Oie Umsiedlung von Reichs- und Volksdeutschen aus Südtirol.
Deutsch-italienisches Abkommen unterzeichnet.
men und in das Deutsche Reich übersiedeln
wollen.
Diese Erklärung ist endgültig unb verbindlich. Die Umsiedlung jener Volksdeutschen, die die deutsche Reichsangehörigkett annehmen, wird bis zum 31. Dezember 19 4 2 durchgeführt.
Das Vermögen der Abwandernden kann auf dem freien Markt oder durch Vermittlung einer staatlichen Gesellschaft — der Ente Nazionale peile tre venezie — veräußert werden. Es wurden die erforderlichen Maßnahmen vereinbart, um die Ueberweisung des Gegenwertes möglichst einfach und in kürzester Zeit unter weitestgehender Berücksichtigung der Interessen des Einzelnen und der Gesamtheit vornehmen zu können.
Allen Nationen ein Beispiel.
Die italienischePresse zum Abkommen über Südtirol.
Rom, 22. Oktoiber. (DNB.) Das Abkommen wird von der Presse als eine neue Bekräftigung der freundschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Nationen vegrüßt. Das Problem, das bei den Unruhe- stiftern in aller Welt schon längst Hoffnungen erweckt hatte, sei, wie „Popolo di Roma" betont, von den beiden großen Völkern in freundschaftlichem und loyalem Gei st gelöst worden. Der „Sortiere della Sera" erklärt, das Abkommen sei eine Bestätigung für den Grad der Freundschaft und der Herzlichkeit zwischen Italien und Deutschland. Der „Popolo d'Ätakia" tagt, die Abmachungen zeigten, in welcher Weise auch in einer von so schweren Konsvikten erschütterten Welt selb st die heikel- sten Fragen von internationalem Charakter mit loyalem Willen gelöst werden können. Die „Stampa" sagt, diese Tat von größter politischer Klugheit und wahrer Zivittscttion müsse allen Nationen ein Beispiel geben.
Japan und die weltpolitische Lage.
einseitiger Forderungen. Japan wünsche friedliche Beziehungen mit der Sowjetunion. Hierfür sei das Nomanhan-Abkommen ein erfreulicher Anfang. Alle anderen Fragen sollten in diesem Sinne gelöst werden. Die sogenannte „südwärts gerichtete Politik" Japans sei durchaus friedlich und rein wirtschaft- l i ch. Japan brauche jedoch die dortigen Rohstoffe und erwarte, daß die Zufuhren nicht gestört würden.
positiver Verlauf der deutsch-russischen Wirtfchastsverhandlungen.
Moskau, 22. Oft (DNV.) Die beutfdpforo- feilschen Mrtschaftsverhandlungen in Moskau nehmen den erwarteten positiven Verlauf. Botschafter Ritter hat sich nach Klärung der einleitenden gruydsählichen Fragen nach Berlin zurückbegeben, während die deutsche Abordnung unter Führung des Gesandten Schnurre die Arbeiten mit der Sowjetregierung fortseht. In den nächsten Tagen wird eine größere sowjetische Kommission unter Führung des Volkskommissars Tewosjan nach Deutschland abreisen, um die Fragen zu studieren, die mit der deutschen Ausfuhr nach der Sowjetunion Zusammenhängen.
Ihr Geständnis. Also heraus mit der Sprächet In viel weniger wichtigen Angelegenheiten scheuen Sie sich ja bekanntlich nicht, die Oeffent- lichkeit mit Ihren Reden und Verlautbarungen zu belästigen. Also heran an den Rundfunk oder hinein ins Unterhaus und reden, reden, reden, Herr Churchill!
Glauben Sie etwa nicht, daß mir uns damit zu- frieden geben, daß Sie, wie vor wenigen Tagen, durch das Reuterbüro erklären lassen, unsere ewi- aen Anfragen ermüdeten die britische Admiralität so, daß sie sich entschlossen habe, keine Antwort mehr zu geben. Das ist eine faule Ausrede.
