Ausgabe 
24.7.1939
 
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der Spitze lag und damals auch zu der Siegermann­schaft des Deutschland-Fluges gehörte. Als weiterer Favorit gilt Flugkapitän Rudolf L o ch n e r aus Mannheim, der 1937 Deutscher Meister im Geschick­lichkeitsflug in Dortmund wurde und sich außerdem 1937 die niederländische Kunstflugmeisterschaft holte.

Deutscher Sieg im Ladino del Litton».

Die überragende Stellung, die der deutsche Luft­sport in der Welt einnimmt, wurde durch einen neuen großen Erfolg im Radino del Littorio er­härtet. Aus dem Wettbewerb mit überaus vielsei­tigen Prüfungen ging Dipl.-Jng. Dietrich, der Gewinner des Vorjahres auf einer Messerschmitt- Taifun mit HirtH-Motor abermals als Sieger her­vor. Den zweiten Platz belegte der Italiener P a - r o bi auf Sai 7. Die Deutschen Kolloch und Mayer wurden mit ihren Messerschmitt-Taifun mit Argus- Motoren Dritter und Vierter, so daß Deutschland unter den ersten Vier dreimal vertreten war. In der Reihenfolge des Punktvorsprungs wurde am Sonn­tag zum abschließenden und entscheidenden G e - schwindigkeitsrennen gestartet, das auf einer lOmal zu umfliegenden Rundstrecke über 500 Kilometer führte. Aus dem erbitterten Kampf zwischen der Taifun Dietrichs und der italienischen Sai ging die deutsche Maschine mit 10 Sekunden Vorsprung als Siegerin hervor. Dietrich wurde damit zugleich Sieger der Gesamtprüfung und ge­wann die Coppa Mussolini, Parodi erhielt dey Preis des Kaisers und Königs.

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Jugend an den Wettkämpfen stark beteiligt.

Saramola - Sieger vom Nürburgring

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Die Tage der Lingiade zu Ehren des hundertsten Todestages von Per Henrik Ling find vorüber. Zwei Ereignisse müssen aus dem Rahmen der vielen Einzelgeschehnisse und gymnastischen Vorführungen herausgehoben werden. Das find die Demonstrationen der deutschen Mannschaften njit über 1000 Männern und Frauen im Abendsonnenschein am Samstag und die Vorführungen der Esten, Dänen und Schweden in strömendem Regen am Sonntagnach­mittag.

Wieder flitzten am Samstagnachmittag die Bar­kassen vomWilhelm Gustloff" zum Landesteg und entluden die ganz in Weiß gekleideten Männer und Frauen. Wieder marschierten sie mit Gesang durch die Straßen Stockholms, und wieder stehen die Menschen ergriffen dicht gedrängt. Und dann, wie auf ein verabredetes Zeichen, werden unsere Män­ner und Frauen mit Beifall überschüttet.

Es ist schon 19.45 Uhr, als die Deutschen ins aus­verkaufte Stadion einziehen. Die Festkleidung ist nun abgelegt. In Blau und Weiß paradieren unsere Frauen, und mit kurzer weißer Hose, mit ent­blößtem, dunkel gebräuntem Oberkörper marschieren unsere Männer an den Tribünen vorbei. Als sich die vielen Glieder in Bewegung setzen, als die Männer in vier Kolonnen zu je 150 Mann zum Lauf über zwei Runden des Feldes einfetzen, bricht der erste Beifallssturm los. Die Laufbahn dröhnt von den Laufschritten, und nun wechseln die Bilder in ununterbrochener Reihenfolge. Die Frauen zeigen, frei von allem Vorführungszauber, ihre Gymnastik und die Männer ihre harte Körperschule. Dann schallt dasHau ruck" des Arbeitsdienstes mit seinen schweren Balkenübungen über das Feld. Schon wenige Minuten später hat sich alles zu einem fröhlichen, beschwingten Turnfest auf grünem Rasen aufgelöst. Dopt stiegen die Kunstturner an den schwingenden Ringen durch die Luft, um die Reckstangen kreisen die Körper der Turner, und die Frauen laufen behende ihre Staffeln. Eine Sym­phonie der Schönheit und Anmut bietet sich, als die Ballübungen und die Seilübungen der über 200 Frauen gezeigt werden. Als aber unsere Olympia- riege der Turner am Reck das Feld allein be­herrscht, trampelt man vor Begeisterung auf den

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20. Mn" gestartet. - Gute Flugleistungen

ein schönes Volksfest für Lich und seine zahlreichen Besucher aus der nahen Umgebung!

