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Ameise in der noch brennenden Stadt ans in )irein blutiger Hauserkampf stattgefunden hatte Hlboerkohlte Leichen lagen massenhaft zwischen den Melenden Trümmern, in einem Hause sind 7l ur u d Zimmer mit Leichen angefüllt, hier hatte d r Bajonettkampf gewütet. Ein alter Dnn mit weißem Bart und wirrem Haar läuft hii Arme zum Himmel erhoben, oerzweiflungsvoll klagend an uns vorüber, einer der wenigen Ein- V.hner, die nicht geflüchtet waren, und einer der Dillen, die alles verloren haben." Das ist der Krieg iir eigenen Lande! Mit dem Siege bei Hohenstein aP 29. August hatte die Reihe großer Entschei- ^igskämpfe ihren Abschluß gefunden. Hier hatte be: letzte, bisher noch unberührte Teil der russischen Arew-Armee deutsche Schläge zu spüren bekam­en. Auf der Höhe westlich der Stadt, die weithin lloerblitf über das Schlachtfeld bietet, erhebt sich sift das Tannenberg-Denkmal.

Oie Gefangennahme der Ruffen.

Die Russen zeigten weiße Fähnchen. Als aber tu MGK./18 und. von ihr durch Leutnant Koehn- tftn herbeigerufen, auch die 10./147 vorgingen, fit gefangenzunehmen, lebte ihr Feuer wieder auf; 68 traten Verluste ein, Leutnant d. R. Marlies

spannte Geschütze und etwa 2000 Pferde eingebracht. Unter den zuerst ankommenden Offizieren aber befand sich (allein zu Pferde) eine junge Weiblichkeit in der Uniform eines Gefreiten des Infanterie-Regiments 20, angeblich die Gattin des Kommandeurs dieses Regimentes. Ihr Erschei­nen erregte trotz des Ernstes der Stunde große Heiterkeit.

Nach dem Siege.

Der Kampf bei Puchallowen in der Nacht zum 31. August war der letzte russische Versuch ge­wesen, den deutschen Einschließungsring zu durch­brechen. Mancher Russe steckte noch in den großen Wäldern, und der eine oder andere von ihnen mag bei Nacht und Nebel auch noch über die Grenze entwischt sein. Die Masse aber wurde in den näch­sten Tagen beim planmäßigen Absuchen der Wal­dungen aufgegriffen oder ergab sich, von Hunger geplagt und an Rettung verzweifelnd, den deutsHn Truppen. Es ist schwer, sich ein richtiges Bild von der Freude und der Begeisterung der Truppen zu machen, die die ungeheure Beute'damals selbst ein- heimsen durften. Sie hatten die Früchte des großen Sieges unmittelbar vor Augen. Sie dankten Gott und waren stolz darauf, daß er sie solches hatte miterleben lassen.Als am 31. August" so schil­dert es Oberleutnant Martens vom Schweren Reiter-Reseroeregiment 3im Laufe des Vor- mittags bekannt wurde, daß die Russen bei Neiden­burg wieder kehrtgemacht hatten und unsere Auf­gabe nur noch Pferdefangen und Beutesammeln war, da kam uns vollauf zum Bewußtsein, daß wir keinenordinären" Sieg errungen hatten, daß diese Schlacht ein Eannä war, das mit­erlebt zu haben höchstes Soldatenglück ist."

