Ausgabe 
25.4.1939
 
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551 Zähler für Gießen

491 Zählbezirke.

der Fragebogen verpflichtet.

Aber mit der Ausfüllung der Fragebogen allein ist es nicht getan. Die Zählpapiere muffen zunächst m jede der etwa 22 Mill. Haushaltungen, zu jedem der 3/2 Mill, landwirtschaftlichen Betriebe und zu jeder der 5/2 Mill, nichtlandwirtschaftlichen Arbeitsstätten gebracht werden. Dabei darf auch nicht eine einzige Stelle übersehen werden. Wenn die Fragebogen ausgefüllt sind, müssen sie wieder abgeholt werden. Beim Empfang muß sofort geprüft werden, ob die Papiere lückenlos und fehlerfrei ausgefüllt find.

Diese umfangreiche Arbeit kann von den Ge­meindebehörden, denen die unmittelbare Durchfüh­rung der Erhebung übertragen ist, selbstverständlich nicht mit den ständigen Arbeitskräften bewältigt werden. Hierzu ist die ehrenamtliche Mit­arbeit von über ak Mill. Volksgenossen als sogenannte Zähler notwendig.

Jeder ehrenamtliche Zähler erhält einen bestimmt abgegrenzten Zählbezirk von etwa 30 Haushaltun­gen zugeteilt. Er hat für die vollständige Erfassung aller Haushaltungen und Arbeitsstätten in diesem Bezirk zu sorgen, die Ausfüllungspflichtigcn zu be­raten und nach Wiedereinsammlung der ausgefüllten Zählpapiere die erste Prüfung vorzunehmen, lieber die Angaben, die dabei zu seiner Kenntnis kommen, muß er gegen jedermann verschwiegen sein. In den mittleren und größeren Gemeinden sind je 5 bis 8 Zähler zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammen­gefaßt, zu deren Leiter ein Oberzähler bestellt wird. Die ausgefüllten Zählpapiere liefert der Zähler über den Oberzähler oder unmittelbar an die Ge­meindebehörde ab, die für die abschließende örtliche Prüfung und für die Weiterleitung an das Sta­tistische'Landesamt (in Preußen an das Statistische Reichsamt) sargt. Im Statistischen Reichsamt und in den Statistischen Landesämtern erfolgt dann die Auswertung dieser ungeheuren Menge von Erhe- . bungspapieren mit Hilfe der neuesten technischen

Einrichtungen.

Die ehrenamtlichen Zähler bilden also die vor­derste Linie bei dieser umfangreichen Zählung. Von ihrer Sorgfalt, ihrem Fleiß und ihrer Zuverlässig­keit hängt das Gelingen der gesamten Arbeit weit­gehend ab. So verantwortungsvoll und zunächst auch ungewohnt das Ehrenamt des Zählers für die meisten ist: das Maß an Arbeit, das dem einzelnen dabei erwächst, darf auch nicht überschätzt werden. Es wird natürlich einige Wege und einige Stunden Zeit kosten; aber das Bewußtsein, an einer großen, staatspolitisch wichtigen Sache verantwortlich mit­zuwirken, hilft diese Mühe leicht zu tragen. Der größte Teil der Zähler wird wie immer bis­her von den Beamten, den Lehrern und den Behördenangestellten gestellt.

Die deutsche Statistik ist stolz daraus, daß sie die allgemeinen Volks-, Berufs- und Betriebszählungen bisher immer durch die Einsatzbereitschaft des deut­schen Volkes mit gutem Erfolg durchführen konnte. Sie ist überzeugt, daß diese Einsatzbereitschaft bei

sprochen, wie eine jede Zeit in ihren Bauwerken sich die sichtbarsten und unvergänglichsten Denkmäler setze: das gibt allem Bauen in Deutschland heute den Zug ins Große und Weite, seine Bestimmung für die Ewigkeit; das prägt auch jegliche Architektur, die über einen privaten Auftrag und Umkreis hin­ausreicht, bewußt als 1 einen Ausdruck unserer Gegenwart, ihrer inneren Haltung und ihrer äuße­ren Organisation. Wahrscheinlich werden spätere Generationen dies noch viel deutlicher und klarer empfinden als wir selbst. Aus solchen Grundlinien, solchen Leitgedanken beginnt sich der neue Baustil in Deutschland zu formen' und Gesicht zu gewinnen.

