Ausgabe 
25.11.1939
 
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Samstag, 25./$onntag,26. November 1939

Ur. 277 Erstes Blatt

189. Jahrgang

Monalr-Vezugspretr:

werke verwendet wurden. Unter den Ueberresten im

-eber drängten, ein neuer Versuch mußte ge­wartet werden. Alle Fehlermöglichkeiten des Hirsch

wurden jetzt bedacht, um sie in Zukunft zu vermei- >! kn, und der Agent suchte sich unter seinen Werk­zeugen die geschicktesten Halunken, gemeine Verbrecher aus, und nach eingehenden langen

Englands ioooo-ro»nen-8rwzer"SeIfast"lokpediert

wenn es der Stand des polizeilichen Gesamtermitt-

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Lrlchemi täg Md), außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familien blätter Heimat >m Bild Die Scholle

9er intelligente Service am Pranger.

hang mit dem Attentat.

Endlich am 14. November nach Gegen­überstellung mil jenen Angestell- ten des Vürgerbräukellers, die ihn tatsächl ch lm August gesehen hatten, und nach Vorhalt der Tatsache, daß er bereits im Früh­jahr 1939 sich um die Stelle des da- maligen Hausburschen des Bürger- braukeIlers beworben habe, diesem sogar 50 Mark für Abtretung dieser Stelle bot, brach Georg Elser angesichts des

von einzelnen Nummern infolg* höherer Gewalt 8enrjprechanschlüste unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach­richten Anzeiger Sieben Postscheckkonto:

Krontturl am Main 11686

Sprengschütt befanden sich außerdem Splitter ohne Zweifel mit Sprengmunition gefüllter eisenrohr­ähnlicher Behälter. Niederschläge in einzelnen

».15 bh Ü 126,13 ubervie, (101,90). erän^rt, f 100,65

Wie gestern schon in einem Teil unserer Auslage kurz gemeldet, hat abermals ein deutsches U-Boot, diesmal m i t t e n im Firth of Forth, einen der modernsten britischen Kreuzer, dieB e l f a st - tor­pediert. Nachdem der deutsche U-Bootfuhrer Pnen in die Bucht von Scapa Flow eingedrungen war und das britische SchlachtschiffRoyal O a k", die Königseiche" versenkt sowie den modernsten eng­lischen SchlachtkreuzerR e p u l s e" kampfunfähig gemacht hatte, ist zum zweiten Mal em deutsches U-Boot in einen Kriegshafen der Home Fleet ge­langt. Die Meeresbucht des Firth of Forth ist eine geradezu ideale Kriegshafenanlage. Sie trennt Schottland von England und ist schwer befestigt. Die Engländer konnten sich dort so weit sicher suh­len, bis ihnen die Bombardements durch deutsche Flugzeuge bewiesen, daß des Führers Wort "England ist keine Insel mehr tatsäch­lich nicht in den Wind gesprochen war. Dor den deutschen Seekriegswaffen brach der bisherige Schutzwall der britischen Unantastbarkeit zusammen. Wohl bemerkt, nicht vor dem Hafen von Firth os Forth, sondern inmitten seiner Siche­rung s a n l a g e n hat ein deutsches U-Boot den KreuzerBelfast" zu den Fischen geschickt. Dieser schwere Schlag ist ein Beweis dafür, daß es gegen den Heldenmut, die Todesverachtung und die Vater­landsliebe, die unsere tapferen U-Bootleute beseelen, keine britischen Sickerungen mehr gibt.

DieNew York Times" hatte dievertrauliche Meldung vom Verlust dieses Kreuzers veröffentlicht. Das deutsche U-Boot sei, so sagte die amerikanische Zeitung, nach der Torpedierung entkommen Getreu der Gepflogenheit des deutschen Oberkommandos der Wehrmacht, nur Mitteilungen zu veröffentlichen, die von deutscher Seite aus vorliegen, hatten wir gewartet, bis das deutsche U-Boot nach Verlassen des Gefahrengebietes den Funkverkehr wieder auf1 nehmen konnte, was natürlich einige Zett m An­spruch nahm. Jetzt hat es Meldung erstattet und die Information des Neuyorker Blattes bestätigt. Diese Tatsache liefert einen weiteren Beweis für die Ge­nauigkeit und Gewissenhaftigkeit, mit der die täg­lichen deutschen Wehrmachtsberichte abgefaßt werden, die ich von den verlogenen Mitteilungen Englands

