Hr.47 Zweites Blatt
Zreitag,24-8ebruar 1939
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheßen)
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Radsahrerweg Gießen-Steinbach
uns
Rudolf Adrian Dietrich.
von
Professor der Hygiene und Bakteriologie niversität Freiburg, Geh.-Rat Dr.
gehenden Sonne erteilt.
ßegen spröde Haut -
Allabendlich mit Nivea-Creme die Haut geschmeidig machen. Dann trotzt sie Wind und Wetter, ohne spröde zu werden.
Lichtspielhaus:
Frauen für Golden &UV
Staatsidee ist. Nach eingehender Belehrung über die Pflichten und Aufgaben des Parteigenossen gegenüber Führer und Volk richtete der Ortsgruppenleiter an alle zu Verpflichtenden den Appell zur Mitarbeit im Vertrauen auf den Führer.
Aus der Hand des Ortsgruppenleiters erhielten dann die älteren Parteigenossen ihre Mitgliedsbücher. Hierauf rief er die Parteianwärter zur feierlichen Verpflichtung auf und sprach ihnen die Eidesformel vor, die sie für immer an den Führer bindet und sie verpflichtet, Nationalsozialisten der Tat zu sein. Mit erhobener Rechten sprachen die Männer und Frauen das Gelöbnis nach.
Dann rief ein Hitlerjunge ihnen Fichtes zwingende Mahnung zum Glauben an Deutschlands Zukunft zu. Noch einmal bliesen die Pimpfe ihre Fanfaren, und dann traten gruppenweife die etwa 400 Männer und Frauen vor den Ortsgruppenleiter und bekräftigten durch Handsd)lag ihren Treuschwur auf den Führer. Hitlerjungen begleiteten die Verpflichtung mit musikalischen Weisen.
Ein letztes Mahnwort des Ortsgruppenleiters, der den neu aufgenommenen Parteigenossen die bereitwillige Erfüllung ihrer Verpflichtungen ans Herz legte und ihnen den Führer Adolf Hitler als das Vorbild vor Augen stellte, der Treugruß an den Führer und der Gesang der Nationallieder folgten. Damit war die Feierstunde beendet, und Ortsgruppenführer Grahlmann entließ seine jüngsten Mitkämpfer mit den besten Wünschen.
Gegenwärtig sind die Planierungsarbeiten in vollem Gange. Etwa 50 Mann sind damit beschäftigt. Es galt, auf der stetig ansteigenden Strecke eine Reihe von Ausgleichungen vorzunehmen. Die Planierung konnte dabei mit dem Material vorgenommen werden, das auf der Strecke des Rad« fahrerweges anfiel. Von Sandbrüchen brauchte also dafür nichts angefahren zu werden. Interessant ist in diesem Zusammenhang die Tatsache, daß der Radfahrerweg als völlig selbständiger Weg neben der Hauptverkehrsstraße verläuft und nicht tn allen Teilen der Höhe der Straßenlage folgt. Auf einigen Streckenteilen liegt der Radfahrerweg z. B. etwas tiefer, an anderer Stelle etwas höher als dig Fahrbahn der Straße. Immerhin: den Radfahrern, die zukünftig den Weg benützen werden, bleibt an der Gesamtsteigung der Licher Straße nichts geschenkt. Eine Erleichterung für die Radfahrer wird lediglich der völlig glatte Radfahrerweg darstellen, auf dem es sich sehr gut fahren lassen wird.
Der Radfahrerweg wird aus einem etwa 2 Meter breiten Betonstreifen bestehen, der in beiden Rich-
an der Universität Freiburg, Geh.-Rat Dr. U h l e n h u t h , wurde die Genehmigung zur Annahme der ihm vom Kaiser von Japan in Anerkennung seiner Berdienfte um die Förderung der deutsch-japanischen Kulturbeziehungen auf dem Gebiete der Heilkunde verliehenen Ordens der Aus
geschichte.
