Ausgabe 
24.8.1939
 
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Behelfsmäßige Lustschutzmaßnahmen

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In bestehenden Geb äud e n sicht eine Neunte Durchführungsverordnung zum Luftschutz­gesetz behelfsmäßige Maßnahmen vor, um eine Be­lastung des Baustoffmarktes und Anforderungen an Arbeitskräften zu vermeiden. Die behelfsmäßige Herrichtung von Lustschutzräumen soll mit vor­handenen und einfachsten Mitteln er­reicht werden. Die Verantwortung für die Durch- ührung trifft den Eigentümer, an seiner Stelle den Erbbauberechtigten oder den Nießbraucher. Zu der Durchführung haben jedoch alle Bewohner oder Benutzer eines Gebäudes gemeinsam beizutragen, Das kann geschehen: Durch Bereitstellen geeigneter Räume, von Baustoffen, Geräten und dergl., durch eigene Arbeitsleistung, durch Bereitstellen von Ein­richtungsgegenständen und durch Geldbeträge. Wenn über Art und Umfang des Beitragens eine Eini­gung nicht zustande kommt, so entscheidet über die nicht in ©) zu erbringenden Beiträge der Orts­polizeiverwalter, über Geldbeiträge das Amtsgericht im Wege der Dertragshilfe, der freiwilligen Ge­richtsbarkeit. Personen, die Räume in Besitz haben, die für die behelfsmäßige Herrichtung von Luft-

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Alle Vorbereitungen für den Reichsparteitag getroffen. Besonders feierliche Ausgestaltung des Appells der politischen Leiter.

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Berlin, 23. Aug. (DNB.) Reichsorganisations- leiter Dr. Ley kennzeichnete in einer Presse-Unter­redung die Reichsparteitage der NSDAP, als eine alljährlich wiederkehrende Demonstration der inneren Macht unserer Nation, mit der die Einheit des gesamten deutschen Volkes in Wille, Kraft und Ziel der Welt vor Augen geführt wird. Zum anderen aber soll diese Demonstration von jener Schönheitund Würde zeugen, die dem deutschen Kulturleben und dem deutschen Geist eigen ind. Nach dem Willen des Führers ist der Reichs­parteitag darüber hinaus der Mittelpunkt weltanschaulicher Schulung für das Füh­rerkorps der Partei, ihrer Gliederungen und Ver­bände. Alles wurde getan, um den nach Nürnberg kommenden Parteitagsbesuchern ein v o l l k o m m e - nes und ungetrübtes Erlebnis des Par­teitages zu vermitteln. Gemäß dem Leitwort für die Organisationsarbeit des Reichsparteitagesin je­dem Jahre besser und vollkommener", eien in allen Referaten Verbesserungen gegenüber Jem Vorjahr festzustellen.

Der Aufbau der Zeltlager und Massen­quartiere, fuhr Dr. Ley fort, ist bereits be­endet. Die 350 000 Parteitagbesucher, die in Zelt­lagern und die 170 000, die in sonstigen Massen - quartieren untergebracht werden, erwartet in Nürn- >erg eine tadellose Unterkunft. Die Fahrpläne ür die Sonderzüge sind fertiggestellt. Von

Der Internationale Weinbaukongreß.

Empfang durch d.ie Reichsregierung.

'Aus Anlaß des Internationalen Weinbaukon- pesses gab die Reichsregierung am Dienstagabend hn Großen Kurhaussaal zu Bad Kreuznach einen tmpsang, an dem außer den offiziellen Delegasto- tm des Kongresses der Reichsminister für Ernäh- rmg und Landwirtschaft, R. Walther Darr6, br Gauleiter der Westmark, Staatsrat Simon, hr Gauleiter des Nachbargaues Hessen-Nassau, k-eichsstaUhalter Sprenger, ^-Gruppenführer Hildebrand als Vertreter des Reichsfuhrers ff Enb zahlreiche weitere Vertreter von Partei, Staat vlld Behörden teilnahmen. Bei dem Essen hieß feichsminister Darrs die Gäste des Abends im himen der Reichsregierung herzlich willkommen, fein besonderes Willkomm galt den ausländischen Kommissionen des Internationalen Landwirtschaft- l'chen Instituts in Rom und des Internationalen Ii einbauamtes in Paris, den zahlreich erschienenen isländischen Delegationen und allen Gästen, die iri Weinbau und in der Weinwirtschaft an führen­de Stelle tätig sind. Der Wein, so betonte der Minister, sei nicht nur Ergebnis unermüdlichen schaffens durch die Winzer, er sei für sie nicht nur fegenstand ernster Beratung und Austausches ern- jtrr Gedanken, sondern wie überall im Leben auch ir Leben dieses Kongresses dazu bestimmt, zu Ge- le.!igkeit und Frohsinn beizutragen. Es sei ihm eine biondere Freude, wenn der Kongreß das Der- 'hyen der Volker untereinander in dieser so be­sten Zeit fördern und sie einander näherbringen vrrde.