Das große Bauprogramm unserer Zeit, das sich auf das ganze Reich erstreckt, wird zunächst in Ber­lin, in München, in Nürnberg und in Hamburg verwirklicht: vier Städten, deren jede in einem ganz bestimmten Sinne für das Reichsganze wichtig und charakteristisch erscheint. In Angriff genommen und vorbereitet werden, wie man in letzter Zeit

gibt.

Die Zählerwerbung innerhalb der Stadt Gießen ist b e r e i t s a b g e s ch l o s s e n. Insgesamt wurden 551 Zähler bzw. Oberzähler genannt, die nun in den nächsten Tagen das notwendige Material erhalten, an Hand dessen sie sich über ihre bevorstehenden Auf­gaben unterrichten können. Nachdem sich die Zähler mit der Form der Fragebogen vertraut gemacht haben, werden demnächst mehrere Versammlungen stattfinden, die jeweils einen Teil der Zähler bzw. Oberzähler beieinander sehen werden. In diesen Ver­sammlungen, die gewissermaßen der Schulung für die bevrstehende große Arbeit dienen, werden alle Fragen beantwortet werden, die der eine oder andere der Zähler nach der Durchsicht der Fragebogen zu stellen hat. Für die Zählerarbeit haben sich zahl­reiche Beamte der verschiedenen Aemter in unserer Stadt, der Schulen, der Universität usw. zur Ver­fügung gestellt. Mit besonderer Freude wurde fest- gestellt, 'daß sich die Universität mit nicht weniger als 241 Angehörigen für die Zählerarbeit bereit­erklärt hat.

Die Fragebogen, deren es mehrere Arten gibt, werden etwa in den Tagen um den 10. Mai von den Zählern bei sämtlichen Grundstücksbesitzern bzw. Mietern abgegeben. Für die Ausfüllung der Frage­bogen wird einige Tage Zeit gegeben fein. Der Stichtag ist der 17. Mai. Nach der Ausfüllung wer­den die Zähler die Fragebogen wieder abholen und das ist sehr wichtig sie an Ort und Stelle und möglichst in Anwesenheit dessen, der die Bogen ausgefüllt hat, überprüfen, ob alle Angaben auch in der richtigen Weise gemacht worden sind. Wenn dann in der Ausfüllung vielleicht eine Unklarheit entstan­den ist, so kann der Zähler sofort die notwendigen Ergänzungen oder Berichtigungen veranlassen. Durch diese Art der Abholung und sofortigen Ueberprüfung wird es möglich sein, segliche Rückfrage zu ver­meiden. Wie wir vom Zählungsleiter, Verwaltungs­inspektor Rothermel, erfahren, wurden für die Stadt Gießen 5150 Grundstückslisten und 13110 Haushaltungslisten angefordert.

kanzlet u. a. 26 Millionen Ziegelsteine benötigt wur­den, sich zum Vergleich vor Augen halten müsse, daß das neue Wohnungsbauprogramm der Hauptstadt dieKleinigkeit von 5Milliarden Ziegelsteinen erforder­lich mache. Schon in aller Kürze wird in Charlotten- burg der Grundstein für eine neue Wohnstadt gelegt, die 12 000 Wohnungen schaffen wird, woraus man u. a. erkennen mag, daß in Berlin (wie anderswo) keineswegs nur im Hinblick auf äußere Repräsen­tation gebaut wird, wie sie im Falle der neuen Reichskanzlei geboten schien.

