Lustschuh und Verdunkelung
Oie Gas- und Wasserhähne.
Bei
ge-
Um allen Gefahren vorzubeugen, empfiehlt es
senDun
Meta Brix
Roman von
CARL DUNCKER VERLAG • BERLIN
(Nachdruck verboten.)
11. Fortsetzung.
nämlich. Er weiß,
Blonde, „mit
dem
CHLORO DO NT
ner."
„Na weißt du", meinte die
„Du bald
Tägliche, gründliche Zahnpflege ist viel mehr als Schönheitspflege- sie ist praktische Gesundheitspflege.
Filmmanuskript."
Matthias Heitfeld hielt ein Schreiben in der Hand: „Und nun noch dies, Frau Domkar — da wird von uns ein ausführlicher Fachartikel über die Ausstellung verlangt. Für die Zeitschrift ,Die deutsche Parfümerie*."
4. ll.Wilhelm Haber, Reallehrer a. D., 68 Jahre, Liebigstraße 86; 5.11. Henny Fuhr, geb. Meininger, 39 Jahre, Liebigstraße 13; 7. 11. Anna nidt, geb. Müller, o. B., 25 Jahre, Keplerstr. 13;
Das Reichsministerium für Dolksaufklärung und Propaganda veranstaltet in den kommenden Wochen
**7 4 Iahre alt. Am gestrigen Freitag, 24. No« oember, konnte der Rentner Lorenz Gaffel- meyer, Krofdarfer Straße 9, seinen 74. Geburtstag feiern. Dem alten Herrn nachträglich unsere herzlichen Glückwünsche.
** Sterbefälle in Gießen. Es verstarben in Gießen in der Zeit vom 1. bis 15. November: 3.11. Anna Stein, o. B., 61 Jahre, Johannesstr. 9;
Nun war Waldemar Heitfeld so klug wie zuvor. Matthias Heitfeld hatte keine Frage getan. Ab«»
Moravitzky ist nicht viel los!"
Die andere schnipste mit den Fingern, meinst, weil er setzt nicht filmt — du, oer ist wieder ganz oben. Ich seh ihn heute abend bei meinem Bruder. Sie schreiben zusammen an einem
und Monaten eine großzügige Werbung sicherungsunternehmungen nicht ersetzt zu i für den Gedanken der B u ch - F e Id p o st - ba fie als l)erbeigefubrt gelten
senduna Jeder Volksgenosse ist aufgerufen, sei- Um allen Gefahren vorzubeugen, empfiehlt es l Urevi nen Anae^öriaen und Freunden an der Front Bü- sich, von vornherein die Eisbildung an den Scheiben o.B., - - / -
cf)er al/Feldpostsendung zu schicken. Der deutsche zu verhüten, wozu im Handel erhältliche Mittel ge- Schmidt, geb. Muller, o.
7. 11. Karl Berkenhoff, Fabrikbesitzer, 74 Jahre. Bismarckstraße 43; 8.11. Friedrich Brunotte Schloß ser, 72 Jahre, Am Riegelpfad 84; 8.11. Luise Müller, Schneidermeisterin, 60 Jahre, Roon st raße 18;
9.11. Katharina Becker, geb. Gambach, o. B., 66 Jahre, Leihgesterner Weg 25; 10.11. Adolf Morler, Verw.-Oberiekretär, 57 Jahre, Stephanstraße 45; 11.11. Wilhelm Hirdes, Lokomotivführer, 62 Jahre, Liebigstraße 87; 11.11. Gertrud Herter, 1 Monat und 16 Tage, Läufertsröderweg 55; 12.11. Heinrich Schmidt II., o. B., Gießen-Wieseck, 80 Jabre, Kirch, straße 16; 13.11. Heinrich Ehr Hard, Steinmetzmei- ster, 54 Jahre, Friedhofsallee 14; 14.11. Pauline Schneider, geb. Döpfer, o.B., 56 Jahre, Hamm- straße 15; 15. 11. Johann Menn, Kaufmann, 72 Jahre, Neustadt 32; 15.11. Margarete Jost, geb. Erk, o.B., 53 Jahre, Gießen-Klein-Linden, Wetz, larer Straße 88; 15.11. Johannes Röhl, Monteur, 58 Jahre, Gießen-Wieseck, Alicenstraße 46.