Ubg. Edouard B a r t h e , der Präsident des In- briationflfen Weinbauamtes Paris, dankte der ätschen Regierung und der Stadt Kreuznach für & herzliche Gastfreundschaft. Er beglückwünschte 5kutschland dazu, daß es mit der Zusammenarbeit W*er Winzer so große Erfolge erzielt hübe und M Mit Worten hoher Anerkennung die Wein- p°ttschaftsaktion und die dadurch erzielte Derdop- £ling des deutschen Weinkonsums hervor. Der seiner schloß mit dem Wunsch, daß der laufende Hlmjahrgang der Wein des Friedens «rld der Eintracht sein werde. Der Führer In italienischen Delegation, Vincenzo Lai, feierte

Wein als bestes Mittel zur Entspannung un- tr den Völkern. Möge der Wein in Zukunft nicht tu Bote der Freude, sondern auch Bote eines gerechten Friedens sein.

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Etwa 900 Teilnehmer des Kongresses waren am Mittwoch einer Einladung der Stadt Wie s- tai) e n gefolgt. Sie lernten die hauptsächlichsten jmeinrichtungen kennen. Im Kurpark fand ein tinpfang statt, dem auch Gauleiter Reichsstatthalter Sprenger und stellvertretender Gauleiter ßrn = irr beiwohnten.

Dank an die Erntehilfsstudenten.

Aerlin, 23. August. (DNB.) Reichsstudenten- slrer Dr. Scheel wendet sich mit folgendem gesbef ehl an die 46 000 Erntehilfsstudenten:

Jhmeraben, Kameradinnen! Die ersten Transporte.

schutzräumen in Anspruch genommen werden müs- sen, sind verpflichtet, diese zur Verfügung zu stellen. Soweit die Errichtung von Splitterschutzvorrichtun­gen oder die Herrichtung und Benutzung von Not- auslässen die Inanspruchnahme eines Nachbar- grundstückes aus zwingenden Gründey notwendig macht, ist der Eigentümer oder Besitzer verpflich­tet, die Inanspruchnahme zu dulden. Eine Entschädi­gung wird nicht gewährt. Für jede unterzubrin­gende Person ist im Luftschutzraum ein Luftraum von 3 cbm vorzusehen. Eine Gasschleuse ist in ein­fachster Form vor dem Lustschutzraum herzustellen, desgleichen Notauslässe in richtiger Lage und genü­gender Anzahl. Für die splittersichere und gas­sichere Herrichtung des Luftschutzraumes sind in den Bestimmungen verschiedene Ausführungsmöglich­keiten vorgesehen, die durch Zeichnungen erläutert werden, ebenso für die behelfsmäßige Deckenab­steifung sowie über die innere Einrichtung der Luft­schutzräume, eine anderweitige Benutzung der Lust­schutzräume im Frieden ist zugelassen, vorausgesetzt, daß der Hauptzweck der Luftschutzräume nicht ge­fährdet wird.