In einem hohen Grade charakteristisch für den Baustil unserer Zeit sind ferner, was die Reichs- Hauptstadt angeht, der in Aussicht genommene Neu­bau für das Oberkommando Heer und für das be­reits vollendete Reichsluftfahrtministerium, ohne Zweifel eines der imposantestes Bauwerke im gegen­wärtigen Stadtbilde von Berlin. Der Gebäude-Kom­plex des Reichsluftfahrtministeriums, von der Leip­ziger, Wilhelm- und Prinz-Albrecht-Straße begrenzt, ist eine architektonische Sehenswürdigkeit ungewöhn­lichen Ranges, die man freilich wiederum nur von einer Musterung des Grundrisses her als organisches Gefüge zu begreifen und aus der Vogelperspektive, im Luftbild, in seinen riesenhaften Ausmaßen zu über­schauen vermag. Hier kann man wirklich von einer monumentalen Architektur sprechen, in welcher enorme Baumassen innerlich gegliedert, in der Fassa­denführung zueinander in Beziehung gefetzt find und durch die Gewinnung ausladender Binnenhöfe eine gewaltige dimensionale Ausweitung erfahren. Diese Abmessungen erscheinen sehr sinnvoll, sie entsprechen der gewaltigen Entwicklung des Wehrmachtsteiles, dessen zentraler Verwaltung die Gebäudegruppe dient. Wenn man sie abschreitet und zu überschauen sich bemüht, empfindet man die Richtigkeit einer Auf­fassung, die vor kurzem in anderem Zusammenhänge an dieser Stelle entwickelt wurde und manchem viel­leicht auf den ersten Blick überraschend erschienen sein mag: wie sich nämlich in der äußeren Aufgliederung langer und hoher Fassadenfronten durch die Grup­pierung und Zusammenfassung der Fensterfluchten, Portale usw. eine ähnliche Ordnung straff zusammen­gerückter und ausgerichteter Massen erkennen lasse wie etwa in den großen Marschkolonnen der For­mationen von Pariei und Wehrmacht; der Vergleich ist in der Tat neu und überraschend, läßt sich aber kaum von der Hand weisen bei eingehender Betrach­tung dieser Architektur, welche wiederum den prak­tischen Bedürfnissen und den Ansprüchen würdiger Repräsentation in gleichem Maße gerecht wird und überdies die Tradition der alten preußischen Armee, deren Geist in der neuen Luftwaffe lebendig erhalten und gepflegt wird, in den Reliefs der Außenfront nach der Leipziger Straße betont: hier wechseln mit den Ehrenzeichen alter und neuer Zeit die steinernen Bildnisse der großen Heerführer, welche mit der Glorie ihrer Taten und Namen in die Geschichte Preußens und Deutschlands cingcgangen und im Gedächtnis des Volkes lebendig find.

in naher Zukunft die beiden großen Zentralbahn­höfe Berlins verbinden wird, ist bereits in Angriff genommen) vom inneren Stadtkern bis an die äußeren Ränder des Weichbildes reichen/ so wird man einsehen, wie hier von Grund auf gebaut, erweitert und erneuert wird und daß der General­bauplan grundsätzlich- das Ganze des Stadtgefüges ins Auge faßt und in feine Gestaltung einbezieht.

