Ausgabe 
25.5.1939
 
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500000 Kinder unterwegs!

Die Aufgaben des HilfswerksMutter und Kind" im Sommer.

Wer darangeht, wirklich das Leben von Mutter und Kind zu schützen, ist der Erfüller allen heldischen Kampfes." AbolfHitler. Seit jeher hat der Nationalsozialismus den Stand­punkt vertreten, daß die Familie Urzelle der Volksgemeinschaft ist, und daß deswegen ihre Stärkung als unsere größte Aufgabe angesehen werden muß. Den Müttern, als den ewigen Quellen des Lebens, und den Kinder», als den Trägern un­serer nationalen Zukunft, gilt daher unsere besondere Hilfe. Diese Aufgabe läßt sich nunmehr bereits seit einem halben Jahrzehnt das HilfswerkM u t - jer und Kind angelegen sein, das zum Mittel­punkt aller Arbeit für die deutsche Mutter gemacht worden ist. Es soll zusätzlich Hilfe überall bringen, wo ee gilt, einer deutschen Mutter in körperlicher, geistiger und seelischer Not beizustehen und einem erbgesunden deutschen Kinde eine gesunde Fortent­wicklung zu ermöglichen. Es ist damit wesentlich ein Hilfswerk familienpflegerischer Natur.

Das ist mit wenigen Worten umrissen die Zielsetzung, die sich dieses in der Welt einzig da­stehende Hilfswerk gestellt hat. Wenn wir jetzt,, Rück­schau haltend, Uns die Erfolge, die bereits erzielt worden sind, vor Augen führen, dann können wir nur all' denen, die hier in uneigennütziger Weise Ihre Zeit und Arbeitskraft freiwillig zur Verfügung gestellt haben, unsere höchste Anerkennung aus­sprechen. Dieser Dank gilt darüber hinaus den vielen Millionen Volksgenossen, die dadurch, daß sie die Bestrebungen des Hilfswerks tatkräftig unterstützt haben, einen wesentlichen Anteil an dem Gelingen dieser Einrichtung tragen.

Wenn wir uns vor Augen halten, daß bisher rund 2/ Millionen Kindern eine mehrwöchige Er­holung in Heimen oder Landpflegeanstalten zu­teil wurde, und daß im Monatsdurchschnitt fast eine Million Personen betreut wurden, dann zeigen diese beiden Zahlen wohl zur Genüge den Umfang der geleisteten Arbeit.

Besonders wichtig ist in den letzten Jahren auch

der Kampf gegen die Säuglingssterb­lichkeit geworden. In engster Zusammenarbeit mit Reich und Staat ist es gelungen, die Säuglings­sterblichkeit trotz Ansteigens der Geburten von 7,9 auf 6,4 v. H. zu verringern. Bei gleicher Entwicklung wie in der Systemzeit wären fast 200 000 Kinder mehr gestorben, die nunmehr durch die sozialen Maß­nahmen des Führers dem Volk erhalten werden konnten.

Groß sind die Aufgaben, die auch in Zukunft, und zwar gerade in diesem Sommer, zu erfüllen sind. Bei der Einrichtung neuer Müttererholungs- Heime, von denen die NSV. zur Zeit im Reich 187 besitzt, sollen die Ostmark und dos Sudetenland besondere Berücksichtigung finden. Die hier bereits bestehenden Heime werden wesentlich erweitert, was um so notwendiger ist, als durch die jahrelange Not­lage der Mütter und Kinder in diesem nunmehr zum Reich gehörenden Gebieten unendliche Schäden ent­standen sind, lieber der Arbeit, die hier zu leisten ist, steht als Leitgedanke das Wort des Führers: Ich will in wenigen Jahren hier keine rachitischen Kinder mehr sehen."

Besonders zu begrüßen ist es, daß die Arbeit von Mutter und Kind" in noch stärkerem Umfange als bisher auch auf das Land ausgedehnt werden soll. Damit wird der oft von städtischer Seite zum Aus­druck gebrachten Ansicht entgegengetreten, daß die Mütter auf dem Lande sich sämtlich einer weit besseren Gesundheit erfreuten, als es in der Stadt der Fall ist. Wir müssen uns immer vor Augen halten, daß gerade auf dem Lande der Auf­gabenkreis einer Hausfrau und Mutter ungleich größer ist als in der Stadt und daß deshalb die um­fangreiche Landfrauen-Erholung, bei der der Reichsnährstand seine tatkräftige Mithilfe zuge­sichert hat, einer besonders dringlichen Forderung entspricht.