Es kann Ihnen auch nicht an Zeit fehlen, unsere Fragen zu beantworten; denn Sie hatten Zeit genug, Märchen über die deutschen Schiffs- und Unterseebootsverluste zu erfinden. Sie hatten Zeit genug, lyrische Geoichte schreiben zu lassen über die Heldentaten der englischen Truppen in Frankreich, die die französischen Poilus bisher vergebens gesucht haben. Sie hatten Zeit genug, durch Ähre feile Presse die deutschen Verluste am Westwall derartig grotesk übertreiben zu lassen, daß sie gestern von der ftanzösischen Presse in aller Oeffent- lichkeit zurechtgewiesen werden mußten, die diesen blumischen Berichten gegenüber lakonisch erklärte, es sei bei der Angabe der Zahlen der deutschen Verluste offenbar ein Null zuviel unterlaufen. Sie hatten Zeit genug, Herr Churchill, einen deutschen U-Bootskommandanten in einem englischen Gefangenlager vor dem Unterhaus zu apostrophieren, der in Wirklichkeit zur selben Stunde in Berlin vor der Auslandspresse das Wort ergriff. Sie sind unter dem Gelächter der ganzen Welt nicht etwa zusammengebrochen, nein, Sie hatten Zeit genug, nach dem deutschen Fliegerangriff in Edinburgh jenen Hund zu rekognoszieren, der nach Ähren Aussagen als einziges Opfer unserer Bombenangriffe zu verzeichnen war, während Ähre eigene Admiralität zur gleichen Stunde schon die hohe Zahl der Opfer dieser Bombenangriffe der Oeftent- lichkeit mitteilte. Sie werden doch nun auch die Zeit finden, in eigener Sache das Wort zu ergreifen. Genieren Sie sich also nicht, mir und die Welt sind auf alles gefaßt, also heraus mit dem Geständnis!
Aber ich glaube, mir warten vergebens. Denn man kann schlecht von Ihnen verlangen, daß Sie die Wahrheit sagen. Denn erstens widerspricht das Ihrem Charakter und Ährer Natur, und zweitens würden Sie in diesem Falle Ähr eigenes politisches Todesurteil, unterzeichnen. Gestatten Sie mir also, daß ich Ähnen etwas nachhelfe. Äch befinde mich dabei i n der Rolle eines Untersuchungsrichters, der einem verstockten Angeklagten das Geständnis etwas erleichtern will. Geben Sie also zu, daß die mysteriöse Angelegenheit des Unterganges der „Athenia" gar nicht so mysteriös ist. wie sie auf den ersten Blick erscheinen möchte. Sie ist nur mysteriös, solange man Sie nicht als den Schuldigen ansieht. Schaltet man dagegen Sie als Schuldigen ein, Herr Churchill, dann ist der Untergang der „Athenia" das allersimpelste, das allerprimitivste, allerdings auch das allerverbreche- richste Bubenstück, das die moderne Geschichte kennt. Es hat sich folgendermaßen abgespielt:
Die „Athenia" ist zwar vor Ausbruch des Krieges zwischen Deutschland und England ausgelaufen. Aber zu diesem Zeitpunkt wußten Sie schon, daß England die feste Absicht batte, Deutschland den Krieg zu erklären. Sie wußten auch, daß damit der Plan verbunden war, Sie zum Ersten Lord der britischen Admiralität zu ernennen. Sie wollten Ihre Änstallierung in diesem hohen Amte gleich mit einem ganz aus Ihrem Charakter und ganz aus Äbrer Veranlagung entspringenden ersten großen Treffer verbinden. Ähr Ehrgeiz war es, als Morgengabe sür den Eintritt ins Kabinett auch den Eintritt Amerikas in den Krieg mitgubringen. Sie haben also den eben auslaufenden Passagierdampfer „Athenia" schon vor Ausdruch des Krieges für die von Ihnen geplante und im einzelnen festgelegte Explosion sorgsam vorbereiten lassen. Sie waren auch umsichtig und schlau genug, schon vorher dafür zu sorgen, daß keine deutschen Passagiere auf der „Athenia" mitfuhren; denn sie wären bei der Festlegung der Schuld für die Versenkung der „Athenia" für Sie höchst unbequeme und lästige Zeugen gewesen. Sie ließen also durch ein Rundschreiben an die Filialen der englischen Schiffahrtsgesellschaft dazu auffordern, Deutsche vom Mitfahren auf der „Achenia" auszuschließen mit der durchsichtigen Begründung, daß die „Athenia" wahrscheinlich ihren Kurs ändern müsse. In Wirklichkeit hat sie ihren Shirs gar nicht geändert; aber die deutschen Passagiere blieben auf Ähren Befehl weg.