Oie Ergebnisse.

5 0 - M e t e r - B r u st s ch w i m m e n für 10- und 11jährige Pimpfe: 1. Hermann Keil 0:55 Min.; 2. Heinz Pastau 0:56,9, 3. K. W. Schäfer 1:05,2 Min.; Für 12 und 13 Jahre alte Pimpfe: 1. Manfred Nikolaus 0:52,4 Min.; 2. Walter Kühler 0:52,7; 3. Heinrich Walz 0:54,7 Min.

50-Meter-Brust schwimmen für 14- und 15jährige Mädels: 1. Hanna Dörmer 0:54,3; 2. Gertrud Sames 0,56; 3. M. Fassauer 0:57,9 Min. Für 16- und 17jährige Mädel: 1. Elisabeth Schä­fer 0:53,8; 2. Giesela Dörmer 0:53,9; 3. I. Jhring 0:54,9 Min.

50 - Meter - Brust - Kleiderschwim­men für 14- und 15jährige Mädel: 1. Gertrud Sames 0:58,6; 2. M. Kambeitz 1:05,4; 3. M. Fas- sauer 1,08 Min. Für 16- und 17jährige Mädel: 1. Elisabeth Schäfer 1:03,9; 2. I. Jhring 1:05,9; 3. Giesela Döemer 1:09,1 Min.

50-Meter-Bru st schwimmen für 10- und 11jährige Mädel: 1. Käthe Schilz 1,04; 2. Gerda Seipp 1:10,1; 3. Lina Becker 1:21 Min. Für 12- und 13jährige Mädel: 1. Lis. Schäfer 0:54; 2. Paula Uhrhan 0:55,4; 3. Hertha Steinmetz 1:00,8 Minuten.

50 - Meter - Brustschwimmen der Hit­ler-Jugend (14- und 15jährige): 1. Hanfred Uhl 0,51; 2. Rudolf Gräf 0:51,5; 3. E. A. Schorn 0:56,6 Min. Für 16- und 17jährige: 1. W. Georg 0:54,3; 2. Hch. Ledermann 0,58; 3. K. Müller 1:01:2 Minuten.

Wanderpreis der Stadt Lich: 4X50 Meter Brust: 1. ---Trupp Lich 3,23; 2. DsR. Lich 3,27; 3. NSKK. Lich 3:43,2 Min.

Die an zweiter Stelle eingekommene HI. mußte disqualifiziert werden. Eine außer Konkurrenz ge­startete Gießener Staffel erreichte die gute Zeit von 2:48,4 Min. Neben dem Wanderpreis der Stadt hatten Kreisleiter Backhaus, Landrat Lotz, S. D. Dr. Herm. Otto und hiesige Firmen Preise gestiftet, so daß jeder Sieger einen wertvollen Preis ausge­händigt bekam.

Wasserball: Gießen Wetzlar komb. 8:0 Tore.

fest. Ein großes Brillant-Feuerwerk bei einbre- chender Dunkelheit, das das gleiche von zwei Jah­ren weit in den Schatten stellte, rief immer wieder wahre Beifallsstürme hervor. Es war ja auch eine wahre Augenweide für alle, wie sich dieser Lichter­kran; geradezu feenhaft in dem leicht welligen Was- des Teiches spiegelte. Alles in allem, es war

Oie deutsche Meisterschaft im Seschicklichkeitsflug 1939.

