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Ohne den Blick aufzuheben fragt Vivian: „Und
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„Sie hat uns unschätzbare Dienste geleistet. Ihrem Mut verdankt die Polizei die Aufklärung des Mordes — und einige andere gute Fänge. Sie lebt nicht mehr. Bei der Razzia, die wir auf ihre Angaben hm unternahmen, ist sie erschossen worden. Sie hat — ihre Liebe zu Holgerson mit dem Tode bezahlt.
„Mit dem Tode — ?" Vivian blickt ernst vor sich hin und es ist, als spräche eine fremde Stimme aus ihr. „Das ist viel. Aber ich habe nicht weniger zahlen müssen — ich habe mit einem Teil meines Lebens
Mussolini empfing General N e g r i, den Inspekteur der alpinen Truppen. Der General erstattete dem Duce über Fragen militärischen Charakters Bericht und hob dann die gute Stimmung der alpinen Bataillone hervor, die an den Grenzen des Vaterlandes ihre Pflicht erfüllten.
Anläßlich der Ermordung des rumänischen Ministerpräsidenten Calinescu ist der deutsche Gesandte in Bukarest beauftragt worden, der Königlich Rumänischen Regierung die Anteilnahme der deutschen Reichsregierung zu übermitteln. Im Namen des Reichsministers des Aus- wärtigen, von Ribbentrop, hat der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes, von Weizsäcker, in Begleitung des Chefs des Protokolls, Gesandten von Dörnberg, dem Königlich Rumänischen Gesandten in Berlin, C r u tz e s c u, sein Beileid persönlich zum Ausdruck gebracht.
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Admiral Nomura, der bisherige Präsident der Adelschule in Tokio wurde zum japanischen Außenminister ernannt. Der bisherige Vize- außenminister S a w a d a soll als B o t s ch a f t e r nach Paris gehen. Unterrichtete Kreise erwarten noch einen weiteren Diplomatenwechsel, so etwa in Rom, Brüssel und Washington.
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Wie die „Nationalzeitung" mekd-et, ist der ehemalige Völkerbundskommissar in Danzig, Professor Burckhardt, am Mittwochvor- mittag im Auto aus Deutschland in seiner Heimatstadt Basel eingetroffen. Wie das Blatt feststellt, spricht die Tatsache, daß Professor Burckhardt durch Deutschland gefahren ist, gegen ine vor einiger Zeit in englischen Zeitungen Der breitete Nachricht, wonach Professor Burckhardt angeblich Danzig unter Schmähungen der Bevölkerung verlassen hat. *
Nach einem Reuterbericht aus der kanadischen Hauptstadt Ottawa hat die kanadische Regierung bekanntgegeben, daß sie „f ü r d e n N o t f a l l zwei Divisionen als Expeditionskorps auf-
Trotz Krieg
Weiterbau der Reichsautobahn.
Berlin, 22. ©ept. (DNB.) Trotz starken Ein> satzes der deutschen Bauwirtschaft bei Befestigungsarbeiten und zur Instandsetzung der Wege und Brücken im Osten hat der deutsche Straßenbau am 23. September zwei weitere Reichsautobahn-Teilstrecken, und. zwar zwischen Hannover und Bielefeld bzw. z w i s ch e. n Frankfurt a. M. und Limburg in der Gesamtlänge von 109 Kilometer f e r t i g g e st e l l t. Der Fertigstellungstermin hat besondere Bedeutung dadurch, daß vor genau sechs Jahren, am 23. September 1933, der Führer mit seinem Spatenstich bei Frankfurt a. M. das Zeichen zum Baubeginn der Reichsautobahnen in Deutschland gab.
Lieber 200 Tote bei einem Erdbeben in Anatolien.
Kein „Drahtverhau" für unsere Soldaten.
über seinen Irrtum dadurch, daß er zwei der „Flieger" mit seiner Schrotflinte erledigte.
Vorsicht beim Verdunkeln.
