Ausgabe 
27.2.1939
 
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Schaffende Deutsche auf Porzellan.

Oie Abzeichen der 5. Veichöstraßensammlung. - Am 4. und 5. März sammeln Beamte, Handwerker und Veichslustschutztiund für das WHW.

höchster Tragweite und Zukunftsb^deutung ständen auf dem Spiele, und da diese Belange bei den Rot­spaniern nicht mehr sicherzustellen seien, müsse man sie bei den Nationalen wahrnehmen. So erklärte die demokratische Presse mit schöner Offenheit, will sagen, mit brutaler Rücksichtslosigkeit. Kein Wort des Lobes für das weltpolitische Verdienst, das sich General Franco mit der Niederschlagung der bol­schewistischen Mordbanden erworben hat, kein Wort der Freude darüber, daß die schwergeprüfte spanische Nation nun endlich wieder auf dem Wege der Ge­sundung lst, kein Wort der Verurteilung für die fowjetrussischen Umtriebe und Einmischungsversuche, überhaupt kein. Zeichen einer inneren Umkehr oder Erkenntnis. Nur kalte Berechnung, notdürftig ver­kleidet durch einige humanitäre Phrasen und allzu plötzlich entdeckte Freundschaftsgefühle, gemischt mit heuchlerischer Fürsorge und moralischer Bevormun­dung, diktiert die demokratische Politik gegenüber Spanien. Mag auch dze Welt ob des komischen An­blicks, den der demokratische Eiertanz um die An­erkennungsfrage gewährte, in ein großes Gelächter ausbrechen, Hauptsache ist, daß die Demokratien ihr Schäfchen doch noch ins Trockene bringen.

Wenn man sich beispielsweise die Wirtschaftsbe­ziehungen zwischen Frankreich und Spanien etwas näher ansieht, dann versteht man allerdings, warum die Demokratien hier der Schuh drückt und warum sie sich so hartnäckig gegen eine bedingungslose An­erkennung Francos sträubten. Bestand nämlich vor Beginn der nationalspanischen Erhebung ein sehr reger Waren- und Kapitalverkehr zwischen Frank­reich und Spanien, so war er jetzt praktisch gleich Null, wenigstens so weit das nationale Gebiet in Frage kommt. Gemäß seinen probolschewistischen Sympathien beschränkte Frankreich den Handel während des ganzen Krieges auf Rotspanien. Die Einbußen, die es dadurch erlitt, wurden um so größer, je kleiner der rote Herrschaftsbereich in Spa­nien wurde. Die französische Einfuhr aus Spanien sank von 472,7 Millionen Franks im Jahre 1936 auf 315 Millionen Franks in 1937 und 192 Millionen Franks in 1938. Die französische Ausfuhr nach Spanien belief sich auf 288,9 Mil­lionen Franks im Jahre 1936, auf 424,2 Millionen Franks im Jahre 1937 und 389 Millionen Franks im Jahre 1938. Aus diesen Ziffern ergibt sich, daß Frankreich in den letzten Jahren in erster Linie wohl wegen seiner umfangreichen Waffenlieferungen einen erheblichen Ausfuhrüberschuß erzielt hat. Aber dieserGewinn" steht lediglich a u f dem Papier, und zwar in jeglicher Hinsicht. Denn weder ist die politische Rechnung aufgegangen, noch haben die französischen Lieferanten auch nur die geringste Aussicht ihre Außenstände jemals herein­zubekommen. Der Versuch, sich gegebenenfalls an . den geraubten spanischen Kunst- und Goldschätzen schadlos zu halten, dürfte an dem energischen Wider­spruch Francos scheitern.

