Ausgabe 
27.3.1939
 
Einzelbild herunterladen

Kunst und Wissenschaft

VfV.-R-llndZrohnhausenmpokaWelensiegreich

gab es zwei

klare

es

6 :1

3:0

einer Untersu- geringften Stö- die mit keiner Die Elektrokar- sie ohne einen

Teutonia I. - VfB.-Reichs­bahn 11: 2 (1 :1).

In allen deutschen Gauen wird zur Zeit der Ton­film von dem Deutschen Turn- und Sportfest in Breslau gezeigt. Die Vorführung in Gießen nahm der Kreis 8 des Nationalsozialistischen Reichs­bundes für Leibesübungen zum Anlaß der Gestal­tung einer Morgenfeier, die um es vorweg zu neh­men, als in allen Teilen gelungen bezeichnet werden konnte und den nachhaltigsten Eindruck hinterließ.

Als sich unter den Klängen der Breslau-Fanfa­ren durch Mitglieder der.-Kapelle der Stan­darte 116 intoniert der Vorhang hob, war der geräumige Gloria-Palast bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Bühne, von der Fahne des Dritten Reiches und derjenigen des Nationalsozialistischen Reichsbundes für Leibesübungen flankiert, bot ein buntes und imposantes Bild. In ihrer schmucken Sportkleidung hatten dort die Breslau-Sieger und -Siegerinnen des Sportkreises Gießen mit einem Teil der den Vereinen in Breslau verliehenen Reichs­bund-Fahnen Aufstellung genommen. Nach dem Ge­sang des LiedesAuf hebt unsre Fahnen" trug Kreissportwart Mohr in trefflicher Weise einen Vorspruch vor. Alsdann hieß in Vertretung des Leiters der Ortsgruppe Gießen im NSRL., SA- Obertruppführer Dr. Küthe, die Vertreter der Partei und ihrer Gliederungen, der Behörden, der Wehrmacht sowie alle Sportkameraden und Besucher willkommen und erteilte darauf dem Kreisführer des NSRL.-Kreises 8, NSKK.-Staffelführer Dr. Schaefer, das Wort. Dieser stellte zunächst her­aus, wie stark das Großfest der deutschen Leibes­übungen in Breslau auf Teilnehmer und Besucher zu wirken vermocht hat. Es war nicht nur eine Heer­schau der deutschen Türner und Sportler, sondern brachte ein inneres Mitgehen und Mitschwingen in jedem einzelnen m'it sich, wie keine andere derartige Veranstaltung zuvor. Kreisführer Dr. Schaefer legte dar, daß es die fahre-, ja jahrzehntelange un­ermüdliche stille und auf keinerlei materiellen Vor­teil hinauslaufende Arbeit der vielen Turn- und Sportkameraden gewesen ist, die den Boden für das Breslauer Fest vorbereitete sowie in welch star­kem Maße diese Arbeit überhaupt mit ein Weg­bereiter für die deutsche Volksgemeinschaft ist. Bres­lau rief, um in den Worten unseres Führers und Kanzlers zu sprechen, die Männer und Frauen-

erringen. Die Gäste warteten mit einem technisch guten Spiel -suf. Zum ersten Male wirkte Gabriel wieder in der Lollarer Elf mit. Er führte zwar den Sturm geschickt und umsichtig an; konnte aber doch gegen eine so vorzügliche Hintermannschaft, wie man ie bei den Gästen sehen tonnte, für sein erstes Auf­treten nicht viel ousrichten. Die Lollarer bestritten das Spiel mit K. Ziegler; Ad. Ziegler, Geißler; Hch. Ziegler, Schilling, Klinkei; Haas, Pfarre, Gabriel, Gerlach Rudolf.

