Ausgabe 
24.4.1939
 
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abs. London, 23. April.

Das Blatt mißt den

Sir

Kinder dienen. Der Reichswalter kennzeichnete

leb-

befehlshabers der Mittelmeerflotte, Admiral Dudley P o u n d.

blochen worden, aber nunmehr soll die Arbeits­woche eine Hinaufsetzung aus 45 Stunden erfahren. ReynauD begründet das damit, daß sonst eine Steigerung der Produktion und damit eine Erhöhung der Steuereinnahmen unmöglich sei. Wenn die Produktion für 1928 gleich 100 gesetzt wird, so ist es zur Zeit nur in einigen Jndustriegruppen Frankreichs möglich gewesen, diese Grenze zu überschreiten. Allgemein liegt ter Pro­duktionsstand noch bei 89, so daß noch viel zu tun bleibt, die Einbuße auszugleichen..

Das Kernstück von Reynauds Finanzpolitik ift nun eine Verkaufs st euer von 1 v. H-, die sogenannte Rüstungstaxe oderCentime des Sol­daten", auf Handels- und Industrie verkaufe mi wenigen Ausnahmen wie Brot und Milch. Sie fou allein 9 Milliarden Franken beschaffen. Eine all­gemeine Erhöhung der Einkommensteuer wirt) also von der Finanzdiktatur Daladier-Reynaud Nicht ge­wagt obschon die Derkaufssteuer viel eher zu einer allgemeinen Preissteigerung führen muß als etwa eine allgemeine Erhöhung der Einkommensteuer. Die Verkaufssteuer muß vom Verkäufer getraaen werden der sich nach Reynauds Vorschlag in der Weise damit abfinden soll, daß er sich sagt, ich trage durch diese Steuer dazu bei, daß die Regierung Munition und Kanonen beschaffen kann. So ganz sicher ist sich die Regierung Daladier-Reynaud aber nicht, daß die Bürger und Bauern, die Arbeiter und Angestellten die Verkaufssteuer ruhig und zu­frieden aufnehmen: deshalb soll auch das Kapital herangezogen werden, aber es ist ein magerer Trost für die Arbeiter und Angestellten, die ihre Papier- franken dahinschwinden sehen, daß nun die Ge­winne der Rüstungsindustrie kräftig an­gefaßt werden sotten. Sofern die Gewinne über 6 v. H. liegen, werden 50 v. H. des Gewinnes an den Staat' abgeführt. Bei Gewinnen zwischen 10 und 20 v. H. fallen dem Staat 80 v. H. zu. lieber« steigt der Gewinn 20 v. H., erhält der Staat 100 d. H. des Gewinnes. Die Gewinne der Rüstungs­industrie und ähnlicher Unternehmungen können also 10 v. H. nicht überschreiten.

Mit der Derkaufssteuer allein läßt sich das Defizit von 15 Milliarden Franken nicht decken, weshalb geplant ist, sich eine neue Einnahmequelle durch Ausgabe von Rüstungsbons zu öffnen. Damit wird das ganze Land darauf hingewiesen, daß es die Aufrüstung sowie die Halbmobil­machung ist, die so große Ansprüche an die Steuer­kraft des Landes stellen. Für die Aufrüstung wer­den 12,770 Milliarden Franks neue Kredite eröffnet, und zwar 4,200 Milliarden Franks für das Landheer 4,140 Milliarden Franks für die Kriegs­marine, 3,850 Milliarden Franks für die Luftwaffe und 580 Millionen Franks für die Kolonialtruppen.

Unter die Maßnahmen für die Kriegsmarine fällt ein zusätzliches Bauprogramm von 18 Schnell­booten (Gesamttonnage 12 140 t), ferner 12 Räum­boote und Bau eines Schwimmdocks. Diese Ein- heite sotten noch vor dem 1. April 1940 auf Stapel gelegt oder angekauft werden. Ein Dekret bestimmt den Aufbau des Hafens Mers-el-Kabir (Algerien) zu einem Kriegsmarinehafen erster Ord­nung. Das Parlament wird in der Musterdemokra­tie Frankreich nicht gefragt, wenn auch mitgeteilt wird, daß es später einberufen werden soll. In­zwischen wird in der Demokratie Frankreich mit diktatorischen Mitteln und Gesten regiert, was gleich­wohl nicht hindert, sich gegenüber den totalitären Staaten in die Brust zu werfen.

düng mit Adolf Hitler half ungeheuer viele Dinge zu klären. Eine Anzahl von Mißverständnissen ist aufgeklärt worden, und ich bin der Ueberzeugung, daß es möglich sein müßte, z u einem für jedermann befriedigenden Abkommen zu gelangen."

