Ausgabe 
26.6.1939
 
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Nr. 146 Zweites Blatt

Montag, 26. Zum 1639

I

Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)

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SA -Sportabzeichen - Wiederholungsprüfungen in Gießen

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1500-Meter-Geländelaus stellte erhebliche Anforderungen.

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unverpackt mitgibt.

Amtsgericht Gießen.

L. G. in Gießen erhielt einen Strafbefehl

aus.

Der weitere Verlauf des Abends war der Unter­haltung gewidmet. Gemeinsam wurde ein schönes Volkslied gesungen, dann zeigte die Tanzgruppe einen schlichten Volkstanz, der sehr gut gefallen, konnte, schließlich trugen Vorlesungen (Frau S ch u - st e r) eine humorvolle philosophische Betrachtung über das Verhältnis des Menschen zu Uhr und Zeit

Anfongstempo vor. Bald tauchten auch die ersten Hindernisse auf. Es waren solche, die unsere be- huften vierbeinigen Freunde ansonsten zu nehmen haben. Aber auch die SA.-Männer wurden gut damit fertig und weiter ging's in lustiger Fahrt. Wenn auch das schwüle Wetter manchen Schweiß­tropfen verursachte, so hielten alle, auch die die vierzig schon längst überschritten haben, tapfer durch, und bald war das Ziel erreicht.

Beim abschließenden Antreten wurden die Män­ner nochmals auf den Zweck ihres Einsatzes, der Führer und Nation gegenüber zu beweisen ist, hin­gewiesen, und es bedarf wohl keiner Frage, daß sich alle zu den weiteren Wiederholungsübungen freudigen Herzens einstellen.

Ausschnitt aus der Sonderschau: Abwaschbare Spieltiere. (Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.)

Links: Beim Handgranatenzielwurf. Rechts: Der

(Aufnahmen |2j: Felfmg, SA.-Standarte 116.)

Ringzahl zu kommen. Es wurden sehr schöne Er­gebnisse erzielt, und wenn die Serie noch nicht nach Geschmack war, so wird zukünftig eifrig geübt werden.

Beim Keulenzielwerfen waren sechs Keu­len in den Kreis in 30 Meter Entfernung zu be­fördern. Das ist gar so keine einfache Sache! Bald lag das Gerät zu seitlich, dann wieder war der Wurf zu kurz oder zu weit g-eratcn. Mit umso größerer Genugtuung wurden dann aber die Treffer festgestellt.

Zuletzt war der 15 0 0 - M e t e r - G e l ä n d e- bzw. Hindernislauf zu erledigen. Ein mächtiges Feld von Läufern steuerte querwald- bzw. querfeld­ein, und manche legten schon ein ganz ordentliches

auffielen, warenviel gefragt" und mancher Ab­zeichen-Sammler mag cs nicht leicht gehabt haben, die ganze Serie zu erhalten. Leider war der hübsche gläserne Schmuck nicht in ausreichender Menge vor­handen und viele.Spender mußten sich mit der be­kannten Kornblume des VDA. als Gegengabe ab- findcn. Sicherlich taten sie es mit dem auf das We­sentliche gerichteten Blick: der Sache des VDA. ge­dient zu haben! Die Jugend war wieder mit allem Elan und Eifer tätig.

Die Sammelaktion fand durch Platzkonzerte eine tatkräftige Unterstützung. Die Krciskapelle der NSDAP., der Musikzug der SA.-Standarte 116 und das Musikkorps der Luftwaffe konzertierten am Samstag wie auch am Sonntag. Der lebhafte Ver­kehr, der gerade am Samstag in der Stadt herrschte, war der Sache sehr dienlich. Leider ließ sich der Sonntagmorgen nicht ganz so günstig an. Immerhin dürfte mit einem guten Ergebnis der Sammlung in ihrer Gesamtheit zu rechnen sein.

In einer überaus lie­benswürdigen Form gab am vergangenen Sams­tag die Jugendgruppe der NS.-Fraüenschaft und des Deutschen Frauenwerks einen tiefen Einblick in ihr Wirken, ließ erken­nen, welche Ziele verfolgt werden und bewies, daß in der Jugendgruppe eine unbeschwerte und natür­liche Fröhlichkeit gepflegt wird. Die Jugendgruppe hatte für den Abend einen schönen äußeren Rahincn geschaffen. Im Saal des Studentenhau­ses waren die Tische weiß gedeckt und mit frischen Blumen reich geschmückt worden, die Mitglieder der Jugendgruppe hatten für die Vortragsfolge des Abends sorgfältige Vor­bereitungen getroffen.

