Ausgabe 
24.6.1939
 
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Francos neue Ausgabe

Geschichten aus aller Welt

1

Es mir dos der mit

aus um

ab- die

unseres reichen Könnens geschenkt, sondern wenn wir mehr genommen und gefordert hätten. Wir haben es nicht verstanden, aus uns etwas zu machen in der Fremde, uns in Positur zu setzen, uns bewundern zu lassen, obwohl wir dazu ein gutes Recht kraft unserer Leistung haben.

Dies soll und muß anders werden!

Wir haben mit unseren Auswanderern der Welt unendlich viel gegeben. Wohin immer wir blicken, besteht die deutsche Kulturleistung, ja, sie wird nur zu gerne um ihres hohen Wertes willen von den

Morisons diese Arbeit fortsetzen und möglichst schließen. Im ersten Teil der Seereise wird Capitana" den Weg verfolgen, den Columbus auf seiner ersten Rückreise nahm. Auch die Azoren, wo Columbus nach einem schweren Sturm Zuflucht suchte, werden dabei angelaufen. Die Expedition will dann nach Lissabon segeln, dem Heimathafen der ersten Seereise Columbus', um weiterhin die

war.

Wenn aber deutsche Menschen im Ausland sich zusammenschließen, um deutsche Schulen für ihre Kinder aus ihrem schwerverdienten Gelde zu er­richten oder in ihren Vereinen die deutsche Gesin­nung zu pflegen, dann schreit diese gleiche Presse Zeter und Mordio, und jeder harmlose Deutsche wird, nur weil er ,Heil" sagt und die S)anb zum Gruß erhebt, weil er auch Geld dazu beiträgt, die deutsche Schule zu erhalten, gleich zu einem Staats- feind erklärt und mit Teer und Federn bedroht. ~ wird eben mit zweierlei Maß gemessen, und Deutschen hören stets das Wort:Ja, Bauer, ist etwas anderes". Vielleicht ständen wir in Welt besser da, wenn wir nicht nur immer vollen Händen aus dem unerschöpflichen Born

Gtaatsdeutsch oder volksdeutsch?

Don Mona Kahle.

anderen Völkern für sich beansprucht. Vom Manen- altar in Krakau, den der Deutsche Deith Stoß ge- chaffen hat und den die Polen für sich reklamleren, oder der gewaltigen Brooklyn-Brücke, die der Thüringer Johann August Röbling erbaute den man aber zum Yankee machte, ließen sich Tau­ende von Beispielen auf dem Gebiete der Kunst und Technik nennen. Dort, wo niemand sonst den Mut hatte zu siedeln, im Sumpfland oder der öden Steppe, dort haben fleißige deutsche Bauern zu roden begonnen, und ihre Enkel waren erst so weit, aus hunderttausendfältigem Ducken und blu­tenden Schwielen zu ernten. Ungezahlte Quadrat­meilen unbewohnten Oedlandes haben deutsche Siedler in fruchtbringende Aecker verwandelt. Tau­ende und Abertausende von Städten. Hundert­tausende von Handwerks- und Industrieunterneh­mungen wurden von deutschen Auswanderern begründet zum ideellen und materiellen Segen ihres Gastlandes.

Sie haben ihren Gaststaaten auch mit ihrem Blut, nicht nur mit ihrer hochqualifizierten Arbeit gedient. Ohne die deutschen Freiwilligen hatte Washington die Freiheit nicht erkämpfen können, ohne die deutschen Regimenter waren die Nord- taaten im amerikanischen Bürgerkrieg besiegt wor- )en, um nur zwei Beispiel aus der nordamert- kamschen Geschichte zu nehmen. So konnte man allen Staaten Beispiele aufzahlen. Millionen Millionen tüchtiger deutscher Menschen haben

Es muß aber auch ein Ende haben mit der Auf­fassung, als handele es sich bei der Arbeit des Volks­bundes um Mildtätigkeit und Wohltun! Es ist nicht so, daß wir demBruder in Rot" ein Almosen geben, Fürsorge an ihm üben; Pflicht, heilige, zwingende, das Gewissen nickt m Ruhe lassende Pflicht ist uns der Einsatz für die volksdeutschen Kämpfer. Wenn mir sie und uns, wenn wir ihren Kampf und unsere Aufgaben erst erkannt haben, daß es überall, wo volksdeutsches Ringen sich ab­spielt, mit um unsere Zukunft, um die Gel­tung, den Bestand unseres gemeinsamen Dolkserbes geht, dann überwältigt uns die Beschämung, wie gering unser Beistand, wie lau unsere Anteilnahme, wie gehemmt unser Einsatz bisher gewesen ist!

