Ausgabe 
27.1.1939
 
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Grüne Woche Berlin 1939

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Don unserem Li-Sonderberichterstatter.

Staatsbegräbnis auf dem Jnvalidenfried-

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Aus aller Wett.

Neubau des Präsidiums des Deutschen Roten Kreuzes.

fchen Roten Kreuzes. Der geschäftsführende Präsident, ^-Brigadeführer Dr. Grawitz, wies in seiner Feierrede daraus hin, dieses in etwa einem Jahr sich erhebende Gebäude werde in seiner schlich­ten und würdigen Bauform den Willen des neuen deutschen Roten Kreuzes im Reiche Adolf Hitlers verdeutlichen. Nachdem Dr. G r a w i tz den Wort­laut der Urkunde verlesen und dem Dokument je

eine Fahne und einen Wimpel des neuen vom Führer verliehenen Ehrenzeichens beigefügt hatte, wurde die Kassette in das Fundament eingemauert. Anschließend wurde das Modell des Bauwerkes ge­zeigt, das eine Gesamtlänge von etwa 240 Meter bei einer Höhe von 15 Meter in dreigeschossiger Bauweise mit einem Säulenportal aufweisen wird. Bereits am I.Juli 1939 wird das Präsidium von Berlin nach Babelsberg übersiedeln und zunächst Unterkunft in den Hauptlägern des Deutschen Roten Kreuzes finden.

Auf der Baustelle des Deutschen Roten Kreuzes in Babelsberg wurde der Grundstein gelegt für den Neubau des Präsidiums des Deut-

Agrarpoliiik und Außenhandel

Darrs spricht in München.

Eine brasilianische Luftwafsenkom- Mission ist auf Einladung des Reichsministers der Luftfahrt und Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Generalfeldmarschall Göring, mit dem Dampfer General S. Martin" angekommen und wird am 27.Januar in Berlin eintreffen.

Rationalisierung in der Rundfunkwirtschast.

Berlin, 26. Januar. (DNB.) Auf einer Veran­staltung der Deutschen Akademie sprach der Präsi­dent der Reichsrundfunkkammor, Reichsamtsleiter Hans K r i e g l e r, über Rundfunkgestaltung und Rundfunkwirtschaft. Er erinnerte an die Rekord- Umsätze des laufenden Rundfunkjahres, die gegen­über den früheren Jahren eine Steigerung des Geräteabsatzes um 55 bis 70 v. H. ergeben dürften. Durch die neuen Volks- gerate konnte ein Mehrbedarf von etwa 700 000 Geräten im Kalenderjahr 1938 mühelos befriedigt werden. Es sei aber auch eine Steigerung der Markenempfänger zu verzeichnen gewesen. Da eine große Zahl der ersten Käufer von Volks­empfängern nunmehr zu höherwertigen Geräten, insbesondere zu Superhets, übergegangen sei. Die Produktion der Markengeräte habe im Zeichen einer umfassenden Rationalisierung zu stehen, bei der alle Forderungen der staatlichen Wirtschafts­lenkung ihre Berücksichtigung finden müßten. Dem­entsprechend habe die Industrie durch eine weit- gehende Typisierung der Rundfunkapparate und Normung der Einzelteile zu einer Verbilli­gung, besonders der Supergeräte, beizutragen. Diese Maßnahmen würden weiter zur Einspa- rung von R oh st offen und Devisen,

Nach einer Unterbrechung von zwei Jahren sind me diplomatischen Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten von Nordamerika und dem Iran wieder aufgenommen worden. Die iranische Gesandtschaft in Washington wurde vor Mei Jahren geschlossen, da der damalige iranische Gesandte in Maryland mit einem Polizisten we­gen eines angeblichen Derkehrsverftoßes in Streit geraten war und sich die zuständigen Regierungs­stellen weigerten, als Vermittler aufzutreten.

sein nordafrikanisches oder koloniales Imperium und seine Verbindungswege zu der Metro­pole und dem Imperium angetastet werden." Diese Worte wurden wieder mit stürmischem Beifall aus­genommen, und Herriot unterstrich in einer Zwi­schenbemerkung die Versicherung, die Daladier fast wortwörtlich noch einmal wiederholte, mit der Hin­zufügung, daß Frankreich keinen Fußbreit Boden aufgeben werde.Ich erkenne ebenso wie Sie den Ernst der gegenwärtigen Umstände. Wenn ein Opfer unerläßlich ist für die Erhaltung unserer Freiheit und unseres Imperiums, muß dieses Opfer gebracht werden. Finden Sie meine Erklärung unnötig?" Die Kammer antwortete einmütig mit dem Ruf Nein!" Sodann bat Daladier die Kammer, für die von dem radikalsozialistischen Fraktionsvorsitzenden Chichery eingebrachte Tagesordnung zu stimmen.

