Gauleiter Sprenger eröffnet die Ausstellung „Wille und Tat".
Oie große und repräsentative Leistungsschau des Gaues Hessen-Nassau.
Eigener Äericht des Gießener Anzeigers.
anrennen
Rundgang durch die Ausstellung
21115=
B.
den usw. usw. einfach unmö^id), Ernzelh eiten an» Zufuhren. Ueberall tritt aber in eindrucksvoller und überzeugender Weise zutage, welch' gewaltige Aufbauarbeit im r *■'' ‘
Weise zutage, welch gewaltige Aus- ___________ .... Verlaufe der letzten Jahre auch in unserem Gaugebiet geleistet wurde. Bei der Betrachtung aller dieser Stände kann der Besucher nur immer wieder staunen und bewundern in vor»
behaltloser Anerkennung für alle die Volksgenossen, die irgendwo und irgendwie an diesen Leistungen als Arbeiter der Stirn und der Faust beteiligt
werden.
hierauf eröffnete der Gauleiter die Ausstellung, die er und die Gäste anschließend besichtigten.
gen des Kreises durch bildhafte Darstellung nahebringt. Ferner sieht man hier in aufschlußreichen Bildern die mannigfachen Formen des Aufbauwerkes während der letzten Jahre festgehalten.
Die Gemeinschaftsschau der oberhessischen Kreise, dis von dem Gießener Museumsdirektor Dr. K r ü g e r in übersichtlicher Gestaltung aufgebaut wurde, steht unter dem Motto „Vom Werden Oberhessens in der deutschen Vorzeit". Wir haben über diese Schau bereits im „Gieß. Anz." Nr. 195 vom 22. August in einem Vorbericht einen umfassenden Ueberblick gegeben, so daß wir uns heute auf die Feststellung beschränken können, daß dieser Stand unser Oberhessen in sehr interessanter und aufschlußreicher Weise vertritt.
Die übrigen Kreise Oberhessens sind vor allem mit zahlreichen Bildern aus den Städten und den Landorten, ferner mit Werkmannsarbeiten aus dem lokalen gewerblichen und handwerklichen Schaffen sowie mit Erzeugnissen der örtlichen Industrien vertreten. Insgesamt ist auch von diesen Ständen zu sagen, daß sie mit Recht auf alle Aufmerksamkeit der Besucher, insbesondere derer aus Oberhessen, Anspruch erheben können.
Oie weiteren Stände.
Die Hallen X und XI enthalten die Stände der Landschaften von der Lahn, vom Westerwald und vom Taunus, sowie der wichtigsten Städte dieser Kreise. Auch hier findet man das Wirken der öffentlichen Hand und der Wirtschaft in vielfältiger Art dargestellt.
In den weiteren Hallen fällt vor allem in besonders eindrucksvoller Weise die Sonderschauder N S.-Frauenschaft — DeutschesFrauen- w e r k im Gau Hessen-Nassau durch die Fülle dessen auf, das dem mannigfachen Wirken der Frau zu- stcht. Neben den erzieherischen Pflichten der Frau und Mutter wird auch ihre Verpflichtung gegenüber der Volkswirtschaft, ferner der Mütterdienst als Dienst am Volk eindrucksvoll durch Frauen, Mädchen und Kinder veranschaulicht. Daneben sieht man auch dargestellt, welche Aufgaben die Frau im Dienste der NSV., des Roten Kreuzes, des Luftschutzes, der zweckmäßigen Verwendung der neuen deutschen Werkstoffe usw. zu erfüllen hat. Kein Besucher der Ausstellung versäume, diesen Ständen seine besondere Aufmerksamkeit zu widmen.
Sehr lehrreich und anschaulich ist die dann folgende Schau des Rassenpoli tische nAm- t e s, die in mehreren Abteilungen einen weit umfassenden Ueberblick über ihr Aufgabengebiet und ihr Wirken ermöglicht. Auch hier ist es sehr lohnend, sich gründlich umzuschauen. Eine Anzahl weiterer Stände ist der Arbeit der H I., des B D M., des männlichen und weiblichen Arbeitsdienstes gewidmet und bietet ebenfalls eine Fülle lehrreichen und überzeugenden Anschauungsmaterials.
