Ausgabe 
24.6.1939
 
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Chemie im Kampf gegen die Krankheit

*9lun, weil es

erhalten bleiben.

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Aus aller Welt

108,6 Mill. RM.

111,0 Mill. RM.

139,8 Mill. RM.

60,2 Mill. RM.

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Zeugnissen stieg in wie folgt an:

1935

1936

1937

1. Halbjahr 1938

Zeder kann helfen! Durch einen Ferienplatz für ein erholungsbedürftiges ftlnb!

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Die deutsche Ausfuhr an pharmazeutischen Er­den letzten drei Jahren allein

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«nen Kreis zu, Kaufmann, d« ldolusien zurück ^drücken.3, ? tr bort bi! schilderte bann

durch die Wucht der Explosion beschädigt. Die amt­liche Untersuchung hat folgendes ergeben: Das Klein­luftschiff befand sich auf einem Flug über dem Zü­richer See, als plötzlkh das Höhensteuer nicht mehr funktiomerte. Der Kommandant gab Befehl zur Landung, die bei Oerlikon vorgenommen werden sollte. Die Gondel schlug bei der Landung heftig auf ifren Boden auf, und Sie vier Insassen fielen aus der Gondel. Beim Niedergehen verfing sich die Hülle des Klemluftschrffes in Bäumen und zerriß.

ZumTag der deutschen Kunst".

kranken Kriegsgefangenen in neutra dern. Die Angehörigen wurden beraten, Aus- tauschgesuche wurden vermittelt. Als dann der Zu- ammenbruch des deutschen Volkes die kriegs­gefangenen Deutschen ganz der Willkür der feind­lichen Regierungen preisgab, machte die völker­rechtswidrige einseitige Zurückbehaltung der Kriegsgefangenen in den Ententestaaten neue Hilfs- aktionen erforderlich, und als schließlich die Be- reiungsstunde schlug, erforderte die Heimschaffung, >er Empfang und die erste Betreuung der rund 800 000 Heimkehrer noch einmal den höchsten Ein-

deshand während des Weltkrieges hatte, und die ge­waltige Arbeit, die das Deutsche Rote Kreuz dabei geleistet hat. Insgesamt waren 993 775 deutsche Soldaten in Gefangenschaft der Feindstaaten; da­von sind 153 284 gestorben oder Der» chollen, während von den mehr als zweiein- ;alb Millionen Soldaten der Feindstaaten in deut- cher Gefangenschaft nur 135 365 gestorben und nicht ein einziger verschollen sind.

Kam ein Feldpostbrief mit dem schicksalsschweren VermerkVermißt" zurück, so wandten sich die Angehörigen an die Auskunft- und Beratungsstellen vom Roten Kreuz. Diese wiederum richteten An­ragen an die Auskunstzentralen im Heimatland oder in den neutralen Ländern, die vom Inter­nationalen Komitee oder von den Landesverbänden ins Leben gerufen waren. War die Kriegs­gefangenschaft festgestellt, so war die nächste Sorge der Angehörigen die Aufnahme des Brief­wechsels. Besondere Bedeutung gewann die Ein- chaltung gewisser Mittel stellen t n d e n neutralen Ländern, die unter dem Zeichen des Roten Kreuzes die Versendung von Einzel- Paketen auch dann ermöglichten, als die Derknap- jung der Lebensmittel in der Heimat Liebesgaben­endungen aus eigenen Vorräten nicht mehr zuließ.

Noch wichtiger waren die Sammelsendun- gen von Liebesgaben, bei deren Auf­bringung und Versendung das Rote Kreuz entweder Mittlerdienste leistete oder unmittelbarer Träger war. Diese Sendungen besonders an Kleidungs­tücken, Wäsche und dergleichen erhielten entschei­dende Bedeutung für die Lage der Kriegsgefangenen in Rußland und Sibirien. Je länger der

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atz aller Kräfte.

Reichsminister Dr. Frank Ehrendaklar der Universität Sofia.

