slawische Flügelangriffe auf. Janes muß in der 8. Minute zur ersten Ecke ausschlagen. Immer wieder brechen die Jugoslawen vor,'und die deutsche Abwehr muß aufpassen. Janes verwirkt auch den zweiten Eckball. Dann kommt aber ein energischer Zug in das Spiel unserer Elf, die nun eine Viertelstunde lang drängt und die Jugoslawen in ihrer Halste festhält. Janes und Kitzinger können weit aufrücken. Das engmaschige Spiel unserer Stürmer und deren Unentschlossenheit im Schießen lassen aber keine Erfolge zu. Die Zuschauer gehen stark mit.
Plötzlich fällt wie aus heiterem Himmel das Führungstor der Jugoslawen. Der linke Flügel ist schnell durchgebrochen, und ein schönes Zusammenspiel mit Perlitsch führt in der 27. Minute durch P e trowitsch , der ein Zaudern Klodts geschickt ausnutzt, zum 1:0. Heller Jubel bei der 'kleinen jugoslawischen Kolonie, die voller Freude ihre bkau- weiß-roten Fähnchen schwenkt. Das Spiel wird nun offener, besonders durch die spurtschnellen Außen des Gegners, der schon zu seiner dritten Ecke kommt. Dann erzwingen Biallas und Gauchel durch verständnisvolle Zusammenarbeit den ersten deutschen Eckball, der glänzend hereingegeben wird. U r - ban ist da und schießt aus 12 Meter Entfernung in der 36. Minute zum Ausgleich ein. Die letzten Minuten bis zum Wechsel bringen einen packenden Kampf. Blitzschnell wechseln die Situationen. Hahnemann und Stroh treffen mit ihren Schüssen das Ziel nicht. Vusadinowitsch und Sipos bringen mit ihren unverhofften Durchbrüchen heillose Verwirrung in die deutsche Abwehr. Kupfer wird angeschlagen und muß einige Minuten aussetzen. Als er wieder kommt, stürmen die Jugoslawen erneut. Ihr Mittelstürmer W e l f l bleibt im Zweikampf mit Kodt Sieger und schiebt aus nur einem Meter die Kugel ins Tor. In der 40. Minute 2:1 für Jugoslawien! Nun drängen die Deutschen, aber mehr als die zckeite Ecke erreichten sie trotz aller Anstrengungen nicht.
Zweite Halbzeit für die Deutschen.
Elanvoll und stürmisch nehmen die Gäste den Kampf nach dem Wechsel auf. Aber nun ist erfreulicherweise auch die Klinge des deutschen Sturmes schärfer geworden. Hahnemann, Stroh und Urban zeigen Proben ihrer Schußkraft. Eine feine Leistung offenbart dann Gauchel, als er sich durch eine geschickte Körpertäuschung von dem ihn bewachenden gegnerischen Mittelläufer löst und mit langen Schritten allein über das Feld eilt. Aus 16 Meter Entfernung feuert er los, aber Glazer hält den Bom
benschuß. Die deutsche Elf greift an. In der neunten Minute gibt es einen Strafstoß. Sieben Jugoslawen bauen eine „Mauer" vor ihrem Tor auf, aber der von Janes mit unheimlicher Gewalt getretene Ball findet doch seinen Weg und schlägt neben dem rechten Torpfosten ins Netz. Zum zweiten Male ist der Ausgleich erzwungen. Die Zuschauer spenden lebhaften Beifall für diese famose Leistung. Die Jugoslawen kommen zur vierten und bald darauf zur fünften Ecke. Es ist erstaunlich, wie beide Mannschaften in diesem spannenden Kampf das Tempo mithalten. Die Deutschen sind geschlossener, technisch reifer und überlegter im Aufbau. Fast eine Viertelstunde wird jedoch benötigt, um zum ersten Male das Führungstor herauszuholen. Gauchel ist in der 24. Minute vorgestoßen und schießt ein prächtiges Tor, das aber der Schiedsrichter wegen Abseits nicht anerkennt. Eine Minute später heißt es dann aber doch 3:2 für Deutschland. Alle fünf Stürmer stehen vor dem jugoslawischen Tor. Biallas setzt aus spitzem Winkel zum Schuß an und der Rheinländer bringt den hochgeschlagenen Ball auch glücklich ins Ziel. Wenige Minuten später fällt die dritte deutsche Ecke, die von Glazer abgewehrt wird. Der Gegner holt sich den sechsten Eckstoß, wobei sich Kitzinger auszeichnet. Noch einmal stehen die Jugoslawen dicht vor einem weiteren Toroerlust, als der Mittelläufer Stewowitsch klar im Strafraum Hand macht. Rutkowski legt aber den Ball auf die Strafraumlinie. Janes vaßt zu Stroh; der verschießt aber. Die letzten Minuten sehen die deutsche Mannschaft im Angriff, aber am Ergebnis wird nichts mehr geändert.
