des Fortfalls der Kürzung ter Prüfungsgebühren erforderlich gemacht. Der preußische Knanzminister hat sich damit einver- itanden erklärt, daß vom Rechnungsjahr 1939 ab trie Prüfungsgebühren bei der Wissenschaftsverwaltung mit Ausnahme ber Promotionsgebühr i n »oller Höhe für Prüfungsvergü- jungen und sächliche Ausgaben verwendet werden. Der Reichserziehungsminister hat mese Maßnahme auch auf die übrigen Länder ausgedehnt.
Keine Straßenmusikanten mehr?
Die Zähl der Straßenmusikanten ist merklich mrückgegangen. Jetzt wird bekannt, daß die Wan- rermusikanten aus dem Musikantendorf Hundes- a g e n im Eichsfeld bis auf ganz wenige alte Musiker in ben Reichswerken „Hermann •Boring" Arbeit gefunden haben und ihre „Haus- nbuftrie" des Musizierens nicht weiter betreiben Sonnen — eine Hausindustrie, die sie freilich nicht n allzu^ enger Verbindung mit der heimatlichen Scholle, sondern vielmehr in einem rüstigen Wan- terleben ausübten. Es gibt mehrere Gegenden in Deutschland, die ' ständig Musikantentrupps gestellt i-aben. So z. B. auch einzelne Dörfer des Erzgebirges. Dabei ist es interessant, daß sich immer mrzelne Dörfer auf die Spezialität des Musizierens
Dr. Li. London, 27. Juni.
In einer Erklärung über die Lage in Tientsin gab Ministerpräsident Chamberlain im Unterhaus dem Bedauern darüber Ausdruck, daß eine Reihe von weiteren „U n w Ü r d i g k e i t e n" gegenüber britischen Untertanen vorgekommen' sei. Der britische Botschafter in Toki-o verhandle, mit dem japanischen Außenminister über die Lage. Die Regierung bestehe weiter darauf, daß eine derartige Behandlung britischer Staatsangehöriger durch das örtliche japanische Militär aufhören müsse. Er wolle aber nichts sagen, was -bie Aussichten eines befriedigenden Ergebnisses der Unterhaltungen mit der japanischen Regierung beeinträchtigen könnte. Der rühere Außenminister Eden machte daraus aufmerksam, daß „die Zusagen der Regierung in Tokio nicht immer in dem gewünschten Maße gehalten worden seien". Chamberlain stimmte dem zu und teilte zugleich klar, daß die Hoffnungen auf eine Einigung, bii er vorher ausgesprochen hatte, sich nicht auf eine Besserung in der örtlichen Situation in Tientsin, sondern auf die in Tokio mit der japanischen Regierung eingeleiteten-Besprechungen beziehe. Als mehrere Abgeordnete, darunter der kon- ervatioe Sir John Wardlaw Milne, auf ein f cf) ä r° eres Vorgehen der Regierung drängten und die Frage wirtschaftlicher Repressalien gegen Japan auswarfen, erklärte Chamberlain: „Wir haben alle diese Erwägungen im Sinne, ich hoffe jedoch, daß, um die Lage zu erleichtern, mein ehrenwerter Freund soviel Geduld üben wird wie möglich."
Die englische Öffentlichkeit blickt weiter mit großer Sorge auf die Vorgänge in Tientsin und Swatau. Die Erklärung der Schanghaier Marinetellen, daß notfalls britische Handelsschiffe durch Kriegsschiffe nach Swatau eskortiert werden würden, wird selbst hier mit wenig Vertrauen ausgenommen. Die Blätter müssen zugeben, daß infolge der japanischen Bestimmungen zwei britische Handelsdampfer am Montag Swatau wieder verlassen mußten, ohne ihre Ladung zu löschen oder Passagiere zu landen. Die Blockade Swataus bedeutet eine ernste Gefährdung für die Ver- sorgunaHongkongs, da Hongkongs Lebens- mittelbel'ieferung in der Hauptsache über Swatau geht. Vernon Bartlett hofft, daß die Japaner die Blockade Tientsins aufheben würden, ist sich aber klar darüber, daß dies nur unter Bedingungen geschehen würde. Es würde nicht überraschen, wenn innerhalb der nächsten Tage ein Vorwand dafür gefunden würde, die vier Chinesen chinesischen Gerichten, damit also den Japanern, zu übergeben. Dieser Schritt würde wahrscheinlich von einem Abkommen begleitet sein, das den Japanern mehr Möglichkeit gebe, dabei mitzureden,
verlegt haben genau so, wie andere Einzeldörfer oder jedenfalls nur landschaftlich sehr eng gebundene Gemeinschaften mehrerer Dörfer einige ganz besondere Spezialitäten treiben. So gibt es in Schlesien ein Dorf, das sich seit altersher mit der Herstellung von Leitern beschäftigt und in Brandenburg ein Dorf, das Holz-Pantinen verfertigt. Auch in den volksdeutschen Siedlungen im Ausland finden sich solche Erscheinungen. Die Gottscheer im heutigen Südslawien sind z. B. als Hausierer bekannt und werden auf dem Tag des Deutschtums im Ausland an diesem Wochenende in Eger in ihren charakteristischen Trachten vertreten fein.