In Groß-Schönau in Sachsen hatte eine Frau im Zuge der Verdunklungsmaßnahmen eine über ihrem Bett hängende Glühbirne mit einem schwarzen Strumpf überzogen und beim Verlassen des Schlafzimmers vergessen, das Licht auszulüschen. Die heißgewordene Birne setzt e d e n Strumpf in Brand. Die brennenden Fetzen fielen auf das Bett, das dadurch ebenfalls Feuer fing. Das Feuer wuxde von Nachbarn durch das Fenster bemerkt und konnte gelöscht werden, bevor es sich weiter ausbreitete.
Pläne zu einer Lismeerbahn in Finnland.
Im finnischen Reichstag wurde der Vorschlag zu dem Bau der Lappland-Eisenbahn von Rovaniemi nach Petsamo (Eismeer) vorqeleott Es wurde vorgeschlagen, vorerst die Strecke von Rova- memi nach Sodankylä, die etwa 130 Kilometer beträgt, auszubauen. Der Kostenvoranschlyg für dieses Unternehmen, das sofort in Angriff genommen werden foll, beläuft sich auf 183 Millionen Fmk. Bisher ist Rovaniemi die nördlichste Eisenbahnstation Finnlands. Der Plan, neben der Gismeerstraße noch eine Bahnlinie nach Lnnaha- mari (Eismeer) zu führen, ist schon mehrfach erörtert worden.
Drei Jungen in einer Tongrube gasvergiflel.
In den außer Betrieb gesetzten Tongruben in Hettenleidelheim in der Pfalz fand man die Leichen von drei Jungen aus Frankenthal, die bereits seit dem 10. September vermißt worden waren. Die Jungen waren am Sonntagfrüh mit ihren Rädern nach den Tongruben gefahren und in einen Schacht e i n g e ft i e g e n. Dort sind sie den im Schacht angesammelten Gasen zum Opfer gefallen. Der gleiche Umstand gestaltete die Bergung der drei Toten sehr schwierig.
zu unterscheiden ist.
Die Verpflegung der Soldaten stützt sich im allgemeinen auf Frischfleisch und frisches Gemüse, aber selbstverständlich ist als Rückendeckung für haltbare Konserven gesorgt. Die Mutter der Kriegerkonser- ven war die schon sagenhaft gewordene „Erbswurst". Als ihre Urenkelin kann die Gemüsekonserve betrachtet werden, die in riesigen Mengen im E. 23. M. lagert. Sie besteht aus grünen Bohnen, Erbsen, Schweinefleisch und Rindfleisch und liefert gekocht ein kräftiges wohlschmeckendes Gericht.
Der Speisezettel des Krieges von 1939 ist viel reichhaltiger als der im Weltkrieg. Auf den Blechbüchsen im Lager des E. 23. M. — sie sind großer als die frühere „eiserne.Ration" — sieht man Aufschriften, wie „Grüne Bohnen mit Schweinefleisch", junge Brechbohnen, Karotten, Wachsbohnen, junge Erbsen, Weißkohl usw. Aber es gibt neben gedörrtem Sauerkraut auch Aprikosen und andere Leckerbissen. Für konservierte Fleische und Wurst war en ist reichlich gesorgt. Neben Darm und Blechbüchse wird auch das Räuchern zur Haltbarmachung des Fleisches in größerem Umfange als vor 25 Jahren an gewendet. Ganze Schweine werden jetzt nach Entfernuna des Kopfes und der Innereien geräuchert und so zu einem Heeresproviant gemacht, der nicht so schnell dem Verderben ausgesetzt ist. Bei der Ausrüstung unserer Krieger ist also auch durchaus an den Sol- datenmagen gedacht worden, dessen richtige Betreuung schon der Alte Fritz als eine Voraussetzung des Sieges bezeichnet hat.
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„Das fragten wir uns auch zuerst", gibt Pembroke ernst zur Anwort. „Wir sahen nichts, was den Verbrecher zwang, gerade diesen Mann zu töten. Ein Zufall wies uns den Weg. Bei Inspektor Linkerton meldete sich eine Frau, die Holgerson gekannt hat. In ihrer Wohnung hat Holgerson eines Tages den vermeintlichen Onkel William getroffen. Nein, er war nicht zu jener Frau gekommen, sondern zu ihrem Bruder, der so nebenbei eine einträglich Patzfälscherei betrieb. Auf diese Weise ist Asbjörn Holgerson der erste gewesen, der hinter „Onkel" Williams Geheimnis kam.
