Ausgabe 
24.5.1939
 
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nr.U9 Drittes Blatt

Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen)

Mittwoch, 24. Mai 1959

Raststätte und Tankstelle bei Reinhardshain.

Haupt umriß und ferner davon sprach, wie es 1 die Ansprache heute schon möglich sei, durch den ganzen Gau Hes-1 Straßenmeist

UMm SM ÄÄK verweigerte;

©in be anderer Feinschmecker aber ist Moina, der 135 ^schwere Gorilla, der zu den beliebtesten In- lassen des Londoner Zoo gehört. Seine Speisekarte ist sehr sorgfältig ausgearbeitet, denn er ist ein gro- ßer Esser. Um acht Uhx morgens bekommt er eine mächtige Schale kleingemahlenen Hafers mit Milch und einen halben Liter Milch mit Tee, worin Eier eingeschlagen sind. Das Frühstück wird um 14 Uhr feroiert und besteht aus einem Kilogramm Wein­trauben, zehn Bananen, einem Viertel Kilogramm Aepfeln, drei Apfelsinen, ein Viertel Kilogramm To­maten, Salat, Zwiebeln, Mohrrüben und Zucker­rohr. Um 18 Uhr erhält der Gorilla einen Tops Tee und Butterbrot. Dreimal in der Woche be- kommt er Hühnerbrühe, etwas über ein Achtel Kilo- gramm Steak, und zu dieser sorgfältig zusammen­gestellten Diät werden noch einige Vitaminpräparate hmzugefugt.

Gießener Stadttheater.

Fritz Koselka:Seltsamer Fünfuhr-Tee."

Dieses Stück, das gegenwärtig auch die Ber­liner serienweise unterhält, beginnt mit einem klei­nen Hokuspokus vor dem Vorhang und beun­ruhigenden Hinweisen auf die erstaunlichen Spiele des Zufalls. Dann wird es ernst oder vielmehr ganz amüsant, denn der Fünfuhr-Tee, dem wir nun bei­wohnen, und dessen Teilnehmer sich in einer be­kömmlichen Mischung aus Hochfinanz und Theater zusammensetzen, nimmt in der Tat einen ziemlich ungewöhnlichen und bühnenmäßig ergiebigen Ver­lauf. Einer der Gäste improvisiert ein Gesellschafts­spiel mit verteilten Rollen. Jeder bekommt eine Rolle zugeteilt, und da der junge Herr offenbar gut Bescheid weiß und außerdem über eine blühende Phantasie verfügt, ergeben sich alsbald die merk­würdigsten Situationen: nicht allein, daß der au dem Programmzettel namenlos eingeführte Gast sich glaubwürdig für jemanden ausgibt, der er gar nicht ist: auch dasSpiel", das hier gespielt wird, hat eine teils amüsante, teils beklemmende Aehn- lichkeit mit dem wirklichen Leben, und das Unter­haltsame dabei ist, daß bald nicht nur die Spieler, sondern auch die Zuschauer in ernstliche Zweifel über die hier vorhandenen Grenzen von Schein und Sein gestürzt werden.

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Der Autor geht von der an sich nicht Üblen Idee aus, die meisten Stücke litten daran, daß sie zuerst geschrieben und dann gespielt werden: er probiert cs einmal umgekehrt, und man darf sagen, daß es ein recht munteres Stegreifspiel geworden ist, bei dem sich niemand über Mangel an Handlung und Ueberraschung beklagen kann. In diesen drei Akten verstecken sich unter der Zauberformel Abrakadabra ein Ehe-Drama, ein Liebesstück und ein Kriminal- sall, und das Ganze ist nicht schlecht, jedenfalls mit Instinkt für Theaterwirkungen gemixt. Z. B. erweist sich die Perlenschnur als Lustspielrequisit noch immer brauchbar, wenn man erlebt, wie hier ein Generaldirektor genötigt wird, den aparten Schmuck, den er seiner Geliebten zugedacht hatte, feiner Ge- wahlin auf den Geburtstagstisch zu legen, ... und wenn zum Schluß abermals die Beschwörungs­formel ertönt, scheint der Fünfuhr-Tee, der so un­gewöhnlich begann, einigermaßen normal beendet zu fein, obwohl die Lösung nicht ganz so lustspiel- haft ist, wie sie im ersten Augenblick anmutet.

