Donnerstag, 26.©ttobertO59
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen)
Volkstümliche Redewendungen.
>Wörtern und
und BDM.-Werk-
B, Oiuuiiijeuiei.. £-u ui» uyi *
konzert des Gießener Konzertvereins. — ^alaft, Seltersweg: „Zentrale Rio". — £
Lichtspiel
haus, Bahnhofstraße: „Renate im Quartett".
eine
mantische Ballett Peters-Pawlinin ein Gastspiel geben. Für alle diese Veranstaltungen sind Vor- >
Iiir kennen Hunderte von Spricht ewendungen, die gelegentlich herh<
zur 0,75
Einzelveranskaltungen des „Feierabendringes".
allen Volksgenossen ohne Bindung an
Teil- seres ierz'
Gerechte Fleischverteilung.
Aus dem Arbeitsfeld der Fleischerinnung Gießen.
Ausgabe gelangen, kosten 2,00, 1,50, 1,00 und Reichsmark.
die große Tub< die kleine Tube
25Pt
I Mein Bursche Friedrich.
Ävn Koivetten-Kapitän a O. Frhr.v. Iorstner.
Gastspiele, für die nur ausgezeichnete Ensembles, die bisher hier noch nicht aufgetreten find, verpflichtet werden, ist zunächst ein Liederabend des bekannten Sängers Domgraf-Faßbender in Aussicht genommen. Außerdem wird das weltberühmte ro-
Um Miete
Jungen durchzuführen. Mit dieser Maßnahme kommt der „Feierabendring" vielen Wünschen entgegen, weil einmal viele bisherige Mitglieder des „Feierabendringes" durch starke anderweitige Beanspruchung nicht alle Veranstaltungen besuchen können, anderseits eine starke Nachfrage für Großveranstaltungen und Theaterbesuche besteht. Der „Feierabendring" wird daher am 11. November einen Theaterabend mit der Oper „La Traviata" von G. Verdi durchführen, für den Karten im Vorverkauf noch zur Verfügung stehen. Die Vorbestellungen für diesen Abend jinb' sehr zahlreich. Für den 6. Jahrestag der NSG. „Kraft durch Freude" wird ein zweiter Theaterabend mit der Operette „Ga- sparone" von Millöcker vorgesehen, für den gleichfalls noch Vorbestellungen angenommen. werden können. In der Reihe der vorgesehenen Groß-
die Gelegenheit zum Besuch der Deranstal- des KdF.-„Feierabendringes" zu bieten, hat
Am Sonntag, 29.10., treten alle Führerinnen^und Mädel der Gießener Mädel-
bestellungen schon jetzt aufzugeben, da die Nachfrage sehr zahlreich ist. Durch diese Maßnahme soll vielen Volksgenossen die Möglichkeit geboten werden, an den Veranstaltungen des „Feierabendringes" teil- zunehmen.
Die Gräber gefallener Soldaten.
Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge gibt Auskunft.
NSG. In enger Zusammenarbeit mit dem Ober« kommando der Wehrmacht wird der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. D. auch für die Gefallenen des jetzigen Krieges würdige Ehrenstätten errichten, die für alle Zeiten von den Opfern und der Treue der deutschen Soldaten künden werden. In kürzester Zeit sendet das Oberkommando der Wehrmacht Gräberoffiziere in das Kampfgebiet, die sich sofort aller Gräber annehmen und an Ort und Stelle das Erforderliche zur würdigen Erhaltung veranlassen. Es wird dann auch möglich sein, nähere Auskünfte zu geben und Lichtbilder zu beschaffen. Aufträge auf Kranzniederlegungen und Anfertigung von Lichtbildern können aber erst in etwa zwei bis vier Wochen entgegengenommen werden.
Für alle die Grabstätten von Gefallenen betreffenden Wünsche steht der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge jederzeit gern helfend und beratend zur Seite. Er steht ohne Rücksicht auf die Mitgliedschaft allen Angehörigen von Gefallenen dieses Feldzuges ebenso zur Verfügung, wie den Angehörigen der im Weltkrieg gefallenen Soldaten. Die Angehörigen von Gefallenen in der Provinz Hessen-Nassau wenden sich in allen Fällen an die Kreis- und Ortsgemeinschaften des Volksbundes. Wenn in einem Ort eine Ortsgemeinschaft des Volksbundes nicht vorhanden ist, sind alle Anfragen an den Bezirksverband Hessen-Nassau des VDK. in Bad Homburg zu richten.