Wer weiß, was die zwei miteinander verabredet haben, welche Zugeständnisse der Schwede an den Sänger machen muhte, um ihn zum Schweigen fru bringen. Wahrscheinlich waren sie so umfangreich, daß Söderblom den Entschluß faßte, diesen lästigen und gefährlichen Mitwisser einfach beiseitezuschasfen. Ihr Mann, gnädige Frau, verbrauchte viel Geld' fügte Pembroke leise hinzu. „Er war in jenen Tagen fast vollständig ruiniert und hoffte nur noch auf Ihr Vermögen. Er hat für die ärgsten Schulden von Söderblom Hilfe gefordert."
Der Täter mitten unter uns
Roman von Kurt Riemann Copyright by Verlag Oskar Meister, Werdau f. Sa.
Holgerson, den Mitwisser, und Hellmers, den erbitterten Gegner aus Liebe zum Werk von Sir John Perkins. .
Möchten Sie je erleben, daß ein Glied Ihrer Familie unter solcher Anklage steht?
Danken Sie Gott, daß er es so gefügt hat! Wir werden dafür sorgen,, daß auch bei der Veröffentlichung fein Makel auf den Namen Perkins und die Glieder der Familie fällt — wenn Eric Söderblom nicht redet. Und nun darf ich mich wohl verabschieden. Es ist spät geworden."
In jener Nacht schlafen die Schwestern wieder in einem Zimmer, wie in guten alten Zeiten, und jede sucht Ruhe und Vergessen in der Nähe der andern.
34.
Das Spiel ist aus. _
Das Gericht hat seinen großen Tag. Der weite hohe Saal ist gefüllt bis auf den letzten Platz.
Unzählige mußten vor verschlossenen Türen unv kehren. Die Presse ist sehr zahlreich vertreten, für die meisten Blätter bedeutet der Skandal um du weltbekannte Firma ein gefundenes Fressen.
Die Telephone sind ständig besetzt, unablässig hasten die Stifte über das Papier, um jede Phast der Verhandlung festzuhalten.
Im Augenblick steht Linkerton vor den Richtern, groß und massig. Er ist in jeder Beziehung der ideau Zeuge.
Wäre der Anlaß nicht so ernst, so könnte man er fast als Vergnügen bezeichnen, dem Hin und Her dec klugen Fragen und präzisen Antworten zu folgen.
Ihm folgt Pembroke mit seinen Aussagen.
In erbarmungsloser Offenheit enthüllen seine Aus- führungen das Bild eines Menschen, den Habsucht zum Verbrecher machte.
Auf dem Richtertisch liegen die Indizien, ein Foto und ein Brief.
„Wie der Inspektor von Scotland-Pard, der diesen Fall bearbeitet, sicher bereits geschildert hat", 1° führt der wieder unglaublich jung wirkende Krimi' nalift aus, „spielte uns die Unachtsamkeit eines Boten diesen Brief in die Hände. Der Junge hatte zuecss vergessen, ihn abzugeben, und es dann aus Furai vor Strafe ganz unterlassen. Er enthält den Schluss" des ganzen Verbrechens. Ein paar an und für belanglose Rechnungen der schwedischen Firma, o^e der tote Bruder des Sir John Perkins besaß, VrD darin enthalten. (Fortsetzung folgt.)
9 Unö als erwache sie plötzlich, fährt sie sich über die Stirn, auf der doch fein Löckchen sich ringelt, und bittet mit stummem Lächeln um Verzeihung.
„Lassen mir dem Toten seine Ruhe! Er hctt viel geliebt — ihm wird auch viel vergeben werden."
Pembroke ist plötzlich sehr ernst geworden
„Ich möchte fast sagen: Gottlob, daß es so fam, wie es eben gekommen ist. In aller Blindheit trifft das Schicksal doch meist das Richtige."
