Ausgabe 
23.6.1939
 
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Wer Zeit hat, kaufe vormittags

1900

22. Ium. Am Mittwochabend

'-V Grunderg, 22. Ium. Hand in der Turnhalle eine K

bei der

Aus der engeren Heimat.

Staatsrat Hille (Gotha) in Grünberg.

sind nach Möglichkeit mitzubringen.

Der Leiter der L.«<5telle.

Fiedler, Bannfachwart für Fußball.

BDM-Untergau 116 Gießen.

Am 24. und 25. Juni 1939, dem Tag des Deut­schen Volkstums wird eine Haus- und Straßen- fammlung durchgeführt. Jede Einheitsführerin begibt sich zur Durchführung zu der zuständigen Ortsgruppe der NSV., wo die Abzeichen in Empfang genommen werden. Ium Zweck der notwendigen Besprechung werden sich die örtlichen VDA.-Leiter noch an euch wenden. Für den restlosen Verkauf der Abzeichen ist

In seinen weiteren Darlegungen gab der Redner eine Darstellung der möglichen Abarten von Psycho- pathen, die in weitem Spielraum alle umfasse: von den Schwermütigen bis zu den Explosiven, von den Willensschwächen bis zu den ungemessen Leiden- chaftlichen.

Den zweiten Vorttag hielt Dr. Riedel vom Kaiser-Wilhelm-Jnstitut für Genealogie und Demo­graphie über das ThemaDie abnorme Per- önlichkeit in der Volksgemeinschaft". Neben einleitenden Bemerkungen über die Schwie­rigkeiten der Erforschung dieses Problems, charakte­risierte der Redner den Begriff der abnormen Per- önlichkeit und stellte ihn in seiner Vielfältigkeit dem gesunden Menschen gegenüber. Der Psychopath ver- age meistens im Leben, sei unstet, seelisch gehemmt, er sei passive Belastungsexistenz für die Volks­gemeinschaft und mache sich aus seiner Mentalität heraus an der Gesellschaft schuldig. Dem Psycho­pathen, der keineswegs als Kranker anzusehen sei, fehle die Fähigkeit, zu einem inneren Ausgleich zu kommen. Dabei könne ihm ein gewisses inttllektuel- les Niveau oftmals nicht abgesprochen werden. In seinen weiteren Darlegungen beschäftigte sich der Redner mit der Erblichkeit und lies anhand um­fangreicher eigener Untersuchungen wissen, daß die Nachkommen eines Psychopathen mit hoher Wahr­scheinlichkeit gleichfalls belastet seien. Der Redner erörterte dann noch die Möglichkeiten, Psychopathen als Nachkommensttäger auszuschalten, wies aber auf die Schwierigkeiten hin, die darin bestehen, den exakten Beweis der erbbiologischen Minderwertig­keit zu erbringen. Eine rege Aussprache schloß sich an, an der sich u. a. auch der Leiter des Arbeits­amtes Gießen, wie auch ein Militärarzt beteiligten und sich von ihren notwendigen Standpunkten zur Frage des Psychopathen äußerten.

Tagung der Raffenhygienischen Gesellschaft in Gießen.

Sorge zu tragen.

Iugendgruppen-Erntelager des Frauenwerks bei Himbach.

Der Gau Hessen-Nassau hat in Himbach

spruch nehmen.

Die Lehre, die wir daraus ziehen wollen? Nehmt Rücksicht auf alle die Volksgenossen, die am Tage zu schaffen haben und nun abends schnell ihre Besorgungen erledigen müssen!

Hessische Sparkassen nahmen am Aufschwung teil.

Nach dem Jahresbericht des Hessischen Sparkassen» und Giroverbandes haben die öffentlichen Spar­kassen Hessens an der wirtschaftlichen Aufwärts­entwicklung namhaften Anteil genommen. Die Spareinlagen sind von 334,7 auf 365,3 Millionen RM. gestiegen, das ist ein Zuwachs von 30,6 Mil­lionen RM. einschließlich der Zinsgutschriften von 10,7 Millionen RM. Im Vorjahr betrug der Zu­wachs einschließlich Zinsgutschriften nur 21,4 Mil­lionen RM. Die Mehreinzahlungen gegenüber 1937 betrugen 19,9, die Mehrauszahlungen 11,7 Mil­lionen RM. Die Kreditbewilligungen der hessi­schen Sparkassen stellten sich aus 22,72 (17,80) Millionen RM. in 10 255 (9617) Kreditposten. Aus- gezahlt wurden im Berichtsjahr 6550 (5852) Kredite nut 14,945 (11,192) Millionen RM. Bei unoer- änderten Liquid'itätsvorschristen haben jetzt 18 (18) Sparkassen 100 v. H. und mehr des Barliquiditäts­solls, 10 (7) 80 bis 100 v. H., 2 (3) 60 bis 80 v. H., 3 (um).) von 40 bis 60 v. H. und nur noch 2 (4) liegen unter 40 v. H. des Solls. Bei der Gesamt­liquidität erreichten 30 (22) Kassen 100 v. H. und mehr des Solls.