„Näheres in den Tageszeitungen."'
„Frau Meier, kann ich Ihre Zeitung mal haben?", kommt Frau Müller. „Wissen Sie, da hat heute Mittag der Rundfunk etwas über die neuen Lebensmittelkarten gesagt und zum Schluß erklärt: Näheres in den Tageszeitungen..Frau Meier ist zwar freundlich und händigt die Zeitung aus, aber Frau Müller merkt, daß sie's nicht gern tut. Sie kann sich nicht denken, daß Herr Meier immer begierig nach den neuesten Heeresberichten sucht. So kommt Frau Müller oft in der Woche, bis sie merkt, daß sie unwillkommen ist. Sie hat eben eine lange Leitung.
Was tut sie nun, als der Rundfunksprecher wieder einmal sagt, daß alles Weitere über eine Kurz- Meldung in der Tageszeitung nachzulesen sei. Sie bestellt sich nicht die Zeitung ins Haus, nein, meint
BOM.-Untergau 116 Gießen.
Die erste Veranstaltung des HJ.-Dheaterrings findet am Sonntag, 29. Oktober, statt. Sie beginnt um 14.45 Uhr. Die Plätze müssen pünktlich eingenommen werden. Die Untergauführerin.
Bete.: Herbstgeländelauf.
Bornotizen.
Tageskalender für Donnerstag.
Hochschulnachrichten.
In Berlin entschlief im 83. Lebensjahre der ehemalige Professor für internationales Recht in Kiel, Geh. Justizrat Dr. jur. Theodor Niemeye r. Er hatte sich 1888 in Halle a. d. S. habilitiert und war 1894 Ordinarius in Kiel geworden. Dort bekleidete er 1907 das Rektorat. 1912 war er Vizepräsident der International Law Association. Er war auch Vorsitzender für Internationales Recht und der Deutschen Gesellschaft für Völkerrecht, korrespondierendes Mitglied der Akademie Bologna und Ehrendoktor der Rechte. Unter seinen zahlreichen Schriften befinden sich auch solche über die Methoden des Internationalen Privatrechts und die Prinzipien des Seekriegsrechts. Unter dem Pseudonym Neomario schrieb er eine Geschichte der Stadt Rom. Lange Jahre war er Herausgeber Der Zeitschrift für Internationales Recht und des Jahrbuchs für Völkerrecht. -
. btadttheater: 20 bis 21.30 Uhr Erstes Orchester- - Gloria-
Konzert für die edle Sache des Kriegwinterhilfswerkes zu einem großen Erfolg verhelfen. Für den Konzertabend wird das Stadttheater eine besondere Ausschmückung erfahren, so daß sich den Besuchern ein festlicher Rahmen bieten wird. Die Eintrittskarten, die durch die Ortsgruppen der NSV.
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Ausruf!
Achtung! Rückwanderer.
Zwecks Kleider- und Wäschebeschaffung melden sich die haushaltungsvorstände (oder Vertreter) aller Rückwanderer bei ihrer derzeit zuständigen Ortsgruppe der NSV. Die Meldung hat bis zum 31. Oktober 1939 zu erfolgen, da spätere Meldungen keine Berücksichtigung mehr finden können.
Backhaus, Kreisleiter.
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die Kreisdienststelle der NSG. „KdF." beschlossen, im Laufe des Winters 1939/40 nur Einzeloeranstal-
sfarkwirksom, gegen Zahnsteinansatz, zahnfleischkräftigend, mild aromatisch, - und so- preiswert!