Be ru f s kr a n k e n ka s s e der weiblichen A n g e st e l l t e n neben der planmäßigen ärztlichen Untersuchung ganzer Jahrgänge ihrer jugendlichen Versicherten erstmals auch zwei Jahrgänge der Kinder ihrer Versicherten ärztlich unter­sucht. 2160 Kinder der beiden Jahrgänge wurden als kurbedürftig, außerdem auch rum> 4000 kurbe­dürftige Kinder der übrigen Jahrgänge, zu einem mehrwöchigen- Gesundungsaufenthalt in die eigenen Kinderheime der beiden Kassen und in 39 Ver­tragsheime entsandt. In den Jugendgesundungs­stätten der beiden Kassen konnten 895 Jugendliche untergebracht werden, die in Reihenuntersuchungen aus rund 24 000 Untersuchten ausgewählt wurden. Auf dem Gebiete des hygienischen Vortragswesens verzeichnet der Jahresbericht 602 Veranstaltungen mit 75 225 Besuchern (gegenüber 319 Veranstal­tungen im Jahre 1937 mit 27 820 Besuchern). Ins­gesamt wurden von beiden Kassen für reine Auf­gaben der Gesundheitsführung rund 1 Million RM. aufgewandt. Der Mitgliederstand wuchs durch 118139 Neuaufnahmen für beide Kassen auf 790 906 Stammversicherte an. Zusammen mit den Familienangehörigen betreuten die beiden Kassen am Ende des Berichtsjahres 1250 903 Personen. Die Beiträge erreichten eine Höhe von 64 614 283 RM., die Versicherungsleistungen beliefen sich auf 53 734 590 RM. Nach Vornahme der Abschreibun­gen konnte die Berufskrankenkasse der Kaufmanns­gehilfen 5 046 949 RM. und die der weiblichen Angestellten 1504 363 RM. der Rücklage zuführen.

der Reichspost werden 28 Sonderpostämter errichtet, die Reichsbahn sendet über 1000 Vollzüge für die Formationen und Politischen Leiter nach Nürnberg. Auf dem Märzseld ist ein besonderer Bahnhof errichtet worden. Der Gesundheits- dienst ist für seine schwere Aufgabe besonders gut gerüstet. Die K d F.- S t a d t hat einen wei­teren Ausbau durch einige neue Sportarenen er­halten. In ihrer unmittelbaren Nähe erheben sich die Zelte für die 23 000 als Ehrengäste nach Nürn­berg kommenden Arbeitsurlauber aus allen Gauen Großdeukfchlands. Das K d F. - V o l f s f e ft wird ebenfalls weiter ausgestaltet werden, soll doch der Parteitag auch ein Fest- der Freude sein.

Die organisatorischen Vorbereitungen für die Appelle sind bereits beendet. Besonders wird der Appell der Politischen Leiter in diesem Jahre eine feierliche Ausgestaltung er­halten. Die 125 000 nach Nürnberg kommenden Politischen Leiter werden zusammen mit den Hun- derttausenden von Gästen einen einzigartigen Appell erleben. 7 0 0 0 Sänger und 2000 Mu­siker werden an der Ausgestaltung dieses Appells, der unter einem einzigartigen Lichtdom ab ge­halten wird, beteiligt sein. In wenigen Tagen, so schloß der Reichsorganisationsleiter seine Ausfüh­rungen, wird Deutschland und die Welt wieder nach Nürnberg sehen und die immer junge und wach­sende Kraft der Partei von neuem erleben.

Innehaltung der Arbeitszeit.