Temperamentvolle Jugoslawen.
Die große Ueberraschung in dem temporeichen, dramatischen und rassigen Kampf war die jugoslawische Elf. Als mannschaftliche Einheit erreichten sie zwar die Deutschen nicht, aber durch Temperament, erstaunliche Wendigkeit und Schnelligkeit hielten sie den Kampf durchaus offen.
Tie deutsche Elf.
Die deutsche Elf konnte bis zur Pause nicht überzeugen. Sie spielte zwar auch hier schon zeitweise klar überlegen, fand aber zu dem Kampfstil der Gäste nicht die richtige taktische Einstellung. Nach der Pause kam der Umschwung. Die deutsche'Mannschaft spielte planvoller, forscher und durchschlagskräftiger. Dor allem zeigte der Sturm jetzt größeren Kampfgeist. ■
tim die Deutsche Schimeisterschast.
In der Nacht zum Freitag hatte es in Kitzbühel einen Witterungsumschlag mit Föhneinbruch gegeben, und da auch der Nachtfrost, zum Samstag ausblieb, machte man sich wegen der Durchführung der deutschen Schi-Meisterschaften in den alpinen Wettbewerben einige Sorgen. Aber hilfreiche Hände besserten die wenigen schadhaft gewordenen Teile der Strecken aus. Als am Samstagmorgen vierzehn Frauen und anschließend 55 Männer auf die 4,7 Kilometer lange Meisterschaftsabfahrt geschickt wurden, bot sich ihnen eine sportlich einwandfreie Strecke dar, in der lediglich der Uebergang aus der etwas vereisten Waldstrecke in den Firnschnee der Hänge einige Schwierigkeiten bereitete. Eine bedeutende Rolle spielte dabei natürlich auch die -Wachsfrage. Um die Fahrt auf den Hängen zu bremsen, hatte man sieben Zwangstore ausgebaut.
Natürlich Christel Cranz.
Bei den Frauen war Christel Cranz auch diesmal wieder eine Klasse für sich. Die Freiburgerin war um 26 Sekunden schneller als Käthe G r a s e g- g e r, die mit 5:08,2 etwas überraschend auf den zweiten Platz vor Lisa Resch kam. Eine ausgezeichnete Leistung vollbrachte die Wienerin Hilde Walter, die mit 4:13,4 den vierten Platz belegte. Christel Cranz durchraste auf schnellem Schi in schmaler Spur die Strecke so gut wie sturzfrei. Nur zweimal gab es leichte „Tupfer".
Lantschner und Jennewein gestürzt.
Bei den Männern lief Willy Walch ein famoses Rennen. Wenn man bedenkt, daß die Rekordzeit Thaddäus Schwabls für die 600 Meter kürzere Standardstrecke auf 3:56,0 steht, während Walch 3:58,4 aufwies, so spricht das am besten für die tolle Fahrt des Arlbergers, der in blendender Haltung sturzfrei selbst den Steilhang nahm, wobei es irgendwelches Abschwingen kaum gab. Helmut Lantschner, der Weltmeister und vorjährige deutsche Meister, geriet auf der Seidlalm gegen einen Stein und stürzte. Unten verlor er bei einem weiteren Sturz sogar einen Stock. Josef Jennewein war bis zur Waldeinfahrt etwa drei Sekunden schneller als Walch. Der Sonthofener Kombinations-Weltmeister tat dann aber am Steilhang einen wilden Sturz, der ihn so weit zurückwarf, daß er mit 4:49,4 nicht unter die ersten Dreißig kam. Sturzfrei fuhr noch Rudi Cranz.
Uffz. Anton Springl aus Berchtesgaden überraschte durch eine glänzende Zeit, die ihm den dritten Platz und den Wehrmachtstitel einbrachte. Das Rennen verlief röcht spannend, und die zahlreichen Zuschauer auf den Tribünen des Schistadions, wo auch Generaloberst von Brauchitsch, der Oberbefehlshaber des Heeres, und Reichssport- sührer von Tschammer und Osten Platz genommen hatten, kargten nicht mit Beifall.