Dem o.
heule beginnen wir in den Familienblällern mit dem Abdruck des Romans „Irrungen, Wirrungen" von Theodor Fontane. Diese zarte, schlichte und sehr menschliche Geschichte gehört zum Schönsten, was Fontane geschrieben hat, zu den großen und unvergänglichen Liebesromanen der deutschen Dichtung.
Horst Westel zum Gedächtnis.
Feierliche Verpflichtung bei der Ortsgruppe Gießen-Eud.
Für die große Ortsgruppe Gießen-Süd ist der Saal ttn Studentenheim längst nicht mehr ausreichend, was sich erneut bei der feierlichen Verpflichtung der Parteianwärter' am gestrigen Donners- tagabend herausstellte. Selbst in den Gängen standen die Männer. Um das Bild des Führers gruppierten sich die Fanfarenbläser des Jungvolks, die mit schmetternden Klängen die Feierstunde einleiteten.
Nach dem Einmarsch der Fahnengruppe bildete der Gesang eines Kampfliedes die Ueberleitung zur Ansprache des Ortsgruppenleiters Grahlmann, der auf die Bedeutung dieses nationalsozialistischen Gedenktages hinwies, an dem vor neun Jahren der Ptei!iejtsfäinpfer Horst Wessel seinen Glauben an Den Führer mit seinem Tode besiegelte. Er war einer der Wenigen, so sagte Pg. Grahlmann u. a., der wie eme_ Vision die neue Zeit erahnte, um die er kämpfen durfte, ohne sie noch selbst zu erleben. Und diesen Rufer und Kämpfer stellte der Ortsgruppenleiter den neuen Parteigenossen als Vorbild für ihre Mitarbeit und ihr Leben für die Idee und den Führer hin.
Hierauf rief der Ortsgruppenleiter den zu verpflichtenden Volksgenossen jene Gedanken und Anordnungen in Erinnerung, die die Stellung und die Aufgaben der Partei klar umreißen. An den Anfang seiner Ausführungen stellte er den Fundamentalsatz vom Nationalsozialismus als dem Beherrscher und Gestalter des ganzen deutschen Lebens. Daraus begründete er die Folgerung, daß dadurch die Partei das geistige Kraftzentrum und Machtinstrument in der Hand des Führers, die Trägerin der Volks- und
hingen befahren werden kann, ohne daß sich die Radfahrer gegenseitig gefährden. Der Weg wird zu beiden Seiten von einem etwa 1 Meter breiten Grünstreifen eingefaßt werden. Zwischen dem Radfahrerweg und der Fahrbahn der Licher Straße wird der bisher schon vorhandene Straßengraben bestehen bleiben. Mit den Erdbewegungsarbeiten hofft man in etwa 14 Tagen fertig zu sein. Dann soll sofort die Arbeit am Betonstreifen beginnen.
Der Radfahrerweg wird von allen denen, die chre Arbeitsstätte in Gießen haben und zu bzw. nach der täglichen Arbeit einen anstrengenden Weg machen muffen, sehr begrüßt werden. Für die Kraftfahrer wird nach der Fertigstellung des Weges ebenfalls eine Erleichterung insofern geschaffen fein, als sie bann nicht mehr ihre Aufmerksamkeit auf Radfahrer zu richten brauchen, die doch oftmals zu zweit und zu dritt nebeneinander fuhren und dadurch sich und den übrigen Verkehr gefährdeten. Wenn der Radfahrerweg seiner Bestimmung übergeben ist, besteht für jeden Radfahrer automatisch die Pflicht, ihn zu benützen.
Hochschulnachrichten.
