Ausgabe 
25.8.1939
 
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Danzig Freien

Gauleiter F o r st e r. (Scherl-Bilderdienst-M.)

hin. Forster hatte nun als einziges Ziel: Danzig mußte nationalsozialistisch werden. Die polnischen Provokationen erschwerten zwar in zu­nehmendem Maße die Arbeit, aber jede Kreis- oder Volkstagswahl brachte neue Stimmen für die Par­tei. Im Mai 1933 gewann sie 52 v. S). aller Stim­men und damit die Mehrheit im Volkstag. Als der Führer am Abend des Danziger Wahltages im Braunen Haus vom Siege durch den Rundfunk hörte, sagte er zu seinen Kameraden:Der Forster, das ist ein junger Kerl. Aber ich sagte doch gleich, er wird die Sache schon machen. Am 7. April er­hielt die NSDAP. 94 v. H. aller Stimmen. Albert Forster war während dieser ganzen Zeit der Füh­rer der nationalsozialistischen Fraktion in Danzig. Seine bedeutungsvolle Stellung während der jüng­sten Entwicklung ist bekannt.

Danzig, 24. Aug. (DRV.) Amtlich. Auf Grund des Gesetzes zur Behebung der Tlof von Volk und Staat vom 24. 6. 1933 und des Gesetzes zur Verlängerung dieses Gesetzes vom 5. 5. 1937 wird

folgendes mit Gesetzeskraft verordnet:

Artikel I. Der Gauleiter von ist das Staatsoberhaupt der Stadt Danzig.

Artikel II. Die Verordnung tritt 23.8.1939 in Kraft.

Danzig, 23. August 1939.

Der Senat der Freien Stadt Danzig, (gez.) Greifer, Huth, Mers-Kester, Hoppenrath, Voeck, Rettelsky, Großmann, Schimmel.

Moskau zum Nichtangriffspakt.

Festlegung des Gleichgewichts in der internationalen Lage.

London, 24.August. (DKB.) wie die Abend­blätter berichten, hat Rumänien Polen milgeteilt, daß im Falle eines Krieges zwischen Deutschland und Polen Rumänien die st r i k t e st e R e u t r a l i l ä 1 bewahren werde. König Karol soll eine schnelle Angleichung der Politik Rumä­niens an die neue, durch den Abschluß des Richt­angriffspaktes zwischen Deutschland und Rußland geschaffene Lage beabsichtigen. Man rechnet mit

deren Spitze er an der Winterschlacht in der Cham* pagne 1915, an der Offensive über Narew und Nie« men, dann an der Aisne-Champagne-Schlacht im Westen, an der Flandernschlacht von 1917 und oj1 der Schlacht bei Cambrai (November 1917) teil* nahm. Nach dem Kriege übernahm er das Ober* kommando an Rhein und.Ruhr. Beson* ders wichtig wurde diese Stellung, als im Marz 1920 die Niederkämpfung des im Anschluß an den Kapp-Putsch ausgebrochenen roten Aufruhrs im Ruhrrevier notwendig wurde. Dieser Aus* gäbe unterzog sich Watter mit größtem Erfolg. 19^> schied er dann aus dem aktiven Dienst aus. Der Führer hat an Freifrau von Walter folgendes Beileidstelegramm gerichtet: Zu dem schweren Der* lust, der Sie und ihre Familie durch den Tod 3ored Herrn Gemahls, des Generals Freiherrn von Wat* ter betroffen hat, spreche ich Ihnen meine Herz« liche Anteilnahme aus. Ich werde dem lM Krieg und Frieden um das deutsche Volk Hochoer* dienten Mann ein ehrendes Gedenken bewahren. Der Führer ordnete an, daß die Beisetzung des nerals als Staatsbegräbnis erfolgt.

Vertrag ist durchdrungen von dem Bestreben, Konflikte zu vermeiden und die friedlichen und sachlichen Beziehungen zwischen beiden Seiten zu festigen. Es besteht kein Zweifel, daß der ab­geschlossene Nichtangriffspakt die Gespannt­heit liquidieren wird, die in den Beziehungen zwischen Deutschland und der UdSSR, vorhanden war. Der Vertrag ist geschlossen in dem Augenblick, da die außenpolitische Lage eine große Zu­spitzung und Spannung erreicht. Der fried­liche Art, den der Nichtangriffspakt zwischen Deutsch­land und der UdSSR, darstellt, wird unzweifelhaft zur Erleichterung der Spannung in der außenpolitischen Lage dienen und helfen, diese Spannung zu lösen. Die Unterzeichnung dieses Ver­trages ist unzweifelhaft eine Tatsache von wichtigster außenpolitischer Bedeutung, da der Vertrag nicht nur ein Instrument des Friedens dar- stellt, das berufen ist, die gutnachbarlichen fried­lichen Beziehungen zwischen der Sowjetunion und Deutschland zu festigen, sondern auch der allge­meinen Festigung des Friedens dient.