Dillenburg hatte Anstoß und den ersten Angriff konnten die Lollarer abwehren. Es entwickelte sich ein temperamentvolles Spiel. Die Angriffe wechsel­ten blitzschnell ab. Die Dillenburger fanden sich zu­erst, was ihnen eine leichte Feldüberlegenheit ein­brachte. Nach einer Viertelstunde konnten sie zum Führungstreffer einsenden. Lollar fand sich immer noch nicht. Dem Gegner gelang es, die meisten Bälle abzufangen und besser zu verwerten. Eine Zeitlang wurde die Hintermannschaft der Lollarer stark über­lastet. Nach geraumer Zeit konnten die Gäste dann einen 2:0-Vorsprung erzielen. Diesen Erfolg des stärkeren Gegners ließen die Hoffnungen auf einen noch möglichen Ausgleich sinken. Die Lollarer Elf riß sich aber jetzt doch zusammen und hielt den Geg­ner in dessen Hälfte fest. Jedoch am Ergebnis konnte bis zur Pause nichts geändert werden.

Nach dem Wechsel spielte ßpllar besser und war fast dauernd überlegen. Erfolge blieben aber zu­nächst aus. Die Gäste sahen sich gezwungen, ihre Verteidigung zu verstärken. Auch wurde ihrerseits

Schmidt, Lang, Jung, Haas, Fritsche und Naumann ersetzen mußten, kämpften die eingestellten Ersatz­leute mit doppelter Energie, um doch noch einen Sieg zu erzielen. Aber es reichte nicht ganz zum Erfolg. Auf beiden Seiten wurde äußerst hart ge­spielt, so daß schließlich Steinberg mit zwei und Gießen mit einem Platzverweis bestraft wurden. Wohl noch nie haben die Teutonen-Anhänger ihre Mannschaft in einem solchen wuchtigen Spiel ge­sehen. Im übrigen spielten auch die Gießener äußerst hart. Dem Schiedsrichter stellten sich folgende Mannschaften:

VfB.-R e i ch s b a h n : Gottschalk, Schöller, Leut- Heuser, Godglück, Kramer, Krämer, Wunderlich, Gorrissen, Heß, Mattern, Berlebach.

Teutonia: Happel, Däublin, Schmandt K., Fett, Hederich, H. Schmandt, Burk, Buß, Euler, Schäfer, Burger.

Sofort nach Anstoß drängt Steinbergs Sturm in des Gegners Hälfte. Krämer veranlaßte einen Frei­stoß. Fett beförderte den Ball rasch in des Gegners Strafraum, und Kramer konnte nur noch mit der Hand abwehren. Den fälligen Elfmeter verwandelte Fett in gewohnter Sicherheit. Allgemein hatte man mit großartigen Angriffen der Gäste gerechnet, aber man sah nichts davon. Jrn Gegenteil: Steinbergs ersatzgeschwächte Elf diktierte das Spielgeschehen. Aber es kam auch eine äußerst harte Note ins Spiel. Der Schiedsrichter hatte alle Hände voll zu tun, um die Kampfhähne zu beschwichtigen. Schließlich wur­den Burger und Wunderlich vom Platz verwiesen. Aber trotzdem blieb es bei der harten Spielweise. Bei einem gelegentlichen Vorstoß der Gießener ent­schied der Schiedsrichter einen Elfmeterball, den Kramer sicher verwandelte. Bei diesem Stande blieb es bis zur Pause.

'Nach Wiederanpfiff hoffte man, daß die Gießener mit dem Wind im Rücken das Spiel klar entscheiden würden. Aber auch daraus wurde nichts. Wohl mürbe der Kampf offener, aber Tore gab es nicht. Weiterhin wurde beiderseits äußerst hart gespielt,

fassung durch einen klaren Sieg verein Wetzlar.

Bei den Punkte kämpfen Erfolge der Platzbesitzer.