Schließlich begegnet man in den Hallen XIV bis XVII den Ständen des Wiesbadener und Mainzer
Einzelhandels, der Leistungsschau des Kreishandwerkerschaft Groß-Wiesbaden und Untertaunuskreis, abschließend der Reichsbahn, der R e i ch s p o st und des Flughafens Rhein —Main. Auch in diesen Ständen erhalten die Besucher eine solche Fülle des Interessanten durch Modellarbeiten, Bilder und anderen Aushängen oorgeführt, daß es sich in der Tat sehr verlohnt, hier länger zu verweilen und alle diefe Dinge auf sich wirken zu lassen.
Wer die Schau in allen Teilen gründlich besichtigen will, muß sich dafür mehrere Stunden frei halten, denn mit einem kurzen Durchschreiten ist es nicht getan, wenn man einen Gewinn von dem stellungsbesuch haben will.
Die Ausstellung, eine der größten Deranstaltun» gen dieser Art in diesem Jahre im Reich, umfaßt ein Gelände von rund 25 000 qm. Davon sind über 16 000 qm überdeckte Fläche für die Ausstellungshallen.
Der Besucher betritt vom Haupteingang her zunächst die „Halle der Bewegung", deren Stirnwand mit einem mächtigen Bild des Führers geschmückt ist, flankiert durch zwei Gemälde, die die beiden Säulen des Staates, die Partei und die Wehrmacht, zeigen. In zahlreichen Kojen erhält der Beschauer einen Ueberblick über die Arbeiten und das (Streben der Partei im Gau Hessen-Nassau.
Die anschließende Durchgangshalle zu den Ausstellungsständen enthält ein Modell des Rhein- Main-Gebiets, das 6 Meter Durchmesser hat. Aussteller ist der Landesfremdenverkehrsverband Rhein- Main. Ferner machen hier die Landkreise des Regierungsbezirks Wiesbaden mit ihrer Entwicklung, ihren vielfältigen Leistungen und ihren weitreichenden Aufgaben bekannt.
Es schließen sich dann die Hallen III, IV, V, VI und VII an, die baulich so verbunden sind, daß man von einer Halle in die andere spaziert, ohne es überhaupt zu bemerken. Hier treten die Städte Frankfurt a. M., Wiesbaden, Mainz, Darmstadt, Hanau, Offenbach, Worms, Gießen, Wetzlar und Diez mit ihren mannigfachen Leistungen vor die breite Oeffentlichkeit. Die Verwaltungen dieser bedeutenden Städte des Rhein-Main-Gebietes und ihre Wirtschaft geben in den Ständen dieser Hallen auf breiter Grundlage einen Einblick in ihr Schaffen, der überwältigend ist. Es ist in diesem Zusammenhang bei der ungeheuren Fülle des ausgestell- ten Materials, sowohl an Bildern, Tabellen, Mo- dellen, Werkstücken, Warenmustern, Kunstgegenstän-
umgesetzt wurde. Die Leistungsschau könne natürlich nicht das Letzte ausschöpfen. Es fei ein großer Ueberblick gegeben, aber nicht alles könne heraus- gestellt werden, was feit 1933 wirklich geleistet wurde.
Der Gauleiter führte weiter aus, daß gerade die jetzige Zeit dazu geeignet sei, eine solche Ausstellung zu eröffnen. Die ausländischen und inländischen Meckerer könnten sich in den vielen Hallen davon überzeugen, daß Gewaltiges in den letzten Jahren geleistet wurde. Er fuhr dann fort, daß die Arbeit dazu diene, die Lebensmöglichkeiten des Volkes sicherzustellen. Im Rahmen der großen Aufbauarbeit im Reich setze auch der Gau Hessen-Nassau den Willen des Führers Zug um Zug in die Tat um. Jeder Volksgenosse gebe sein Bestes, um die gesteckten Ziele zu erreichen.