„Donnerwetter, wir müssen uns doch kennen, aber woher schnell?" — „Aber Menschenskind, ich bin doch der Friedrich!" — Tatsächlich, er war's. Gleich gingen wir in die nächste Kneipe, danach brauchte man in Danzig niemals lange zu suchen, und dann ging das Erzählen los. Uns beiden ging es gut, wie wir bald festgestellt hatten. Ich hatte mich bis zu einem U-Boots-Kommandanten „hochgearbeitet" und Friedrich fuhr noch immer im Sommer mit Passagieren spazieren und strich im Winter die Seezeichen, er war durch und durch eine „konservative Natur". — Hierzu schien mir nur seine stolze Sanitäter-Uniform nicht so ganz zu passen. „Bist Du denn jetzt Sanitäter geworden?" — „Nein!" „Na hast Du denn einen Kursus für Hilfssanitäter durchgemacht?" — „Nein!" — „Na, zum Donnerwetter, wie kommst Du denn zu der Uniform?" „Das ist mein Kusäng feine. Der hat zwei." — „Und weshalb hast Du die heute angezoaen?" — „Na, Männchen, wegen die Kaiserparade, bei sowas, da zieh ich ihr immer an, da kommt doch kein Aas zum Segeln und mit die Uniform krieg ich überall den besten Platz ganz vorne." — Das mußte mir einleuchten, doch fragte ich interessiert weiter, ich war dabei davon überzeugt, daß auch diese Frage ihn nicht in Verlegenheit bringen würde: „Was hättest Du denn gemacht, wenn nun dicht bei Dir jemand ohnmächtig umgefallen wäre?" — „Dann wär' ich schnell weggelaufen und hätt' die richtigen Sanitäter Bescheid gesagt, ohne Krankentrage hätt' ich ja doch nichts anfangen gekonnt."
Als ich neulich las, daß bei einem großen Aufmarsch ein falscher Sanitäter gefaßt wurde, mußte ich wieder einmal an meinen braven Friedrich denken, der hatte es aber schlauer angefangen, fassen ließ er sich nicht so leicht.
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Staubkamm hätte weder zu seinen Händen noch zu seiner Futterluke gepaßt, auf einem Stück Pergament- oder frischem Toilettenpapier entzückende Weisen spielen.
Da seine organisatorischen Veranlagungen auch unverkennbar waren, hatte er bald eine eigene Bord-Kapelle" zusammengestellt. Hierfür hatte er folgendes „organisiert". Der Bursche des Chefs spielte auf dem Schifferklavier, der des Obermaschinisten haute dazu im Takt auf eine aus überflüssigen Kondensatorstangen ner fertigte „Triangel , Dirigent war Friedrich mit einem Kamm. In dem gemeinfamen Vorraume unserer drei Kammern stieg dann allabendlich das Konzert von „The „S 101 Trio'" Dieses dauerte allabendlich so lange, bis einer von uns Dreien aus der Kammer herausrief: Nun haltet aber endlich die Schnauze und haut ab'" Hierauf zogen die Künstler befriedigt m ihre
Die ersten Uhren.
Das erste Volk, das den Tag in bestimmte Ab« schnitte teilte, dürften die Assyrer gewesen sein, dis schon zur Zeit Sardanapals II. Wasseruhren benutzten, zylindrische eherne Gefäße, in die mehrere Kannen Wasser gegossen wurden, die durch ein kleines Loch so langsam abträufetten, daß sie sechsmal am Tage gefüllt werden mußten. Alle Wasser« uhren wurden auf das Zeichen eines Wächters hin vollgefüllt, der auf einem Turme stand und eine Schar von Ausrufern meldete dann die Seitab* schnitte in den Straßen von Ninive. Diese Wasser* uhr war neben der Sonnenuhr, an der man aus der Schattenlänge die Tageszeit bestimmte, viele Jahrhunderte hinduch der einzige Zeitmesser, die Wasseruhr wurde in Alexandria durch Zifferblatt und Zeiger verbessert, und in dieser Zeit des Hel« lenismus war Aegypten der große Uhrmarkt, Der seine Instrumente zu höchsten Preisen nach allen Ländern versandte. Beim Triumphzug des Pom* pejus, den er 62 n. Ehr. über Antiochus und Mithridates hielt, wurde als wertvollste Trophäe eine Wasseruhr mitgeführt, die aus den Schätzen des Königs von Pontus stammte. Dieser gewaltige Wasserbehälter, der nur einmal am Tage gefüllt wurde, war aus puremGolde, die Zeiger waren mit kleinen Rubinen besetzt und alle 24 Zahlen aus Saphiren geschnitten. Der Andrang der Neugierigen, die biefd Sehenswürdigkeit bewundern wollten, war so groß, daß tagelang eine starke Wache die Menge fern* hielt.
