Ausgabe 
27.3.1939
 
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9Jl.-'Sport

Mätze, aber auch der Dresdener kommt nicht zur I große Härte und Schnelligkeit und bewiesen diesmal Geltung. Einmal wird er gut bewacht, und zum erneut, daß sie auch technisch und taktisch große Fort-

Mball-Länderkamps Italien-Selilschland 3:2

Gauche!

Zs überrascht, daß bei Spielbeginn nicht

K 1 ttta a I nur: ft m X X i

alle

fee des schönen Stadions besetzt sind. Der deutsche iristoß wird sofort abgefangen, und blitzschnell sind

Pesser

Biavati

Hahnemann

Meazza Locatelli

öchner blau ff i

Kitzinger Schön

nun

Zum Ecke Bel-

Piola Sansone

Ändreolo . Genta

schritte gemacht haben. Die deutsche Mannschaft ent­täuschte. Insbesondere der Ulmer Mittelläufer Piccard kam nie recht ins Spiel und im Angriff bewies.nur der Harther Mittelstürmer Hänel, daß er für internationale Prüfungen genügend gerüstet ist.

** Dienstjubiläum. Am 25. März waren es 25 Jahre, daß das- Gefolgschaftsmitglied Georg Saul als Pfleger im Dienst der Landes-Heil- und Pflegeanstalt Gießen steht. Der Betriebsftkhrer, Di­rektor Dr. Schneider, sprach dem Jubilar Dank und Anerkennung- seine treue und tadellose Dienstzeit aus.

** 80 Jahre alt. Am kommenden Mittwoch, 29. März, kann der Lokomotivführer i. R. Gustav Jrle, Earl-Dogt-Straße 7 wohnhaft, in körper­licher und geistiger Frische seinen 80. Geburtstag begehen. Der Jubilar ist hocherfreut darüber, daß er die Erneuerung Deutschlands und in jüngster Zeit auch die großen Ereignisse unseres Vaterlandes dank der genialen Staatsführung durch unseren Führer miterleben konnte. Dem alten Herrn, der 'seit vielen Jahren zu dem treuen Bezieherkreis des Gießener Anzeigers gehört, bringen auch wir zum Geburtstag unfern herzlichen Glückwunsch dar.

Neu Verpflichtungen an das Stad t- theater Gießen. Für die Spielzeit 1939/40 wurden ferner an das Stadttheater Gießen verpflich­tet: Hilde H e i nr i ch (Staatstheater Dresden) als 1. Salondame: Raul La p o rte (Neuß) als Char­genspieler: Bernhard Schmitz (Frankfurt) als 1. Baß und Opernspielleiter.

** Ihren schweren Verletzungen er­legen. Die vor einigen Tagen, wie von uns ge­meldet, bei einer Autofahrt nach Gießen in der Nähe von Grünberg durch Schleudern des Kraft­wagens und heftigen Anpralls an einen Baum schwerverletzte Frau des Wachtmeisters Müller aus Gießen ist am gestrigen Sonntagnachmittag in der Chirurgischen Klinik leider verstorben.

den Ball über seinen Kopf hinweg, und der Wind drückt das Leder in die enlegene Ecke. Ein Beifall ohnegleick)en folgt. Die Italiener feuern ihre Elf nun stürmisch an, aber die Deutsck-en lassen sich nicht entmutigen. Der Kampf wird offener. Der deutsche Tormann muß immer wieder eingreifen, aus allen Lagen schießen die lebendigen italienischen Stürmer. Die deutschen Vorstöße gehen meist vom rechten Flügel aus. Kupfer paßt die Kugel zu Hahne­mann, der Wiener überläuft Rava und setzt in der 29. Minute an dem herauslaufenden Olivieri vorbei den Ball ins leere Tor. 1:11 Das läßt die deutsche Kolonie hoffen. Aber vorerst hält der italienische Druck an, unser Tor ist vielfach in schwerer Gefahr, und nur die kühnen Paraden Piatzers bewahren uns vorläufig vor dem zweiten italienischen Treffer, der aber in der 35. Minute aud) von dem tapferen Wiener nicht zu vermeiden ist. Goldbrunner konnte Piola nicht stoppen: dessen Vorlage erhält Biavati, der schneller als Schmaus läuft und mit langem, flachen Schuß zum 2 :1 einsendet. Nur unsagbares Pech verhindert den Gleichstand. Hahnemann schießt, aber der unheim­lich scharf abgefeuerte Ball streift bei seinem Flug knapp über dem Boden ein Hindernis, knallt gegen die Querlatte und springt von dort ins Feld zurück.