Ich weiß von Deutschen tm Auslande, die per­sönlich materielle Rot, die bis zum Hunger geht, apf sich genommen hoben, um ihren Kindern Den Be­such der deutschen Schule zu ermöglichen und ihnen kulturelles Darben ersparen. Aus manchen Außen­posten des Deutschtums wissen sie es wohl, Män­ner und Frauen, daß jeder einzelne in dem völki­schen Kulturkampf, Verfolgung, Aechtung, Berau­bung, ja vielleicht Vertreibung erleiden muß, aber sie halten aus, und die tiefste Kraft gibt ihnen die Erkenntnis: es geht nicht allein um ihre Gruppe, um ihren Stamm, um ihr Gebiet, es geht um den kulturellen Lebensboden des ge­samten deutschen Volkes, es geht um die Ganz­heit, in die sie sich eingebunden fühlen.

Und diese volksdeutsche Erkenntnis will der Dolks- bund für das Deutschtum im Ausland zum inner­sten und in Daten sich auswirkenden Besitz aller Heimatdeutschen machen!

Wo immer in der Wett ein Deutscher für sein Volkstum streitet, streitet er für dieses große deutscheDolk; wo immer in der Welt ein Deutscher Schimps und Aechtung tragen muß, soll es Schimpf und Aechtung sein, dem ganzen Volke angetan; wo immer in der Welt ein Deut­scher glühend um Freiheit betet, soll dies Freiheits- rufen widerhallen im ganzen Volk; Grenzen, Länder und Ozeane können unsere Seelen nicht trennen, können nicht trennen die Liebe, die hüben-und drüben das ganze Volk umfaßt!

verschiedenen Plätze aufzusuchen, mit denen der Name des Entdeckers verbunden ist. Insbesondere soll auch das Schrifttum in den Dibttotheken und Archiven eingesehen werden.

Nachtwandler rasiert sich im Schlafe.

Ndz. London.

In Sneyd Green (England) ist ein ganz eigenarti­ger Fall des Nachtwandelns beobachtet worden. Als Frau Kitson mitten in der Nacht erwachte, sah sie, wie ihr Mann sich schlafend in das Badezimmer be­gab und dort, ohne Licht einzuschalten, sich einseifte. Dann nahm er das Rasiermesser und rasierte sich immer im Dunkeln mit aller Gründlichkeit. Die erschreckte Frau wogte nicht, den Mann zu wecken, weil sie fürchtete, daß er sich bann mit dem scharfen Messer verwunden könnte. Der Nachtwandler ging noch vollzogener Verschönerung mit geschlossenen Augen in sein Bett zurück, und nun zeigte sich, daß er sich bei der Rasur im Schlafe auch nicht die kleinste Schramme zugefügt hatte.

Bilanz des Raufens.

Ndz. Sao Paulo.

-Der polizeiärztliche Dienst der brasilianischen Stadt Sao Paulo hat eine Statistik über die Raufereien im Jahre 1938 veröffentlicht, die deutlich die Freude an der Statistik widerspiegelt. Als Ergebnis wird festgestellt, daß Sao Paulo eine friedliche Stadt sei. Man darf das natürlich nur an den brasilianischen Temperamenten messen. Don 1000 Bewohnern prü­geln sich nur zwei, und täglich gibt es nur acht Raufereien. Es wurde nämlich amtlich festgestellt, daß im letzten Jahrnur" 2889 Angriffe vorgekom­men seien. Ohrfeigen sind da natürlich nicht mitae- zählt, denn in allen Fällen handelt es sich um An­griffe mit Verletzungen. Nach Geschlechtern getrennt, entfielen auf Männer 2184 und auf Frauen 703 Angriffe. Nach dem Zivilstanb waren 1526 Ehegat- ten und 1085 Ledige in Raufereien verwickelt. Die Witwer sind nur mit 122 beteiligt. 2000 der gemel­deten Beteiligten waren Brasilianer, die übrigen Ausländer. Merkwürdig erscheint, daß unter den Raufbolden auch 25 Sicherungsinspektoren aufge­zählt werden. Unter den Waffen ist der Prügel am beliebtesten, mit dem 2345 Angriffe burchgeführt wurden. Dann kommen Feuerwallen. Stichwaffen,