In ähnlichem Sinne äußert sich auch dieI s - w e ft i i a".Die Herstellung der friedlichen gutnach­barlichen Beziehungen", schreibt das Blatt,die sich noch dazu aufweitewirtschaftlicheVer- bindungen stützen, zwischen zwei so mächtigen Staaten wie Sowjetrußland und Deutschland, muß eine Beruhigung in die allgemeine, außer­ordentlich gespannte internationale Lage bringen und zur Festigung des Friedens beitragen. Der Vertrag moralisiert vollkommen die Beziehungen zwischen zwei großen Mächten und dient schon allein dadurch der Festigung des Gleichgewichts in der internationalen Lage und der ganzen Welt. Er macht der Feindseligkeit in den Beziehungen zwischen Deutschland und der Sowjetunion ein Ende, einer Feindseligkeit, die die Feinde beider Seiten zu ent­fachen und zu schüren versuchten. In dem eben ab­geschlossenen Nichtangriffsvertrag sowie in dem Han­delskreditabkommen vom 19. August sind die not­wendigen Vorbedingungen enthalten für das Auf­

morgen sehr geschädigt worden, jedoch bleibe I wenigstens die Freund scha ft zwischen Großbritannien und Frankreich ge­rettet. Ebenso bleibe die Freunds cha ft mit Polen bestehen, so daß die Lage für Großbritan-1 nien nicht schlechter geworden sei. Der Abgeordnete! wiederholte die alberne Phrase, daß man keine! Feindschaft gegen das deutsche Volk habe, obwohl er zugab, daß das deutsche Volk durch den blutigen! von England veranlaßten Terror gegen die Deut-! schen unerhört verletzt wird. Der liberale Abgeord­nete Sinclair erklärte, man sdlle endlich! Einigkeit demonstrieren. Abgeordneter Sans» bury sagte, wenn er der Premier wäre, würde er sofort zu Stalin fliegen. Der Abgeordnete Eden, Fachmann fürerfolgreiche" Außenpolitik, erklärte, mit der Unterzeichnung des Paktes mit Rußland habe die deutsche Regierung den schwersten Fehler gemacht. Der konservative Abgeordnete Arnery fragte, welche Schritte die Regierung! bezüglich der Einführung der allgemei­nen Wehrpflicht getan habe. Der Konser- vative Mac Millan meinte: Im Falle eines Krieges würde die strategische Lage Eng­lands viel schwieriger sein als 1914. Auf die langsam spitzer werdenden Reden der Par­lamentarier erhob sich Chamberlain mit der Bitte, wenigstens für einen Augenblick zu der Atmosphäre des Vertrauens zurückzukehren. Die Lage fei sehr ernst. Man müsse unbedingt der Welt zeigen, daß man in diesen Zielen einig sei.

Chamberlain drängte die Abgeordneten, die Zeit nicht mit Reden zu verlieren. Die von

10. Feldartilleriebrigade rückte er mit V. Armeekorps in den Weltkrieg. 1915 wurde rr Kommandeur einer neuen Infanteriedivision, an

blühen der freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Völkern der Sowjetunion und dem deutschen

Volke."

d e rl a i n s wenden. Die beste Art, den Frieden zu verteidigen, bestehe in der R e s p e k t i er u n g d er Wahrheit. Chamberlain habe der Sache des Frie­dens nicht gedient, wenn er behauptete, daß Eng­land durch sein Eintreten für Polen "das Gesetz der Welt" und denWillen der gesamten Menschheit verteidige.

Ein erneuter Versuch Roosevelts, sich zu Gunsten der Demokratien in die europäische Politik einzumischen, wie mit seiner berüchtigten Botschaft von April 1939, muß als im Keim gescheitert be­trachtet werden. Der amerikanische Botschafter in Rom meldete sich im Auftrag des Präsidenten zur Audienz beim König-Kaiser auf dessen Sommersitz Sankt Anna bei Turin, um ihm eine mündliche Botschaft des amerikanischen Präsidenten zu über­bringen verließ aber bereits am Nachmittag wieder die königliche Residenz. Die neue Botschaft Roost- velts stößt in politischen Kreisen auf kalte Gleich­gültigkeit. Das Schicksal des amerikanischen Bot­schafters teilten auch die Botschafter Großbritan­niens und Frankreichs, die im Auftrag ihrer Regie­rungen am Mittwochabend eine diplomatische Parallelaktion zu der von Henderson in Berchtes­gaden im Palazzo Chigi zu unternehmen versuchten.