So ist also der Katzenjammer in der französischen Wirtschaft und besonders in der Rüstungsindustrie groß, zumal auch Zweifel darüber bestehen, ob selbst nach der Wiederherstellung der diplomatischen Be­ziehungen ein Güteraustausch im alten Umfange überhaupt möglich sein wird. Schon in den letzten Jahren mußte Frankreich auf so bedeutende Ein­fuhrwaren wie Eisen, Schwefel, Blei, Zink und das rüstungswichtige, unersetzliche Pyrit verzichten, da die betreffenden Erzeugungsgebiete nach und nach in nationalspanische Hand gelangt waren. Nun aber stöhnt man erst recht, weil inzwischen die deutsche und italienische Konkurrenz mit den spanischen Pro- duktionsgesellschaften ins Geschäft gekommen sei und auch die Erzeugnisse liefern, die Spanien sicher aus Frankreich bezog. Dazu kommt die Befürchtung in Paris, daß sich das neue Spanien grundsätzlich des Systems der Tausch- und Kompensationsgeschäfte be­dienen werde, das Deutschland und Italien im Ver­kehr mit den europäischen Südoststaaten wie auch mit einigen überseeischen Ländern bereits zu einer wahren Meisterschaft entwickelt haben.

In der Tat, das politisierende Kapital, mit dem einst die Demokratien fremde Völker ihrem Einfluß zu unterwerfen pflegten, hat es heute schwer. Es verspürt niemand mehr Lust, sich für unbekannte Dividendenschlucker abzurackern und von den demo­kratischen Raubstaaten ausnutzen zu lassen. Diese Erfahrung hat man auch in Frankreich gemacht und ist deshalb ziemlich skepitsch bezüglich einer poli­tischen Anleihe für Nationalspanien. Noch stecken den französischen Geldgebern die 5 Milliarden Franken in den Gliedern, die vor dem Bürgerkrieg in der spanischen Wirtschaft angelegt waren und deren Schicksal durchaus ungewiß ist. Nach einer Ver­fügung der nationalspanischen Regierung vom vori­gen Jahre dürfen beispielsweise Ausländer an der Verwaltung der die Bodenschätze ausbeutenden Ge­sellschaften nicht beteiligt sein. Da außerdem Frank­reich fein Kapital für die eigene Wirtschaft und Rüstung dringend benötigt, ist das Spiel mit den silbernen Kugeln auch von dieser Seite her bedraht.

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Die italienische Rückwanderung aus Frankreich.

P a r i s , 27. Febr. (Europapreß.) Aus Mar­seille reiste am Sonntag eine Gruppe von mehreren tausend Italienern, die bis­her in diesem großen französischen Mittelmeerhafen ansässig war, nach Italien zurück. Sie folgten damit dem Rufe der italienischen Regierung, die das Aufgehen des Auslands-Jtalienertums in ge­burtenschwachen fremden Völkern nicht nur ver­hindern, sondern die in der ganzen Welt lebenden Italiener zur Besiedlung und wirtschaftlichen Er­schließung des italienischen kolonialen Imperiums einsetzen will.

Wie die französischen Blätter melden, erstreckt sich die Abwanderung nicht nur auf die französische Riviera und die Gebiete um Marseille wo die italienische Siedlung am dichtesten ist, sondern auch auf Korsika und selbst auf Paris. In Paris wird der Gedanke erwogen, daß die­jenigen Italiener, die nicht geneigt sind, sich der Rückwanderungsbewegung anzuschließen, vor die Notwendigkeit gestellt werden müßten, sich in Frank­reich einbürgern zu lassen.

Aufstand in Mexiko.

Mexiko, 27. Febr. (Europapreß.) Ein Aufstand in dem mexikanischen Bundesstaat S i n a l o a hat ein weit ernsteres Gesicht, als man ursprünglich an­genommen hatte. Das 45. mexikanische Infanterie- Regiment, das zunächst gegen die Aufständischen eingesetzt worden war, hat so beträchtliche Verluste erlitten, daß ihm in aller Eile ein Kavallerie-Regi­ment und sechs Infanterie-Kompanien zur Un­terstützung nachgeschickt werden mußten. Ein mexikanischer Bundes-General ist gefallen. Der Ver­such der Bundestruppen, der Aufständischen Herr zu werden, gestaltet sich deshalb so schwer, weil die Aufständischen über Kriegsmaterial neue- ster Art verfügen.