Der Gauleiter kam dann auf die politische Lage zu sprechen und betonte, daß wir in entscheidungsreichen Stunden leben. Trotz der verbrecherischen Kriegshetze, die im Ausland getrieben wird, sehe Deutschland ruhig der Zukunft entgegen. Im Reich sei alles geschehen, daß das Volk friedlich seinen Weg gehen kann. Es sei alles getan, damit die Aufbauarbeit fortgesetzt werde. Unsere Wehrmacht werde dafür sorgen, daß dieses friedliche Schaffen nicht gestört werde. Es sei wie ein Wunder: im Osten rüsteten sie zum Krieg; und der Gau Hessen- Nassau eröffne eine Ausstellung. Darin solle das Ausland unsere Friedfertigkeit erblicken. Die kriegshetzerischen Staaten sollen aber auch wissen, daß wir ebenso, wie wir zur friedlichen Arbeit geeint und geschlossen antreten, uns vereinen, um unser Aufbauwerk zu verteidigen und die Feinde unseres
Reiches unschädlich zu machen.
Zum Schluß würdigte der Gauleiter die Große unseres Reiches und die Stärke unserer Wehrmacht, gegen die unsere Feinde vergeblich
Am gestrigen Freitagnachmittag fand in Wiesbaden in Gegenwart des Gauleiters Reichsstatthalters Sprenger und zahlreicher führender Männer der Partei und ihrer Gliederungen, der Wehrmacht, des Staates, der Wirtschaft und vieler anderer Ehrengäste die Eröffnung der Ausstellung „W i l l e und Tat" statt. Die Veranstalter dieser Schau — das Institut für Deutsche Kulstur- und Wirtschaftspropaganda unter Mitwirkung der Gauleitung Hessen-Nassau, der Wirtschaftskammer Hessen, Des Deutschen Gemeindetages, Landesdienststelle Hessen-Nassau und des Landesfremdenverkehrsoerbandes — haben damit der breitesten Oeffentlichkeit ein Werk von überragender Bedeutung zugänglich gemacht, das auch den höchsten Ansprüchen an eine derartige Veranstaltung Genüge leisten kann.
Die Eröffnungsfeier in der festlich geschmückten „Halle der Bewegung" wurde mit einem Musikvortraa des Rhein-Mainischen Landesorchesters eingeleitet. Danach sprach Dr. K i k i s ch vom Institut für Deutsche Kultur- und Wirtschaftspropaganda zunächst dem Gauleiter besonderen Gruß und herzlichsten Dank aus für die starke Forderung dieses Ausstellungsunternehmens. Sodann dankte er allen, die zum Aufbau dieser Schau beigetragen und die Arbeit unterstützt haben, schließlich gab er einen kurzen Ueberblick über die weitreichende Bedeutung der Leistungsschau. Nunmehr sprach
Gauleiter Aeichsffatthalier Sprenger
In seinen Ausführungen dankte er zunächst dem Institut für Deutsche Kultur- und Wirtsckaftspropa- ganda für die Sorgfalt, mit der es die Ausstellung vorbereitet hat. Er stellte dann fest, daß jeder Besucher, der die Ausstellung auf sich einwirken läßt, erkennt, wie der Wille des Führers in den einzelnen Kreisen des Gaues Hessen-Nassau in die Tat
waren. Man lernt aber auch schöne Darstellungen von Landschaften unt) durch entsprechendes Material deren Bedeutung in kultureller, landwirtschaftlicher, industrieller oder gewerblicher Art kennen.
In der Halle VIII lernt der Besucher viel Interessantes und Charakteristisches von den Landschaften des Odenwaldes und der Bergstraße mit der hessischen Landeshauptstadt Darmstadt kennen. Die Landwirtschaft, die Obst- und Gemüsezüchter, die Steinindustrie und die Industrie, die Elfenbeinschnitzer und die Töpfer, selbstverständlich auch die landschaftlich schönsten Gegenden kann man hier an Fotos, die Erzeugnisse dieser Gegend an prächtigen Proben kennenlernen.
Oberheffen auf der Ausstellung.
Die Halle IX ist der 253 etter au, dem Vogelsberg und dem Kinzigtal gewidmet. Hier begegnet man der Gemeinschaftsschau der Kreise Obe-rhessens, den Ausstellungen der Stadt und des Landkreises Gießen sowie den Ständen der Kreise Alsfeld, Lauterbach, Büdingen und Friedberg.