Rumänische Absage an polen.

Nie serbisch-kroatische Einigung perfekt.

Bor einer Neubildung der Regierung Zwetkowitsch.

Belgrad, 25. August. (Europapreß.) Amtlich wird bestätigt, daß Ministerprästdent Zwetko- witsch und der Kroatenführer Dr. Matschek bei Prinzregent Paul eine Audienz hatten, in deren Verlauf der Prinzregent namens des Regentschaftsrates die Vorschläge über die Losung der kroatischen Frage unterzeichnet hat. Da- mit ist die serbisch-kroatische Verständigung zu- tandegekommen, für die die Kroaten seit zwanzig Jahren gekämpft haben und für die Ministerpräsi- dent Zwetkowitsch fünf Monate hindurch Verhand­lungen mit dem Kroatenführer Dr. Matschek ge­führt hat. Die Nachricht von der erzielten Ver- ständigung wurde in Agram durch Sonderausgaben der Blätter bekanntgegeben. Sie hat überall große Genugtuung hervorgerufen. Minister- Präsident Zwetkowitsch erklärte Pressevertretern: Die Verständigung ist verwirklicht. Meine Mission ist daher mit Erfolg beendet. Ich glaube, bafc, die Verständigung von allen mit Zustimmung aus­genommen werden wird und daß dadurch die Ver­schärfung der Beziehungen zwischen Belgrad und Agram völlig beseitigt wird." Man erwartet für Freitag die Bildung der neuen Regie­rung Zwetkowitsch, der voraussichtlich Matschek und noch zwei weitere Mitglieder seiner Partei angehören werden, ferner als Ver­treter der selbständigen Demokraten-Partei, die mit Matschek in Koalition steht, der frühere Minister Budisavljewitsch, während der Vizepräsident der Partei, August Koschutitsch, voraussichtlich zum Banus von Kroatien ernannt werde.

Zur Lage.

Wie die Pressestelle des Danziger Senats mit* teilt läuft das Schulschiff der deutschen Kriegs- marineSchleswig-Holstein" am Freitag um 8 Uhr zu einem Besuch der freien Stadt in den Danziger Hafen ein und wird im Hafenkanal Neufahrwasser festmachen.

Mussolini hat den neuen Botschafter für Spanien, General Sombara, zu einer Unterredung emp­fangen. Ferner die Generalstabschefs des Krieges, der Marine und der Luftwaffe, die er für die im spanischen Feldzug erworbenen Ver­dienste mit dem Militärkreuz von Savoyen aus- zeichnte. *

Die englischen Militärbehörden haben die Räu- mungGibraltarsdurchalleAusländer angeordnet. Diese Maßnahme ist innerhalb 48 Stun­den durchzuführen. *

Der türkische Außenminister Saracoglu hatte eine längere Unterredung mit dem sowjetrussi* schen Botschafter über den Abschluß des deutsch-russischen Nichtangriffspaktes und feine euro­päischen Rückwirkungen. Der Außenminister empfing ferner den Gesandten Rumäniens. Staatspräsi­dent Jnönsi berief den Ministerpräsidenten und den Außenminister zu sich in seinen Sommersitz am Marmarameer, um sich über die Lage berieten zu lassen. z .

In Abwesenheit des Ministerpräsidenten de Geer und des Außenministers d an Klef fens fand am Mittwoch spät abenbs eine Sondersitzung des holländischen Kabinetts statt. Die Sitzung dauerte bis nach Mitternacht.

General Freiherr von Matter gestorben

Berlin, 24. Aug. (DNB.) In Lichterfelde ist Generalleutnant a. D. Oskar Freiherr von Walter, nach längerem Leiden im 78. Lebensjahr gestorben. Als Sproß einer württembergischen Soldaten­familie 1861 in Ludwigsburg geboren, erhielt er eine militärische Erziehung im preußischen Kadetten­korps. 1879 trat er als Leutnant in das Feld­artillerieregiment 13 in Ulm ein, als Kommandeur

Forderung auf ein Vorsitzende des Rates der Volkskommissare der K r i e g s k a b i." e t t könne man borf) nicht in Sowjetunion und Außenkommissar, der mit Ribben- diesem Augenblick in aller Öffentlichkeit besprechen. deutsch-russischen Nichtanarittsvakt in Mos-