Annahme oon Anzeige» toi die Mittagsnummer bis8'/.Uhr des Vormittags

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Berlin, 24. Nov. (DNB.) Wir berichteten vor­gestern von dem gemeinen Attentatsvor- naben Strassers. Als jede innere Agitations- jiafis im Reich zusammengebrochen war, der Hetz- snder zerstört, die AuftraggeberWare" für ihr

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Elser selbst hat nach langem Leugnen dann den Zeweis erbracht, daß der britische Geheimdienst wahrhaftig kaum ein geeigneteres Subjekt sind en tonnte, dieses schändliche Verbrechen von langer Hand mit allen Mitteln eines teuflichen Raffine- -tents durchzuführen. Am Abend des 8. November Uplodierte im Münchener Bürgerbräukeller dann sne Höllenmaschine, die nach langem teuflischen Vlan das deutsche Volk mitten ins Herz treffen □Ute. Um 21.43 Uhr erfolgte bereits von der Ber- uiner Zentrale aus die hüchste Alarmierung 1 er gesamten Polizei, automatisch waren Iiamit gleichzeitig alle Grenzen des Reiches ver- chlossen, die offenen Grenzabschnitte unter beson- krs verschärfte Bewachung gestellt. In der gleichen Nacht noch wurde auf Befehl des Reichsführers 77 fine Sonderkommission an den Tatort nach Mün­zen entsandt, in Berlin bildete sich unter Leitung kg Chefs der Sicherheitspolizei und des SD. eine Zentralstelle, die nach Sichtung aller Fäden aus km ganzen Reichsgebiet für die Ueberleitung des wesentlichen Materials nach München Sorge trug. M der Nacht zum 9. November wurden an den Stengen, abgesehen von vielen eingehenden Ueber- ?rüfungen, über 12 0 Fe st nah men durchge- Ährt! Bei einer dieser angeorbneten Maßnahmen -m Bezirk des Zollkommissariats Konstanz beobach- sten die Zollassistenten Rieger und Z i p p e r e r auf polizeilichem Grenzstreifendienst im sogenann- sn Wessenberggarten, der zwischen den Grenzüber­gangsstellen Kreuzlingertor und Emmishofertor :egt, einen Mann, der sich in etwa 15 Meter Ent- srnung vom Schweizer Grenzzaun bewegte. Der Unbekannte wurde angehalten und befragt, wohin w wollte. Er gab an, * daß er einen gewissen Feichtlhuber vom Trachtenverein Konstanz ache, welchem Verein er früher auch angehört habe. 2er Grenzbeamte forderte den Unbekannten aur, gm zur Wache zu folgen. Dort wies er sich vor ünem Kriminalbeamten mit einer Grenzkarte, die -uf ein häufiges Wechseln über die Schweizer Arenze hindeutete, als Georg Elser aus.

Aus Grund der Grohfahndungsaktton der deutschen Polizei wurde eine sofortige kör­perliche Durchsuchung Elsers vorge­nommen. Es fanden sich bei Elser versteckt ins­gesamt 15 einzelne Dokumente mit A u s z e 1 ch -

chweres Geld verlangten, da quittierte bereits im Zähre 1936 der Zuhälter Strasser jene Summen itt den Vorbereitungen seines ersten Attentatsver- irches gegen Führer und Volk. Wir wissen, daß und Darum es mißlang. Agent Strasser steckte den

Wie der Attentäter Elser überführt wurde.

Weitere Einzelheiten zur Aufklärung des Gprengstoffanschlags imBürgerbräukeller"

nungen von verschiedenen 211 uni- tionsdepots, Lage- und Einrichtungen von Rüstungsbetrieben sowie genaue Angaben über Munitionslieferungen, dazu Teile von kompli­zierten Gefchohzündern sowie schließlich eine Karte des vürgerbräukellers in München. Georg Elfer, zunächst nur einer von ca. 120 verhafteten an den deutschen Reichsgrenzen, wurde sofort nach einer über durch Blihsunk gegebenen Weisung des Reichs­sicherheitshauptamtes am 9. November der Sonderkommiffion in München zugeführt.