Der britische Botschafter in Berlin Sir Neville Henderson hat London am Sonntagnachmittag verlassen, um sich nach B e r l i n z u r ü ck z u be­geb e n. Seine Abreise hat große lleberraschung bei den Londoner Blättern hervorgerufen.Times" betont, amtlicl-erseits habe man erklärt, daß die Rückkehr des Botschafters nach Berlinin völliger llebereinftimmung mit der Außenpolitik der Regie­rung" in den letzten Monaten stehe.Daily Tele­graph" erklärt, daß seine Rückkehr keine A e n - derung in den Vorbereitungen der britischen Re­gierung zur Errichtung einer Antikriegsfront dar- telle. Auf der airberen Seite habe die Regierung jedoch den Eindruck, daßpersönliche Füh - l u n g n a h m e n mit den führenden Männern des Nationalsozialismus" nicht vernachlässigt werden dürften, da doch ein Mangel an Derständ- n i 5 für die Absichten der beiden Länder gegebenen­falls die fürchterlich st en Folgen haben könnte.Daily Expieß" erklärt, in London glaube man, daß jetztsehr wichtige Entwicklun­gen" in den deutsch-englischen Beziehungen kom­men könnten, wenn auch irgendwelche neuenBe­friedungsschritte" in Abrede gestellt würden.

Der sowjetrussische Botschafter M a i s k i, der sich zur Zeit zur Berichterstattung in Moskau aufhält,

Die nationalsozialistische Schule

Zehn Jahre Tltd.-Lehrerbund.

Der NS.-Lehrerbund beging den Zehnjahrestag der am 21. April 1929 in Hof erfolgten Gründung dieser heute mit 360 000 Erziehern größten Lehrer­organisation der Welt. Aus einem Arbeitsbericht ergeben sich auch die Wünsche der deutschen Erzieher für die weitere Ausgestaltung des nationalsozialisti­schen Schulwesens. An der Spitze steht, daß die deutsche Schule eine Schule der Gemein­schaft werden müsse, ohne Rücksicht auf die Zu­gehörigkeit der Jugend zu konfessionellen Gruppen und Grüppchen. Die deutsche Schule müsse ferner eine Schule des Volkes werden. Nicht das Einkommen der Eltern, sondern allein die Begebung müsse für die Wahl der Schule entscheidend sein Deshalb sei unter allen Umständen d i e Schul- geldsreiheit anzustreben. Endlich müsse die deutsche Schule eine Schule des Staates werden. Sie dürfe niemals den Interessen privater Unternehmungen oder- kommunaler Verbände aus- geliefert sein.

Mit der Schulreform müsse die Berech­tigungsfrage gelöst werden. Die Lehr-

politisches Wochenende in England.

Oer rumänische Außenminister in London. - Botschafter Henderson kehrt nach Berlin zurück. - Oie Debatte mit Moskau. - Rätselraten um die Wehrpflicht

