Berlin. 26. Juni.
Reichsbahn-Triebwagen in 200 M-Tempo
samten Reichsgebiet' eine
gesehen werden.
g l e i - n o r -
Wald- Aus-
Bei der Bahn wie bei dem Flugzeug stellt die Höchstgeschwindigkeit an sich einen mathematischtechnischen Wert' dar. Denn diese Höchstgeschwindigkeit ist nicht die Reise- oder Durchschnittsgeschwindigkeit. Beim Flugzeug rechnet man damit, daß die tatsächliche Reisegeschwindigkeit etwa zwei Drittel
lich geringwertige Flächen. Sie müssen im volkswirtschaftlichen Interesse — soweit sie nicht von der Landwirtschaft bereits unter den Pflug genommen worden sind — aufgeforstct werden. Dafür wird der Wald hier und da noch kleine Flächen an die Landwirtschaft abgeben können. Man hat ge- sd)ätzt, daß die Waldfläche Deutschlands hierdurch noch um etwa 10 Prozent vergrößert werden könnte. Ich werde dafür sorgen, daß in Zukunft Ausforstungsbeihilfen in erhöhtem Umfange bereitgestellt werden. Auch für den Anbau schnellwüchsiger Pappeln außerhalb des Waldes an Gräben, Bächen, vor allen Dingen in Niederungsgebieten kann viel mehr als bisher getan werden.
Auf möglichst restlose Erfassung der Holz- e r z e u g u n g ist zu achten. Durch eine Berbesse- rung der Holzfällung, wie sie heute im Staatswalde schon fast überall durchgcführt ist, und durch sorgfältigeres Aularbeiten können ip nichtstaatlichem Walde noch große Holzmengen gewonnen werden, die heute unbenutzt im Walde verbleiben Die Parole heute und für die Zukunft lautet: L e i st u n g s- steigerung! Denn wir können den 50pro,^n« tigen Mehreinschlag nicht beliebig lange fortsetzen. Wenn wir noch jahrelang mit ihm künftige Erträge vorwegnchmen, entziehen mir der Forstwirtschaft die Grundlage ihrer Leistung (Lebhafte Zustim- mungV Ich werde dafür sorgen, daß der Mehr- emschlag, sobald es die Umstände erlauben, all. . mählich abgebaut wird. Anstelle des SOpro- zentigen Mehreinschlages, der Uebernutzunq war, müssen wir in Zukunft eine öOprozentige
Mehrleistung anstreben, die uns die chen Holz betrüge wie heute bei maler Nutzung gewähren wird.
Für die Leistung der Forstbeamten und arbeiter ist eine gute, zweckentsprechende
tehen. Staatssekretär Hermann E s s e r hob vor der Presse hervor, daß diese Festspiele als ein wertvoller
b i l d u n g von grundlegendem Wert. Schließlich ist auch die Mitarbeit der deutschen Forstwissenschaft in Zukunft weit nötiger denn je. In Göttingen wird ein großzügiger Neubau für die forstliche Fakultät und ihre Institute! erfolgen. In Eberswalde und Tharandt ist der Ausbau von Instituten der forstlichen Hochschule eingeleitet. Das Holzforschungsinsti- t ii t in Eeberswalde wird in eine große Reichs- a n ft a l t umgewandelt. Das Institut für ausländische und koloniale Forstwissenschaft in Tharandt wird als Reichsinstitut an die Universität Hamburg verlegt, an der vor kurzem ein umfassendes kolonialwissenschastliches Institut gebildet morden ist. Die Errichtung eines zweckentsprechenden Neubaus in Hamburg ist geplant. In Göttingen wird ein I n st i t u t für f o r st l i ch e Pflanzenzüchtung und in Villach ein Institut i ii r angewandte Pflanzensoziologie errichtet werden. Um die deutsche Forstwirtschaft zusammenzufassen und einheitlich auszurichten, habe ich im Einvernehmen mit dem Reichserziehungsminister die Gründung einer Akademie der deutschen For st Wissenschaft angeordnet.