Dem Präsidenten der Akademie für deutsches Recht, Reichsminister Dr. Frank, wurde der Ehrendoktor der juristischen Fakultät der Uni­versität Sofia verliehen. Der Rektor, Professor S t a n i e f f, würdigte die Verdienste Dr. Franks um die Neuschöpfung des deutschen Rechts und die herzlichen Beziehungen zwischen bulgarischen und deutschen Juristen und überreichte darauf dem Minister die Urkunde. Dr. Frank dankte für die Verleihung der Doktorwürde, die er als Beweis ür das Verständnis entgegenahm, das Bulgarien >er nationalsozialistischen Rechtsarbeit entgegen- bringt. Die freundlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Bulgarien hätten ihr festes Fuda- ment in der Waffenbrüderschaft der beiden Völker aus der Zeit des Weltkrieges. Dr. Frank ging dann auf die große geistige Wandlung ein, die heute die Völker ergriffen habe, und schilderte die Ausgaben der Akademie für deutsches Recht, die der gegen» festigen Durchdringung von Wissenschaft und Praxis menen sollen.

Wilhelm Teil auf der Loreley.

NSG. Auf der Festspiel- und Feierstätte des Gaues Hessen-Nassau, die am Mittwoch mit der Sonnwendfeier eingeweiht wurde, beginnen heute (Samstag) die F e st s p i e l e. Die Städtischen Büh» nen Frankfurt bringenW ilhelm Teil" von Schiller. Am Sonntag, 25., wird die Ausführung zum ersten Mal wiederholt, weitere Aufführungen sind für Anfang Juli vorgesehen.

Die Mainzer Gulenberg Feslwoche.

Die Mainzer Gutenberg-Festwoche erreichte in den bisherigen künstlerischen Darbietun­gen eine beachtliche Höhe. Der mit der wohlgelunge­nen Erstaufführung von Wolf-FerrarisLa dama boba eröffnete musikalische Reigen wurde mit dem ersten der drei Schumann-Abende fort­gesetzt. Der zweite Abend brachte einen Ausschnitt aus Schumanns symphonischem Schaffen. Der Zyklus schloß mit einem Chorkonzert in derLieder- täfel". Die Reihe der Schumann-Abende wurden unterbrochen von einem Lustspiel-Abend im Mainzer Stadttheater. Molidres KomödieDer eingebildete Kranke" und KleistsZerbrochener Krug", fanden vor einem vollen Haus eine Aufführung, die sich den musikalischen Veranstaltungen würdig anreihte.

hans-Thoma-Aussiellung in Bernau.

Am 1. Juli eröffnet die Hans-Thorna-Gesellschaft e. D. als erste in der Reihe der Veranstaltungen, die zu Ehren des 100. Geburtstages von Hans Thoma ftattfinben werden, eine Ausstellung seiner Werke im Geburtsort des Meisters, in Bernau (Schwarzwald). Sie wird hauptsächlich Bilder aus der großen Thomasammlung Küchler-Eiser bringen, welche im Oktober das Städelsche Institut (Frank- furt) übernimmt. Erstmalig werden früheste Ju- genibarbeiten aus dem Besitz von Professor Ruska gezeigt, dessen Vater der erste Zeichenlehrer Thomas in der Dernauer Schule gewesen ist. Die Ausstel­lung dauert bis Mitte August.

Fernsehübertragung der Olympischen Spiele.

Das Organisationskomitee der XII. Olym­pischen Spiele teilt mit, daß von den Ver­anstaltungen, zu denen alle Eintrittskarten ausoer- kauft sind, Fernsehsendungen zu großen Zelten übermittelt werden, in denen etwa 10 000 Besucher auf diese Art und Weise den Kämpfen folgen können. Die Zelte werden in unmittelbarer Nähe des Finnland-Stadions erstellt. Die Bilder werden eine Größe von 2 auf 2,5 Meter haben.

Dieslerwegs Gebeine sollen nach Siegen übergeführt werden.

In Anbetracht der Tatsache, daß die Grabstätte des großen deutschen Schulmannes Diesterweg in Berlin der städtebaulichen Entwicklung zum Opfer fallen wird, hat sich die Siegener Stadtverwaltung an die zuständigen Stellen der Reichshauptstadt mit dem Vorschlag gewandt, die Gebeine Diesterwegs, der einer der größten Söhne der Stadt Stegen ist, nach Siegen überzuführen, wo ihm auf dem alten Friedhof der Stadt eine würdige Ruhestätte bet reitet werden soll.