Der rumänische Außenminister Gase neu traf am Sonntagnachmittag in London ein. Die Sonn- taqspresse beschäftigt sich ausführlich mit den be- vovstessenden englisch-rumänischen Verhandlungen. Sunday Times^ stellt fest, man habe in London keineswegs die Absicht, die an Rumänien gegebene englische Garantie in ein zweiseitiges Verleidigungs- abkommen umzuwandeln. Das Blatt mißt den gleichzeitig in London und Bukarest beginnenden Wirtschaftsbesprechungen der beiden Länder eine große Bedeutung bei. Der rumänische Außenminister wird am Montag mit dem englischen Handelsmmi- ter Oliver Stanley über die Gewährung eines zweieinhalb Millionen-Pfund-Kredites verhandeln. Gliechzeitig stellt dieSunday Times" aber fest, daß, obgleich England bemüht ist, seinen Handel mit Ru­mänien auszubauen, kein Zweifel darüber herrsche, daß der Hauptanteil des rumänischen Ge­treidehandels Deutschland zufallen werde. Daily Telegraph meint, Halifax werde die Frage erörtern, wie weit es möglich sei, den britischen Wunsch auf Hinzuziehung der Sowjetunion in die neue europäischeFriedensfront" mit der Abnei­gung gewisser Länder wie Rumänien und Polen zu vereinbaren, damit diese dann in einallge­meines System zusammen mit der Moskauer Regierung" gebracht werden könnten. Der Außen- pol'itiker des Massenblattes Daily Sketsch hatte eine Unterredung mit G a f e n c u , der zurückhal­tend erklärte, seine Aufgabe in London sei relativ einfach. Er werde mit Chamberlain und Halifax die Zusammenarbeit der zwischen den beiden Län­dern bestehenden Abkommen in freimütiger Weise erörtern. Dann erklärte er:Meine Unterre«

haft den Kampf der nationalsozialistischen Erzieher um die Jugend. Der Erzieher-solle niemals bloßer Wissensvermittler fein, sondern lebendiges Vorbild der Jungen und Mädel. Die deutsche Er­zieherschaft danke dem Führer für das neue Er­ziehungsideal durch die Schaffung desPlatzes der Jugend" an der Gründungsstätte des NSLB. Hier soll ein Kinderhort und ein Kindergarten entstehen, hier sollen die Kinder deutscher Schaffender Erholung finden. Zugleich sollen die Mütter dieser Kinder einen Ruheplatz haben, um sich zu freuen an ihren Kindern.

Die Jubiläumsfeier fand ihren Abschluß in einer Kundgebung, auf der Reichsminister Rust erklärte, die Nation brauche eine breite Schicht voy leistungs­fähigen Menschen zum Bestehen des Existenzkamp­fes der Nation. Diese könne nur auf dem Wege der Charakter- und Begabungsauslese aus allen Menschen des Volkes gewonnen werden. Als Voraussetzungen dafür seien Schulgeld­freiheit und eine gesicherte Arbeit des Er zieher st andes notwendig. Die deutschen Erzieher seien in der Lage, auf 'Grund ihrer bis­herigen Leistungen diese Aufgabe zu lösen. Reichswalter Gauleiter W ä ch t I e r unterstrich noch einmal die drei Parolen der Arbeitstagung: Glaube, Gehorsam und Treue.

Oer Reichsentscheid im Reichsberusswettkampf. Köln, 23. April. (DNB.) In der Westhalle der Kölner Messe fand die Eröffnungskundgebung des Reichsentscheids im diesjährigen Reichsberufswett­kampf statt. Aus der großen Zahl von 3 600 000 schaffenden Menschen, die an den Ortswettkämpfen des Reichsberufswettkampfes teilgenommen hatten so sagte der Leiter des Reichsberufswettkampfes, Obergebietsführer Axmann, seien nun viele Tausende nach Köln gekommen, um hier um d'e höchste Palme des Sieges, den Titel eines Reichs­siegers zu kämpfen. Der Führer habe einmal gesagt, daß es heute in Deutschland darauf ankomme, auf allen Lebensgebieten eine Führungsauslese zu schaffen, und so, wie dies innerhalb der poli­tischen Führerschaft geschehen sei, solle auch der Reichsberufswettkampf dazu beitragen, die B e st e N der Arbeiter, Handwerker, Studenten ujw. zu ermitteln, deren Pflicht es wiederum sei, durch Haltung, Bescheidenheit und Leistungsfähigkeit das Vertrauen zu rechtfertigen, das in sie gesetzt morden sei. Das Endziel des Reichsberufswett­kampfes bestehe darin, allen Reichssiegern den Weg nach oben zu öffnen, es sei ein erfreuliches Zeichen, daß allein 63 Prozent der letztjährigen Reichssieger einer beruflichen För­derung hätten zugeführt werden können. Jeder Teilnehmer an diesem Reichsentscheid müsse beden­ken, daß alle Arbeit ihre eigentliche Weihe und ihren Wert erst dadurch erhalte, daß sie für die Gemeinschaft eingesetzt werde. Die wahre Persönlich­keit drücke sich am ursprünglichsten aus in der