10 Deutsche spielen überlegen.

Das scharfe Tempo hält auch nach der Pause an. Diesmal werden die Deutschen von dem steifen Wind gut unterstützt, aber das Glück ist an diesem Tage nicht bei unserer Mannschaft. Schon in der dritten Minute spielt sich Sansone famos durch, die deut­schen Verteidiger zaudern, Piola, der sich durch eine geschickte Wendung freigestellt hat, kommt an öen Ball und feuert aus kurzer Entfernung zum 3:1 ein. Unmittelbar danach wird Lehner verletzt. Der Augsburger muß zehn Minuten aussetzen. Als er wiederkommt, ist sofort zu erkennen, daß mit seinem Einsatz nicht mehr zu rechnen ist. Frühzeitig beginnen die Italiener mit der Sicherung ihres Vor­sprungs. Dadurch gewinnen unsere vier noch heilen Stürmer eine leichtes Uebergewicht. Schön stürmt jetzt mit, Gauche! steht weit vorne in der Rolle des Vollstreckers. Aber der Rheinländer ist zu umständ­lich. Die gelegentlichen Angriffe der Italiener haben weit mehr Schwung afe die Vorstöße der Deutschen. Nach 20 Minuten tauschen Schön und Gauchel die

|| ü<Blauen" im deutschen Strafraum. Die deutsche j llwehr hat einen schweren Stand. Immer wieder

Die Verbündeten in pari«.

3m Freiheitskrieg vor 125 Jahren. Erinnerungen eines Zeitgenossen an die letzten Märztage 1814.

Janes Schmaus Kupfer Goldbrunner

Im 7. Fußball-Länderkampf gegen den zweifachen Weltmeister Italien hat sich die deutsche Fußball­mannschaft am Sonntag im Florenzer Berta- Ätadion ehrenvoll geschlagen. Ein Sieg, den einige Optimisten insgeheim auch in diesem schwersten Smmpf unserer Elf erhofft hatten, wurde zwar nicht eWritten, aber die 2:3 - Niederlage gegen die Fuß- blill-Athleten Italiens macht uns 'keine Schande. 4*000 Zuschauer erlebten einen fesselnden Kampf.

Im Berta-Stadion.

Pünktlich um 11.30 Uhr öffneten sich die Tore 0:3Stadions G. Berta", das nach dem italie- mschen Freiheitskämpfer benannt ist. Die deutschen Schlachtenbummler, in reservierten Blocks unter- zibracht, schwangen in guter Stimmung ihre Fähn- chirn und probierten immer wieder den Schlachtruf. Wor Spielbeginn ging ein leichter Regen nieder. Die Vxmnschaften wurden von einem wahren Beifalls- st.i rm begrüßt. Schiedsrichter Lucien B a e r t ruft bt! Mannschaftsführer. Dann begann der Kampf mit sagenden Mannschaften:

Dr u t sch l a n d : Platzer

Italien siegte verdient.

An dieser Feststellung kann nicht gedeutelt wer­den. Die Azzurri zeigten sich, wie erwartet, als die großen Athleten und Ballkünstler. In der deut- chen Elf arbeitete das Schlußdreieck sehr zuver­lässig. Platzer traf beim ersten Tor keine Schuld. Die hervorragenden Kräfte im Angriff waren Hahnemann und Schön.

Italien« 8-Elf in Frankfurt 2:1 (2:1) geschlagen.