Chamberlain bat das Haus um seine Stimmung Vuun®

zum Abschluß der außenpolitischen Aussprache. Aber r U unierzeicyneie. ^cherl-LU0er0iensi-M.) schon erhob sich der Labour-Abgeordnete Beran Moskau, 24. Aug. (DNB.) Die Moskauer und fragte, ob die Regierung es nicht für möglich Presse veröffentlicht in größter Aufmachung den halte, mit Sowjetrußland zu i r g e n d - deutsch-russischen Nichtangriffs- und Konsultativ- einer Abmachung zu kommen, da die Verd Pakt. DiePrawda" bringt bereits eine Wür- wirklichung der englischen Garantie für Polen sich digung des Vertrages und eine Photographie, die ohne die Hilfe Rußlands seh r! Stalin und Molotow mit Ribbentrop und Dr. Gaus schwierig gestalten würde. Beran wies darauf'darstellt. Im Leitartikel derPrawda" heißt es, der

beoorffebenbeti tz and streiche s auf diel hin, daß Großbritannien und Frankreich ohne °>n Areie Stad, in größte Aähe gerückt. Abkommen mit nut ,I°hr

Polen ohne einen Vertrag mit Rußland eine Ga- upanwenain rantie zu geben, sei ein schwerer Fehler gewesen.

vor dem Unterbaue. LSÄt1ÄSÄ'Ä

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für die Erfordernisse der Lage. öffentliche Sicherheit zu fördern, das Reich zu ver- London, 24. August. (DNB.) Dao Unterhaus t-idigen die M°n«ich° Vrdnun^ausrechtzuerhaUen trat heut- $u feiner, die Ferien unterbrechenden und I e d - n K 8 ä( fi von England Sftzung zusammen Chamberlain legte zu- ren Ben U "3nnenmini(ter Sir Samuel nächst nahe d a s V e r t -1 d t g u n g s gef - tz für unterne>> ^ß man bei der Anwendung

einen Notfall noch heute in beiden Hausern anzu-Noare ip ), v - maßvoll tole- nchm-n. Der Ministerpräsident gab dann seine er- Seine Unter-

wartete Erklärung ab, eine Zusammenstellung der am öttentlicben'Meinuna solle Platz grei-

fe« Wochen unt? Monaten von engüscher Seite druckung°der «r-

^^^^N ^^auptungen, die internationale sei Das Gesetz werde auch nichts am Streik- Lage habe sich weiter verschlechtert bis zur G - ändern. Dann brachte Chamberlain den Antrag

sah r ein es Krieges. Die deutsche Regierung Vertagung des Hauses auf Donnerstag, habe erklärt, daß Danzig nicht zum ®e9ekem 31. August, ein. Chamberlain erklärte, das stand einer Konferenz 0ber eines werde aber wahrscheinlich noch vor dem Kompromisses gemacht werben tonne Sie W Unberufen werden. Das Haus stimmte habe mit der Danziger Frage die Korridor- 1

frage verbunden und sie habe die gesamte dem Antrag z . Politik und Haltung der polnischen Regierung DntllifmP

wegen der angeblichen (!) Mißhandlung von Deut- *

schen anqepackt. Angesichts dieser Herrn Cham- fett» H hnttlhPHfllrt

berfain kalt lassenden Schilderungen von und fUl IUUI»

menschlichen Schandtagen, welche eine deutsche Kam- 5Rom# 25.August. (DNB. Funkspruch.)Danzig pagne ähnlich der Sudetenknse (si darstellten, J^e I ^nischen Truppen umzingelt", so lauten die Polen große Ruhe und S e 1 b st b e y e r r - ^)auptjcu[aq3eilen der römischen Morgenblätter, die schung gehabt. Angesichts der 9 r 0 ö *11' übereinftimmenb die Gefahr eines polnischen Hand- tanschen Bereitschaft Deutschlands Deiches auf Danzig als das entscheidende bitte die britische Regierung das Parlament um oie^,.,^ augenblicklichen Lagei ,

Zustimmung zu neuen Verteidi gungsmaß- K ^uch auf das entschiedenste j Umbesetzungen innerhalb des rumänischen kab

nojmen . . { g c g e n die Verdrehungskünste Cham- netts.