Naunheim Sinn Bissenberg Aßlar

jetzt viel auf Zeit gespielt. Die Zahl der Eckballs erhöhte sich beträchtlich zugunsten der Platzbesitzer. Aber zum ersten Treffer kam Lollar erst, als im Strafraum der Gäste mit der Hand abgewehrt wurde. Der fällige (Elfmeterkonnte von Ad. Ziegler sicher verwandelt werden. Durch erneute blitzschnelle An­griffe versuchten die Dillenburger ihre Hintermann­schaft zu entlasten. Jedoch das Lollarer Schluß- dreieck wehrte jetzt gut ab. Dagegen konnten die Platzbesitzer im Anschluß an einen Eckball, der von Haas schön hereingegeben und durch Pfarre aus dem Gedränge eingeschossen wurde, zum Ausgleich auf­holen. Wenig später war das Gästetor wieder be­lagert. Schilling verunglückte hier wohl die größte Chance des Tages, die er sich sogar selber heraus- arbeitete, indem er zwei Gegner überspielte und nur noch dem Torhüter alleine gegenüberstand. Er hatte Pech und verschoß den Ball.

Aus benachbarten Bezirkstlassen.

Gruppe Marburg: SpV. Bottenhorn gegen VfL. 1860 Marburg 1 :0; Eckelshausen VfL. Wallau 1 : 2; FV. Hartenrod TSp. Wetter 4 :2; FV. Sarnau FV. Breidenbach 1:5.

Gruppe Friedberg: Ober-Rosbach gegen Bad-Nauheim 3:1; TSG. Rodheim Nieder- Florftadt (Pokal) 2:1; RTSV. 05 Bad Homburg gegen TSG. Butzbach 11:0; Phönix Bad Vilbel gegen 1. FC. 04 Oberursel 3:0; SV. 1020 Ober- Mörlen TSV. Massenheim 2 :1.

Zahrestagung der Deutschen Gesell­schaft für Kreislaufforschung.

Die zwölfte Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kreislaufforschung in Bad-Nauheim beschäftigte sich am ersten Tage

und H. Schmandt mußte ebenfalls das Spielfeld verlassen. Anschließend schied auch noch Burk vor­übergehend verletzt aus, so daß die Teutonen nur noch acht Spieler auf dem Felde hatten. Ungefähr 10 Minuten vor Schluß erzielte Gorrissen aus Ab­seitsstellung das Siegestor. Trotz größter Anstren­gungen änderte sich an diesem Stande nichts mehr, so daß schließlich die Gäste als glückliche Sieger den Platz verlassen konnten.

1900-25fb. Friedberg 1:3.

Die Blau-Weißen mußten gestern wieder einmal eine Niederlage einstecken, die nicht hätte zu sein brauchen, wenn es der Sturm auch nur einiger­maßen verstanden hätte, die Hälfte von den zwin­genden Chancen auszunutzen.

Gleich vom Anstoß nehmen die Platzbesitzer das Heft in die Hand. Die Gäste werden stark in ihre Hälfte zurückgedrängt, und nur der Sicherheit der Hintermannschaft mit dem oft in der Gaumann­schaft gestandenen Mittelläufer Eisenreich war es zu verdanken, daß Erfolge der Blau-Weißen verhindert wurden. Mit der Dauer dieser Bedrängnis war es jedoch nicht zu vermeiden, daß sich auch hier und da Möglichkeiten für die Platzbesitzer einstellten. Doch hier erwies sich schon die Schußunsicherheit. In der 25. Minute kam es zu einem Erfolg der Blau- Weißen durch einen Elfmeter, Hormel schoß mit großer Wucht ein. Bei der ersten Ecke für die Fried­berger wurde dieser Vorsprung wieder aufgeholt.