Während der deutsch-italienische Länderkampf der ^-Mannschaften in Florenz mit einem knappen Erfolg derazzurri" ausklang, mußte sich Italiens 8-Elf im Frankfurter Sportfeld gegen eine Auswahl Südwest­deutschlands mit 1:2 (1:2) geschlagen bekennen. Es war ein Kampf, der spielerisch auf recht beachtlicher Stufe stand und von den Südwestdeutschen nicht unverdient siegreich gestaltet wurde. Die südwest­deutsche Auswahl lieferte vornehmlich in der ersten Halbzeit ein vorzügliches Spiel und holte hier bereits die zum Sieg notwendigen Treffer heraus. Nach Seitenwechsel hatten zwar die Gäste mehr vom Spiel, während es in der südwestdeutschen Elf nicht mehr so recht klappte, aber die gute Arbeit der deutschen Hintermannschaft verhinderte mehr als einmal nahe­liegende Erfolge der italienischen Stürmer. Aber auch in der zweiten Halbzeit bewies der südwestdeutsche Sturm seine Gefährlichkeit und es hätte nur etwas mehr Kaltblütigkeit und Konzentration beim Tor- schuß bedurft, dann wäre der deutsche Sieg vielleicht noch deutlicher ausgefallen.

Luxemburg bezwingt Deutschland« Fußball-Nachwuchs 2:1.

An die 6000 Zuschauer erlebten am Sonntag auf dem Platz der Red Boys in Differdingen den Triumph, daß die Vertretung des Großherzogtums Luxemburg die deutsche 8-Fußballmannschaft mit 2:1 (1:1) be­siegte und so nach sechs Niederlagen über Deutschland den ersten Sieg erfocht. Dieser Erfolg ist nicht unver- dient. Wie schon in den beiden letzten Begegnungen zeigten die Luxemburger einen vorzüglichen Einsatz,

anderen mangelt es jetzt an brauchbaren Vorlagen. Der unerhört spurtschnelle Biavati läßt Schmaus tehen, es sieht sehr böse vor Platzers Heiligtum aus, aber der Kopfball Colaussis trifft nicht. Kritisch wird es vor dem italienischen Tor, wenn die beub chen Stürmer schießen. Endlich wird unsere Mann- chaft für ihre Bemühungen belohnt. Wie schon im Länderspiel gegen Jugoslawien ist es auch diesmal wieder der Freistoß-Spezialist Janes, der das zweite Tor herbeiführt. Die Italiener, die ihren Vorsprung bedroht sehen, gehen wieder Angriff über. Noch einmal muß Janes zur ausschlagen, und dann pfeift der aufmerksame gier ab.

die Truppen des Haupcheeres. Die Franzosen wur­den ihren Irrtum eher gewahr als die Preußen, indem die Füsiliere einige der äußersten franzö- fischen Tirailleurs niederschossen. Die preußischen Garden mußten er ft durch einen Adjutanten, der den Kugelregen nicht scheuend auf ihre Scharf« schützen zusprengte, von ihrem Irrtum unterrichtet werden. Unser Regiment war den Füsilieren über eine Brücke des Kanals gefolgt, durch Pantin durch« gegangen und auf einer Fläche im Schutze einiger Häuser am Fuße der Höhen von Belleville und St. Gervais aufmarschiert. Hinter uns hielten russi­sche Kürassiere. Auf der Höhe standen der Kaiser Alexander und Friedrich Wilhelm III. von Preußen. Die Schwarzen Husaren des Majors von Stößel kamen bei Lavilette noch einmal zur Attacke auf französische Chasseurs und Ulanen. Da tarnen Adju­tanten mit weißen Tüchern aus der Ferne winkend mit dem Befehl dahergesprengt, die Feindseligkeiten einzustellen, weil ein Waffenstillstand eingetreten fei, währenddessen über die Uebergabe der Stadt an die Verbündeten unterhandelt wurde. Der Kanonen­donner schwieg allmählich, nur ß a n g e r o n (rus­sischer General), der den Montmartre von der Nord- Westseite her zu erstürmen hatte, wollte seine Arbeit nicht halb getan aufgeben, sondern stellte den Kampf nicht eher ein, als bis die Fran.zosen auch aus den letzten Häusern am Montmartre verjagt waren. Am Abend dieses siegreichen Schlachttages erklang in allen Lagern der preußischen Truppen die Melo­die des LiedesNun ruhen alle Wälder".