Chamberlein behandelte dann den sowjetrus- v y fifch-deutschen Pakt: Ich wünsch- ..dem »

UL LMLEsM Der Gaule,ier von Danz.g

Staatsoberhaupt der Freien Stadt, zösischen Regierung vorher zu erkennen gegeben. Die Diskussionen zwischen den Missionen in Mos­kau seien schon lange im Gange gewesen ehe diese Bombe einschlug. Heute sei eszum mindesten höchst beunruhigend", daß die ©orojetunion gleichzeitig heimlich mit Deutschland über einen Pakt verhandelte, der allem Anschein nach mit den Zielen der Einkreisung unvereinbar sei. Chamber­lain beabsichtige nicht, irgend ein endgültiges Ur, teil über diesenZwischenfall" (??!) abzugeben. Man müsse erst mit der französischen Regierung beraten. Angesichts der deutschen Hoffnungen auf aine Beseitigung der Gefahr eines Krieges fei es britische Pflicht, über die Erfüllung s ' ** m ~ pflichtungen Polen gegenü Illusionen zuzulassen. .

Nach ausfallend lahmer Verteidigung einer Frie­densliebe, welche in dem Versailler Verbrechen be­gann, Mordüberfälle, Schändungen, Feuerüberfälle auf Beamte, Bürger, Verkehrsflugzeuge gucheißt Wert Forster, auf den das Interesse der Wett und jede Abwehr solcher Schandtaten eines Staa- nun erneut gerichtet wird, wurde in Fürth in tes zweiten Ranges durch die herausgeforderte Bayern am 26. Juli 1902 geboren. Mit 21 Jahren Großmacht als Gewalt und Bedrohung hinstellt, übernahm er die Führung der NSDAP, in feiner forderte Chamberlain nochmals Vorbereitung Heimatstadt. Als nach dem Hitlerprozeß im Fe- zurVerteidigung" Englands und nach bruar und März 1924 die Partei verboten wurde, britischer Ansicht des armen verfolgten P 01 e n. trat er der Großdeutschen Volksgemeinschaft bei, Chamberlain wies darauf hin, daß eine Der- einer getarnten nationalsozialistischen Organisation, teidigungsmaßnahme auch auf dem Gebiete der Es gelang ihm für die Zeit, bis der Führer wieder- Finanzen getroffen worden fei, indem man kam, die Männer zufammenzuhalten und sie in der nämlich den Diskontsatz von 2 auf 4 v.H. Tarnung eines Gesangvereins ober Mandolinenklubs erhöht habe. Nach einem Bericht über den Besuch zusammenzuhalten. Auch als Journalist betätigte des britischen Botschafters Hendersoner sich. Julius S tt e i ch e r, der auf den leiden- b e im Führer meinte der Premierminister, daß schaftlichen Ortsgruppenleiter aufmerksam geworden die bekannte Antwort die britische Stellungnahme war, machte ihn zeitweise zum Vertreter des vollständig mißverstehe. England versuche nichtStürmer" in Fürth. Während dieser Zeit hatte eine besondere Position in Osteuropa zu verlangen Farster seine erste Begegnung mit dem und verlange auch nicht, daß Deutschland nationale Führer. Vom Schicksal der Arbeitslosigkeit blieb Interessen opfern soll. Man könne aber nicht zu- Forster nicht verschont. Auf Drängen der jüdischen stimmen Chamberlain hatte tatsächlich den Mut, Kundschaft muhte ihn die Bank, in der er arbeitete, angesichts der englischen Ermunterung für die pol- entlassen. 1928 stellte der Deutschnationale Hand­nische Blutgier und Zerstörungswut dies auszu- lungsgehilfenverband Forster in Nürnberg als führendaß nationale Interessen nur durch Blut-1 Zahlstellenbeamten ein. Dort im DHV. gründete er vergießen oder Zerstörung gesichert werden tonnen, bie erste Betriebszelle. Die nun folgende langjäh- Chamberlain rekapitulierte hierauf vergangene rige Praxis im DHV. machte ihn zum geeigneten Reden britischer Staatsmänner über Englands an- Mann, um im Mai 1933 den Vorsitz der Ange- gebliche Bereitschaft, die ^Herstellung der inter- stelltenverbände zu übernehmen.

nationalen Ordnung zu erörtern, blieb aber kon- Als es sich bäum hanbelte, bie Stabt Danzig trete Beweise dafür schuldig, daß die britische Re- vor dem Zusammenbruch durch das Parteiensystem gierung bereit ist, den Wahnsinn von Versailles zu zu bewahren, schickte der Führer am 15. Dttober revidieren. Er habe sein Bestes versucht usw. usw. 1930 Forster mit unbeschränkten Vollmachten dort-

Nach der Rede des Ministerpräsidenten Chamber-1 Iain erhebt sich für die Oppositton der Labour- Abgeordnete Greenwood und teilte u. a. mit, die Einkreisung sei durch die Nachrichten von heute