Abzeichen wird durch den B. d. U. ver-
Abzeichen kann allen Offizieren, Anker- und Mannschaften der vor dem tätigen U-Boote verliehen werden,
2. Das lehen.
3. Das cffizieren Zelnde
Sprachen in alle Länder der Erde geht. Und jetzt ist es an Ihnen, zu reden! Wir warten mit Spannung auf Ihre Antwort. Der Angeklagte, der Erste Lord der britischen Admiralität Winston Lhurchill, hat nun das Wort.
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Am Sonntag keine besonderen Ereignisse an der Westfront.
Berlin, 22. Off. (DRB.) Das Oberkommando ter Wehrmacht gibt bekannt: Im Westen außer geringer Artillerie- und Spähtrupptätigkeit keine desondereu Ereignisse.
Ein Ll-Bootkrieg-Abxeichen 1939.
Berlin, 21. Off. (DBB.) Der Oberbefehlshaber ter Kriegsmarine, Großadmiral Dr. h. c. Raeder, fal folgende Anordnung getroffen:
1. Ich ordne hiermit für die U-Bootbesahungen ter Kriegsmarine die Einführung eines U-Boot- iriegs-Abzeichens an.
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die sich auf zwei oder mehr Fahrten gegen den Feind bewährt haben. Von dieser Bedingung darf im Falle einer Verwundung abgewichen werden. Die Entscheidung über die Voraussetzungen zur Verleihung des Abzeichens Kifft im Linzelfalle der B. d. U.
4. Das Abzeichen wird am Rock, blauen und Beifocu Jackett, blauer und weißer Meffeja^e, an der Jacke, am Ueberzieher und am blauen und ivelßen Hemd auf der linken Brust, wie das li-Bootabzeichen des Weltkrieges, im md außer Dienst getragen.
Deutsche Dichter reisen in den befreiten deutschen Osten.
Danzig, 22. Oktober. (DNB.) Am Sonntag haf eine .Reihe namhafter deutscher Dichter in Danzig zu einer Reise ins befreite Gebiet ein. Ts sind der Präsident der Reichsschrifttumskam- mer, Hanns I o h st, Jakob Schaffner, Franz Schauwecker, Erhard Witte k, Robert Hohl- baum, Bruno Brehm, Josef Magnus Weh- ner, Heinrich Zillich und Franz Tu ml er. 3n Danzig fand ein kameradschaftliches Beisam- istensein statt, bei dem den Gästen ein Erlebnis» bericht über die Heimkehr Danzigs ins Reich vermittelt wurde. Am Montag besichtigten die Dichter 3o t e n h a f e n -und Oexhöft. Sie werden von Teilnehmern an den Kämpfen von deren Erlebnissen hören. Die Fahrt geht dann weiter nach Dirschau und Grauoenz und am Dienstag nach Bromberg, wo die Dichter mit maß- «ebenden Volksdeutschen Zusammensein werden. Don vromberg aus führt die Reise nach Posen.
Stimmung von Ihnen, Herr Churchill nickt dumm verschlißen. Wir fordern An Und wenn der Londoner Rundfunk der enolil^Vn DeffWtlichkeit mchts von Ihren Uniaten oerra ^i° wird das eben der d e u t ch e Rundfunk t„n °
Der 3a« ,WW' nicht'äusg and ^" 3m Gegenteil, er ist ein Fall LhurchiN und der Fall Lhurchill ist ein Fall Lna' land geworden, hier geht es darum, ob ein überführter Verbrecher länger noch in einem io hohen Amt geduldet werden kann oder ob die Empörung der ganzen Weltmeinung nicht am Ende doch stärker ist als die Skrupellosigkeit eines notorischen britischen Lügners. Darüber muh nun entschieden werden, Md zwar zuerst von Ihnen und bann von England selbst. Dir warten auf Antwort. Antworten Sie schnell und gründlich' Machen Sie keine Ausflüchte und reden Sie nicht wieder an der Sache vorbei. Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß Sie nach Lage des Falles von jedem Gericht in der ganzen Welt für schuldig befunden würden. Run stehen Sie vor dem Richter st uhl bet Weltöffentlichkeit. Auch sie kann verurteilen, Herr Lhurchill, unb sie wird verurteilen, Herr Lhurchill, und sie wird verurteilen, lauter und vernehmlicher als jeder andere Gerichtshof. Sie find nunmitdem BefundderAnklage bekannt gemacht worden. Wir haben Vorsorge getroffen, daß diese Anklage heute abend noch auf allen Aetherwellen, in allen
Wiedervereinigung der se nerzeit an Volen gefallenen slowakischen Gebiete mit der Slowakei.