Jedenfalls war dies ein unterhaltsamer Ausklang- der Spielzeit; unter der Führung von Herrn Dr. ' Razum wurde angeregt Theater gespielt, und den <

Mit dem Dank an den Vortragenden für seinen ausgezeichneten Vortrag, der in anschaulicher Weise m Wort und Bild mit dem Reichtum deutscher Gartenkultur vertraut gemacht hatte, und nach eini­gen Mitteilungen über das Programm der dritten Vortragsreihe schloß Dr. Heidt den Vortrags­abend. Wie bei den früheren Linne-Feiern des Instituts wurden auch diesmal die Hörer mit herr­lichen Sträußen aus dem Garten bedacht.

Das sehr gut besetzte Haus unterhielt sich aufs oeste. Hans Thyriot.

Riesenschlangen können beides sein, Vielfraße und Feinschmecker. Gewöhnlich werden sie mit Ziegen gefüttert, aber eine Schlange war da, die sechs Mo- fAMA MA* in den Zoologischen Garten

lichen , dem sog. englischen Stil (Wörlitz, Weimar, Aschaffenburg, München Englischer Garten Pucklers Garten in Muskau). Mit der Würdigung der deutschen Gartenkunst unserer Zeit schloß Prof K u ft e r seine Ausführungen. Reicher Beifall wunde dem Redner zuteil.

Bom Speisezettel des Londoner Zoos.

Es ist keine Kleinigkeit, die Insassen eines Zoolo­gischen Gartens ausreichend und bekömmlich zu er­nähren, und es ist auch nicht billig. 180 000 Mark sind erforderlich, um die Tiere des Londoner Zoo ein Jahr lang zu füttern; dabei gibt es auch aller­hand Merkwürdigkeiten, über die der Direktor des Aquariums und Pfleger der Reptilien, E. G. B o u- langer, kürzlich in einem Vortrage unterhaltend berichtete. Er unterschied dabei Vielfraß und Fein­schmecker. Ein Seelöwe frißt zum Beispiel 18 kg Mche täglich und verursacht damit einen Kosten­aufwand von 2400 bis '3600 Mark im Jahr. Eine Zeitlang waren die Seelöwen mit den Pinguinen zusammen, aber dann kam ein Tag, an dem ein Seelowe und ein Pinguin dasselbe Stück Fisch er­wischt hatten keiner wollte feine Beute fahren laffen, und so verschlang der Seelöwe den Pinguin einfach mit. Dadurch hatten die Seelöwen Geschmack an den Pinguinen gefunden, und es wurde nötig die beiden zu trennen.

Der Strauß ist bekannt dafür, daß fein Magen alies mögliche aufnimmt. Einen Beweis dafür daß diese Meinung richtig ist, fand man bei einem Strauß der am Tage nach einem Feiertag gestorben w?r. Reben anderen Kleinigkeiten wurden aus seinem Magen zwei Taschentücher, zwei Handschuhe, eine Anzahl Nagel, eine Halskette in Doublegold, Zwei Kragenknöpfe, zwei Pennys, ein halber Penny unb ein belgisches Frankstück gefunden. In diesem Falle scheint er die allzu derbe Kost doch nicht ver- tragen zu haben.

Linne-Feier.

Professor Küster über deutsche Gärten.

Mik dem Vortrag des Herrn Professor Dr. - ft e r überDeutsche Gärten" (Linne-Feier des Bo­tanischen Instituts) begann im vollbesetzten Hörs'aal des Botanischen Instituts die dritte Vortragsreihe, die gemeinsam von der Volksbildungsstätte Gießen und dem Nr>D.-Dozentenbund im Laufe des Som- veranstaltet wird. Der Organisationsleiter des R>sD.-Dozentenbundes und Leiter der Volksbil­dungsstätte Dr. H e i d t begrüßte die Hörer und erteilte dem Redner das ÄZort.

Nie Richtfest-Feiern.