Der zur Zeit herrschende Facharbeiter­mangel birgt die Gefahr zu Ueberschrei- tungen der Arbeitszeitordnung in sich. Deshalb weist der Reichs st and des Deut­schen Handwerks nachdrücklich auf die Be­stimmungen, aber auch auf die Befreiungsmöglich- keiten der Arbeitszeitordnung hin. Als regelmäßige werktägliche Arbeitszeit sieht sie acht Stunden vor. Sie gibt aber die Möglichkeit einer andere n Verteilung der Arbeitszeit. So kann, wenn an einzelnen Werktagen die Arbeitszeit regelmäßig verkürzt wird, die ausfallende Zeit auf die übrigen Werktage derselben sowie der vorhergehenden oder der folgenden Woche verteilt werden. Ein solcher Ausgleich ist ferner zulässig, wenn die Art des Be­triebes eine ungleichmäßige Verteilung der Arbeits­zeit erfordert. Die durch Betriebsfeiern, Volksfeste, öffentliche Veranstaltungen oder aus ähnlichem An­laß an Werktagen ausfallenden Arbeitsstunden können auf die Werktage von fünf zusammenhän­genden, die Ausfalltage einschließenden Wochen ver­teilt werden. Dasselbe gilt, wenn in Verbindung mit Feiertagen die Arbeitszeit an Werktagen aus­fällt, um den Gefolgschaftsmitgliedern eine längere Freizeit zu gewähren. Ferner kann die Arbeitszeit bei notwendigenDor- und Abschluß arbeiten" um 1/2 Stunde oder auch um zwei Stunden täglich ver­längert werden. Das Gewerbeaufsichtsamt kann be­stimmen, welche Arbeit als Dor- und Abschluß­arbeiten gelten. An dreißig tagen im Jahr schließ­lich können die Gefolgschaftsmitglieder über die regelmäßige Arbeitszeit hinaus mit Mehrarbeit bis zu zwei Stunden täglich beschäftigt werden. In all diesen Ausnahme fällen darf die Arbeitszeit 10 Stunden täglich nicht überschreiten. Das Gewerbe­aufsichtsamt kann beim Nachweis eines dringenden Bedürfnisses auf Antrag eine abweichende Regelung zulassen. Eine über 10 Stunden hinausgehende Arbeitszeit darf nur bei Arbeitsbereitschaft und aus dringenden Gründen des Gemeinwohls zugelassen werden.

Deutsche aus aller Wett in Graz.

Auch in diesem Jahre findet, eine Woche vor dem Reichsparteitag, das schon traditionell gewor­dene Treffen der Ausländsdeutschen statt, die aus allen Ländern der Erde in die Heimat eilen, um dem Zusammengehörigkeitsgefühl aller Deutschen Ausdruck zu verleihen. Auf Anordnung des Gauleiters B 0 h l e, der nun schon seit über acht Jahren an der Spitze der Auslands­organisation der NSDAP, steht, wird die diesjährige Tagung nicht in Stuttgart, sondern in der deutschen Ostmark, in G r a z, der Stadt, die den EhrennamenStadt der Volks­erhebung" trägt, stattfinden. Am 25. August wird die Tagung durch den Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Heß, feier­lich eröffnet werden.

Die Tage von Graz lenken erneut unsere Auf­merksamkeit auf das Auslandsdeutschtum. Jeder von uns verbindet damit jetzt einen festen Begriff, er weiß, welche wichtigen und verantwortungsvollen Aufgaben das Auslandsdeutschtum zu erfüllen hat. Diese deutschen Männer und Frauen, die, mögen die Schwierigkeiten auch noch so groß fein, immer ihrem Deutschtum treu blieben, sind des Führers politische Gefolgsleute in der Welt, sind die Träger einer Idee und seines Werkes.

Noch mehr, als es in den vergangenen Jahren der Fall war, wird die diesjährige Reichstagung der Auslandsorganisation der NSDAP, die in­nere Geschlossenheit des Auslands- d e u t f ch t u m s zum Ausdruck bringen, sie wird aller Welt zeigen, daß Heimat und Auslands­deutschtum nunmehr ein Begriff geworden und von­einander nicht mehr zu trennen sind. Stand die vorjährige Reichstagung der AO. ganz im Zeichen der Rückköhr der Ostmark, so wird dieser Tagung die Heimkehr des Sudetenlandes, Böhmens und Mährens sowie des Memellandes ihren Stempel aufdrücken. In Graz wird diesen deutschen Män­nern und Frauen, die in schweren Zeiten so selbst­los und treu die Fahne des Deutschtums hoch- gehalten haben, noch einmal der Dank aus berufe­nem Munde ausgesprochen werden.

Erst der Nationalsozialismus hat,_ was wir uns immer wieder vor Augen halten müssen, vermocht.

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Daß Partei und Staat mit ihrem Mllen planmäßiger Gesundheitsführung des deutschen Vol­kes nicht mehr allein stehen, zeigt der Iahr" bericht der Arbeitsgemeinschaft der Berufskrankenkassen für 1938. Im Be- richtsjahre wurden von der B e r u f s k r a n Een» talie der KaufmannsgehlLfen und der

Boliviens Staatspräsident tödlich verunglückt.