Lindheim (Oberhessen) für seine Jugendgruppen NS.-Frauenschaft und des Deutschen Frauenwerks im HI.-Heim in der schönsten Gegend von Ober­hessen ein Erntelager errichtet. Da sich nun aus dem Kreis Wetterau zunächst drei Mädchen der

Die Gleisanlagen-Erweiterung für-en Bahnhof Gießen.

Umfangreiche Arbeiten an der Hammstraße. - Bau einer Brücke über d,e Wreseck

Auf dem Sportplatz der Spielvereinigung Gießen finden am 12. Juli, ab 18 Uhr, und am 13. und 14. Juli, jeweils ab 16 Uhr, Fußball-Trainings- ftunden statt, die von Gausportlehrer S o t t o n g ab­gehalten werden. Neben den Mitgliedern der um­liegenden Fußballvereine können sich noch Mitglieder der HI. und des DJ. beteiligen. Ich ersuche die Ver­eine und Einheitsführer, nur solche Jg. zu entsenden, die an Fußball wirklich Interesse haben und auch nicht mehr zu den Anfängern zählen. Trainingsbälle

Seit Monaten schon sind an der Hammstraße um­fangreiche Bauarbeiten, insbesondere Erdbewegun- gen im Gange, die das L-andschaftsbild zwischen dem Güterbahnhof und dem Elektrizitätswerk bereits er­heblich verändert haben. Die Schrebergarten, die bisher in der Senke zwischen der Auffahrt zum Güterbahnhof und der Lahn angelegt waren, sind alle verschwunden. Die Wieseck, die sich bisher un­mittelbar neben der Straße dahinzog, hat eine Ver­änderung ihres Laufes erfahren und wurde bis nahe an das Grundstück des E.-Werks verlegt. Der Bach hat ein neues und sauber gemauertes Bett erhalten. Das bisherige Bett der Wieseck wird zu­geschüttet. Bereits vor einiger Zeit haben nun um­fangreiche Aufschüttungsarbeiten begonnen und schon viele tausend Kubikmeter Erdreich und Gestein wur­den angefahren und aufgeworfen, um das steil- abfallende Gelände aufzufüllen. Diese Auffüllung muß bis auf die Höhe der Bahngleise erfolgen, denn der Platz und des Gelände, das damit gewonnen wird, soll für die Zwecke der Reichsbahn, für eine Erweiterung der Gleisanlagen des Gießener Per­sonenbahnhofs dienstbar gemacht werden. Die Hammstraße in ihrem oberen. Teil, von der Wieseck- brücke bis zu den Hallen der Güterabfertigung, wird in ihrer bisherigen Form völlig verschwinden. Die

oder im Stall.

Möchten sich noch mehr Mädchen in dieser volks­wirtschaftlich so wichtigen Sache betätigen. Mel­dungen hierzu nimmt jederzeit die Jugendgruppen- führerin des Kreises Wetterau auf der Geschäfts­stelle der NS.-Frauenschaft. Frankfurter Straße 1, entgegen. S*5-

Fröhlicher Abend der Iugendgruppe

der NS.-Frauenschafi und des Frauenwerks.

Am morgigen Samstag veranstaltet die Jugend­gruppe der NS.-Frauenschaft und des Deutschen Frauenwerkes des Kreises Wetterau im Studenten­haus einen fröhlichen Abend, mit dem eine Leistungs­schau verbunden ist. Diese Sonderschau zeigt selbst­gearbeitete Handarbeiten der Jugendgruppe. Man wird hier schöne Handarbeiten für Heim, Mutter und Kind zu sehen und zu kaufen bekommen. Schöne Decken, Kaffeewärmer, Kissen, Küchengarnituren, Wäschebeutel, Lederarbeiten, wie Gürtel, Taschen, Briefpapiermappen, Wäschebrettchen, Kinderkleidchen, Schürzen für jung und alt, Jäckchen, Höschen, Spiel­anzüge, Lätzchen, kurz alles, was sich die Köpfe der jungen Mädchen und Frauen der Jugendgruppe an Erfreulichem ausdenken und die geschickten Finger anfertigen konnten, für das Heim und feine Be­wohner ist hier zu sehen. Am Samstag für die geladenen Gäste im Studentenheim und am Sonn-