Sodann haben Sie alles sorgsam für die Explosion auf der „Athenia", deren Zeitpunkt Sie noch nach Bedarf funkentelegraphisch festlegen wollten, vorbereitet. Allerdings gingen Sie dabei so stümperhaft zu Werke, daß Sie es nicht verhindern konnten, daß Sie nach einiger Zeit doch überführt werden mußten. Sie sorgten selbstverständlich auch für eine ausreichende Anzahl von amerikanischen Passagieren auf der „Athenia", damit die von Ähnen an ihre Versenkung geknüpfte Hoffnung auf Aufwiegelung der öffentlichen Meinung in den Vereinigten Staaten auch tatsächlich in Erfüllung ginge. Denn die amerikanischen Passagiere, die beim Untergang der „Athenia" ihr Leben lassen mußten, wollten Sie der Welt als beweinte Opfer der Verwerflichkeit der deutschen Seekriegführung und als stumme Zeugen der Notwendigkeit des Eintrittes der Vereinigten Staaten in den Krieg zeigen. Sie haben auch dafür gesorgt, daß die von Ähnen geplante und vorbereitete Explosion nicht durch irgendeine Unvorsichtigkeit etwa früher ausbräche, als sie Ähnen dienlich erschien; denn Sie haben, wie die einwandfreien eidlichen Aussagen des amerikanischen Zeugen Anderson bar tun, auf der „Athenia" ein strenges Rauchverbot erlassen; die „Athenia"sollte erst dann ihre Katastrophe erleiden, wenn es Ihren dunklen Zwecken paßte. Sie haben dann drei britische Zerstörer bereit stellen lassen, die die von Ähnen für notwendig erachteten neutralen, meistens sehr fragwürdigen Zeugen aufnehmen sollten; denn die hatten Sie nötig zur Führung des Beweises.
Sie haben zweifellos während der ganzen Zeit, vom Auslaufen der „Achenia" an bis zu ihrem Untergang, in einer ständigen lebhaften Funkverbindung mit diesem Passagierdamp- fer gestanden. Sie bestimmten auf die Minute genau, wann die Explosion stattfinden sollte, und waren dann offenbar auf das äußerste erbost dar- über, daß diese Explosion, die genau so stümperhaft vorbereitet war wie alle anderen Begleitumstände der Versenkung der „Athenia", nicht auch zum tatsächlichen Untergang des Dampfers führte. Die „Athenia" wollte und wollte nach der Explosion nicht sinken. 14 Stunden schaukelte sie
Rom, 21. Oktober. (DNB.) Der Minister für auswärtige Angelegenheiten, Graf G. Ciano, der Deutsche Botschafter in Rom, von Macken- e n , und Gesandter Clodius haben am Samstag das Abkommen über die Umsiedlung von Reichsdeutschen und Volksdeut- chen aus Südtirol in das Deutsche Reich unterzeichnet. Zahlreiche Probleme, die durch die Umsiedlung einer Bevölkerung von einem Lande in das andere entstehen, wurden eingehend geprüft. Alle auftauchenden Schwierigkeiten wurden in reundschaftlichem Geiste geregelt. Das ist ein neuer Beweis dafür, daß die beiden Regierungen in gemeinsamer Zusammenarbeit für die schwierigsten Fragen, die in anderen europäischen Staaten zu chweren Konflikten geführt haben, eine befriedigende Lösung zu finden wissen.