in 19 Fällen heißes Wasser, Del ober brennende Gegenstände, unb in einem Fall sogar eine Bombe. Das sind die Gegenstände, welche immerhin 2889 Menschen in Sao Paulo im letzten Jahr über die Polizei in ärztliche Behandlung gebracht haben.

Nicht die richtige Kur!

Ndz. Kopenhagen.

ZumFeuerfresser" wider Willen wurde ein Schlächterlehrling in Apenrade. Ein hohler Zahn bereitete ihm furchtbare Schmerzen, die er auf den Rat eines Kollegen durch Austräufeln von Benzin lindern wollte. Rach dieser Prozedur ließen zwar die Schmerzen ein wenig nach, aber dafür litt der Bursche unter dem häßlichen Benzingeschmack, der durch Mundspülen mit Wasser nicht beseitigt wurde. Eine Zigarette sollte diesen Geschmack vertreiben; als der Lehrling sie aber anzündete, schoß ihm eine lange Stichflamme aus dem Mund. Er hat schwere Verbrennungen in der Mundhöhle und an den Lip­pen davongetragen.

Ein kostbarer Liebesbrief.

B. Paris.

Schon ost im Leben haben junge Damen einen Liebesbrief, von dessen Absender sie nichts wissen wollten, in kleine Fetzen zerrissen, aber kaum je wird dies eine so bitter bereut haben, wie die, von der Pariser Blätter folgendes erzählen: Sie erhielt vor einigen Tagen, als sie in einem Kaffee­haus faß, ein paar Heilen, die in Eile auf ein zu- fammengefaltetes Stuck Papier geschrieben waren. Das Briefchen kam von einem hartnäckigen Bewer­ber, einem jungen Rechtsanwalt, dem es bis dahin nicht gelungen war, ihr vorgestellt zu werden, unb der nun ein Zusammentreffen um nächsten Tage vorschlug. Am Abenb besselben Tages horte der Rechtsanwalt die Nachrichten im Rundfunk mit an, und als dabei auch mitgeteilt wurde, auf welches Los ein großer Gewinn gefallen war. erinnerte er sich, daß er das Glückslos gekauft hatte, auf das eine Prämie von einer Million gefallen war. Zu seinem größten Schrecken fiel ihm aber zugleich ein, daß er seine feurige Einladung an die junge Dame im Casö, da er gerade nichts anderes zur Hund hatte, auf die Rückseite des Glücksloses gekritzelt unb dieses der Angebetenen geschickt hatte. Er konnte kaum den nächsten Tag erwarten, bis er die Dame wiedertraf, und als er sich jetzt an sie wandte unb nach dem Billett fragte, mußte er erfahren, daß diese es zerrissen und achtlos fortgeworfen hatte, da sie seine Gefühle nicht im geringsten erwidere. Die Schöne erklärte, daß ein Mann, der so wenig gewandt wäre, daß er den Weg zu der erwählten Dame nicht leichter finden könnte, ihr besser ferm bleiben würde, aber vielleicht hat auch sie, als sie erfuhr, worum es sich handelte, eine bittere Ent­täuschung empfunden, daß sie mit den Papierstücken auch fein Vermögen verloren hatte.