Professor Dr. Robert Holtzmann, Ordinarius für Mittlere und Neuere Geschichte an der Universität Berlin wurde wegen Erreichung der Altersgrenze von den amtlichen Verpflichtungen entbunden. Seine akademische Laufbahn führte ihn von Straßburg, wo er sich 1902 für mittlere und neuere Geschichte habilitierte, über Gießen und Breslau 1930 nach Berlin. Seine Veröffentlichungen betreffen besonders die Geschichte des Mittelalters und der Reformation, sowie französische Geschichte. Er ist seit 1935 Mitherausgeber der Zeitschrift für Kirchen-
zurück; Hans Bertram und Wolf Neumeister schrieben das Drehbuch. Der Stoff ist sicher auch für den Film geeignet, obgleich gewiß nicht ausschließlich für den Film. (Man könnte sich hier sogar einmal den umgekehrten Fall denken, daß jemand eine Erzählung „Frauen für Golden Hill" „nach dem gleichnamigen Film" schriebe.) Der Spielleiter Erich Wasch neck hat diesen Stoff nicht übel in Szene gesetzt: er gibt einen Begriff von der eigentünüich trostlosen Landschaft und vor allem von dem Leben und von der Stimmung, die in der kleinen Siedlung herrschen. Das große Schauspieler-Ensemble, das dazu eingesetzt wurde, wirkt vor allem durch seine Gemeinschaftsarbeit. Unter den Männern zeichnen sich Karl Martell, Viktor Staat, Ernst Waldow, Otto Gebühr, H. A. von Schlettow und, außerhalb der Siedlung, Paul Dahlke am charaktervollsten ab; unter den Frauen erscheinen Kirsten Heiberg, Grethe Weiser, Lotte Rausch und Anni Grandke als die ausgeprägtesten Temperamente. Die Szenen in der Stadt wirken stellenweise ein wenig wie Filmklischee und als Zugeständnis an den Publikumsgeschmack, sind aber für das Hauptmotiv nicht allzu belangvoll. — (Ufa.)
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Im Vorprogramm gibt es neben der Tobis- Wochenschau einen sehr schönen, musikalisch stilvoll begleiteten und angenehm sachlich kommentierten Kulturfilm „Schlösser an der Loire". Hans Thyriot.
Karl Schönherr.
Zu seinem 7v. Geburtstage am 24.Februar.
1. März Tag der Luftwaffe Feiern in allen Flieger-Standorten.
Da die Licher Straße als Zufahrtstraße zur Reichsautobahn einen immer stärker werdenden Verkehr aufzunehmen hat und diese Entwicklung auch vorauszusehen war, hatte man sich an zuständiger Stelle schon vor einiger Zeit entschlossen, für die Radfahrer einen besonderen Weg zu bauen. Die Radfahrer aus benachbarten Orten, insbesondere aus Steinbach, die zu verschiedenen Stunden des Tages diese Hauptverkehrsstraße viel benützen, waren und sind durch den starken Kraftwagen-
~~um~©Icmben5fragen, die widerstreiten, hier geht es nur noch um die Verteidigung der Heimat. Im Mittelpunkt steht die Gestalt des Sandwirts Andreas
wertes bestätigt; es ist vor allem die Kraft und die Gefühlstiefe, die im Nacherlebnis feines Schaffens immer wieder ergreifen und mahnen.
Vornotizen.
Tageskalender für Freitag.
NSD.-Dozentenbund: 20.30 Uhr, im Hörsaal 41 des Vorlesungsgebäudes, Ludwigsstrahe: Vortrag von Professor Dr. Götze: „Familien-Namen der Heimat". — 20.15 Uhr, im Sitzungszimmer des Ar- beilsarnts, Gießen: Lichtbildervortrag von SA.- Oberführer Witzel über Beruftzumschulung. — Stadttheater: 20 bis 22.15 Uhr: Minna von Barnhelm. — Gloria-Palast (Seltersweg): „In geheimer Mission". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Frauen für Golden Hill". — Großer Hörsaal der Universität: 20.15 Uhr: letzter Vortrag von Prof. Temes- vary: „Kreutzer-Sonate".