Durch das Samstagabend unterzeichnete Abkommen werden alle die Umsiedlung der Volksdeutschen aus Südtirol in das Deutsche Reich betreffenden Fragen im Sinne der kürzlichen Berliner Vereinbarungen geregelt, und zwar sowohl hinsichtlich der Rückwanderung als auch hinsichtlich der Mitnahme des beweglichen Eigentums und des Vermögens.
Grundfählich sollen die in Subtirol wohnhaften Reichsdeutschen innerhalb von drei Monaten nach Veröffentlichung der gemeinsam aufgestellten Richtlinien in das Deutsche Reich abwandern. Die Umsiedlung der Volksdeutschen ist freiwillig. Das Abkommen sieht ferner vor, daß bis zum 31. Dezember 1939 alle in Südtirol wohnhaften oder aus diesem Gebiet stammenden Volksdeutschen frei und unbeeinflußt eine Erklärung abgeben, ob sie im italienischen Königreich bleiben und die italienische Staatsangehörigkeit behalten oder ob sie die deutsche Reichsanghörigkeit anneh-
Tokio, 21. Oktober (DNB.) Außenminister Nomura erklärte der Presse: Nach Abschluß des Nichtangriffspaktes zwischen Berlin und Moskau ist fälschlich behauptet worden, daß Japan den Antikominternpakt aufgegeben habe. Japan wird jedoch zu diesem Pakte stehen und ihn als Richtlinie seiner Staatspolitik betrachten. Die Beziehungen zu Deutschland und Ätalien aufgrund des Antikominternpaktes sind durch den deutsch-russischen Pakt nicht beeinflußt worden.
Zum europäischen Krieg sagte Nomura, daß eine Voraussage schwer sei. Es sei aber wohl anzunehmen, daß trotz des deutschen Friedenswillens der Krieg von langer Dauer sein werde. Japan sei stark genug und entschlossen, die Neuordnung im Fernen Osten durchzu- führen,jedoch nicht ausschließlich und engherzig, zwei Richtpunkte, nach denen die Beziehungen zu dritten Staaten im neugeordneten Ostasien geregelt würden. Die Beziehungen zu England und Frankreich würden da- durch bestimmt, ob die beiden Länder die neue Sage in China anerkennen. Hiervon mache Japan auch weitere Verhandlungen mit England abhängig. Japan und Amerika hätten die gemeinsamen Interessen, den Frieden im Stillen Ozean aufrechtzuerhalten und sich in den europäischen Krieg nicht einzumischen. Japan müsse aber von Amerika Verständnis für die neue Entwicklung im Femen Osten verlangen an Stelle
noch auf den Wellen, ohne daß das von Ihnen erwünschte und so heiß ersehnte Ziel, der Untergang der „Achenia", eintrat. Sie haben dann, nachdem <5ie 14 Stunden vergebens darauf gewartet hatten, den englischen Zerstörern Befehl gegeben, die „Achenia" zu versenken, um damit jede Spur Ihres Verbrechens zu beseittgen. Sie glaubten vielleicht, daß unter den Ueberlebenden niemand mehr übrig bleiben würde, der Mut genug hätte, der Wahrheit die Ehre zu geben, rechneten wohl auch damit, daß in der allgemeinen Panik nach der Explosion die Zeugenaussägen so konfus und .verwirrt wären, daß es Ihnen ein Leichtes sein würde, Ihre infernalische Lüge durch eine unermüdliche Bearbeitung der öffentlichen Meinung durchzusetzen. Denn sie eröffneten gleich nach dem Untergang der „Athenia" das schon vorher in allen Einzelheiten festgelegte Riesentrommelfeuer auf die gesamte Weltmeinung. Sie ließen in der englischen Presse und am englischen Rundfunk g e - düngens Zsugen aufmarschieren. Die mußten aussagen, was Ihnen genehm war und was Sie vorher festaelegt hatten. Mit diesen Aussagen bearbeiteten Sie dann die öffentliche Meinung in den Bereinigten Staaten. Alle deutschen Dementis, sie formten noch so fest fundiert sein, haben Sie mit einer Handbewegung beiseite geschoben. Und als es dann trotzdem nicht mit dem Eintritt Amerikas in den Krieg klappte, als die amerikanische öffentliche Meinung am Ende doch nicht so mitaing, wie Sie sich das erhofft hatten, zogen Sie sich plöblich i n das Dunkel des Schweigens zurück. Sie glaubten wohl, daß der Zahn der Zeit auch über diese Wunde Gras wachten lassen würde.