Berlin, 21.Ott (DRV.) Der Führer empfing heute in der Reichskanzlei den slowakischen vrsandten, Herrn Lerna k. Bei der Besprechung erklärte der Führer dem Gesandten, daß Deutsch- lanb bie von ber slowakischen Regierung aus ge- fhichtlichen unb völkischen Xßrünben geltenb gemach- iev Wünsche wegen ber Wiebervereini- hng ber von dem früheren polnischen Staat in (jung der von dem früheren polnischen Staat iommenen Gebietsteile mit der Slowakei erfüllen werde. Die Rückgliederung dieser Ge- bitte wird durch einen Staatsvertrag Bischen Deutschland und der Slowakei geregelt.
Bor dem Stapellauf des italienischen
Schlachtschiffes A,3mpero//.
Mailand, 20. Oktober. (DNB.) Das italienische Schlachtschiff „I m p e r o", dessen Kiellegung auf her ^saldo-Werft in Genua in Anwesenheit Mussolinis A Mai 1938 erfolgte, wird nach einer Rekordbauzelt ®n 29. Oktober v o n S ta p el lauf en. Das 35UUU Sonnen große Schiff, das mit dem auf der gleichen Drrft gebauten und im August 1937 seinem Element vergebenen Schlachtschiff „Littorio' du . n Mten Einheiten der italienischen Flotte gehören Qiib, steht bereits für den Stapellauf bereit. Im kommenden Jahre wird dann das ebenfalls m Dau befindliche Schlachtschiff „Roma" von Stapel bstfen, womit Italien dann über vier altere und l<r moderne Schlachtschiffe von 24 OOO bzw. 35 OOV Sonnen verfügen wird.
t würben-;; i,Ä«
„Der Löwe hat Flügel"',
so lautet ein englischer Reklame film, der st; ^buchen Angriff britischer ßujt- innMtfr ? avU l Kiel verherrlicht. Wie er»
brachte das englische Lügen-Mnisterium E?° tnQdl bcn verlustreichen Angriffen eng- hj*^7er Flieger auf Wilhelmshaven als Ausgleich ejer schweren Schlappe die Meldung heraus, es hnf?« 9 r Angriffen auf Friedrichs-
?.?yn Bodensee auch solche auf Kiel durch eng» r'K le9er vernichtendem Erfolge durchge- dlhrt worden. Einen Tag später hieß es dann, der Kommandeur der angreifenden Staffel sowie der englische Aufklärungsflieger seinen mit hohen Or- oen ausgezeichnet worden. Nun hat man auf englischen Flugplätzen und unter B e - n " ? u vg enalischer Häfen von diesen angeblichen Angriffen e i me n Film in England qe» r\rß« ' ,?.eJ.3unäcbft unter strengstem Ausschluß der Uessentllchkeit nur 30 höheren Beamten gezeigt worden ist und demnächst im Auslande verbreitet werden soll.