Kleine politische Nachrichten.

Reichsminister Dr. G o e b b e l s hat Professor Dr. h. c Richard Wossidlo in Waren (Mecklen- bürg) in besonderer Anerkennung seiner Verdienste um die niederdeutsche Heimatkunst zu seinem 80. Geburtstag telegraphisch seine Glück­wünsche übermittelt.

An einer Arbeitstagung in Berlin nahmen die Hauptamtschefs unö Amtschefs von ff und Poli­zei, die Führer sowie die Derwaltungs- und R. u. S.-Führer der ff-Oberabschnitte und die In­spekteure der Ordnungspolizei und Sicherheitspo­lizei teil. Die Hauptamtschefs und eine Reihe von

Amtschefs und Hauptabteilungsleitern sprachen über ihre Sachgebiete. Reichsführer ff und Chef der deutschen Polizei Himmler gab Richtlinien für den kommenden Akb ei ts ab schnitt.

für den verstorbenen General von Eberhardt ein Staatsbegräbnis angeordnet. Die Trauer­feier findet Freitag, 27. Januar, um 14 Uhr, in der Kirche des Jnvalidenhaufes statt. Anschließend er-

Munchen, 26.Jan. (DNB.) Der 6.Lehrgang der Kommission für Wirtschaftspolitik nahm feinen Fortgang durch einen Vortrag des Reichsstatthal­ters Gauleiter Kaufs mann aus Hamburg über das Verhältnis von Partei und Wirtschaft. Er ging davon aus, daß eine KrisenfestiAUNg durch Indu­strialisierung auch bei solchen Städten erreicht wer­den muß, die früher nur auf Handel und Schiffahrt eingestellt waren. So soll auch Hamburg von jeder weltwirtschaftlichen Wechsellage unabhängig gemacht werden. Die Zeiten hemmungsloser Individualität kommen auf dem Gebiete des Außenhandels wohl niemals wieder. Die Steuerung nach klaren volks- wirtschaftlichen Gesichtspunkten bleibt eine Notwen­digkeit.

Neue Wege der Sauwirtschaft.

Generalinspektor Dr.-Jng. Todt erklärter Wäh- rend der Umsatz der gesamten Bauwirtschaft bis 1*932 auf 2,3 Milliarden zurückgegangen ist, sind 1938 im deutschen Bauwesen 11,5 Milliarden Reichs- mark umgesetzt worden. Damit hat die Bauwirt­schaft im Augenblick die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit erreicht. Die Aufga­ben für die Bauwirtschaft steigen aber weiterhm, so daß alles geschehen muß, um ihre Leistungsfähig- feit dennoch auszudehnen. Zu den dringenden weiteren Aufgaben gehören Erweiterungen unserer Produktionsstätten, Ausbau der Verkehrswege und Verkehrsmittel, Wohnungsbauten, Wehrmachtsbau­ten, Sicherung der Grenzen und Baudenkmäler, die spätere Generationen einmal an unsere Zeit erin­nern sollen. Zur weiteren Leistungssteigerung in der Bauwirtschaft sind erforderlich: 1. Ein stärkerer Maschineneinsatz. 2. Darüber hinaus muß die Bauindustrie zu rationellerem Arbei­ten erzogen werden. Auf den Baustellen wird heute noch stark improvisiert. Hier wird eine Erziehungs­arbeit einsetzen, zu der auch die Vereinfachung und Typisierung von Maschinen gehört. 3. Straffere Disziplin der Bauherrn, bei denen sich der nationalsozialistische GrundsatzGemeinnutz geht vor Eigennutz" stärker als bisher durchsetzen muß. 4. Eine schärfere Ueberwachungder Preis- und Lohngestaltung. 5. Eine ge­wisse Rangordnung in der Bauwirtschaft. Es muß nicht alles im Jahre 1939 gebaut werden. Selbstverständlich soll gebaut werden, was aus den materiellen Bedürfnissen des Volkes zu bauen ist. Wir müssen auch an die Mahnmale denken, die dem deutschen Volke den Glauben an seine Größe erhalten und es an die gewaltige Zeit Adolf Hit- lers erinnern sollten. Diese großen Mahnmale müs­sen entstehen, solange Adolf Hitler, der große Füh­rer unseres Volkes und geniale Architekt, unter den Deutschen weilt. Wenn man mitunter hört, daß demgegenüber nicht genügend Wohnungen gebaut würden, so ist jenen Spießbürgern oder Meckerern der Gegenwart vorzuhalten, daß zum deutschen Volke auch die kommenden Generationen gehören, die dankbar für die großen Werke sein werden, die in unserer Zeit entstanden sind.