Don Dr. JRifter von Goß

Es war im Juni 1936, wenige Wochen vor der auf Befehl derrepublikanischen" Regierung von der Polizei durchgeführten Ermordung Calvo S o t e l o s , die das Signal darstellte für die natio­nale Erhebung des Generals Franco. Wir hatten draußen auf dem Flughafen von Madrid Freunde aus Deutschland abgeholt, die zu kurzem Besuch gekommen waren. Wir wollten ihnen diese ehemals wirklich königliche Stadt natürlich in bestem Lichte zeigen, denn sie war uns als Repräsentantin ihres Landes und ihrer stolzen Nation seit vielen Jahren ans Herz gewachsen wir fühlten uns Der- antwortlich dafür, daß die Gäste aus Deutschland den denkbar besten Eindruck mit nach Hause nah. men obwohl feit dem Sturz der Monarchie die Verfallserscheinungen im öffentlichen Leben Spa­niens sich in erschreckendem Umfang mehrten. Wir hatten freilich wenig Glück. Denn schon die Unter­bringung der deutschen Reisenden begegnete großen Schwierigkeiten wenige Tage vorher war wieder einer jener politischen Streiks der Hotel- und Gast­wirtangestellten ausgebrochen, die das Leben der Stadt in regelmäßigen Abständen fast ftillegten, und nur mit Mühe konnten wir schließlich ein Hotel finden, dessen Betrieb vom Besitzer und seiner Familie notdürftig aufrechterhalten wurde Auf Bäder unb warmes Wasser mußten die Gaste frei­lich verzichten,.. Am nächsten Tage erging es uns nicht besser: Der vorgesehene Besuch eines Stier­kampfes mußte unterbleiben, da die Gewerkschaft der Toreros aus den gleichen durchsichtigen poli­tischen Gründen, die Herr Trotzki schon Jahre vor­her kannte, in den Streik getreten mar.

Am Abend saßen wir bann im kleinen Kreis zu- fammen, und ein spaniendeutscher Kaufmann, der soeben von einer Autoreise aus Andalusien zurück­gekehrt war, berichtete von seinen Eindrücken.In wenigen Wochen haben wir dort die Revolution", äußerte er und schilderte bann,

sich draußen im Dienste anderer Staaten bewahrt, weil sie das Unglück hatten, nicht auf deutschen Kolonialboden auswandern zu können. Immer und überall haben sie in loyalster Welse dem Staate gegeben, was ihm gebührt, waren die pünktlichsten Steuerzahler unb diszipliniertesten Untertanen - man könnte oft sagen, leider weil ihre Hoch­achtung vor dem BegriffeStaat so groß ist.

Die Hetze gegen sie ist nicht nur verlogen und dumm, sie schädigt auch ihre Gaststaaten in emp­findlicher Weise, was allerdings denen, die hetzen gleichgültig ist, weil es überall die Juden und Freimaurer sind, die an *ber Hetze verdienen unb denen das Wohl des Staates Hekuba ist.

Das deutsche Volk ist aber heute nicht mehr bereit, dieser Hetze stumm zuzuschauen. Es wird unb kann in einer Weise protestieren, über die die Welt noch staunen wird. Wenn wir amTag des deutschen Volkstums" diese Mahnung aus- prechen, so noch mehr die Forderung an alle Deut- chen, die große Schicksalsgemeinschaft aller Deut- chen zu erkennen.

Als unser Führer als Knabe im volksdeutschen Grenzlandkampf stehend zum bewußten Nationa- listen wurde, kämpfte die Ostmarkjugend im Zeichen her Kornblume. Dies Sinnbild volkdeutscher Treue wird heute auf allen Straßen zu sehen fein, und es fordert den gleichen Einsatz, für den der junge Hitler kämpfte, von der großdeutfchen Jugend und vom ganzen Volk. Fritz Heinz Reimesch.

Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!

Die kostbaren Enten.

Ndz. Schanghai.

Im Westen der jetzt zum fernöstlichen Kriegs- gebiet gehörenden chinesischen Provinz Hunan sind die Bauern gegenwärtig um das Gold besorgt, bas ihre Enten im Magen haben. Hier existiert nämlich seit uralten Zeiten eine ganz eigenartige Art bcr Goldgewinnung. Die Flüsse und Bäche führen Gold, aber die Goldwäscherei ist wenig lohnend. Dafür hat hier aber die Entenzuchtgoldenen Boden". Die Bauern lassen die Enten so alt wie möglich werden, denn sie legen weniger Wert auf den Braten als aus den Tragen und die Eingeweide der Tiere. In ihnen sammeln sich im Laufe der Jahre die win­zigen, aber schweren Goldkörnchen an, die die Ente mit der Nahrung aus dem Wasser aufgeschluckt hat. hat. Wenn eine alte Ente geschlachtet wird, so be­wahrt der Bauer sorgfältig Magen und Därme auf. Sind Cnten-Eingoweide in genügender Menge an- gesammelt, so werden sie auf einer glühenden Platte in Asche verwandelt. Aus dieser Asche läßt sich meist eine verhältnismäßig beträchtliche Menge Gold aus- waschen.