M e n 0 s A i r e 5,23. August. (DNB.) Nach Mel- frngen aus La Paz ist der bolivianische Staatspräsi- jjmt General German Busch am Mittwoch früh verunglückt und seinen schweren Verletzun- gtn erlegen. Der Chef des bolivianischen Heeres, E-neral Q u i n t a n i l l a s, der nach dem Tode des ^räfitJenten Busch provisorisch auf einen Beschluß iits Kabinetts die Staatspräsidentenstelle übernom- m>n hat, erließ einen Aufruf, in dem er das Jblf aufforbert, Ruhe und Disziplin zu bewahren. Ngierung und Heer übernähmen die Garantie für bi> Weiterführung der Staatsgeschäfte im Sinne des Erstorbenen. Um allen Möglichkeiten vorzubeugen, virde ein strenges Versammlungsverbot für ganz Hrlioien erlassen.

German Busch-Becerra war 1904 in San givier de Chiquitos geboren. Sein Vater war in fri achtziger Jahren aus Deutschland ein- g! wandert, hatte die Tochter eines boliviani- sten Grundbesitzers geheiratet und war durch Un- iinehmungen in der Bergbauindustrie zu Wohl- jtmb gekommen. Busch besuchte die Kadettenschule ii La Paz und trat in die Armee ein. Der Chaco- Jtieg zwischen Bolivien und Paraguay, durch den ji:j Bolivien das Grenzgebiet des Gran Chaco und fcmit einen Zugang zum Meer zu sichern erstrebte, gib ihm Gelegenheit zur (Erprobung glänzender Mtärischer Fähigkeiten und ungewöhnlichen per» glichen Mutes, der ihm den NamenKorsar des Ichungels" eintrug. Bei Ausbruch des Krieges im kehre 1932 war er Hauptmann, wurde 1933 Ma- jc und im folgenden Jahr an die Spitze des Gene- ilftabes des ersten Armeekorps berufen. Am Ende Hs Krieges 1935 übernahm Busch als jüngster L erstleutnant der Armee die Leitung des General- stbs. Bei der in den folgenden Jahren durchge- fbrten Reorganisation der Armee bewies er ver- vUlungstechnisches Geschick. Als im Jahre 1937 Eaatspräsident Toro von seinem Amt zurücktrat, iLrrnahm Busch die Führung des bolivianischen 6iates und führte bald einen erbitterten Kampf gt: en die auch in Bolivien überhandgenvmmene Mißwirtschaft der Parteien und den maßgebenden Einfluß ausländischen Ka- pitals. Im Zuge seiner Säuberungsaktion führte 3.1 cf) im April 1939, gestützt auf die nationalen Kiste des Landes, das autoritäre Regie- 111m gssystem in Bolivien ein. Er ergriff Maß- iNjmen gegen die Riesengewinne ausländischer Liinminen, verstaatlichte die Minenbank und die fyntralbanL

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zwischen Heimat und Auslands- deutschtum eine feste Verbindung her­zustellen. Wenn in früheren Jahren der Deutsche in fremdes Land ging, dann war er nur zu oft für die Heimat verloren. Hatte er keine verwandt­schaftlichen Beziehungen mehr, so entfernte er sich auch innerlich immer mehr von der Heimat, die leider auch ihrerseits nichts tat, um in diesen Deut­schen das Bewußtsein wachzurufen, daß sie für immer ihrem Vaterlande verbunden bleiben müßten. Das Deutschtum in der Welt war in der Vorkriegs­zeit und in den Jahren des Niederganges nach dem Kriege zerklüftet und zerspalten in zahlreiche Ver­bände, die ebenso, wie es im Reich der Fall ge­wesen ist, meist nach Klassen- und Standesrücksichten ausgerichtet waren.

