Ausgabe 
24.7.1939
 
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Or.Dorvmüller 70 Jahre.

Reichsverkehrsminister D r. D o r p m ü l l e r , der am 24. Juli seinen 70. Geburtstag feiert, kann von sich sagen, daß sein Leben der Technik uni) dem Dienste der Allgemeinheit gewidmet war. Er stammt aus Elberfeld, wo sein Vater Eisendahningemeur war, er war nach seinem Studium bei der Techni­schen Hochschule Aachen bei den Eisenbahnen des Saargebietes tätig. Von 1907 an stand Dorpmüller 10 Jahre lang im Dienst der chinesischen Staats­bahnen, wo er eine 700 Kilometer lange Bahn nörd-

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lich von Tientsin baute und leitete. Nach dem Em- tritt Chinas in den Weltkrieg gelang ihm die Flucht nach Deutschland, er ist dann gegen das Kriegsende noch im Feldeisenbahnwesen und im Kaukasus tätig gewesen. ~

Die nachfolgenden Jahre sahen Dr. Jng. Dorp­müller im Dienste der Deutschen Reichsbahn die im Jahre 1920 aus den verschiedenen Staatseisen- bahnen entstanden war. Zunächst war nach der ge­waltsamen Trennung Oberschlesiens eine neue Reichsbahndirektion in Oppeln aufzurichten, an deren Spitze Dorpmüller stand. Rach dem Ruhr­einbruch der Franzosen war es nötig, das durch die Besatzung lahmgelegte Verkehrswesen des wich­tigsten Industriegebietes neu zu ordnen. Dr. Dvrp- müller erfüllte diese Aufgabe als Präsident der Direktion in Essen. Krieg und Inflation hatten die Eisenbahnen technisch und organisatorisch schwer er- schüttert, der Neuaufbau lag bei >der Generaldirek­tion in Berlin, deren Leiter seit 1926 Dr Dorp­müller war. Ein besonderes Verdienst besteht in der finanziellen Gesunderhaltung unserer Bahnen und in der Tatsache, daß bei ihnen die Parteipolitik der Nachkriegszeit nach Möglichkeit ferngehalten wurde.

Seit 1933 ist der Aufbau rüstig vorwartsgeschnt- ten. Sowohl mit der Lufthansa wie mit dem Kraft- oerkehrswesen besteht eine freundschaftliche Zusam­menarbeit, bei den Reichsautobahnen ist Dr. Dorp­müller Vorsitzender des Aufsichtsrates und zeigt dadurch, daß auch hier der Gedanke der Einheit des Verkehrs wirksam ist. Die zunehmende Elektrifizierung, der Bau neuer Bahnhöfe, die Schnelligkeit und Zuverlässigkeit unserer Bahnen besitzen internationalen Ruf. Daneben ist dieses Unternehmen der größte Betrieb der Welt. Die soziale Betreuung der Beamten und Arbeiter gilt als vorbildlich. Das hundertjährige Bestehen der deutschen Eisenbahnen im Dezember 1935 zeigte die Anerkennung des Führers Adolf Hitlex für den Jubilar. Der Anschluß der Ostmark und des Sude­tengaues hat die Schlagfertigkeit unserer Reichs­bahnen durch großartige Leistungen unter Beweis gestellt. Seit dem 2. Februar 1937 ist der General­direktor der Reichsbahn zugleich Reichsverkehrs­minister.

Glanzvoller KdI.-Iestzug in Hamburg.

Oer Ausklang der festlichen Ta«"'

Hamburg, 23.Juli. (DNB.) Mit dem gro- en FestzugSchönheit und Freude r reichte am Sonntagmittag die 5. Reichstagung der tSG.Kraft durch Freude" in Homburg ihren lonzvollen Höhepunkt. Seine Krönung erhielt der 'ag durch die Anwesenheit des Generalfeldmar- halls Göring, der eigens nach Hamburg gekom- ien war, um diesem Festzug beizuwohnen, und der amit sein persönliches Interesse an den Aufgaben er NSG.Kraft durch Freude" bekundete.

Zehntausende füllten die riesigen Tribünen, über enen die Fahnen aller an der Reichstagung teil- ehmenden Länder wehten. Neben den zahllosen Ehrengästen aus dem In- und Ausland sah man iele diplomatische Vertreter und die Mitglieder des amburgischen Konsularkorps, sowie die Führer der usländ'ischen Delegationen. Jubelnde Begeisterung er Massen begrüßte Generalfeldmarschall- ing, der von Reichsorganisationsleiter Dr. Ley, ieichsstatthalter Gauleiter Kaufmann und vie- m führenden Männern der Bewegung begleitet -ar.