Reichsleiter Darrs

legte dar, welchen Beitrag unsere Agrarpolitik zur Schaffung einer neuen Wirtschaftsordnung leisten könne bM. geleistet habe. Er hob hervor, daß grundsätzlich der Standpunkt oertreten worden fei, unsere innere Organisation und Wirtschaftsordnung so aufzubauen, daß der liberale Jntereffenstrelt Industrie Landwirtschaft in Dingen des Außen­handels grundsätzlich überwunden werden müsse. Das Reichsnährstandsgesetz verfolgte das Ziel, durch die innere Marktordnung die außen politische Handlungsfreiheit wiederzugewinnen. Deutschland könne heute unbekümmert jede Menge Ware, die der mnere Markt zusätzlich brauche, durch Handelsverträge her- einnehmen. Im Schwerpunkt des wltteleuropalschen Raumes liege Großdeutschland. Es werden sich um diesen mitteleuropäischenOrdnungsblock wie von selbst auch andere Staaten mit wohlaus- geglichenen und stetigen Wirtschaftsbeziehungen her- umkristallisieren, womit die Grundlage für eine wahre neue europäische Ordnung geschallen werde. Mit der Schließung desmitteleuropäischen Rau­mes" strebe er keineAutarkie dieses gro. feeren Raumes an, genau so wenig wie er je ern|£ lich eine strenge und völlige Abschließung Deutsch­lands von der übrigen Welt verlangt habe^Deutsch-.

Berlin, 27. Januar.

Da dieGrüne Woche" im vergangenen Jahr der Maul- und Klauenseuche zum Opfer fiel, ist der Andrang zu der großen landwirtschaftlichen Schau dieses Jahres, die von heute (Freitag) an zehn Tage lang sämtliche 12 Hallen einschließlich der vor zwei Jahren noch unvollendeten Masurenhalle im Aus- tellungsgelände am Funkturm mit Beschlag be­legen wird, besonders groß. Zudem ist es die erste großdeutsche Grüne Woche. Die Beteiligung aus dem ganzen Reich und vor allem auch aus der Ostmark und dem Sudetengau stellen alles bisher Daaewefene in den Schatten. Wie stets, so gibt auch Die kommende Grüne Woche 1939 nicht nur dem Landwirt eine umfassende Uebersickt über das Neueste auf dem Gebiete der Technik, sondern durch zahlreiche Sonder-, Lehr- uni) Leistungs­schauen wird auch den Städtern das Verständnis landwirtschaftlicher Belange und der Bedeutung des landwirtschaftlichen Faktors leicht gemacht.

So hat der Reichsnährstand rings um die EhrenHalle des deutschen Bauern" die aktuellsten Themen seiner Politik zur Darstellung gebracht. In der SonderschauDie b l u t s- mäßige Bedeutung des Bauerntums" erfährt Der Besucher, daß Der Anteil des Landvolkes an Der Gesamtbevölkerung von 60,8 v. H. im Jahre 1875 auf 21 v. H. im Jahre 1933 gesunken ist. 800 000 vollwertige Kräfte fehlen heute bereits auf dem Lande, und sie sind, wie die SchauErzeu- gunasfteigerung in der Landwirt­schaft" nachweist, nicht allein Durch Technisierung zu ersetzen. Die Folgen der Hungerblockade, die in Deutschland dank DerHumanität Der großen De­mokratien" 800 000 Menschen vernichtete, werden auch Den Gleichgültigsten aufschrecken und von Der Tragweite des Kampfes um die Erttagssteigerung überzeugen. Daß hier in den letzten Jahren schon Großes geleistet worden ist, um Den Rückgang Der landwirtschaftlich genutzten Fläche von 908 Hektar auf 440 Hektar je 1000 Einwohner auszugleichen, wird anschaulich berichtet.