Die preußische Garde hatte am 30. März beson­ders schwere Verluste. Aber schon am nächsten Mor­gen, am 31., traten die Ueberlebenöen zusammen mit der russischen Kaisergarde unter Gewehr, um vor dem Einzug in Paris gemustert zu werden. Auch die Mecklenburgischen Husaren zogen über die Boulevards von Paris bis zur Dorstadt Passy, wo sich viele Schwierigkeiten bei der Unterstellung der Pferde ergaben. Der Führer dieses Regiments, Oberst von Warburg, befand sich im Stabe der Monarchen. Er schreibt über den Einzug u. a.: Die Volksmenge mit weißen Tüchern und Bändern und mit der französischen Zutunlichkeit um sich her­zu sehen, war überraschend. Die Damen baten die Offiziere, sie auf die Pferde steigen zu lassen, damit sie den Vorbeimarsch der Truppen vor den Monar­chen besser sehen könnten. Das Volk mußte aber ebenso überrascht sein, die Barbaren des Nordens so heiter, ruhig und gesetzt ein- und vorüberziehen zu sehen, keine der Uebermut verratenden Äuße­rungen der Sieger von ihnen zu vernehmen, keinen, der Rache nehmen wollte, anzutreffen, kurz, uns ganz anders zu finden, als man uns gefürchtet hatte." In der Oper, wo dieVestalin"' gegeben wurde, spielten das versammelte Volk und die Schauspieler vereint: die Russen und Deutschen waren die Zuschauer. Dos Stück selbst diente nur dazu, beiden Tellen durch einzelne Anspielungen und bloße Worte, z. B. durch das Wortroi", die gehörige Extase zu geben. Das Ende war, daß man den Napoleonischen Adler mit seinen Donnerkeilen von der kaiserlichen Loge herabriß und vernichtete."

Dann folgten noch einige unterhaltende Tage für die Truppen des Horckschen Korps, bis der Vor­marsch in Richtung auf Orleans wieder angetreten wurde. Aber schon am 5. April wurde der Waffen­stillstand verlängert. Am 6. April verkündete man die Abdankung Napoleons. Der Uebermut des Kor­sen war gebrochen: es begannen die unruhigen Tage, in denen der Kaiser auf Elba von neuen Siegen träumte.

Hermann Dahl.

Der Winterfeldzug 1814 nach dem Rheinübergang Blüchers bei Caub hat den verbündeten Trup­pen viele schwere Gefechte gebracht, die nicht mehr so in der Erinnerung der Nation haften wie die großen Schlachten des Jahres 1813. Der Krieg spielte sich jetzt in Feindesland ab. Auf dem blut­getränkten Boden in der Champagne und an der Marne, wo früher und auch später Deutsche und Franzosen oftmals miteinander gerungen haben, gab es wechselvolle Kämpfe. General von Yorck hatte ein schweres Gefecht mit Marschall Mac Donald um den Besitz der Stadt Chalons-sur- Marne. Schon Mitte Februar kam es zur Schlacht bei Laon, die noch keine endgültige Entscheidung brachte. In den Kriegsberichten tauchten immer wieder Namen auf wie Chateau Thierry, Com­piegne, Fismes und zahlreiche andere, die auch unserer Generation aus dem Weltkriege wohl ver­traut sind. Der jugendliche Prinz Wilhelm von Preußen befehligte die 8. Brigade in der Avantgarde des Yorckschen Korps.

Am 23. Februar wurde an den Marne-Ueber- gängen heiß gekämpft. Der russische General Tscherbatosf und der preußische Oberst Valentin! wurden verwundet. Auch Marschall Blücher wurde am Fuße getroffen. Bei genau­erer Besichtigung war indes nur der Stiefel zer­rissen, wobei der alte Heerführer bemerkte:Das ist schlimm, wir haben hier mehr Doctors als Schusters". Auch die Russen, die unter Blüchers Befehl standen, waren außer sich, daß Marschall Paschall" blessiert sei. Um sie zu beruhigen, durch­fuhr der Feldmarschall das russische Lager. Schon in den nächsten Tagen wurde der Vormarsch auf Paris wieder angetreten.