Deutschland ein wirsames Mittel in dem Augenblick herausbrachte, als es seine eigenen afri­kanischen Besitzungen räumen mußte, im Jahre 1916. Chemisch interessant ist es, daß bei den Ver­suchen, ein solches Mittel zu sinden, Anilinfarbstoffe, die Azofarbstoffe, Pate gestanden haben. Nun, da das Mittel gegen die Schlafkrankheit gefunden, wur­den weite Strecken des tropischen Afrika wieder be» siedlungsfähig und ein englischer Forscher, der Bio» löge Huyley von der Universität Oxford, schrieb zu dieser deutschen Leistung:Die Entdeckung des Germanin ist für die Alliierten wahrschein­lich viel wertvoller als sämtliche von ihnen ursprünglich geforderten Reparationen."

Ein Drittel der Menschheit, 700 Millionen er­kranken jährlich an Malaria. DieseÄrantyeit hat weltbewegende Ereignisse mifcbeftimmt. Man sagt ihr nach, sie habe zum Untergang der Helle- Nischen Kultur bei getragen, sie habe Die Völker­wanderung beeinflußt u. a. Die Menschheit hat ihr einen gigantischen Kampf angesagt, der mit den modernsten Mitteln der Technik geführt wurde und sich vor allem gegen den Ueberträger dieser Krank­heit, eine Moskitofliege, richtet. Einziges Mittel gegen die Krankheit selbst war für mehrere Jahr- Hunderte das aus der Chinarinde gewonnene Chi­nin, das aber schwere Nachteile hat und nicht vermochte, der Seuche Einhalt zu gebieten. Zwei Mitteln, von deutschen Forschern erfunden, haben es dann vermocht, hier einen Wandel zu schaffen. Eines von beiden tötet die geschlechtlichen Entwick­lungsformen der Malariaerreger, die Gameten, ab. Es wurde 1926 geschaffen. Das andere richtet sich aber gegen die Scyizonten, die ungeschlechtlichen Formen der Malariaerreger, sein Geburtstag fällt in das Jahr 1932.

Hebung der Generale Franco und f Mola führten. Für den, der das Nachdenken nicht < vergessen hat, werden die kleinen Gedächtnisskizzen j von dem Madrid vom Sommer 1936 mancherlei t enthalten, was ihn mit peinlich anmutenber Aehn- . üchkeit an die Lage in Deutschland in den Jahren , 1931 und 1932 erinnert. Intellektuelles Gesindel, , Gewerkschaftsbonzen und kommunistische Unterwelt hatten sich mit Hilfe der korrupten Cortes mehr und , mehr der staatlichen Gewalt bemächtigt. Das Heer . wurde bewußt vernachlässigt und zersetzt, die Polizei ; Politisch mißbraucht, um unerwünschte Gegner zu « -erledigen, und die Moskauer Drahtzieher sahen mit , sadistischem Vergnügen, wie dies bei aller Einfach- « igelt und materiellen Beengtheit dennoch herrenhafte j spanische Volk sich zunehmend proleta- risierte, wie Klassenkamps und Klassenhaß die ; Oberhand gewannen und der Stolz des national» | bewußten Spaniers, der bis dahin auch dem ärm- . i'ten Bettler noch im Blute saß, einer Knechtsgesin- , mung und -Haltung wich, die nur noch Unterwürfig- , eit gegenüber dem Moskauer Verbrechertum war.