Die Uhren des Altertums waren in den ersten Jahrhunderten des Mittelalters völlig vergessen, bis der Kalif von Bagdad Harun al Raschid Karl dem Großen eine kostbare Wasseruhr schenkte. Dies Wunderwerk bestand aus mit Gold eingelegter Bronze, hatte Zifferblatt und Schlagwerk, entsprechend viele Kugeln fielen auf ein metallenes Becken und gaben die Stunden an, während gleich* zeitig sich 12 Türen öffneten, 12 Reiter heraus« kamen, schwenkten und wieder verschwanden. Zu gleicher Zeit erfand der Mönch LiutpraNd, der die Glasbereitung von neuem erfunden hatte, die Sanduhr, und Kaiser Karl ließ eine große Uhr dieser Art Herstellen, auf der die Stundenabschnitte mit roten Linien bezeichnet waren. Alle 12 Stunden wurde das riesige Stundenblatt umgedreht. In China, dem alten Lande der Weisheit, hatte schon viel früher der Astronom Hang eine Uhr erbaut, die Monate, Wochentage, den Lauf der Sonne, deS Mondes, der fünf Planeten nebst allen Erscheinun* gen am Himmelszelt zeigte. Diese Uhren bürgerten sich nun langsam im Mittelalter ein. C.IG
war bei Langfuhr die unnerj des XVII. Armeekorps unter L- unt> unserem Flottenlandungskorps bet herrlichem Wetter abgehalten morden. Dazu log vom Porode- rekd sichtbar unsere gesamte chochfeeflottt unter M>. mttal n choltzendors bei spiegelglatter See zu An- ^NachmL^frühtt" mich in der festlich bemeg- lon Lonoaasse in Danzig -in baumlanger San,tater ° aut -/kannte, militärisch. Ich halte ihn an und ?°Ze, da ich ihn nicht gleich unterbrmgen konnte.
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Mus der Stad« Gießen
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8i^ / ^ewendungen, Die gelegentlich Herhalten müssen. geJ' M Menschen die fast nur in solchen Zitaten itionl ihre Meinung äußern. Das gibt oft recht heitere Augenblicke, besonders Dann, wenn ein Sprichwort Eil« M einer Lage paßt, „wie Der Igel zum Taschen- vicht Muh!"
Unser Volkshumor hat sich vieler Redewendungen sclnächttgt. Das Volk liebt Vergleiche und Bilder.
^^Eimnal"^als beim Chef eines Vormittags hoher Damenbesuch angesagt war hatte der Schreiber ihnen sogar fein mit Rundschrift eine „Mu ttfolge ausgeschrieben, die auf dem geschmückten Tisch aus- laa Das Programm schien dem Chef, der meines Wissens wenig musikalisch war, aber nicht recht zu passen, und er ließ es mit groben Fluchen zerreißen, alle Mühen des Schreibers waren also leider U1©onft lautete es ganz nett, es begann, mildern bekannten Schlager „Fraulein Backhaus und es fnlaten Untern Tannenbaum , „Die luftige Witwe" unD „Die hift’gen Holzhackerbuab n . Ich batte dieses Programm ganz schon gesunden, doch die Geschmäcker sind ja verschieden..
Morgens beim Wecken Niußte Friedrich mir immer das Wetter melden. Nach dieser Meldung wollte ich mich gleich entsprechend anziehen. Bald batte er heraus, daß mir die Bezeichnung des We - ttrs nach den drei verschiedenen Arttu der Arrest, ttras-n völlig genügten, um mir em Btld Zu machen.
meldete -r eben nur: „Herr Oberleutnant 7 Uhr das Wetter ist .gelinde bzw ,fo Mittel oder ftrenae'" Dann wußte ich BescheiD.