Aber unsere Arbeit bleibt dürr und unfruchtbar, wenn sie nicht durchglüht wird von der großen Leidenschaft, unserem deutschen Volke zu
der Holzerzeugung. Hierzu müssen die X5er= hältnisse des Bodens und Klimas auf jeder Wald- fläche genau untersucht und ausgezeichnet werden. Die vorbereitende Standort- und Dege- tationskartierung wird diesem Ziele dienen. Auf diesen Unterlagen muß die allgemeine wald- bauliche Planung, die im Staatswald bereits eingeleitet ist, aufbauen. Jeder Boden soll in richtsher Nutzung die Holzarten tragen, die aus ihm am besten gedeihen und den höchsten Ertrag bringen. Darüber hinaus werden wir in Zukunft im deutschen Wald mehr als bisher mit Bodenbearbeitung, Entwässerung und Bewässerung arbeiten müssen. Namentlich in den Staatsforsten, auch dann, wenn ihre Rentabilität nicht gesichert, aber eine angemessene L e ist ungs- Steigerung zu erwarten ist. Die für die Bodenkraft so außerordentlich schädliche Streunutzung muß endlich aus dem Walde verschwinden. (Lebhafter Beifall.) Die Landwirtschaft wird dafür Ersatzmittel
dienen. Und sie kann nie zur Vollendung reifen, wenn sie nicht getragen wird von dem starken unzerstörbaren Glauben an unseren geliebten Führer, dem wir alles verdanken. Gehen wir an die Arbeit als seine Kämpfer, freudig und hoffnungsfroh! Unser Werktag braucht den Mann und jede Stunde fordert männliche Tat! Sorge jeder zu seinem Teil dafür, daß eine große Epoche auch ein großes Ge- schlecht findet. Nutzen wir unsere Zeit für unser deutsches Volk und unser herrliches Reich. Ewig grüne der deutsche Wald und ewig lebe das deutsche Volk!"
Brotgetreide für ein Fahr auf Laaer!
Die Erhebungen des Reichsnährstandes und des Statistischen Reichsamtes über die Getreide- und Mehlvorräte zu Ende Mai 1939 zeigen, daß in der 1 und 2. Hand vorhanden waren: insgesamt 8,519 Mill. Tonnen oder 3,903 Mill. Tonnen mehr als zur gleichen Norjahreszeit. Davon lagerten bei der Landwirtschaft insgesamt 2,889 Mill. Tonnen oder 1.268 Mill. Tonnen mehr als zur gleichen Vorjahreszeit, bei Mühlen und Lagerhäusern 5,630 Mill. Tonnen oder 2,635 Mill. Tonnen mehr. Unter Berücksichtigung der Ein- und Ausfuhr und der Bestände ain 30. Juni 1938 ergibt sich für die Zeit von Juli 1938 bis Mai 1939 ein Verbrauch von 6,54 Mill. Tonnen Roggen, 5,057 Mitt. Tonnen Weizen, 5,661 Mitt. Tonnen .Hafer und 4,24 Mill. Tonnen Gerste. Man kann aus den vorliegenden Ziffern etwa schließen, daß einschl. der statistisch nicht erfaßten „unsichtbaren" Bestünde an Roggen und Weizen etwa 5Mill. Tonnen in das ! n ä cf) ft e Erntejahr übernommen werden rönnen, ein Ueberbang, der bei Roggen etwas mehr, bei Weizen last den ganzen Dermahlungs- bedarf der Handelsmüllerei im nüchften Erntejahr decken würde.
Steigerung des Oelfrucktanbaues.
Berlin, 26. Juni. (DNB.) Im Zuge der Er- zeugungssteigerung des Vierjahresplanes ist es gelungen, außerordentliche Reserven an Brotgetreide zu schaffen. Die Verbefserung der Fettversorgung aus eigener Erzeugung ist danach in Zukunft die wichtigste Aufgabe im Emührungssektor, die im Hinblick auf untere Devise nlage gemeistert werden muß. Um eine wesentliche Vermehrung des Oelfruchtanbaues zu erreichen, hat die Reichsregierung befchloffen, die den Erzeugern gezahlten Preise für Oelsvat en z u erhöhen. Es soll dadurch ein Ausgleich für die bei Ausdehnung des Anbaues von Oelsaaten steigenden Produktionskosten (erhöhter Arbeitsaufwand), Heranziehung von nicht ausgesprochenen Rapsböden) gewährt werden. Die Reichsregierung wird die Oelmühlen in die Lage versetzen, im Erntc- jahr 1940 einen Erzeugerpreis für Leinsaat von 38 Mark je Doppelzentner (gegen bisher 32 Mark) und einen Erzeugerpreis f u r Raps und Rübsen von 40 Mark je Doppelzentner (gegen bisher 32 Mark) zu zahlen. Diese
versetzte.