Hinter Der Ehrenhalle breitet sich links und rechts, in riesigen Dioramen mit den modernsten Mitteln der Ausstellungstechnik hingezaubert deutsches Land aller Gaue aus, unter blauem Himmel in weitge­dehnten Feldern, auf denen gelbe Luvine blüht. Traktorenkolosie sind aufgefahren. Der Besucher er­lebt hier plastisch den technischen Fortschritt des Maschineneinsatzes von den primitiv­sten Mitteln vergangener Zeiten bis zum modernen Traktor.

Sinngemäß schließt sich der Reichsarbeits- dienst als Mitkämpfer für die deutsche Ernäh­rungsfreiheit und Erweiterung deutschen Lebens­raumes an. Auf 2000 Quadratmeter berichtet er von einer vielseitigen Tätigkeit. Ein Beihof zu einem Arbeitsdienstlager mit Wacholdersträuchern, Tannen, Kiefern und Birken ist in der Halle aufgebaut. Ein breiter Steinpsad führt zu Bienenstöcken, Tauben-

Zu Ausbildungskursen für die Jahresklasse 1901 sind in Italien 60 000 Mann zum 1. Februar ein­berufen.

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Sir Stafford Crips, der innerhalb Der eng- Irschen Arbeiterpartei den linken Flügel vertrat, ist vorn Vollzugsrat wegen seiner Dol'ksfront-Bestte- düngen aus Der Partei ausgeschlossen war- Den.

Kunst und Wissenschaft.

Kunstdenkmäler im Land Hessen."

Zum Vorsitzenden Der Kommission für die Ver­öffentlichung Des WerkesK u n st d e n k m ä l e r im LandHessen" wurde bis auf weiteres Ober­baurat i.R. Diesenbach, Darmstadt, bestellt.

Direktor Dr. Dinther 85 Jahre alt.

Dr. phil. und Dr. ing. h. c. Adolf Winther feiert am 27. Januar in voller Rüstigkeit seinen 85. Ge­burtstag. I n Gießen geboren, studierte er an der Universität seiner Heimatstadt Chemie und trat 1882 in die Chemische und Anilinfarbenfabriken von Kalle & Co. in Biebrich ein. Nach längerer wissen­schaftlicher Betätigung übernahm er 1906 die Lei­tung des Werkes Offenbach der Chemischen Fabriken Griesheim-Elektton. Nach ihrem Uebergang in die JG.-Farbeninduftrie schied er 1926 aus. Durch seine Tätigkeit auf dem Gebiete der organischen Chemie wurden in der Erzeugung wichtiger Benzol- und Naphthalinprodukte und Farbstoffe der deutschen Teerfarbenindustrie bedeutende Dienste von dauern­dem Werte geleistet. Auch ist sein Werk:Zusam­menstellung der Patente auf Dem Gebiete der orga­nischen Chemie 18771905" zur Orientierung über Die Leistungen auf Den verschiedenen Arbeitsgebie­ten von Wichtigkeit für Die chemische Industrie und Wissenschaft geworden. Für feine Verdienste wurde ihm 1924 von der Technischen Hochschule in Darmstadt die Würde eines Dr. ing. h. c. verliehen.

Dr. Bircher-Benner.

Der bekannte Schweizer Arzt Dr. Bircher-Benner, dessen Ernährungslehren auch in Deutschland weite Verbreitung gefunden haben, ist im Alter von 72 Jahren in Zürich gestorben.

Wilhelm Backhaus konzertiert mit stürmischem Erfolge in Turin.

Wilhelm Backhaus errang mit einem Konzert im Konservatorium von Turin vor den Mitgliedern des faschistischen Studentenverbandes einen glänzen­den Erfolg. Der deutsche Klavieroirtuose spielte mit feiner vollendeten Meisterschaft Stücke von Bach, Schumann, Beethoven und Chopin. Vor allem wurde die Klarheit seines Stiles und Die technische Be­herrschung Des Instrumentes gerühmt. Die Bei­fallsstürme zwangen Den Künstler zu mehreren ebenfalls stark bejubelten Zugaben.

zur Einfparung von Arbeitskräften durch Vereinfachung der Arbeitsmethoden führen, auch bei der Herstellung der Gehäuse, indem man in Zukunft dem Pre fest off gegenüber dem Holz Den Vorzug au geben habe. Auch für die Röhrenher­stellung fei eine weitgehende Typisierung und Nor­mung im Interesse der Preissenkung notwendig.