Ein rNorschblock der Jugend.

Ein Marschblock der Jugend, den Zukunstswillen es deutschen Volkes verkörpernd, eröffnet in brei- ?r Front den Festzug. Dann folgen die ausländi- hen Volkstums- und Trachtengruppen in bunter fielheit: ein farbenfreudiges Bild echten unver- ilschten Volkstums, hinter dem doch die große Ge­ieinsamkeit der europäischen Kultur aufleuchtet, 'anzend und singend ziehen die Gruppen vorbei, mjubelt und herzlich begrüßt.

standen. In Durchführung dieses Programms wird Rumänien laufend Zuchtvieh aus Deutschland in bestimmtem und fteiaenbem Umfange beziehen, um auf diese Weise bei oer Lieferung von Schlachtvieh immer mehr den Bedürfnissen des deutschen Marktes Rechnung zu tragen.

Auf dem Gebiete der Milchwirtschaft beab­sichtigt die rumänische Regierung, die Milcherzeug­nisse durch Ausbau des Molkereiwesens nachhaltig zu fteigern. Deutschland wird hierfür die erforder­lichen Investitionsgüter sowie seine technische Mit­wirkung durch Molkereisachverständige usw. zur Ver­fügung stellen und unter bestimmten Voraussetzun­gen die Molkereierzeugnifse abnehmen, die in Durch­führung des. rumänischen Molkereiprogramms an­fallen.

Im Hinblick auf die Weinbauwirtschaft will Rumänien eine Apassung der rumänischen Weine an die deutsche Bedarfsrichtung vornehmen. Deutschland erklärt sich bereit, bestimmte Sorten und Mengen von Weinen abzunehmen. Die zur Ausar­beitung der Weine benötigten Spezialmaschinen unb Geräte aller Art sowie Schädlingsbekämpfungsmittel usw. werden gegebenenfalls aus Deutschland bezogen.

Für Obst und Gemüse, Heil- und Gewürz­pflanzen und Hülsenfrüchte ist vorgesehen, die Aus­fuhr Rumäniens nach Deutschland in dem Maße zu steigern, wie es dem Umfang und der Art des deutschen Bedarfs entspricht.

Die Verhandlungen, die zur Unterzeichnung des Protokolls geführt haben, waren notwendig, um die Bestimungen des Vertrages vom 23. März 1939 auf dem Gebiete der Landwirtschaft in die Praxis um- zuseken. Da die Zeit nicht ausreichte, um alle land­wirtschaftlichen Erzeugnisse zu behandeln, werden in Kürze neue Besprechungen über die restlichen landwirtschaftlichen Artikel folgen, die im Warenverkehr zwischen den beiden Ländern eine wichtige Rolle spielen.

Die deutsche und die rumänische Delegation hoffen zuversichtlich, daß die Vereinbarungen, die getroffen wurden, den wirtschaftlichen Be­ziehungen zwischen Deutschland und Rumänien einen kräftigen Impuls geben werden.

Nach der Unterzeichnung des deutsch-rumänischen Landwirtschaftsabkommens wurde der Führer der deutschen Abordnung, Ministerialdirektor Dr. Mo­ritz, vom Ministerpräsidenten Calinescu im Beisein des Wirtschaftsministers B u j o i u zu einer längeren Aussprache empfanden.

Kleine politische Nachrichten.

Der langjährige Präsident des faschistischen In- dustriearbeiterverbandes, Gianetti, wurde zum Staatsse kretär im Korporationsmi- niiterium ernannt und ihm die Leitung der so­zialpolitischen Abteilung dieses Ministeriums über­tragen. Der seit bald zwei Jahren im Korporations- Ministerium tätige Staatssekretär Ricci wurde mit der Leitung der Autarkie-Abte i lu n g so- wie der Preiskontrolle beauftragt.

Die Kunst die Spenderin der Freude.

Den kulturellen Teil des Festzuges hat der Reichs- ihnenbildner Prof. Benno von Arent gestal- t. Umgeben von Kindern und Frauen in herrlichen ewandern wird ein riesiges Hakenkreuz symbolisch >n jetzt folgenden Gruppen oorangeführt. Schwert- äger und reitende Standartenträger beschließen esen machtvollen Auftakt.