Die Kombinationssi'eger.
Die im alpinen Schisport führenden Gebiete Schwarzwald und Vorarlberg teilten sich in die zwei Kombinationstitel der Deutschen Schimeisterschaften in Kitzbühel. Die dreifache Weltmeisterin Christel Cranz (Freiburg) sicherte sich nach der Abfahrt überlegen auch den Torlauf und damit ebenfalls die Meisterschaft im zusammengesetzten Wettbewerb. Bei den Männern kam Willy Walch (Arlberg) nach vielen Ansätzen zum Endsieg vor dem Gewinner des Torlaufes Rudi Cranz. Der Verteidiger aller drei Titel der Männer, Helmuth Lantschner, belegte nur den fünften Platz. Wehrmachtsmeister im Torlauf und in der Kombination wurde der Jäger Taddäus S ch w a b l
Christel Cranz unübertrefflich.
Der Torlauf wurde nahe dem Kitzbüheler Schistadion ausgetragen. Die 800 Meter lange Strecke überbrückte 180 Meter Höhenunterschied und war besonders im oberen Teil recht knifflich abqesteckt.
Den Beginn machten die Frauen. Liesel Schwarz (Berchtesgaden) hatte nicht genügend Fahrt. Sie wurde bald von der stark nach vorne gekommenen Wienerin Hilde Walter übertroffen. Schnell und schneidig kam Lisa Resch (Partenkirchen) den Hang herunter. Sie stürzte aber nach dem letzten Tor kurz vor dem Ziel. Sehr schön und sicher lief die wieder genesene Käthe Grasegger (Partenkirchen). In zügiger Fahrt unterbot sie als Erste die 80-Sekunden- Grenze. Alle stellte natürlich Christel Cranz in den Schatten. Die Freiburgerin wand sich blitzschnell durch den Flaqgenwald und stellte mit 74,8 Sekunden die beste Zeit des ersten Durchganges auf. Im zweiten Lauf war Christel um 3/ln Sekunden besser, ihre Zeit wurde nur von den besten der Münner- klasse erreicht!
Rudi Cranz bei den Rlännern.
Anschließend gab es einen harten Kampf zwischen den Weltbesten Rudi Cranz (Freiburg), Kombinations-Weltmeister Josef Jennewein (Sonthofen), Willi Walch (Arlberg) und dem Titelverteidiger Helmuth Lantschner. Als Vierter ging Rudi Cranz auf die Strecke und lief mit 69,8 Stunden die Bestzeit des ersten Durchganges. Eine halbe Sekunde langsamer war Willi Walch. Helmuth Lantschner erzielte 71,5 Sekunden. Zum Schluß kam Weltmeister Josef Jennewein mit 69,9 Sekunden heraus. Im zweiten Durchgang steigerte sich Rudi Cranz auf 68,8, und diese Zeit hielt dann allen Angriffen der anderen stand und sicherte dem Freiburger den Torlauftitel. Walch stürzte über eine Mulde, war aber
dennoch nur 1,4 Sekunden langsamer als in feinem ersten Lauf. Pepi Jennewein behauptete sich mit seinen 71,6 Sekungen als Torlauf-Zweiter vor Walch. Cranz wurde Torlaufmeister von Jennewein, Walch und Lantschner. Welch sicherte sich den Kombinationstitel gegen Cranz, Albert Pfeifer, Roman Wörndle und Helmuth Lantschner.
Die Siegerehrung.
Im reich mit Fahnen geschmückten Kitzbühel marschierten die Formationen und Wettkämpfer auf. Der Reichssportführer von Tschammer und Osten sprach zu ihnen, dann wurden die Preise verteilt, die von den Siegern unter dem Beifall der zahlreichen Zuschauer entgegengenommen wurden.
Ausklang der IV. w-Mnlersviele.
Tiroler Lugend voran.
Aus den Kampfstätten der 4. Winterspiele der HI. herrschte am Samstag Hochbetrieb. Bereits am Vormittag wurde auf der verkürzten Standardstrecke und am Horn bei Garmisch-Partenkirchen der alpine Mehrkampf in Abfahrt und Torlauf entschieden. Leider machte es der später aufkommende starke Wind unmöglich, den Sprunglauf durchzuführen, der deshalb auf den Sonntag verlegt wurde. Um so heißer entbrannten die Kämpfe auf dem Eis, wo unser Eishockey- und Kunstlaufnachwuchs eifrig am Werke war.