Von den zahlreichen, bereits fertiggestellten Bau­ten der Reichshauptstadt wird vermutlich die neue Reichskanzlei den Blick des von auswärts kom­menden Besuchers zunächst auf sich lenken. Zwar wird man einen vollkommenen Eindruck nur dann gewinnen, wenn es sich ermöglichen läßt, einen Gang durch die Räume zu tun und einen langen Blick ins Innere zu werfen. Das ist an dieser Stelle vor nicht langer Zeit nach der Fertigstellung des Neubaues der Reichskanzlei (der übrigens in einer erstaunlich kurzen Bauzeit bewältigt wurde) aus­führlich beschrieben worden. Der Besucher, der nur das Außenbild erfaßt, wie es sich vom Wilhelm- platz und von der Voßstraße her darbietet, wird erkennen, wie hier in glücklicher und groß­zügiger Weise Altes und Neues zum Ganzen und zu einer organischen Einheit verschmolzen wurde, wie hier der Klassizismus und der Stil unseres Jahrhunderts harmonisch ineinander übergehen und ineinandergreifen zu einem der repräsentativsten Bauwerke des Reiches. Von den Ausmaßen dieser Architektur gewinnt man erst einen imponierenden Eindruck, wenn man die lange, in der Mitte zurück- springende Front in der Voßstraße abschreitet und erkennt, daß die gesamte lange Straßenfront an der rechten Seite (vom Wilhelmplatz aus) allein von diesem Flügel gebildet und naturgemäß beherrscht wird. Die äußeren Abmessungen dieser Flügelfront wie des gesamten Bauwerkes find (woraus eben­falls in dem erwähnten Referat hingewiesen wurde) zwar einesteils durch die praktischen Notwendig­keiten eines bedeutend angewachsenen Aufgaben- kreises erwachsen; sie zielen aber auch, ganz be­wußt, auf repräsentativen Ausdruck, und man be­greift im Anblick des Neubaues sehr wohl, was der Führer gemeint hat, als er im Hinblick auf den Erweiterungsbau davon sprach, daß man dem deut­schen Volke gewisse Minderwertigkeitsgefühle aus­treiben müsse, zu denen uns heute mehr denn je zuvor der Anlaß fehlt. Wer den Bericht über die innere Austeilung und Ausgestaltung der neuen Reichskanzlei seinerzeit aufmerksam gelesen hat und im Geiste an Hand der beigegebenen Biloer den Gang durch die Räume mitgemacht hat, wird da- von überzeugt jein, daß der Neubau auch in dieser . psychologischen Wirkung den Absichten des Führers . vollauf entspricht. Es wurde übrigens während der : Tagung auch davon gesprochen, daß der finanzielle i Aufwand für diesen Neubau immerhin einigermaßen : überschätzt zu werden pflege; und daß, wer etwa in > sasjungslofes und ängstliches Staunen versinke an- > gefichts des Umstandes, daß zum Neubau der Reichs-

dentenhaus durch. Der Arbeitsplan der Tagung sieht vor:

Freitag , 28. April: 14 Uhr Grundlegende Refe­rate. Es spricht der Sachbearbeiter für Dorfbetreu­ung bei KdF., Pg. H i r s ch s e l d , Berlin, u. a

Samstag, 29. April: 9 bis 12 Uhr Praktische Tanz- und Singearbeit; 13 bis 16 Uhr Fortsetzung der Arbeit; 20 Ühr Kameradschaftliches Beisammen- cin der Tagungsteilnehmer bei Hopfeld.

Sonntag, 30. April: 11 Uhr Oeffentliche Mor­genfeier. Es 'spricht Pg. Hirschfeld, Berlin. 15 Uhr: Oeffentliche Volkstumsoeranstaltung mit Lied, Spiel und Tanz. , .

Bei der Bedeutung, die der Dolkstumsarbeit int Rahmen des kulturellen Neuaufbaus unseres Volkes zufällt, ist die Zusammenarbeit aller Volksgenossen, die die hier austretenden Ausgaben erkennen, erfor­derlich.

Ludwig Jtunf, Nidda, 20 Zähre alt.

* Nidda, 25. April. In aller Lebensfrisck)e feiert am morgigen Mittwoch, 26. April, der überall in Oberhessen' und weit darüber hinaus bekannte Lehrer i. N. Ludwig Runk seinen 7 0. G e b u r t s - tag Er ist eine markante Persönlichkeit unserer oberhessischen Heimat. In Nidda wurde er geboren, dort ging er zur Schule, er war Präparand in

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Arbeitstagungpraktische Dolkstums­arbeit in Gießen".

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Neue deutsche Baugesinnung

Von Hans Thyriot.