„Wie meinen Sie das?"
„Bitte — ich will Sie nicht kränken, ich würde nicht davon sprechen, wenn es die öffentliche Verhandlung nicht doch an den Tag brächte. Wäre Asbjörn Holgerson noch am Leben, dann säße er im Gefängnis." „„ ,
„Sind Sie wahnsinnig?" fährt Vivian verstört auf. „Holgerson war fein Engel,, aber er hat bestimmt nichts Ungesetzliches getan!"
„Nicht ich spreche, gnädige Frau , entgegnet Pembroke leise, aber mit unerbittlicher Schärfe, „sondern unwiderlegbare Tatsachen! Wir können einen Zeugen stellen, der unter feinem Eid aussagt, daß Asbjörn Holgerson diese Pläne ausgeliefert hat. Sie wissen ja, was das heißt."
Er wirft das gelbe Papierbündel zurück auf den T'^Das war das Geschäft, das der ,Onkell mit Holgerson gemeinsam durchführen wollte. Pläne stehlen, das gesamte Barvermögen der Werke herausziehen, die Werke langsam und systematisch unter der Maske des Verwalters zugrunde richten, um die Produktion der Konkurrenz um so mehr anzukurbeln — oh, es war alles satanisch gut ausgedacht!
Aber welch ein Glück, daß der ,Onkell sich jenen sauberen Mord zurechtlege, der ihm mit einem Male zwei unangenehme Gegner vom Halse schaffen sollte:
Nein, der Schuß mußte von einem erhöhten Standpunkt aus abgegeben sein, von einem Baum ... ober vom Balkon Ihres Hauses. Der Mörder mußte sich im Hause befunden haben.
Und schon damals war eigentlich alles reif, um zugreisen zu können. Es kam nur einer von Ihnen in Betracht: Sie, meine Damen — ja, bitte lächeln Sie nicht, man mußte eben alles bis zum Beweis des Gegenteils für verdächtig halten — „Onkel William, Hawkins, das Dienstmädchen oder die Köchin. Hawkins schlief. Da sein Fenster halb unter der Erde liegt, war also seine Täterschaft ausgeschlossen. Die Köchin, das Dienstmädchen? Schon der Gedanke schien lächerich, die zwei fassen keinen Revolver an. _ . ..
Blieben nur Sie ... und „Onkel" William. Fraulein Claire schied Gott sei Dank ihrer Augen wegen von vornherein aus! Man sieht, Fräulein Claire, auch Kurzsichtigkeit hat Dorteilei
Mrs. Holgerson? Nein. Unglaubhaft. Bei der Sicherheit, mit der geschossen wurde, kam überhaupt nur ein Mann in Frage, ein Nervenathlet und hervorragender Schütze dazu. Don drei Schüssen in dem schlechten Licht aus mehr als vierzig Meter em Volltreffer ... alle Achtung. Der Schütze stand auf dem Balkon, er wartete die günstigste Stellung ab, als Holgerson unter der Torlampe stand, schoß und warf die Waffe hinter dem entsetzten Hellmers ins Gras. Genial! Sogar die Handschuhe, hatte der Schütze nicht vergessen, um Fingerabdrücke zu ver- meiden. Und nun geben sie acht, wie mein Verdacht zur Gewißheit wurde: .
Als Hellmers an jenem Unglücksabend ging, rief ihn Ihr Onkel ... also Eric Söderblom ... zurück, weil er feine Handschuhe vergessen habe. Dabei sagte er: Hch trage zwar nie solche Dinge,,aber zu einem fernen Mann gehört das nun mal!
Der Führer an Generalfeldmarschall von Mackensen.
Danzig, 20. Sept. (DNB.) Der Führer sandte am Dienstag während seines Aufenthaltes in Danzig folgendes Telegramm an den Generalseld- marschall von Mackensen: „Herr Generalfeldmarschall! Auf den Schlachtfeldern Ihrer geschichtlichen Erfolge war ich Ihnen in Gedanken verbunden. Dem Gedenken gebe ich Ausdruck von der Stätte Ihres Wirkens als Kommandierender General, des heimgekehrten Danzigs. Mit kameradschaftlichem Gruß (gez.) Adolf Hitler."