Alle diese Drohungen und Gardinenpredigten muß sich der neue, eben noch herzlich gefeierte Einkreisungsgenosse am Bosporus mit anhören, ohne selbst noch eine Lippe riskieren zu dürfen. Ja, er, muß sich sogar bereitfinden, das Blut seiner Soldaten nicht etwa zur Verteidigung der Heimat, sondern zur Verteidigung der britischen Ge schüft sinteressen und nach den Be- fehlen eines französischen Oberkommandanten am fernen Suezkanal ver«
entsprechende Verwendung des kostbaren Materials, durch höchsten Arbeitseinsatz, äußerste Leistungssteigerung, planvolle Organisation und schöpferische Geisteskraft.
3n diesem Zusammenhang zunächst ein Wort über den Holzverbrauch. Die Holzmenge, die der deutsche Wald liefert, muß so zweckmäßig wie möglich aus genutzt werden. Eine straffe und übersichtliche Marktordnung ist daher unerläßlich. Sparsamkeit ist oberstes Gebot! Daher begrüße ich die holzsparenden Bauweisen und die Einschränkung des Verbrauchs von Faserholz, namenl- lich für die Papierherstellung, kein Holz, das zu Nutzholz tauglich ist, darf i m Ofen verbrannt werden. Wir können uns den Luxus heute nicht mehr leisten. Durch strasfe Organisation und vielfaches Bemühen ist es im Altreich gelungen, den Vrennholz- anfall von etwa 50 Prozent in früheren Zeiten auf 24 Prozent im Jahre 1938 herabzudrücken, wir dürfen uns damit aber noch keineswegs zufrieden geben. Alle Bemühungen zur besseren holzausnuhung sind mit verslärklem Nachdruck fortzusehen. Wichtig ist dabei vor allem die Aufklärung der h o l z v e r a r b e i t e r und der Holzverbraucher über die Wege zur sparsamen und sloffgerechten ver- Wendung dieses Materials.
Nun zur Frage der H o l z e r ze u g u n g. Ich bin der Ansicht, daß eine Steigerung der Holz- gcwinnung noch im gesamten deutsä)en Wald durchaus möglich ist. Und ich verlange, daß diese Steigerung unter allen Umftänben erreicht w,rd. (Lebhafter Beifall.) Sowohl der Staats- 'wald als auch der Gemeinde- und Privat w a l d müssen an der Lösung der gewaltigen Aufgabe Mitwirken. Die Volksgemeinschaft hat hier das Recht, von allen gleichermaßen Pflichterfüllung zu verlangen. (Beifall.) Waldeigentum verpflichtet , den Eigentümer mehr noch als jedes andere wegen der mannigfachen Auswirkungen auf Leben und Arbeit sowohl der Nachbarschaft wie der Volks- gesamtheit. Und es verpflichtet künftigen Generationen gegenüber, denen das kostbare Gut mit feinen ideellen und materiellen Werten erhalten
von Weiden hergeben.
Großen Werl lege ich auf die bessere 23 e - wirtschastung des nicht staatlichen w a l d e s. Im mittleren und kleinen waldbejitz , liegt heule der hauplaussall in der Holzerzeugung. Genaue Untersuchungen haben ergeben, daß in zahlreichen Betrieben der private Kleinwald, d. h. in der Hauptsache der Bauernwald, jährlich zwei Festmeter auf den Hektar mehr erzeugen könnte, wenn er seit längerer Zeit gut bewirtschaftet worden wäre, hier liegt überhaupt die Lösung der geforderten Bedarfsdeckung, hier liegen die einzigen Reserven, die jetzt unter allen Umständen hereingeholt werden müssen. (Starker Beifall.) Schuld an diesem unhaltbaren Zustand tragen Besitzzersplitterung, schlechte forstliche Bewirtschaftung und Waldweide, hier muh ich unter allen Umständen das notwendige Verständnis bei der Landwirtschaft fordern. Außerdem aber wird ein gut bewirtschafteter, ertragreicher Wald auf die Dauer ihrer Sicherung besser dienen als ein schlecht bewirtschafteter, durch Slreunuhung ausgepowerter Bestand. Die Bildung von w a l d g e n os s e n f ch a f t e n zur gemeinschaftlichen Bewirtschaftung des Bauernwaldes und die Anstellung von gut ausgebildetem Forstpersonal werden besonders wirksame Mittet sein, ufti die Forstwirtschaft des kleinen Waldbesihes zu verbessern.