Männer uni) Frauen mit Volksmusikinstrumenten offnen dann den Abschnitt, der der Musik gewid- et ist. In rotgoldenen Gewändern folgen Sänger id Sängerinnen. Der Wagen der Musik zeigt in instvoller Stilisierung Orgel, Harfe und Lands- lechtstrommel. Reiter mit Harfensymbolen ziehen

Wagner Shakespeare Hans Sachs Humperdinck und Linke.

Die darstellende Kunst als Erweckerin von Freude nd Schönheit ist mit allen ihren Gruppen durch ekannte Werke vertreten: Die Oper, das musi- alische Schauspiel, das Drama, die Operette, das Närchenspiel und das Ballett. Die Gruppe der »per, symbolisiert durch Richard WagnersMeister- nger", wird eröffnet von alten Zunftfahnen und Zunftmeistern in ihren historischen Trachten, die den Reisterfinger-Wagen begleiten. 'Das Hans-Sachs- nd Pogner-Haus lassen die Romantik des alten Nürnberg lebendig werden. Durch Shakespeares Sommernachtstraum" ist das musikalische Schau- )iel in würdiger Form vertreten. Die wilden Ge­ölten aus SchillersRäuber", die in einer Felsen­mdschaft unter uralten Bäumen um ein mächtiges feuer lagern, versinnbildlichen das Drama, mäh­end Linkes launische OperetteFrau Luna" mit em Silbermond-Expreß ihre beschwingte Kunst- attung verkörpert. Die MärchenoperHänsel und Zretel" zeigt die bekanntesten Gestalten des Mär- )enspiels, das Ballett beschwingt als letzte Gruppe iefe Abteilung der darstellenden Kunst.

Hymne auf den Kampf.

In weißen, goldumrandeten und grün-silbernen Zewändern führen Kämpferinnen leicht beschwingte Reigen vor. Ganz in rosa und gold bekleidet.

Generalfeldmarschall Göring beim großen Ham­burger Festzug. Links: Dr. Ley, dahinter General­direktor P u c c e 11 i (Italien). (Scherl-M.)

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spielen Mädchen in harmonisch-rhythmischen Be­wegungen mit goldenen Bällen. Feenhaft schon ist der Wagen des Kampfes, der in gold und rot eine Mädchenyruppe zeigt, die, plastisch dargestellt, aus dem Spiel schäumender Wogen hervorsteigt.

Ein Füllhorn kindlichen Spiels.

Die von einer Klingenthaler Kinderkapelle ein« gelertetc Abteilung Spielzeug löst in ihrer Viel­gestaltigkeit, Schönheit und Buntheit namentlich bei oer Jugend immer wieder Ausrufe der Bewun- derung und der Freude aus. Es ist unmöglich, die Bielzahl der herrlichen Trachten und Gruppen zu childern tnc angefangen von einer Schar nied-

/Sn- ?nbern nüt Schnee- und Maiglöckchen, mit Gänseblümchen, Kornblumen und Margueriten

unb Bretzeln, mit Kerzen, Holzsoldaten und Reitern bis zum Wagen mit dem ^pielzeugschifi und dem Spielzeugkarussel alles ent- ffrmnAiö« Kinder aufjauchzen, die

Erwachsenen fröhlich werden läßt.

Sporl-Reise-Erholung mit KdF.

Sportlerinnen und Sportler zeiqen in allen Sportarten emöriirfeootl, daß der KdF-Sport mar. fdpert und daß auf dem Betrete der Seibesübunaen ganze Arbeit geleistet wird.

Begeisterten Beifall findet vor allem auch di« Ab° teilunaKraft durch Freude", die durch riesige Mo­delle der beiden KdF.-SchiffeRobert Ley" und

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Der große Festzug krönte die Tage der Freude in Hamburg. Der WagenGroßdeutschland" (unser Bild) beschloß den Zug. - (Scherl-Bilderdienst-M.)

Wilhelm Gustloff" und durch zwei KdF.-Volks- magen ihre Leistungen eindrucksvoll dokumentiert.

Prachtvolle Modelle der bekanntesten Rheinbur­gen weisen hin auf einen der schönsten Gaue un­seres herrlichen Vaterlandes. Winzerinnen und Winzer und eine große stilisierte Traube werben wirkungsvoll für den deutschen Wein.

Reiter mit Erntekränzen, Schnitter und Schnitte­rinnen mit Sicheln, Garbenträgerinnen und Kinder mit goldenen Aehren ziehen demZug der Ernte" voran', in dem prachtvolle Erntefestwagen mit den Früchten der Felder einherziehen.