Wandel im Vergebungswesen.
Zu dem Erlaß des Generalinspektors für das deutsche Straßenwesen über eine Neuregelung der Vergebung von öffentlichen Aufträgen im Autobahn- und Straßenbau gibt Ministerialrat Panzeram vom Rechnungshof des Deutschen Reiches in der „Straße" einen Kommentar. Bisher galt bei Vergebungen der mehr oder weniger öffentliche Wettbewerb. Die außergewöhnliche Vergrößerung des Auftragsvolumens der öffentlichen Hand einerseits, der Gerätemangel', die Stoffverknappung und der Mangel an Arbeitskräften, besonders an Facharbeitern andererseits engten- den Wettbewerb ein und legten es nahe,, andere Methoden der Auswahl des zuschlagwürdigen Angebots als bisher zu finden. Es sei erforderlich, daß, um zu einem angemessenen Preis zu kommen, an Stelle des nicht mehr voll möglichen Spiels des Wettbewerbs eine andere Methode gesetzt wird. Sie bestehe darin, daß die verlangte Leistung möglichst wie bisher ausgeschrieben, der angemessene Preis aber in gegenseitigem Benehmen zwischen Bauherrn und Unternehmer festgelegt werden soll. Die de- schränkte Ausschreibung wird als zweckmäßigste Dergebungsform bezeichnet, solange die beteiligten Unternehmer maßvolle Preise nehmen und ein gutes Vertrauensverhältnis zwischen Unternehmer und Bauherrn besteht. Die öffentliche Ausschreibung wird daneben als notwendig bezeichnet, um neuen Unternehmerpersönlichkeiten den Eintritt in den Bieterkreis zu ermöglichen. Die freihändige Veraebung soll angewendet werden, wenn dem Bauherrn der angemessene Preis bei gleichartigen Arbeiten bekannt ist und sonstige Umstände für diese Vergebungsform sprechen. Ausdrücklich wird bemerkt, daß auch bei beschränktem Wettbewerb und freihändiger Vergebung nach wie vor unter den zuverlässigen und leistungsfähigen Unternehmern möglichst gewechselt werden müsse.
Die Motor-HZ. wird erweitert.
Das Amt für körperliche Ertüchtigung der Reichsjugendführung berichtet im Jugend-Pressedienst über die Entwicklung der Motor-HI. und den geplanten weiteren Ausbau. Die Organisation umfaßte Ende des letzten Jahres 92 Motor-HJ.-Stämme mit 705 Gefolgschaften, 2698 Scharen und 7552 Kameradschaften. Von einer anfänglichen Mitgliederstärke von 3000 Jungen hat es die Motor-HJ. auf die geplante Sollstärke von 100 000 Jungen gebracht. Dieser Stand erfuhr inzwischen durch die lieber« Weisung von 30 000 Pimpfen im April eine weitere Erhöhung. Bis zum Jahre 1942 will die Motor- HJ. eine Stärke von 250 000 Mitgliedern erreicht haben. Die stärkste Mitgliederzahl weist das HJ- (Bebiet Sachsen auf, das Schlesien überflügelt hat. Die technische Ausbildung der Motor-HJ. erfolgt in 350 eigenen und 500 vorn NSKK. zur Verfügung gestellten Werkstätten. Die Motor-HJ. verfügte Ende 1938 über 328 eigene, 3270 Privatkrastfahrzeuge ihrer Angehörigen und rund 2000 vorn NSKK. bereitgestellte Fahrzeuge. Dieser Tage erst wurde das er st e Motor-HJ. -Heim Deutschlands in Schweinfurt seiner Bestimmung übergeben. 21 000 Angehörige der Motor-HJ. haben im letzten