General der Artillerie Karmann gestorben.
Berlin, 20. Sept. (DNB.) Der Chef des Heeresverwaltungsamtes, General der Artillerie K a r m a n n , ist plötzlich e i n e m H e r z- schlag erlegen. Die Beisetzung fand Mittwoch, 20. September, um 11.30 Uhr, auf dem Friedhof Lichterfelde statt. General Karmann hat sich schon während des Weltkrieges besonders bewährt. Nach dem Krieg hat er sich um den Ausbau des Verwaltungswesens des Heeres, dem seine Pflichterfüllung bis zum letzten galt, hervorragend verdient gemacht. Kleine politische Nachrichten.
Am 22. September hielt der Re ich s ko m mi s- sar für die Preisbildung, Gauleiter Wagner, eine 21 r b e i t s ta g u n g mit ben Preis- bildungs- und Preisüberwachungsstellen ab. Die Fragen der Preispolitik in der Kriegswirtschaft wurden durchgesprochen und die Richtlinien für die weitere Arbeit des Preiskommissars und seiner Dienststellen festgelegt. *
Reichsminister Dr. Goebbels empfing im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda die Korrespondenten der in Berlin vertretenen ausländischen Presse und gab ihnen Aufklärung über eine Reihe wichtiger politischer Fragen. In zwangloser Aussprache wurden daran anschließend zahlreiche Tagesprobleme erörtert.
Das fruchtbare und dicht besiedelte nördliche Küstengebiet von Smyrna wurde in den letzten 24 Stunden von einer Reihe starker Erdstöße heimgesucht, die schwere Schäden an Menschen und Gut angerichtet haben. Am schwersten hat das am Aegäischen Meer gelegene Städtchen Dikili gelitten, hier sind 250 Wohnhäuser und öffentliche Gebäude zerstört worden, so daß die gesamte Bevölkerung obdachlos ist. Aber auch in den übrigen nördlich von Smyrna gelegenen Dörfern sind große Verwüstungen angerichlet worden. Man rechnet mit über 200 Toten und Vermißten und mehreren hundert Verletzten. Die Krankenhäuser von Smyrna sind überfüllt. Die Zahl der Menschenverluste ist darum so groß, weil die Bevölkerung im Schlaf von den ersten Stößen überrascht wurde. Von Smyrna aus werden die Rettungsarbeiten geleitet, an denen sich auch Militär beteiligt. Auch das Landstädten Per- gama, nach der antiken Ruinenstätte Pergamon benannt, hat einige Schäden erlitten.
Der Stapelburger Mörder dreimal zum Tode verurteilt.
Das Sond er geri cht Halle (Saale, das in Halberstadt tagte, verurteilte den 27 Jahre alten Walter Pestki dreimal zum Tode, zu zehn Jahren Zuchthaus und sprach ihm die bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit ab. Sein 17jähriger-Bruder Hellmut kam mit zehn Jahren Gefängnis, der für Jugendliche zulässigen Höchststrafe, davon. Die beiden Brüder hatten sich etwa acht Wochen lang umher getrieben und während dieser ganzen Zeit ihren Lebensunterhalt aus fortgesetzten Einbrüchen bestritten. Als sie am 3. d. M. schließlich bei einem Einbruch in Stapelburg überrascht wurden, erschossen sie auf der Flucht den sie verfolgenden Gastwirt Wolf aus Ilsenburg im Harz sowie den Gendarm eriewachtmei st er Blaubach aus Stapelburg. Außerdem hat Walter Pestki kurz darauf auf mehrere SA.- Männer, die ihn entdeckt und seine Verfolgung aufgenommen hatten, geschossen.
kontrolliert die Garderobe nach vergessenen Handschuhen? Nach solchem Abend legt man sich schlafen oder raucht noch eine Zigarre.