Nach dem Wechsel wurde die Ueberlegenheit der Blau-Weißen noch größer und die Schußschwäche noch deutlicher. Kurz hintereinander verschossen Löb- sack und Hormel in aussichtsreichster Stellung. In der 60. Minute kamen die Gäste zum 2:1. Ein Schuß des linken Läufers Rabenau sprang vor der Querlatte hoch. Dann prallte das Leder von Lippert ins Netz. Eine neue Angriffswelle rollte aufs Fried­berger Tor, jedoch ohne Erfolg. Gegen Schluß kamen die Friedberger noch zu einem dritten Tref­fer, als man das Spiel nicht mehr ernst nahm.

Bei den Gästen war die aesarnte Hintermannschaft am wirkungsvollsten. Der Sturm, mit Ersatz durch­setzt, schoß immerhin die zum Sieg erforderlichen Tore! Bei den Blau-Weißen, die in der voraesehe- nen Ausstellung antraten, war ebenfalls die Hinter­mannschaft gleichmäßig gut, während der Sturm ohne jegliche Konzentration operierte. Schiedsrichter war P o st Wieseck).

Um den Aufstieg in die Bezirksklasse.

Lollar und Dillenburg kämpften bis zum letzten Einsatz. Die Dillenburger legten in der ersten Halb­zeit 2 Tore vor, die Lollar in der zweiten Halbzeit wieder aufholte

Bei dem Spiel in Großen-Linden erzielte der Platzverein den Führungstreffer. Man hatte mit einem Sieg der Gäste gerechnet, aber der Platzverein war bei diesem Spiel auf der Hut. Durch größeren Einsatz konnte Großen-Linden den ersten Punkt bei den Aufstiegspielen holen.

Lollar I Dillenburg I 2:2 (0:2).

Einen für Lollar noch etwas glücklichen Ausgang nahm das Spiel gegen Dillenburg. Das Unentschie­den konnten die Platzbesitzer aber erst auf Grund ihrer besseren Leistungen in der zweiten Halbzeit

Hofen), Ladner (Arlberg) und dem polnischen Meister Zajonz. Bon den 49 Teilnehmern fielen nur sechs aus.

Sörensen Lieger im Sprunglauf.

Im prächtigen Schwarzwald-Schistadion wurden am Sonntag die Internationalen Schiwcttkämpfe bei reichlich kühlem Wetter und ohne Sonne vor mehr als 10000 Zuschauern mit den Torläufen und dem Springen beendet. Die Abfahrtssieger Christel und Rudi Cranz holten'ich auch den Torlauf und wurden damit Sieger der Alpinen Kombination. In der Mannschaftswertung entriß der Schiklub Freiburg den wertvollen Preis dem Verteidiger, der Schizunft Feldbcrg. Aus dem Springer-Dreikampf Norwegen- PolenDeutschland ging Randmvd Sörensen als Sieger vor dem ausgezeichneten Polen Jan Kula und unserem Weltmeister Joses Bradl hervor.

Zum Torlauf waren 28 Männer und vier Frauen zugelassen. Nicht weniger als 35 Tore waren auf dem Steilhang zu nehmen. Die Weltmeisterin Christel

Die Frage nach den beiden letzten Mannschaften, die die vierte Zwischenrunde bestreiten, ist gelöst. Der VfB.-Reichsbahn und Oranien Frohnhausen haben sich durch ihre gestrigen Erfolge für die nächste Zwischenrunde qualifiziert, und das Zusam­mentreffen der beiden Mannschaften wird darüber entscheiden, wer der Vertreter des Bezirks Gießen für die Hauptrunde wird.