Inzwischen hatte die Sonderkommission in München bereits ihre Arbeit aufgenommen. Erfahrene Fachleute hatten bereits durch Berech­nungen des Trägerbruches und genaueste Unter­suchungen der Sprengwirkung feststellen können, daß sich ganz ohne Zweifel in jenemPseiler, vor dem der Führer gesprochen hatte, eine Sprengladung befand, von der es fest­stand, daß ihre Anbringung eine lange oorbe? rtitenbe Arbeitszeit erfordert hatte. Es ergab sich hier bereits schon eine Uebereinftimmung der ersten Vernehmungen der Angestellten des Bür­gerbräukellers und der Sonderkommission. Mehrere Personen bekundeten übereinstimmend, in letzter Zeit eine verdächtige Erscheinung be­merkt zu haben. Die Sonderkommission konnte aus der Sprengwirkung und -ricktung sehr bald ver­muten, daß wahrscheinlich von der Galerie aus in den betreffenden Pfeiler hinein die Sprengkammer vorgetrieben sein mußte. Die weitere Annahme, daß es sich um eine Höllenmaschine mit mechanischem Zeitzünder handeln mußte, wurde schon am Mittag des 9. November nach der ersten genauen Durchsuchung des Sprengschuttes durch das Auffinden wesentlicher Ein­zelteile bestätigt. Hier und bei weiterer ein­gehendster Nachprüfung wurden Bruchstücke von Pendeluhrwerken sowie Eisensprengsplitter gefunden, die später nach weiteren Funden und nach Zusam­menfetzen einzelner Teile ergaben, daß bei der Höllenmaschine ein Zeitzünder verwendet worden war, zu dem zwei ganz besondere Präzisionsuhr-

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Interrebungen, auf Grund deren dann die Zah­lungen prompt weitergingen, wurden diese beiden knn mit klarem Auftrag Strassers, den Führer zu treffen, auf heimlichen Wegen ins Reich g e - ch i ck t. Nach mehreren vergeblichen Attentatsver- kchen wurden die beiden Verbrecher dann am H. Mai 1938 gefaßt und nach eingehenden Un- tsrsuchungen vom Volksgerichtshof vor kurzer Zeit um Tode verurteilt.

Das Mißlingen dieser neuerlichen Anschlagsver- md)e brachte dem Agenten Straffer von feiten sei­ner Geldgeber und Auftraggeber erhebliche Schwie- ingkeiten. Inzwischen war auch sein Beschützer Be- ^esch verschwunden. Jetzt wollte man endlich !rie so lange versprochenen Taten sehen, insbesondere t-a die politischen Ereignisse immer mehr ein solches gelungene Attentat als günstigen Ausweg in der großen Politik wünschenswert machten. Im Mai .'938 waren die beiden letzten Handlanger D ö p - ! i n g und Kremin gefaßt worden und schon bald danach hatte Otto Strasser über Mittelsmänner das Werkzeug gefunden, das ihm geeignet erschien, die Wahrscheinlichkeit des Gelingens zu dem letzten Maß des Möglichen zu bringen. Wir wissen heute, !» Strasser und seine Helfershelfer bei Beginn der Qorbereitungen zu diesem dritten Mordversuch wie- krum davon ausgingen, alle Fehlerquellen der ; mißlungenen vorherigen Attentate zu verstopfen.

Hatte man schon bei diesen beiden vorherigen Versuchen den kreis von der Sprengstoffbe- jchaffung über die Konstruktion der Höllen­maschinen, Transport, Aufbewahrung und aus­führende Organe klein und kleiner gehalten, so erschien nun die größte Sicherheit des Unter­nehmens darin gewährleistet, wenn möglichst ein Mann die Vorbereitung und Durchfüh­rung innerhalb der Reichsgrenzen in die Hand nähme, abgesehen von der planenden und ma­teriellen Vorbereitung der emigrierten Mittels- männer des britischen Geheimdienstes. Hätte nicht ein gütiges Geschick mit stärkerer Hand eingegriffen, so wäre dieser Weg dem Mörder und seinen teuflischen Hintermännern günstig

Die Kriegshetzer in London haben offenbar selbst von vornherein wenig Zutrauen zu sich gehabt, den Krieg gegen das nationalsozialistische Deutsch­land, den sie heimtückisch vom Zaun gebrochen hatten, mit ehrlichen Watten durchzukämpfen. Da­für hatte man die Franzosen engagiert und andere