Das deutsche Volkstum unter dem starken Schuh des Reiches.

Würdig und wuchtig ist der Abschluß dieses ein­zigartigen Festzuges. Die Banner sämtlicher deut­schen 6aue ziehen auf, an der Spitze die Banner des durch den Führer befreiten Sudetenlandes und des Memellandes. Eine berittene Musikkapelle, Fan­farenbläser und ein Standartenwagen leiten über zu der machtvollen symbolischen Darstellung:Ein Volk, ein Reich, ein Führer!" Schützend und schir­mend breitet ein riesiger goldener Reichsadler seine mächtigen Schwingen über die reliefartig dar gestell­ten deutschen Gaue. Schwertträger stehen zu beiden Seiten.

Generalfeldmarschall Göring und Reichsorgani- sationsleiter Dr. Ley mit ihrer Begleitung den Platz verlassen.

Die Massen brechen nach Beendigung des Fest­zuges immer wieder in jubelnde Heilrufe aus, die sich zu einer gewaltigen Kundgebung steigern, als

Reichsorganisationsleiter Dr. Ley nimmt die Sieger­ehrung für den Reichswettbewerb der Betriebsfport- gruppen vor. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Meine Ehre heißt Treue"!

Do,n Wirken und Wesen der ff

Arn 25. Juli 1939 sind fünf Jahre feit dem Tage verflossen, da der Führer die ff im Hinblick auf ihre großen Verdienste, beson­ders im Zusammenhang mit den Ereignissen des 30. Juni 1934, zu einer felbftänbi« gen Organisation im Rahmen der NSDAP, erhoben hat.

Hart, schwer und opferreich ist der Weg gewesen, den die Schutzstaffeln in den nunmehr fast 15 Jah^ ren ihres Bestehens gegangen sind. Aus kleinsten Anfängen entwickelte sich diese Gliederung der Be­wegung, der vdn Anfang an besonders wichtige Aufgaben zugewiesen waren, unter denen die vor­nehmste der persönliche Schutz des Führers war. Die ganze Entwicklung, die die Schutzstaffeln seit dem Jahre 1925 genommen haben, ist auf das Engste verknüpft mit der Person des Reichsführers ff Himmler, der feit dem ersten Tage von den ihm unterstehenden Führern und Männern das Höchste forderte, weil er wußte, daß nur mit einer in jeder Beziehung bis zum Letzten einsatzbereiten Truppe die Aufgaben gelöst werden konnten, die Adolf Hitler der ff gestellt hatte.

Drei Eigenschaften sind es, die Heinrich Himmler von den ff-Männern zu jeder Zeit und zu jeder Stunde fordert: Treue, © e h n r f a m und K a - meradschaft. Diese drei Eigenschaften ließen den wahrhaften Kämpfer der Bewegung auch die schwersten Zeiten überstehen und werden ihn auch in Zukunft unüberwindlich machen. Zum äußeren Zeichen dessen tragt jeder ff-Mann auf seinem Koppelschloß den Wahlspruch:Meine Ehre heißt Treu e!"

Die Erkenntnis vom Wert des Blutes und der Rasse ist seit dem Bestehen der Schutzstaffeln maß­gebend für die Auswahl der jungen Deutscher) ge­wesen, die sich in die ff einreihen lassen wollten. So wurde planmäßig und zielbewußt dafür Sorge getragen, daß die Art der Auslese die Männer traf, die körperlich dem nordischen Ideal am meisten nahekommen. Die hinter uns liegenden Jahre haben gezeigt,.daß die ff mit diesem von ihr scharf durch­geführten Ausleseprozeß den richtigen Weg ge­gangen ist.

In zielbewußter Fortführung der Erkenntnisse von Blut und Rasse gab der Reichsführer ff Himmler bereits im Jahre 1931 das Gesetz für die ff, das die Verlobungs- und Heiratsgenehmi­gung vorschreibt. Dieser Befehl und die Selbstver­ständlichkeit seiner Durchführung bewiesen, zwei Jahre vor der Machtübernahme, die Selbstsicherheit dieses freiwilligen Ordens vor einer Bestimmung, die für die Zeit, in der sie entstand, einen unerhör­ten Eingriff in die sogenannte persönliche Freiheit des Einzelnen bedeuten mußte.