Unser deutscher Kaufmann hat dann bekanntlich ; ,'chneller recht bekommen als uns lieb war ; wenige Wochen nach den geschilderten Erlebnissen konnte General Franco dem Ausbruch der offenen ommunistifchen Revolution durch seine Erhebung gerade noch zuvorkommen. Man wird tragen, warum die nationale Erhebung ihren An» iang von Marokko aus, also auf kolonialem Boden, nehmen mußte. Auch hier ist die Erklärung sehr einfach: Die bewußte Politik der Zersetzung :o e s Heeres hatte in Spanien selbst bereits so jgroße Fortschritte gemacht, daß, wie die Erfahrun- ;gen später zeigten, nur wenige, zahlenmäßig schwache Verbände im nationalen Sinne zuver- jassig waren. Franco aber, der aus seiner lang» aähngen Dienstzeit in Marokko dort besonders be­liebte General, verfügte über i h m völlig er­gebene Truppen, die in der Lage waren, m wenigen Wochen dem Lebenswillen einer selbst- »ewußten Nation den nötigen Rückhalt zu geben. Es gelang allerdings nicht, sich der Hauptstadt im ersten :imb zweiten Ansturm zu bemächtigen. Zwar standen -erelts im Herbst 1936 die Vorhuten des Generals Franco an der Puerto bei Sol, im Herzen Madrids, ine wurden aber mit Rücksicht auf die zahlenmäßige Unterlegenheit der nationalen Truppen wieder zu- rückgezogen. Schließlich sind aber auch die Gesetze :>ie6 Bürgerkriegs andere als die einer Auseinander­setzung zwischen zwei Nationen.

Damals, als es anfing, haben wir uns alle ge­fragt, wie es geschehen konnte, daß dies Unglück Jiber Spanien hereinbrach. (Die Opfer an Gut und Slut, die der fürchterliche Bürgerkrieg gefordert i at, werden sich wohl erst später einigermaßen über. Lhen lassen.) Man darf dabei nicht vergessen, daß Spanien eigentlich seit dem ausgehenden 18. Jahr- lunbert bas klassische Land b er Bürger- riege war, wobei die Impulse häufig aus nahe- degenben Gründen von Frankreich und dem fron- höfischen Liberalismus ausgingen. Die verkommene jmb verluderte Staatsführung durch Habsburger und Bourbonen, die schon vorher die Jahrhunderte : es Niedergangs bestimmte, schuf den geeigneten Nährboden. Spanien war im Ablauf seiner Ge ichichte stets das, was seine Herrscher aus ihm machten wie andere Länder und Nationen auch. Die andalusischen Bauern, die unseren deutschen Kaufmann zwar mit der geballten Faust, zugleich jber mit der freundlichsten Miene empfingen, hatten rn Grunde keinen anderen politischen Wunsch als 'jen, mit fester Hand und gerecht regiert zu werben, eine Regierung über sich zu wissen, bie sich gegenüber den Generalpächtern und den sonstigen zerren des Landes ihrer Interessen annahm und sie I -or Ausbeutung schützte. Das hatten sie bisher ent» «ehrt und sich nach dem politischen Bergrutsch von 2931 dem Anarchismus und Kommunismus zu, -eroanbt, ohne damit konkrete Vorstellungen zu ver-

inden. Es ist eines der entscheidendsten Verdienste Francos, daß er diesen tüchtigen Menschen die ,-aaischen Enttäuschungen erspart hat, denen der russische Bauer in den Jahren 1917/18 buchstäblich mm Opfer gefallen ist. Wenn er den Generalsekretär ter Falange, Fernandez Cuesta, gerade zum .:'anbwirtscyaftsminister bestellt hat, so durfte das blnen Grund nicht zuletzt darin haben, daß er die wirtschaftliche und soziale Lage des Landvolks zu verbessern und in Ueberelnftimmung mit den moder- en politischen Auffassungen echter Dolksoerbunben» beit des Staatsregimentes zu bringen wünscht.

Franco stehtmach zweidreiviertel Jahren am Ende ! times langen Weges, der zugleich e in 21 nf an g ll üft. Er hat den Bürgerkrieg gegen die stärksten ! Einflüsse und Einwirkungen der sogenannten öemo.

Gotischen Mächte militärisch wie auch ideologisch .»roonnen. Paris und London haben seine Regie» rung anerkennen müssen, und bie etwa noch ausstehenden Länber bürsten bem General Franco iaum noch Kopfschmerzen machen, selbst wenn ste -ich, wie zum Beispiel Mexiko, anschicken sollten, Alzu bereitwillig bie Exils für bie geschlagenen rot» manischen Machthaber von gestern zu werden. H politisches Emigrantentum ist, wie bie italienischen :| imb deutschen Erfahrungen gezeigt haben, keine

-^acht, wenn die Staatsführung fest und unbeirrt auf bem einmal eingeschlagenen Wege vorwärts schreitet. Franco hat jetzt die Aufgabe, sein Land lieber aufzubauen unb feiner Nation wie. hr ihre wahre Bedeutung im Konzert der Machte M geben. Der Weg ist steil und dornenvoll Wer dber die Schwierigkeiten der vergangenen 32 Mo- -rate mit der Unerbittlichkeit des politisch geschulten toDlbaten durchgestanden hat, her wird auch vor inen schöneren und größeren Zukunftsaufgaben nicht .urückschrecken. Der Unterstützung feiner Freunde m Deutschland und Italien darf Franco dabei sicher lüln.