Zwischen diesen beiden Stücken, in denen Schönherr fein Bekenntnis zu Land und Volkstum gab, stehen jene Problemftücke, die sich mit der Natur des Menschen, mit den seelischen „Urständen" ausem- andersetzen. Am bekanntesten fern ,M e i b s - teufe I". „Personen: Der Mann. Sein Weib. Em junger Grenzjäger. Ort der Handlung: eine Stube. Schon diese Personenangabe zeigt den Stil der Schönherrschen Art: knapp, nur das Notwendigste aussprechend, aber in Kernworten und einfachsten Bildern an die tiefsten Naturinstinkte rührend. Im Weibsteufel" ist es der Kampf der Geschlechter, m dem hier das Weib triumphiert. In seinem Fruh- werk „E r d e" war es des Mannes hoffnungslose Sehnsucht nach dem Kinde, in „Frau Suitner die Tragödie der unfruchtbaren Frau.
Das immer wieder Zwingende an Schonhcrrs Dramen, das was auch über ihn hinaus fortleben wird, ist neben der Wucht der dramatischen Konzeption und dem starken Heimatgefühl („Er steht Die Welt durch das Prisma Tirol", sagt Kienzl), vor allem die Urtraft feiner Gestalten Figuren wie der alte Gutz, dos Totenweibele, wie Christoph Rott oder der Alt-Rott sind aus dem Leben gegriffen und von so überzeugender Geschlossenheit, daß man sie wir - lich als ein Stück Volk gewordener Erde empfindet. Aber man lernt Schönherr nur zum Teil aus feinen Dramen kennen. Und das früher mehrmals gefällte Urteil, das er kalt oder „wie mit dem Messer eines Chirurgen sezierend", arbeite, wird ohne weiteres widerlegt, wenn man sich etwas naher mit dem Gesamtwert beschäftigt. Man mag einmal fein „M e r k - b u ch" aufschlagen. Aufzeichnungen, Skizzen unb ein paar Lebenserinnerungen. In der Form auch hier wenig Schilderung, mehr Rede und Gegenrede wie im Drama. Aber das Menschlich-Ergreifende etwa der kleinen Hundegeschichte vom „Schnauzl oder die Erinnerungen „Als der Vater starb" werden nicht leicht an Gefühlstiefe und Ausdruckskraft überboten werden können. Dabei ist auch hier die Kur^ des Schönherrschen Stils wieder das überzeugende Kunft- m2ßenn man das Werk eines Menschen als die ftorm feines Lebens, als das iiberpersonliche Zeugnis feiner Existenz ansprechen darf, so güt dles von Schonherrs Werk in besonderem Slime. Und es ist nicht der zeitliche Ruhm, der „Grillparzer- und Bauernfeldpreis", der „Staats-Schillerprels oder die anderen Ehrungen, die der Erfolgreiche^verliehen bekam, was Sinn und Bedeutung dieses Lebens-
Das Nachrichtenbüro deutscher Zeitungsverleger meldet: Der Reid)sluftfahrtminifter und Oberbefehlshaber der Luftwaffe hat für die Gestaltung des Tages der Luftwaffe am 1. März folgende Anordnungen getroffen: -