So war das gedacht unb geplant, unb so würbe es auch ausgeführt — nicht wahr, Herr Churchill? Unb nun erscheint ba biefet gott- verfluchte amerikanische Staatsbürger A n b e r - f o n als Zeuge unb beckt Ihren ganzen groß angelegten Schwinbel auf. Das ist peinlich unb mehr als peinlich für Sie, Herr Churchill. Run sitzen Sie in ber Tinte. Run wartet bie Welt auf Ihre, verstehen Sie wohl, Herr Churchill, auf Ihre Antwort. Sie will vorläufig von Ihnen gar nichts anberes wissen als biese Antwort.
Schon bringt bie gesamte amerikanische Presse unseren gestrigen Bericht über bie wahren hin- tergrünbe -bes Unterganges ber „Athenia". Inzwischen erfährt bie eibliche Aussage bes amerikanischen Staatsbürgers Anberson noch burch ein heute erst bekannt werdenbes weiteres Zeugnis eine Bestätigung. Wie nämlich ber zum Scripps-Howarb-Konzern gehörige
„Rew Pork World Telegram" berichtet, erklärte bie USA.-Bürgerin Helen Mac Donald schon zwei Tage nach dem Untergang der „Athenia". baß ber britische Zerstörer, ber diese Zeugin aufgefischt hatte, mehrere Schüsse auf die „Athenia" abfeuerte, angeblich um das Wrack wegen Gefährdung der Schifffahrt zu beseitigen.
Diese faule Ausrede haben Sie erfunden, Herr Churchill. Aber Sie glauben doch wohl selbst nicht, damit auch bei uns durchzukommen. Denn wäre die „Athenia" wirklich, wie Sie es damals behaupteten, von einem deutschen U°Boot torpediert worden und wären die Spuren eines deutschen Torpedos und nicht die der von Ihnen vorbereiteten Explosion an der „Athenia", die ganz wider Plan und Abrede noch 14 Stunden nach der Katastrophe über Wasser blieb, festzustellen gewesen — Herr Churchill, w i r wollen uns doch einander nichts vormachen. Wir verstehen schließlich auch etwas vom Handwerk. Sie hätten in diesem Falle die „Athenia" mit Gold verkleidet, anstatt sie durch britische Zerstörer versenken zu lassen; Sie hätten sie mit einem Ehrengeleit in einen englischen oder neutralen Hafen geschleppt. Wir sehen im Geiste schon die internationalen Untersuchungskommissionen aufmarschieren, die dann den nicht mehr zu bestreitenden Beweis geführt hätten, daß ein deutsches U- Boot die „Athenia" torpedierte und daß für die Vereinigten Staaten nun wirklich und bei Gott nichts anderes übrig blieb, als in den Krieg gegen die verruchten deutschen Barbaren und Hunnen mit einzutreten.
Nicht wahr, Herr Churchill, so ist es doch! Sie sind uns der richtige Mann dafür, das corpus delicti gegen uns durch britische Zerstörer in den Grund des Meeres hineinjagen zu lassen! Neick, Herr, Churchill! Sie hatten nicht damit gerechnet, daß jener Mister Anderson odör jene Miß Mac Donald, die Ihnen heute als einwandfteie, glaubwürdige neutrale Zeugen höchst unangenehm sind, ihr bißchen Leben aus dieser Katastrophe retten würden. Vor allem der Zeuge Anderson wird Ihnen auf die Nerven fallen. Es wäre Ihnen sicherlich viel sympathischer, wenn Sie heute Hände- reibend und mit Augenzwinkern sagen konnten: „Dieser Mortimer starb mir gelegen!" Nun ist er nicht gestorben; im Gegenteil, er steht auf, hebt die Hand zum Schwur und legt Zeugnis wider Sie, Herr Churchill, ab; ein Zeugnis so klar, so einfach, so einleuchtend und so unbestreitbar, daß auch Ihre alterprobten Lügen nichts mehr baaegen vermögen.