(17) fiel. Um 9 Uhr vormittags aber erschien ein rusischer Pope mit weißer Fahne und bot die Übergabe an. Generalleutnant v. Schmet- tdu willigte ein, falls die Russen bis 10 Uhr vor- Env mittags waffenlos aus den Waldungen heraus- treten, andernfalls werde das Feuer wieder er- . Met. Die Russen kamen, und ihr Führer schloß ml: dem Ordonnanzoffizier, Rittmeister d. R. von 5d)lo Pütt kam e r , eine förmliche Kapitulation ab für es di- 21' Offiziere und etwa 11 000 Mann. Dazu wurden sinder ob weitere Beute 26 Maschinengewehre, 41 be-

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eiaaisbegräbni«! für General Malier

.In Berlin fand vor dem Invalidenhaus in der Syarnhorststraße der Staatsakt für den im 78. Le- brsjahr verstorbenen Generalleutnant a. D. O s - kcr Freiherrn von Matter statt. Zu Sei- ter des Katafalks sah man neben den Angehörigen Mreiche hohe Trauergäste, unter ihnen den Kom- mcndierenden General General der Artillerie Hase, den stellv-ertretenden Gauleiter von Berlin, Snatsrat Görlitzer, und Reichskriegeropferfüh- re: Oberlindober, ferner viele Generale des ahn Heeres und der junnge Wehrmacht sowie wei­te!» Vertreter des Staates, der Partei und ihrer (8 eberungen. Der Oberbefehlshaber des Heeres, (Sineraloberft v. B r a u ch i t s ch, hielt die Gedächt- -r rede, in der er ein Bild gab von dem militäri- sän Werdegang und der ruhmreichen Laufbahn Eieral von Walters, der auch nach dem politischen Ziammenbruch unverzagt den Kampf gegen die jeietzenden Kräfte der Revolution ausgenommen an sich für die Neuordnug eingesetzt habe. So )aie er sich auch noch unvergängliche Verdienste !in die Vorbereitung des Wiederaufstiegs des deut- ichia Vaterlandes erworben. Während das Lied ,on guten Kameraden ertönt und die 18 Salut- chifse der Batterie dröhnten, legte der Oberbe- eh'shaber bann einen Lorbeerkranz des fbhrers am Sarge nieder. Dann erfolgte unter nürnrischen Ehren Die Beisetzung auf dem Jnva- idkn-Friedhof.

Der Mörder von Garmisch-Partenkirchen in Wien bei der Festnahme erfchoffen.

Cm frühen Freitagmorgen konnte endlich der Arber von Garmisch-Partenkirchen, Glaser, in der Hr-Hgasse in Wien ausfindig gemacht werden. Als ntn den Mörder festnehmen wollte, entspann sich eii heftiges Feuergefecht, bei dem Glaser ; lötet wurde. Sein Komplice Adametz konnte lest genommen werden.

^sspreßzug BrüsselOstende auf einen Prellbock gerast.

Der Erpreßzug BrüsselOstende raste am Frei- dapormittag in Bahnhof Ostende infolge St sagens der Bremsen auf einen Prellbock. Der SiDratt war so stark, daß 30 Personen ver- Ie$t wurden. *

Jtif Personen bei einem Voolsunglück ums Leben gekommen.

1 uf der Donau bei Braila (Rumänien) ereignete siq ein Bootsunglück. Ein Kahn mit zwanzig

Menschen an Bord war abends von Braila abge­fahren. Mitten auf dem Strom wurde er durch falsches Manövrieren des Kahnführers von einem Polizeiboot gerammt und schlug um, wobei sämt­liche Insassen ins Wasser fielen. Durch die Be­satzungen der in der Nähe befindlichen Schiffe wur­den 15 Personen gerettet. Fünf Menschen fanden den Tod in den Wellen.

6600 Lichtspieltheater in Grohdeutschland.

Nach einer Erhebung der Reichsfilmkammer gab es Ende 1936 im Altreiche 5302 Lichtspieltheater mit 1943 000 Sitzplätzen. Durch die Angliederung des Sudetenlandes und der Ostmark erhöhte sich diese Zahl auf 6617 Kinos mit 2134 000 Plätzen. Auf 10 0 0 Einwohner kommen in Berlin 47 Plätze, in Bonn 50, in Jena 49,3, Würzburg hat 19,2 Kino- plätze, Stuttgart 19,7. Der Tiefstand der Besucher­zahlen wurde 1932 festgestellt, 1934 brachte erst eine schwache Besserung, bann ist ein steiler Aufstieg zu verzeichnen. Der Höhepunkt des Jahres liegt fast immer im Januar, an zweiter Stelle stehen die Besucherzahlen im Monat Oktober.