Kirfcheneriit ichon in vollem Gang war, und ge­langten fy^n das Arbeitslager, das sie durch den prachtvollen Blick über das oberhessifche Land und Gebirge, dem Vogelsberg, überraschte. Hier sind die Mädchen sehr gut untergebracht. Morgens um 7 Uhr beginnt die Arbeit bei den Bauern der an­liegenden Dörfer bis zum späten Abend. Dann kehren die Mädchen in das Heim am Berge zurück, um noch in fröhlicher Gemeinschaft beisammen zu sitzen oder einen Heimabend zu veranstalten.

Frl. Rosenschon besah sich dann die Arbeitsplätze der Mädchen und fand sie in sehr sauber aus­sehenden Bauernhäusern und Haushalten bei ver­gnügten und fröhlichen Bauersfrauen eingesetzt. Diese wird ihnen nun den Arbeitsplatz zuweisen, auf dem sie gerade im dringlichsten gebraucht wer­den: im Haushalt, bei den Kindern, auf dem Feld

gesunken.

Vilbels neuer Sprudel fertig.

Lpd. Bad Vilbel, 22. Juni. In wenigen Iah« ren hat Bad Vilbel eine sehr bedeutsame Umstel­lung vollzogen. Mit großem Verständnis und in sicherer Erkenntnis der Möglichkeiten hat die Stadt­verwaltung die Entwicklung dieser südlichsten Stadt der Wetterau zur Badestadt gefördert und vorwärts getrieben. Gestützt auf wissenschaftliche Gutachten für vorhandene Sprudel hat die Stadt Kureinrichtungen geschaffen, die jetzt von Jahr zu Jahr erweitert und ausgebaut werden. Im vergangenen Jahre konnten die Bohrungen nach einem neuen Sprudel im Kur­park erfolgreich abgefchlosfen werden, so daß dem Bad zwei heilsame Kurwasser zur Verfügung stehen. Nach Entwürfen des Stadtbaumeisters Otto Dörr hat dieser neue Sprudel im Kurpark eine künst­lerische Fassung erhalten, die jetzt vollendet ist. Ein kleines Tempelchen mit sechs Säulen umschließt den unter einer Glasglocke springenden Sprudel. Auf Postamenten sind vor jeder Säule Putten aufgestellt worden, die der Offenbacher Bildhauer Unger aus einem dem Sandstein ähnelnden Kunststein ge«

Straße wird dann nach der Ausfüllung des ganzen Geländes in einen Rechtsbogen geführt werden, und dann wieder zu den Güterabfertigungshallen fuh­ren. Für diese Sttaße muß eine neue B r u cf e über die Wieseck geführt werden, für die die A r - beiten bereits ausgeschrieb en sind.

Die Aufschüttungsarbeiten für das Gelände werden mit verstärkten Mitteln fortgesetzt. Zu diesem Zwecke wurde auf die Hammstraße, auf dem bisherigen Bahnkörper, der von der Biebertalbahn zum Güter- bahnhof führte, ein Gleis verlegt, auf dem die mit Erdreich und Steinen gefüllten Eisenbahnwagen dis an die Baustelle fahren können. Gegenwärtig fallen an der Baustelle selbst zwei turmartige Bauwerke auf, die aber nichts anderes als Kanalschächte dar­stellen und mit dem Fortfchreiten der Auffchüttungs- arbeiten für das Auge wieder unsichtbar werden. Immerhin kann man gerade an der Hohe dieser beiden Kanalschächte erkennen, in welchem Umfang noch aufgefchüttet werden muß, bis daran gedacht werden kann, die neuen Gleise zu verlegen. Sobald die Mittel dafür zur Verfügung stehen, werden die Erweiterungsarbeiten für den Bahnhof Gießen bis zur Unterführung der Gabelsbergerftraße durch­geführt werden.