Es sind bei allen Einheiten der Luftwaffe Appelle mit Vorbeimarsch abzuhalten, bei denen die Kommandeure auf die Bedeutung des Tages hinzuweisen haben. Nach dem Appell ist dienstfrei. Die Angestellten und Arbeiter sind hinzuzuziehen. Abends haben bei allen Truppenteilen der Luftwaffe K a - meradschaftsabende, gegebenenfalls mit Tanz, stattzufinden. In allen Standorten der Luftwaffe ist zu f I a g g e n und die f e i e r l i ch e F l a g - genparade durchzuführen. Um 12 Uhr mittags findet im Ehrensaal des Reichsluftfahrtministeriums eine Feier statt, in deren Mittelpunkt eine Ansprache des Generalfeldmarschalls Göring steht. Zu der Feier werden die Spitzen der Wehrmacht, der Partei und der Behörden eingeladen. Nach der Feier findet in der Wilhelmstraße ein Vorbeimarsch der Ehrenformation statt, die aus dem Musikkorps und Spiel- mannstrupp des Regiments General Göring, zwei Kompanien des Regiments General Göring, zwei Kompanien der Luftkriegsschule Gatow, zwei Fliegerkompanien, zwei Flakbatterien, zwei Nachrichtenkompanien und zwei Kompanien des Wachtbataillons
Am kleinen Paradies-Fluß, im Innersten Australien, haben sich eine Anzahl Männer angesiedelt. Sie wohnen in kümmerlichen Wellblechbaracken inmitten einer trosUofen Wüsteneinsamkeit und schürfen bei glühender Hitze nach Gold. Es ist ein hartes, rauhes, ganz und gar männliches Dasein. Die Leute schuften schwer, sie haben ein Dack) überm Kopf, zu essen, zu rauchen und Whisky zu trinken; manchmal waschen sie auch ein paar Körner Gold aus dem Schlamm. Aber das große Glück, den großen Klumpen hat noch keiner gefunden. Eines Tages entdecken sie, ivas ja auf die Dauer nicht ausbleiben kann, daß es hier weit und breit nur ihresgleichen gibt, nur Männer. Eines Tages finden sie, daß dies kein Leben sei; jeder von ihnen will plötzlich eine Frau. Das ist es, was ihnen hier fehlt; gleich würde das schwere Leben leichter sein. Setzen sich hin, machen gemeinsam eine Eingabe an den Agenten in Sydney, der sieht es ein, geht zur Regierung, die Regierung sieht es auch ein, und wieder eines Tages kommt eine kleine Wagenkolonne durch die Wüste gerollt zu der Männersiedlung am Paradiesfluß: Frauen für Golden Hill. Das ist ein Experiment, aber die Regierung hat die Hauptschwierigkeiten geschickt aus dem Wege geräumt, und siehe, das Experiment geht besser aus, als un ersten Augenblick zu erwarten war. Aus der Männersiedlung wird eine richtige kleine Familienkameradschaft. Bloß zwei von den Männern, alte Kriegskameraden, haben keine Frauen gewollt; da aber eine überzählig ist und vor der nächsten Regenzeit nicht zurück kann, wird sie den beiden „zugewiesen". Beide versprechen sich, nichts mit der Frau anzufangen. Das geht eine Welle gut, aber nur eine Weile, dann ist um der Frau willen aus der Kameradschaft eine wütende Nebenbuhlerschaft geworden, es gibt einen bösen Zweikampf, und einer von den beiden wird aus der Siedlungsgememschast ausgestoßen. Es gelingt ihm, nach schweren Strapazen die Küste zu erreichen: und gerade der ist es, der wenig später wieder gutmacht, was er an der Gemeinschaft gesündigt hat: er bringt Hilfe und Rettung,,als dem Lager durch Felssturz, Sandsturm und Wassermangel allgemeine Verzweiflung und völlige Ve^ nichtung drohen. — Tas Thema geht, rote ausdrücklich betont werden soll, nicht auf eine literarische Vorlage