Als der 30. Januar 1933 gekommen war, trat als neue und, wie die Zukunft zeigen sollte, besonders vordringliche Aufgabe für die ff die Sicherung des Reiches im Innern hinzu. Auf Grund der Tatsache, daß der Reichsführer ff in Anerkennung feiner hohen Verdienste gleichzeitig zum Chef der Deut­schen Polizei Ernannt wurde, war eine enge Zu­sammenarbeit zwischen den Schutzstaffeln und der Polizei gewährleistet, die sich außerordentlich ftucht- bar auswirkt. Durch die Umgestaltung der Feuer­wehren im ganzen Reich in dieFeuerlöschpolizei" ft em weiteres Hand-in-Hand-Arbeiten herbeigeführt

Im Zyge des planmäßigen Aufbaues der Schutz­staffeln wurden in der Zeit nach der Machtüder- nähme neben der allgemeinen ff die ff-Derfügungs- truppe und die ff-Wachverbände geschaffen. Die LeibstandarteAdolf Hitler", sowie die Standarten Germania" undDeutschland" sind gerade im Laufe der letzten Jahre bei den großen Staatsakten und bei besonders feierlichen Anlässen immer stärker hervorgetreten. Die LeibstandarteAdolf Hitler" hat die hohe Auszeichnung, beim Geburtstag des Füh­rers als erste in der Wilhelmstraße vor dem Führer vorbeimarschieren zu dürfen. Bekannt ist auch, daß die Leibstandarte als erste deutsche Truppe in das Sudetenland und in das Protektorat einmarschiert ist. Die ff-Männer halten auch die Wache bei den Ehrentempeln der Bewegung auf dem Königlichen Platz in München, sowie vor der Gedenktafel an der Feldherrnhalle. Von symbolhafter Bedeutung ist es, daß die feierliche Vereidigung der ff-Anwärter jeweils, am Schluß der Feiern zum 9. November an der Feldherrnhalle stattfindet.

Von besonderer Wichtigkeit sind die dem Reichs- führer ff unterstehenden drei Hauptämter: Das ff-Hauptamt als oberste Befehlsstelle der drei Schutzstaffeln, das SD.-Hauptamt (Sicherheitsdienst) als politische Ueberwachungsstelle, und das Rafse- und Siedlungshauptamt unter dem Reichsbauern- führer Darre, dem die weltanschauliche Er­ziehung und die Durchführung der Maßnahmen für den Gedanken von Blut und Boden obliegen. Eine besondere Aufgabe haben hierbei auch die aus der ff hervorgehenden Wehrbauern zu erfüllen, die vor­nehmlich an der Grenze eingesetzt werden und den Begriff des wehrhaften deutschen Bauern am stärk­sten verkörpern.

Der Führer nimmt an der Entwicklung seiner ff stets den stärksten Anteil. Höhepunkte für die ff, insbesondere für die kasernierte ff-Verfügungs- truppe sind es, wenn der Führer, wie es kürzlich wieder der Fall gewesen ist, sich durch eigenen Augenschein von dem hohen Stand der Ausbildung seiner ff-Männer überzeugt. Die Tatsache weiter- hin, daß der Reichsffihrer ff einer der engsten Mit­arbeiter Adolf Hitlers ist, kennzeichnet deutlich das Vertrauensverhältnis, das zwischen dem Führer unfr Heinrich Himmler besteht.

Di« Schutzstaffeln, mit denen sich Hunderttausendc von Volksgenossen als Fördernde Mitglieder beson­ders eng verbunden wissen, haben vor und nach der Machtübernahme mehr als einmal ihre Feuerprobe bestanden. Wir denken dabei auch an den Helden­tod ostmärkischer ff-Männer, wie Planetta und Holz weder, deren Namen jetzt zwei Standar- ten der ff tragen. So wird die ff auch weiterhin bas ]ej.n' was sie bisher gewesen ist: ein treues, zu­verlässiges und jederzeit 'einsatzbereites Instrument in der Hand des Führers.

Neue Opfer des polnischen Terrors.

Warschau, 24. Juli. (DNB. Aunkspruch.) In­nerhalb der letzten sechs Wochen sind allein in Lodz infolge der unerhörten polnischen Zwangsmaßnah­men 920 deutsche Geschäfte und Hand­werk s st ä 11 e n entweder geschlossen worden oder in polnische Hände übergegangen. Jetzt wurden wieder zwei deutsche Organisationen in Lodz, dies­mal zwei Turn - und Sportvereine, oer- boten und ihre Räume versiegelt.