Nach einem glänzenden Reitergefecht bei Berry au Bac, an dem die Brandenburgischen und Schwar­zen Husaren beteiligt waren," überschritten die Blücherschen Truppen am 19. März den Vesle-Fluß und rüeften bis Fere en Tardenois vor. Die Gegner waren hier die französischen Marschälle M a r m o n t und M o r t i e r. Vom 25. bis 27. März spielten sich bei Montmirail schwere Kämpfe aff, bei denen sich die ostpreußische National-Kavallerie be- onders auszeichnete. Hier wurde auch ein verdienter Offizier dieses Regiments, Major von Knob­lauch, verwundet, der bereits den Feldzug Napo­leons bis Moskau und dann alle Gefechte und Schlachten des Yorckfchen Korps auf demselben Pferde unversehrt mitgemacht hatte. Am Abend des 27. kamen die Mecklenburgischen E-Husaren bis in die Nähe von Meaux. In dieser Nacht flog das Pulver- und Munitionsmagazin in die Luft. Am nächsten Morgen wurde das Dorf Dille Parisis nach charfem Gefecht eingenommen. Arn 29. erreichten auch die Truppen der Hauptarmee die Umgebung der französischen Hauptstadt, und am nächsten Mor­gen begann dann die große Schlacht, die mit der endgültigen Niederlage Napoleons enden sollte. Ein Mitkämpfer, Leutnant Milarch, erzählt davon:

Nächst Leipzig hatten wir solch Kanonenfeuer nicht wieder erlebt. Die Kanonenschüsse wetteiferten in der Eilfertigkeit mit den Büchsen- und Musketen- chüssen der Scharfschützen. Die preußischen Garden waren uns zur Linken durch Pantin bis auf die letzten Häuser der Barriere St. Martin vorgedrun­gen. Dabei wurden sie von französischen Scharf- chützen in ihrer rechten Flanke scharf beschossen. Prinz Wilhelm sandte ihnen unsere Füsiliere auf den Pelz, die in ihren französischen Gardecapott­röckchen von dem Feinde für Freunde und von den Truppen der großen Armee für Feinde gehalten wurden, weil sie, wie die ganze schlesische Armee, keine weißen Binden um den linken Arm hatten wie

Rava Foni [halten: Olivieri

Stallten führt 2:1!

Grimberg übernimmt da« Kreisfest.

Dieser Tage weilten als Vertreter des NSRL.- Kreises 8 (Lahn-Dill) Kreisführer Dr. Schäfer, Kreissportwart Mohr sowie die Fachwarte Reu - t e r (Turnen) und Gerhardt (Fechten) hier, um mit Vertretern von Turnverein, Partei und Stadt wegen der Uebernahme des diesjährigen Kreisfestes °ZU verhandeln. Eingehend wurde über den Umfang und die Art des Festes gesprochen. Verschiedene 'Vorbedingungen sind für die Abhaltung gegeben, runter anderrn in der großen Turnhalle nebst an- l liegendem Turnplatz, dem Sportplatz, dem Wald- Üchwimmbad und dem Schießstande. Ortsgruppen« Ueiter Schütz versprach seitens der Partei wie auch Beigeordneter Alb ach für die Stadt stärkste Un- Sterstützung für die Durchführung der Veranstaltung. »Als Termin des Festes wurde der 2. Juli in Aus­sicht genommen.

MSV.Barbara'" Staffelsieges der Bezirksklasse.

Lckcrshaufen eindeutig geschlagen.

Die Artilleristen trugen ihr letztes Pflichtspiel aus wnb gewannen es überzeugend 14:3 (6:1). Damit Holten sie sich endgültig den Sieg in ihrer Staffel und qualifizierten sich für das Entscheidungsspiel um die Meisterschaft der Bezirksklasse. Der Platz in Ockers- Hjaufen war nicht gerade in idealer Verfassung, aber irotzdem entwickelte sich ein flottes, spannendes Spiel. Wad) vorerst ausgeglichenem Kampf drängten die Äießener die Gegner immer mehr in ihre Hälfte zu- lück und gestalteten das Spiel überlegen. Torerfolge bannten nicht ausbleiben. Da sich aber vor jedem Schußkreis wahre Schlammbäder befanden, verlegten ich die Mannschaften auf Fernschüsse. Hierbei be­währte sich die große Schußkraft der Schwarzweißen., ffin regelmäßigen Abständen erzielten die Artilleristen i*is zur Pause 6 Tore, denen die Marburger Vorstädter nur eins entgegensetzen konnten. Nach der Pause 4aute zuerst das Tempo des Spieles etwas ab. Gegen Mitte der zweiten Halbzeit aber kam wieder eben in den Kampf und jetzt zeigten die Gießener in herrliches Kombinationsspiel. Blitzschnell tauschten üie Stürmer die Plätze, stellten sich frei, oder ver- chafften dem Nebenspieler eine Schußgelegenheit. Hetzt fielen die Tore in kurzen Abständen, und nur :urch Strafstöße kamen die Ockershäuser zu ihren I Toei restlichen Toren. Barbara schoß in den letzten |