Heiswert lersweg 67 offener Stich Zruß der Kvii, * ihm foto , der durch ein ien südspanische nmer und S!-i ib der Besitz d« erzählte, in dv tzortsetzuna uni nützlich emich. g: Wir besuch!-' wen Uni Bet' von der Äamr königlich- 15 sich der alle die grünen llfc »g in bas M bestellte W n der kastilisch« lersitätsstadt r ; und ihrer M )en des ftail; m, so wirkte d cht deprimieren brochenen W' s des W- ntat** macht, degenben w dem MnKM sche Doppdp^- StaotsprMi n Alfons XIII. r sere Freunds

Krieg dauerte, um so stärker wurden die Be­mühungen, den in ihrer Gesundheit gefährdeten Kriegsgefangenen durch Austausch bie Heimkehr in ihr Vaterland zu ermöglichen. Neben bem Aus. tausch des in Gefangenschaft geratenen Sanitäts- Personals trat der Austausch der Invaliden und Schwerverletzten sowie bie Jnternierun

Meister, Lucius und Brüning sich ein Laboratorium zur Herstellung von Arzneien an- gegliedert, da man erkannt hatte, baß die Kohle auch der Ausgangsstoff für viele Heilmittel sein mußte. Eines Der ersten Produkte, die sie heraus- brachten, war das Antipyrin, bas ein Dr. 'S. Knorr aus Erlangen gefunden hatte. Es leistete bei langen Fieberzuständen und zur Linderung von Schmerzen außerordentliche Dienste. Auf dem Anti­pyrin bauten sich in Zukunft eine Anzahl unserer bekanntesten Fieber- und Schmerzmittel auf, bie von den verschiedensten Werken herausgebracht wur­den und Millionen Menschen bas Leben erleichtert und Schmerzen gemildert haben, die dem Körper Widerstandskraft zum Kampf gegen Krankheiten gaben. Wir wollen hier ihre Namen nicht nennen, denn mir möchten keines dieser Mittel besonders Herausstellen, sondern nur etwas von der Leistung der deutschen chemischen Industrie für bie Mensch­heit erzählen. Es ist dies vor allem beshalb eine Leistung, weil an ihrem Anfang nicht bie Aussicht auf einen großen Gewinn ftanb, sondern die Aufgabe, etwas zu schaffen. Die Arbeiten Emil Behrings und Robert Kochs,, aber die Erfindungen von Chemikern wie Carl D u t s b e r g zeugen von einer Gemeinschaftsleistung von Wissenschaft und Praxis, von Aerzteschaft unb Industrie, und es wird eines der großen Ruhmesblätter der deutschen chemischen Industrie fein, bei diesen Arbeiten der Wissenschaft die Hand gereicht zu haben.

Schauen wir auf wenige hervorstechende Fälle des Erfolges der deutschen Medizin unb der indu» [triellen Pharmazie, um einen Begriff von der Bedeutung auch dieses Wirtschaftszweiges für bie Menschheit zu bekommen. Da ist zum Beispiel die auf rein tropische Gebiete Afrikas beschränkte Schlafkrankheit zu nennen. Diese Krankheit ist die Ursache dafür, daß heute weite Strecken Afrikas verödet lieaen, weil bie Krankheit sie ent­völkerte. Wer der Krankheit nicht selbst zum Opfer fiel, den packte das Grauen unb er floh vor Dem Unheil. Man nennt oft die erschreckenden Ziffern, daß allein in Uganda in den Jahren 1905 bis 1907 von 40 000 Menschen 20 000 dieser Seuche zum Opfer fielen und baß weiterhin in Kamerun Der Stamm der Njemes vom Jahre 1914 bis zum Jahre 1920 von 12 000 auf 600 Köpfe zusammen­geschrumpft ist.