Eine Vergrößerung der Waldflüche ist mit allen Mitteln anzustreben In Deutschland gibt es immer noch weite Strecken von O e d l a n d und viele ungenügend ausgenutzte, landwirtschaft-
Am vergangenen Freitag wurde auf der Strecke Berlin — Hamburg eine Versuchsfahrt mit einem dreiteiligen Schnellzug- magen durchgeführt. Auf der Fahrt von Hamburg nach Berlin konnten ohne Schwierigkeit und bei überrafdjent) gutem Lauf über einen längeren Streckenabschnitt Stundengeschwindigkeiten von über 200 Kilometer und eine Spitzengeschwindigkeit von 215 Stundenkilometer erreicht werden. Mit dieser Triebwagen-Schnettfahrt hat die Deutsche Reichsbahn erneut einen Geschwindigkeitsrekord aufgestellt mit einem Fahrzeug, das für den öffentlichen Verkehr bestimmt ist, also keine Sonder- einrichtungen zur Erzielung außergewöhnlicher Leistungen enthält. Dieser dreiteilige Schnelltried- roagen wird nach Beendigung der Versuchsfahrt demnächst auf der Strecke Berlin—Hamburg dem öffentlichen Verkehr übergeben werden. Der Schnettzugtriebwagen wurde nach Vorschlägen des Ingenieurs Kruckenberg gebaut in Weiterentwicklung des Propellerwagens (volkstümlich Schienen- zepp genannt) und hat an Stelle des Propellers den im Schnelltriebwagenbetrieb feit Jahren bewährten Achsenantrieb. Die Gesamtdiesel- leistung von 1200 PS wird durch Zwei Maydach- Motoren von je 600 PS erzeugt. Die hydraulischen Getriebe sind von der AEG. unter Mitwirkung von Professor Föttinger gebaut worden. Das dreiteilige Fahrzeug bietet 100. Sitzplätze 2. Klasse und enthält die für den Fernverkehr notwendigen .Rebenräume. Die äußere Gestalt des Fahrzeuges ist nach den neuesten strömungstechnischen Erkenntnissen entwickelt worden und bietet daher bei hohen Geschwindigkeiten einen außerordentlich geringen Luftwiderstand. Die Ausbildung des Laufwerks soll dem Fahrzeug einen sehr ruhigen Lauf auch bei hohen Geschwindigkeiten erlauben.
bereitstellen müssen.
Die Leistungsfähigkeit der Bestände muß erhöht werden. Grasflächen müssen in der Regel im Frühjahr nach dem Hieb, also ohne Schlagruhe, wieder aufgeforstet werden. Weiterhin kann die Holzerzeugung in den Wäldern durch neue, ertragreichere Holzarten und Züchtung schnellwüchsiger Rassen erhöht werden. Wir dürfen uns dabei 'nicht scheuen, ertragreichere Holzarten aus dem Auslande anzubauen, soweit sie das vertraute Bild unseres heimischen Waldes nicht zerstören. Dem Ziel der Ertragssteigerung dient ferner der Unterbau bodenpfleglicher Holzarten, die Schaffung gemischter und auch ungleichaltriger Bestände. Die Jungzuchtpflege, insbesondere auch durch Gatterung, ist überall zu bevorzugen. Die Waldweide muß beseitigt werden. Dafür' muß der Waldbesitzer landwirtschaftliche Fläche oder Waldfläche zur Anlage
_________________ gießen zu lassen. Fürwahr, es ist kein angenehmes . .. e .. , . - , Schicksal, das den Schützlingen der britischen Em- der erzielbaren 5)0^961(1)^111019161^ betragt. Es ' ^schinerie zugedacht ist. Aber letztlich liegt also auf der Hand, daß bei der Bahn die j n b i e „Garantierten" selber die Erzielung von Höchstgeschwindigkeiten abhängig ist Srf:u(b baran menn fie wider besseres Wissen dem von der Art des Eisenbahnunterbaus und der na-1^ ber englisch-französischen Krieaspolitiker
tuschen Lage der Eisenbahnstrecke Auf der ßmie , Scheinerfolgen verhelfen. Denn daß
Berlin — Hamburg find keine wesentlichen totei-- ,jt» bjc Achsenmächte durch das mit willkürlichen gungen zu überwinden und liegen auch reine engen s Vertragsbrüchen inszenierte Einkreisungsmanöver an Kehren. Immerhin darf mit Nachdruck daran er-1^ Levante nicht im geringsten beeindrucken oder innert werden, daß auch die Geschwindigkeit der h ber Durchführung einmal gefaßter Entschlüsse Züge auf der reichlich schwierigen Strecke v o n hc,binibcrn va\\cn, dürfte auch in Ankara wohl ein« Berlin nach München, bei der die erheblichen beleben merbcn H. Ev.