n!d unser Tor bedroht, und zunächst haben Platzer, hses und Schmaus so viel zu tun, daß ihnen limen die gefährlichen Angriffe der Italiener kaum Minute zum Verschnaufen bleibt. Im Jnnen- irm will es nicht recht klappen. Beim ersten beut« im Angriff verschießt Hahnemann. In der elften Knute ist dann das glückliche Führungstor der Jjpirri fällig. Goldbrunner und Janes bringen, |J -fiiicf) vom Tor stehend, das Leder nicht rechtzeitig r »i:. Piola springt energisch dazwischen, zieht

Balke schwimmt neuen Europa-Rekord

Die zweiten Reichsprüfungskämpfe im Schwim­men, die den sportlichen Höhepunkt des 50jäyrigen Jubiläums des Bremischen Schwimmverbandes dar­stellen, wurden am Samstag im Bremer Hansabad gleich mit einem neuen Europa-Rekord im 200« Meter-Brustschwimmen eingeleitet. Joachim Balke (Bremen) verbesserte seinen eigenen Rekord um vier Zehntelsekunden auf 2:37,4, nachdem er in einem äußerst scharfen Rennen den Gladbecker Heina auf den letzten Metern niedergerungen hatte. Reichsbahn Hanau ist Hessen-Meister.

Mannschaftsmeisterschaft der Ringer.

In Kassel fand am Samstag der zweite Endkampf nm die hessische Gau-Mannschaftsmeisterschaft im Ringen statt. Wie schon im Vorkampf siegte Reichs­bahn (Eiche 01) Hanau gegen Reichsbahn Kassel mit 5:2 überlegen und wurde mit dem Gesamtergebnis von 12:2 Hessenmeister. Nur in den beiden leichtesten Gewichtsklassen kamen die Gastgeber zu Punkten, während für Hanau Schrankeier, Dauth, Neide, George und Häfner siegreich jvaren.

Triumph der Geschwister Cranz.

Die Abfahrtsiäufe.

Die Abfahrtsläufe bei den 3. Internationalen Schi­wettbewerben auf dem Feldberg im Schwarzwald gestalteten sich zu einem großen Triumph für die Freiburger Geschwister Cranz. Weltmeisterin Christel Cranz gewann den Abfahrtslauf der Frauen über­legen vor vier Mitbewerberinnen und bei den Män­nern war es Rudi Cranz, der sich unter 49 Läufern als der Beste erwies. Er siegte vor seinem Bruder Harro und Weltmeister Josef Jennewein.

Die 2 Kilometer lange Abfahrtsstrecke führte vom Baldenweger Buck zur Kluse, wobei etwa 600 Meter Höhenunterschied zu bewältigen waren. Die Schnee­verhältnisse waren gut, aber die Strecke hatte ihre Tücken. Bei den Frauen hatte es unsere Weltmeisterin Christel Cranz nur mit vier Gegnerinnen zu tun, von denen sich tue Innsbruckerin Gerda Nißl noch am besten zu der Freiburgerin hielt.

~ Die 49 Männer gingen in einem Abstand von drei Stunden zweimal'über die Strecke. Rudi Cranz, mit dem Gelände am besten vertrant, erzielte mit 3:39,6 Minuten die befte Gesamtzeit und verwies feinen Bruder Harro (3:41,4) und Weltmeister Josef Jenne­wein (3:43,6) auf die Plätze. Klar abgeschlagen kam Franz Aschenwald (Innsbruck) vor Kaiser (Sont-

zehn Minuten fünf Tore, das zeigt den Erfolg des gewaltigen Endspurtes, den die Soldaten vorlegten. Die Mannschaft des MSV. mußte mit Ersatz antreten, fie spielte mit Frese; Weiler, Marx; Heimann,'Ollhoff, Frese; Hommel, Winden, Richter, Grund und Hof­mann. Die Elf lieferte ein gutes Spiel, und nur die schlechten Platzverhältnisse und der gute Torwart der Gastgeber verhinderten, daß der Sieg des MSV. noch höher ausfiel. Torwart Frese, Weiler und Ollhoff waren die Besten der Schwarzweißen.