gehabt habe. Schließlich wird hier Wert auf die Feststellung gelegt, daß es sich bei dem bevorstehen­den Abkommen nicht um ein englisch-französisch-sow- jetrussisches Abkommen handeln könne, sondern daß England und Frankreich obwohl im gegenseitigen Einvernehmen getrennt Abmachungen mit

soll sich nach den hier vorliegenden Meldungen be­reits am Sonntagabend nach London zurückbegeben. Man erwartet seine Ankunft am Dienstag oder Mittwoch. Es verlautet, daß Chamberlain bereits am Dienstag kurz zu dem Stand der englisch-sowjet­russischen Verhandlungen Stellung nehmen werde. Wie es heißt, sollen England und Frankreich beab­sichtigen, nur d i e sowjetrussische West­grenze zu garantieren, keineswegs aber gewillt

Moskau treffen würden.

In politischen Kreisen vermerkt man mit Inter­esse, daß König Georg am Samstagabend dem Ersten diplomatischen Berater der Regierung, S i r Robert Van sittart, eine längere Audienz gewährte und ihn später mit seiner Gattin auf Schloß Windsor behielt. Vansittart war erst am Freitag von einer Informationsreise aus Frankreich zurückgekehrt, wo er die Stellungnahme der franzö­sischen Regierung zu der Frage der Einfüh­rung der M i l i t ä r d i e n st p f l i ch t in Eng­land einholte. Die Londoner Blätter melden fast durchweg, dgß die britische Regierung auf der näch­sten Kabinettssitzung sich mit der Einführung der Wehr­pflicht bzw. einer Zwangsregistrierung be­fassen werde. Sämtliche Blätter weisen auf den Druck hin, der von französischer Seite dahingehend ausgeüht wird.Daily Mail" will bereits ankün- digen können, daß es binnen kurzem zu einem Be­schluß über die Einführung einergewissen" Art von Wehrpflicht für Männer unter 25 Jahre kom­men werde. Das OppositionslattDaily Herold" schreibt, die Militärbehörden hätten betont, daß die Einführung der Wehrpflicht für junge Leute zwi­schen 18 und 21 Jahren absolut wesentlich sei. Auf der anderen Seite ist jedoch mit größtem Widerstand der Opposition und der Gewerkschaften zu rechnen.

Englische Flottenübungen im östlichen Mittelmeer.

L o n b o n , 24. April. (Europapreß.) In Malta ist eine Geschwaderfahrt der englischen Mittelmeerflotte bekanntgegeben worden. An der Hebung, die im östlichen Mittelmeer stattfindet, sind beteiligt: das erste S ch l a ch t s ch i f f g e s ch'w a d e r ohne das das SchlachtschiffRamillies" (29 000 Tonnen), das erste Kreuzeraeschwader ohne den Kreuzer Sussex", das FlugzeugmutterschiffG l o- r i o u s" mit einem Begleitzerstörer und dem kleinen KreuzerGalathea", drei Zerstörerflottil­len, das LazarettschiffMaine" und ein Zerstörer. Insgesamt handelt es sich um 32 Kriegsfahrzeuge, von denen die drei SchlachtschiffeWarspite" 30 000 Tonnen,Barham" undMalaya" je 31 000 Tonnen zählen. Das Geschwader zeigt die Flagge des Ober-

