Ausgabe 
27.3.1939
 
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Nr. 73 Erstes Matt

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189. Zahrgang Montag. 27. März 1939

Eichener Anzeiger

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Well zu erschüttern.

Adolf Hitler."

Das kann nur zum Wohle unserer beiden Völker und zur friedlichen Entwicklung der europäischen

I Kultur auf neuen Grundlagen erfolgen."

Der erste Widerhall im Ausland

Paris, 26. März.

Tie Rede Mussolinis ist in Paris mit großer Span­nung erwartet worden, bereits eine Stunde später ist sie über die Rundfunksender ziemlich ausführlich, Teile daraus sogar im Originalwvrtlaut, durch Schall­platten wiedcrgegeben worden. In politisch interes­sierten Kreisen meint man, Mussolini habe die italienischen Forderungen in der Reihenfolge Tunis, Dschibuti, Suez-Kanal festgelegt. Tie scharfe Kritik, die der Duce an dem von den französischen Ministern bisher ausgesprochenenNein" gegenüber den ita­lienischen Forderungen geübt habe, schließe die Möglichkeit einer zumindest inoffiziellen Fühlungnahme zwischen den beiden Ländern nicht aus. Tie Form, in der Mussolini seine Forderungen vorgetragen habe, bedeute nicht ohne weiteres, daß

den Angeln zu heben und gleichzeitig die Gefahren der bolschewistischen Weltanschauung zu beseitigen.

heiligen Rechte anerkannt sind. (Stürmi­scher Beifall.)

2. Die Zeit derExtratouren" ist endgültig vorbei! Schon daran erinnern zu wollen, ist für uns und alle Italiener eine Beleidigung. (Stürmi­scher Beifall.) Die Versuche, die Achse Rom- Berlin aus den Angeln zu heben oder anzuboh­ren, sind kindisch. (Stürmischer Beifall, stürmische Hitler-Rufe.) Die Achse ist nicht nur eine Beziehung zwischen zwei Staaten, sondern die Begegnung zweier Revolutionen, die im krassen Ge­gensatz zu allen Weltanschauungen der Gegenwart stehen. Darin liegt die Kraft der Achse Rom Berlin und ihre Dauer begründet.

Aber da es immer fUüngel gibt, die oberflächlich denken und die Vernunft ausschalten, erkläre ich auf das Allerbestimmtefte, daß das, was sich in Mitteleuropa zugetragen hat, m i t Naturnotwendigkeit elntreten mußte.

verhandlungsbereit sei. Wenn er aufs neue die Soli­darität der Berlin-Rom-Achse bestätigt habe, dann könne man nur sagen, daß niemand daran ge­zweifelt habe. Auch der marxistischeDaily herald" findet, die Rede des Duce habe die internationale Lage nicht verschlechtert, ja vielleicht sogar etwas verbessert. Gewisse Leute in England und Frankreich glaubten immer noch, daß man Mussolini vom deut­schen Partner abtrennen könne. Das sei ein gefähr­licher Irrtum. Mussolini habe gestern erneut mit Nachdruck seine Loyalität gegenüber der Achse be­kannt.Daily Mail" schreibt, Mussolini habe gestern deutlich klargemacht, daß die Forderungen auf friedlichem Wege bereinigt werden könnten. England dürfte aber dabei nicht übersehen, daß die beiden Enden der Achse fest zusammenhielten.

die italienischen Forderungen einen territorialen Charakter hätten. Es werde Sache einer genauen Prüfung sein, die Stelle der Rede zu klären, in der es heißt, Italien werde erst dann eine Initiative für die Erhaltung des Frie de ns ergreifen können, wenn seine Forderungen erfüllt seien. Am Quai d'Orsay legt man eine vorsichtig abwartende Haltung an den Tag. Man ist der Ansicht, Mussolinis Rede bedeute eine angenehme Enttäuschung, da sie zu­mindest keinen Faustschlag auf den Tisch darstelle. Die Stellen, die sich auf die italienischen Forderungen gegenüber Frankreich beziehen, findet man nicht genügend präzisiert. Die Stellungnahme des Duce entspreche fast genau derjenigen, die der König in seiner jüngsten Thronrede entwickelt habe. Dasselbe gelte auch für die Definierung des italienischen