Man hat öfter darüber gesprochen und ^torieben, daß es Zeiten gibt, in denen eine bestimmte Form dicht-r-fq°n Ausdrucks vorherrscht: 3«^ der, des Dramas ober der Erzahlkunst. Eer man ttiss auch in den einzelnen Landschaften und Volksgruppen unseres großen Deutschen Reiches v-rl-'U baid m-h« die eine oder die andere Form. In Tiro> z. - 9 Landschaft und Geschichte als naturgegebene Them die Dichter vor allem auf das Drama gAenkt Dazu kommt, daß die Sprache hier emem Dolkstu^ geworden ist, das feit je m der tnoPP „trirheri feine zugleich innigen tarnen neuerer
Eigenart zu ammenhielt. Zayirelaje Tiroler Dramatiker, im Reiche fast^unbekannt g blieben, haben in der Heimat R"hm und H°ng Aber ein Name Tirols steht m Name
Deutschlands an hervorragende^ Stell s der Karl Schonherr „Ws u Scyony P^vinz
schreibt Hermann Kienzl, „y Reichstag keine Tirol in Theaterdeutschlands ^s Stimme." Die Zeit, m der ch > be5 Natu- kannt und berühmt wurde, Naturalis-
ralismus. Und gerade vom 6 9 auf eine Ro-
Volksganzen! Februar 1869 in Axams,
■ SarÄn Ort au? brn® O^en bes Snntales als etnen «einen.P“ Schullehrers geboren, besuchte als di- Hochschule ■nn®^nb)en”5efül)tä b s mentoen als Din9l.^rOn^r Erbs bas Urtoitffat unb Urgefühl ^LLL^M°usb-m^ des Blutes, Schon >n,® “»e “a5 e£cn durch-
Ä.S «TäÄÄSSlSS SfffiSSÄWj« Gewalt" heroorgerufen wirb. In ,D°lk r X ”• SS SÄ’SS M «W m#
der Luftwaffe besteht. Das Jagdgeschwader Richthofen wird, wenn die Wetterlage es zuläßt, zwischen 14 und 15 Uhr Berlin überfliegen.
Der Tag in (Hießen.
Auch der Fliegerhorst Gießen wird am kommenden Mittwoch, aus Anlaß des Tages der Luftwaffe, innerhalb unserer Stadt besonders in Erscheinung treten. Morgens findet am Fliegerhorst die feierliche Flaggenhissung statt, anschließend werden auch vor den Äohngebäuden des Generals S u ß m a n n und des Kommandeurs des Fliegerhorstes von L a ch e m a i e r die Flaggen gehißt werden. Im Verlaufe des Tages wird dann ein Marsch durch d i e Straßen unserer Stadt unternommen. Dabei wird zum ersten Male das Musikkorps des Fliegerhorstes, das erst vor kurzer Zeit gebildet wurde, öffentlich in Erscheinung treten. Ferner wird ein Platzkonzert stattfinden.
Der Tag der Luftwaffe soll dazu beitragen, das gute Verhältnis von Luftwaffe und Gießener Bevölkerung noch inniger zu gestalten, als es bisher möglich war.
Das Programm für den „Tag der Luftwaffe Hegt noch nicht in allen Einzelheiten fest. W'r kommen zu gegebener Zeit auf die geplanten Veranstaltungen zurück.
Aus der Stadl Gießen.
Ausgerechnet Schweinebraten?
Im Rahmen der wirtschaftlichen Verbrauchslenkung hat der Metzgermeister eine sehr wichtige Rolle zu spielen. Auch die Ziele des Vierjahresplanes werden durch eine volkswirtschaftlich richtige Verwendung der zur Verfügung-stehenden Nahrungsmittel wesentlich gefördert. Unter diesen Umständen ist es nur zu begrüßen, daß das Metzger- Handwerk erftmalig in Berlin im Hous des deutschen Handwerks mit einer Ausstellung hervortritt, die auch dem Laien, klarmacht, welche Aufgaben das Metzgerhandwerk im allgemeinen Interesse zu erfüllen hat.