Wie erinnerlich, hat es solche Fliegerangriffe auf Miel oder Friedrichshafen bisher nie gegeben. Das amtliche deutsche Dementi glaubte man in England einfach nicht. Als bann in Deutschland eine
ganze Anzahl ausländischer Journalisten sowohl in Kiel wie in Friedrichshafen ganz nach Belieben die Städte und ihre Umgebung besichtigten und gleichwohl nirgends auch nur die kleinste Beschädigung feststellen konnten, behauptete plötzlich der englische Luftfahrtminister Kingsley Wood, niemals habe England amtlich solche Angriffe gemeldet. Nachdem also Ordensauszeichnungen für Angriffe verteilt worden waren, die gar nicht stattgefunden haben, dementiert ein englisches Kabinettsmitglied bie eigenen amtlichen Meldungen einschließlich jener Ordensverleihungen! Das schallende Gelächter, mit dem die Weltöffentlichkeit damals diese bornierte Lügenstümperei quittierte, hat nun bie Engländer schließlich zur Herstellung jenes Schwindelfilms getrieben.
Wir gönnen den Engländern gern die neue Selbftbloßstellung und wollen nur noch hinzufüaen, daß in den nächsten Tagen Photographien von den schweren Einschlägen 'deutscher Fliegerbomben auf englischen Kriegsschiffen veröffentlicht werden. Diese Photos dürften auch draußen in der Welt eine ungleich größere Beweiskraft haben als jener englische Film, der als elendes Gaukelspiel schnell entlarvt wurde.
Eine Null zuviel.
Von unterer Berliner Schristleiiung.
Die hemmungslose britische Aufschneiderei, die in einem so bemerkenswerten Gegensatz zur militärischen Untätigkeit John Bulls steht, fällt jetzt all- mählich auch den Franzosen auf die Nerven. Es ist ja bekannt, baß bie britische Expebi- tionsarmee in Frankreich von ber Bevölkerung nicht immer mit großen Ovationen, sondern zum Teil auch mit einem Bombardement fauler Eier begrüßt wurde. Später nahm das Kopf- schütteln noch zu, als der braue französische Bürger auf privatem Wege hörte, baß bie Tommis immer n o ch nicht bis zur vordersten Frontlinie gelangt feien, sondern sich in ihren Camps das extra nachgesandte britische Bier gut schmecken ließen.
Man ist also hinter ber Maginotlinie gar nicht recht zufrieden mit ben englischen „Freunden", unb diese kritische Stimmung, die sich nun auch gegen das amtliche Maulheldentum der Londoner Propagandastellen richtet, ist so stark, daß sie neuerdings sogar Eingang in die Spalten der französischen Presse findet. Jedenfalls hat der Pariser Zensor ironisch schmunzelnd seinen Rotstift beiseite gelegt; als er folgende Sätze Im „Petit Parisien" las: „Unsere englischen Freunde haben über bie Operationen vom Montag einen Bericht veröffentlicht, der kein genaues Bild von der Lage gibt. So haben gewisse alliierte Zeitungen
aeschrieben, daß die Deutschen ungeheure D e r l u st e erlitten hätten und insbesondere 7000 Tote. 7000 Tote — das bedeutet einen Prozentsatz an Verletzten von ungefähr 30 000 bis 35 000 Mann. Der deutsche Generalstab hat aber nur 1 2 000 Mann eingesetzt, so baß bie Zahl englischen Ursprungs zumindest eine Null zuviel aufweist."
Der französische Berichterstatter hätte, um ber Wahrheit bie Ehre zu geben, allermindestens zwei Nullen a b ft r e i ehe n sollen, aber die Rücksicht auf den englischen Bundesgenossen und auf bas eigene Prestigebedürfnis haben ihn wohl zu dieser sanfteren Richttgstellung veranlaßt, die, allen Beiwerks entkleidet, doch eine vernichtende Abfuhr für die britischen Schwindler ist. Im übrigen handelt es sich hier nicht um einen Einzelfall. Fast bie gesamte französische Presse weist die englischen Lügner zurecht, wobei das „Oeuvre" sogar die Ueoerschrift „Verdummung" wählt, um bann bie amtliche Mel- bung des britischen Lügenministeriums zu zerpflücken, wonach deutsche Soldaten nach ihrer Gefangennahme ausgesagt hätten, sie wüßten überhaupt noch nichts von dem bestehenden Kriegszustand zwischen Deutschland und Frankreich. Solche bornierten Schwindeleien gingen, wie gesagt, auch den Franzosen über die Hutschnur. H. Evers.