.Steinberg LfB.-Reichsbahn 1 : 2 Frohnhausen Wetzlar 3:1

Die Teutonen mußten trotz Platzvorteils auch diesmal den Grünweißen den Erfolg überlassen.

mit demElektrokardiogramm", chungsmethode, die es gestattet, die rungen des Herzens zu erkennen, anderen Methode festzustellen sind.

führt. "Professor Elmquist (Lund) legte bar, daß eine einwandfreie Methodik zu den notwendigsten Vor­aussetzungen jeder Untersuchung gehört. Professor Schütz (Münster) zeigte, wie man im Tierversuch die vom Menschen her bekannten krankhaften For­men willkürlich Herstellen kann, um so die Befunde beim Menschen gründlicher studieren zu können. Auch die Arzneibehandlung wird beim Tier aus- probiert. Professor Weber (Bad-Nauheim) zeigt den Stand der heutigen Wissenschaft auf und er­brachte den Nachweis, daß das Elektrokardiogramm dem Arzt die Sicherheit gibt, auch die allerfeinsten Schädigungen des Herzens zu erkennen. Er bezeich­net es als außerordentlich erfreulich, daß die elektro- graphische Diagnostik heute zum Rüstzeug jedes In­ternisten gehört. Dr. Nehb (Hamburg) und Dr. Hollmann (Brandenburg) berichteten von Ver­suchen, die Diagnostik noch mehr zu spezialisieren.

Am zweiten Tag hielt Prof. A. V. Allen (Ro­chester, USA.) einen Vortr-ag über die Möglichkeiten, den arteriellen Hochdruck zu beeinflussen. Prof. Allen hat Maßnahmen entwickelt, den Blutdruck zu senken; er erreicht das durch eine operative Behandlung. Professor Allen erläuterte die Technik dieser Opera­tion. Das Hauptthema des Tages betraf die Be- handlung der Herzschwäche. Professor Brömser (München) setzte in klassischen Ausführungen die Tätigkeit des Herzens und die Zusammenarbeit mit den Blutgefäßen auseinander. Professor G r e rn e l s (Marburg) erläuterte die Behandlung der Herz­schwäche mit Arzneien vorn Standpunkt des Phar­makologen. Professor Do l Hard (Frankfurt) gab einen Ueberblick über die Möglichkeien, die dem Arzt heute zur Bekämpfung der Herzschwäche zur Ver­fügung stehen. Er besprach die Herzmittel und den operativen Eingriff, der bei rechtzeitiger Diagnose oft zum Ziele führt, und unterzog auch die Not­wendigkeit einer zweckdienlichen Ernährung und Le­bensführung als wirksames Mittel gegen die Herz­schwäche eingehender (Erörterung. Besonders wies er darauf hin, daß in allen Fällen von Herzschwäche Flüssigkeit eine schwere Belastung des Körpers be­deute und empfahl die Enthaltsamkeit von allen Flüssigkeiten als wirksames therapeutisches Mittel. Das Gesamtergebnis läßt sich dahin zusammenfassen, daß die Wissenschaft heute in der Lage isl, eine Herzschwäche planmäßig erfolgreich zu behandeln.'

Keine irreführende Verwendung des Ooktorüteös.

DasArchiv für Wettbewerbsrecht" veröffentlicht einen Beschluß des Reichspatentamtes, wo­nach für hygienische und medizinische Waren be­stimmte Warenzeichen einen Doktortitel ohne An­gabe der Fakultät nur dann enthalten dürfen, wenn es sich um den medizinischen Doktortitel han­delt. Die Beanstandung galt einem Gesichtswasser nach Dr. X., dessen Anmelder nicht Medizin, son­dern Chemie studiert und zum Dr. phil. promoviert hatte. Es möge fein, so heißt es in der Entschei­dung, daß die Fakultätsangabe beim Doktortitel in vielen Fällen weder üblich noch erforderlich fei. Zeichenrechtlich finde diese Freiheit jedoch darin ihre Beschränkung, daß Warenzeichen, die infolge der Foxtlassung der Fakultätsangabe zu Irrefüh­rungen Anlaß geben, von der (Eintragung aus­zuschließen sind. Die Allgemeinheit habe einen be­rechtigten Anspruch darauf, vor Täuschungen be­wahrt zu werden. Durch das Zeichen werde beim Publikum der Eindruck erweckt, daß das Erzeugnis von besonders berufener Seite geschaffen worden ist. Weite Kreise des Verkehrs legten die Tatsache, daß die Anpreisung medizinischer oder hygienischer Waren in Verbindung mit dem Namen einer Per­sönlichkeit erfolgt, die einen Doktortitel führt, dahin aus, daß diese Waren von einem Arzt emp­fohlen würden. Dieser Verkehrsauffassung müsse Rechnung getragen werden.