Lin Storch verursacht einen Derkehrsunfall.

Ein ungewöhnlicher Verkehrsunfatl wurde unweit von Kaunas (Litauen) durch den Zusam­menstoß eines U Oberland autoduss es mit einem Storch verursacht. An einer Wegkreuzung war nämlich Adebar aus unbekannter Ursache gegen die Windschutzscheibe des Wagens geflogen, wobei der Wagenlenker durch das splitternde Glas so schwer verletzt wurde, daß er die Herrschaft über den Wagen verlor. Der Autobus stürzte in den Graben, wobei einige Fahrgäste verletzt wurden. Der Storch ist bei dem Zusammenstoß umgekommen.

Rom erseht Straßenbahn durch Autobusse.

Insgesamt 45 Kilometer Straßenbahngleise sind in Rom durch Einführung von gleisfreien elek­trischen Autohus-Linien überflüssig ge­worden. Es konnten 2290 Tonnen Eisen und 230 Tonnen anderes Material an die Industrie abge­geben werden. Auch in anderen italienischen Städten steht die Einführung dieser gleisfreien elektrischen Autobusse bevor.

Zyklon über Algier fordert zahlreiche Todesopfer.

Ein Zyklon von unerhörter Heftigkeit, der über die Gegend von Tocqueville (Algier) hinweg- raste, hat zahlreiche Todesopfer gefordert und

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in Freiheit gesetzt, aber wahrscheinlich kommt Mme^ Beaumont nicht ganz so billig davon, wie sie es sich gedacht hat, denn gegen sie ist wegen falscher An­schuldigung Anklage erhoben worden.

Gefährlicher Theaterbesuch.

Ndz. Tokio.

Ein schwerer Unfall in einem Possentheater in Kobe veranlaßte die japanischen Zeitungen wieder einmal zu nachdenklichen Betrachtungen über die merkwürdigen Theatersitten im Lande der aufgehen­den Sonne. Die japanische Mutter läßt ihr Kind nicht gern allein. Auf Vergnügungen will sie aber auch nicht ganz verzichten. Also werden auch die Kleinsten oft ins Theater mitgenommen, wo sie zwar manch­mal schreien, was den Japaner kaum stört, meist aber friedlich schlafen, weil die Vorgänge auf der Bühne ober auf ber Filmleinwand sie doch noch nicht interessieren. Als nun kürzlich m einem Theater in Kobe, das ein beliebtes Dolksstuck gab, die Zu­schauer gerabe über einen gelungenen Witz m herz­haftes Gelächter gerieten, brach eine Frau Mit lautem Aufschrei ohnmächtig zusammen. Sie hatte auch kräftig gelacht, aber das war nicht der Grund ihres Obnmachtsanfalls, sondern eine Apfelweinflasche, die ihr auf den Kopf gefallen war. Ein Kind im ersten Rang hatte mit der Flasche gespielt und hatte sie» tm Einschlafen fallen lassen. Die Frau wurde mit einer schweren Schädelverletzung sofort zu einem nahe wohnenden Arzt gebracht, hatte aber bereits \ starken Blutverlust erlitten, daß he nur durch eine sofortige Bluttransfusion, zu der sich ihr Sohn zur Verfügung stellte, gerettet werden konnte.

DieBitamin-Bar".

C. K. Paris.

In einem der vornehmsten Viertel von Pari-Ist eine Gaststätte ganz neuer Art erof^iet roorben: bie Vitamin-Bar" Zur Pflege der Schönheit unb ber Gesunbheit soll man in Zukunft nicht mehr zum Schönheitsboktor gehen unb sich mit Salben unb Ge­sichtsmasken sowie mit Massagen aller Art behandeln lassen, sondern dasselbe Ziel weniger anslrengenb

Das naturgetreue Püppchen.