Schon zu Beginn wurde man mit einem schönen

Vornotizen.

Tageskalender für Montag.

Gloria-Palast, Seltersweg:Im Kampf gegen den Weltfeind". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Peter spielt mit dem Feuer".

StolzeBilanzderNS.-Volkswohlfahrt.

NSG. Mit ihrem neuen Rechenschaftsbericht über die Arbeit im Gau Hessen-Nassau, der in Form einer kleinen Broschüre erschienen ist, übergibt die NS.-Volkswohlfahrt der Oeffentlichkeit eine stolze Bilanz. Der reichbebilderte Rechenschaftsbericht bringt Angaben aus den vielseitigen Arbeitsgebieten der NSV. und eine übersichtliche Darstellung der bis­herigen Leistungen. Von besonderem Interesse ist vor allem die Uebersichtskarte des Gaues, aus der her­vorgeht, wie sich auf die einzelnen Kreise die Ein­richtungen der NSV. verteilen. Sechs Mütter­erholungsheime, zwei Kleinkindcrheime, ein Knaben- übuügslager, 320 Dauerkindergärten, 66 Erntekinder­gärten, 120 Spielringe, 120 Schwesternstationen und 68 EHW.-Mästereien legen ein beredtes Zeugnis von dem großen Leistungswillen der NS.-Volkswohlfahrt in den wenigen Jahren feit ihrem Bestehen ab.

Viele, die diesen interessanten Leistungsbericht der NS.-Volkswohlfahrt sehen, werden überzeugt sein, daß das Beitragsaufkommen für die NSV. in den meisten Fällen 'in kaum einem Verhältnis zu den -wahren Leistungen der NS.-Volkswohlfahrt steht.

Tag des Deutschen Liedes" in Gießen.

Um dem deutschen Volkslied, einem unserer besten !deutschen Kulturgüter, in unserer schnellebigen Zeit Geltung zu verschaffen und um den Männergesang­vereinen als den Hütern und Pflegern dieses deut­schen Volksgutes neue Freunde zu gewinnen, rief ider Deutsche Sängerbund für den gestrigen Sonn­tag zumTag des deutschen Liedes" auf. Gleich- . zeitig galt dieser Tag dem Gedenken des vor 150 'Jahren verstorbenen Liederkomponisten Friedrich -Silcher, dem wir eine Neike allbekannter und von jederman gefangener Volkslieder verdanken.

In unserer Stadt übernahmen die Männergesang- i vereine die Werbung für das deutsche Lied durch

Der Samstag und Sonntag brachte wie überall im Reich auch in unserer Stadt eine lebhafte Sammeltätigkeit, die für eine große und edle Aus­gabe unternommen wurde. Es galt, der Sache des Volksbundes für das Deutschtum im Ausland die Mittel an die Hand zu geben, derer der Bund für seine Arbeit naturnotwendig bedarf. Neben den Mitgliedern des VDA. setzten sich verschiedene Or­ganisationen der Partei für den Erfolg ein. So waren Mitglieder der NS.-Fraucnichaft, der Hitler- Jugend, des BDM. und des Reichsluftschutzbundes unterwegs und ließen es am notwendigen Sammel­eifer nicht fehlen. Für die Sammlung war eine Reihe von Abzeichen herausgebracht worden, die sehr gerne gekauft wurden. Die bunten Trachten­bilder aus Glas fanden raschen Absatz. Die auf vielerlei Art gestalteten Abzeichen mit den Korn- blumen-Ornamenten (farblos und farbig ausgeführt), die durch ihre künstlerische Gestaltung, wie auch durch ihre sorgfältige handwerkliche Verarbeitung

Viertel herabgesetzt worden. Es ist daher keine per­sönliche Unfreundlichkeit des einzelnen Verkäufers, er uns, wo es angängig ist, eine gekaufte!

Aus der Stadt Gießen.

Geschichtenerzähler.

Ich beneide die Menschen heftig, die Geschichten erzählen können. Sie vergessen nichts. Man sitzt bei ihnen, beim Wein, oder im Auto, oder bei einer Arbeitspause, oder auf einer Bank im grünen Park; es fällt ein Wort, es hüpft ein Hund, es lacht eine Frau: schon wissen sie eine Geschichte zu erzählen.Da fällt mir doch ein...", sagen sie und bann geht es los.