Strafkammer Gießen.
Die A. O. in Dortelweil hatte sich in den Jahren 1937 bis 1939 der Blutschande, begangen mit ihrem Stiefvater, der inzwischen Selbstmord verübte, und der Abtreibung schuldig gemacht. Die Angeklagte war geständig. Der Anklagevertreter beantragte eine Gesamtgefängnisstrafe von 5 Monaten. Die Angeklagte wurde zu einer Gesamtgefäng. nisstrafe von 4 Monaten verurteilt.
Der K. G. in Frankfurt a.M. war beschuldigt, im Juli mit einer Person unter 14 Jahren unzüchtige Handlungen vorgenommen zu haben. Der An- geklagte, der im wesentlichen geständig war, wurde, dem Antrag des Anklagevertreters entsprechend, zu einer Gesamtae fän gn i sstrafe von zehn Monaten, abzüglich ein Monat und zwei Wochen Untersuchungshaft, verurteilt.
Aus der engeren Heimat.
Kundgebung mit dem Kreisleiter.
+ ® rün6 erg, 24. Nov. Am Donnerstag fand in der Turnhalle eine Kundgebung statt. Alr Redner war Kreisleiter Backhaus erschienen, der damit zum ersten Male in einer öffentlichen Der- sannnlung in Grünberg sprach. Die Versammlung war gut besucht, auch zahlreiche Angehörige der Wehrmacht waren erschienen. Pg. Backhaus erntete für seine Ausführungen, die etwa anderthalb Stunden dauerten, reichen Beifall.
'Landkreis Gießen.
K Steinbach, 23. Nov. Eine der ältesten un- serer Mitbürgerinnen, Frau Kacharina Elisabeth« Fink, geb. Balser, Mtwe, konnte am 20.Novem- her in verhältnismäßig guter Gesundheit ihren 8 3. Geburtstag feiern. Unsere Glückwünsche!
K Albach, 23.Nov. Am 24.November feiert Frau Marie Kacharina Arnold, geb. Schäfer, Ehefrau des Karl Arnold, in guter Gesundheit ihren 7L Geburtstag. Wir gratulieren!
Kreis Bübingen.
* Schotten, 24. Nov. Gestern verstarb hier im Alter von 87 Jahren Herr Karl Weitz, der Seniorchef der Oberhessischen Wollwarenfabrik Schütz & Weitz. Er war aus Schotten gebürtig und stets ein treuer Sohn seiner Heimat. Gemeinsam mit seinem verstorbenen Schwiegersohn gründete und betrieb er die Wollwarenfabrik und stellte bis in sein hohes Alter hineine seine Schaffenskraft in den Dienst des Betriebs. Seine ganze Liebe galt- auch feiner Vaterstadt. An allen Veranstaltungen nahm
eignet sind, die als Paste aufgetragen und auf der Scheibe verriebe^ werden, ohne daß die klare Durchsicht beeinträchtigt wird. Ist es hierfür ober schon zu spät, so kann die Eisbildung gefahrlos entweder durch langsame Erwärmung des ganzen Raumes und gleichzeitiges Abwischen des herabrinnenden Tauwassers (um das Faulen oder Rostansetzen des Rahmens zu verhindern) beseitigt werden, wobei der Heizkörper allerdings mindestens 3 Meter von der Scheibe entfernt stehen muß, oder — noch besser! — man stellt einen gewöhnlichen Ventilator (ohne Heizvorrichtung) so auf, daß der Luftstrom die ganze Scheibe bestreicht. Im letzteren Falle wird die Scheibe in ganz kurzer Zeit wieder klar sein.
Gießener Dochenmarktpreise.
* G i e ß e n, 25. Nov. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, VA kg 1,60 RM., Matte 25 bis 50 Rpf., Käse, das Sttick 5 bis 10, Wirsing, kg 6 bis 10 Rpf., 50 kg 6 RM., Weißkraut, % kg 5 bis 6 Rpf., 50 kg 4 RM., Rotkraut, kg 7 bis 10 Rpf., 50 kg 7 RM., gelbe Rüben, % kg 7 bis 8 Rpf., rote Rüben 9 bis 12, Unterkohlrabi 5 bis 8, Grünkohl 15 bis 2ü, Rosenkohl 20 bis 40, Feldsalat, Vio 10 bis 12, Zwiebeln, kg 10, Meerrettich 35 bis 60, Schwarzwurzeln 20 bis 35, Kartoffeln, % kg 4 Rpf., 5 kg 40 Rpf., 50 kg 3,15 bis 3,45 RM., Aepfel, % kg 15 bis 20 Rpf., Birnen 15 bis 20, Blumenkohl, das Stück 10 bis 70, Endivien 8 bis 10, Rettich 5 bis 10, Sellerie 10 bis 40, Radieschen, das Bündel 10 Rpf.
gen sind.