I erdrückenden Veweismaterials zusammen. Dem ersten Geständnis am 14. November folgte am 15. November ein umfassendes schriftliches Ge­ständnis, das am 16. und 17. November dv^ch maßgerechte Skizzen der gesprengten Säulen und der Sprengkammer und der Maschinerie, und den seuilletonistisch aufgeputzten Berichten die die Zeit,ündung zur Auslösung brachte, er- Frankreichs durck ihre Kürze, iyre loldatische Pra- ganz! wurde.

gnanz und die Schlagkraft der mitgeteilten Ereig- In allen Einzelheiten und Phasen wurde durch nifse vorteilhaft abheben. die Untersuchung und das Geständnis des Der»

DieBelfast" ist erst kürzlich in Dienst gestellt brechers ein Plan enthüllt, der so teuflisch überlegt, worden und gehörte zu den größten Kreuzern, zur so fanattsch zäh durchgeführt wurde, daß nur die Städte-Klasse Bei Kriegsausbruch waren bereits gütige Fügung ihr Einhalt zu bieten vermochte, von dieser Klasse in Dienst dieManchester" und Das war das brauchbarste Werkzeug dieLiverpool", dieEdinburgh" und die jetzt ge- j e n e s Verbrechers in der sicheren, schützen- troffeneBelfast". Diese 10 000-Tonnen-Schiffe sind den Schweiz, geschickt und gehorsam genug, alles öie schnellsten und am modernsten bestückten Kreuzer wie befohlen durchzuführen, alle jene Fehler zu Englands. Sie laufen 32,5 Knoten die Stunde, über- vermeiden, die die anderen Versuche scheitern lie- treffen also alle anderen englischen Kriegsschiffe an ßen. Dieser Georg Elser hatte die Nerven, durch- Geschwindigkeit und sollen angeblich mit einem tot- zuhalten: Das mar die letzte Trurnvfkarte im Spiel sicheren Torpedoschutz versehen sein. Ihre Bewaff- mit den drängenden Gläubigem. Wenn aber dieses nung macht sie zu einem wirkungsvollen Kampf- Schurkenspiel gelungen war, wie konnte man ver­mittel im modernen Seekrieg. Die Bestückung be- hindern, daß Elser nach Deutschland wegen gemein» steht aus zwölf 15,2- und vier 4,7-am-Geschützen. sten Mordes ausgeliefert wurde? Auch daran Zur Fliegerabwehr verfügt dieBelfast" über zwölf batte der Hintermann gedacht. Für diesen Fall hatte 10,2- und sechzehn 4-om-Flugabwehrkanonen. Fer- Elser jenes landesverräterische Mate ° ner ist sie mit acht Torpedo.usschii^.robren ausge- rial bei sich, das der Auftraggeber leicht über rüstet und hat vier Flugzeuge an Bord, die mit feine^guten Verbindungen besorgte. Das hätte dann, einer Schleuderanlage gestartet werden. Die Be- so hat man Elser gesagt, ihn vor den fremden satzung betrug 700 Mann. Behörden gesichert. Er habe, so gesteht er ein, die-

Unb einer dieser britischen Kreuzer, dieBelfast", fes Material notfalls ben Schweizer Be - ist jetzt kampfunfähig gemacht worben. Der h ö r d e n ü b e r g e b e n wollen, damit er dann aus Marineminister Winston Churchill hat es noch nicht keinen Fall an Deutschland ausgeliefert würde, gewagt, diesen neuesten Schlag gegen die englische Das ist das Werkzeug, ein Mörder, der wohl ohne Flotte bekanntzugeben. Er hat immer prahlerisch ver- Zweifel den traurigen Ruhm für sich in Anspruch sichert, die Meere seien von ben beutschen U-Booten nehmen kann, besonderer Spezialist seines Faches rein gefegt, und erlebt wieder einmal, daß seine zu sein. Lehrherr aber ist jener grenzenlose Ver- Worte wahr sind wie seine sonstigen Churchilliaden. brecher im Hintergrund, ber seinen Gesellen in der Wir sinb", jammerte Churchill nach ber Versenkung Schweiz erwartete und schleunigst bann das Weite derRoyal Oak",einer Angriffsform ausgesetzt, die suchte, zurück zur Firma nach London!