Berlin, 26. Febr. (DNB.) Don allen Abzeichen, die während des Winterhilfswerkes von den deut- 'chen Volksgenossen als Beweis ihrer Opferwilligkeit getragen werden, erfreuen sich die bunten, zier­lichen Porzellanfigürchen der größten Beliebtheit. Waren es in den vergangenen Wintern farbenpräch­tige Schmetterlinge, zierliche Trachtengruppen oder die Soldaten des Dritten Reiches, die die Rockauf- chläge schmückten, so tritt im Winterhilsswerk 1938/1939 der schaffende deutsche Mensch im Vorder­grund. 28,5 Millionen Porzellanfigu­ren werden am 4. und 5. März 1939 von B e - amten und Handwerkern und Vertretern des Reichsluftschutzbundes den Volksgenossen zum Kauf angeboten werdens

Zum ersten Male haben in diesem Jahre auch die Arbeiter ostmärkifcher und sudetendeutscher Porzel­lanfabriken durch das Winterhilfswerk auf lange Wochen hinaus Arbeit bekommen. Das verhältnis­mäßig kleine Format der Figuren ihre Höhe beträgt nur 4,5 Zentimeter erfordert eine be-

Frankfurt a. M., 26.Febr. (LPD.) Die von der Gauamtsleitung Hessen-Nassau des Amtes für Volks­gesundheit der NSDAP., der Kreisleitung der NSDAP., dem Oberbürgermeister und dem Deut­schen Hygiene-Museum in Dresden veranstaltete AusstellungEwiges Volk" mit der Sonder- gruppeErkenne Dich selbst" wurde durch Kreis­leiter Pg. Schwebe! eröffnet. Bei dieser Gelegenheit hielt der Kreisamtsleiter Dr. med. E. Melzner, Gaubeauftragter des Gauamtes für Volksgesund­heit, einen Vortrag über die Gesunderhaltung des Volkes durch Reinheit der Rasse und des Blutes und der Gesunderhaltung des einzelnen Menschen. Er ging von dem Werk Oswald SpenglersUntergang des Abendlandes" aus. Die in diesem Werk aufgestellte Theorie vom Kommen und Vergehen der Völker sei durch den National- ozialismus widerlegt worden. Der Nationalsozialis­mus habe erkannt, daß die Völker nicht zu sterben brauchen, wenn sie die Lebensgesetze beachten, die ihnen der Schöpfer mitgegeben hat. Nicht Kriege und Seuchen bedingen den Untergang der Völker, sondern die Mißachtung des unanänderlichen Gesetzes des Blutes und der Rasse. Diese Mißachtung bestand in der Rassenvermischung und in der Ablehnung des Kindes. Seit 1914 seien in Deutschland 13 Mil­lionen Kinder nicht geboren worden. Das falle jetzt besonders schwer ins Gewicht, wo das Land auf alle seine Kräfte zurückgreifen müsse. Nicht die sozialen Verhältnisse seien daran schuld gewesen, sondern der Liberalismus und der egoistische Individualismus, nicht etwa eine Physische Schwäche, sondern eine biologische Willensschwäche. Dazu kam noch das Ueberhandnehmen der erbkranken Menschen. Während sich z. B. seit 1870 das deutsche Volk um 50 v. H. vermehrt habe, hätten sich die erbkranken Menschen in Deutschland um 450 v. H. vermehrt, und wenn das so 200 Jahre weitergegangen wäre, hätte es schließlich überhaupt keine gesunden Menschen mehr gegeben.

Daraus sind die nötigen Schlüsse zu ziehen: Erhal­tung der hochwertigen Rasse und des Blutes, Erhal­tung der Gesundheit des Einzelnen und der Wunsch zum Kinde, der Schlüsselpunkt zum Bestand des Volkes. Dabei würde gegenwärtig noch an die ma­terielle Seite des Menschen appelliert; aber damit könnten wir nicht zum Ziele kommen. Das deutsche Volk müsse sich auf sich selbst besinnen. Bei dem Bestreben nach der Erhaltung der Gesundheit des deutschen Menschen müsse die Gesundheitsfüh­rung im Betrieb im Vordergrund stehen. Selbst­verständlich müßten Krankheiten geheilt werden, abe» besser sei es noch, Krankheiten vorzubeugen. Der Redner schloß mit dem Hinweis auf den jetzt von der HI. aufgenommenen Kamps gegen Alkohol- und Nikotinmißbrauch, auf die demnächst in Frank­furt a. M. stattfindende ReichstagungVolks­gesundheit und Genußgifte" und eine Reihe ähnlicher Tagungen, die dem gleichen Zweck dienen wie die AusstellimgEwiges Volk", eines Tages die vollkommene Gesundheit des Volkes bekanntgeben zu können, die Gesundheit des Leibes, des Geistes und der Seele.