Oie Volksdeutsche Umsiedlung in Lettland.
Riga, 21. Oft. (Europapreß.) Im Zusammenhang mit der baltendeutschen Umsiedlungsaknon ist der gesamte Landbesitz des Lettlanddeutschtums nun von der lettländischen Agrarbank aufgekauft worden unb in der üblichen Weise lettischen Bauern ^ur Verfügung gestellt worden. Ein großer Teil Der südlettländischen deutschen Bauernschaft wird sick in einem grocken Treck in bie neue Heimat begehen. Gerade auf dem flachen Lande kommt häufig bas ehrliche Bedauern lettischerseits zum Ausdruck, daß langjährige Nachbarn ober ehemalige Herren nun bas Land verlassen wollen. Der in Libau erscheinende „Kursemes Wahrbs" hat unter ber Uederschrift „Beim Abschied" warme Worte anläßlich des Auszuges der Baltenbeutschen aus Lettland gefunden. Das Blatt spricht baoon, daß es fein anderes Land der Welt gebe, in dem zwei Völfer nach einem so langen Zusammenleben miteinanber nicht verschmolzen, sondern jedes seine ausgeprägte nationale Eigenart bewahrt habe und schließt seine Betrachtung mit den Worten: „Von den Baltendeutscken werden wir Letten ihre bewundernswürdige Ausdauer, ihren Trotz schwersten Verhältnissen gegenüber und ihr ftarfes, durch nichts au beugendes völfisches Be- wußtsein lange in Erinnerung behalten. Das sind Eigenschaften, bie auch wir Letten weiterhin am meisten brauchen ..."
Db'chiedsempsang
für vott-deutfcb- O fixiere in
Reval, 21. Oft. (Europapreß.) 3u Ehren ber aus bem estlänbischen Dienst scheibenden volfsbeut- schen Ofstziere ber estnischen Armee gab ber Ober- kommanbierenbe General Laiboner im Revaler Offiziersklub einen Abschiebsempfang. Der General bankte ben Rückwanderern für ihre loyale Zusammenarbeit und ihre Verdienste um Estland und wünschte ihnen Erfolg in ber neuen Heimat. Nach ber Ansprache intonierte bas Orchester bie Hymne Estlands unb bie Lieder der deutschen Natton. Ka- pitän zur See Barom Salza gab seinem Dank für die Freundschaft in ben langen Jahren bes Dienstes in ber estnischen Armee Ausdruck unb wünschte Estlanb, seinem Volk unb seiner Armee glückliche Zukunft.
Die Sowjetiruppen erreichen ihre Stützpunkte in Estland.