Auf den Spuren des Kolumbus.

Ndz. Neuyork.

Wie aus Cambridge in Massachusetts mitgeteilt wird, soll im August unter Leitung von Professor Morison eine Expedition Neu-England verlassen, mit dem Ziel, den Weg zurück zu verfolgen, den Christoph Columbus einst genommen hat, als er Amerika entdeckte. Die Kreuzfahrt wirb auf dem SegelschiffCapitana" durchgeführt, bas Freunde der Havard-Universität für dieses Unternehmen gekauft haben. Die Expeditionsreife beruht auf der Erwä­gung, daß es nur dann möglich ist, die Perfönlich- keit von Columbus und feine Eigenschaften als Seemann und Entdecker voll zu schätzen, wenn man möglichst genau seiner Route folgt unb alle bie Plätze besucht, an denen Columbus gewesen ist. Professor Morison meint, daß bas meiste von dem, was an Literatur über Columbus vorhanden ist, in Bibliotheken von Schülern niebergelegt wurde, die keine Ahnung von der Schiffahrt hatten unb sich mehr ober weniger mit Spekulationen unb Ver­mutungen zufrieden gaben. Professor Morison be­schäftigt sich schon seit längerer Zeit mit Columbus. Im Winter 1937/38 segelte er mit einer Jolle burch die Kleinen Antillen, um die Route zu prüfen, die der Entdecker auf seiner zweiten Seereise benutzte. Im letzten Winter wies er die Lage der ersten europä­ischen Niederlassung in der Neuen Welt nach. Die beoorft^enbe Expedition soll nach den Erwartungen

Herkules war nichts dagegen.

B. Stockholm.

Als ein neuer Herkules versetzt der Schwede Nils Nilsson seit einigen Wochen Tausende von Besuchern des Lunaparkes in Stockholm in große Begeisterung. Dieser stärkste Mann der Wett, wie er genannt wird, ist 26 Jahre alt, 1,86 Meter groß und wiegt 87 Kilogramm. Allgemein bestaunt wird seine neueste Leistung, bie er infolge einer Wette vollbrachte. Er begab sich Mir Feuerwehrwache der Stadt, nahm aus ftine breiten Schultern einen großen unb kräftigen Tisch und lud die Feuerwchr- leute ein, auf diesen zu steigen, so viele darauf Platz fanden. Mit Erlaubnis ihrer Vorgesetzten kletterten auch 12 Mann, alles große unb kräftig gebaute Leute, auf den Tisch und wurden über den ganzen Hos der Feuerwehrkaserne im Triumph ge­tragen. Nilsson war damit jedoch noch nicht zu­ftieben. Er erklärte, er könne ein noch größeres Gewicht tragen, und so nahmen sogar fünfzehn Feuerwehrleute, diesmal in voller Ausrüstung mit Helm, Axt unb Säge, auf dem großen Tisch Platz, den der Kraftmensch wieder auf feine Schulter ge­nommen hatte. Auch diese gewaltige Last vermochte den starken Schweoen nicht niederzudrücken. Die muskelbepackten Schultern krümmten sich kaum, wäh« rent) die großen Füße sich fast in den Boden ein3 gruben. 2 Minuten unb 20 Sekunden trug Nilsson die 15 Feuerwehrleute, und man sah mfr, daß die Adern am Hals und an der Stirn anschwollen. Zum Schluß brachten alle Anwesenden dem starken Mann eine große Ovation dar.

Erstaunliche Luftreise eines Katers.

AS. 9=1 i g a.