Au die Eröffnungsfeier schloß sich ein Rundgang durch die Ausstellung im Haus der Moden auf dem

Gespannte Lage in der internationalen Siedlung Schanghais.

Schanghai, 27. Febr. (Europapreß.) Die Lage in der internationalen Siedlung hat eine erhebliche Zuspitzung erfahren. Am Sonntagabend erhob die von den Japanern eingesetzte Nankinger Er- neuerungsregierung Vorstellungen bei dem Stadtrat der Internationalen Siedlung und kün­digte eine militärische Aktion zur Unter­drückung des Terrors an. Der Stadtrat hatte schon am Samstag auf Forderungen der japanischen Be­fehlsstellen Maßnahmen gegen das chinesische Mord- und Verschwörerunwesen angekündigt. Den ganzen Sonntag über wurden von der internationalen Po­lizei und den in Schanghai stationierten fremden Truppen Barrikaden rings um die internatio­nale Zone errichtet. Insbesondere wurden alle Durchgänge zu dem von den Japanern kontrollierten Gebiet gesperrt. In Ausländerkreisen Schanghais erwartet'man von den nächsten Tagen eine entschei­dende Wendung, höchstwahrscheinlich ein aktives Eingreifen Japans. Hinzukommt, daß schon seit dem Ende' der Vorwoche Truppen der Nankingregierung an der Grenze der Internationalen Siedlung ein­getroffen sind.

portorico wird Hauptstühpunkt der amerikanischen Marine im Atlantik.

Washington, 25. Februar. (DNB.) Wie aus unterrichteter Quelle bekannt wird, hat die amerika­nische Regierung die Absicht, die Insel Porto­rico zu dem am besten befestigten Flot­ten- und Flugzeug st ützpunkt auf der atlantischen Seite der Vereinigten Staaten auszu­bauen. In der vom Unterhaus angenommenen Wehrvorlage sind bereits 9 Millionen Dollar für den Bau eines U-Boothafens und eines Flugplatzes auf der La-Grande-Jnsel im Hafen von San Juan vorgesehen. Darüber hinaus soll nun Portorico mit beweglichen Küstenbat -

sondere Sorgfalt bei der Herstellung, denn jedes einzelne Stück muß dem großen Vorbild auch in den kleinen Dingen getreu nachgebildet sein. Auf die rich­tige Wiedergabe der Farben wird besonders geachtet. Unter den 20 Figuren, die am 4. und 5. März bei der 5. Reichsstraßensammlung verkauft werden, fin­den wir den Schmied, den Maurer, den Bergmann, den Sämann, die Schnitterin, einen Bauer mit Sense, den Fischer, den Fleischer, den Schlosser und den Schornsteinfeger, den Konditor und den Kell­ner, den Maler, den Autobahnarbeiter und den Bau­arbeiter, den Hamburger Zimmermann, den Archi­tekten, eine niedliche Winzerin, den Fahrdienstleiter und schließlich den Mann, der fast jeden Tag an unserer Türe steht, den Briefträger. Manch einer, dem an den beiden Sammeltagen die Wahl schwer fallen wird, wird sich dazu entschließen, alle 20 Figuren zu erwerben. Alle, die die Abzeichen des schaffenden Volkes tragen, bezeugen damit ihren Opfersinn und ihre Einsatzbereitschaft für diejenigen, die noch unserer Hilfe bedürfen.