Jugendgruppen zur Hilfeleistung bereit erklärt haben, sah sich die Kreisjugendgruppenführerin Frl. Rosenschon veranlaßt, die jungen Mäd­chen an ihren Wirkungsplatz zu bringen, um sich selbst von ihrer Unterbringung zu überzeugen. Schon die Fahrt scheint sehr lustig gewesen zu fein. In Stockheim waren zwei Stunden Aufenthalt bis zur Weiterfahrt. Hier sollte nun abends ein lustiger Manöverball stattfinden. Durch den Ort bummelnd, mußten die Mädchep feststellen, daß eine sehr über­lastete Geschäftsfrau einfach die Zeit zur Vorberei­tung und zum Kuchenbacken nicht fand. Schnell griffen die Mädchen zur Nachbarschaftshilfe, wie sic das im Deutschen Frauenwerk lernten, und fingen an, Kuchen zu backen. Dazu wurde auch der ein» quartierte Soldat angejtellt, und als nach zwei Stunden der Zug die Mädchen weiterführte, hatten sie unter fröhlichen Reden einer Überbeschäftigten Geschäfts- und Hausfrau gute Hilfe geleistet.

Durch eine wunderschöne Gegend trug sie dann der Zug dem Arbeitslager zu. Sie hatten nach der Bahnfahrt noch über einen Berg zu marschieren, dem herrlich gelegenen Kirschenberg, auf dem die

fand in der Turnhalle eine Kundgebung der NSDAP, statt, bei der Staatsrat Hille (Gotha) sprach. Der Redner, der als geborener Grünberger feine Jugendzeit hier verlebt und stets die Be­ziehungen zu feiner Vaterstadt gepflegt hat, erfreut sich hier allgemeiner Beliebtheit. Die geräumige Turnhalle war daher sehr gut besetzt, und aufmerk­sam lauschten die Zuhörer den Ausführungen des Redners, der etwa IV2 Stunden über die wichtigsten Fragen der Gegenwart sprach. Durch seine volks­tümliche, selbst dem einfachen Manne leicht verständ­liche Redeweise, aber auch durch seinen Humor be­geisterte er seine Zuhörer, und reicher Beifall, der oft feine Rede unterbrach, lohnte feine interessanten Ausführungen. Im Anschluß an die Kundgebung marschierten die Formationen im Fackelzug mit Marschmusik des Musikvereins zur Sonnwendfeier beim Wartturm. Nach Liedern und Feuersprüchen der HI. und des BDM. hielt Staatsrat Hille die Feuerrede. Auch zu dieser Feier in warmer Som­mernacht hatte sich eine große Teilnehmerschar ein-

V A Cs ist gegen Abend. So zwischen sechs und sieben Uhr. Don allen Verkehrsmitteln strömen die Volksgenossen, die jetzt von ihrer Arbeit kommen und nach House wollen, zu den Geschäften, zu den Postanstalten, um noch schnell dieses oder jenes zu erledigen. Ueberall herrscht Hochbetrieb ob beim Friseur, ob im Lebensmittelgeschäft, überall ist reichlich zu tun. Die Zeit, die zwischen Arbeitsschluß und Geschäftsschluß liegt, ist eben knapp. Und in der Mittagspause können nur ganz wenige ihre Einkäufe tätigen. Die anderen müssen all das auf die kurze Zeit am Nachmittag verschieben. Das sollten besonders diejenigen einsehen, die am Tage genügend Zeit dazu haben. Schauen wir einmal gegen Abend in das Geschäft eines Friseurs. Ja, wahrhaftig, da sitzt der Rentner Schulze, ein netter alter Herr, der nach einem arbeitsreichen Leden seinen Lebensabend in Ruhe genießt. Er wartet zusammen mit einem anderen Pensionär, bis die Reihe an ihn kommt. Junge Menschen sitzen eben­falls da, die nach, getaner Tagesarbeit noch schnell den Derschönerungsrat aufsuchen. Dem einen ober anderen dieser Menschen kommt gewiß der Gedanke, soll ich vielleicht die beiden alten Herren vorlassen, damit sie nicht so lange zu warten brauchen? Aber es geht nicht, in einer Stunde muß er spätestens »1 Hause fein.

Es ist aber gar nicht einmal nötig, sich solche Ge» danken zu machen. Denn, wenn man auch das Alter ehren soll, dann nur in richtigem Sinne. Hier wäre diese Rücksicht ganz falsch am Platz. Unser guter Rentner Schulze sollte vielmehr daran denken, m den ruhigeren Stunden, in denen er feine Zeit mit Spaziergängen verbringt, den Friseur aufzusuchen oder seine Besorgungen zu erledigen, statt den be­rufstätigen Volksgenossen ihre Freizeit zu kürzen.