' Lana- Hatten wir uns schon mit beldersettigen besten Segenswünschen getrennt. 3m September 1910 faa ich mit „U 1" in Danzig, am Vormittag 191U -9 rJ s;- „»^geßliche Kcttserparade General v. Mackensen
Hein. ^je StunDe."
- den h „Sage mir, mit wem du umgehst!" — und ich und Ig ja®? dir, wer es ist!
96, M Bei einem Gärtner namens Tod hatten die Diebe 05 U -sämtliches Gemüse gestohlen und Dafür eine Inder 3m schüft zurückgelassen: „Für den Tod ist kein Kraut
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Bei der Versorgung unserer Bevölkerung mit Fleisch und Wurstwaren fällt der Fleischer-Innung für Stadt und Kreis Gießen eine besonders wichtige Rolle zu. Durch ihre Geschäftsstelle hat sie bei Der organisatorischen Arbeit, Die mit Der Feststellung der Kontingente, der Prüfung der abgeliefer- ten Bezugsmarken, der Bestellscheine und der Aus- ertigung der Schlack)tfcheine zu leisten ist, einen wichtigen Anteil an der geregelten und gerechten Versorgung Der Verbraucherschaft mit Den zugeteilten Mengen an Fleisch unD Fleischwaren. Don Dem Umfang dieser Arbeit kann man sich einen Begriff machen, wenn man u. a. erfährt, daß Die Geschäftsstelle Der Fleischer-Innung in jeder Woche allein 185 Schlachtscheine auszugeben hat, für Die natürlich alle Voraussetzungen durch Die Prüfung Der abgelieferten Bezugsmarken ufw. erfüllt wer- Den müssen. Aus diese Schlachtscheine beziehen Dann die Metzger in Gießen, Klein-Linden, Wieseck unD Heuchelheim sowie Der Kreis Gießen Die ihnen nach dem nachgewiesenen Verbrauch zustehenden Schlacht- tvere.
Bei dieser Organisattonsarbeit ist Die sorgsame Einhaltung Der Termine von besonderer Wichtigkeit. Um seine Kundschaft pünktlich bedienen zu können, muß Der Metzger rechtzeitig im Besitz Des Schlachtscheines sein. Das setzte gerade in diesen Tagen bei Der Ausgabe der neuen Versorgungskarten voraus, daß jede Hausfrau rechtzeitig ihre Fleischkarten zum Abtrennen der Bestellscheine Dem Metzger vorlegte. Die gleiche Verpflichtung ist zur gerechten Verteilung von Fett zu beachten. Die Bevölkerung kann also durch rechtzeitige Ablieferung
Bei vielen Redewendungen roiro der Volkshumor jo geweckt, daß er mit einer gewissen Überlegenheit die Sache aufareift, und sicherlich wird mancher Mlngenehme Zwischenfall auf diese Art und Weise beigelegt.
Es sollen hier einige Beispiele folgen, Die diese Art „Anwendung" hübsch veranschaulichen.
„Aller Anfang ist schwer!" sagte Der junge Dieb uni stahl einen Amboß.
„Nichts für ungut!" sagte Der Fuchs und biß ber Gans den Kopf ab.
«Vom Himmel hoch, da komm ich her!" sagte der
-• . Schornsteinfeger, als er vom Dach fiel.
„Meine Werke folgen mir nach!" sagte der Töp- jer, als er mit feinen Waren Den Abhang hinunter- 'er y
Gruppen um 8.30 Uhr am Univerfitätssportplatz mit Turn- und Trainingszeug zum Herbstgelände- lauf an. Bei schlechtem Wetter (Regen) fällt Der Geländelauf aus und der Dienst findet Dann wie gewöhnlich statt. Der Dienst ab 1 Uhr fällt wegen der Theaterringveranstaltung aus.
Die I^-Stellenleiterin.