Dom traurigen Ende derLuftreise" eines Katers wissen Bewohner eines Hofes in Südlettland ZU berichten. Stolzierte da eines Tages graviättfch em Storck über die Wiese unb beschaffte sich sein Mo» gensruhstück. Nicht weit davon lag ein grauer Kater unb blinzelte in bie Sonne. Glaubte der Kater, der Storch sei ein geeignetes Wildbret, oder hatte er Gelüste nach einem Abenteuer jeden­falls sprang er mit einem Satz dem hochbeinigen Vogel auf den Rücken. Nur eine Schrecksekunde lang stand Adebar erstarrt da, bann regte er bte Schwingen unb erhob sich in fein Element. Was tut man nicht alles, wenn zwanzig scharfe Krallen eines unbekannten Wegelaaerers schmerzhaft durch das Gefieder bringen! Ao ebar versuchte es mit Rollen, Kehren und Rückenflug. Nichts zu machen, also höher hinauf, vielleicht wird ihm übel. Tief unten sahen bie Leute mit Staunen diesem Vorgang zu. Plötzlich löste sich ein dunkler Punkt vom weißen Körper des Storchs unb stürzte fast an derselben Stelle nieder, wo kurz vorher ein grauer Kater blinzelnd in der Sonne gelegen hatte. Dann zog Adebar, der Sieger, noch eine Ehrenrunde uns eLtjAsWÄ des Bücken, .

Tag des deutschen DvlkMms

Am 24. unb 25. Juni wird die deutsche Jugend überall in Großdeutschland unter dem Zei­chen der Kornblume und mit entzückenden, aus Glas gefertigten Dolkstrachtenabzeichen, die ron sudetendeutschen Heimarbeitern hergestellt wurden, für denVolksbund für das Deutsch- tum Im Ausland" (VDA.) und feine bie Welt umfpannenbe Arbeit sammeln. Der Führer hat per- sönllch zu biefer Haus- unb Straßensammlung seine Einwilligung gegeben, und sein Stellvertreter hat die Schirmherrschaft über den gleichzeitig statt- finbenben ,Zag des Deutschen Volkstums" über­nommen und wird ihn mit einer Rede eröffnen. Allein diese beiden Tatsachen beweisen, welche Be­deutung diesen beiden Tagen zugemessen ist, die der Gesamtheit deutschen Volkstums wieder einmal die Bedeutung der deutschen Kulturleistung in der Welt klar vor Augen rücken soll.

Zwanzig Millionen deutscher Volks­genossen leben jenseits der Reichsgren­zen über Land und über See, und sie sind zum allergrößten Teil Bürger fremder Staaten, die zum Tell in der Front unserer Gegner stehen. Die semitisch-freimaurerische Weltlügenyetze benützt diese Volksgenossen tagtäglich zur Zielscheibe ihrer ver­gifteten Pfeile, die Kampfparole Clemenceausvon den zwanzig Millionen Deutschen, die zuviel seien", klingt wieder auf. Es wird kaum ein Mittel des geistigen oder blutigen Terrors verschmäht, um diesen Deutschen im Ausland auf den Leib zu rük- ken, sie zu schänden, zu verdächtigen, ihnen ihr Leben durch Sperrung ihrer Schulen und Kultur­einrichtungen, Enteignung ihrer Heimatscholle, Schwächung ihres Kredits, ja durch Verbot, bte Muttersprache zu benütze», zu verleiben.

Keinem anderen Volke in der Welt wird es ver­wehrt, sich seiner Volksgenossen anzunehmen, ihre kulturellen Einrichtungen zu unterstützen, ihnen mit Rat und Tat zu Hilfe zu kommen ja, man gestattete es ihnen sogar früher und heute eben­falls, sich politisch aufs beste zu organisieren unb ihren Gaststaat zur Grunblage politischer Angriffe auf andere Staaten zu mißbrauchen. Es gibt Völker, die von ihren in fremden Staaten lebenden Volksgenossen ganz offiziell und öffentlich fordern, Spionage und Sabotage gegen ihre Gaststaaten zu treiben zugunsten ihres Mutterlandes unb ihrer politischen Freunde. Die jüdisch-amerikanische Hetz- presse hat nichts dagegen einzuwenden gehabt, daß sich z. B. Tschechen unb Polen, kurz vor und wah- renb des Weltkrieges, gegen bie Staaten, denen sie zugehörten und aus denen sie ausgewandert waren, organisierten, obwohl USA. damals noch neutral