Messegelände an. Die ReichswanderschauEwi­ges Volk", die nahezu 3000 qm Fläche bedeckt, wurde auf Veranlassung des Hauptamtes für Volks­gesundheit der NSDAP, von den Werkstätten des Deutschen Hygiene-Museums in Dresden nach großenteils völlig neuen Entwürfen geschaffen. Sie hat sich die Aufgabe gestellt, dem deutschen Volks­genossen in einprägsamer Form das Wichtigste auf dem Gebiete nationalsozialistischer Gesundheits- und Rassepolitik nahezubringen und als stummer, aber lebendiger Propagandist für eine gesundheitliche Lebensführung Millionen Deutsche zu erfassen. Wer eindringen will in die. gesundheitlichen Probleme unserer Zeit, der wird einen tiefen Einblick erhalten. Besonderen Anklang findet die Ausstellungsgruppe Erkenne Dich selbst". Auf einer Leistungskarte, die der Besucher erhält, werden die Ergebnisse von zehn verschiedenen Prüfungen genau verzeichnet, das Gewicht, die Größe, der Grundumsatz, der Puls, die Leistung der Lungen, die Körperkraft, die Ermüdungs­kurve, das Reaktionsvermögen, der Farbsinn und das Sehvermögen. /

KnneTrockenlegung Deutschlands"

Aber energische Abwehr von Alkohol- und Tabakmihbrauch.

Ndz. Anläßlich der vom Hauptamt für Volks­gesundheit der NSDAP, in Verbindung mit der Reichsstelle gegen den Alkohol- und Tabak­mißbrauch und den Gliederungen der Partei unter der Schirmherrschaft von Reichsorganisationsleiter Dr. Ley in Frankfurt a. M. vom 5. bis 7. März durchzuführenden II. Reichstagung Volksgesund­heit und Genußgifte werden uns von der Neichs- stelle Mitteilungen über Ziel und Aufgabe des Kampfs gegen den Alkohol- und Tabakmißbrauch gemacht. In Deutschland seien 1938 über sieben Mil­liarden RM. für Alkohol und Tabak ausgegeben worden. Von Jahr zu Jahr sei der Verbrauch dieser Produkte gestiegen. Die Verbrauchszunahme fei be­gleitet von einer entsprechenden Zunahme der Schäden, die der Mißbrauch von Alkohol und Tabak Hervorrufe. Diefe Entwicklung könne nicht so weitergehen, wenn nicht in unverantwortlicher Weise die Volksgesundheit gefährdet werden solle. Es sei aber weder an eine Abstinenzverpflichtung noch an eine Trockenlegung in Deutschland zu denken. Beides würde für den deutschen Menschen und die deutschen Verhältnisse nicht passen. Die für unsere Verhältnisse notwendige Aufgabenstellung sei in den12 Forderungen gegen den Alkohol- und Tabakmißbrauch" niedergelegt, die das zuständige Hauptamt für Volksgesundheit der NSDAP, zu­sammen mit dem Reichsgesundheitsamt und der Reichsstelle gegen den Alkohol- und Tabakmißbrauch aufgestellt hckbe. Diese Grundsätze stellten es dem gesunden Erwachsenen frei, mäßig oder enthalt­sam zu leben, erwarteten aber von der Jugend, die Abkehr von Alkohol und Tabak. Die Reichs­tagung solle der Auftakt einer Volksdiskussion über diese Probleme sein. Es müsse erreicht werden, daß in absehbarer Zeit die Zunahme des Verbrauchs an Genußgiften gestoppt werde.

teri en schwersten Kalibers, mit mehreren Militär­flugplätzen sowie zahlreichen unterirdischen Brenn- stoffvorrattanks und Munitionskam­mern versehen werden.

Neuer palästina-plan.

Der englische Negierungsvorschlag von den Zionisten abgelehnt.

London, 26. Febr. (DNB.) Die britische Regie­rung hatte einen neuen Plan für Palästina ent­worfen, von dem sie hoffte, daß er die Zustimmung sowohl der Araber wie auch der Juden finden werde. Der Plan soll vorsehen, eine Körperschaft in Palästina zu bilden, die aus Juden und palästinen­sischen Arabern, Vertretern des Mufti wie auch der Nschaschibi-Gruppe bestehen und eine neue Ver­fassung entwerfen soll. Sollte sich das als mög­lich Herausstellen, würde man diese verfassunggebende Körperschaft ersuchen, eine Verfassung entspre­chend den britischen Traditionen, etwa nach dem Vorbild des Nachkriegs- ägypten, zu entwerfen. Es soll ein gesetz­gebender R a t mit a rabischer Mehrheit geschaffen werden. Der jüdischenMinderheit würden bestimmte Garantien eingeräumt wer­den. Palästina soll in drei Zonen eingeteilt werden, in denen in der ersten der Landverkauf an Juden völlig frei, in der zweiten beschränkt und in der dritten verboten sein solle. Außerdem soll die jüdische Einwanderungsquote von Jahr zu Jahr herabgesetzt werden.