Von nicht minderer Bedeutung ist auch der Einsatz des HilfswerksMutter und Kind" in den B e - trieben. Gerade angesichts der Tatsache, daß die

Frauenarbeit jetzt stärker als in den vergangenen Jahren in Erscheinung tritt, ist der Betreuung der Mütter und Kinder erhöhte Aufmerksamkeit zuzu­wenden. Dies soll vor allem auch in der Vermehrung der Kindertagesstätten zum Ausdruck kommen. Daß damit Hand in Hand die Schulung der Fachkräfte gehen muß, leuchtet ohne weiteres ein. So ist die Errichtung mehrerer Kindergärtnerinnen- und Ju- gendleiterinnen-Seminare sowie einer Landkinder- pflegerinnen-Schule vorgesehen.

Den Hauptteil der Arbeit, die das HilfswerkMut­ter unb' Kind" in den Sommermonaten zu leisten haben wird, bildet die Kinderverschickung. Seit Monaten sind bereits umfangreiche Vorkehrun­gen getroffen, um dieser wohl wichtigsten Einrich­tung, die sich in den vergangenen Jahren so über­aus bewährt hat, zu einem vollen Erfolg zu verhel­fen. Nicht weniger als eine halbe Million Kinder werden in diesem Jahr verschickt werden, von denen der größte Teil in den Genuß eines Landaufenthal­tes kommt, während die übrigen in Erholungsheimen Aufnahme finden. Diese gewaltige Zahl stellt die an sich schon großen Leistungen der vergangenen Jahre noch weit in den Schatten und zeigt zur Genüge, was durch planmäßigen und zielbewußten Einsatz er­reicht werden kann. Daß neben dem Altreich beson­ders auch die Ostmark, das Sudetenland und das Memelland Berücksichtigung finden, sei nur nebenbei erwähnt.

Einen weiteren Ausbau werden auch die Kinder­gärten erfahren, in denen zur Ergänzung der Familienerziehung vorschulpflichtige Kinder vom dritten Lebensjahr an tagsüber aufgenommen wer­den. Im Mittelpunkt der Erziehung steht hier kör­perliche Ertüchtigung, Entwicklung des Charakters und Stärkung des Wesens. Am Abend wird das Kind der elterlichen Obhut zurückgegeben, da es in erster Linie der Familie gehört. In den Ernte­kindergärten, deren Errichtung infolge der starken Belastung der Landfrauen und der mangeln­den Beaufsichtigung der Landkinder in der Erntezeit notwendig wurde, steht neben den genannten Auf­gaben noch die Pflege bäuerlicher Art und Sitte. Im Bedarfsfall ist dem Erntekindergarten eine Ernte­kinderkrippe angeschlossen, damit auch die kleinsten Kinder die notwendige Pflege und Beaufsichtigung

erhalten, ohne ihre Elter» in der notwendigen Ernte« arbeit zu behindern.

Dies ist nur ein kleiner Querschnitt durch das um« fangreiche und vielseitige Aufgabengebiet des Hilfs« werksMutter und Kind", das im Rahmen der Ge­samtheit der NSV. geleistet wird. Die Pläne, die in den Sommermonaten zur Durchführung gelangen, zeigen, daß es auch hier, dem Willen des Führers gemäß, niemals einen Stillstand, sondern immer nur einen Fortschritt gibt. D. S.

Wetterbericht

Wider Erwarten war auch die in den letzten Tagen erfolgte Umgestaltung der Großwetterlage noch nicht weitgehend genüge um für längere Zeit beständig Schönwetter zu sichern. Bereits am Mitt­woch setzte Wetterverschlechterung ein. Damit ist auch die Aufstellung zuverlässiger Wettervorhersagen wie­der aufs äußerste erschwert.

Vorhersage für Freitag: Noch unbeftän« big, boch Regenneigung wieber abnehmenb unb zeit­weise aufheiternb, Mittagstemperaturen zwischen 15 unb 20 Grab, lebhafte Winbe um Norb.

Lufttemperaturen am 24. Mai: mittags 20,2 Grad Celsius, abenbs 13,2 Grob; am 25. Mai: morgens 9,0 Grad. Maximum 20,9 Grad, Minimum 8,4 Grad. Erdbodentemperaturen in 10 cm Tiefe am 24. Mai: abends 16,6 Grad; am 25. Mai: morgens 13,4 Grad. Niederschläge 8,5 mm. Sonnen­scheindauer 11,4 Stunden.

Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum­schein. Verantwortlich für Politik und die Bilder: Dr. Fr.W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. IV. 39: 9530. Druck unb Verlag: Brühlsche Universitäts- druckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit ber Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. unb Samstags 15 Pf., mit ber Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preis­liste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.

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