Korpsführer General der Flieger Christian­sen hat die Gruppe 11 des NS.-Fliegerkorps (Hef- jen-Westmark) mit der Durchführung des Wett­bewerbs um die Deutsche Meisterschaft im Geschicklichkeitsflug 1 939 beauftragt, der neben dem 2. Internationalen Luftrennen vom 28. bis 30. Juli auf dem Flugplatz Rebstock aus- getragen wird. Mit diesen Großveranstaltungen ver­bunden ist ein Internationaler Sportfliegerbesuch und das Treffen der Alten Adler, unserer bekannten Flieger aus der Zeit vor und während des Krieges.

Zu dem Wettbewerb um die Meisterschaft im Ge- schicklichkeitsflug sind insgesamt 22 Bewerber zu­gelassen, die alle eine Maschine gleichen Typs fliegen, nämlich dieBücker-Iungmeister", die sich bei in- und ausländischen Wettbewerben glanzend bewährt hat. Diese Maschine (160 PS) ist ein verstrebter Doppeldecker mit kurzen Flächen und hat eine Höchst- geschwindigkeit von 220 Kilometer; sie steigt in 2Vi Minuten auf 1000 Meter Höhe.

Unter den Wettbewerbsteilnehmern hat der vor­jährige Sieger, Oberfeldwebel Falderbaum, wohl wieder die größten Aussichten, das Rennen zu machen. Wer Falderbaum beim diesjährigen Groß­flugtag in Darmstadt oder im Vorjahre sah, weiß, was dieser junge Siegerländer mit seinem rot» gestreiften Bücker-Iungmeister leistet. Nach ihm ist besonders NSFK.-Sturmführer Friedrich aus Breslau zu nennen, der im Vorjahre schon mit an

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Bayern-Süd), der 353 Kilometer Luftlinie zurück­legte und bis nach Werneuchen bei Berlin kam. Der NSFK.-Sturmführer Treu ter (NSFK.-Gruppe 8 Mitte) schaffte 332 Kilometer und landete bei Neu­zauche im Spreewald. Gleichfalls in den Spreewald, gelangten der NSFK.-Obersturmführer Schmidt (NSFK.-Gruppe 16 Südwest) mit 331 Kilometer, NSFK.-Sturmführer Haase (Gruppe 4 Berlin) mit 322 Kilometer, NSFK. - Hauptsturmführer Bräutigam (Gruppe 7 Elbe-Saale) mit 322 Kilometer, NSFK.-Obersturmführer B e ck (Gruppe 15 Schwaben) mit 320 Kilometer, NSFK.-Ober­sturmführer Huth (Gruppe 3 Hamburg) mit 319 und NSFK. - Obertruppführer F i ck (Gruppe 2 Stettin) mit 302 Kilometer. Eine ganze Reihe von Fliegern ging in Thüringen nieder.

In der Klasse der Doppelsitzer erreichte der NSFK. - Sturmführer B u d z i n s k y (Gruppe 8 Mitte) mit 130 Kilometer Nordhausen. Feine Lei­stungen vollbrachte auch der Nachwuchs. NSFK.- Scharführer E s a u flog mit 131 Kilometer bis nach Bretleben.

Gewaltiger Erfolg der Deutschen in Stockholm

Abschluß der Lingiade.

Sieg über Schwedens Schwimmer.

Der nur aus zwei Wettbewerben bestehende kleine ichwimmländerkampf gegen Schweden in Hannover Tiirbe von Deutschland mit 2:0 Punkten gewonnen. ) dem überlegenen Sieg im Wasserballspiel am Umstag stand am Sonntag die 4 X 200-Meter- Lraulstaffel im Mittelpunkt der Veranstaltung. Die pnge deutsche Länderstaffel schlug in 9:17,9 Min. Ix Schweden (9:22,4) sehr sicher.

Neuer Weltrekord über 80-Meter Hürden.