welcher Chinese in Zukunft die britische Niederlassung betreten dürfe und welcher nicht. Bartlett behauptet, daß in vagen Formen der außenpolitische Kabinettsausschuß auch wieder die Frage wirtschaftlicher Gegenmaßnahmen gegen Japan erörtert habe, falls Japan seine Aktion nicht einstelle. Aber es liege kein Anzeichen dafür vor, daß man bereit sei, den einzigen Schritt zu tun, der Japan entmutigen würde, seine bisherige Politik sortzusetzen, und der gleichzeitig Tschiangkaischek helfen würde, Englands schlacht zu schlagen, nämlich die chinesische Währung weiter zu stützen. Die „Times" stellt fest, daß eine 23 e r 1) a n b = I u n g s 6 a f i s gesucht werden müsse'. Wenn die Schuld der vier Chinesen bewiesen werden könne, die die Japaner der Mitwirkung an einem Mord bezichtigen, so würden sie selbstverständlich sofort ausgeliefert werden. Aber aus dieser ersten Frage habe sich eine zweite viel größere entwickelt, als die japanischen Kommandierenden in Tientsin forderten, daß Großbritannien seine Hilfe an Tschiangkaischek ein st eilen und mit Japan zusammen an dessen Niederlage arbeiten sollte. In dieser Frage gebe es „keinen Kompro - m i ß".
Japan wehrt sich gegen britische Verleumdungen.
Tientsin, 26. Juni. (Europapreß.) Der japanische Generalkonsul in Tientsin hat an den englischen Generalkonsul ein Schreiben gerichtet, in dem er gegen die Berichterstattung englischer Zeitungen über die Lage in Tientsin Einspruch erhebt. Unbedeutende Zwischenfälle seien aufgebauscht unh Behauptungen über „unwürdige Behandlung" von englischen Staatsangehörigen frei erfunden worden. Ferner stellt der japanische Generalkonsul fest, daß die englischen Staatsangehörigen eine a n - maßende Haltung eingenommen und a b - sichtlich Streitigkeiten herbeigeführt hätten.
Wie „Tokio Asahi Schimbun" meldet, hat auch Außenminister Arita den britischen Botschafter Craigie dahin unterrichtet, daß genaue Nachprüfungen die Haltlosigkeit der britischen Proteste über angebliche unwürdige Behandlung englischer Staatsangehöriger und die Lebensmittelblockade erwiesen hätten. Die Zeitung 'betont, daß die japanischen Lokalbehörden in Tientsin die Personenkontrolle unterschiedslos für Angehörige aller Nationen durchgeführt hatten. Es sei kennzeichnend für Englands feindliche Haltung gegenüber Japan, daß England entgegen diesen Tatsachen böswillig Lügen- melbungen in die Welt setze.
Jahr den Führerschein erworben, gegenüber dem Vorjahr hat sich die Zahl der erworbenen Führerscheine mehr als verdoppelt.
Tracht für Dotkspflegerinnen der 7KSD.
Im Rahmen der von der NSV. zu erfüllenden Aufgaben für die Gesunderhaltung und Lebensförderung des deutschen Volkes sind die Dvlks- Pflegerinnen von besonderer Bedeutung. Etwa 1200 Volkspflegerinnen arbeiten größtenteils in der Familienhilife, im Rahmen des Hilfswerks „Mutter und Kind" oder auf dem Gebiet der Jugendhilfe. Um sie besonders herauszustellen, hat das Hauptamt für Volkswohlfahrt für sie eine besondere Diensttracht geschaffen. Sie besteht aus einem dunkelbraunen Jackenkleid und einem Abzeichen auf dem Jackenaufschlag mit der Aufschrift „Dolkspflegerin der NSV." Damit dieses Jackenkleid nicht den Charakter einer Uniform erhält, können Hemdblusen in beliebiger Farbe und ein dunkelbrauner sportlicher Filzhut nach eigener Wahl dazu getragen werden.
General Valle aus einer Erprobungsstelle der Lustwaffe.