Oie Stellung des Honorarprofessors.

Der Reichserziehungsminister hat in einem Erlaß die Stellung des Honorarprofessors geklärt. Die Honorarprofessur ist kein Titel, sondern eine akademische Auszeichnung. Zum Honorarprofessor können Gelehrte ernannt werden, die nicht dem Lehrkörper einer wissenschaftlichen Hochschule angehören, wenn sie nach ihren wissen­schaftlichen Leistungen zur Mitarbeit an den Auf­gaben der Fakultät in Unterricht und Forschung geeignet sind und den Anforderungen entsprechen, die an die Inhaber akademischer Lehrstühle gestellt werden. Die (Ernennung begründet fein Dienstver­hältnis zum Staat, auch feinen Anspruch an den Staat, insbesondere feine Anwartschaft auf Über­tragung eines planmäßigen Lehrstuhls. Die Ernen-

Zu einem äußerst harten Pokalkampf kam gestern auf dem Sportplatz an der Neumühle. Trotz­dem die Teutonen einige ihrer bestem Spieler wie

Die Dränier bestätigten ihre derzeit gute^Ver- gegen den Sport-

diographie hat den Vorzug, daß .

chirurgischen (Eingriff mit Sicherheit zum Ziele

Cranz wartete in beiden Durchgängen mit den besten Zeiten auf und siegte überlegen vor der polnischen Meisterin Helene Marnsarz. Dramatisch verlief der Lauf der Männer. Peter Jennewcin jagte in unheimlicher Fahrt über die Strecke, verlor dabei die Kontrolle, riß zwei Tore, stürzte auch noch und gab auf. Harro Cranz ließ ein Tor aus und mußte dafür Strassckunden in Kails nchnien. Aber Rudi Cranz bewältigte beide Male in Bestzeit den Kurs und schraubte damit seine führende Stellung zum dritten Erfolg herauf. ~

Im Sprunglauf gab es einen Ausländersieg. Sieger wurde der in München lebende Norweger Randmod Sörensen, der wie im Gleitflug und in vorbildlicher Haltung durch die Luft segelte und mit 79 Meter den weitesten und entscheidenden Sprung stand.

Bradl hatte sich anscheinend verwachst. Bei dem ohnedies verkürzten Anlaus kam er nicht richtig in Fahrt und vor allem im ersten Durchgang nur aus 72 Meter.

Mrgenseier des ASM-Kreises Gießen

Anläßlich der Borführung des Breslau-Tonfilmes.

Jammen, die die Repräsentanten der Lebenskraft unseres Volkes find. Daß ^iese Kraft fuhr Dl- Schaefer fort, nun nicht mehr auf sich selbst gestellt sei, sondern im Nationalsozialistischen Reichsbund für Leibesübungen eine Organisation der Partei bilde und so den Schutz des Staates genieße, sei Anerken­nung und Verpflichtung zugleich. Verpflichtung Ins­besondere dahingeh^id, alle diejenigen zu erfassen, die noch glauben, eine Betätigung auf einem Ge­biete der deutschen Leibesübungen nicht notwendig zu haben. Und daher hoffe er, daß der Film allen Besuchern klar vor Augen führen möge, welche Be­deutung diese Forderung für unser deutsches Bolk habe.