Wenn man 1929 zuletzt in Berlin war und heute wieder hinkornmt, wird man manches noch genau wie damals, vieles auch auf den ersten Blick völlig verändert finden. An nichts aber wird man den un­geheuren Wandel, der sich in diesen zehn Jahren m Deutschland vollzogen hat, unmittelbarer und sinn­fälliger empfinden als an den neuen Bauten des Dritten Reiches: sie haben das Gesicht der Haupt­stadt bedeutsam verwandelt. Daß das Neue, was man an Architektur im Berliner Stadtbilde vorfindet, nur ein Beispiel und einen Anfang be­deutet: daran wird man, wenn es einem nicht so­gleich gegenwärtig sein sollte, erinnert, sobald-man auf einem Spaziergange durch die Stadt einer Bau­stelle begegnet, die durch ein großes SchildNeu­gestaltung von Berlin" gekennzeichnet wird. Mit diesen Worten ist das Grundsätzliche ausgesprochen: es handelt sich gar nicht darum, etwa ein über­altertes oder zu' klein gewordenes Bauwerk durch ein neues zu ersetzen, einen Straßenzug auszu­bauen oder ein Stadtviertel zu erweitern sondern darum, das Gesicht der Stadt im ganzen neu zu formen nach einem einheitlichen Plan und einem Lauwillen, der heuje wie in der Hauptstadt des Reiches in ganz Deutschland am Werke ist- Doch wird Berlin als geistiger und politischer Mittel­punkt auch hierin immer Beispiel und Vorbild

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(Aufnahme: Aisch, Frankfurt a. M.)

Lich und besuchte das Lehrerseminar in Friedberg. Anschließend war er Lehrer in Assenheim, Calbach (bei Büdingen), Rieder-Florstadt und in Maibach. In Okarben.war er über 30 Jahre lang Erzieher, und schließlich erlebte er noch die Freude, zwei Jahre lang in feiner Vaterstadt als Lehrer wirken zu können. Insgesamt waren 44 Jahre seines Lebens der Jugend gewidmet, die in ihm einen Kameraden hatte, wie sie sich ihn nicht besser wün-. jchen konnte. Er ist Freund und Berater für alle, die ihn kennen. Alle Menschen seiner Umgebung haben Anteil an seinem Humor und seiner natür­lichen Heiterkeit, deren Einfluß sich niemand ent­ziehen kann. Wenn man mit Vater Runk bei­sammen ist und plaudert, dann gibt es immer auch etwas zu lachen. Obwohl er schon seit einiger Zeit im Ruhestand lebt, hat er sich nun wieder m den

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___ Vorbereitungen für die Bestandsaufnahme von Volk und Wirtschaft in Gieße n sind bereits eit einiger Zeit im Gange. Zum Zählungskommissar ür die Stadt Gießen mit den Vororten Wiefeck und Klein-Linden ist Beigeordneter Nicolaus und zum Zählungsleiter Verwaltungsinspektor Rot­hermel bestellt worden. Die Durchführung der Zählungsarbeiten sind dem Wirtschafts- und Schul­amt der Stadt Gießen übertragen worden. Die Stadt Gießen ist in 431 Zählbezirke eingeteilt worden. Dazu kommen die Vororte Wiefeck mit 41 Zähl- bezirken und Klein-Linden mit 19 Zählbezirken, so daß sich eine Gesamtzahl von 491 Zählbezirken er-

auf dem Hof.

In dieser Jahreszeit aber lockt der Ausblick ins­besondere.Eben ging ein hübsches Mädchen im Sommerkleid vorbei", sagt plötzlich der Buchhalter und freut sich, wenn Fräulein Gertrud argwöhnisch aufschaut. Der Bürovorsteher hat jedoch einen pracht­vollen Kraftwagen mit offenem Verdeck gesehen, der ihn an die Tatsache erinnert, daß die Reisezeit bald beginnt. Der, Lehrling Hans beobachtet indessen heimlich die Motorräder, die seine stille Leidenschaft sind. Alle aber sind froh, daß ihnen der gelegentliche Ausblick aus dem Fenster etwas von dem quirlenden Leben zeigt, für dessen Aufgaben auch sie tagtäglich im stillen Büro ihre Pflicht erfüllen. H. W. Sch.

Vornotizen.

Tageskalender für Dienstag.

Stadttheater: 20 bis 23 UhrDie Königin Isa­bella". Gloria-Palast (Seltersweg):Urlaub auf Ehrenwort". Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): Ein Walzer für dich".

Stadttheater Gießen.

Unmittelbar nach der Uraufführung am Staats- iheater Berlin bringt das Stadttheater Gießen heute abend die Erstaufführung vonDie Königin Isabella", Schauspiel in drei Akten von Hans Reh­berg. Es ist das erste Werk des jungen deut­schen Dramatikers, das mir auf unserer Bühne sehen. Die Spielleitung hat Hannes Razum, Bühnenbild: Karl Löffler. Die Vorstellung findet gleichzeitig als 29. Vorstellung der Dienstag-Miete statt. Anfang 20 Uhr, Ende 23 Uhr.