Um Die gewonnenen Teilnehmer zu beständigen Anhängern des Rundfunks zu machen, fei zunächst eine vorbildliche Programmgestaltung Voraussetzung, die nach Den Richtlinien künstlerischer Unterhaltung und unterhaltender Kunst arbeiten müsse. Dazu sei ferner notwendig, die Sicherung eines störungsfreien Rundfunkemp­fangs. Die Notwendigkeit einer gesetzlichen Rege- hing Der Rundfunkentstörung bekäme aktuelle Be- Deutung.

General von Eberhardt t.

Berlin, 26. Jan. (DNB.) Am 24. Januar ist General Der Infanterie Magnus v. Eberhardt, einer Der verdientesten deutschen Truppenführer des Weltkrieges, im Alter von 83 Jahren gestorben. Er entstammte einer alten preußischen Soldaten- familie und machte bereits vor dem Kriege eine glänzende militärische Laufbahn bis zum Gouver­neur der Festung Straßburg. Im Felde komman­dierte General von Eberhardt Reservekorps an Der Ost- und Westfront. Mit feinem Namen ist insbe­sondere Die Erstürmung Des Kemmelber- ges im Frühjahr 1918 verbunden. Für diese Waf­fentat erhielt er das Eichenlaub zum Orden Pour le merite mit Dem er bereits ein Jahr vorher aus­gezeichnet worden war. Im Jahre 1918 komman­dierte General von Eberhardt zeitweilig Die 7. Ar­mee. Am 8. November 1918 wurde er zum Ober­befehlshaber Der 1. Armee ernannt, die er nur noch in die Heimat zurückführen konnte. Der Füh­rer und Oberste Befehlshaber Der Wehrmacht hat

schlügen, Kaninchen- und Schafställen in Blockbau­weise. In Kleintierställen werden Arbeitsmaiden zur Kleintierhaltung geschult.

Eine der großen Sehenswürdigkeiten der Aus­stellung bildet unbestritten das in der Masurenhalle aufgebaute Stubaital, ein Diorama mit dem Stubaiferner und dem Zuckerhüttl im Hintergrund, das auf 2000 Quadratmeter eine naturgetreue o ft - märkische Alm- und Bergbauwirt­schaft mit Hausmühle und Harfe, mit Seilaufzug und weidenden Kühen, Pferden und Ziegen und dem ganzen täglichen Treiben auf Dem Berghof vor Augen führt. In einem Kleinkino erzählen Kultur­filme vom Leben der Bergbauern. Eine ganze Reihe von Darstellungen unterrichten über ihre Sitten und Gebräuche, ihre Erzeugnisse und Heimarbeiten. Sehr interessant ist ein Ueberblick über die ostmärkische Bauerngeschichte, über die verschiedenen im Blute erstickten Bauernerhebungen, über die Aufhebung der Leibeigenschaft Durch Joseph II. im Jahre 1781 und den Einsatz Der Bergbauern im Weltkrieg. Die Kärntner haben mit 44 Gefallenen auf 1000 Ein­wohner Die stärksten Verluste erlitten.

Der Besucher, Der sich müde und hungrig gelaufen hat, läßt sich inRundfunkhausen" nieder und ergötzt sich an den Klängen und dem Gesang der beliebtesten Kapellen und Solisten der deutschen Reichssender. Die gesamte Halle 6 ist in ein Ge­birgsdorf verwandelt. Besonders der bäuerliche Besucher wird hier Gelegenheit haben, den Rund­funkbetrieb einmal aus unmittelbarer Nähe kennen­zulernen.