Pässe des Thüringer Waldes überwunden werden müssen, durch Einführung des elektrischen Stromantriebs in nächster Zeit wesentlich erhöht wird. Das Verhältnis in den Geschwindigkeiten von Eisenbahn und Flugzeug kann dahin gekennzeichnet werden, daß die Eisenbahn als Durchschnittsgeschwindigkeit für die schnellsten Verbindungen die Spitzengeschwindigkeit der Flugzeuge vor etwa 25 Jahren erreicht. Das ist ein gewaltiger technischer Fortschritt, der zeigt, wic eine Erfindung andere Erfindungen geradezu erzwingt. Dabei ist zu beachten, daß die Eisenbahn auch im Personenverkehr noch immer viel mehr auf Massenbeförderung eingestellt ist als das Flugzeug, obwohl unsere größten und schnellsten Flugzeuge eine ganz erkleckliche Anzahl von Personen aufnehmen können. Vor 110 Jahren — nämlich im Jahre 1829 — gewann der Begründer des Lokornotivbaus George S t e p h e n s o 'n den von der Manchester Liverpool- Bahn ausgesetzten Preis für eine Lokomotive, die ihr fünffaches Gewicht mit 14 bis 2 0 Kilometer Stundengeschwindigkeit zog! Etwa dreißig Jahre später hielt die Technik bei einer „Spitzengeschwindigkeit" von 60 Kilometer. Bekannt ist, daß bei der Einführung der Eisenbahnen in England starke Befürchtungen lebendig wurden, die Menschen in der Eisenbahn könnten die „Drehkrankheit" bekommen oder gar verrückt werden, während für das liebe Vieh die Sorge bestand, es würde bei solchen Geschwindigkeiten vorüberfahrender Züge scheu werden. Wie das Exempel zeigt, haben Menschen und Vieh den tech- : nischen Fortschritt über Erwarten gut vertragen.
bleiben muß. .. ...
Vernächlässigte oder verödete Flachen können unter Umständen allen Nachbarn schaden, weil auch Bodenstruktur und Witterungsverhältnisse in Mitleidenschaft gezogen werden. Darum soll sich auch der Privatwaldbesitzer als Lehnsmann seinem Volke gegenüber fühlen. Er muß bereitwillig der Gesamtheit geben, was sie ob ihrer ewigen Lebensrechte von ihm zu fordern hat, um ihre nationale Existenz zu sichern. Ich verpflichte jeden Waldbesitzer, diesen Tatsachen Rechnung zu tragen und sich willig unter Einsatz seiner ganzen Kraft einzureihen in die große Front der deutschen Forstwirtschaft. .
Der Boden muß noch besser ausgenutzt und in seiner Leistungsfähigkeit gesteigert werden. Im ganzen deutschen Wald sind die Unterschiede m der Beschaffenheit und Leistungsfähigkeit des Bodens noch weit mehr zu berücksichtigen. Wir brauchen im ge« ........ ; genaue Ordnung I. Hierzu müssen die Der-
Am 1. Juli wird in Garmisch-Partenkirchen das Olympische Komitee zur Durchführung der V. Olympischen Winterspiele gebildet. Der Reichssportfuhrer hat Ritter Dr. von Halt zum Präsidenten des Organisationskomitees bestimmt. Dr. Diem, der bewährte Organisator der Berliner Olympischen Spiele 1936 wird Generalsekretär des Komitees sein. Es war eine freudige Ueberrafchung und ein Vorgang ohne Beispiel, daß das .Internationale Olympische Komitee in seiner Londoner Tagung den Beschluß, aßte, die Winterspiele 1940 noch einmal in Garmisch-Partenkirchen zu veranstalten, nachdem verschiedene andere große Wintersportplätze erklärt halten, in der Kürze der Zeit eine Garantie für ihre Durchführung nicht übernehmen zu können.. In diesem Beschluß, den die Vertreter von 35 Nationen einstimmig gefaßt haben, lag nicht nur eine hohe Anerkennung für die organisatorischen Fähigkeiten des deutschen Sports, sondern darin darf auch eine Absage an die politische Hetze erblickt werden, die überall in der Welt gegen Deutschland betrieben wird. Für den deutschen Fremdenverkehr im nächsten Winter eröffnen sich dadurch erfreuliche Aussichten, denn die Winterspiele vom 2. bis 11. Februar werden nicht nur nach München und nach Garmisch, sondern auch in das benachbarte Tirol Zehntausende von Gästen aus dem In- und Ausland führen. Der Gedanke, einen Teil der Urlaubszeit in den Winter zu verlegen, erhält durch diese großen Veranstaltungen einen neuen und starken Austrieb. Auch die Fe st spiele von Oberammergau werden im Mittelpunkt des internationalen Reiseverkehrs im nächsten Winter
Die Olympischen Winterspiele. I Opfer der Einkreisung.