(Stürmischer Beifall.) Ich erkläre, daß, wenn die großen Demokratien heute bittere Tränen über das vorzeitige und unwürdige Ende ihrer Lieb­lingskreatur weinen, dies ein ausgezeichneter Grund für uns ist, dieses mehr oder weniger aufrichtige Geflenne nicht mitzumachen. Ich füge hinzu, daß, wenn man dieses Problem vom moralischen Standpunkt aus betrachten will, niemand, aber auch gar niemand das Recht hak, den ersten Stein zu werfen, wie das die alte und neue Geschichte in Europa in über­reichem Maße beweist. Ich erkläre, daß, wenn ein Volk, das über so viele Wänner und über so ungeheure Waffenarsenale verfügt, nicht einer einzigen Gäste fähig ist, es reif, ja überrei^für fein neues Schicksal ist. Ich erkläre weiter, daß, wenn die g e < plante Koalition gegen die autori­tären Regime Zustandekommen sollte, diese Regime die Herausforderung anneh­men und zur sofortigen Gegenwehr und zum sofortigen Gegenangriff in allen Tei­len der Welt übergehen würden. (Stür­

mischer Beifall.)

3. In meiner Rede von Genua sprach ich von der Barrikade,dieJtalienvonFrankreich trenne. (Pfeif- und Zischkonzert.) Diese Barri­kade kann nunmehr als ziemlich weggeräumt betrachtet werden, und in einigen Tagen, vielleicht schon in einigen Stunden werden die st o l z e n Truppen des nationalen Spaniens zum letzten Streich ausholen und in jenes Madrid einziehen, wo die Linksparteien das Grab des Fa­schismus erwarteten, das aber jetzt zum Grab des Kommunismus wird. (Stürmische Franco!-Rufe.) Wir verlangen nicht den Urteilspruch der Welt, wir wollen aber, daß die Welt informiert sei; es sei denn!

In unserer Rote vom 17. Dezember 1938 waren die Probleme Italiens gegenüber Frankreich fest umrissen. Es handelt sich um Probleme ko­lonialen Charakters. Diese Probleme haben die Namen: Tunis, Djibuti, Suez-Kanal. (Stürmischer Beifall.) Der französischen Regie­rung steht es vollkommen frei, auch nur eine einfache Aussprache über dieses Problem abzulehnen, wie sie es bisher durch ihre allzuoft wiederholten und vielleicht allzu kategorischen Niemals" getan hat. (Pfeifkonzert.) Aber sie wird sich dann nicht beklagen dürfen, wenn der Graben, der gegenwärtig die beiden Länder trennt, so tief wird, daß es eine ungeheure, wenn nicht unmögliche Ausgabe wird, ihn wieder aufzufüllen. Wie sich auch die Ereignisse ge­stalten werden, wir wünschen, daß man nicht mehr von jenen Brüderschaften, Schwestern­schaften, Vetternschaften und anderen entfernten Verwandten spricht, da die Beziehungen zwischen den Staaten auf Wacht beruhen und dieses Wachtverhältnis der für die Politik entschei­

dende Faktor ist.

Line Koalition gegen die autoritären Regime ist eine Herausforderung, die mit Sofortigem Gegenangriff beantwortet wird.

4 Geographisch, geschichtlich, politisch, militärisch ist das Mittelmeer ein vitaler Raum für Italien (karrte Rufe: mare nostrum!). Und wenn wir vom Mittelmeer sprechen, so schließen wir darin natürlich auch den Golf der Adria ein, in dem die Interessen Italiens vorherrschen, aber . gegenüber den Slawen nicht exklusiv sind, weshalb seit zwei Jahren dort der Friede herrscht.

5. Letzte aber grundlegende Voraussetzung: Mau muß rüsten! Das ist die Losung! Mehr Ge­schütze, mehr Schiffe, mehr Flugzeuge um jeden Preip und mit allen Mitteln (Zurufe: Jawohl), auch wenn man mit allem, was man unter bürgerlichem Leben versteht, reinen Tisch machen müßte. Wenn man stark ist, ist man den Freunden lieb und wird von den Feinden gefürchtet. Seit Menschengedenken gellt durch die Geschichte der Schrei: Wehe dem Wehrlosen! (Stürmischer, tosender Beifall.)