Der eine Flügel der Masurenhalle ist den Gän­sen, Kaninchen und Hunden vorbehalten. Dom 27. bis 31. Januar werden 3000 Gänse, Hüh­ner und Tauben vom VereinCypria", der das Grüne Band" derCypria" vergibt, versammelt. Zum ersten Male wird eine besondere Abteilung Leistung und Schönheit" durchgeführt. Auch eine E i e r s cy a u findet statt. Ferner ist Wichtiges über das neuzeitliche Füttern des Geflü­gels zu erfahren. Während die Kaninchen Dauer- gäfte sind, wird das große Bellkonzert der Rasse­hunde am 4. und 5. Februar zu hören sein als Auf­takt für eine Reihe von Vorführungen und für den Wettbewerb. In diesem Jahre wird zum ersten Male die Anwartschaft zumInternationalen Schön­heits-Championat" vergeben.

Glänzend ist auch der Rahmen der bisher größten Grünen Woche". Außer der Wintertagung des Reichsnährstandes in der Philharmo- nie und mehreren Sondertagungen wird nicht zu­letzt das mit großer Spannung erwartete Inter­nationale Reit- und Fahrturnier" in der Deutschlandhalle mit seiner hervorragenden Besetzung dazu beitragen, daß die Reichshauptstadt .zehn Tage lang im Zeichen der doppelten Aehre, das auf allen grün-gelben Plakaten sichtbaren Sym­bols der Grünen Woche, stehen wird.

land bleibe bemüht, nut allen Ländern Der Erde einen gesunde n Güteraustaus ch zu psle- gen. Einfuhr und Ausfuhr könnten aufeinander abgestimmt und miteinander verkoppelt werden. Man komm« damit zurück auf jene Sicherung Der Bezugsquellen und Absatzmärkte, wie sie in vorkapi­talistischer Zeit gang und gäbe gewesen seien. Es er- chien auch widernatürlich, für ein im Auslande auf der Grundlage von Sklaven­oder Kulilöhnen erzeugtes landwirtschaft­liches Produkt denselben Preis anzulegen wie für dasselbe Produkt, wenn es z. B. von jugoslawischen oder ungarischen Bauern auf der Grundlage eines viel höheren Kultur st andes er- zeugt worden fei. Deutschland sei von diesem Wahn- sinn bewußt abgegangen und sei bei feinen Ein­käufen zu einer Elastizität in Der Preis- ftufung entsprechend dem Kulturstandard des betreffenden Landes gekommen.

Ueberall dort, wo Deutschland diese neuen Grund­sätze der Ordnung habe anwenden können, sei eine erhebliche Ausgestaltung Der Handelsbeziehungen möglich gewesen. Hierzu gehöre einmal Italien, teilweise auch Südamerika, in erster Linie aber Mitteleuropa und der weitere S ü d o st e n. Die Erfolge Der Ausfuhrwirtschaft, die hier hätten errungen werden können, beruhten vor allem Dar­auf, daß Deutschland in Der Lage gewesen sei, die­sen Ländern in steigendem Umfange ihre Erzeug­nisse, namentlich Rohstoffe und Lebensrnittel, abzu­nehmen.

Es möge nun eine Einstellung dahingehend geben, daß Deutschland feine gesamte Lebensmittelver­sorgung in Den südosteuropäischen Raum hineinver­legen und die Kräfte Der deutschen Landwirtschaft für andere Aufgaben verwenden könne. Der Süd- osten fei aber weder in der Lage, Deutschland in absehbarer Zeit ernähren zu können, noch könnte sich Deutschland Den Luxus leisten, seinen wertvollen Boden in Parks und Grünlandschaften umzuwan­deln, von den volksbiologischen Konsequenzen ganz zu schweigen. Deutschland habe noch bedeutenden Raum für eine zusätzliche Einfuhr von Lebens­mitteln.

Die Umstellung und die fortlaufende Ausgestal­tung Der Handelsbeziehungen biete Der deut­schen Industrie große Aussichten. Die industrielle Durchdringung jenes Wirtschaftsraumes werde wiederum einen Teil zur weiteren Ausge­wogenheit und sozialen Hebung beitragen, also durchaus im Sinne jener Völker und ihrer Regie­rungen liegen. Reichsleiter DarrL hob dies noch einmal besonders hervor, um sich ganz klar von imperialistischen Absichten zu distanzieren. Die neue Ordnung, in Der Deutschland Herz und Hirn bilde, könne nur auf Der ehrlichen Zusammen­arbeit Der Völker beruhen, niemals auf Be­herrschung und Ausnutzung, Die das Wesen Des alten Imperialismus und Kapitalismus gewesen sei.

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