Schon lange Zeit vor der Machtübernahme er­kannte der Führer, wie wichtig es märe, auch die Ausländsdeutschen mit dem Ideengut der Be­wegung vertraut zu machen. Zu diesem Zweck wurde am 1. Mai 1931 in Hamburg di e Aus- landsorganisation der NSDAP, ins Leben gerufen unter der Führung von Gauleiter Bohle, der selbst Auslandsdeutscher ist. Im Laufe weniger Jahre wurden über 700 Gruppen der NSDAP, im Ausland geschaffen. Es ist selbstver­ständlich, daß in die Reihen der AO. nur Reichsdeutsche ausgenommen werden können. Dank der Arbeit der Partei hat auch im Auslands- deutfchtum die Volksgemeinschaft einen restlosen Sieg baoongetragen. Vorrechte bestimmter Schichten und Klassen, die gerade beim Auslandsdeutschtum früher sehr ausgeprägt waren und oft, eben nach früherer Auffassung, Vorbedingung für eine natio­nale Einstellung zu sein schienen, sind verschwunden. Mit besonderem Nachdruck muß darauf hingewiesen werden, daß in diesen Jahren gerade der sogenannte kleine Mann im Kampf um sein Deutschtum an vorderster Stelle gestanden hat.

Der mächtige Aufschwung, den die Auslands­organisation genommen hat, hat nicht nur seinen Ausdruck in den verschiedenen Wahlen der letzten Jahre gefunden, bei denen nahezu stets ein hundert­prozentiges Ergebnis für den Führer erzielt werden konnte, sondern auch bei den zahlreichen großen Kundgebungen, die an den Feiertagen der Nation veranstaltet werden. Es bedeutet für diese Deutschen in der weiten Welt immer eine besondere Freude, wenn an einem solchen Tag eine führende Persön­lichkeit des Großdeutschen Reiches, wie beispiels­weise ein Gauleiter, zu ihnen kommt und ihnen, nachdem er die Grüße des Führers überbracht hat, von dem Aufbauwerk in der Heimat berichtet. Ge­rade in solchen Stunden kommt den Ausländsdeut­schen so recht zum Bewußtsein, wie stolz sie jetzt auf ihr wieder so mächtig gewordenes Vaterland sein können. Wenn in den Teilen der Welt, in denen besonders viele Deutsche wohnen, wie zum Beispiel in den Hauptstädten Argentiniens und Brasiliens, 20 000 Deutsche bei solchen Kundgebun­gen zusammenkommen, dann zeigen uns solche Zah­len zur Genüge, einen wie wichtigen Faktor heute das Auslandsdeutschtum wieder darstellt.

Es ist selbstverständlich, daß diese Deutschen sich um die innere Politik des Gastlandes, in dem sie schaffen und arbeiten, nicht kümmern. Dies geht auch mit aller Deutlichkeit aus den zehn Gesetzen der Auslandsorganisation hervor, deren erstes lautet:Befolge die Gesetze des Landes, dessen Gast du bist!" und deren zweites heißt:Die Politik deines Gastlandes lasse dessen Bewohner machen! Dich geht die innere Politik eines fremden Landes nichts an! Mische dich nicht in diese, auch nicht gesprächsweise!" Es sind gerade bei der letzten Tagung der AO. in Stuttgart anläßlich der Tatsache, daß in manchen Ländern gegenüber diesen Ausländsdeutschen eine ge­linde gesagt höchst merkwürdige Stellung ein­genommen wird, von dem Stellvertreter des Füh­rers, Rudolf Heß, einige deutliche Worte gesagt worden, auf die an dieser Stelle nochmals hin- gewiesen sei: .

Euer Deutschtum und euer Nationalsozialismus, das ist eure eigenste Angelegenheit, ihr betreibt keine ,pdnätration pacifique, ihr denkt gar nicht daran, die Gastvölker mit dem Nationalsozialismus ,friedlich zu durchdringend Nein, euer Deutschtum und euer Nationalsozialismus ist eure persön­liche Angelegenheit und bleibt auch eure eigenste Angelegenheit. Daran ändert auch nichts, wenn ihr da und dort dunkler Aufgaben und Ziele verdächtigt werdet, ober wenn man glaubt, euch den Nationalsozialismus etwa nehmen zu können, indem man willkürlich eure äußere Gemeinschafts- form verbietet. Eure Ortsgruppen kann man Me­

der studentischen Erntehilfe haben chre Rückreise an­getreten. Pünktlich ist die Ernte unter DachundFachgebracht. Das istEuerstol - z e s Werk. Mit voller Kraft und in vorbildlicher Haltung habt Ihr an vorderster Front diese Ernte- chlacht für Deutschland geschlagen. Man wird zu­künftig nicht vom Erntejahr 1939 reden können, ohne der unvergleichlichen Einsatzbereitschaft deutscher Studenten und Studentin­nen zu gedenken. Wohl legen wir Spaten und Sensen aus der Hand und gehen gewissenhaft unse­ren Studienpflichten nach, aber immer stehen wir in höchster Alarmbereitschaft! Wir bleiben weiter stets bereit für Führer und 23 o l k."