G. oßes Kriegs-WHW.-Konzert im Stadtiheater.
Um dem Knegs-Winterhilfswerk 1939/40 einen besonderen Beitrag zu vermitteln, veranstaltet die Kreisamtsleitung Wetterau der NSV. am Samstag, 4. November, im Stadttheater ein großes Konzert, das vom Musikkorps der Fliegerhorst-Kommandantur ausgeführt werden wird. Die Leitung des Konzerts liegt in Händen von Musikmeister Pfarre, Der mit feinem 33 Mann starken Orchester Der Gießener Bevölkerung bei den schonen Konzerten in Steins Garten und bei Platzkonzerten an anderen Stellen der Stadt schon manche Freude bereitet hat. Bei diesem Konzert für das Kriegswinterhilfswerk wird ein etwa 80 bis 100 Mann starker Soldatenchor mitwirken, den ebenfalls die Luftwaffe stellt. Das Programm, das in allen Einzelheiten bereits festliegt, bringt neben ausgezeichneter Konzertmusik auch Militärmusik, die besonders im zweiten Teil des Abends zu ihrem Rechte kommen wird. Die Bevölkerung unserer Stadt wird es an Aufmerksamkeit dieser großen Veranstaltung gegenüber sicherlich nicht fehlen lassen und dem
der Bestellscheine in erheblichem Maße mit dazu beitragen, daß Die organisatorische Arbeit vom Metzgermeister her über die Geschäftsstelle ber Fleischer- Innung bis zu Der Außenstelle Des Viehwirtschafts- Verbandes pünktlich erledigt und dadurch Die stets rechtzeitige und gerechte Sßerforgung mit Fleisch und Fleischwaren sichergestellt wird.
Wie wir von Dem Leiter Der Geschäftsstelle und Dem Obermeister Der Fleischer-Innung Horen, ist Die Diehanlieferung gegenwärtig recht günstig. Durch Die Weide abtriebe steht viel Vieh zur Verfügung. Neben den Tieren, Die von Den heimischen Weiden kommen, wird gegenwärtig zum Beispiel auch Vieh aus Norddeutschland an Den Gießener Markt heran- gebracht, das von sehr guter Qualität ist. Jeweils am Dienstag herrscht in der Viehversteigerungshalle Rhein-Main Hochbetrieb.
Für die Hausfrau wird es von besonderem Interesse fein, daß für bestimmte Teile, Die bei Der Schlachtung der Tiere anfallen, auf die Fleischmarken das doppelte bzw. das vierfache Gewicht bezogen werden kann. Auf eine Flei schm ar ke gibt es zum Beispiel Fleischsalat, Schweinsköpfe, Ochsen- maulsalat, Rinderschwänze, Konsumsülze, Jnnereien- sülze, Lungen und Euter in doppelter Menge. Die vierfache Menge kann auf eine Fleischkarte bezogen werden, wenn es sich um Schwei ne kam mkno chen, Speerknochen und Bauchrippen, um Rinderköpfe, Kalbsköpfe und Schafköpfe, um Spitzbeine und Schweines ch w änze, Rinderknochen, Fleck und Schwarten handelt. Fleisch- und Wurstwaren dürfen grundsätzlich nur gegen Fleischmarken abgegeben werden. N.
Erstes Orchester-Konzert im Sladttheater.
;<;j. heute abend veranstaltet Der Gießener Konzert- vßerein in Gemeinschaft mit Dem Stadttheater Das
nsle Orchesterkonzert Der Spielzeit 1939/40. Das ^Konzert, das vom verstärkten Städt. Orchester unter feeitung von Professor Stefan Temesväry aus= Mefiihrt wird, bringt neben nachgelassenen Werken Mchuderts Die Jupiter-Symphonie von Mozart und [ bas Klavierkonzert Nr. 5 von Beethoven. Als Solist Wurde Helmut Roloff (Berlin) gewonnen. Be- »Wm 20 Uhr, Ende gegen 21.30 Uhr.
• Uraufführung im Gießener Stadtthealer.
I Das Stadttheater Gießen — Intendant Hermann b jschultze-Griesheim — bringt am Dienstag, 31. £)t= ratober, Hedwig Schwarz' neue Übersetzung von Mhakespeares „Wintermärchen" unter der Spiel- Kkitung von Dr. Hannes Razum zur Urauf- Whrung.