Das gleiche Bild bietet sich einem in den Nach- mittagsstunden so in der Zeit um den ersten eines Monats in den Postanstalten. Auch hier müssen die Berufstätigen stehen und warten, weil die, die auch am Vormittag Zeit für die Erledigung ihrer Angelegenheiten hätten, ebenfalls die wenigen Nachmittagsstunden für ihre Einzahlungen in An-

Tag des deutschen GasteS" in Vorbereitung.

Zum Zweck der Vorbereitung und der Bespre­chung der Maßnahmen, die das Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe unserer Stadt in Verbin­dung mit dem Städtischen Verkehrsamt für den t Tag des deutschen Gastes" treffen will, fand ge­stern nachmittag im Hotel Hopfeld eine Versamm­lung statt, an der neben den Vertretern des Ge- \ werbes in Gießen auch die Führer der Kreisver» < bände der nächsten Nachbarschaft (Bad-Nauheim, i Wetzlar, Marburg, Frankenberg usw.) teilnahmen. ] Kreisfachgruppenführer Herr (Gießen) hieß die Berufskameraden willkommen und gab zunächst die 1 Anordnungen bekannt, die für denTag des deut- < fchen Gastes" herausgegeben wurden und bereits eine Anzahl von Anregungen enthalten. Dabei , wurde herausgestellt, daß es für diesen Tag wichtig sei, daß der einzelne Gastwirt eigene Initiative ent- falte und entsprechend dem Charakter feines Be­triebes mit irgendeiner besonderen Leistung hervor­trete. Selbstverständlich sollen die Gaststätten äußer­lich besonders geschmückt werden und die Jnnen- räume sollen mit zusätzlichem Blumenschmuck heime­liger und freundlicher gestaltet werden. In der Ver­sammlung wurde angeregt, sich dafür einzusetzen, daß für diesen Tag die Vergnügungssteuer erlassen und die Polizeistunde aufgehoben werde. Im übri­gen wurde die Meinung vertreten, daß es über die Leistung der Berufskameraden hinaus Sache der Frcmdenverkehrsverbände, in Gießen insbesondere Sache des Städtischen Verkehrsamtes sei, entspre­chende Maßnahmen zu treffen.

Der Vertreter des Städtischen Verkehrsamtes, S ch u st e r, der an der Sitzung teilnahm, sprach im Auftrage des Oberbürgermeisters unserer Stadt, über die Maßnahmen, die zumTag des deutschen Gastes" durch das Städtische Verkehrsamt getroffen werden sollen. Der Bahnhofvorplatz wird in beson­derer Weise geschmückt werden, die Bahnhofstraße wird im Fahnenschmuck prangen, die einzelnen Gaststätten sollen an diesem Tage durch Flaggen- schmuck im Straßenbild hervortreten. Die Stadt­verwaltung hat vorgesehen, die Gäste, die von aus­wärts nach Gießen kommen, mit einer besonderen Werbegabe, auch mit einer Plakette, zu bedenken. Außerdem soll der Versuch unternommen werden, die Gäste, die am Samstag in Gießen weilen, auch noch für den Sonntag, 30. Juli, zum Bleiben zu veranlassen, mit dem Hinweis auf die für den 30. Juli vorgesehene Landung des LuftschiffesGraf Zeppelin".

Don irgendwelchen anderen Veranstaltungen soll amTag des deutschen Gastes" in unserer Stadt abgesehen werden. Die Werbung soll sich aber nicht lediglich auf den Gast beschränken, der von aus­wärts nach Gießen kommt, vielmehr soll auch dem Stammkunden, dem einheimischen Gast, eine beson­dere Aufmerksamkeit zuteil werden. Gerade hier werde es Sache des einzelnen Gastgebers sein, per­sönliche Initiative zu entfalten.

Die anwesenden Gastwirte nahmen die Anregun­gen und die Mitteilungen des Vertreters des Städti­schen Verkehrsamtes dankbar entgegen. Ein Aus­schuß wird sich mit der Vorbereitung desTages des deutschen Gastes" in Gießen besonders zu be­schäftigen haben.

Hitler-Jugend Dann 116.

Stelle für Leibeserziehung.