reichen Auswirkungen dieser Einrichtung, die erst­malig den Familienlastenausgleich praktisch ver­wirklicht hat. In diesen fünf Jahren wurden a n Kassenärzte mit drei und mehr Kin­dern im Rahmen des Familienlastenausgleiches rund 27 Millionen Reichsmark gezahlt. 6421 von insgesamt 29 000 Kassenärzten wurden da­bei berücksichtigt. Jeder erhielt im Durchschnitt jähr­lich 841 Reichsmark. Tatsächlich erhalten aber zahl­reiche Kassenärzte erheblich mehr als den Durch- chnittsbetrag. Ho bekommen 145 Aerzte monatlich je 200 Reichsmark. Darüber hinaus erhalten 240 Kassenarztwitwen W a i s e n z u l a g e n. Die Auf­bringung der Mittel für das Ausgleichshonorar er- olgt durch die Gemeinschaft der 29 000 Kassenärzte, von deren Kassenhonorar 2 Prozent an b i e Ausgleichskasse abgefüfjrt werden.

Der Bericht vermerkt, daß die Geburten- reudigkeit in der deutschen Aerzteschaft ge­wachsen ist. Allein bei den Kassenärzten stieg von 1934 bis 1938 die Zahl der Geburtsmeldungen der dritten und weiteren Kinder im Monatsdurchschnitt um 33 Prozent. Bei den vierten und weiteren Kindern macht die Steigerung sogar 85 Prozent aus. Neben her Familienausgleichskasse besteht eine Ausgleichskasse für d i e Notstands­geb i e t e , aus der 112 Kassenärzte Zulagen er­halten. Diese Zulagen werden in der Regel für Arztsitze ausgeworfen, an denen nur ein Kassenarzt tätig ift, um Die ärztliche Versorgung der flachen Landes zu sichern. Wenn dieser Arzt aus seiner Praxis keine ausreichenden Einnahmen hat, wird fein Kassenhonorar auf 6000 Reichsmark jährlich ausgefüllt.

pläne für d i e Grundschule könnten nicht ganz befriedigen. Vorschläge für einen organischen Ausbau des Bildungsweges aller Volksschulklassen bearbeite die zuständige Fachschaft des NSLB. Dabei müsse auch ein stärkerer Einbau der Kunst­erziehung und des Werkunterrichts an den Volksschulen kommen. Die reichseinheitliche Regelung der Schulverwaltung und Schulaufsicht harre noch ihrer Lösung. In Zusammenarbeit mit dem Reichsnährstand werde die Neuordnung einer bodenständigen, berufs- und lebensnahen Landschule betrieben.

Der NSLB. fordere die musische Erzie­hung in der nationalsozialistischen Schulreform. Was darunter zu verstehen ist, wird in drei Punkten entwickelt: 1. die im täglichen Gemeinschaftsleben eingebaute Pflege völkischen Liedgutes, die fort­dauernde Hebermittlung von Führerworten und völkischem Sprachgut, das Jndesitznehmen hochwer­tigen Kulturguts: 2. die fortdauernde Auflockerung der musischen Kräfte des einzelnen: ein Hinführen vomIch zumDu", ein Eingliedern in die Ge­meinschaft und damit die Pflege bestimmter Gemein­schaftsformen, wie Morgenfeier und Flaggenhissung oder Gemeinschaftstanz: 3. Erziehung zur musischen Haltung, b. h. zur Feiergesinnung und Feierbereit­schaft.

Mit einem Weiheakt am Wittelsbacher Park in H o f fand bie Zehnjahresfeier des Nationalsozia­listischen Lehrerbundes am Sonntag einen eindrucks­vollen Höhepunkt. Vor 2000 Erziehern aus dem Reich, den Vertretern der gesamten großdeutschen Erzieherschaft, sowie in Anwesenheit eine großen Zahl von Ehrengästen und der italienischen Gäste der Reichswaltung, Prof. Dr. Bonucci und Prof. Dr. Belloni, gab Reichswalter Gauleiter Wächt - l e r den Befehl zum Spatenstich für den P l a tz d e r I u g e n d". Der dazu auszugestaltenbe Wittelsbacher Park,Gefchenk an den Führer zu sei­nem 50. Geburtstag und Denkmal zehnjährigen Kampfes im NSLB. soll dem Wohlbefinden der

Japan meldet Mißerfolge der chinesischen Offensive.