Der Vollzugsausschuß der jüdischen A g e n - t u r hat die Vorschläge der britischen Begierung a b g e l e h n t. Die endgültige Entscheidung liegt nun in den Händen des Konferenzausschusses, dem Zio­nisten und Nichtzionisten angehören. Zu den Vor­schlägen wird von zionistischer Seite erklärt, daß sie ein schwerer Schlaa gegen die weitere Entwicklung des jüdischen Nationalheimes in Palä­stina seien, und sie einen Bruch der Balfour- Erklärung des Mandates darftelltsn.

Parteiempfang beim Führer.

München, 25. Febr. (DNB.) Arn Samstag­abend fand in den Räumen des Führer- b a u e s am Königlichen Platz zu München der all- jährliche große Parteiempfang beim Führer' ftatt. Auf diesem traditionellen Empfangsabend der Par­tei waren der Stellvertreter des Führers, die Reichs­leiter mit den führenden Persönlichkeiten der Reichs­leitung, die Gauleiter mit ihren Stellvertretern, die Obergruppenführer und Gruppenführer der SA., des NSKK. und des NSFK., die höheren Ar­beitsführer und die Gebietsführer der HI. sowie andere führende Persönlichkeiten der NSDAP, mit ihren Frauen Gäste des Führers.

Oer amerikanische Geschäftsträger in Berlin gestorben

Berlin, 26. Febr. (DNB.) Samstag nacht ver­starb plötzlich an einem Herzleiden der Geschäfts­träger der Vereinigten Staaten von Amerika Pren- tiß B. Gilbert. Der Tod des amerikanischen Di­plomaten, der mitten aus der Arbeit herausgerissen wurde, hat in deutschen Kreisen aufrichtige Anteil­nahme gefunden. Gilbert genoß in Berlin allge­meine Wertschätzung. Auch auf amtlicher Seite wird ihm ein ehrendes Andenken bewahrt werden, da man immer der Ueberzeugung gewesen ist, daß er seine ganze Kraft für die loyale Erfüllung seiner verantwortungsvollen Aufgabe eingesetzt hat.

Das Programm der Zungfcrnreise des KdF.-SchiffeS ,/Rotiert Ley".

Berlin, 25. Febr. (DNB.) Das KdF.-Schiff Robert Ley" steht vor der Vollendung. Arn 23. März wird das Schiff zu einer eintägigen Probefahrt auslaufen. Die erste öffentliche Fahrt am 1. und 2. April geht auf die Nordsee mit Werft­arbeitern, die das Schiff gebaut haben. Der Beginn der Jungfernreise ist der 18. April. Die Reise wird die größte und zugleich südlichste Fahrt sein, die bisherKraft durch Freude" durchgeführt hat. Außer den bekannten Zielen Madeira, Lissabon kommen noch hinzu die Kanarischen Inseln und Bilbao. Damit wird Nationalspanien in den Aktionsradius der KdF.-Flotte einbezogen, und der deutsche Arbeiter lernt ein neues Stück Welt kennen, das zu den schönsten Reiseländern gehört und dessen Schicksal uns allen seit langem am Herzen liegt.

Oeuiscker Schulschiffbesucb in Falmouib.