Sicherer Splitterschutz.
Der Splitterschuh für den Luftschutzraum kann auf die verschiedenste Weise gewährleistet werden. Wer sich damit begnügt, Erde anzuschütten und feftzustampfen, soll tunlichst eine Breite von einem Meter einhalten. Wer Kisten mit festgestampfter Erde aufstellt, kann sich mit einer Dicke von 75 Zentimeter begnügen. Steinvackungen bedürfen nur einer Dicke von einem halben Meter. Bei Rund'
hölzern kann man auf 40 Zentimeter herunter- gehen, Holzbalken brauchen sogar nur 30 Zentimeter breit zu sein. Wer Kies und Schotter zwischen Holzwänden zur Sicherung aufbaut, kann sich aus eine Dicke von 25 Zentimeter beschränken. Selbstverständlich dürfen die Sicherungen sich nicht auf das Ausfüllen der Oefinungen beschränken, sondern müssen sowohl in der Breite, als auch in der Höhe darüber hinausgehen.
Bei der Verdunkelung beachten.
Erst verdunkeln, dann Licht einschallen oder anzünden.
Prüft eure Verdunkelung von der Straße aus! Verdunkelt alle Zimmer, auch Nebenräume.
Hebt bei der Verdunkelung keine falsche Sparsamkeit, Bedenkt:
Die Verdunkelung ist ein Dauerzustand!
Denkt an den Wasservorrat in der Wohnung für den Ernstfall. NSG.
Leuchlplaketten trägt man links.
Wenn es sich schon vielfach am Hellen Tage noch nicht überall herumgesprochen hat, daß in Deutschland der Rechtsverkehr herrscht, so können aus einer Vernachlässigung dieser Erkenntnis während der Verdunkelung besonders unangenehme Zusammenstöße" entstehen, die durchaus zu vermeiden sind. Zur Disziplin nach den Regeln der Straßenverkehrsordnung sind wir alle auch während der Verdunkelung aufgerufen. Die Träger von Leuchtplaketten können einen kleinen, aber wertvollen Beitrag zu dieser Disziplin leisten, wenn sie die Leuchl- platette stets links tragen und in peinlicher Befolgung der Verkehrsordnung rechts gehen. Dann kann man unschwer erkennen, wo der Passant „zu Ende" ist, und braucht ihn nicht anzurempeln. Selbstverständlich müssen erst recht diejenigen, die keine Leuchtplakette tragen, scharf re chts gehen.
„Stoff hätten wir ja genug", sagte Luise und legte ein freies Blatt des Stenogrammblockes zurecht. „Wollen Sie gleich anfangen, Herr Heitfeld?"
„Nein —" Heitfeld wollte gleich zum Kaiserdamm fahren. „Kommen Sie mit, Fiau Domkat. Wir gehen gemeinsam noch mal durch die ganze Ausstellung, prüfen alle Stände unserer Branche und halten dann gleich die ganzen Eindrücke von diesen und der Ausstellung überhaupt fest."
Luise erhob sich. Sie stand zur Verfügung.
Als sie unten im Hof zu Matthias Heitfeld in den Wagen stieg, kam der Juniorchef dazu.
„Wohin —?" fragte Doktor Heitfeld. „In die Ausstellung — na, ausgezeichnet! Er kam mit.
Er fährt beinahe jeden Tag hin, dachte ßuffe. Wahrscheinlich der schönen Mädel wegen, die sie, Luise, in den Derkaufsstand gesetzt hatte!
Waldemar Heitfeld setzte sich auf den Platz vor Luise. Er spürte den Duft ihrer Kleider, ihres Körpers. Er dachte wieder daran, daß er sie einmal in seinen Armen gehalten hatte — ein paar Herz- schlüge lang. Ihr aber war nicht die Spur einer Erinnerung an jene Wiener Begegnung geblieben.