Berlin, 26. Juni. (DNB.) Der itlaieniische Staatssekretär der Luftfahrt ßuftarmeegeneral Valle weilte auf einer Erprobungsstelle der deutschen ßuftmaffe, wo ihm die n e u e ft e n deutschen Flugzeug must er vorgeführt wurden. Er besichtigte sodann die Institute und ßabora- torien, in denen er durch kurze Vorträge in die technischen Einzelheiten der Geräte eingeführt wurde. Eindrucksvolle Vorführung von Kampfflugzeugen mit Bombenwurf verschiedener Kaliber schlossen sich an. Nach einem Frühstück im Kasino wurden dem italienischen Gast auf dem Flugplatz Sicherheitsgeräte und Landebeleuchtungen vorgeführt. Dann wurden die neuesten Flugzeugmuster im Fluge gezeigt, wobei besonders hervorragende Steigeleistungen der Jagdeinsttzer und die außerordentliche Mendigkeit und die Tauglichkeit der neuesten Kampfflugzeugmuster das Erstaunen der italienischen Fachleute hervorriefen.
Kleine politische Nachrichten.
Der Vater des italienischen Außenministers Graf Constanco Ciano, Präsident der Kammer der Korporationen und Inhaber der goldnen Tapferkeitsmedaille, ist in seinem Heimatort Borgo a Moriano bei Lucca hn Alter von 63 Jahren gestorben.
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Der Führer empfing im Führerbau in München den in gleicher Eigenschaft nach Chile versetzten argentinischen Botschafter in Berlin Dr. Eduardo ßa b o u g l e zur Verabschiedung. Bei der sich anschließenden längeren Unterhaltung überreichte ihm der Führer mit herzlichen Worten der Anerkennung seiner langjähria-en Tätigkeit als Vertreter seines Landes in Deutschland sein Bild mit eigenhändiger Widmung.
Reichsminister Dr. Goebbels traf von Winterberg kommend, mit dem Flugzeug in Aachen ein. Er besichtigte eine Reihe von Stellungen des Westwalles in der Umgebung von Aachen und ließ sich die einzelnen Anlagen und Werke eingehend erklären. Die an den neuen Anlagen beschäftigten Arbeiter bekundeten durch stürmische Zurufe ihre Freude darüber, daß der Minister in ihr Arbeitsgebiet gekommen war.
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Das Segelschulschiff „Kommodore Johnsen", das sich auf der Heimreise von Australien nach dem Kontinent befindet, hat laut Funkspruch am 25. Juni 32 Grad Nord und
36 Grad West passiert. An Bord befindet sich alles wohl.
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Montag nachmittag traf der Chef des Generalstabes des deutschen Heeres General ber Artillerie Halder in Reval ein, um den Besuch zu erwidern, den der estnische Generalstab'>chef Generalleutnant Reek vor einiger Zeit in Deutschland gemacht hatte. General Halder legte zunächst auf dem Militärfriedhof Kränze nieder. Nachmittags fand ein Empfang beim Oberbefehlshaber der estnischen Armee, General L a i b o n e r , statt und am Abend gab ber estnische Generalstabschef Generalleutnant Reek ein Essen, an bem neben Außenminister Selter die In- spekteure der verschiedenen Waffengattungen der estnischen Armee, der estnische Gesandte in Berlin und der deutsche Gesandte in Reval und andere teilnahmen.
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Der bisherige Gouverneur von Gibraltar, Sir Edmund Jronside, hat die Heimfahrt nach England im Kraftwagen angetreten. Er wird quer durch Spanien fahren und eine Besprechung mit Franco haben. Sir Edmund Jronside wird .nach seiner Rückkehr nach London den Posten eines Generalinspekteurs der überseeischen Truppen übernehmen.
Aus aller Wett.
Ist bas watteau-Vild „£*3nbiffetenf“ -vernichtet?
Der Diebstahl des Watteau-Bildes „L'Jndifferent" aus dem Pariser Louvre vor einigen Wochen hat nach Meldungen aus London eine interessante Einzelheit ergeben. Die Leitung des französischen Staatsmuseums soll nämlich wenige Stunden nach ber Entdeckung des Diebstahls einen anonymen Brief erhalten haben, in dem ber Schreiber zugibt, das Bild gestohlen unb vernichtet zu
Ein wichtiger Vorzug: Chlorodont schont den Zahnschmelz!
haben. Zur Begründung seiner Tat gibt er an, daß er sie aus Rache für den von ihm vor Jahren verlorenen Prozeß gegen die französische Regierung begangen habe. Das kostbare Bild habe er in der Nähe von Angers im Departement Maine et Loire in die Maine versenkt. Die Leitung des Louvre ist überzeugt davon, daß es sich um ben Täter handelt und daß die polizeilichen Nachforschungen zu feiner Verhaftung führen werden. Der Brief ist mit der Unterschrift „Ein Amateur- Künstler" versehen.