Von den guten Geschichtenerzählern ist die Rede, nicht von den faden. Die erzählen immer dieselben Sachen. Während das Kennzeichen der guten Plau­derer ist, daß sie ad 1. immer neue Sachen wissen, Anekdoten, Berichte seltsamer Erlebnisse, ab 2., daß ihre Erzählerkunst so groß ist, daß man sogar die schon gehörten Geschichten noch einmal hinnimmt, mehr: sich auf sie freut.

Da kannte ich einen, der war den Sechzig nahe. Er hatte vieles erlebt, aber wer hat das nicht? Bei diesem indessen gruben sich die Eindrücke fest ins Gehirn. Das war wie eine Platte, deren Rillen nichts mehr vergessen. Ich (und nicht ich allein) habe ihm zugehört: bei Spaziergängen am Fluß, an Winterabenden, im gelblichen Licht einer Gas­lampe, »n Wjntersonntagnachmittagen, auf Stra­ßen, die ohne grünes Blatt durch die Stadt gingen.

Dieser Mann mußte einmal im Krieg lange Zeit ganz allein hinter Mauern sitzen: er war in Ge­fangenschaft geraten.Sicher war es schwer", sagte ich.Dieses Alleinsein. Es muß töten." Er, sehr erstaunt:Aber warum? Allein sein? Halten Sie das etwa für schlecht? Ich hatte gute Gesellschaft. Mich." (Er war nicht gerade bescheiden, das ist wahr!) Und er fahr fort:Ich habe soviele Er­innerungen. Sie haben mich alle besucht."

Ich meine, daß Menschen, die auf echte Weise so charmant sind, verdienen, daß man ihnen an­dere, kleine Fehler verzeiht. Es ist, wie gesagt, nicht von Geschwätz die Rede, sondern von der Kunst der gepflegten Erzählung, der guten, lebendigen Unter­haltung. r. k.

Vorträge bekannter Volkslieder auf mehreren Plätzen während der gestrigen Dormittagstunden. Leider war die Veranstaltung vom Regenwetter beeinträchtigt, so daß die Anzahl der Zuhörer be­schränkt blieb auf wenige Unentwegte. Das war um so bedauerlicher, als mit sichtlicher Freude und aller Liebe zur Sache gefangen wurde. Die Zuhörer dankten mit verdientem Beifall.

Generalversammlung der Bäuerlichen

Bezugs- und Absahgenoffenschast.

Im Hotel Hopfeld hielt die hiesige Bäuerliche Bezugs- und A b s a tz g e n o s s e n s ch a f t ihre 4. ordentliche Generalversammlung ab. Der Vor­sitzende des Aufsichtsrats, Jakob Welter, er­stattete an Hand einer von ihm ausgestellten Tabelle den Geschäftsbericht für 1938. Er gab einen ein­gehenden Rückblick auf die Entwicklung des Unter­nehmens. Trotz städtischer Verhältnisse hat sich die Genossenschaft außerordentlich gut entwickelt. Mit­glieder za hl, Umsatz und Reingewinn zeigen seit der Gründung von Jahr zu Jahr eine Steigerung. Ein ansehnlicher Betrag konnte infolgedessen für Be­triebsmittel zurückgestellt werden. Dem Vorstand und dem Aufsichtsrat wurde Entlastung erteilt. Das ausscheidenbe Aufsichtsratsmitglied Welter wurde einmütig wiedergewählt. Nach geschäftlichen Mitteilungen des Rechners North erinnerte Karl Sommer noch einmal an die Schwierigkeiten, bevor es zur Gründung einer Bäuerlichen Vezugs- unb Absatzgenossenschaft tarn'. Die Entwicklung ber Genossenschaft habe gezeigt, daß bie richtigen Wege, wo eine guter Wille vorhanben sei, stets gefunben würben.

Heimatbund für Hessen und Nassau.

DerLanbschaftsbunb Volkstum und Heimat, Gau Hesfen-Nasau", trägt jetzt in Angleichung an bie anberen ßanbesuercine desDeutschen Heimat­bundes" den NamenHeimatbund für Hes­sen und Nassau, Landesverein des Deutschen Heimatbundes". Die Arbeit geht selbstverständlich in unveränderter Weise weiter. Die Durch­führung der Volkstum- und Heimatwoche ist auf den Spätsommer verlegt worden.

Wettbewerb der hessischen Friseure.

Die große Bezirksfachveranstaltung der Vezirks- stelle Hessen im Reichsinnungsverband des Friseur­handwerks wurde am Wochenende in Fulda in An­wesenheit von Reichsinnungsmeister Renz unter stärkster Beteiligung aller Innungen des Bezirks durchgeführt.