Das ruhmreiche Schwarzhemd, so schloß der Duce, mit dem wir gekämpft haben und kämpfen werden, hat heute ein kleines Abzeichen erhalten, auf das ihr besonders stolz sein müßt, ein Abzeichen von roter Farbe, rot wie jenes Blut, das von uns und anderen vergossen worden ist und das wir bereit sind, stets für die Interessen Italiens und des Fa­schismus zu vergießen. Heute ist euer großer Tag. Mit euerem Mut, mit euerem Opfersinn, mit euerem Glauben habt ihr dem Rad der Geschichte einen machtvollen Schwung gegeben. Heute frage ich euch: Wollt ihr ein bequemes Leben? (Nein'). Wollt ihr Belohnungen? (Nein!) Wollt ihr Ehren? (Nein!) Gibt es für euch ein Unmög­lich! (Nein!) Was sind euere drei Losungworte? (Aus der Menge erschallt es im Sprechchor: Glau­ben! Gehorchen! Kämpfen!) Gut so, Kame­raden! In diesen drei Worten war und ist und roitb immerdar fein das Geheimnis jeglichen Sieges.

Der Führer an den Duce.

Berlin, 25. Wärz. (DNV.) Der Führer hal an den königlich Italienischen Regierungschef Be­nito Wuffolini folgendes Telegramm gesandt:

Zum 20. Jahrestage der Gründung der fafchisti- fchen Kampfbünde gedenke'ich Ihrer als des siegreichen Schöpfers des stolzen neuen Italien in herzlicher und treuer Freund­schaft. Von den gleichen Idealen erfüllt stehl das deutsche Volk mit dem kampferprobten italienisches Volk Schulter an Schulter in der Abwehr aller von Haß und Verständnislosigkeit getragenen Versuche, den berechtigten Lebenswillen unserer beiden Völker einzudämmen und den Frieden der

Die Antwort des Duce.

Rom, 26. März. (DNB.) Auf das Glückwunsch­telegramm des Führers hat Mussolini geantwortet:

Ich danke Ihnen für die Botschaft und das Tele­gramm, das Sie mir anläßlich der Feier des 20jäh- rigen Bestehens des Faschismus übermittelt haben. Eine neue Lebensauffassung vereint unsere beiden revolutionären Be­wegungen, die dazu bestimmt sind, die reaktio­näre und konservative Position der alten Welt aus

Der Eindruck in London.

abs. London, 26. März. Die Rede Musso­linis ist in London am Sonntagmittag in Sonder­ausgaben bekanntgegeben worden. Ministerpräsident Chamberlain ließ sich den Wortlaut durch einen Sonderkurier nach Chequers bringen, wo er das Wochenende verlebte. In politisch interessierten Kreisen versieht man vorerst jede Stellungnahme mit einem Vorbehalt. Es ist in London aufgefallen, daß das Wort England trotz des englisch-italienischen Abkommens vom Duce nicht ein einziges Mal aus­gesprochen wurde. Man fühlt- sich lediglich unmittel­bar angesprochen in dem Satz:Das Mittel­mcer ist ein lebenswichtiger Raum für Italien, und zwar aus geographischen, geschicht­lichen, militärischen und politischen Gründen." Man erinnert daran, daß Mussolini früher einmal zu­gegeben habe, das Mittelmeer sei für England ein Weg, wenn auch für Italien das Leben. Gut unter­richtete Kreise wollen schon heute wissen, diese Stelle der Rede Mussolinis werde unter Umständen Gegen­stand einer englischen Bitte um Aufklärung werden. Im italienisch-französischen Verhältnis meint man, seien die Dinge offen geblieben. Mit der Besei­tigung derBarrikade" zwischen Italien und Frank­reich glaubt man im übrigen auf Verhand­lungen zwischen Rom und Paris hoffen zu können. Man will aus verschiedenen Andeu­tungen des Duce Anzeichen dafür sehen, daß Rom auf eine französische Initiative warte. So geht der erste Eindruck in London dahin, die Rede war nicht übermäßig scharf, sie hat die Lage in Europa nicht direkt geändert, sie lag auf der Linie der Achse Berlin Rom und bietet Anhaltspunkte für die nach wie vor bestehende Deskussionsbereitschaft Ita­liens mit Frankreich. In der Erklärung Mussolinis, daß Italien eine lange Periode des Frie­dens wünsche, glaubt man ein Anzeichen dafür er­blicken zu können, daß Italien keine Gelegenheit oer-

Der Redner.