Er redete lebhaft und spürte dabei doch hinter sich den süßen Zauber der Frau. Aber er wachte zugleich in einer strengen Selbstbeobachtung über sich selbst.
Luise war sich, solange er sie im eigenen Betrieb kannte, immer gleich gebfieben, ernst und verschlossen, ihm gegenüber mehr noch als seinem Vater. Er hatte das bemerkt. Und doch verriet manchmal ein Wort, eine Bewegung, ihr vielleicht selbst unbewußt, daß sie weicher, aufgeschlossener sein konnte.
Sie gingen durch die Ausstellungsräume. Luise schritt zwischen den beiden Herren, dem aufrecht- stattlichen Vater und dem breitschultrigen blonden Sohn.
Am Ausstellungsstand der Parfümerie Heitfeld war Betrieb; sie sah es schon von weitem. Beppo Brehms Werbezeichnung leuchtete ihnen entgegen. Man sah jetzt überall das Bild der zierlichen Frau im Stil vergangener Zeit vor dem leuchtenden Grün des Parkes, an den Säulen, in der U-Bahn, in den Zeitschriften.
Der geräumige Pavillon, an der Vorderseite in drei Abteilungen gegliedert, hinten mit einem Rundbau abschließend, war ein entzückender kleiner Tern-
Mädchen spreche, dachte Luise. Angenehm war es ihr nicht. Die drei da draußen kannten sie viel- leicht und platzten gleich mit Fragen los.
Aber sie konnte Heitfeld natürlich nicht hindern, hierzubleiben. Schließlich war er der Chef. Oder vielleicht — sie wandte sich ihm zu: „Vielleicht wollen Sie selbst mit den jungen Mädchen verhandeln, Herr Doktor?"
Er winkte ab. Nein, das wollte er nicht. Er ging also weiter — in das andere Zimmer.
Es wurde eine lebhafte Unterhaltung, die Luise dann führte. Es war natürlich für die drei Korn- parsinnen eine Ueberraschung, die ihnen bekannte Schauspielerin als die Privatsekretärin des Parfümeurs Heitfeld Wiederzutreffen.
„Wieso eigentlich —?"
„Wie kamen Sie dazu, Frau Domkat?"
Diele Fragen auf einmal. Luise gab freundlichen Bescheid. Aber eine leichte Abweisung klang mit. Sie fand schnell den Uebergang zu dem geschäft- liehen Zweck dieser Unterredung.
Aber Henni Bergmann konnte doch eine Frage nicht unterdrücken. Wer war denn eigentlich der blonde Hüne, der draußen im Wartezimmer mit ihnen gesprochen hatte?
„Doktor Heitfeld — der jüngere Chef unseres Hauses", erwiderte Luise.
„Sieh an —" sagte das rotblonde Mädchen und streifte Luise mit einem merkwürdigen Blick. Und meinte dann später draußen zu den Kameradinnen: ,Linker, ich laß mich fressen, wenn die Tätigkeit der Domkat hier nicht irgendwie mit diesem schönen blonden Mannsbild, dem jungen Heitfeld, zusam-
Buchhandel verteilt kostenlos ein Buchverzeich- nis, das eine reichhaltige Auswahl der für Feldpostsendungen besonders geeigneten Bücher enthält. Nach den postalischen Bestimmungen werden Bücher bis 250 Gramm portofrei als Feldpost- sendungen befördert. Darüber hinaus find Buchfeldpostsendungen bis zur Gewichtsgrenze von 1000 Gramm mit 0,20 RM. freizumachen. In dem Buchauswahlverzeichnis sind alle Bucher, die portofrei versandt werden können, besonders gekennzeichnet.
Genehmigung des Arbeitsamtes zur Selbständigmachung.
Nach einem Bescheid des Reichsarbeitsministers ist die Zustimmung des Arbeitsamtes auch dann erforderlich, wenn ein Arbeiter oder Angestellter um Lösung seines Arbeitsverhältnisses nachsucht, um sich selbständig zu machen.
Ehrenbuch der Sänger
Die hessischen Gesangvereine sind gehalten, ein Ehrenbuch anzulegen, in dem der Einsatz der Sanger als Frontsoldaten und jede Mitwirkung der Chöre bei einem Lazarettsingen, oder bei Kriegswinterhilfskonzerten nieder gelegt werden sollen.