MTV.-Zugend Gtaffelsieger um die Handball-Bannmeisterschast.

Holzheim unterliegt 7:5.

Zahlreiche Zuschauer umsäumten den Holzheimer Sportplatz als Schiedsrichter Jung beide Mannschaf­ten ins Feld führte. Mtv. hat Anwurf, muß aber die erste Spielhälfte gegen den Wind spielen. Holzheim fängt den Anwurf sofort ab und ein geschlossener Angriff bringt für Holzheim schon in den ersten Mi­nuten ein überraschendes 1:0. Jughardt gleicht mit einem schönen Freiwurf für Mtv. aus und abermals liegen die Platzbesitzer begünstigt durch den Wind im Angriff. Ein Fernschuß überwindet den Mtv.-Torwart und zum zweiten Male hängt der Batt im Netz. Jughardt zieht wieder gleich; ein flotter, abwechslungs­reicher Endkampf setzt nun für die Halbzeitführung ein. Mit 3:2 werden die Seiten für Holzheim ge­wechselt.

Die Platzbesitzer erzielen ein weiteres Tor, aber bann kommen die Mtv.er dank einer Umstellung besser ins Spiel. Jughardt verkürzt und Möckel stellt durch einen unhaltbaren Schuß den Gleichstand her. Beide Mannschaften kämpfen nunmehr zäh unter all ihrem Einsatz um die Führung. 15 Minuten sind noch zu spielen und da kommt Jughardt wie ein Blitz frei vors Tor: 5:4 für Mtv.! Holzheim hat wie die Gießener in der ersten Halbzeit mit ihren Würfen gegen den Wind Pech; haushoch landen die Bälle hinter dem Tor. Die Mtv.er erhöhen auf 7:4 und ein letztes Tor der Holzheimer bringt gleichzeitig den Schlußpfiff. Nur selten sah man in den Spielen um die Handball-Meisterschaft einen so schönen, ausge­glichenen und abwechslungsreichen Kampf. Zwei voll­kommen gleichwertige Mannschaften standen sich in einem entscheidenden Spiel gegenüber, das den Gießenern dank ihres besseren Aushaltens und Steh­vermögens einen verdienten Sieg brachte.

Durch Unachtsamkeit auf der Straße tödlich verunglückt.

LPD. Wetzlar, 26. März. AmTag der Wehrmacht" beobachtete der 73 Jahre alte Louis Johannes von hier bei einem Gang über die Straße ein über der Stadt kreisendes Flugzeug. Dabei geriet der alte Mann auf der Fahrbahn vor ein Au t o , wurde urngerifsen und so schwer verletzt, daß er jetzt im hiesigen Krankenhause ver - starb.

Landkreis Gießen.

£ Wieseck, 27. März. Unser Mitbürger Ludwig Hofmann, Rangiermeister i. R., wird heute 7 0 I a h r e alt. Herr Hofmann, der fast vier Jahr­zehnte im Dienste der Reichsbahn stand, erfreut sich noch der besten Gesundheit. Sein goldener Humor hat ihm einen großen Freundschaftskreis geschaffen. Sein Heimatblatt, den Gießener Anzeiger, lieft er über 40 Jahre. Unseren herzlichen Glückwünsch zum Geburtstag.

* Hungen, 27. März. Auf der Landstraße zwi­schen hier und Inheiden ereignete sich heute morgen ein D e r k e h r s u n f a l l. Vier Fuhrwerke aus Ob­bornhofen, die in der Richtung nach Hungen fuhren, wurden von einem Lieferwagen überholt. Unglück­licherweise bemerkte der letzte der überholten Fuhr­werkslenker, Richard Ebert aus Obbornhofen, das Herannahen des hinter ihm kommenden Autos nicht und ging unmittelbar vor dem Auto auf die linke Straßenseite. Dabei wurde er von dem Kraftwagen gestreift und zu Boden geworfen. Er erlitt einige Verletzungen, die seine Uebetsührung in das Hungener Krankenhaus notwendig machten.