Von unserem R. (9.-Korrespondenten.

Rom, 26. März.

Während der ganzen Nacht zum Sonntag zogen !vie Schwarzhemden, die zur Feier des 20. Jahres­tages der Gründung der faschistischen Kampfbünde «us ganz Italien in die Hauptstadt des Imperiums lamen, in Rom ein. Der kalte Sturm, der schon so ange das Wetter in diesem Frühjahr bestimmt, «lies die ganze Nacht, und Regenschauer prasselten lieber. Es war genau so wie einst, als die Schwarz- nemben ihren weltgeschichtlichen Marsch auf Rom m Oktober 1922 antraten.

Durch Sturm und Regen marschierten die Kolon- en zum Stadion des Forums Musso. iini, begleitet von einer zähen Jugend, die seit lagen in Feldlagern auf den umliegenden Höhen iefes Tages wartete. Am Sonntagoormittag hatte a*r Himmel ein Einsehen; die Sonne brach hervor, .um ersten Male konnte die Menge über die neu= "baute schöne Brücke, die die Stadtteile jenseits des ibers mit der Uferfeite des Stadions verbindet, in ns mit den Statuen der italienischen Provinzen -«schmückte Marmor-Stadion einziehen. In Erwar- ing des Ducc wurden die Abordnungen der deut­schen NSDAP, mit Dr. Ley an der Spitze iirmifd) gefeiert, lieber 75000 Mitglieder der faschi- ischen Kampfbünde füllten das Stadion.

Der Duce war, als er die Tribüne, von der 'Senge immer wieder stürmisch begrüßt, bestieg, der Äussolini aus den Tagen des Jahres 1922. Wieder bunten die Zuhörer die große Rednergabe des

säumen werde, an einem dauerhaften Frieden mit­zuwirken. Die Rede sei trotz der gewohnten Prä­zision in der Substanz nicht aggressiv ge­wesen. Die Rede habe keinerlei Drohung oder Ultimatum enthalten; auch seien keine gesteigerten Forderungen gestellt worden.

Die Rede des Duce wird von der Londoner Presse als überraschend versöhnlich in Ton und Inhalt hingestellt. Für eine gute Diplo­matie - könnte die Rede des Duce tatsächlich ein Wendepunkt in der europäischen Lage werden. Mus­solini habe gestern zum mindesten einen neuen Startpunkt geschaffen. Es sei sehr gut möglich, daß nach Beendigung des spanischen Krieges Ver­handlungen '.wischen Paris und Rom beginnen könnten.Daily Telegraph" glaubt, daß Mussolini

»Kein Fanstschlag ans den Asch."

Das erste pariser Echo der Muffolini-^ede.

Von unserem E ^..-Korrespondenten.

DieEreigmsseinMtteleuropaivarenemeAalumoüvendigkeil"

Mussolini erklärt:Oie Versuche, die Achse Berlin-Rom anzubohren, sind kindisch".

Duce bewundern: Erst eine kurze sachliche Einfüh­rung in das Thema, dann, nach einer kleinen Pause erhebt sich by^ Stimme wie eine plötzlich abgeschossene Rakete und sagt einen prägnanten Satz, der die Menge aufschreien läßt. Jetzt ist der Kontakt herge- stellt; die Menge folgt ihm in atemloser Stille und bricht nur von Zeit zu Zeit in tosende Beifallsrufe aus! Am Ende der Rede fein fades Abklingen, son­dern ein markanter Schlußsatz, der in die stürmischen Jubel rufe der Menge und schließlich in die Lieder der Revolution übergeht.