Helsinki, 22. Oft (Europapreß.) Die fomjet- ruffitoen Truppen in Estland haben ihre Stützpunkte erreicht. Die letzten Truppen trafen am Samstag an ber Westküste Estlands ein und wurden von dort aus nachDagöundOeselübergesetzt.Die estnische Bevölkerung wurde bereits aus dem Gebiet der russischen Stützpunkte -vakui-rt. D,e russischen Pioniere hoben mit dem Bau ihrer Kasernen begonnen, in denen die jetzt in Prwathausern wohnen- den Truppen untergebracht werden sollen. Der Gene- rasttab der Ostfeeslotte halt sich m Reval aus Die Matrosen der vor Reval liegenden Kriegsschiffe haben Gelegenheit, Kinos, Theater und Museen zu besuchen. Der Ausgang der Matrosen wird von ihren Vorgesetzten scharf überwacht. •
Die fnnische Delegation wieder noch Moskau zurückqekehrt. Helsinki, 22. Ott. (Europapreß.) Zur Wieder, aufnahme der rusfisch-finnifchen Verhandlungen ha ück bie finnische Delegation wieder nach Moskau b^reben. Zur Verabschiedung hatten sich neben zahl- reidjen Regierungsmitgliedern auch der jchwe«
bische Gesandte und der russische ®e< schäftsträgerin Helsinki auf dem Bahnhof ein- fefunben. Der Delegation, bie aus Minister Paa-
ikivi, Oberst P a a s a n e n unb Büro-Chef N y - k o p besteht, wurde auch Finanzminister Tanner beigegeben. Er fährt wohl weniger als Finanzminister wie als Vertreter ber finnischen Arbeiterschaft nach Moskau. Tanner ist einer ber Unterzeichner bes Dorpater Friebensvertrages von 1920 unb gilt als einer der stärksten Männer der sinnifchen Regierung.
Deutsches GoWaieutum im Schweizer Llrteil.
Basel, 21. Oft. (Europapreß.) Der militärische Mitarbeiter der „Baseler National-Zeitung" beschäf- tigt sich mit den in Paris und London herrschenden Meinungen über den voraussichtlichen Kriegsablauf. Der neutrale Sachverständige sieht sich dabei veranlaßt, einige in ben westeuropäischen Staaten Herr- schenbe Irrtümer über bas angeblich erbrückende Kriegspotentiell der Westmächte richtig zu stellen und falsche Auffassungen über die Schlagfraft ber deutschen Wehrmacht unb Deutschlands Widerstandsfähigkeit zu zerpflücken.
In dem Aufsatz wird zunächst bargelegt, boß bie Zeiten einer stillschweigenden Erdrosselung eines Staates vom Meere her unter Ablehnung eines soldatischen Kampfes auf bem Schlachtfelde enbgül« t i g vorbei seien. Die westeuropäischen Bücherschreiber, bie unter bem Hinweis auf die Benzinversorgung Deutschlands, bie angebliche Fragwür- bigkeit der deutschen Ersatzstoffe usw. eine Unter» legenheit Deutschlands herauszurechnen versuchten, wüßten nichts vorn deutschen Soldaten. Zunächst sei die angebliche weltweite wehrmäßige Umzingelung Deutschlands nicht vollkommen. Die deutsche Luftwaffe sei schlagkräftig und hervorragend in ihrem Zusammenwirken mit ber deutschen U-Bootwasfe, die noch längst nicht auf ihren Höchststand gebracht fei. Als Hauptsache bei kriegerischen Auseinandersetzungen sieht ber neutrale Sachverständige aber bieQualitätbes einzelnen Soldaten an; denn auch heute könne ein Krieg nur in offener Schlacht entschieden werden. Das deutsche Soldatentum habe seine alten Traditionen bewahrt. Wer nur ein wenig um die deutsche Soldatenseele wisse, sei erstaunt über den Geist des deutschen Soldaten, ber in unheimlicher Weise geformt unb diszipliniert sei. In diesem Geist wurzele die hohe moralische Rüstung ber deutschen Truppen.
Verwendung der Kriegslohn-Ersparnisie.
Berlin, 21. Oft. (DNB.) In einer Durchfüh- rungsverordnung zur Kriegswirtschaftsverordnung bestimmt der Reichskommiffar für bie Preisbildung, wie die feit bem 4. September 1939 nicht mehr gezahlten Zuschlägee für Mehrarbeit, Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit sowie bie Senkungen überhöhter Arbeitsverdienste zu verwenden sind. Die Verordnung bestimmt, daß ber Unternehmer die Lohnzuschläge, rückwirkend vom 4 September 1939 ab, an das Reich (Finanz- fcsse) abzuführen hat. Die Lohn- unb Gehaltsbeträge, bie durch Maßnahmen ber Reichstreuhänder unb Sondertreuhänder ber Arbeit erspart werben, muß der Unternehmer zunächst ebenfalls an das Reich (Finanzfasse) abführen, und zwar von dem Zeitpunkt an, in bem bie einzelnen Lohn- unb Gehaltssenkungen wirksam werden. Diese Abführungspflicht fällt erst fort, wenn bie Lohnersparnisse nach den Weisungen des Reichskommissars für bie Preisbildung zu "entsprechenden Preisjen-.