Sirenen-Alarm bei Füeqergefahr.
M Es sei erneut daran erinnert, daß der Alarmruf I bei Sirenen bei drohender Fliegergefahr ein Heller, ^iMenformig a n - und abfdjroingen De r ■fyulton ist, der zwei Minuten lang anhält. Die gnSntmarnung nach einem Fliegeralarm wird durch Keilten gleichbleibenden hohen Heulton von ! zwei Minuten Dauer gegeben.
10: M „Der Sache ist nicht zu trauen!" meinte der & Junge, „Vater, leg erst Den Stock weg!"
un9 m . „Man hat's nicht leicht!" sagte Der Kaufmann, en- ber Gewichte verkaufte.
! • „Nur nicht ängstlich!" sagte Der Hahn und fraß ßange.; ben Regenwurm.
ft Bim ' iJch habe noch nie eine gute StunDe gehabt!" i undklagte die Frau. Ihre Nachbarin sagte: „Geh mal ’eiL Pd ton Groß-Felda nach Alsfeld, dann hast Du eine
’■; Ur. 251 Smeites Blatt
Sm Herbst 1906 stellten wir das Torpedoboot , £ 101" in Dienst. Flagge unD Halbflottillen-Stan- , dr des hohen Chefs, Kapitänleutnant M., wehten bereits stolz im Winde, Die Drei Hurras waren ver- j fhingen unD balD war alles, was so zur Emrich- , fang eines richtig-seegehenden TorpeDobootes ge= \ hart, von ben Geheimbüchern unD Torpedos bis ur Kaffeetasse und den „Deckenbezugen — ge- < 'ähnliche, Mannschaften für" und den „Deckenbe- 5 tigert — feine, Offiziere für", wie es so schon w Dem Iphabetischen Jnventarien-Verzeichms Der AZerft ich, glücklich verstaut. Mittags war es so wett. Gleich nach Dem Essen kam Die „Nummer 1" - Der älteste seemännische Unteroffizier, Obermaat T, zu mir mit Der sehr verstänDlichen Feststellung Jun müssen Der Herr Oberleutnant noch einen Kurschen haben. Dann ist alles so chett klar. 2as leuchtete mir ein , er hatte auch schon unter bet Back rumgefragt unD brachte einen freiwilligen Anwärter für Diese Ehrenstelliing. Lang, .aber nicht ganz aufrecht, stand Der Matrose, Friedrich P- wr mir, da er sich wegen Des nieDrigen Decks ge- häiig bücken mußte. Zwischen listigen fühlte eine herrliche große Nase heraus, t^r etmas Micher Schimmer zeigte mir sofort an, oatz M schon manchen WinD hatte um Die Nase wehen fcflen muffen. So mar es auch er war Fi scher M der Danziger Gegend, und da ich als «eburtt ijet Ostpreuhe mir immer am liebsten Burschen „®13 den östlichen Provinzen" genommen hatte, tnirben wir bald einig, nachdem b» treue Fried pd) auf meine offene Frage: ..Werden C rrrfchendienft bei mir auch gerne tun? nur über ltgen geantwortet hatte: „Das wird stch schon
! Ausschlaggebend für meine Annahme feiner ri-nste war aber eigenttich erst seine Antwort auf meine Frage gewesen: „Was fischen 016 Mften Hering oder Flundern?" - Oberleutnant, am liebsten gar ntfcht mch. komntt -i-ht viel bei raus. Ich fisch man selten noch Ich srael ieht immer im Sommer mit Badegäste ais Magiere und im Winter streich ich ^ Seezeichen W Wafserbauamt an." - Auch dreier Stand. Mn ft ließ sich durchaus Horen, versprach Mil: Fried tid>s Umgang mit feinen Badegästen doch auch «re gewisse Erfahrung für feme dienstlichen Der chtungen als „Silberdiener emes Kaiferltchen Obe t lcrtnants z. S. ohne weiblichen Anhang .
: Wir vertrugen uns Denn a'uch ganz 9" : f . llcherweise war Friedrich auch mustta sch bnnte auf meinem großen Kamm, D