Am vergangenen Mittwoch hielt die Ortsgesell- schast Gießen der Deutschen Rassenhygie­nischen Gesellschaft im Hörsaal des Phy- siologischen Instituts ihre Iahrestagung ab, die in der Gemeinschaft mit der hiesigen Medizini­schen Gesellschaft und mit dem N S- D o - zentenbund abgehalten wurde. Zahlreiche Zu­hörer, insbesondere Wissenschaftler, Vertreter der Behörden, der Wehrmacht, ferner auch viele Stu­dentinnen und Studenten nahmen daran teil und verfolgten die Vorträge mit großer Aufmerksamkeit.

Der Vorsitzende der Ortsgesellschaft, Professor Dr. Kranz, hieß die Teilnehmer willkommen und betonte einleitend, das es die Aufgabe der Raffen- hygienischen Gesellschaft sei, raffenhygienisches und erbbiologisches Denken der Volksgemeinschaft nahe- zubringen.

Als erster Redner sprach der Leiter der hiesigen Nervenklinik, Professor Dr. Boening, über das ThemaDie Klinik der Psychopathien", Der Redner gab zunächst eine anschauliche Dar­stellung des Wesens eines psychopathischen Men- schens und stellte dabei heraus, daß es sich bei einem Psychopathen um einen Menschen handele, der sich vom Durchschnittsmenschen in mannigfacher Beziehung, insbesondere in seiner geistigen und sitt­lichen Haltung unterscheiden, der sich seiner Ab­normität mehr oder weniger bewußt fei, unter ihr leide, und der aber auch für feine Umgebung, für die menschliche Gesellschaft, untu für die Volksgemein­schaft im weiteren Sinn * untragbar sein könne. Bei einem Psychopathei/ janble es sich nicht in allen Fällen um einen - .nken, sondern um einen Menschen, dem eine .Jf. ratter ab art zu eigen sei, die sich sowohl in !tte des Leidenden wie auch in der Rolle bes* .ers auswirken könne. Eine Typisierung ber/x jopattjen für den Kliniker fei wohl angestreti.^ sei aber sehr schwierig, den PsychopaHen ^.nem Schema unterzubringen.

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tag, 25. Juni, liegen die Arbeiten noch in der Ge­schäftsstelle der Kreisfrauenschaftsleitung in der ' Frankfurter Straße 1 in der Zeit von 10 bis 12 Uhr und 14 bis 17 Uhr zur Besichtigung und zum Ver­kauf aus.

Der Ernteeinsatz

des hessen-nassauischen BDM.

NSG. Die Mädel des BDM.-Obergaues 13 Heffen- Naffau werden sich in den nächsten Wochen, dem Auf­ruf des Reichsjugendführers folgend, zum Ernte­einsatz b e r e i t ft e 11 e n. Es handelt sich vor allem um den Einsatz jener Gruppen, die während der Hessen-Nassau-Fahrt bereits zum Helsen beim Kartoffelauslesen abgestellt wurden, und die sich da­mals schon, zur Erntehilfe bei ihren Quartierleuten verpflichteten. Außerdem erfolgt ein Landeinfatz- bienft auf ben Großfahrten des BDM. in ber Grenzmark, in Oberfchlesien unb in ber Mark Bran- benburg, ebenso wie sich bie 1000 Teilnehmerinnen bes vom 5. bis 17. Juli bei Eger im ©ubetengau ftattfinbenben Obergauführerinnen-Lagers an ber Einbringung ber Ernte beteiligen. Darüber hinaus ist ber Einsatz bes hessen-nassauischen BDM. auf bie Zeit ber Herbstferien festgelegt, ba bie Mäbel als ungelernte Arbeitskräfte bei ber Kartoffel- unb Rübenernte ihre besten Einsatzmöglichkeiten finben. Die Lanbesbauernschaft wirb in Zusammenarbeit mit bem BDM. ben Lanbeinsatzbienst frühzeitig unb in großzügigem Umfang organisieren.

Tödlicher Unfall bei der Reichsbahn.

Der zum Personal des Gießener Bahnhofes ge­hörende Zugschaffner Wilhelm Volk aus Nie­der - G i r m e s bei Wetzlar, der gestern einen Güterzug von Gießen nach Kassel zu begleiten hatte, erlitt im Kasseler Bahnhof einen schweren Unfall. Er geriet auf bisher noch nicht ge­klärte Weife unter bie Räder eines Zuges, wobei dem bebauernsroerten Mann beide Beine ab- gefahren wurden. Kurz nach feiner Einlieferung . in ein Kasseler Krankenhaus erlag der unglückliche ! Mann den erlittenen Verletzungen. Wilhelm Volk . hinteriäß eine Frau und fünf Kinder.

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