So steht die Sache. So steht Ihre Sache, Herr Churchill! In jedem anderem Lande würde ein Minister, dem Anklagen, wie wir sie hier gegen
der Admiralität Winston Spencer Churchill zu be*
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Churchill, diese „phantastische unb boshafte Lächerlichkeit", wie ihn einst Eden bezeichnet, dieser foul, was auf gut deutsch „Narr" heißt, als der er sogar vom jetzigen englischen Premierminister Cham- berkain benannt worden ist, hat mit diesem erwiesenen Verbrechen seinen Untaten die Krone auf«- setzt. Was waren ihm die Bürger der USA, dir auf der englischen „Athenia" fuhren? Hekuba! W«; war ihm, dessen Lügen immer wieder die Welt verblüfften, bis sie durch Tatsachen als solche ertöte- sen wurden, die Sicherheit unschuldiger Passagier«? Nichts! Denn er hatte, aus seinem Haß gegen Deutschland, den er immer mit der verdickten Energie eines Monomanen seit 1914 vertreten, ein nutzloseres und größeres Ziel: Die USA unb Deutschland aufeinander zu hetzen und durch eine Schandtat von wahrhaft herostrc:- tischer Bedeutung und deren Folgen, eben durtz die von ihm angeordnete Versenkung der „Athenia" Deutschland zu vernichten! Dieser Schwätzer und Lügner, der wehleidig jammerte, als er vdm Führer der widerwärttgsten und schamlosesten Hetze zum Wettkriege bezichtigt wurde, er sei gar nicht so, ef fei eigentlich — ein Freund der Deutschen, hat vom sicheren Port seines Amtszimmers aus ein Verbrechen begangen, das beispiellos in den Ar- nalen der modernen Geschichte ist. Alle Welt wußte wie Churchill ist, keine öffentliche Stelle in Englcm) war sich darüber im Zweifel, wie er wirken töürta, wenn er wieder an dieselbe Stelle käme, die et schon im Weltkrieg ruchlos und rühmlos bekleidet Er kam an dieselbe Stelle und glaubte, mit den:- selben Mitteln der Lüge, der Niedertracht uni) der Abgebrühtheit wirken zu können. Daß das Kabinett Chamberlain ihn auf diesen Posten beritt', war ein Triumph der Kriegshetzer. Daß dieselben Mittel, wie sie Churchill schon 1914 anwandte, diesmal aber nichts nützen würden, war das Unerwartete. Wir aber fragen: w i e lange will Englani) diesen ChurchMsmus noch dulden? Wie lange wiil es einen Marineminister wie Churchill ertragm, wie lange will es nach dem schlüssigen Beweis seines „Athenia"-Verbrechens sich weiter mit diesem Feind des Friedens und der Menschheit beMpnir
erfolgte eine Explosion. Es ist für jede, einigermaßen Fachkundigen bewiesen, daß k e i, Torpedo eines deutschen U-Bootes eine Explosion im Innern des Schiffes, wie sie Anderson beobachtete, Hervorrufen konnte, denn außen- backbords blieb das Schiff heil. Die Passa-
Wie lange noch?