Viele Jahrzehnte hindurch war bie Menschheit im Kampf gegen diese Seuche machtlos, weil sie keine Waffe, kein wirksames Heilmittel besaß, unb es liegt eine gewisse Tragik in der Tatsache, baß

Warum bas alles In biefer Breite berichtet wirb? immerhin wesentlich ist, sich noch ....... äußeren Erscheinungs. (formen ber politischen unb sozialen Span, mungen zu vergegenwärtigen, bie nach ber un» lbeschreibllchen Verlotterung ber voraufgegangenen ^Jahre im Juli 1936 zu ber nationalen Er-

Vom 14. bis 16. Juli finden in diesem Jahre bie Tage ber Deutschen Kunst inMünchen statt. Pro» fessor Hermann Kaspar hat dieses Plakat in den Farben Rot, Weiß unb Golb geschaffen. Die beiden griechischen Masken, die Musik und bas Schauspiel barftellenb, versinnbildlichen im Zusam- menwirken mit dem Hauptemblem die bie Ereignisse ber bildenden Kunst umrahmenden Veranstaltungen der Musik unb des Schauspiels. (Scherl-Bilder- blenst-M.)

Das Hofe Kreuz und die Kriegsgefangenen.

Durch jahrelange mühevolle Sammelarbeit der Reichsverelnigung ber ehema li gen Kriegsgefangenen ist in Berlin bas Archiv und bas Museum ber Kriegsgefangenschaft als eine einzigartige Sammlung all der Dinge entstanden, die über bie Kriegsgefangenfchaft bes Weltkrieges unb bas Schicksal der Weltkrieasgefangenen Auf. schluh geben. Ein Bericht des Leiters dieser Em- richtung, Dr. Joachim Givens, in der Zeitschri t Das Deutsche Rote Kreuz" erweist die völkische Be­deutung, bie bie fürsorgerische Betreuung von fast einer Million deutscher Soldaten In Fein-

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Der Engländer Perkins, ber das Violett aus dem Steinkohlenteer herstellte und damit eine ber ersten Anilinfarben gefunden hatte, wollte gar keine Farben erfinden. Dieser Mann kannte die große Heilwirkung bes Chinins und suchte nach einer Möglichkeit, es künstlich zu erzeugen. Dabei glaubte er, im Steinkohlenteer hierfür den geeig­neten Stoff gefunden zu haben. Am Ende seiner Versuche hatte er aber nun kein künstliches Chinin, sondern den Weg zu einer der Anilinfarben ge» funben. Wir erzählen diese Geschichte hier, um Die ckemische Verwandtschaft ber Anilinfarben zu man» cyen Heilmitteln barzulegen.

Bereits im Jahre 1883 hatten die Farbwerke

Von vielen Mtteln gegen andere Krankheiten ließe sich hier erzählen; auch von heldenmütigem Kampf ber ärztlichen Qorjcher, von denen mancher aten persönlichen Schaden davontrug. Dom gegen die Geschlechtskrankheiten, Tuberkulose ließe sich reden, von dem , , Hormone und Vitamine darzustellen, doch wir wol» len diese Dinge mit dem rechnenden Sinn bes Wirt- schaftlers einmal betrachten, obgleich wir uns dessen bewußt sind, wie unzulänglich eine derartige Be­trachtung' bleiben muß vor den anderen Werten, die ber Menschheit durch bie deutsche Pharmazeutik

Erntehilfe der deutschen Frauen.

Berlin, 23. Juni. (DNB.) Die Reichs- frauenführerln hat zur Erntehilfe folgenden Aufruf erlassen:

Wir alle wissen, daß die Bäuerin und Landfrau wieder vor ihrer Sommerarbeit steht unb daß es ihr in den nächsten Wochen und Mona­ten oft nicht möglich sein wird, allen ihren Pflichten in ber Familie zu genügen, da dringlichste Arbeit in Hof und Feld ihrer wartet. Sie darf darüber nicht mutlos werden! Sie soll wissen, daß ihre Kameradinnen aus ber Stadt bereit sind, ihr nach Kräften 3U helfen.