Die Stadt Gießen bekundet durch eine Großfotomontage ihren Charakter als Liebig-Stadt, ferner macht sie durch wirkungsvolle Bilder mit den wichtigsten Etappen des Aufbaues in den letzten Jahren bekannt, vor allem mit der umfassenden Wohnungsbautätigkeit, mit der Altstadtsanierung usw.
Der Landkreis Gießen läßt seinen Stand durch zwei junge Mädchen aus dem Hüttenberg in alter und in neuer Tracht betreuen und bringt damit in sehr mir» kungsvoller Weise ein besonderes Charakteristikum des Landkreises zum Ausdruck, das noch erhöht wird durch eine getreue Wiedergabe eines bäuerlichen Hoftores, wie man sie in überlieferter Art noch Überall in den Orten des Hüttenbergs an» trifft. Unser Gießener Theatermaler Löffler hat in origineller und künstlerisch guter Gestaltung eine Karte des Landkreises Gießen gemalt, die dem Beschauer die Besonderheiten der einzelnen ©egen«
Der Landkreis Gießen in anschaulicher Darstellung seiner Wirtschaft. (Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.)
Verkehrslag Rhein-Mn in Wiesbaden
Ein eindrucksvoller Arbeitsbericht des Landesfremdenverkehrsverbandes
In Wiesbaden wurde am Donnerstagoormittag der Verkehrstag Rhein-Main eröffnet, den der Landesfremdenverkehrsverband Rhein-Main veranstaltet.
Die erste Sitzung des Verkehrstages war die Referentenbesprechung, die von dem Leiter des Verbandes, Oberbürgermeister Ritter (Gießen), eröffnet wurde. Direktor Goddemeyer entwickelte vor den Referenten den organisatorischen Aufbau des Landesfremdenverkehrsverbandes Rhein-Main und umriß die gesetzlichen Grundlagen der Arbeit im Fremdenverkehr. Als Bäderreferent sprach Kur- direttor Lippert (Bad Schmalbach) über die Richtlinien zur Preisgestaltung und über die Regelung des Kurortewesens. Die Arbeit des Referates für Fahrplan- und Tarifwesen schilderte Syndikus Dr. R o e s e n e r (Darmstadt). Der Referent für Quellenchemie, Professor Dr. Fresenius (Wiesbaden) gab einen Ueberblick über den Quellenreichtum des Rhein-Main-Gebietes.
Ebenfalls am Vormittag trat der allgemeine Kur- und Bäderausschuß zusammen, lieber' die Anordnung Nummer 26 des RFD. sprach Kurdirektor Lippert. Der wissenschaftliche Beirat, Privat- boient Dr. Kühnau (Wiesbaden) schilderte die Möglichkeiten der Zusammenarbeit von Wissenschaft und Fremdenverkehrswesen. Prof. Dr. Linke, der Referent für Klimafraaen, bezeichnete das Mittelgebirge allgemein als Die Landschaft, deren Eigenartigkeiten die beste Voraussetzung des Kurbetriebes
Rhein-Main.
sind. Zum Schluß sprach Prof. Dr. Fresenius über Normativ-Bestimmungen für die Untersuchung der natürlichen Heilwässer.
Am Nachmittag trat der große Beirat zusammen, dem mehr als 50 führende Persönllichkeiten aus dem Derkehrsleben des Rhein-Main-Gebietes neben allen Behördenleitern angehören. Oberbürgermeister Ritter begrüßte den Ausschuß, der an diesem Tag zum erstenmal zusammentrat. Ober- regierungsrat Dr. Krebs (Darmstadt) entwickelte bann in umfassenden Ausführungen ein Bild von den Derkehrsinteressen des Rhein-Main-Gebietes. Nach diesen Darlegungen sprach Direktor Graf über die politische Aufgabe des deutschen Fremdenverkehrs. Als letzter Redner sprach Kurdirektor Lippert über die Bedeutung der Heilbäder und Kurorte für das Rhein-Main-Gebiet.
Die Zahreehaupwersammluna.
Der gestrige Freitagvormittag brachte im Kurhaus zu Wiesbaden die Jahreshauptversammlung des Landesfremdenverkehrsverbandes unter dem Vorsitz des Der- ban'bsleiters, Oberbürgermeister Ritter (Gießen). Der Tagung wohnte auch ©aulriter Reichsstatthalter S p renger bei.