Am 17. Mai d. I. findet die erste umfassende Bestandsaufnahme von Volk und Wirtschaft im Großdeutschen Reich statt. Dieses Zählungswcrk ist das größte, das bisher im Deutschen Reich veran- taltet wurde. Zu feinem Gelingen ist die tätige Mithilfe des gesamten Volkes erforderlich, denn die deutschen Volks-, Berufs- und Betriebszählungen ind abweichend von der Handhabung in ver- chiedenen anderen Staaten feit jeher S e l b ft = zählungen der Bevölkerung gewesen. Jeder Haushaltungsvorstand und jeder Leiter eines Be­triebes oder einer Arbeitsstätte ist zur Ausfüllung

der Tagung der Kulturschriftleiter Groß- deutschlands, welche in diesen Tagen auf Einladung des Pressechefs der Reichsregierung, Staatssekretärs Dr. Dietrich, im Propaganda-Ministerium statt­fand und worüber hier bereits berichtet wurde, yielt u. a. Oberbaurat Stefan in Vertretung des Generalbauinspektors für die Neugestaltung der Reichshauptstadt, des Architekten Professor Albert Speer, einen Vortrag über neue deutsche öau- qefinnung, worin die Grundsätze bargelegt wurden, nach welchen heute bei uns geplant und gebaut wird In allen diesen Planungen und allen diesen Bauten ist jede Zufälligkeit und jede individuelle Willkür dadurch ausgeschaltet, daß auch die Archi­tektur bewußt aus der Weltanschauung hergeleitet und gelenkt wird, die seit 1933 ün Deutschland ,eg- liche Lebensäußerung regiert Die neuen Bauauf- qaben, die sich mit dem Fortschreiten der Zeit, mit sicherer inneren Entwicklung und ihren Forderungen stellen, formen von sich aus sehr deutlich und kaum verwechselbar das Gesicht einer neuen deutschen Baukultur. Wie auf allen anderen Gebieten so stehen auch in der Architektur für den Baumeister Volk und Nation im Mittelpunkt, im Blickpunkt gleichsam jedes künstlerischen Entwurfes, den er m Angriff nimmt. Der Führer selbst, dem wie wir wissen, von allen schönen Künsten gerade die Archi­tektur aus persönlicher Neigung und Begabung weitaus, am nächsten steht, hat mehrfach davon ge-

tem Maße vorhanden fein wird; handelt es sich doch um nichts geringeres, als dem Führer und seinen Mitarbeitern zuverlässiges Zahlenmaterial Grundlage für die weitere Aufbauarbeit der menden Jahre zu beschaffen.

Vestandsausnchme von Volk und Wirtschaft

Oie Vorbereitungen in Gießen.

Aus der Stadt Gießen.

Oer Ausblick.

Die Fenster des Büros gehen auf den Platz, auf dem mancherlei Baugeräte lagern. Gerüftbretter und Leitern liegen an der Seite, und neben einem Hau­fen Sand find Mauersteine hochgestapelt. Zuweilen steht auch ein Betonmischer da, der auf den Trans­port nach einer neuen Baustelle wartet. Dieser Aus­blick aus den Fenstern des Büros würde eintönig fein, wenn nicht das Hoftor da wäre. Aber das Hof­tor ist zweiflügelig, und da es den ganzen Tag offen steht, gewinnt der Ausblick einige Reize. Ja, es läßt sich nicht bestreiten, daß es manchmal gerade­zu verlockend ist, aus den Fenstern des Büros eine Weile Ausfchau zu halten.