Im Albert-Leo-Schlageter-Stadion in Garnttsch- hartenkirchen' wurde am Sonntag ein internatio- inles Frauen-Sportfeft durchgeführt, an dem einige Mir besten Frauenspcrrtterinnen der Welt beteiligt raren. Im Mittelpunkt der Ereignisse stand der >)-Meter-Hürdenlauf, in dem die Italienerin Te- ho n i ihren vor acht Tagen in Mailand auf» lj-stellten Weltrekord von 11,5 auf 11,3 Sekunden vvbesserte. Frl. Dempe (Weimar) konnte mit 11,6 tut deutschen Rekord von Frau Engelhardt ein- s'llen. Die deutsche Weitsprungmeisterin Schulz (fünfter) schaffte 5,76 Meter, während im Hoch- krung Meisterin Gräfin zu Solms diesmal der Jtmeifterin Elfriede Kann den Sieg überlassen mßte. Gisela Mauermayer (München) kam zu wiem Doppelerfolg im Kugelstoßen und Diskus­werfen und auch Frl. Kühnel (München), Frl. Kinkels (Köln) und Frl. Gelius (München) '^tätigten ihre Meisterschaftssiege durch neue Er-

[ge in ihren Spezialübungen.

Hessens Wasserball-Meisterschaft.

, Kasseler SB. Meister durch das Torverhältnis.

!Am Samstag und Sonntag wurde auf den An- :gen des Kasseler SV. 98 in der Fulda das Wasser- JiMurnier um die hessische Gaumeisterschaft aus- Mragen. Am Start waren neben dem Ausrichter v.t Kämpfe, dem Kasseler SV., noch Kurhessen mssel, der SD. Hanau und der SV. Limburg, wäh- rnb der SD. Gießen seine Startverpflichtung nicht

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;<men Wagen doch zu sehr beansprucht und mußte d-s zur 7. Runde zweimal wegen Kerzenschwierig- krten an die Boxen. Dann erschien Nuvolari an der Äritze. Aber auch er mußte bald anhalten, die ^'rzen wechseln und das linke Hinterrad austauschen Iciifen. Fast zwei Minuten waren damit verloren, » Nuvolari steigt als Vierter in der 7. Runde ipu-z, , .Henv-- jj: oäber *n den Kampf ein. Caracciola übernahm die

em " Sritze, gefolgt von Müller und Hasse.

Der Kampf der hochgezüchteten Maschinen forderte »«8*

iAuf dem Berg der Flieger, der Wasserkuppe in lir Rhön, begann am Sonntag der 20. Rhön-Segel- : ugroettberoerb. Gleich der erste Wettbewerbstag eil'taÜete sich ttotz schwacher Winde und unbeständi- gr Witterung zu einem großen Erfolge. Die Zahl ::r Ueberlandflüge war groß.

i Mach der feierlichen Weihe der Ehrenhalle, die m Korpsführer Christiansen vorgenommen urbe, und der Flaggenhissung gab der Korpsführer in Start zur20. Rhön" frei. Gleich in der letzten ormittagsftunbe entwickelte sich ein reger Betrieb, nuselche von Zuschauern sahen gespannt den Start- nnövern zu und begleiteten die Piloten mit freund- chen Zurusen. In allen drei Klassen (Klosse A für msitzer), Klasse B (für Doppelsitzer) und Klasse C Nachwuchs) verzeichnete man ganz hervorragende irgebnisse. Nach dem Abschluß des ersten Wett- ilverbstages errechnete man die in Anbetracht der lineswegs günstigen äußeren Umstände erstaun- :che Gesamtleistung der Strecken- il jiüge von 600 0 Kilometer.

!Die Spitzenleistung vollbrachte der junge NSFK.- liann von Treu berg (NSFK. - Gruppe 14

in den nächsten Runden weitere Opfer. Der Frank­furter Brendel (Mercedes-Benz) war etwas.zu über­mütig gefahren. Mit 10:28,4 (130,6 km/st) hatte er die schnellste Runde gefahren, dann aber trug es ihn bei Wehrseifen in den Graben. Nach der 6. Runde gab auch Manfred von Brauchitsch auf, auch Dillo- reft machte nicht mehr mit.

,<5rof Zeppelin- über dem Ring.

Kurz nach 12 Uhr erschien das Luftschift LZ 130 Graf Zeppelin" über dem Nürburgring. Freudig wintten die Zuschauer dem deutschen Luftriesen zu, der in wenigen hundert Meter Höhe in großem Bogen den deutschen Silberpfeilen folgte. Sechsmal umkreiste der silbergraue Gigant die Nürburg und die Hohe Acht, dann verschwand er wieder im grauen Wolkendunst.