Oberbürgermeister Ritter leitete die Tagungsarbeit mit der besonderen Begrüßung des Gauleiters, der übrigen Gäste und der Mitglieder des Verbandes ein. Hierauf erstattete Direktor Godde
meyer (Frankfurt d. M.) den Geschäftsbericht über die Arbeit des Landesfremdenverkehrsverban. des im Jahre 1938. Der Bericht wurde in Form eines gedruckten sehr interessanten Büchleins er, stattet.
Zunächst werden darin interessante Mitteilungen über den Aufbau des Landesfremdenverkehrsverbandes gemacht, der feit 13. Juli 1936 unter der Leitung unseres Gießener Oberbürgermeisters Ritter arbeitet. Gegenwärtig sind 592 Gemeindeverbände, Gemeinden und Kurverwaltungen Mitglieder des Verbandes. Im Rahmen des Verbandes wirken jeweils für eine Landschaft die Gebietsreferenten, denen die Betreuung ihres Gebietes im Rahmen der Gesamtarbeit obliegt. Ferner wirkt ein Fachausschuß für wissenschaftliche Fragen mit, der Angelegenheiten der Kurorte und Bäder, der Quellen, des Klimas, der Kurtax- orbnungen ufm. zu bearbeiten hat. In biefem Rah. men wird auch an den Aufgaben der Klimastationen gearbeitet, beren gegenwärtig 33 in 28 Gemeinden eingerichtet find. Die Arbeit des Verbandes gilt weiterhin den Angelegenheiten der P r e i s g e ft a l» t u n g, der Kurtaxordnung, den Heil- und Mineralquellen, deren sich 244 im 23er» bandsgebiet Rhein-Main befinden. Besondere Bedeutung hat auch die Tätigkeit des Referenten für das Fahrplan- und Tarifwesen, der in seinem Referat alle Fragen des allgemeinen 23er» kehrswesens für bas Berbanbsgebiet bearbeitet.
FOTO-Arbeiten preiswert 727D Foto-Ruhl, Seltersweg 67
Enge Arbeitsbeziehungen werden in dem Bericht weiterhin hervorgehoben zur Deutschen Lufthansa und der Deutschen Zeppelin-Reederei, ferner zu der Wirtschaftsgruppe Gaststätten- und Beherbergungs« geroerbe, zur NS.-Gemeinschaft ,Kraft durch Freude", zur Bezirksfachgruppe Rhein-Main der Reichsgruppe Hilfsgewerbe des Verkehrs, zur Deutschen Arbeitsfront, zum Reichsverband der deutschen Jugend» Herbergen, zu den Wanderoereinen, zum Deutschen Automobil-Club (DDAC.), zur Presse usw.
Außerordentlich interessant ist eine in dem Bericht veröffentlichte Statistik des Fremdenverkehrs. Die jährliche statistische Erhebung über den Fremdenverkehr erfaßt alle Gemeinden des Verbänosgebietes. Nach diesen Ermittlungen entfielen auf 434" Fremdenverkehrs- und Bädergemeinden in der Zeit vom 1. November 1936 bis 31. Oktober 1937 insgesamt 5 996184 liebernad)tun» gen, auf die Zeit vom 1. November 1937 dis 31. Oktober 1938 insgesamt 6 054125 Uebernadjtun« gen, die sämtlich in gewerblichen Beherbergungs» betrieben erfolgten. Rechnet man noch die lieber- nachtungen in den anderen Gemeinden (nicht Fremdenverkehrsgemeinden) und die Uebernad)tungen in Jugendherbergen, Lagern, Sanatorien und Heilanstalten hinzu, so kommt man zu einer Gesamtziffer von über 7 Millionen Uebernach- tungen im Derbandsgebiet. Die lieber- nachtungen von Ausländern machen dabei einen erheblichen Anteil aus. Der Bericht gibt dann im einzelnen Aufschluß über die Verteilung der Ueber- nad)tungen auf die verschiedenen Teile des 23 er- banbsgebietes, d. h. auf die Bäder, die Großstädte, die Kreise usw.