k u n g e n verwendet werden. Die in einzelnen Wirtschaftsgebieten bereits ergangenen Anordnungen der Reichstreuhänder der Arbeit über die Behandlung der Zuschläge für Mehrarbeit, Sonntags-, Feiertags- unb Nachtarbeit und ähnlicher Einsparungen treten außer Kraft.
Der preiskommiffar griff ein.
Berlin, 21. Oft. (DNB.) Der Reichskommissar für bie Preisbildung hat gegen erhebliche Preis st ei gerungen, insbesondere bei pom- merschen Bücklingen unb Räucheraalen, nachdrücklich einschreiten müssen. Nach den angestellten Ermittlungen waren an den Preissteigerungen alle Kreise, durch deren Hände bie Ware bis 3um Kleinhandel gegangen war, beteiligt. Hierauf sind in Rügen eine Fischergemeinschaft, die die derzeitige Marktlage ganz besonders auszunutzsn versucht hatte, mit 3000 RM., drei Fischräuchereien mit zusammen 30 000 RM. und mehrere Berliner Fischgroßhandlungen mit 10 000 RM. Ordnungsstrafen belegt worden. Weitere Verfahren laufen noch unb werden ebenfalls zu erheblichen Ordnungsstrafen führen.
Oer erste Opfer-Gonntag im Kriegs-Winterhilfswerk.
Berlin, 22. Oft. (DNB.) Am heutigen Sonntag wurde in jedem deutschen Haushalt und in jeder Gaststätte, in den Speisewagen der Deutschen Reichsbahn und auf allen deutschen Schiffen der Eintopf gegessen. Und von diesem fymbo- lischen gemeinsamen Essen kreisten die Gedanken hinaus zu den feldgrauen Männern, die draußen als eherne Front die Wacht an unseren Grenzen halten und alltäglich ihren Eintopf essen und auf viele Annehmlichkeiten des heimischen Alltags verzichten müssen. Kein Wunder, daß durch diese Ge- danken das Geben leicht gemacht, daß die üblichen Spenden weit erhöht und daß der erste Emtops- sonntag im Kriegswinterhilfswerk der e r ft e Opfersonntag wurde, als der er in die Geschichte des uns aufgezwungenen Krieges eingehen wird. Jeder opferte gern, da das deutsche "Volk sich eins weiß mit den Soldaten an der Front, im Gedanken, daß nur das persönliche Opfer es uns ermöglichen wird, den Sieg in diesem Feldzug zu erringen.
Neue Eisenbahn-Warthe-Brücke bei Posen.
Posen, 21. Oft. (DNB.) Reichsverfehrsminister Dr. D o r p m ü 11 e r weihte die neue provisorische Warthebrücke bei Posen, bie zweite wichtige Eisenbahnbrücke, bie im Lauf dieser Woche im befreiten Gebiet dem Verkehr übergeben wurde. Mit ber neuen Warthebrücke sind bie beiben Haupt- strecken Berlin — Warschau unb Berlin— Südo st preußen in einem bedeutenden Abschnitt wieberhergestellt worben. Der nunmehr bem durchgehenben Verkehr erschlossene Streckenabschnitt reicht zunächst von Berlin bis Thorn. Die Linie Berlin—Warschau wird nach ber Fertigstellung der Brücke Canon inetmalObis 14 Tagen wieder in Betrieb gesetzt werden, während über die Strecke Berlin—Posen— Thorn—Deutsch-Eylau—Allenstein die Züge nach der Wiederherstellung ber großen Thorner Weichselbrücke in etwa einem Vierteljahr rollen werden.