Die 5ernorienfierung von Störchen.
Wie die Vogelwarte Rossitten mitteilt, sind im Rahmen der Forschungen, die seit einer Reihe von Jahren über die noch so rätselhafte Fernorientierung der Vogel angestellt werden, in diesen Tagen auch von der polnischen Biologischen Station in Pinsk eine Anzahl Storche im Flugzeug nach England verschickt und dort in der Grafschaft Surrey freigelassen worden. Es handelt sich um einen ergänzenden Versuch zu der im vorigen Sommer erfolgten Freilassung polnischer Störche bei Berlin, die wenige Tage später wieder in ihren h e im a t - lichen Nestern eintrafen. Es ist damit zu rechnen, daß die jetzt in England aufgelassenen Störche, die durch Färbung des Gefieders"besonbers gekennzeichnet sind, über Deutschland zurück- fliegen. Wegen der allgemeinen Bedeutung dieser Versuche wird gebetet, Beobachtungen an die Vogelwarte Rossitten (Kurische Nehrung) zu melden.
4. Beichskleingärtnertag in Wien.
Vom 28. Juni bis 2. Juli findet in Wien der 4. Reichskleingärtnertag statt. Die Tagung' wird mit einer Begrüßungsansprache des Reichsbundleiters Stadtrat Kaiser über „Leistungen unb Aufgaben des Reichsbundes" eröffnet werden. Nachdem sich dann Wissenschaftler und Fachleute mit den wich-, tigften Fragen des Gartenbaues, der Schädlingsbekämpfung, der Kleintierhaltung, des Vogelschutzes sowie der Obst- und Gemüseverwertung befaßt haben werden, spricht am 30. Juni Präsident Karl Detter über die wirtschaftliche Bedeutung der Kleintierhaltung. Weiter werden Fragen der Volks- gesundheit und der Volksernährung durch Dr. Rudolf Ramm und Prof. Dr. med. Martin Vogel behandelt. Am 3. Tage sprechen Staatssekretär Professor Gottfried Feber, weiter ber Hauptreferent im Deutschen Gemeindetag, Dr. Wedig von
S ch m e l i n g unb Ministerialrat Dr. A. Löste n. Den Abschluß hübet eine Kunbgebung, auf ber Reichskommissar B ü r ck e l, Reichsminister S e ( b t e
unb in Vertretung von Reichsernährungsminister
Darre Landesbauernführer Reinthaller spre
chen werben.
Deutscher Aerztetag in Berlin.
Am 2 3. und 24. September 1939 findet »n Berlin der Deutsche Aerztetag statt. Es ist dies der erste Deutsche Aerztetag nach ber Machtübernahme
und zugleich auch ber erste großbeutsche Aerztetag. Tagungsort ist der Berliner Sportpalast.
Internationaler Aerztekongreß in Lüttich. '
In Lüttich wurde der 13. Internationale Aerste- kongreß,. der unter dem Vorsitz von Professor R e - naux (Brüssel) steht, eröffnet. Der belgische Minister für Gesundheitswesen, Iaspar, begrüßte die 1300 Teilnehmer, die aus den europäischen Ländern und Amerika erschienen sind.
3ubiläumsfagung der deutschen Neusprachler in Frankfurt.
Einige hundert Neusprgchler aus dem ganzen Reich sind in Frankfurt zur 25. Tagung der deutschen Neusprachler zusammengekommen. Die Tagung wirb vom Reichssachae-diet Neuere Sprachen im NSLB. veranstaltet. 2us Vertreter des Oberbürgermeisters begrüßte Stadtrat Dr. Keller die Teilnehmer im Bürgersaal des Rathauses. Der Rektor der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität, Professor Dr. P l a tz h o f f, wies darauf hin, daß die Lehrer an ber höheren Schule unb an der Universität am höchsten Gut unseres Volkes, an der Jugend, arbeiteten. Dieser Arbeit werde der Erfolg nicht versagt bleiben, wenn sie wurzele in der nationalsozialistischen Weltanschauung unb getragen sei von gegenseitigem Vertrauen. Im Namen ber Neusprachler dankte ter Reichssachbearbeiter im NSLB., Stadtschulrat Dr. Fischer (Hannover) für die herzliche Begrüßung. Auch die Frankfurter Tagung solle mit dazu beitragen, eine Brücke zu schlagen zu ben anderen Völkern: einer der Grundgedanken ber Tagung sei deshalb die Stellung des Neusprachlers