Zum Richtfest sanden sich neben den Arbeitern und Handwerkern auch zahlreiche Gäste ein. Für die Oberste Bauleitung nahmen Oberreichsbahnrat E^tel und.Regierungsbaurat Bilger, für die NSKK.-Standarte Standartenführer Nagel, fer­ner Vertreter der Deutschen Arbeitsfront, der Forst- behörden und der unmittelbar beteiligten Gemein­den teil.

Darstellern schien das Improvisatorische dieses Lust­spielstiles selber Spaß zu machen. Herr Weiland, ein Gast", entpuppte sich mit liebenswürdiger Überlegenheit als der Anreger des Unternehmens und hielt phantasievoll die locker geschlungenen Fäden des Abenteuers in Händen. Herr Schlick als Generaldirektor, aus Peinlichkeit in Peinlichkeit gestürzt, blieb am schärfsten an der Grenze jäh ent­larvter Realität. Giesela Vollert, die Dame des Houses, hielt sich am leichtesten auf der schma­len Mitte von Spiel und Ernst. Fräulein Garbe war eine kleine, intrigante Theaterschlange, Herr Haars mit pathetischem Zungenschlag der Komö­diantendirektor, Frl. Kneip ein verführerisches Mitglied seines Ensembles. Herr Löffler hotte den gediegen ausgestatteten Schauplatz für alle drei Akte geliefert.

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Ferner schilderte er in kurzen Zügen die Anlage des gesamten Bauwerks. Auch hier widmete er der Arbeiterschaft herzliche Worte des Dankes. Nachdem der Nichtfestkranz aufgerichtet war, Maurer und Zimmermann ihre Werksprüche vorgetragen hatten und des Führers mit dreifachem Sieg-Heil gedacht worden war, fand die Feier mit den Liedern der Nation ihren Abschluß.

Im Saal Gundrum zu Reiskirchen fand man sich dann zur kameradschaftlichen Feier ein, die bet manchem gemeinsam gelungenen Lied und bei lufti­gen Vorträgen einen harmonischen Verlauf nahm. Die NSKK.-Standortenkapelle (Brünberg trug vor-, trefflich zur Verschönerung der Feier bei.

Besichtigung.

Für die Gäste fanden im Anschluß an die Feier an den Bauplätzen Besichtigungen statt. Regierungs­baurat Bilger zeigte die Anlagen in allen Einzel­heiten und gab die notwendigen Erläuterungen.

Die Raststätte und Tankstelle bei Neinhardshain besteht aus den Anlagen für öie Tankstelle, mit der alle notwendigen Räume (Dienstraum, Nachtraum für den Tankwart) ver­bunden sind. Die Raststätte besteht aus einem Wirt- schaftsraum zu ebener Erde, dem eine Terrasse vor­gelagert ist, so daß bei schönem Wetter ein an­genehmer Aufenthalt im Freien möglich ist. Auch nach der Waldseite zu wird Raum für Tische und Stuhle geschaffen. Im Rahmen des Gesamtbau­werkes sind auch die Wohnungen für den Wirt und für den Tankwart vorgesehen. Der Entwurf stammt von Architekt Professor Dr. Lieser (Darmstadt).

Die Straßenmeisterei Reiskirchen besteht aus mehreren großen Gebäudeteilen, die untereinander verbunden sind und ein geschlossenes Ganzes bilden. Im Dienstgebäude sind'der Dienst- raum des Straßenmeisters, ferner Büroräume für Angestellte und ein großer Gefolgschaftsraum für 25 Mann untergebracht. Im ersten Obergeschoß werden Wohnungen für den Straßenmeister und für einen kinderreichen Angehörigen der Gefolgschait er» teilt. Im ausgebauten Dachgeschoß werden Unter« fünfte geschaffen für diejenigen Gefolgschaftsmit- glieber, die insbesondere während der Winter­monate stets zur Verfügung stehen müssen. Im rechten Winkel zum Dienstgebäude sind Material­aufbewahrungsräume geschaffen, ferner sind Werk- tätten vorhanden, schließlich bilden die großen Fahrzeughallen den dritten großen Bauteil des Komplexes. Ein Sandbunker, der zum wesentlichen Teil in die Erde verlegt wurde, schließt sich, ohne äußerlich ausfällig zu fein, an die Fahrzeughalle an. Ein weiterer Bauteil, der zur Aufnahme'sperrigen Materials dient, ist im Entstehen begriffen.