Die Veranstaltung gipfelte in dem Bezirkswett- bewerb zur Ermittelung des Bezirkssiegers, ber in zwei Wochen in Wien am Reichswettbewerb für das Fpiseurhandwerk teilnimmt. Ludwig Jakobs­hagen (Wiesbaden) errang die Bezirksmeister- scha'ft 1939 vor Karl I ö st (Darmstadt) und Franz Meisinger (Walldorf bei Groß-Gerau). Jakobs- hagen wurde auch Sieger im Preisjrisieren, in dem Erich Kunkel (Frankfurt) den zweiten und Karl I ö st (Darmstadt) den dritten Platz belegte.

Alles für die Deutschen im Ausland!

Der Gimmeltag in Gießen.

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Fröhlicher Abend der Lugendgruppe

der NS.-Frauenschast und des Deutschen Frauenwerks.

Wilhelm ßanjt »rs: Dr. Hans N k und die W Dr.fyinsTW SBirfoaft: fr fieinrid) 2ub® Mittig 3leuru>i LN Me Awechd Mch in A inschliDch 25. rten 15 Samstags 15.

Zur Zeit ist ft >r 1937 gültig.

über 50 Mark ro'cgcn fahrlässiger Körperverletzung. Er fuhr am 2. Februar 1939, gegen 11 Uhr vor­mittags, mit einem Auto nach Lich. Auf der kur­venreichen Straße zwischen Steinbach und Lich fuhr der Angeklagte bei Außerachtlassung der nötigen Vorsicht gegen einen Baurn, wobei er und sein Bei­fahrer erheblich verletzt wurden.

Auf seinen Einspruch gegen den Strafbefehl tourber die Sache vor dem Einzelrichter verhandelt. Die Verhandlung mußte jedoch wegen Nichterscheinens eines wichtigen Zeugen abgesetzt werden. Die Fort­setzung der Verhandlung erfolgt am nächsten Diens­tag.

Briefkasten der Redaktion.

ft. H. in G. Gemäß Art. 85 des Gesetzes, die Aus­führung des Bürgerlichen Gesetzbuchs betreffend, vom 17. Juli 1899 dürfen Bäume und Sträucher, sofern sie mehr als 2 Meter hoch sind, nur in einem Abstand von 2 Meter, sofern sie 2 Meter ober weniger als 2 Meter hoch finb, nur in einem Abstanb von einem halben Meter von ber Grenze bes Nachbargrunb- stücks gehalten werben. Der Abstanb wirb von ber Mittelachse des Baumes ober Strauches gemessen, unb zwar an ber Stelle, wo ber Baum ober Strauch aus bem Boben heraustritt.-

Durch Lokalpolizeiverorbnung können andere Ab­stände festgesetzt werden. Durch Lokalpolizeiverord­nung kann auch bestimmt werden, daß Bäume und Sträucher von mehr als 2 Meter Hohe in bestimmten Teilen einer Gemarkung nicht gehalten werden dürfen. Ob für die Gemarkung Grünberg eine der­artige Landespolizeiverordnung erlassen worden ist, wollen Sie durch Rückfrage auf der dortigen Bür­germeisterei feststellen.

Auf Bäume und-Sträucher, die bei dem Inkraft­treten einer nach Ads. 2 erlassenen Lokalpolizeiver- Ordnung vorhanden sind, sowie auf Grundstücke, die zu dieser Zeit dem Betriebe der Forstwirtschaft dienen, finden bie Vorschriften ber Lokalpolizeiver- orbnung keine Anwenbung.

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Am gestrigen Sonntagvormittag fand in Gießen toic erste Gruppe der Wiederholungsübungen 1939 -:ür das SA.-Sportabzeichen statt, die sich aus Meinkaliberschießen (5 Schuß liegend freihändig), Hanbgranaten-Zielwurf (in einen 30 Meter ent­fernten Kreis von 4 Meter Durchmesser) und 1500= Mcter-Geländclauf zusammensetzte. Einige hundert SA.-Männer waren angetreten, daneben auch eine -rfreuliche Anzahl Zivilträger. Wenn auch keine Leistungen vorgeschrieben waren, so gingen doch !0ic Männer in richtiger Erfassung des Sinnes der Wiederholungsübungen Erhaltung der Wehr­haftigkeit mit viel Schneid und Eifer an bie sache heran. _,.