Der Film selbst, der an anderer Stelle schon be­sprochen worden ist, hielt in allem, was man sich von ihm versprach. Er kehrte immer wieder die volkspolitische Bedeutung des Breslauer Festes her­vor, ohne aber kaum ein Gebiet der dortigen sport­lichen Darbietungen zu übergehen. Um jedoch nun zentimeterweise nachmessen zu können, so führte der Reich-isportführer von Tschammer und Osten m einer dem eigentlichen Film vorangestellten Rede aus inwieweit das Interessengebiet des einzelnen berücksichtigt sei, dazu sei der Film nicht geschaffen worden. Was wäre das auch gewesen gegenüber der Vermittlung der ergreifenden Szenen anläßlich des Vorbeimarsches der sudetendeutschen Volksgruppe vor dem Führer am Breslauer Schloßplatz oder der vielen anderen Bekenntnisse und Kundgebungen für die deutsche Bluts- und Schicksalsgemeinschafti

Zum Schlüsse sprach der Vertreter der Kreis­leitung, Kreisgeschäftsführer Wagner. Er führte aus, daß der Film deutlich gezeigt habe, was die Leibesübungen für ein Volk bedeuten könnten. Und gerade das deutsche Volk brauche, um die Leistungen zur Losung seiner großen Aufgaben vollbringen zu können, den Menschentyp, der die körperlichen und geistigen Voraussetzungen zum Zustandekommen die­ser Leistungen habe. Die Veranstaltung klang aus mit dem Sieg-Heil auf den Führer und dem Gesang der Lieder der Deutschen.

Im Anschluß an die Morgenfeier waren die Bres­lau-Sieger mit dem Kreisführerstab des NSRL. im Studentenheim zu einer schlichten Kamerad­schaftsfeier versammelt.

nung gilt für die Dauer der Zugehörigkeit zum Lehr, körper der Hochschule. Nach Vollendung des 65. Le­bensjahres bedarf der Honorarprofessor zur Fort­setzung seiner Lehrtätigkeit der Zustimmung des Rektors der Hochschule. Der Honorarprofessor ist be­rechtigt, über die zu seinem wissenschaftlichen Gebiet gehörenden Fächer Vorlesungen und Uebungen zu halten, er kann auch durch besonderen Lehrauftrag dazu verpflichtet werden.

Frankfurt erhält das erste musische Gymnasium.

Die Stadt Frankfurt a. M. errichtet zum I.Julk 1939 das erste musische Gymnasium im Reich. Die Bildungsanstalt stellt eine neue Schul, form dar, die die musikalisch befähigte Jugend aus dem ganzen Reich sammelt und ihre musischen und künstlerischen Anlagen fördert. Neben der wissen­schaftlichen und körperlichen Ausbildung hat das musische Gymnasium das Ziel, die schöpferischen Kräfte unseres Volkes ihrer naturgegebenen Bestim­mung zuzuführen.

AusstellungMedizinische Technik" in Wiesbaden.

In Wiesbaden wurde die während der 51. Ta­gung der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin veranstaltete reichhaltig aus= gestattete AusstellungM edizinischeTech- n i k" durch Professor Dr. Stepp (München) er­öffnet. Er umriß die großen Fortschritte, die die Technik auf dem Gebiete der Medizin gemacht habe. Heute müsse auch der Arzt bedeutende technische Kenntnisse besitzen, wenn er seiner Aufgabe im Dienst der Volksgesundheit gerecht werden wolle.

Eichendorff-Preis für Hans Mahlik.

Die Johann-Wolfgang-Goethe-Stiftung in Wei­mar hat den Joseph-Freiherr-von-E i ch e n d o r f f- Preis, der für eine geistig-schöpferische Leistung im Sudetenraum bestimmt ist, für das Jahr IM dem Dichter Hans W a tz l i k in Neuern im Bohmr Wald verliehen. Der Preis beträgt 5000 Marl. Watzlik ist einer der ausgeprägten Vertreter deutsch- böhmischer Heimatkunst; er schrieb die Romane O Böhmen!",Schloß Weltfern",Das Glück von Dürrnstauden", die NovellenVon deutschböhmischer Erde" undUngebeugtes Volk", auch Gedichte, Mär­chen, Sagen und Bühnenstücke.