Die gesamte Anlage der Straßenmeisterei der Plan stammt von Architekt Hans Peter (Offen­bach) macht schon jetzt, obwohl erst der Rohbau erstellt ist, einen sehr guten Eindruck. Wenn man von Steinbach her in nördlicher Richtung fährt, sieht man schon von weitem das Gehöft in herrlicher Lage vor sich. An bas Gehöft sollen sich demnächst mehrere Einfamilienhäuser anschließen, die für die Gefolgschaftsmitglieder geschaffen werden.

Treudienstehrenzeichen bei der Reichsbahn.

Für 25jährige Dienstzeit wurde den Reichsbahn- bediensteten der Bahnmeisterei 1 Gießen Betriebs» arbeiter Karl Schneider, Hilfsblockwärter Hein­rich Walther,. Brückenschlosser Wilhem Mül­le r, Daniel Schwarz und Karl Ruckelshaus das Treudienstehrenzeichen nebst Urkunde durch den Dienstvorsteher der Bahnmeisterei 1 in feierlicher Weise ausgehändigt.

sen-Nassau zu fahren, ohne die Reichsautobahn ver­lassen zu müssen, er sprach aber auch davon, daß es mit dem Bau allein nicht getan sein konnte, viel­mehr eine Reihe von weiteren Einrichtungen ge- chaffen werden muß. Die Raststätte und die Tank­stelle Reinhardshain habe die Aufgabe, dem Rei- enden die Anregung zu geben, in dieser schönen Landschaft auszuruhen, um gestärkt weiterfahren zu können. Die Tankstelle sei dazu da, den Wagen mit allem Notwendigen zu versorgen. Abschließend dankte Oberreichsbahnrat Eitel allen denen, die am Bau beteiligt waren, für ihre Arbeit und wür­digte ihre Leistung. Sodann wurde der Nichtfest­kranz aufgerichtet. Nachdem ein Maurer und ein Zimmermann ihre Werksprüche gesagt hatten, fand die Feier mit einem kurzen Schlußwort von Ober­reichsbahnrat Eitel ihren Abschluß.

In eifriger Arbeit sind in den vergangenen Mo­naten an der Reichsauto­bahn bei Reiskirchen unb Neinhardshain stattliche Bauwerke im Rohbau erstanden, die nach ihrer Fertigstellung der Vervollständigung der Reichsautobahn dienen. Bei diesen Bauten han­delt es sich um ein Straßenmeisterei- Gehöft und um eine Rast stä11e, mit der eine Tankstelle ver­bunden ist. Die Straßen­meisterei dient unmittel-

Zunächst fand die Feier an der fahnengeschmück­ten R a st st ä 11 e und Tankstelle bei Rein­hardshain statt. Oberreichsbahnrat Eitel hielt eine kurze Ansprache, in der er zunächst Vergleiche zwischen den Verkehrsverhältnissen der Vergangen­heit und der Gegenwart zog, kurz die große Bedeu­tung der Reichsautobahnen für den Verkehr über­

bar der Pflege der Reichsautobahn, die Rast­stätte und die Tankstelle dienen den Wünschen derer, die die Reichs­autobahn bei ihren Rei­sen benützen. An beiden Bauwerken konnte ge­stern Richtfest gefeiert werden. Sowohl das Straßenmeisterei-Gehöft, als auch Raststätte und Tankstelle stellen in der Landschaft an der Reichs­autobahn Schmuckstücke dar, denn vom planenden Architekten, wie auch von der Bauleitung ist alles getan worden, um die Bauwerke harmonisch in die Landschaft einzufügen.

Aus der Stadt Gießen.

Or. jur. Karl Emil Ruckelshausen f.