Vereiste Schaufensterscheiben nicht gewaltsam abtauen.
Fliegeralarm müssen alle Hauptgashähne im Hause geschlossen werden. Falls nur ein Hauptgas- hahn im Hause vorhanden ist, ist dieser von dem Meter, in dessen Keller sich der Hauptgashahn befindet, sofort zu schließen. Anders ist Dagegen mit Dem Hauptwasserhahn zu verfahren. Er muß geöffnet bleiben und darf erst dann geschlossen werden, wenn etwa eine Beschädigung durch Fliegerangriff im Hause eintritt Bei einer Nachprüfung der Hauptgashähne und Hauptwasserhähne durch Beauftragte des Luftschutzbundes wurde festgestellt, daß viele dieser Hähne nicht gangbar sind und daß meistens die Schlüssel zum Bewegen dieser Hahne fehlen. Es ist daher die Pflicht jedes Hausbesitzers, sich unverzüglich davon zu überzeugen, daß alle Hähne in Ordnung sind. Wo das nicht der Fall ist, müssen die Hähne sofort durch einen zugelassenen Installateur in Ordnung gebracht werden. Die Un- terlassung dieser Pflicht kann sich bitter rächen und chwere Schäden nach sich ziehen. Außerdem macht sich der Hausbesitzer strafbar. Die Schlüssel zu den Kellern, in denen sich die Hähne befinden, sind am zweckmäßigsten in einem verschlossenen Umschlag an Ort und Stelle aufzubewahren, sodaß sie jeder- zeit griffbereit sind. Der Luftschutzhauswart m jedem Hause muß genau darüber unterrichtet fein, wo sich die Hähne befinden und wie sie zu betäti-
Dornotizen.
Tageskalender für Samstag.
Gloria-Palast (Sefiersweg): „Butterfly" und 22.45 Uhr „Im Trommelfeuer der Westfront". ~- Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die Reise nach Tilsit" und 14 Uhr: Märchenvorstellung „Dornröschen", ,Lasper kauft ein Haus", „Eine tolle Fuchsjagd". — Turnverein 1846: 20.30 Uhr bei Depler, Bahnhofstraße, Kameradschaftsabend.
Tageskalender für Sonntag.
Stadttheater: 19 bis 21.30 Uhr ,2a Traviata . — Gloria-Palast (Seltersweg): „Butterfly" und vormittags 11 Uhr ,Zm Trommelfeuer der West- front". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Die Reise nach Tllsit" und 13.30 Uhr Märch^noor- stellung „Dornröschen", ,Lasper kauft em Haus , „Eine tolle Fuchsiagd".
Stadttheater Gießen.
Am heutigen Samstag kommt die Operette , Gasparone" von K. Millöcker als geschlossene Vorstellung für den KdF.-Feierabendrlng (2. Vorstellung) zur Aufführung. Kein freier Kartenverkauf. Anfang 20 Uhr, Ende 23 Uhr.
Am morgigen Sonntagnachmittag findet die dritte Vorstellung des HJ.-Theaterringes statt. Zur Aus- fübrung kommt unter der Spielleituna von Dr. Hannes Razum Hebbels Schauspiel «Agnes Dernauer". Bühnenbild: Karl Löffler. Die Dorstel- lung beginnt um 15 Uhr und endet gegen 1715 Uhr. Freier Kartenverkauf findet nicht statt. — 21m Sonntagabend wird zum letzten Male die Oper von Giuseppe Verdi „La Traviata" aufgefuhri. Musika- ktsche Leitung Richard Boeck, Spielleitung Bernhard », Bühnenbild: Karl Löffler. Aniang 19.30 nde 21.30 Uhr.
Dienstag, 28. November, 20 Uhr: Erste Wieder- holung „Die luftigen Weiber von Windsor', Oper von Otto Nicolai. Musikalische Leitung Paul Wal- ter. Spielleitung Harry Grüneke. 9. Vorstellung der Dienstag-Miete.
Mittwoch, 29. November, 19.30 Uhr: Intermezzo am Abend", Lustspiel v. Möller und Lorenz. Spiel- leitung Hans Geißler. 9. Vorstellung der Mittwoch- Miete.