Schanghai, 22. April. (DNB.) Die chinesische Apriloffensive mit ihren Brennpunkten in der Nähe von Kanton im Süden, Nantschang in Mit­telchina und Kaifeng sowie Süd-Schansi im Norden ist nach japanischen Meldungen mit schweren Verlusten für die Angreifer zusammengebro- ch e n. Gegen Kanton hatten die Chinesen sechs Divisionen angesetzt, die in viertägiger Schlacht in dem durch ständigen Regen aufgeweichten Ge­lände, das keinen Einsatz motorisierter Einheiten gestattete, auf ihre Ausgangsstellungen zurückgewor­fen wurden. In Mitteichina find Die Japaner der chinesischen Offensive mit einem Vorstoß a u f N a n t s ch a n g zuvorgekommen. Im Norden ist es den chinesischen Truppen mehrmals gelungen, i n Kaifeng einzudringen, sie mußten aber im Nah­kampf jedesmal das Feld räumen, während die in Süd-Schansi kämpfenden chinesischen Provinzial- divisionen, die den Jangtse überquerten, kleinere Erfolge buchen konnten. Die chinesische Armeefüh­rung behauptet, daß die bisherigen Kampfhand­lungen nur der Auftakt zu der großen Offen­sive gewesen seien, für die gute Divisionen noch zurückgehalten mürben.

Roosevelts »Botschaft- von den fran,ösischenFreimourerlogen inspiriert

Rom, 23. April. (DNB.)Messaggero" veröffent­licht die photographische Wiedergabe einer Bot­schaft der beiden französischen Frei­maurerlogen a p Präsident Roosevelt. Das Dokument ist vom 1. Februar 1939 datiert und fordert Roosevelt,weil er allein die entsprechende Autorität besitzt", zur Einberufung einer internationalen Konferenz auf, auf der alle Fragen, die trennend zwischen den Nationen stehen, erörtert und bereinigt werben können. Messaggero" betont, daß die Botschaft Roosevelts an den Führer und an den Duce, wie damit un­widerleglich bewiesen worden sei, von den fran­zösischen Freimaurerlogen inspiriert worben sei. Sie sei bamit ein für alle Mal gekenn­zeichnet.

Kleine politische Nachrichten.

Der Führer und Oberste Befehlshaber weilte am Samstagnachmittag zu einem Besuch der Jnfanterieschule und des Fliegerhor­stes E l s g r u n b auf dem Doberitzer Hebungs­gelände.

Am Samstagnachmsttag statteten hohe spanische Persönlichkeiten dem in Bilbao liegenden deutschen PanzerschiffAdmiral Scheer" in Erwi-

Yankee-Griff nach Südamerika.

In aller Form hat der Senat der Vereinigten Staaten die Entschließung seines Mitgliedes Lun­deen über denK a u f" der niederländischen Kolonialbkfitzungen in Südamerika seinem Außenpolitischen Ausschuß überwiesen. Kurz nach dem Kriege haben die Vereinigten Staaten bereits von Dänemark drei Antilleninseln in der Nähe von Puertorico gekauft. Die Anregung des Senators Lundeen unterscheidet sich aber ganz we­sentlich von dieser Transaktion; denn die drei däni­schen Inseln lagen immerhin noch fast 1000 Kilo­meter vom südamerikanifchen Festland entfernt, während Cura^ao nur knappe 70 Kilometer von der Küste Venezualas entfernt ist und der Be­sitz Niederländisch-Guayanas unmittelbar auf den südamerikanischen Kontinent und sogar auf bas ge­waltige Stromnetz des Amazonenstromes übergreift, der die Schlagader des ganzen nördlichen Brasi­liens ist.

Dorgeschützt wird bie Notwendiakeit einer Siche­rung des Panamakanals, aber die amerikanische Flotte besitzt schon starke Stützpunkte in der Insel Puertorico, in deren Umgebung in diesem Frühjahr auch die amerikanischen Flottenmanöver stattgefun­den haben, auf den schon erwähnten ehemaligen dänischen Antilleninseln, in Kuba und auf der Insel Haiti. Außerdem denkt niemand daran, den Pa­namakanal anzugreifen, der vielmehr selbst nur eine Erinnerung an bas ungehemmte finanz-imperiali- stische Ausdehnungsstreben der Vereinigten Staaten und die seinerzeit in Kolumbien angezettelte Revo­lution ist. der der Staat Panama feine von Wa­shington gewünschte Existenz verdankt.