Kurz vor Vollendung seines 50. Lebensjahres ist Dr. jur. Karl Emil Ruckel 5 hausen Vr Ver- susser des mit gutem Erfolg im hiesigen Stadttheat-r urauf geführten oberhesfischen Volks,'chauspiels Der Alte geht um einem Herzschlag erlegen. Mit ihm ist cm bescheidener, selbstloser Mensch dahinqeqan- gen, der über ausgezeichnetes fachliches Wissen und gönnen üerfugte und der mit seiner schriststelle- nfdjen Begabung der oberhessischen Heimat, der er entstammte, tief verbunden war

Vater war Lehrer in Ehringshausen (Kreis © i r Jc,ll]er Heimatgemeinde aus besuchte Karl Emil Nuckelshausen die höhere Schule in (Bie® pGn und begann dann an der Universität Gießen seine juristischen Studien, die er an den Universi­täten Berlin und München fortsetzte. Als der Krieg ausbrach war er Gerichtsreferendar in Gießen. Als Burschenschafter, er gehörte derFrankonia" in Gießen und Berlin an, eilte er kriegsfreiwillig zu Den -Waffen. Mit den Hann.-Mündener Pionieren Nr. 9 kämpfte er im Osten und Westen unb war später als Offizier auch auf dem Balkan. Für Tap­ferkeit vor dem Feinde wurde er mit dem E. K. 1. unb 2. Klasse, der Hessischen Tapferkeitsmedaille unb Dem Bulgarischen Offiziers-Kreuz ausgezeichnet. Nach dem Kriege promovierte er an der Universi­tät Greifswald zum Dr. jur. und trat in ein grö­ßeres Jnbustrieunternehmen in Oberheffen ein.

Durch dieses Unternehmen kam er mit den ober- hessischen Bauern in nähere Berührung, wodurch ihm manche Anregung für seine schriftstellerische Arbeit gegeben wurde. Später machte er sich als Wirtschaftsberater selbständig und wurde beeidigter Bücherrevisor der Industrie- unb Hanbelskammer. Als solcher hat er nicht nur vor dem Einzelhandel, sondern auch in den Fortbildungskursen der DAF. über die neuen Buchführungspläne gesprochen Da­bei war er allen, die sich um Auskunft an ihn wandten, ein treuer Berater und tatkräftiger Hel­fer. Durch seine berufliche Tätigkeit wurde er eine im rhein-rnainischen Wirtschaftsgebiet geschätzte und gern gesehene Erscheinung.

Aus feiner Liebe zur angestammten Heimat ent- standen zahlreiche Skizzen und Schilderungen des oberhessischen Menschen und ausgezeichnete, von : scharfer Beobachtungsgabe und köstlichem Humor ' getragene Charakterschilderungen, die in Tageszei­tungen und in verschiedenen Zeitschriften ver'äffent- 1 licht wurden. Ferner war er u. a. auch Mitarbeiter . des Rundfunks. Dr. Ruckelshausen gehörte vor der Machtübernahme dem Kampfbund für deutsche \ Kultur an. Er war Mitbegründer der NS.-Kultur- gemeinde in Gießen und mehrere Jahre deren Lei- ter. Als solcher hat er sich durch Vorträge in der 1 Kampfzeit und nach der Machtübernahme in Gie­ßen und in Oberheffen für die Bereinigung der Kunst und Literatur eingesetzt. Die ihn kannten, werden ihn nicht vergessen.

Dornoiizen.

Tageskalender für Mittwoch.

Stadttheater: 19.30 bis 22 UhrDer Alte geht um". Gloria-Palast (Seltersweg):Spiel im Sommerwind". Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): Ich bin gleich wieder da".

HZ., Bann und Zungbann 116.

Betr. Tätigkeitsberichte der Sozial­warte. Ich erinnere an die Einreichung der Tä­tigkeitsberichte an die Sozialreferenten der Stämme und Jungstämme.

Betr. erholungsbedürftige Jg. für Waldkaserne. Ich erinnere die Sozialwarte an die Meldungen. Besonderen Wert lege ich auf Mel­dungen der Stadteinheiten.