Ndz. Kopenhagen.

" as älteste Spielzeug der kleinen Mädchen, die hripe, ist im Verlauf einer langen Entwicklung r big vervollkommnet worden. Erst kam die Schlafpuppe", die bie Augen schließen konnte, bann Briten die PuppenPapa" unbMama" sagen, n so ging es fort mit immer weiteren Verbesse­ren des Puppenkopfes. Die neueste Veroollkornm- der Puppe beschränkt sich nicht aus den Kopf, frbem erstreckt sich auch auf bas Gegenteil. In Apnhagen wünschen sich jetzt alle Mädchen das nu Puppenbaby, bas richtig Milch trinken unb sich rlfcgnaßmachen" kann. Diese neu in ben Handel j|i!t-nmene Puppe leert tatsächlich ein Miniatur- Jochen, und bald darauf macht es sich mit ber auf- Mimmenen Flüssigkeit auch an ber entsprechenden ee! e bie Puppenhöschen naß. Die kleinen Puppen- »iter sind über diese realistisch neue Note im typenleben begeistert.

Die Jagd nach dem Mann.

C. K. «ß a r i s.

Jr Rochefort erschien Mine. Elvira Beaumont, Besitzerin eines Schuhwarengeschäfts, auf der ' fflhiei und erklärte, ihr seien 2000 Franks gestohlen, i M 5toar von einem Manne, den sie sehr genau be- Ityilb, unb ber augenscheinlich nach Paris geflohen I ei sie wußte sogar, wo er wahrscheinlich in per lsiirtstadt einen Unterschlupf gesucht hatte. Diese 1 le ejen Angaben machten es ber Polizei leicht ben ' Dbrn noch am selben Tage in ber Hauptstadt zu t ie):.ften unb unter bem sicheren Geleit zweier Wach- t ri iiach Rochefort zurückbringen zu lassen. Als man r ui Mrne. Beaumont meldete, daß der Dieb gluck- l it gefangen sei, erging sie sich in lebhaften Danx- s Ml »gen, erklärte indessen, daß sie bie Anzeige nicht t Mir verfolgen wollte; benn ber vermeintliche Dieb f tiihr eigener Mann, ber mit einer (Beliebten davon- $ |t;angen sei, ohne jedoch vorher irgend etwas zu I km. Der Ehemann, ben sich bie tüchtige Frau auf < Bidstoften hatte zurückholen lassen, würbe wieber

schwere Schäden angerichtet. Bis setzt zählt man s den Fluten des Flusses mitgerissen worden. Hoch- längs des Ouet-Flusies, der über seine Ufer ge- spannungsleitungen wurden zerstört. Der Ein­treten ist, mehr als 50 Tote. Auch sehr viel Vieh geborenen-^Bevölkerung hat sich eine Panik be- ist umgekommen und.viele Kraftwagen sind oonlmächtigt.

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Die Opserspiele des Fachamis Handball.

Den Reigen der Opfertagsveranstaltungen er­öffnet auch in diesem Jahre wieder das Fachamt Handball, das an zwei Sonntagen, unb zwar am 27. August unb 3. September, eine Reihe von inter­essanten Kämpfen zum Austrag bringen läßt. Es wirb nicht uninteressant sein, festzustellen, wie bie einzelnen Vereine über bie lange Sommerspielpause gekommen sind unb in welcher Weise sie ausgenutzt worden ist. Manche Einheit wird mit neuen Ge­sichtern kommen.

Gespannt darf man sein, wie sich bie neu zu­sammengesetzten Abteilungen (Großen-Linden, Allen- borf a. b. Lahn, Launsdack usw.) halten werden. Die SA.-Kampfspielgemeinschaft 116 Gießen hat eine neue Mannschaft, bestehend aus Spielern von Beuern, Allertshausen usw. gemeldet.