Nach 11 Runden (der Hälfte des Rennens) lagen nur noch 11 Wagen im Kampf, aber die Entschei­dung lag nur noch zwischen Caracciola, Müller und Hasse. Nuvolari als Vierter hatte einen Rückstand von drei Minuten. Als Caracciola und Müller in der 10. Runde die Reifen wechseln ließen, zog über­raschend Hasse in zügiger, ruhiger Fahrt in Front. Da Müller schneller ab gefertigt war als der Europameister, hatte die Auto-Union plötzlich zwei Wagen in Front. Dann ging ein Regenschauer nie­der, der die Strecke gefährlich machte. Dieser kleine Regenguß ward für Hasse und Meier zum Der- hängnis.Jn der 13. Runde fuhr Hasse, immer noch in Front liegend, am Brünnchen in den Graben und mußte unverletzt aufgeben. Das gleiche Geschick erlitt Georg Meier an der Fuchsröhre. Das Pech der Auto-Union wurde zu Caracciolas Vorteil. Der als Regenfahrer bekannte Rheinländer schob sich in Front. In der 18. Runde lagen zwischen ihm und dem Zweiten, Hermann Müller, 45 Sekunden, die sich nach einem Aufenthalt Caracciolas an de Box> (in 17 Sekunden wurden 60 Liter Brennsto übernommen) auf 13 Sekunden verringerten. Noch vier Runden waren zu fahren. Nach der 19. Runde war auch Nuvolaridran". Mit qualmendem Motor fuhr er zum Ersatzteillager und gab auf. Damit war Müller beim Angriff auf den führenden Carac­ciola allein auf sich angewiesen. Da er kurz vor Schluß noch einmal kurz zum Tanken vorfahren mußte, steigerte sichCarratschs" Vorsprung wieder auf 37 Sekunden, die Hermann Müller trotz allen Einsatzes nicht mehr wettmachen konnte. Carac- ciola fuhr seinem sechsten Siege im Großen Preis von Deutschland entgegen, und auf der Schlußrunde umbrandete den Europameister stürmischer Beifall. Korpsführer Hühnlein beglückwünschte den 38jöhri- gen Meisterfahrer und hing ihm den großen Lor- deerkranz um. Caracciola war übrigens in der 20. Runde mit 131,5 km/st noch kurz vor Toresschluß die schnellste Runde des Tages gefahren.

Mit den Liedern der Nation und der Sieger­ehrung schloß der neueste Großkampftag unserer Rennwagen auf dem schönen Nürburgring.

Recht entmutigend ließ sich der Sonntag an und allenthalben drohte das Schwimmfest buchstäblich ins Wasser" zu fallen. Um die Mittagszeit regnete es heftig. Als aber gegen 3 Uhr die Veranstaltung ihren Anfang nahm, zeigte sich der Himmel mit freundlichem Gesicht.

Zu Beginn der Veranstaltung hieß Bürgermeister Geil die weit über tausend Besucher willkommen und konnte ganz besonders begrüßen: Kreisleiter Backhaus, Sturmbannführer Stastny-Hein von der --, Regierungsrat Dr. Fuhr als Ver­treter von Landrat Lotz, Schulrat N e b e 11 n g und Erbprinz Dr. Hermann-Otto. Der Bürger­meister wies in seiner Ansprache darauf hin, daß das Bad, in seiner Bauart wohl nicht das Mo­dernste, dafür aber durch seine Umgebung eines der Schönsten und Größten in ganz Hessen, nunmehr fertiggestellt sei.

Oie Wettkämpfe.