Deulschlandreise französischer Aerzle.

(Eine auf einer Deutschlandreise befindliche Gruppe französischer Aerzte unter Führung von Dr. F. Be­rard, war dieser Tage Gast der Deutsch-Franzö­sischen Gesellschaft in Berlin. Während seines Aufent­haltes in Deutschland hat Dr. Berard vor deutschen Aerzten und Studenten Filmoorträge in deutscher Sprache gehalten. Er ist ein eifriger Verfechter der deutsch-französischen Verständigung.

Rhein -Mainische Börse.

Aktien schwächer.

Frankfurt a. M., 25. März. Die Börse war zum Wochenschluß am Aktienmarkt auf nahe­zu allen Marktgebieten abgeschwächt, wobei vielfach die gestrigen Gewinne restlos verloren gingen und teilweise darüber hinausgehende Verluste eintraten. Käufe der Kundschaft fehlten, anderseits stellte sic auch nur wenig Ware zum Verkauf. Größtenteils handelte es sich um Glattstellungen der Kulisse, die bei der herrschenden Zurückhaltung und der (Enge des Geschäfts nur auf ermäßigter Basis unter­kamen. Der neue Finanzplan und die Mehrein- kommensteuer standen im Vordergrund des Inter­esses. Die Erleichterung des Geldmarktes, die fid) am hiesigen Platz in einer Ermäßigung des Scheck­tauschsatzes um 0,25 auf 2,50 v. H. auswirkte, bot keine Anregung, ebenso wie auch die verschiedenen günstigen Industrie-Abschlüsse, z. B. Mannesmann mit 6 (5) v. H. und Schramm Lack mit 8 v. H. Divi­dende plus 4 v. H. Bonus, ohne sichtbare Wirkung blieben. Stärker rückläufig waren besonders Gesfürel auf 132,50 (135,75), Berger Tiefbau auf 142 (144,50) und Rheinstahl auf 133,65 bis 133,40 (135,25). W. Farben verloren 1,25 v. H. auf 148, ebensoviel Man­nesmann auf 108 und Deutsche Erdöl auf 124,2a bis 124, außerdem gaben Bemberg auf 131,50 Brief (133) und u. a. Conti Gummi auf 210,25 (211,75) nach. Im übrigen hielten sich die Rückgänge meist unter 1 v. H., u. a. bei Verein. Stahl mit 103,6a (104,40), bei Hoesch mit 105,75 (106), bei Klöckner nsit 115,50 (115,75), bei RWE. mit 115 (115,2a)- Etwas fester waren Lahmeyer mit 114 (112,50) unö Eßlinger Maschinen mit 107,50 (107).

Im weiteren Verlaufe kam das Geschäft nahezu zum Stillstand. Teilweise bröckelten die Kurse noch ein wenig ab. IG. Farben erreichten nach 147, <3 wieder den Anfangsstand von 148 und schlossen leicht erholt mit 148,50. . .

Der Renten markt lag sehr still. Es sich verschiedentlich kleine Nachfrage. Höher wäre einige Industrie-Obligationen, darunter 5 v. A Gelsenberg mit *100,40 (100), 5 v. H GelsenbenM mit 100,25 (100), dagegen 5 v. H. Hoesch (100,50). Am Pfandbriefmarkt zogen Liquidation- Pfandbriefe vielfach 0,13 v. H. am und von ö*0! anleihen gewannen Mannheimer 0,25 v. H jm 98,50. Von öffentlichen Anleihen befestigten Reichsbahn-VA. auf 123,25 (122,90) und RE altbefitz auf 129,75 (129,65). Kommunal-Umscym düng gingen mit unverändert 93,40 um.

Im Freiverkehr blieb es bei meist beyoup teten Kursen still.