Freitag, 1. Dezember, 20 Uhr: „Der Kgeuner- baron", Operette von Joh. Strauß. Musikalische Leitung Heinz Markwardt. Spielleitung Harry Gru- neke. 10. Vorstellung der Freitag-Miete.
Sonntag, 3. Dezember, 11.30 Uhr: 4. Morgenveranstaltung „Klassischer Humor". Kammermusik, Gesang, Rezitation. Gestaltung Franz Schneider- Facius. Musikalische Leituna Richard Boeck -y 14.30 Uhr: Erstaufführung „Der gestiefelte Kater, Märchen von Arthur Wagner. Musik von Josef Vorsmann. Spielleitung Karl Dolck. Musikalische Leitung Richard Boeck. Außer Miete. — 19 Uhr: „Gasparone", Operette von Millöcker. Musikalische Leitung Heinz Markwardt. Spielleitung Harry Grüneke. Außer Miete.
Film, und cichtbiwervortrag über die Deutsche Antarktische Expedition 1938/39.
Der Goethe-Bund, Kaufmännische Verein und die Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde haben in Ar- beitsgemeinschaft mit der Dolksbildungsstätte Gießen der NS.-Gemeinschaft .Kraft durch Freude den Leiter der Deutschen Antarktischen Expedition 1938/39, Kapitän Ritscher, zu einem Vortrag nach Gießen gewinnen können. Kapitän Ritscher wird in einem fesselnden und außerordentlich aktuellen Bericht einen Ueberblick über Aufgaben, Erfolge und Ergebnisse der von ihm geleiteten Deutschen Antarktischen Expedition 1938/39 geben. Der Expeditionsleiter wird seine Ausführungen durch zahlreiche Lichtbilder, sowie durch einen farbigen Schmalfilm wirkungsvoll ergänzen.
Gießener Konzertverein.
Das zweite Orchesterkonzert des Gießener fton« zertvereins findet Donnerstag, 30. November, unter Leiter von Professor Dr. T e m e s v L r y im Stadt- theater statt. Solistin ist Anni A s s i o n.
Frldpostbück'er an bie ftront!
,Luise Domkat? Die hat man doch ewig nicht im Film gesehen!" .
Die Blonde hob die Hand: „Regt euch nicht auf, vielleicht macht Die Domkat jetzt Komparserie wie wir. Man kann nie wissen ... Aber daß man uns hier so lange sitzen läßt, ist wirklich eine Unver- schämtheit von den Leuten!"
„Die ich zu entfchuldigen bitte!" Ein großer, breitschultriger Mann stand neben Den Mädchen und grüßte. Sie hatten sein Kommen überhört. Nun stand er vor ihnen und schaute sie an. Sie waren Musterung gewöhnb. Das gehörte zum Beruf.
Die dunkelhaarige Cilly erklärte: „Wir wurden hergeschickt. Man sagte uns, die Parfümerie Heit- feld benötigt Drei Damen für ihren Stand auf Der Ausstellung."
Waldemar Heitfeld nickte. Das stimmte. Das war Frau Domkats Einfall. Sie und Beppo Brehm woll- ten, daß Der Heitfeldsche Pavillon eine mondäne Note bekam. Und wahrscheinlich hauen sie ganz recht. Die drei waren scharmante Mädchen.
Er sagte: „Wenn Sie sich noch einen Augenblick gedulden wollen, meine Damen!"
Er ging nun auch zu der Tür drüben, unD dabei flog ihm noch der Gedanke durch den Kopf ... dieser Beppo Brchm und die Domkat schienen sich ausgezeichnet zu verstehen ...
Luise war in ihrem Zimmer, hatte eben telephoniert und legte den Hörer jetzt auf. Doktor Heitfeld kam herein, grüßte und lehnte sich gegen den Schreibtisch. Er sagte: „Frau Domkat, draußen sitzen drei Ihrer früheren Kolleginnen und erwarten Ihre Befehle!"
Einen Augenblick sah Luise ihn erstaunt an. Kolleginnen — und weshalb sagte er bas in einem etwas abfallenden Ton —-?
Aber Dann nickte sie ruhig und erwiderte: „Sie meinen unsere Verkäuferinnen für den Pavillon — ich werde mir die Damen gleich hereinbitten."