Anschließend fanden die einzelnen Wettkämpfe, das Kunstspringen sowie ein Wasserball­spiel einer Gießener und Wetzlarer Mannschaft statt, über deren Ergebnisse wir am Schluß be­richten. Die Leitung der einzelnen Veranstaltungen lag in den bewährten Händen von Kreisschwimm- wart Sauer (Gießen), der für eine schnelle und reibungslose Abwicklung sorgte. Großen Anklang fand ganz besonders das Kunstspringen bewährter Gießener und Wetzlarer Springer, die am Ein- und Drei-Meter-Brett Sprünge vom einfachen Kopfsprung bis zu dem schwierigen Schraubensalto zeigten. Ganz besondere Erwähnung verdienen die Sprünge eines über 60 Jahre alten Gießener Kunst­springers, der mit äu den Pionieren des deutschen Schwimmsportes gehörte. Ein Springen mit humo­ristischen Einlagen beschloß diesen interessanten sportlichen Teil. Während und nach den sportlichen Kämpfen konzertterte das Musikkorps des Flieger­horstes Gießen unter Leitung von Musikmeister Pfarre. Tanz und Unterhaltung vervollständig­ten das in allen Teilen glänzend verlaufene Volks­

einhalten konnte. Das war bedauerlich, denn man hätte die Gießener gern einmal gegen starke Gegner im Kampfe gesehen, um dadurch Dergleichsmöglich- feiten zu bekommen. Das Ende des Turniers mach­ten erwartungsgemäß nun die beiden Kasseler Ver­eine Kurhessen und SD. 98 unter sich aus, die ihre Gegner klar abfertigten. Der entscheidende Kampf zwischen diesen beiden Vereinen endete 1:1 unent­schieden, nachdem die 98er zur Pause noch 1:0 führ­ten. So mußte das Torverhältnis entscheiden, das dem SD. 98 Kassel den Meistertitel zusprach.

Henkel Deutcher Tennismeistei-.

Mit dem Endspiel im Männereinzel zwischen Heinrich H e y k e l und Roderich Menzel erreichte der Schlußtag der deutschen Tennismeisterschaften seinen Höhepunkt. Der jüngere Henkel siegte mit 4:6, 6:3, 6:0, 6:1 recht eindrucksvoll und holte sich damit nach einjähriger Pause den Titel wieder zu­rück und gleichzeitig hat der Berliner nach diesem Erfolg über seinen großen Gegner als Deutschlands Spitzenspieler zu gelten. Der Sudetendeuffche leistete lediKich im ersten Satz harten Widerstand.

Im Gemischten Doppel waren in der Schluß­runde die Ausländer unter sich, nachdem Ullstein - ©opfert, Müller-Hein - Dr. Dessart und Schumann - Koch auch noch auf der Strecke geblieben waren. Die Amerikaner Wheeler - Smith siegten dank einer vorzüglichen Leistung Smiths mit 6:3, 7:5 über Miß Iarvis Anderson. Im Frauen­doppel endlich sicherten sich Frau Sperling - Frau Schneider den Titel.

3um sechsten fllale Hilde Sperling!

Die Internationalen Tennis-Meisterschaften von Deutschland konnten am Sonntag programmgemäß zu Ende geführt werden. Die Anlage Der Hambur­ger Tennis-Gilde amRothenbaum" wies am Schlußtag einen Massenbesuch auf, als die Dänin Hilde Sperling und die Jugoslawin Helen K o - vac zur Schlußrunde im Fraueneinzel an traten. Wie nicht anders zu erwarten, trug die Kopen­hagenerin den Sieg davon, und damit sicherte sie sich den Titel zum sechsten Male hintereinander.

Der Nürburgring in der strengen Eifellandschaft ist ratf) immer die größte Wallfahrtsstätte der deutschen Lutomobilsportfreunde. Don Jahr zu Jahr fliegen i 2 Zuschauerziffern in einer steil ansteigenden lurve, und als am Sonntag zum 12. Großen Preis nn Deutschland die Startflagge fiel, da lagerte nach n rsichtigen Schätzungen wohl eine Diertelmillion Menschen um denRing", auf dem sich abermals ie der heißesten Schlachten der Rennsportgeschichte ^-spielen sollte. 17 Wagen aus Deutschland, Frank- ttch und Italien nahmen den schweren Kampf über be lange Distanz von 501 Kilometer auf nur üben schafften sich ins Ziel, und unter ihnen nur :uei deutsche Maschinen, die dann allerdings auch - r beiden ersten Plätze belegten. Rudolf Carac- iola, der Europameister, bewies sein reifes Kön- n.Caratsch" gewann nach einer Fahrzeit von 08:41,4 (121,0 km/st) vor dem Sieger von Reims ::?rmann Müller (Auto-Union) in 4:09:39,3 «20,6 km/st) und errang damit bereits den sttlsten Großen Preis von Deutschland. Die großen /.Sterne", Lang, von Brauchitsch, Nuvolari und «iüuck, wurden durch vielerlei Mißhelligkeiten zum Lnsscheiden gezwungen.