Man sagt, jedes Land habe die Führung, bie ej verdiene, aber Englands Bürger haben wirtlich nicht verdient, daß die Geschicke nicht nur ihrer Flotte, sondern ihres ganzen Seins durch einen notorischen Lügner wie den sehr ehren, werten Winston Spencer Churchill gelenkt werden, der überführt ist der satanischen Kriegshetze, des : ruchlosen Spiels mit der Wahrheit und dem Leben von Millionen, und der — fett, aufaeblafen unb verlogen feine Drähte ziehend — durch den Unter« gang der „Athenia" unb die darüber verbreiteten Lügen die männliche Jugend der USA. in beit Krieg Hetzen und auf Frankreichs Schlachtfeldern verbluten lassen wollte. Die „Athenia", das sollte die Wiederholung der „Lusitania" sein, deren Torpedierung Wilson zum Vorwanb nahm, um die Geschäfte der Wallstreet-Dollari» i faner mit dem Blute von „freien" Bürgern dec USA. zu bezahlen. Die Umstände des Unterganges der „Athenia" sind jetzt durch die beeidigte Au-, sage eines unbescholtenen Teilnehmers an der letz» ten Fahrt dieses Schiffes, des USA.-Bürgers Gustav Anderson aus Illinois, erwiesen. Seine Aussagen werden in einem Weißbuch des USA.» Staatsdepartements veröffentlicht werden. Sie finb | durch die amerikanische Presse bekannt geworden. Sie bedeuten ein moralisches Todesur»! teil für den ersten Lord der brittschen Admiralität, i Winston Churchill!
Anderson kannte als Inhaber eines Reisebüros, ! der oft mit der „Athenia" fuhr, den Kapitän unb • die Offiziere dieses Schiffes genau. Sie bestätigter ihm, baß die „Athenia" zum Waffentrans- ! port benutzt würde, sie trugen, wie Anbersor | an gibt, „eine starke innere Erregung" während ber ’ letzten Fahrt zur Schau, weil, wie sich aus mei« teren Aussagen ergibt, das Schiff Sprengstoffe tut sich führte, die im gegebenen Augenblick zur Ex- | vlosion gebracht werden sollten. Der Augenblick kam. , An Backbordseite, anscheinend im Maschinenraum,
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giere wurden fast alle gerettet, englische Zerstörer waren in der unmittelbaren Nähe des Schiffes. Vierzehn Stunden hielt es sich noch über Wasser — die deutschen Torpedos aber ; @j| arbeiten rascher als Churchill, wie die Torpedierung [ der „Royal Oak" und anderer britischer Krieas- Bet und Handelsschiffe beweisen —, und nach diesem vierzehn Stunden wurde die „Athenia" durch jLu ein Bombardement der englischei *...... ' - • — ' " " L
Sie vorbringen, entgegengeschleudert würden, g* zwungen werden, entweder sofort — aber sofort! — Rede unb Antwort zu stehen ober mit Schimpf und Schanbe fein hohes Amt zu verlassen.
Der Londoner Rundfunk hat gestern auf Ihn t Befehl für Sie den Versuch eines Entlastunas- manovers unternommen. Er glaubt, unseiii neuesten Veröffentlichungen über den Untergang der „Athenia" mit einer Handbewegung abtun $1 können. Er bringt sie mit der gegenwärtigen allgemeinen politischen Lage in Zusammenhang und erklärt, es sei ein Ausfluß ber schlechten Stimmung, bie in Berlin über den Abschluß dsr Türkenpaktes herrschte, wenn Sie, Herk Churchill, heute wieder einmal von der Berlinak Presse die Schuld für den Untergang des Schifft* in die Schuhe geschoben bekämen unb Sie in pnf* fern Zusammenhang als Verbrecher denunzttut würden. Don den amerikanischen Veröffentlichung^ aHerbings verrät der Londoner Rundfunk dem lar- schenden englischen Publikum wohlweislich nicht eri Wort. Dagegen teilt er ihm mit, daß Sie mittin* weile zum Ob er ft der — Artillerie befo r« bert worben sind. Wahrscheinlich auf Grund 39r,<r Schießübungen auf die „Athenia".
Er spricht von einer schlechten Stimmung Berlin. Da lachen bei uns die Hühner! WelÄ Gründe sollten wir haben, um in eine schiech^ Stimmung zu kommen? Im Gegenteil, Herr Churchill, wir sind, vor allem nach der Torvevi rung Ihrer stolzen „Royal Oak", nach den so c folgreichen deutschen ßuftangriffen auf den of Forth sowie nach den sonstigen glänzenden fenerfolgen aller Drei deutschen Wehrmachtstei wie Sie sich denken können, allerbester ötim mung. Aber wir lassen uns auch in unserer gute«
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