Der Reinertrag aus den Opferspielen fließt ge­meinnützigen Zwecken zu. Dem Reichssportführer werden Mittel in bie Hand gegeben, die bann wie­der der Allgemeinheit zugutekommen. Gern unb willig haben sich bisher alle Fachämter in ben Dienst der Sache gestellt.

Im Fachamt Handball sind für den 27. Auaust vorgesehen:

Allendorf (Lahn) Dutenhofen Katzenfurt Niedergirmes Krofdorf Launsbach Holzheim Grüningen-Haustn Großen-Linden Höckelheim Garbenhelm Münchholzhausen Lützellinden-Hörnsheim Hochelheim-Dorn­holzhausen.

Wenn auch die Mannschaft des Tv. Allendorf (Lahn) ihr erstes Spiel bestreitet, so darf doch an­genommen werden, daß sie gegen Dutenhofen ehrenvoll abschneidet. Katzenfurt sollte zu Hause gegen Niedergirmes einwandfrei gewinnen. Krof­dorf hat gegen Launsbach leichtes Spiel, nachdem die Gäste noch keineswegs über die Spielerfahrung verfügen. Wenn man auch zu der in Holzheim

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antretenben Kombination Vertrauen haben kann, so wird ihre Spielstärke boch nicht ausreichen, um die Oberhand zu behalten. Großen-Linden hat den Ehrgeiz, seinen Anhängern eine guteAntritts­vorstellung" zu geben und gegen bie als spielstark bekannten Gäste ehrenvoll abzuschneiben. In Garbenheim wirb es einen spannenben Kampf geben, der wahrscheinlich zugunsten ber Gäste enden wird. Lützellinden hat die Genugtuung, ben interessantesten Kampf in feinen Mauern zu haben. Denn beide Kombinationen haben schon oft zu­sammengestanden und stets ausgezeichnete Spiele geliefert.

prächtige Kämpfe bei den Deutschen Zugend-Ieisterschasten.

Die deutsche Äugend hat es bei ihrer schwersten Leistungsprüfung des Jahres, den Deutschen Jugend­meisterschaften, mit dem Wetter sehr gut getroffen. Auch am Freitag strahlte über Chemnitz hellster Sonnenschein, und da gegen Mittag auch der Reichssportführer eintraf, war überall die Stim­mung unter unseren Jungen und Mädel vortrefflich. Erstmals wurde der Betrieb auf allen Kampfstätten ausgenommen. Der Reichssportführer begab sich gleich zu den Leichtathleten, die schon vormittags eine stattliche Zuschauermenge angelockt hatten. In den Rasenspielen wurden bei ben Mädel die End- kampfteilnehmer im Handball und Hokey ermittelt. Die Schwimmer nahmen die Entscheidung im Kunst­springen in Angriff, und schließlich wurden auch die Kämpfe im Tennis gut gefördert.

Im Handball des BDM. gelangte der Obergau Württemberg, der von den Mädel des Untergaues Achalm sehr gut vertreten wird, in das Endspiel. Er besiegte in der Vorschlußrunde den Obergau Kärnten mit 7:3 (3:2) sehr eindrucksvoll. Württem­bergs Gegner wird der Obergau Sachsen sein, der über Westfalen knapp 2:1 (1:1) erfolgreich war. Das Endspiel findet am Sonntag statt. In der

H o k e y - Zwischenrunde blieb der Obergau Hoch­land nach einer 1:3-Niederlage gegen Pommern auf der Strecke. Außen den Pommern erreichten bi» Hokeyspielerinnen des Obergaues Mittelelbe das Endspiel, die über Sachsen gleich mit 13:0 (6:0) erfolgreich waren.