Denn das Hoftor liegt an einer verkehrsreichen Straße. Und wenn es auch nur einen Ausschnitt aus dem Straßenbild zeigt, so ist es vielleicht ge­rade dieser Umstand, der den Ausblick reizvoll macht. Eine Straße im ganzen gesehen, ist jedenfalls weni­ger interessant als ein kleines, Teilstück, das immer­fort neuen Veränderungen unterliegt und kaleido- fkophaft bunte Bilder in wechselnder Folge zeigt. Vielleicht sind deshalb auch die Schlußfolgerunaen, die sich aus der Beobachtung der bewegten Vor­gänge im Ausschnitt des Hoftors ziehen lassen, zu­verlässiger und treffender, als sie bei der Betrach­tung des ganzen Straßenbildes möglich wären.

Möglicherweise veranlaßt diese Erkenntnis den Lehrling Hans, öfter aus dem Fenster zu schauen, als dem Bürovorsteher passend erscheint. Deshalb setzt es dann gelegentliche Verweise oder gelinde Rippenstöße. Aber auch der Herr Bürovorsteher kann es sich nicht versagen, dann und wann Aus­schau zu halten, um Studien zu treiben, wie er gern sagt. Selbstverständlich ist Fräulein Gertrud an der Schreibmaschine nicht abgeneigt, ihrerseits ebenfalls solche Studien zu treiben, so daß der Buchhalter Meier keinen Grund sieht, sich von dem allgemeinen Bestreben auszuschließen. Weshalb der Ausblick aus den Fenstern immer wieder für einige Augenblicke eine gern genützte Sache ist. Wogegen auch der Che nichts einzuwenden hat, denn schließlich dient der Ausblick ja auch zur Beobachtung der Vorgänge

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gehört hat, ähnliche grundlegende städtebauliche Neu­gestaltungen u. a. für Weimar, Augsburg, Bayreuth, Münster? Dresden, Salzburg und Stettin. Was Berlin betrifft, so wird man Sinn und Umfang der Neugestaltung vielleicht am deutlichsten begreifen, wenn man sich die vorausgegangene Entwicklung klarmacht und das Bild der Stadt und ihr all­mähliches, dann immer schnelleres und gewaltigeres Achsen auf Grund einer Vergleichung älterer

studiert. Wie die Architektur des Einzel­bauwerkes erst aus der Erkenntnis des Grundrisses wirklich faßbar wird, so die organische Gestalt einer Stadt aus einer Gesamtansicht ihres Weichbildes, in welchem sich' der älteste Kern abzeichnet und darum herum gelagert dessen Ausstrahlungen und Erweiterungen, die gleichsam die Jahresringe im Wachstum des Ganzen erkennen lassen. Da sich dieses Wachstum nicht nur über Jahre und Jahrzehnte, sondern allermeist über Jahrhunderte erstreckt, wer­den die Entwickungslinien allmählich unscharf ober verwischen sich vollkommen. Das wird der unbefan­gene Beobachter jedenfalls vermutlich zunächst fin­den, wenn er den Gesamtstadtplan der Neichshaupt- stadt als eine unübersehbare, scheinbar ungegliederte, formt oje und unorganijche Masse von Stadtvierteln, Vorstädten, Straßenzügen und Häuserblöcken vor sich erblickt; er wird sich nur mühsam zurechtfinden und nur schwer die Ordnung im Chaos begreifen. Doch wird sich das Ganze klären, wenn er einen Plan der Neuordnung zu Gesicht bekommt, welche zunächst einmal eine neue Grundaufteilung schasst, indem sie ein Achsenkreuz von Norden nach Süden und von Osten nach Westen legt und damit gleichsam ein Rückgrat schasst und die Blickpunkte für die Neugestaltung festlegt. Die Ost-West-Achse, der eine Hauptbalken der neuen städtebaulichen Raumord­nung, ist, worüber ausführlich berichtet wurde, in diesen Tagen fertiggestellt und dem Verkehr über­geben worden. Wenn man sich klarmacht, daß die beiden Achsen (die von Norden nach Süden, die

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Wie bereits mitgeteilt wurde, führt der NSD.- toie m uverzeum, vuö u,, w S tu b e n t e n b u n ö in Verbindung mit der

der Zählung am 17. Mai 1939, der Eröffnungs- N G.K raft d u r ch r e u d e eine Arbeits- bilant unseres Großdeutschen Reichs, in verstärk-1 tagung über praktische Volkstumsarbeit im Stu-