Scharfe Anspannung im Arbeitseinsatz der Angestellten.

Die Entwicklung des Arbeitseinsatzes im Sektor der Angestelltenberufe hat im Quartal April bis Juni 1939 eine empfindliche Zuspitzung erfahren. In einzelnen Bezirken wurde beobachtet daß die Anordnung über Beschränkung des Arbeitsplatz­wechsels zu einer Verringerung der Vormerkungen für den Stellenwechsel und zum Zuruckzichen von Arbeitsgesuchen bei den Arbeitsämtern führte. Bei Stenotypistinnen haben die Anordnungen über den Zulagenstopp bei Neueinstellungen einen starken Anreiz zum Wechseln von Arbeitsstellen beseitigt. Infolgedessen ist ein weiteres Abfinken der Zahl der arbeitsuchenden, nicht arbeitslosen Angestellten fest­zustellen. Privatwirtschaft und DienMellen des Öf entlichen Rechts sa^en sich durch den Krasteman- ael veranlaßt, auch Kräfte einzustellen, die nicht mehr ganz den Erfordernissen entsprachen oder sie besetzten bisher von Männer bekleidete Stellen mit weiblichen Kräften. Trotz der Beschaftigungsau - nähme von verheirateten Frauen war bei den kauft männischen und Büroangestellten die Nachfrage nach gut durchgebildeten Kontoristen, Buchhaltern und Stenotypistinnen beider Geschlechter weiter sehr rege. Die Aussichten für ältere qualifizierte Ange­stellte besserten sich, da auch Kräfte mit guten Kenntnissen in Fremdsprachen und technischen Sparten häufiger verlangt wurden. Die Bestrebun­gen zur Abwanderung in die Buroberufe wegen höherer Gehälter und kürzerer Arbeitszeit halten an Das Arbeitsamt Stuttgart ist.z B. deshalb da­zu üb er gegangen, den unter Äahrigen die An­nahme einer Bürostelle nur dann zu genehmigen, wenn Gesundheitsrücksichten oder besondere soziale Verhältnisse für den Berufswechsel sprachen. Ttth- imb zeichnerische Kräfte, Ingenieure, Be- Nlsche, und Selchnerii^^ Metallwirt-

chaft^konnten auch für besonders wichtige Aufgaben nur unter größten Schwierigkeiten beschafft werden. Selbst auf dem Wege der Dienstverpflichtung tonn e mitunter nicht mehr geholfen werden, weil alle Kräfte die noch entbehrlich erschienen bereits tn Anspruch genommen sind. Neben den Metall- und Baubitrie^n hatte die Elektroindustrie stellenweise ^rnn nicht zu deckenden Bedarf an technischen An­gestellten für konstruktive Tätigkeit.

Sesundheilsführung der Serufskrankenkasse.

Aus diesem Interesse, bas uns die gemeinsame kiitische Lage, in der mir uns augenblicklich besin- dn, diktiert, wird unsere solidarische Hai­ti ng gegenüber dem augenblicklichen kritischen internationalen Zustand geschaffen. Das ist der gründ, warum diese Staaten jetzt in Brüssel eine ;i Anferenz ihrer Außenminister abgehalten Haden, labei erklären sie gleichzeitig durch ihre in Brüssel abwesenden Vertreter, daß die Worte, die der Aönig der Belgier heute im Namen der ein» ! ziEnen Staatschefs abgeben wird, auch für sie Gültigkeit haben, ßum Abschluß der Sitzung eiElären die Staaten, auch weiterhin zur Wahrung ifter Interessen in Fühlung zu bleibe n."

König Leopold von Belgien bekräftigte Mitt- Mchabend in einer über Rundfunk verbreiteten An­sprache namens der Oberhäupter der vertretenen Laoten die Grundsätze der Konferenz.