Am Start.

"In der ersten Reihe standen Caracciola, von Brau- Ätsch und Lang, dahinter Brendel und M ü l - hi r, ferner Pietsch, Stuck, Nuvolari und b:T Rest. Es fehlten der Schweizer Armand H u g aff Maserati und der Süddeutsche D i p p e r.

Mach dem Start sah man gleich Manfred von brauchitsch vor Stuck und Hermann Lang an der Ltttze. In der Südkehre aber hatte sich Lang mit niem blitzschnellen Dorstoß bereits die Spitze er» t(impft und nach der Starttunde betrug sein Dor- Ipiung vor dem Zweiten, von Brauchitsch, bereits 2 Sekunden. Bald kam Aufregung in die Massen: Ling mußte vor Ende der zweiten Runde an die Bpy und die Kerzen auswechseln lassen. Erst als ! Bunter konnte er den Kampf wieder aufnehmen, lind) von Brauchitsch mußte einen KerKnwechsel vmehmen. In der nächsten Runde bereits mußte Lmg die Waffen sttecken. Hans Stuck blieb mit lemem Auto-Union wegen Maschinenschadens liegen, «ltch Raymond Sommer (Alfa Romeo) stieg aus. Timn wurde auch Georg Meier von einem Kerzen- ictaben betroffen und fiel weit zurück.

Fast von Runde zu Runde änderten sich die Plätze, fone Runde lang führte Pietsch mit dem roten Iiaferati, aber der tüchtige Schwarzwälder hatte

Tribünen. Die Menschen sind aufgesprungen das hat man in Stockholm noch nicht gesehen!

Schlußakkorb.

Und dann der Schlußakkord. In bunten Fest- kleidern strömen die Frauey ins Stadion. Es folgen, nun ganz in Weiß mit langer Hose, die Männer, und im Takt des Wiener Walzers schweben die Tanzpaare vor den Zuschauern. Jetzt leuchten die Augen der Tausende. Es war in der Tat eine gewaltige Demonstration deutscher Körperkultur, die hier in Stockholm gezeigt wurde.

Kein Wort ist zuviel gesagt. Es fehlen die Aus» drücke, um ohne Pathos den Eindruck wiederzu­geben, mit dem hier deutsche Männer und Frauen vor dem Forum der Sachverständigen eines welt- gymnasttschen Festes und den Stockholmer Bürgern die Heimat vertraten.

Die Augen des Reichssportführers und seines Be­auftragten, Dr. Diem, leuchteten vor Stolz und Freude, und die Leiter der einzelnen Abteilungen Steding, Schneider, Soges, Med au, Günther, Ohne- sorge und Müller-Hennina gratulierten sich zu dem großen Erfolg gegenseitig.

Meinte es der Himmel an den Dortagen mit seinem Sonnenschein so überaus gut und wurden die Vorführungen der Deutschen mit einem so wundervollen Sonnenuntergang gesegnet, so standen die Vorführungen des Sonntags leider unter dem Unstern eines Regentages. Dennoch war das Sta­dion von einer dichten Menschenmenge besetzt. Sie hielten aus trotz des Regens, und wenn man zurück- blickt, dann weiß man nicht, wem man die Lor­beeren zuerteilen soll, den von der Sonne über- sttahtten Vorführungen der Deuffchen oder den Sportkameraden aus Estland, Dänemark und Schweden, die unter den geöffneten Regenschleusen ihr Programm absolvierten. Die schwedische Haupt­stadt hat viele internationale Sportfeste gesehen, aber seit den Olympischen Spielen im Jahre 1912 ein so gewaltiges Ereignis nicht mehr in ihren Mauern gehabt.