Hervorragende Leistungen wurden von den Mädel in der Leichtathletik geboten. In den Vorläufen über 100 Meter erreichte Kirchhoff (Kur­hessen) mit 12,0 Sekunden die beste Zeit, Kessel (Dresden), Föhrenbach (Baden) und Lersch (Köln) kamen auf je 12,2 Sekunden. Die Schnellste in den Vorläufen über 80 Meter Hürden war Hothum (Schwaben) mit 12,0 Sekunden. Vierzehn Mädel übersprangen im Hochsprung 1,40 Meter, acht da­von bewältigten noch 1,45 Meter, und Eckelt (Hoch­land) schaffte sogar noch 1,51 Meter. Im Weit­sprung führte nach den Vorkümpfen Schulz (West­falen) mit 5,51 Meter. Beachtlich ist auch der Speerwurf von Schade (Dessau) mit 42,50 Meter.

Im Tennis zogen bei den Jungen Schmidt (Frankfurt a. M.) und Günther (Wiesbaden), bei den Mädel Brunner (Salzburg) als erste unter die letzten Vier der Einzelwettbewerbe ein.

Die StudentenweWele Wien 1930.

Weitere leichtathletische Entscheidungen sicherten den Studentenwettspielen Wien 1939 am Freitag gesteigerte Anteilnahme. Gegen 2000 Zuschauer hat­ten sich hierzu im PraterstaÄion eingefunden. Es gab bei bestem Wetter spannende und harte Kämpfe bei den Studenten, während bei den Studentinnen die Deutschen mehr unter sich waren. Im Fest­saal der Alten Universität hielt Professor Dr. I üthn er einen Vortrag überDie körperliche Erziehung im Altertum und Neuzeit", ber in ber Feststellung gipfelte, daß erst bas neue Deutsch­land den Wert des gesunden, athletisch gestählten

Körpers die Voraussetzung rassischer Vollkom- menhett bilde.

Leichtathletik-Entscheidungen.

Den Auftakt des zweiten Leichtathletikkampftages bildeten die Vorläufe über 4 00 m Hürden; im ersten war der Deutsche Darr in 55,5 Sekunden vor dem Ungarn Polgar (55,9) und bem Schweden Lundquist (56,4) siegreich. Den zweiten Vorlauf ge­wann der Deutscye Mayr überlegen in 55 Sekun­den gegen Oda (Japan) und bem Wiener Hern- egger, der mit 56,1 eine persönliche Bestleistung er­zielte. Im ersten Vorlaus über 200 m benötigte ber Italiener, verhalten laufend, 22,3 zum Sieg. Für

in der neuen Bar durch Einnehmen von Getränken erreichen, die nach wissenschaftlichen Gesichtspunkten sehr verschieden zusammengesetzt sind. Die Säfte von Früchten und Gemüsen, die die Gäste in diesem Lokal genießen, sollen die äußere Einwirkung der Sonne und der balsamischen Luft am Meeresstrande und in den Bergen ersetzen. DieVitamin-Bar" schenkt eine ganze Reihe von solchen Getränken aus, deren Zu­sammensetzung die ästhetische und gesundheitliche Wirkung hat, die man erzielen will. Wenn der Gast sich müde und nervös erschöpft fühlt, verlangt er einenReaenbogen-Cocktail", der eine Mischung von vielerlei Gemüsesäften darstellt. Ein anderes Ge- tränk enthält viel Eisen und Chlor und dient der Blutzirkulation und ber Nierentätiakeit, aber nach der Versicherung desMixers" verschönert es auch die Haut, verstärkt den Haarwuchs und macht die Zähne gesund. Eine Mischung, die viel Kalium ent­hält, ruft Tätigkeitsdrang hervor und fördert die Widerstandsfähigkeit gegen Ermüdung, während ein Cocktail zur Herabsetzung des Gewichts besonders von den Damen verlangt wird, die viel auf schlanke Linie geben. Die Bar bietet auch reine frische Salate an, Zwiebacke aus einer Mischung von reinstem Weizen mit Mohrrüben, Trauben mit Apfelsinensaft und zerriebenen Obstkernen. Der Reiz der Neuheit ist jedenfalls so groß, daß die Pariser sehr zahlreich bie Vitamin-Bar" aufsuchen.