Aber der Mö^er sah mit Entsetzen, daß fein Plan ins Wanken geriet. Er hatte die Begegnung veranlaßt, nun zog dieser Kerl, dieser Hellmers die Handschuhe nicht an! Wenn man ihm den Mordrevolver zuschieben wollte, würde die Polizei Fingerabdrücke von Hellmers auf dem Revolver vermissen, weil Hellmers ja ohne Handschuhe geschaffen haben mußte. Darum Handschuhkomodie...!
Hätte Hellmers an jenem Abend still feine Handschuhe in die Tasche gesteckt, so hätte der Mörder bestimmt nicht geschossen und vielleicht wäre Asbjörn Holgerson noch unter uns. So hängt em Menschenleben oft an einem kleinen Dinge wie in diesem Falle an einem Paar Handschuhen."
Es rft eine Weile still. Nachdenklich, erschüttert sehen die beiden Frauen vor sich nieder. Die hohe Standuhr schlägt hallend die elfte Stunde.
Und warum ... warum mußte Asbjörn sterben?" fragt Claire endlich. „Was hat er mit alledem
Das Drahtverhau vor der Stellung ist heute im Weltkriege der begehrte Schutz gegen feindliche Ueberraschungen geblieben, aber mit leisem Grauen erinnern sich die Weltkriegsfrontkämpfer noch immer des „Drahtverhaues", das ihnen feit dem bösen „Kohlrübenwinter" 1917 vorgesetzt wurde. Offiziell hieß es Dorrgemüse, aber es war wirklich ein schrecklicher Fraß, der viele derbe Kriegerflüche ausgelöst hat. Da schwammen in der Brühe neben zerschnittenen Kartoffelschalen drahtharte Kohl- sasern, die wenig Nährstoff und par keine Vitamine enthielten. Dörrgemüse findet sich auch heute in reicher Fülle im Versorgungslager unserer Wehrmacht, dem E. V. M. Dieses Dörrgemüse hat aber nicht das mindeste mit dem „Drahtverhau" des Weltkrieges zu tun. Es ist erstklassiges Gemüse, das nach dem Kochen von frischem Gemüse kaum
Für zwei Millionen Gulden Edelsteine gestohlen.
Einbrecher drangen in der Nacht zum Montag in ein Juweliergeschäft in Amsterdam em und stahlen für nicht weniger als zwei Millionen Gulden Edelsteine. Von den Tätern fehlt jede Spur.
Eine Kelle Wildenten verursachte Fliegeralarm.
Fliegeralarm setzte am Freitagmorgen die Bewohner einer kleinen Stadt in der sud- englischen Grafschaft K e n t in Aufregung. Ein Mitglied des freiwilligen Beobachterkorps glaubte ein Geschwader deutscker Flieger durch den leichten Morgennebel gesehen zu haben. Er gab die Sirenensignale; in wenigen Sekunden waren die Flakgeschütze einer in der Nähe stehenden Batterie bemannt, alles war bereit, die feindlichen Flieger mit Nachdruck zu bekämpfen, als sich herausstellte, daß dem Beobachter ein kleiner Irrtum unterlaufen war. Die vermeintlichen deutschen Flieger entpuppten sich als eine Ke11e von Wildenten, die einem nahegelegenen Tümpel zustrebten. Die Flakgeschütze brauchten nicht in Aktion zu treten. Der Beobachter aber tröstete sich
zeit die preußische Heeresfrage und mit ihr die deutsche Frage in glücklicher Weise der Entscheidung entgegenzuführen.