Die Angehörigen. des Metzaerhandwerks stehen täglich mitten in der großen Verbrauchsfront dort, wo sie als Mittler zwischen Erzeuger und Verbraucher fungieren müssen. Das wichtige Volksnahrungsmittel „Fleisch" wird durch den Metzger an den Verbraucher abgegeben, und deshalb ist er es auch, an den die Wünsche und Ansichten der Kunden herangetragen werden. Wir alle wissen, daß in Zeiten, da z. B. das Schweinefleisch etwas knapper geworden ist, einzelne Personen, die sonst keinen besonderen Wert auf Schweinefleisch legen, c5 als zeitgemäß ansehen, ausgerechnet einen Schweinebraten für den Sonntagstisch zu verlangen. Diese Zeitgenossen und andere machen dem Metzger- meister das Leben schwer, zumal sie sich meist darauf berufen, daß sie zu den langjährigen und besten Kunden des betreffenden Geschäftsmannes zahlen. Der Metzgermeister hat nun die nicht ganz leichte Aufgabe, solche Kunden über die Dersorgungslage aufzuklären und sie zu veranlassen, das zu kaufen, was tatsächlich in reichem Maße vorhanden ist. Hier sei eingeflochten, daß von einem Fleischmangel insgesamt bisher noch nie die Rede fein konnte, sondern lediglich von einer vorübergehenden Verknappung einzelner Fleischsorten. Wir können es uns in einer Zeit, in der das deutsche Volk darum ringt, seine Weltgeltung wieder zu erhalten, nicht leisten von den Launen einiger unvernünftiger Konsumenten abhängig zu sein. Die Aufklärungsarbeit, die auf diesem Gebiet bereits von den Metzgern geleistet worden ist und noch ständig geleistet wird, hat sicherlich dazu beigetragen, daß die große Masse der Derbraucherschaft sich der jeweiligen Versorqungslage anpaßt.
Die Arbeit des Metzgermeisters im Laden kann m hohem Umfange durch die Einsicht der Hausfrau erle'chtert werden. Dazu gehört auch, daß man sich mehr als bisher mit dem Gefrierfleisch befreundet. Auf Grund der laufenden Handelsverträge, durch die wir von befreundeten Nationen Gefrierfleisch im Austausch mit deutschen Industrieerzeugnissen erhalten, steht neben dem Frischfleisch zum Ausgleich qualitativ hochwertiges Fleisch zur Verfügung. Vorurteile gegen das Gefrierfleisch sind völlig unbegründet, weil dieses Fleisch von den besten und hochgezüchteten Mastochsen stammt und durch ferne Lagerung besonders zart und mürbe wird. Die Kii'hleinrichtungen des Metzgermeisters sind heute imstande, dieses Fleisch im besten Zustande zu erhalten. Gefrierfleisch eignet sich u. a. zur Bereitung von Gulasch, Rostbraten und Rouladen. Auch das Hammelfleisch sollte noch mehr als bisher gekauft werden, zumal sich der deutsche Schafbestand ständig erhöht. In anderen Ländern, wie z B. in Frankreich und England, ist der Hammelsleischverbrauch um ein vielfaches größer als in Deutschland. Schließlich muß noch auf die Innereien hmgewiefen werden, wie Herz, Lunge, Leber, Milz, Niere, Hirn, Kalbsmllch usw. Schon lange ist wissenschaftlich festgestellt, daß die Innereien von allen Fleifcharten mit Vitaminen am meisten bedacht sind, ^us ihnen werden ja auch viele Delikatessen hergestellt, wie z. B. Königsberger Fleck, Schwarzsauer, Milzwursi und ähnliches. ' .
Die ganze Aufzählung zeigt ledenfalls, daß von einer Fleischknappheit nicht die Rede zu sein brauch, wenn jede Familie ihre Fleischmahlzelten nach d s Gesichtspunkten umstellt.________ _______
verkehr stets gefährdet, wie umgekehrt auch der Kraftfahrzeugverkehr durch die Radfahrer eine Beeinträchtigung erfährt. Diesem Uebelstand wird nun bald abgeholfen fein. Der Radfahrerweg Meßen—Steinbach, der bei Kilometer 1,131 (unmittelbar an der Stadtgrenze) beginnt und bei Kilometer 6,181 (beim Steinbruch, dicht vor Steinbach) endet, soll voraussichtlich — sofern das Wetter keinen Strich durch die Rechnung macht — im April feiner Bestimmung übergeben werden.
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