Die Werbung für das Rhein-Main- Gebiet behandelt ein anderes Kapitel des Berichts, aus dem ersichtlich ist, daß der Verband sowohl im Inland als auch im Ausland eine sehr großzügige und anerkennenswerte Werbearbeit für das Verbandsgebiet entfaltet hat. U. a. würben Werbeschriften der verschiedensten Teile bes Verbandsgebiets in Massenauflagen in deutscher, holländischer, französischer und englischer Sprache an alle Werbestellen (Derkehrsbürvs usw.) versandt. Dabei kam im Jahre 1938 auch ein Prospekt „OberHessen ° Vogelsberg" in einer Auflage von 23 000 Stück in deutscher Sprache zur Verteilung. Neben der Werbung durch die Gebietsprospekte und einen Gesamtprospekt ist auch auf dem Wege der Anzeigenwerbung, der Plakate, der Schaufenstergestaltung und bei Ausstellungen, ferner durch Zeitschriften usw. für das Verbandsgebiet geworben worden. Der Verband gibt zu Werbezwecken auch eine Schriftenreihe heraus, deren erste Erscheinung „Das kleine Buch von Gie- ß e n" ist. Die erste Auflage dieses Buches ist bereits vergriffen, so daß eine weitere schon im ersten Erscheinungsjahr folgen muß. Als weitere 23er* öffentlichung folgt das Lahnbuch. Ferner ist beabsichtigt, in dieser Reihe Schriften zu veröffentlichen, die ein kulturelles und geschichtliches Bild von Land und Leuten im Rhein-Main-Gebiet geben. Der Werbung im Ausland wurde stets besondere Beachtung gewidmet. Die Zusammenarbeit mit der Presse und der Nachrichtendienst des Verbandes wirken sich in werberischer Hinsicht ebenfalls sehr vorteilhaft für das Verbandsgebiet aus.
Nach dem 23 or trag des 23erwccktungsberichts erteilte Oberbürgermeister Ritter dem Geschäftsführer und dem Kassenverwalter Entlastung. Sodann wurde von ihm der Voranschlag für 1939 festgestellt.
Hauptschristleiter Iurinek (Berlin) hielt dann eine kurze Ansprache über die Mitarbeit der Presse in der Fremdenverkehrswerbung. Er unterstrich dabei vor allem bte politische Aufgabe der Presse auch auf diesem besonderen Arbeitsgebiet.
Gauleiter Reichsstatthalter Gprenqer sprach dann zu der Versammlung. In seiner Rede wies er eingangs auf den ehemaligen Zustand des Fremdenverkehrswesens im Gau Hessen-Nassau hin. Das Gebiet, das damals in zwei Verbände auf' geteilt worden war, stand in Gefahr, noch weiter aufgeteilt zu werden. Diesem Zustand wurde kategv' risch ein Ende gemacht durch die Gründung der Landesfremdenverkehrsverbandes Rhein-Main. Die Notwendigkeit und Rechtfertigung für diese Gründung, so fuhr der Gauleiter fort, gäbe der heutige Stand der Leistung und der Erfolge des Landesfremdenverkehrsverbandes Rhein-Main. Nc» ben der Arbeit fei es aber besonders auch das Schwergewicht der Bedeutung dieses Gaues nn Rahmen des Fremdenverkehrswesens, die dem Rhein-Main-Gebiet verdiente Anerkennung erworben hat. Heute sei das Verkehrsgebiet Rhein-Main ein Begriff für Deutschland sowohl, wie für das Ausland. Sehr früh habe die Partei erkannt, oaR dem Fremdenverkehrsgedanken ein politischer Auftrag innewohne. Sie habe daher ihre dynamische Kraft eingesetzt, um auch auf diesem Gebiet, dessen innen« wie außenpolitische Bedeutung ohne Frage sei, fordernd zu lenken.
Mit anfeuernden Worten des Gauleiters an Die Versammelten zum weiteren starken Einsatz aller Kräfte für das Werk des Führers und für seine Politik des Friedens und der deutschen Erneuerung fand die Tagung ihren Abschluß. Oberbürgermeister Ritter schloß dann in üblicher Weise.