Der Staat ist etwas Geschaffenes, Wandel­bares, Vergängliches, er ist nur Folgeerscheinung bes Ersten, Ursprünglichen, Organischen, des Volkstums. Volkstum ist grenzenlos, Volkstum lebt auch losgerissen vom Heimatboden weiter, er- hält sich auch ohne den staatlichen Schutz des Hei- matvolkes, Volkstum verkündet sich, wird Gestalt in Sprache unb Sitte und Kunst und durch diese seine Ausdrucksformen wieder gestärkt und bildhaft hervorgehoben. Aber selbst wenn solche äußeren Formen abgelegt werden oder verküm­mern, bleibt das innerste Wesen des Volkstums doch in der geistigen Haltung der von ihm (oft nur noch im Unterbewußtsein) erfüllten Men­schen wirkend. Gemeinsames Volkstum ist der we­sentlichste Besitz, den Menschen miteinander teilen, er verbindet sie zu innigster Nähe, zum Sichwieder- finden im anderen, im Art- und Bluts genossen, so- bald dieser Besitz als Wert erkannt und geliebt wird.

Das große Erlebnis von Millionen unseres Vol­kes nach dem Kriege ist das Zueinanderfinden von Staatsdeutschen und Volksdeutschen des über die Erde hin verstreuten deutschen Volkstums in der geistig-seelischen Heimat ihrer Deutschheit. Es ist eineBlut-undSeelengemeinschaftvon 100 Millionen Deutschen in der Welt im Werden! lieber die Staats- und Reichsgrenzen hinweg schaut unser Derbundenheitsgefühl aus nach den Volks­deutschen, die außerhalb dieser Grenzen leben und mit uns das deutsche Schicksal tragen.

Wir sind uns bewußt geworden des Wertes eines jeden deutschen Menschen, der draußen als Dertteter unseres Volkes lebt. Wir wollen unseren Volksgenossen jenseits der Grenzen helfen in ihrem Bemühen, deutsch zu bleiben und ihre Kinder in der deutschen Geisteswelt zu erziehen. Dafür fam^ melt der Volksbund für das Deutschtum im Ausland Mittel, ihre Schulen zu unter­stützen, ihre Kultureinrichtungen zu erhalten oder dort, wo das nicht möglich ist, eine Auslese begab­ter Schüler, zum Studium nach Deutschland zu holen; darum schickt er zu Zehntausenden seine Büchersendungen, Liederbücher, Märchenbücher, wis- senschaftliche Werke. Es muß ein Ende haben mit dem unsichtbaren Trennungsstrich zwischen Heimat und Außendeutschen.

FOTO-Arbeiten preiswert ,87D Foto-Ruhl, Seltersweg 67 wie er selbst in kleinen Dörfern auf offener Straße mit der geballten Faust, als dem Gruß der Kom­mune, begrüßt worden war. Man hatte ihm fogar bei einem unfreiwilligen Aufenthalt, der durch eine Panne entstanden war, in einer kleinen südspanischen Kneipe einen roten Schlips mit Hammer und Sichel als Erinnerungspräfent gegeben, und der Besitz bes Gastgeschenks" habe sich, wie er erzählte, in den nächsten tagen für die reibungslose Fortsetzung und Durchführung seiner Reise als sehr nützlich erwiesen.

Noch eine dritte kleine Erinnerung: Wir besuchten mit unseren Freunden nach dem neuen Univer­st t ä t s v i e r t e l, das noch heute von der Kampf­front durchschnitten wird, das königliche Schloß, von dessen Terrassen aus sich der allen Besuchern unvergeßliche Blick über die grünen Ufer des tiefgebetteten Manzanares hinweg in das wüte, mit schütterem Steineichenwald bestellte frühere Jagdgebiet der spanischen Könige in der kastilischen Hochebene bietet. War die Universitätsstadt mit ihren zahlreichen modernen Bauten und ihrer groß­zügigen Planung noch ein Zeichen des starken Lebenswillens der spanischen Nation, so wirkte der Besuch des Schlosses in jeder Hinsicht deprimierend. Die Ruinen eines feit 1931 unterbrochenen Kathe­dralenbaus empfingen uns seitwärts des Palastes man hatte sich angesichts der repräsentativsten Stätte Madrids nicht einmal die Mühe gemacht, den häß­lichen Anblick einer feit Jahren stilliegenden Bau- ftätte irgendwie zu verbergen. Dor dem Einganstor zur Schloßfreiheit standen militärische Doppelposten als Hüter des zum Hause des Staatspräsidenten gewordenen Monumentalbaues, den Alfons XIII. im April 1931 verlassen hat. Auf unsere Freunde aus