Einige Einzelheiten verdienen noch hervorgehoben zu werden. Niederländisch-G u a y a n a liegt zwi- schen Britisch- und Französisch-Guayana. Es sind das die einzigen Restbesitzungen europäischer Mächte aus dem südamerikanischen Kontinent. Das Gesamt­gebiet von Guyana wurde in letzter Zeit wiederholt als Siedlungslgnd für jüdische Emigranten genannt. Die holländische Insel Curaxao ist bekannt durch ihren Likör, zu dessen Herstellung die Schalen der hier wachsenden bitteren Apfelsinen verwendet werden. Die Holländer, die in letzter Zeit teilmeifc allzu deutlich Kriegspanik gegenüber Deutschland markierten, erhalten mit der dreisten amerikanischen Ankaufs"-Anregung eine nicht ganz unverdiente Lektion.

Die Neutralität des Nordens.

Eine Erklärung

btb schwedischen Ministerpräsidenten.

Stockholm, 23. April. (DNB.) Ministerpräsi­dent Hansson unterstrich in einer Rede, daß sich das ganze schwedische Volk über die Notwendigkeit, die Neutralität Sch webens zu bewahren, im klaren sei. Nur so könne das Land aus einem inten nationalen Konflikt herausgehalten und seine Freiheit und Hnabhängigkeit gegen alle Angriffe, ganz gleich, von welcher Seite sie kämen, verteidigt werden. Dieser Wunsch nach Neutralität werde von allen nordischen Völkern ge­teilt, die gemeinsam von Fall zu Fall die Lage besprächen und sich gemeinsam Darauf vorbereiteten, einander bei der Aufrechterhaltung ihrer Neutralität zu unterstützen und alle Schwierigkeiten im Falle einer neuen internationalen Krise zu überwinden.

Arbeit, und jede wahre Persönlichkeit müsse wachsen auf dem Boden der Volksgemeinschaft. Mit diesem Bewußtsein sollten die Hauptsieger an Die Arbeit gehen; dann werde auch nach außen hin eindrucks­voll unter Beweis gestellt, daß Deutschland nicht nur die besten Soldaten, sondern auch Die besten Arbeiter habe. .

Oes Führers Dank.

Berlin, 22.April. (DRB.) Der Führer gibt bekannt:

Zu meinem 50. Geburtstag find mir ans alten Kreisen des deutschen Boltes und des deutschen * Volkstums im Auslande unzählige Glück-

u L t du ...................r,-----o rv Ü n f ch e und andere Zeichen des gedenkens ZU-

fein, der Sowjetunion zu Hilfe zu kommen, falls sie 'gegangen. Da es mir bei der Fülle der Glückwünsche beispielsweise im Osten von Japan bedroht werden Geschenke unmöglich ist, jedem einzelnen dafür sollte. Man erinnert an das russisch-französische Ab- danken, bitte ich alle Bolksgenossen, die meiner °in° ahnbch- Em chrankung I haben, auf diesem w.g meinen

tiefgefühlten Dank entgegenzunehmen.

Der Führer dankt

für das Geschenk des Gaues Heften.

RSG. Arn Samstag sandte der Führer dem Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger ein Telegramm, in dem er seinen Dank für das Ge­schenk des Gaues hesfen-Rassau zum Ausdruck brachte. Das Telegramm hak folgenden Wortlaut: Rehmen Sie für die Freude, die Sie mir im Ba­rnen Ihres Gaues mit Ihrer Aufmerksamkeit an­läßlich meines Geburlstages bereitet haben, mei­nen herzlichsten Dank entgegen. Adolf Hitler."

Fünf Zahre praktischer Familien- lastenausgletch der Aerzteschaft.

Aus Anlaß 'des fünfjährigen Bestehens der vom Reichsärztesühfer errichteten Ausgleichskasse der Kassenärztlichen Vereinigung be­richtet dasDeutsche Aerzteblatt" über Die fegens-