Heitfeld blieb weiter am Schreibtisch stehen. Er sah zu, wie Luise rasch ein paar Notizen machte.
Vielleicht will er dabei sein, wenn ich mit Den
Etwas abseits, so Daß es ungewiß war, ob er Käufer oder Zuschauer sein wollte, stand ein hoch- gewachsener, dunkelhäutiger Mann.
Luise wurde beim Anblick Des Fremden von einer zitternden Angst befallen.
Im aleichen Augenblick wies auch Doktor Hell« selb auf den Mann: „Sieh da — Herr Zaditt persönlich in Berlin! Und ist natürlich bei unserer Ausstellung. Er ist anscheinend ganz versessen darauf!"
Er wandte sich an Luise: „Hat er sich eigentlich bei uns angemelbet — Der Herr Zaduk aus Belgrad?"
„Nein", entaegnete die Sekretärin seines Vaters. Luise kannte diesen Mann. Sie erinnerte sich gut' dieses scharf geprägten Gesichtes, über das bei Der Begegnung vor Jahren ein maßloser Zorn fuhr.
Ihr Schritt wurde zögernder.
Matthias Heitfeld bemerkte es. Er sah auch Dir Verwirrung, in Der sich Die Frau befand. Er legte- seine Hand auf ihren Ann: „Was ist, Fr<m Domkat —?"
Ich muß jetzt ganz unbefangen sein, dachte Luist- Jch muß mich um Gottes willen jetzt zusammenE nehmen. Ihr Herz klopfte. Aber sie gewann di« Kraft, einigermaßen ruhig zu antworten: „Eiiv merkwürbiger Zufall — ich kenne nämlich Herrm Zaduk — Das heißt, seinen Namen erfahre ich ebem jetzt erst —"
Sie fühlte den Blick Waldemar Heitfelds. Dieses Blick war eine sehr dringende Frage. Waidemac war in Belgrad einige Male mit Zaduk zusamme« gewesen. Er wußte, es war wohl nicht immer eine Empschlung für eine Frau, mit Jo so Zaduk bekannt zu sein ...
Luise sprach weiter, schnell, hastig. Vorbeugen, dachte sie, ist besser, als vielleicht später erklären müssen. „Ja — es war eigentlich eine unangenehm« Begegnung — tm Zuge. Dor Jahren. Aber dieses dunkle —■ sie zögerte, sprach Dann weiter: „Dieses dunkle Gesicht war mir aleich Damals unbehaglith- 11 nb man vergißt es nicht —"
„Er hat Sie beläftigt?"
Die Frage klang scharf. So scharf, daß MattMs Heitfeld seinen Sohn etwas ^ermuntert anfah.
„Alles war eigentlich ein Irrtum", sagte LuiD weiter. ^Herr Zaduk hatte sich in Der Person ge* irrt"
Vereiste Schaufensterscheiben Dürfen niemals „ maltfam, etwa durch Abwaschen mit warmem Maser, durch Aufstellen von brennenden Lichtern oder onstigen Leuchtkörpern direkt an Der Scheibe oder mrch Verwendung elekttischer Heizsonnen ab getaut werden, weil die Scheibe hierbei mit Sicherheit springt: Schäden, Die auf diese Weife entstehen, sind wegen Der typischen Form Der Sprünge ohne weiteres als solche erkennbar und brauchen von Den Der- sicherungsunternehmungen nicht ersetzt zu werden,
pel im Dienste Der Schönheit. Ein paar Damen und Herren ftanDen davor und ließen sich von Der -----— _____- ö------ -
■ Bergmann beraten oder bestellten schnell entschlos-, er spürte, Die Frau hatte wohl längst nicht alles lsen, was ihnen Die liebenswürdige Cilly Dekken! gesagt
mit einem überzeuaenden Blick ihrer mandelförmi- Sie kamen zu Dem Pavillon.
Igen Augen empfahl. < (Fortsetzung folgt)
menbängt!"
Die Dunkle, mandeläugige Cilly lachte: „Ich weiß jemand, Den diese Neuigkeit freuen wird Daß Die Luise Domkat nämlich hier in Der Parfümerie Heitfeld sitzt. Den Moravitzky ; ‘2
Daß sie in Berlin ist — weiß aber nicht, wo sie steckt. Er war Doch früher mal in Wien ihr Part-