London, 24. Febr. (Europapreß.) Die Besatzung des deutschen SchulschiffsSchleswig-Holstein", das in Falmouth eintraf, konnte die bei ihren früheren Besuchen angeknüpften freundschaftlichen Beziehun­gen erneuern. Die Presse spricht von derEntente cordiale", die zwischen der Besatzung dieses Schiffes und der Einwohnerschaft von Falmouth bestehe. Der Kommandant stattete dem Bürgermeister einen Be­such ab. Der Bürgermeister erwiderte diesen Besuch mit mehreren Mitgliedern des Stadtrates an Bord derSchleswig-Holstein". Kadetten besuchten ge­meinsam mit Schülern der Oberklassen von Falmouth als Gäste der Stadt eine Filmvorstellung. Für Sonn­tag ist, wie im Vorjahre, ein gemeinsamer Kirchgang mit einem Gottesdienst in englischer und deutscher Sprache in der Gemeindckirche von Falmouth vor­gesehen. Die Behörden und weite Kreise der Be-- völkerung werden daran zusammen mit der Be­satzung derSchleswig-Holstein" teilnehrncn.

Kein Militärdienst der Volksdeutschen in der Tschecto Slowakei.

Prag, 25. Febr. (Europapreß.) Ein Beschluß der tschecho-slowakischen Zentralregierung, die in der Tschecho-Slowakei lebenden Volksdeutschen vom Militärdienst zu befreien, wurde begründet mit der Tatsache, daß die i m D e u t s ch e n R e i ch l e b en­de n T s ch e ch e n gleichfalls nicht zum Militärdienst einberufen werden. Eine Verordnung, in der dieser ganze Fragenbereich endgültig geklärt werden soll, wird für die nächsten Tage angekündigt. Dagegen liegt bis zur Stunde keine amtliche Verlautbarung über einen Beschluß der Regierung vor, daß die beiden Verordnungen außer Kraft gesetzt werden sollen, die unter gewissen Voraussetzungen für d i e Beschäftigung von Volksdeutschen, die ihr Hei­matrecht in den abgetretenen Gebieten haben, b e - sondere Bewilligungen vorschreiben.

Anschlag auf ein

jüdisches Kleidergeschäst in Prag.

Prag, 26. Febr. <DNB.) In der Nacht zum Sonntag wurde in die Auslagen des jüdischen Klei­dergeschäftes Singer, das sich hinter dem Pulver­turm in der Prager Altstadt befindet, ein Sprengkörper geworfen. Die großen Schaufenster wurden durch die Explosion vernichtet und die Auslagen nahezu vollkommen zerstört. Bis­her war es nur in der tschechischen Pro­vinz zu Anschlägen auf jüdische Geschäfte gekoiw men; ihr Uebergreifen auf Prag beweist, daß sich die tschechische Bevölkerung nunmehr auch m Prag gegen ihre Peiniger entschlossen zur Wehr setzt. Die Lösung der Jugensrage beginnt auch hier brennend zu werden.

Bombenexplosion in Belfast.

L o n d o n , 27. Februar. (DNB. Funkspruch.) In einer Vergnügungsstätte explodierte am Sonntag­abend in Belfast, der Hauptstadt N o r d Ir­lands, eine Bombe, durch die ein Teil des Ge­bäudes beschädigt und mehrere Personen, darunter vier junge Mädchen, verletzt wurden. Durch die Explosion fiel die Decke einesTanzfaales ein, in dem sich über 100 Personen befanden. Ob­wohl unter den Anwesenden eine Panik ausbrach, wurde niemand lebensgefährlich verletzt. Von den Urhebern der Explosion fehlt bisher jede Spur.

Kleine politische Nachrichten.

Die Reichsfrauenführerin Frau Sch oltz-Klink tritt, wie NSK. meldet, am 27. Februar auf Ein­ladung des Generalsekretärs der faschistischen Par­tei, Minister Starace, eine viertägige Reife nach Italien an. Die Reise dient dem Einblick in die Einrichtungen der faschistischen Frauenorga- nifation und der Besprechung mit führenden Persön­lichkeiten der faschistischen Partei.

NSG. Der Führer des ---Oberabschnitts Rhein, Wiesbaden, ---Gruppenführer Richard Hilde­brandt, MdR., ist durch den Reichsführer -- und Chef der deutschen Polizei Himmler zum Höhe­ren ---und Polizei-FührerRhein ernannt worden.

Mütter sichern das Leben des Volkes.

Eröffnung der VeichsausflellungEwiges Volk" in Frankfurt a. M.