Als kleine Meister der Abfahrt erwiesen sich die Tiroler Hitlerjungen und -mädel. Schon recht standfest und sicher jagten sie die verkürzte Standardstrecke herunter und erzielten auf schnellem Schnee, der nur am frühen Morgen etwas zu hart war, gute Zeiten. HJ.-Jugendmeister wurde der Tiroler Kreiser in 3:22,2 mit deutlichem Abstand vor seinem Landsmann Rudi Ri § zler und dem Salzburger B r e i t f u ß. Tirol stellte auch die besten Läuferinnen. Allerdings hatten die schon mehrfach hervorgetretenen Hochlandmädel Guggemos und A m o r t das Pech, zu stürzen. So war den Tirolerinnen der Weg zum Sieg erleichtert. Ueberraschend besiegte dann Anneliese P r o x a u f ihre ältere Schwester Rosemarie und wurde in 4:44,2 Deutsche Jugendmeisterin*im Abfahrtslauf.
Im Torlauf starteten die Mittelgebirgsgruppen. Die Strecke war 300 Meter lang und wies bei einem Gefälle von 90 Meter 22 Flaggentore auf. Den ersten Läufern machte der anfänglich noch verharschte Schnee einige Mihe. Dennoch gab es gute Zeiten. Sieger wurde Seidel (Sachsen).
Deutsche Jugendmeisterschaften im alpinen Schilauf.
Mit den alpinen Wettbewerben wurden am Wochenende die 4. Winterkampfspiele der HI. in i
Garmisch-Partenkirchen beendet. Oben am Horn spielten sich erbitterte Kämpfe ab. Der Tiroler Kreiser fügte seinem Abfahrtssieg auch noch einen Erfolg im Torlauf an und wurde so überlegen deutscher Jugendmeister in der Kombination Abfahrt- und Torlauf. Beim BDM. glückte es der Freiburgerin Hildesuse Gärtner, üyrch zwei schnelle Läufe durch die Flaggentore den Innsbrucker Geschwistern Anneliese und Rosemarie Proxauf noch die alpine Meisterschaft abzujagen. Der Sprunglauf der beiden HJ.-Klassen auf der Kleinen Olympiaschanze endete mit einer Ueberraschung. Die Mittelgebirgsgebiete Thüringen, Sudetenland und Schlesien verwiesen mit ihren Jungen die Vertreter der alpinen Gebiete, wie Hochland, Alpenland, Kärnten und Steiermark auf die Plätze. Den Sieg in der Klasse A errang A. Laus-- mann (Sudetenland) und in der 6-Klasse war Eng er le (Thüringen) erfolgreich.
Die Schlußfeier.
Bei der Schlußfeier scharten sich die Wettkämpfer nocheinmal um den Reichsjugendführer. Baldur von Schirach sprach über das Ziel der Winterkampfspiele und über die guten Leistungen, die die Jungen und Mädel in diesem Jahr gezeigt haben. Er erklärte, er sei glücklich, heute auf diesen Erfolg erzieherischer Arbeit zurückblicken zu können. Was der Führer einst vor vielen Jahren auf dem Gebiete der nationalsozialistischen Jugenderziehung gesagt habe, gehe heute seiner Verwirklichung entgegen. Für ihn als Erzieher sei cs beglückend, daß das Maß persönlicher Tapferkeit, das einst Auslesegrundsatz der Führerschaft der NSDAP, in der Kampfzeit war, sich in der wintersportlichen Arbeit der HI. wieder als Auslesegrundsatz erweise. Nur der Tapfere sei berechtigt, in der Führung des Volkes zu wirken, und der Sport sei die große Erziehungsschule der Tapferen.
Ausstheibvngskämpse im Ringe»!
Zahlreiche Zuschauer bekamen ausgezeichneten Sport zu sehen. Schon der Einmarsch der vierzehn Ringer war ein eindrucksvolles Bild. Gaufachwart L e h m e r (Kassel) entbot den Gruß des Gauführers und übergab dann dem Kampfgericht die Leitung der Kämpfe.
Ergebnisse der Kämpfe.