Betr. Berufsberatung. Sämtliche Ein­heiten der HI., DJ., BDM. und Jungmädel melden bis zum 15. Juni die. Zahl der Jg. und Jgn., die Ostern aus der Schule entlassen werden.

Zeitschriften.

Westermanns Monatshefte" er­freuen in der Mai-Folge durch farbige Wiedergaben non Werken Leonardo da Vincis. Jedes Bild ist von glichen Schönheit, und die betrachtenden Worte Edz. Schumanns bringen uns dem Wesen ßeonaröo da Vincis näher. Ein aufschlußreicher BeitragDeutsche Meister in. Prag" ist reich illu- TiM* Erstveröffentlichung erscheinen unter dem IttelMeine Erlebnisse im Ruhrkampf" die Aus- zeichnungen bes 1934 verstorbenen Rechtsanwalts

-v" Igam.' den Schlageter seinerzeit zu seinem ^Es^'L^ahlte Erich von Hartz schreibt über Weltgelchichtliche Antithesen", unb Erich Langen- buch er erzählt von bem roartenben Land, dem Moor das soviel Unglück über die Menschen gebracht hat' und das nun die Männer des Arbeitsdienstes zurück- °6ern zum Nutzen de; Volkes. - Sie Abhandlunq 2 £l,e Tochter wünscht eine Ausstattung" dürfte leb» Paste" Widerhall finden. Einen Hinweis verdient

AufsatzreiheVolk und Nation" von Hans ^Elstem sowie die Novelle von Edith Mikelcitis Das schönste Lächeln der Diva"«

HtiuiuHicii ujui, me|e ycaprung verweigerte' ver­suchte es bann mit einer Gans, unb es zeigte sich, baß sie barauf ganz wild war, so baß sie nur noch mit Gänsen gefüttert roerben konnte. Es kommt vor, daß zwei Schlangen ihre Beute an entgegengesetzten Enden ergreifen, unb da der Prozeß bes Verschlin- gens mehr ober weniger mechanisch ist, so ver- Ichlmgt die Schlange mit dem größten Maul die andere. Anderseits können Schlangen bekanntlich W lange fasten: der Rekord wurde von einer Sdnange gehalten, die vier Jahre und einen Tag ohne Nahrung auskam.

Richtfest für Straßenmeisterei und Raststätte.

Großzügige Bauwerke an der Reichsautobahn bei Reiskirchen und Reinhardshain

In ähnlicher Weife vollzog sich die Feier im Straßenmeister ei-Gehöft Reiskirchen. Die breite Einfahrtstraße war mit Fahnen ge­schmückt. Vor dem Dienstgebäude, einem stattlichen Bauwerk, fand die Feier statt, an der nun auch die Kameraden von der Baustelle Reinhardshain teil­nahmen. Auch hier hielt Oberreichsbahnrat Eitel i öer er die großen Aufgaben einer Hef-1 Straßenmeisterei an der Reichsautobahn umriß.

Das Straßenmeisterei-Gehöft bei Reiskirchen. (Aufn. j2j: Neuner, Gießener Anzeiger.)

Nach einigen kurzen Bemerkungen über die go- toeben und Renaissance-Gärten, die uns nur aus alten bildlichen Darstellungen, aus alten Neise- beichi-eibungen usw. bekannt sind, wendete sich der Vortragende zu den Barock- und Rokoko-Gärten der alten deutschen Fürstenhöfe, von welchem auch heute noch so viele in altem Glanz erhalten sind. Nach Herrenhausen (Hannover), dem Schulbeispiel ur französische Gartenkunst, kamen Kassel unb bie italienischen Gestaltungsprinzipien seiner Garten­unlagen (Wilhelmshöhe, Herkules) zur Sprache. Aus ber großen Bauperiobe Münchens am Beginn des 18. Jahrhunderts interessieren vornehmlich die Garten von Schleißheim und namentlich von Nym- phenburg. Dann sprach der Vortragende von den rheinischen (Bärten (Brühl, Bonn, Mainz), von Wurzburg und Veitshöchheim, von den großen agev (Velvedere, Schönbrunn), von gefüttert, aber eine Sch Schwetzingen unb von Potsdam. Die architektonische I nate lang nach dem sie

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