Großzügige Vorbereitungen in Garmisch. nw«
Son unterer Berliner Sch«ung.
Rcstandteil rcliaiölen Brauchtums völlig unein - Sandschaks von Alexandrette bietet dafür ein o c \ d) r ä n f t zuge 1 assen sind und vom amt- neues, instruktives Beispiel. Kaum, daß die Tinte Icben Fremdenverkehr a e f ö r d e r t werden. trocken ist, mit welcher der Abtretungsvertrag als Man .ft fid) auf deutscher Sette nallkammen --- ^Ugfetzun^des urtjW« * ffl-jnhe,
darüber, das, 1940 tn " E' 2 “'^ (elfen Begriff davon. was ihnen
mehr geboten werden must als etwa eine ■ d) I* der demokratischen Einkreiser blüht,
holnng der Winterspiele von 19Zw'rd der W-lk unke der Regierung
er sä' ämfssä &«a es ÄS - ÄÄlÄtli^en.^ Jf M^UchN « &Ä K Äm”anqDÄ^ mi‘ °"gltsch-sr°nMscher Hilfe z-ik.gen mutz,
auch in diesem Winter zu seinem vollen Recht ge- Steht so die Türkei einerseits in Gefahr, sich Jta- langt. Trotz der Kürze der Zeit werden g r o f3 e (ien6 Wohlwollen und Freundschaft vollkommen zu Erweiterungsbauten stattfinden. Die Tri- verscherzen, so sieht sie sich andererseits aud) durch bünen werden für 12 000 Zuschauer Raum fassen, b^ neuen demokratischen „Freunde" in eine Rolle statt wie bisher für 8000. Das Olympia-Haus qe-brängt, die den nationalen Ansprüchen und Ge- wird vergrößert werden, die E i s f ch n e 11 - L a u f - dieses Volkes in keiner Weise entspricht. Zwar bahn wird 400 Meter lang, es wird ein Hallen - b,c Türkei als Kaufpreis für ihre Schützenhilfe fcbwimmbad im Räume von 50 Meter Sänge bcn Sandschak von Alexandrette erhalten, aber dar- und 40 Meter Breite geschaffen, das auch im <5om= ijbGr hinausgehende Forderungen auf Djesireh usw. wer dem Luftkurort zugutekommt. Die Verkehrs- wurden abgeschlagen. Aud) mit einer selbständigen Verhältnisse werden weiter verbessert, für gute und jsi e5 nun für die Regierung von Ankara preiswerte Unterbringung wird Sorge getragen, vorbei. Wie die Türkei ihre Rüstung vervoll- 1936 haben an einem'einzigen Tage 120 000 Beju- ständigen, wie sie ihren Krieg führen soll, das alles cher ihren Weg nach Garmisch-Partenkirchen gefum roirb forfan nicht mehr in Ankara, sondern in P a - den, künftig wird für noch größere Zahlen Raum ri5 urtb London beschlossen und festgelegt. Die und Verpflegung gesichert. Alle Voraussetzungen ersten Vorsd)riften sind bereits in der französischen sind geschaffen, um die Winterspiele zu einem Presse nachzulesen. So heißt es im offiziellen „Petit großen Friedensfest zu gestalten. Parisien", selbstverständlich werde die Turke, nun-
-------- wehr ihre bisherige Orientierung in der Seerüstung vollkommen ändern müssen, so heißt es in der „Epogue", daß Frankreich „logisd)erweise" das Einheitskommando vom Taurus bis zum Suezkanal und vom östlichen Mittelmeer bis zum , , .. Persischen Golf, das heißt also auch über tue
Uebernafime in den öffentlichen Dee,ehr auf derStrecke Äerl.n -Hamburg geplant tü rty chen S^-ikrafk muffe,
im „Oeuvre", daß sich die türkische Regierung m der Sandschak-Frage von einer Brutalität gezeigt habe, die dem franzö'sisd)en Ansehen einen schweren Schlag