man mit Recht als abscheulich bezeichnen kann. Wir Soweit der Untersuchungsbefund, der die Per- oerteibigen uns jeboch in erfolgreicher Weise ba« Hon des Täters betrifft und der veröffentlicht gegen". Die Verteidigung gegen U-Bovte ist so er- werden kann, ohne den Gang der weiteren Ermitt» folgreich, wie es das Beispiel der Torpedierung der hingen zu gefährden. Die weiteren Untersuchungen Belfast" zeigt, und daß die Verluste für England führten bekanntlich zur Ermittlung der Hin- 'abscheulich sind, glauben wir ohne weiteres. Der termänner und Auftraggeber des Der- Kriegshetzer Churchill und feine ganze Clique aber brechens. Die Veröffentlichung der genauen Er geb- sollen weiter erleben, wie die Schläge unsrer U-Boot- nisse dieser Untersuchungen wird begreiflicherweise Leute, unserer Flieger und Seesoldaten den britischen erst der Oeffentlichkeit unterbreitet werden können, Seeräuberstaat zum Verenden bringen. E. S. 1 notneilnften Kelamternntt-

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Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberheffen

Druck und Verlag: vrühlschr UniverfilStsdruckerei «.Lange In Gießen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulstrotze 7

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als Rückstände eines besonderen Sprengstoffes fest- Nahrungen etwas ge b

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Die Personenbeschr-lbung der verdächtigen Wieqfatu. (cit d-n Tagen der Königin Elisabeth Meinung, die sich mehrfach schon im Burgerbrau- . Waffen der Wirtfchaftsblackade und der

kcller herumgetrieben hatte, gab bereits erste An- Liioenpropaganda. Die Hoffnung, mit diesen oft Haltspunkte, die Person des an der Schweizer ^vprobten und bewährten Methoden das national3 Grenze verhafteten Georg Elser m den enge- e ialistische Deutschland iy wenigen Wochen klein ren Verdachtskreis hinemzustellen. Wie bet ledern 'u trißQen roar anscheinend genährt worden durch Verhafteten hatten auch bei ihm bereits eingehende föri9d)ten Berichte von Emigranten und Spitzeln,

Feststellungen im persönlichen Lebenskreis dazu ge- ihren Londoner Auftraggebern die lächerliche

führt, daß sich die ersten Verdachtsmomente ständig Auffassung suggerierten, als ob Englands Kriegs­und immer stärker verdichteten. Nachdem die Ermitt- xrklärunq und die Drohung mit einem neuen J'Ä'I Hungerkrieg schon genügen würde, um das neue Bedarfes bei seiner Schwester m Stuttgart hinter- Deutschland auseinanderbrechen zu lassen. Die tollen legt waren, wurde durch eine^dort sofort vorgenom- Früchte von Revolution und Verschwörungen, mene Haussuchung " ll e r s ch w e r st e s e 1 a 5^eitigung bestimmter Persönlichkeiten, bei deren stungsmaterial gefunden. Auswahl man großzügig auch auf längst 23er-

3n einer Georg Elser gehörenden Werkzeugkiste ftorbene zurückgriff, und ernsthaften Gegensätzen in sanden sich neben vollständigen Uhrwerken

verschiedene Uhrenleile, die teilweise sogar begründete er damit, er habe sich der Unter­identisch mit den Funden im Spreng- haltspflicht für ein außereheliches Kind entziehen

schult des Vürgerbräukellers waren. Außerdem wollen. Den geheimnisvollen Zweck feines Dieb»

enthielt diese sogenannte Werkzeugkiste Werk- monatigen Aufenthalts in München ohne Arbeits-

zeuge darunter Meißel und Vohrer, an denen stelle erklärte er damit, er habe dort einen Kursus

Mörtelüberreste scstzustellen waren. Die absolvieren wollen, um sich bann im Ausland als

Untersuchung dieser Morlelspuren e».gab ein fßners habe er von der Grenze aus seinem Vater völlige Uebereinstimmung mit dem ^m Abschied schicken wollen.

Tatortmaterial. Inzwischen hatte die festgestellte Lieferungsfirma

Und dennoch leugnete Gevrg Elser hartnäckig, in der Korkisolierung eine Personalbeschreibung des irgendeinem Zusammenhang mit der Tat zu stehen. Käufers dieser Platte abgegeben, die sich genaue- Den Versuch heimlich über die Grenze zu entkom- stens mit dem Erscheinungsbild des immer mehr ver- __________ __________ dächtigen Elsers deckte. Und dennoch leugnete er weiter, leugnete nach den beiden ersten Verhören am 10. und 11. auch noch am 12. November und bestritt gleichmäßig und hartnäckig jeden Zusammen-