Beim Schießen (auf dem Schutzenhaus unb :an der Hardt) suchte jeder auf eine möglichst hohe

sowie eine heitere Satire über den Rundfunk irrt Alltag zur besten Unterhaltung bei. Ein lustiger Gesang in der Form der Moritat beschloß den erftcit Teil des fröhlichen Abends. In der Pause gab es dann ausreichend Gelegenheit, die Fülle der ooit Mitgliedern der Jugendgruppen angefertigten Hand* arbeiten anzusehen und zu erwerben. Diese Aus, stellung, liebevoll aufgebaut, brachte eine solche Fülle! der schönsten Hand-, Bast- und Lederarbeiten, hübschs Spielzeugschöpfungen usw., daß es kaum möglich war, sich allem eingehend zu widmen. Aus allen Ar« beiten sprach viel persönlicher Geschmack, sorgfältige! Handarbeitstechnik, viel Sinn für Farbe, Form unij Materialgerechtheit, so daß die Gäste die Möglichkeit^ diese schonen Dinge zu erwerben, reichlich ausnütztcn. Der Erlös bient ber Fortführung ber Arbeit in bet) Jugenbgruppe.

Ein hübscher, klangvoller Kanon nahm bann wiebcr bie Aufmerksamkeit in Anspruch, ein kleines Spiel würbe in einfachster Szenerie aufgeführt unb ge­staltete sich zu einem Erfolg. Ein Gemeinschaftstanz der Jugendgruppe forderte lebhaften Beifall heraus, und mit einigen weiteren vielstimmigen gesanglichen Darbietungen fand der fröhliche Abend seinen Ab« schluß. Dankbar für alles, was es zu sehen und hören gab, verließen die Gäste das Haus.

IlS-GeMilisAsl Ä krosl öunfi Mde

Sonbcqug nach Berlin.

Die NS.-GemeinschaftKraft durch Freude"()rt vom 3. bis 6. August 1939 einen Sonderzug nach Berlin. Fahrpreis einschließlich Uebernachtungen und Eintritt in bie Funk-Ausstellung 20 RM. Anmel« bungen möglichst halb auf unserer Dienststelle, Set­tersweg 60. 4529Ö

Packpapier und Bindfaden sparen.

Wie wir uns im Laufe ber Jahre baran gewöhnt haben, ein gut Teil des Haushaltszubehörs anstatt in Messing in Kunststoffen ausgeführt zu erwerben," so werden wir uns auch an bie eisen,, unb holzsparenbep Rohstoffe im Haus« halt gewöhnen. Die Notwenbigkeit ber Holzeinspa, rung ift es auch, bie uns zxvingt, Packpapier unb Packleinwanb so sorgfältig wie möglich zu behandeln, B l n b f a b e n nicht durchzuschneibcn, jonbern aufzuknüpfcn, und schließlich das für uns brauchbare Verpackungsmaterial, das um unsere Pakete gelegt worden ist, schnellstens wieder bec Altmaterialsammlung zuzuführen. Vor allen Dingens aber heißt es, beim Einkäufen, wo immer es mag« lich ift, auf Verpackungsmaterial zu verzichten: benit Papier wirb nun einmal aus Holz erstellt, unb bis uns für bie Verpackungszwecke zur Verfügung stehende Holzmenge ist im laufenden Jahr um ein

Lieb begrüßt, das der ChoSber Gruppe mehrstimmig und mit feinem Ausdruck zum Vortrag brachte. Die Kreis-Jugendgruppenleiterin, Frl. R o f e n f ch o n (Friedberg), hielt sodann eine kurze Begrüßungs­ansprache, in der sie gleichzeitig die Aufgaben um- riß, die sich die Jugendgruppe gestellt hat. Die Ju­gendgruppe wolle, so sagte sie, alle fangen Mäbchen- und jungen Frauen im Alter von 18 bis 30 Jahren erfassen. Die Gruppe arbeite als eine Abteilung des Deutschen Frauenwerks und der NS.-Frauenfchaft und bemühe sich darum, die Mitglieder zu wertvollen, von nationalsozialistischem Geist erfüllte Menschen zu erziehen: sie sei bestrebt, fangen berufstätigen Frauen eine Stütze zu sein, und durch anregende Arbeit in den Heimabenden der Angehörigen der Jugendgruppe manche praktische, für den Alltag wichtige Fertigkeit zu vermitteln. Darüber hinaus solle aber auch die Freude zu ihrem Rechte kommen. Der sozialen Arbeit, insbesondere dem Fabrikaustausch und der Erntehilfe werde alle Aufmerksamkeit gewidmet. Mit der Bitte an die Anwesenden, die eigenen bekannten und an­verwandten fangen Mädchen und Frauen in die Jugendgruppe zu schicken, klang die kurze Ansprache