Bantamgewicht: Seifried,„Hessen-Preußen" Kassel (früher Hochemmerich), mehrfacher Niederrheinmeister, gegen den vielfachen Gaumeister von Hessen, Schuchmann, Alsfeld. Ein äußerst hartnäckiges Gefecht. Seifried ist leicht im Vorteil und wird einstimmig Punktsieger. Dann besiegt Seifried den bekannten Konrad Müller, „Reichsbahn" Hanau, durch einen fabelhaften Ueberstürzer.
Und zum Schluß kam Konrad Müller gegen den famosen Schuchmann durch Eindrücken der Brücke auf die Schultern.
Federgewicht: Ein spannender. Kampf entwickelt sich zwischen dem Gaumeister Lecke, „Reichsbahn" Kassel, und Wissel, Hanau. Wissel ist ein wahrer Meister des Doppelnelsons und bringt Lecke öfters damit in Gefahr. Sieger des schönen Kampfes wird Wissel nach Punkten.
Leichtgewicht: Fritz Müller, „Reichsbahn" Hanau, ist gegen Schubert, Elgershausen, stets im Angriff. Als Müller einen Schleudergriff ansetzt, verletzt sich Schubert am Arm und muß aufgeben. Glücklicherweise ist die Verletzung nur unbedeutend. — Dann ist Fritz Müller gegen Schott, Aisfeld, stets der Tonangebende und bringt Schott auch in Gefahr. Der Hanauer hat aber das Pech und legt sich bei Ausführung eines Armzuges selbst.
Weltergewicht: In dieser Klasse gibt es kuriose Ergebnisse, denn zuerst besiegt Arends, „Reichsbahn" Kassel, den Hanauer Lamprecht, dann wird Klotz, Gießen, überzeugender Punktsieger gegen Arends. Und zum Schluß wird Lamprecht gegen Klotz Sieger durch Selbstwurf des Gießeners. Arends wird Sieger durch das bessere Fehlpunkt-'
Verhältnis. Als erstes Paar kämpft Lamprecht, Hanau 1860, gegen den starken Arends, Kassel. Lamprecht ist leicht im Vorteil, doch in der Bodenrunde siegt der Kasseler durch Ausreißer.
Dann liefert Klotz (Gießen) dem schweren Kasseler ein bewegtes Treffen. Der Kasseler greift wild an. Plötzlich zieht Klotz einen blitzschnellen Hüftschwung, wodurch Arends leider außerhalb der Matte auf die Schultern kam. In der Bodenrunde erzielt der Kasseler keine Wertung, während Klotz nach dem Wechsel durch drei Ueberstürzer in Vorteil kommt, den er bis zum Schluß hält. Punktsieger Klotz!
Im letzten Kampf kommt Lamprecht (Hanau) dadurch zum Sieg, daß der im Rückstand befindliche Klotz eine Entscheidung erzwingen will und sich dabei selbst legt.
Mittelgewicht: Nelde („Reichsbahn" Hanau) und Hahn (H.-Pr. Kassel) lieferten sich einen harten Kampf, aus dem der Hanauer als Punktsieger hervorgeht. Dann kämpfen Truppführer im RÄD. Robert Becker (Gieken) gegen Hahn (Kassel). B '"r, der leider keine Möglichkeit zum Training hatte, kommt glatt über die Zeit und überläßt dem Kasseler nur einen knappen Punktsieg.
Im Schlußkampf muß dann der bedeutend leichtere Gießener Becker gegen den bekannten Nelde (Hanau) eine Schulterniederlage durch Hüftschwung' hinnehmen.
Die Mannschaft des Gaues Hessen lautet vom Bantam bis Schwergewicht wie folgt: Sei fried („Hessen-Preußen" Kassel), Wissel („Reichsbahn" Hanau), Schott (VsK. Alsfeld). Arends („Reichs- bahn" Kassel), Nelde („Reichsbahn" Hanau), Haas („Reichsbahn" Hanau) und Kräcker (Hanau 1860).
Diese Mannschaft tritt am kommenden Samstag gegen den Gau Mittelrhein in Hanau an. Dieser stützt sich auf folaende Vertretung: Meerscheid (Köln- Mülheim 92), Pulheim, Schmitz und Nettesheim (alle „Reichsbahn" Köln), Molitor, Westpfal und Erfen.(Mülheim 92).
Unsere liebe Mutter
Gießen, den 25. Februar 1939.
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