34 Tage Verspätung.

Ndz. Adelaide.

In Alice Springs, im Herzen Australiens, kam jüngst ein Zug aus Port Augusta, aus Südaustralien, mit nicht weniger als 34 Tagen Verspätung an. Das war auf gewaltige Ueberschwemmungen in Mittel­australien zurückzuführen, einer Gegend, die sonst eine dürre Wüste bildet, und in der die dreijährigen Kinder in diesem Jahre zum erstenmal Regen, nun aber gleich im Uederfluß, erlebt haben. Der mit 34 Tagen Verspätung in Alice Spring eingetroffene Zug ist seit sechs Wochen überhaupt ber erste gewesen, ber ankam. 48 Stunden später tarnen dann einige wei­tere Züge mit Lebensrnitteln und anderen notwen­digen Dingen, so daß die in Alice Springs bereits ausgebrochene Hungersnot ein Ende hatte. Schlimm erging es auch ben Fahrgästen des Zuges, der zwi­schen Port Augusta und Lllice Springs steckengeblie­

ben mar. Die vorhandenen Bücher und Zeitungen waren bald gelesen, und besonders die Frauen litten sehr unter der Untätigkeit, zu der sie verurteilt waren. Die Männer kürzten sich die Zeit mit end­losen Skatpartien, während die Kinder sich im Wasser neben dem Zuge tummelten.

Ein Kutz,6 Kilometer lang".

Ndz. B o sto n.

Daß man zur Beurteilung ber Dauer eines Kusses auch den Entfernungsmesser anwenden kann, zeigte sich bei der Verhandlung gegen eine Ver­kehrssünderin in Boston. Der als Zeuge vernom­mene Polizist vom Verkehrspatrouillenbienst bekun­dete. die Zeugin habe während einer Autofahrt zur Nachtzeit mit abgeblendeten Lichtern in 70 Stunden­kilometer Geschwindigkeit am Steuer gesessen und da­bei ihrem Begleiter einen Kuß gegeben, der erst nach 6 Kilometer Fahrt beendet war. Der Richter entzog der reuigen Sünderin den Führerschein für sieden Tage und gab der Verurteilten den Rat, fünftig das Küssen vor dem Antritt der Fahrt zu erledigen.

Ratten als Trunkenbolde."

AS. London

Ratten als Trunkenbolde" ist die Ueberschrist einer Meldung desDaily Telegraph" aus Kansas City. In einem dortigen Laboratorium sei fest- gestellt worden, daß Ratten, wenn man sie an den Genuß von Alkohol gewöhne, dem Alkohol gegen­über Wasser den Vorzug geben. Sechzehn Ratten habe man täglich Spirituosen zu trinken gegeben, während die gleiche Anzahl in einem anderen Käfig Wasser zu trinken bekam. Nach einem Monat habe man die beiden Käfige geöffnet und Schalen mit Whisky und Wasser aufgestellt. Die an den Alkohol gewöhnten Ratten hätten sich, wie es in dem Be­richt heißt,mit Abscheu von dem Wasser abge­wandt" und dem Whisky zugesprochen, während die an das Wasser gewöhnten Ratten von dem Whisky nichts hätten wissen wollen. Das Blatt fügt hinzu, baß einige der Ratten nach dem Genuß von Whisky aus dem Gleichgewicht gebracht worden seien; man habe Anzeichen einer Trunkenheit fest- stellen können. Leider war nichts darüber zu erfahren, welchem Zwecke diese immerhin unge­wöhnlichen Experimente dienen sollen.