Als Boyen 1814 fein Wehrpflichtgesetz einführte, konnte er diese späteren Schwierigkeiten und Wirrnisse kaum voraussehen. Die Form, die er wählte, war die damals allein mögliche. Vor allem aber vollbrachte sie das, was von der Zeit gefordert wurde: sie wurde die Trägerin der Volksverbundenheit des Heeres. Die Leistung war um so größer, als man anderwärts überall davor zurückschreä.e. In den europäischen Großstaaten und in den deutschen Kleinstaaten, auch im Habsburger Reiche, wurde nach der Niederzwingung Napoleons in der Friedenszeit nicht die allgemeine Wehrpflicht einge- fiihrt, sondern bestenfalls das Konskriptionsheer, das die Dienstpflicht auf die niederen Stände, oft in Form einer Auslosung, beschränkte, das Stellver- ttetungssystem ober den Los kauf erlaubte und somit alles andere als ein Volksheer war. In der Einzigartigkeit der preußischen Tat liegt ihre Größe und Zukunftskraft. Man kann ohne Uebertreibung sagen, daß die Begründung des Zweiten Reiches ohne Doyens Großtat kaum möglich gewesen wäre. Denn sie schuf ja erst die politischen Voraussetzungen für jenes spätere klassische preußische Volksheer, wie es König Wilhelm I., Roon und Bismarck zwischen 1861 und 1866 heranbildeten. Damit ist zugleich der ewige Wert der Bayerischen Tat für unser deutsches Volk erwiesen. Sie steht am Anfang jener soldatischpolitischen Entwicklung, aus der das politische Soldatentum unserer Zeit hervorgegangen ist. So gedenken wir heute des Generals von Boyen und feiner schöpferischen Großtat in Ehrfurcht und Dankbarkeit.
Büchertisch.
— Meye.s Lexikon, 8. gänzlich neu bearbeitete Auflage in 12 Bänden. Band VII (Kudowa bis Muskel), in Kunsthalbleder 15 RM. Fertig vor- liegen die Bände 1 bis 7 und 12 (Atlasband). Der- lag Bibliographisches Jnstttut AG., Leipzig. Auch dieser Band zeichnet sich durch eine bunte Fülle aus. „Lettland", „Litauen", „Livland", „Memel" usw. geben wertvolle Beiträge zur osteuropäischen Frage, und die Arttkel „Mantschoukuo" und „Mongolei" führen nach dem heute geopolitisch so wichtigen Fernen Osten, während „Mexiko" und der Arttkel „Lateinamerikanische Kultur" einen umfassenden lieber- blick über die Mannigfaltigkeit der Kultur der ibero- amerikanischen Staaten geben. Fast unübersehbar ist diesmal die Zahl der großen und kleinen Bio- araphien: wir nennen nur „Lamarck", „Liebig", ^Ludcmdorft", „Luther", „Mozart", aber auch der „Müller" und „Meyer" sei gedacht. „Lohn" und „Marxismus" führen auf wirtschaftliches Gebiet, während die Kunst besonders durch die umfassen, den Arttkel „Malerei" und „Musik" und Natur- Missenschast und Technik durch wichtige Arttkel wie „Mensch", „Mendelsche Regeln", „Kunststoffe", „Magnesium", „Meteorologie" und die mit „Land- wirtschaft", „Licht" und „Luft" („Luftfahrt") zusammenhängenden Arttkel vertreten sind. Auch die Bebilderung ist Mieder reich und vielgestaltig.
— Life Gast: Junge Mutter Randi. Mit 48 Zeichnungen von Siegfried Kortemeier. PrÄs Seinen 4,40 RM. Verlag C. Bertelsmann, Gütersloh. — Vier fröhliche Sportsleute mühen sich als Junggesellen ober frischgebackene Ehemänner in kameradschaftlichem Miteinander, wie sich das für alte Schihasen ziemt, noch auf den. ersten Sprossen der Berufsleiter. Ihre Kameradinnen versorgen mit unverwüstlichem Humor ihren beengten Hausstand, wandern mit den Männern, diskutieren und — bemuttern sie. Was uns gleich beim ersten Besuch in der Wohnküche dec jungen Mutter Randi so gefangennimmt: Eochen krabbelt neben dem Waschfaß, und der Herr Rechtsanwalt bringt eigenhändig die kleine Munns zu Bett. Und dann wird's in diesem Buche ein gac lustiges Kinderkunterbunt bis zur letzten Seite. Ein frohes Buch, das Siegfried Kortemeier mit prächtigen Kinderzeichnungen ausgestattet hat.
Hellmers zog feine Handschuhe an ... dieses kleine
Intermezzo lieh mich aufmerken. Welcher Mann die Frau...? ram-horniho nm* Npi-aellenen 5iam)3 „tote yar uni