Sprach Mussolini heute ganz als Faschist, so sprach er doch auch als der überlegene Staatsmann. Er hielt nicht hinter dem Berg mit seiner Mei­nung über den Geist der Demokratie, und oftmals unterbrechen Entrüstungsstürme und tausendfaches Pfeifen seine Bemerkungen. Aber wo es auf die staatsmännische Sprache ankam, da klang die Rede präzis, eindeutig und gemessen. Diese Stellen laute­ten: Dschibuti, Suezkanal, Tunis! Er hat es Frankreich freigestellt, ob es verhandeln will oder nicht. Aber es weiß nach der Rede, daß es keinen Sinn hat, die Probleme totzuschweigen und die Antwort auf die italienische Note oam Dezem­ber weiter hinauszuschieben. Im Publikum wird die Rede vielfach als letzter Versuch gedeutet, Frankreich zum Sprechen zu bringen. Nicht so sehr aus Sym­pathie für die lateinische Nation, sondern mit Rück­sicht auf die allgemeinen Interessen Europas und der Welt. Als Mussolini von der Achse Berlin Rom und dann von Spanien sprach, wand­ten sich Abertausende von Augen zur deutschen und spanischen Abordnung an seiner Seite. Den befreun­deten Ländern wurden begeisterte Huldigungen dar­geb rächt.

Die Rede des Duce.

wer Duce führte aus:Kameraden der Kampf- jit! Alte treue Kämpfer der ersten und aller Stun- t t! In tiefer Bewegung richte ich heute nach 20 Uhren seit der Gründung der faschistischen Kampf- binde das Wort an euch und sehe euch dabei tief ii die Augen. Vor meiner Erinnerung stehen die oHen Tage, die wir gemeinsam erlebten, frohe, Inurige, stürmische, dramatische, aber immer un­vergeßliche. Am 23. März 1919 haben wir die stwarze Fahne der faschistischen Revolution entrollt uiio damit die europäische Wi edererneue- r ng angekündigt. Um diese Fahnen scharten Ht die Veteranen aus den Schützengräben und die Zigend von damals, um das Volk von den oer- jmenben Zersetzungstheorien des Bolschewismus ir)o den verhängnisvollen Einflüssen der Welt von iU9 zu befreien. Für diese Fahne fielen kämpfend ii Helden im wahrsten römischen Sinn des Wor-

Tausende von Kameraden in den Straßen und u den Plätzen Italiens, in Afrika und in Spanien, immer in unfercn Herzen lebendig bleiben wer- k.

lich laste anderen die Aufgabe, die Bilanz u aller Mühe und Arbeit der vergangenen 20 eure zu ziehen. Diese Bilanz ist gigantisch und aiu bestimmt, für Jahrhunderte zu bestehen. Man iiMcht nur das Italien von 1919 unruhig, -i iiweit, vom Bolschewismus angefault gleich einem ^hegten, nicht aber siegreichen Lande zu ver- ccichen mit dem Italien von heute, das ge-' IhWen, kriegstüchtig, diszipliniert und imperial

Man darf aber wohl heute daran erinnern, rii oft von dem demoplutokratischen Lager in sich inner wieder überstürzenden Lügenw^llen (Zischen Pfeifen) dem bereits heute in alle Winde zer- teifen stumpfsinnigen Herdenvieh vorausgesagt mÄe, daß das faschistische Italien demnächst, ja Mittelbar vor seinem ganz sicheren Untergang ib,:, weil es in Afrika und später in Spanien oer-- fct sei und deshalb notwendig eine Anleihe danche, die wie Mussolini mit ironischem Ton- fillhinzufügte n atür li ch nur von Eng- Irib kommen könnte (ironische Zurufs Diese unb Mttche Dinge zeigen nur zu beutlich, daß das ffäüstifche Italien im Zeitalter des Rundfunks eben- s jmbefannt ist, wie der entlegenste Winkel des Edualls.

H Eins verdient festgehalten zu werden. Für uns die: ist es wichtig, was wir tun werden. Und »n werden es tun, denn mein Wille kennt fein Miuernis unb euere Begeisterung unb euer Opfer- Hin sind unoeränbert gleichgeblieben. Wir lassen I it$ i unb werden uns von der Kriegspsychose, die i kieMischung von Hysterie unb Furcht ist, nicht an- | st km lassen. Unser Kurs i ft f e ft g e l e g t. Um fiel SGrunbsätze sind klar. Ihr werbet sie jetzt mit i k gebotenen Aufmerksamkeit anhören:

!. (Obwohl wir ben ewigen Frieden als eine Ka- tlcrpplje für die menschliche Kreatur betrachten, sind iEt Doch der Ansicht, daß eine lange Frie- 1) ns s e i t notwendig ist, um die Entwicklung 8 k europäischen Kultur zu retten. Aber trotzdem i er kn wir, obwohl unlängst dazu aufgefordert, £!ei Initiative ergreifen, bevor nicht unsere