Aus dem Wunsch heraus, unseren Frauen auf bem Lande jede nur erdenkliche Unterstützung wäh- renb ber Bergung der Ernte zuteil werden zu lassen, rufe ich hiermit alle Mitglieder der NS.- Frauenschaft unb des Deutschen Frauenwerkes, rufe ich aber auch alle übrigen Frauen und Mädchen in Stadt unb Land zur freiwilligen Erntehilfe auf. Wir wollen ber Landfrau helfen bei leichter Feld­arbeit, bei leichter Gartenarbeit, bei dem Ernten unb Ginmadien ber Gartenfrüchte, bei ber Hausarbeit unb ber Betreuung ber Kinder.

Ich erwarte, daß sich jedes gesunde deut­sche Mädel, jede gesunde deutsche Frau überlegt, wie sie sich für einige Nach­mittage, für ein Wochenende ober gar für zwei bis sechs Wochen freimachen kann, um sich in irgendeiner Weise bei ber Einbringung ber biesjährigen Ernte zur Verfügung zu stellen. Ich erwarte dies ganz befonbers von jenen, Die keinen Beruf haben, bie nur einen klei­nen Haushalt versorgen und stundenweise abkömmlich sind.

Angesichts des Mangels an landwirtschaftlichen Arbeitskräften unb der Ueberbeanfpruchung ber Landfrau muß jebe deutsche Frau ihren Stolz bareinsetzen, nach ihren Kräften zur Einbringung der Ernte unb damit zur Sicherung ber Ernährung ihres Volkes beizutragen. Alle Kräfte werben ge­braucht! Es geht um bie Ernährung unseres Volkes! Meldet euch zum Einsatz in der Erntehilfe! Mel­dungen von Nichtmitgliedern nimmt jede Frauen­schaftsleiterin entgegen."

Ein schweizerisches Kleinlustschiff explodiert.

Am Freitagmittag ist in Zürich ein Klein l u f t- schiff explodiert und brennend abgestürzt. Das Luftschiff gehörte ber Sektion Zürich des Aero­klubs der Schweiz, war mit Wasserstoffgas gefüllt und hatte vier Mann an Bord. Der Pilot wurde er­heblich verletzt, während bie drei anderen In­sassen nur leichtere Verletzungen erlitten. Dieser glimpfliche Ablauf ist dem Umstand zu verbanken, baß ber Sturz aus nur 15 Meter Höhe erfolgte unb noch durch Gebüsch gemildert wurde. Das Lust- schiff verbrannte vollständig. Der durch die Explo­sion angerichtete Sachschaden ist erheblich. Am chwersten betroffen wurde bas im Bau befindliche Hallenstadion. Ein Teil der Decke des Stadions stürzte ein, wobei eine Anzahl Personen ver- letzt wurde. Ferner wurde eine Anzahl Hausbücher

Bei einer Bettachtung dieser Ziffern will achtet sein, baß heute alle chemischen Erzeugnisse ein Vielfaches billiger sind als noch vor einigen Jahrzehnten; auch bas ist eine wirtschaft­liche Leistung der chemischen Industrie, die über bas rein wirtschaftliche Moment hinaus von großer Bedeutung ist, weil dadurch überhaupt erst der Ge­brauch ber vielen wunberbaren Mittel ermöglicht wurde. H. Sehr.

bem Reich wirkte freilich ihr Anblick mehr als eigenartig. Sie waren mit Vorstellungen nach Mabrid gekommen, bie in Disziplin unb Haltung bie wichtigsten Kennzeichen ber Tugen­den des Soldaten sehen. Nun, Die beiden Posten vor bem ehemaligen Königsschloß in Mabrid boten genau bas Gegenteil dieser Vorstellung. Die Hand auf ber Münbung ihrer Gewehre, un- : chlüsflg an den Schilderhäusern lehnend, lieferten ie em markantes Beispiel für denErfolg" ber 1 tänbigen Minierarbeit, die von Moskaus Agenten unter Dulbung ber Regierung in den Kasernen ge­leistet wurde... Der Blick in das heute blut* ,getränkte Casa be Campo hat bann boch für biefe inieberziehenden Eindrücke etwas entschädigt.