Dom ©onOergeridyt zum Tode verurteilt.
Hannover, 22. Oft. (DNB.) Das Sonberge- richt Hannover verurteilte ben 21jährigen Ludwig Pawliceck ben 18jährigen Wilhelm Letzing und ben 17jährigen Franz Hinze wegen schweren Raubes zum Tode unb wegen mehrerer Einbruchsdiebstähle zu hohen Zuchthausstrafen. Die bürgerlichen Ehrenrechte wurden allen drei Der» urteilten auf Lebenszeit abgesprochen. Gegen zwei von ihnen wurde auch auf Sicherun gsver- Währung erkannt. Die brei jugendlichen Burschen hatten am Abend des 13. Oktober d I. in Ahrbergen bei Hildesheim bie Frau Lina Christoffer, bie Geld aus einer Kantine zur Abrechnung brachte, während der Verdunkelung niedergeschlagen und ihrer Handtasche, in der sich 150 RM. befanden, beraubt. Das Urteil' stützt sich auf die Verordnung vom 5. 9. 1939, die die Todesstrafe für Verbrechen ober Vergehen, die während der Verdunkelung geschehen und sich gegen das Leben, die Gesundheit oder das Eigentum eines anderen Volksgenossen richten, vorsieht. Der ^jährige und 18jährige Verurteilte mußten nach der Verordnung vom 4. Oktober die Schwere des Gesetzes genau in derselben Weise fühlen, wie der Erwachsene. Denn nach der genannten Verordnung können auch Jugendliche die gleiche Strafe erhalten wie Erwachsen^, wenn sie ihnen an Intelligenz nicht nachstehen unb schwere verbrecherische Neigungen in ihnen festgestellt werden.
Kleine politische Tlachnchten.
Anläßlich bes Tages der Alten Kämpfer ber NSDAP. Danzigs spricht der Reichsaußenmini- fter von Ribbentrop am Dienstag, 24. Oktober, in Danzig. Die Rede wird um 20.15 Uhr vom Rundfunk übertragen.
Gräfin C i a n o - M a g i st r a t i, die Gemahlin des fett Jahren an der italienischen Botschaft in Berlin tätigen Gesandten Graf Magistrati und Schwester des italienischen Außenministers Graf (Kiano, ist in Rom g e ft o r b e n. Der Führer hat dem Gesandten Gras Magistrati sein wärmstes Beileid übermittelt.
Gewerbesteuer bei Besitzwechsel.
Der Reichssinanzhof hat in einem Urteil die Frage erörtert, wie sich der Unternehmer- wechsel bei der Gewerbesteuer praktisch auswirkt. Der Gewerbesteuer unterliegt jeder stehende Gewerbebetrieb, soweit er im Inland betrieben wird. Daraus folgt, daß nicht der einzelne Inhaber des Gewerbebetriebes gewerbesteuerpflich- tig ist, sondern der Gewerbebetrieb als solcher. Steuerschuldner ist der Unternehmer. Im Fall eines Wechsels in ber Person des Unternehmers ist Steuerschuldner bis zum Ende des K a 1 e n b e r m o n a t s , in dem ber Wechsel e i n tri tt, ber bisherige Unternehmer, vom Beginn des folgenden Kalendermonats ab, der neue Unternehmer. Die Anwendung dieser Vorschrift setzt aber, wie die „Deutsche Steuer-Zeitung" bemerkt, voraus, baß das Unternehmen als solches im wesentlichen unverändert fortgeführt wirb. Ob eine wesentliche Aenderung vorliegt, wird nach den Umständen des Einzelfalls beurteilt. Die Entscheidung ist barauf abzustellen, ob nach der Verkehrsauffassung ber Betrieb pach bem Inhaberwechsel als ein völlig neuer Betrieb ober als


