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(Nachdruck verboten.)
23. Fortsetzung.
sprach im Auftrag des die Verdienste des Gaueingesetzt hat, daß das
wirtsgewerke erfolgen. An das Referat schloß sich eine eingehende Aussprache an, bei der eine Reihe wertvoller Vorschläge unterbreitet und angenommen wurden.
Kreisleiter Gör n e r wünscht eine gute, preiswerte Verpflegung aller der Besucher gesichert, die sich während des Rennens rundum auf der Strecke befinden. An Preistafeln werden die Preise veröffentlicht, so daß keinerlei Ueberforderungen Vor
kommen können.
Dr. Dambmann NSKK. hinweisend auf leiters, der sich dafür
ebenfalls einige ihrer schönsten Heimatlieder Gehör.
ollen? Nehm! e am lagt 3 schnell ihn
Rennen „Rund um Schotten" auf Jahre hinaus gesichert bleibt. Das Rennen wird auch äußerlich mehr und mehr seine Aufmachung erhalten. Ein festes Zielrichterhaus ist neu erbaut, die Straßen find immer mehr ausgebaut worden, auch Parallelverbindungsstraßen angelegt, die Rennstrecke wird von Jahr zu Jahr verbessert. Nun gilt es, daß alle am Rennen interessierten Kreise, die Gemeinden mit ihrer Geschäftswelt, besonders die Gaststätten, die Derkehrsvereine sich für das Rennen und seine wirtschaftliche Auswirkung einsetzen. Die Stadt Schotten bringt schon seit Bestehen des Rennens erhebliche Opfer, man kann ihr aber nicht die Last an dieser großen Veranstaltung allein zumuten, die doch allen Gemeinden Oberhessens zugute kommt. Die Landratsämter werden durch Zuschüsse auch das Rennen fördern helfen. Am Renntag wird in Schotten eine Außenstelle des Fremdenoerkehrsverbandes zum Zwecke der Auskunftserteilung eingerichtet. Mit Hilfe von KdF. sollen Sonderzüge nach Schotten geleitet werden. Eine gemeinsame Senderwerbung wird durchgeführt werden. Mit dem Dank an alle Teilnehmer schloß Oberbürgermeister Ritter die sehr anregend verlaufene Sitzung.
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Schotten, 22. Juni. Auf Anregung der Hessischen Landesregierung hatte der Hessische Landesfremdenverkehrs- verband Rhein-Main zu einer Besprechung über Werbemaßnahmen in Verbindung mit dem Rennen „Rund um Schotten" hierher eingeladen. Der Gebietsreferent für Oberhessen, Oberbürgermeister Ritter (Gießen), begrüßte die zahlreich Erschienenen, unter denen sich die Kreisleiter Zürtz (Lauterbach), Görner (Büdingen) und der Stellvertreter des Kreisleiters von Gießen befanden. Außerdem waren erschienen Landrat Dr. Lotz (Gießen), Landrat Dr. Becker (Büdingen), Landrat B o n h a r d (Lauterbach), die Bürgermeister der oberhessischen Städte sowie Vertreter .bes Gastwirtegewerbes.
Oberregierungsrat Dr. Krebs von der Hessischen Landesregierung erstattete ein ausführliches ) Referat über die verschiedenen zu treffenden Werbe- maßnahmen. Das Rennen „Rund um Schotten" -hat nicht nur lokale Bedeutung für die Stadt Schoteten, sondern es ist eine große, für die ganze Pro- ivinz Oberhessen bedeutungsvolle Angelegenheit. Die e wirtschaftliche Auswirkung des Rennens erstreckt sich lauf 50 und mehr Kilometer im Umkreis und mutz «gebührend propagandistisch ausgenutzt werden. Die 160—80 000 Besucher müssen zugleich auch für die ^Schönheit unseres Vogelsberges interessiert und zu 'Besuchen unserer engeren Heimat auch außerhalb Ides Renntages geworben werden. Gute, preiswerte ^Verpflegung der Besucher, freundliche Behandlung, ssaubere Gaststätten, gute Unterkunft, Auskunfts- lertoilung in allen oberhesirfchen Gemeinden, vor collem den Fremdenoerkehrsorten, ist grundlegende Voraussetzung. Die Aufnahme der Fremden gele- ggentlich des Rennens 1939 soll zugleich eine Art -Generalprobe für den am 29. Juli l. I. stattfinden- Len, vom Reichsfremdenverkehrsverband angeord- meten „Tag des deutschen Gastes" sein. -Eine gemeinsame Werbung durch besonderen Pro-
kreis Marburg.
Lpd. M a r b u r g , 21. Juni. Etwa 50 ausländische Studierende aus 8 Nationen statteten dem Kreisort Erksdorf bei Kirchhain einen Besuch ab, um bei dieser Gelegenheit hessische Bauernkultur kennenzulernen. Bei einem Rundgang durch das Dorf fanden insbesondere die f (honen alten Fachwerkhäuser die Bewunderung der Ausländer. Abends verlebten sie zusammen mit der Einwohnerschaft einen autgelunge- nen Dorfabend, freuten sich an den Tänzen der trachtenbunten Dorfjugend, sowie den Choroorträgen des Gesangvereins und brachten als Gegenleistung
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Roman von Konrad Trani
Copyright by Carl Ouncker Verlag, Berlin ^35
schaffen hat. Gleichzeitig mit dem Brunnentempel wurde ein kleiner Weiher vor der Terrasse des Kur- Hauses fertiggestellt.
Landkreis Gietzen.
J) Lich, 22. Juni. Der hiesige Zweigverein des DHC. unternahm auch in diesem Jahr eine größere Fahrt in die weitere Umgebung unserer engeren Heimat, und zwar führte diesmal der Weg in die herrliche Rhön. Bei Zeiten fuhr man in Lich ab, um noch vor Mittag in Gersfeld einzutreffen. Hinter Gersfeld wurde Halt gemacht. Die Teilnehmer, die weniger gut zu Fuß waren, blieben im Omnibus und fuhren hinauf zur Wasserkuppe mit ihren Segelflugzeughallen, die eingehend besichtigt wurden. Die Wanderlustigen dagegen machten ihre Besichtigungen zu Fuß, sie wanderten durch die weithin bekannte Kaskadenschlucht hinauf auf die Flächen des roten Moores, über die Matten des „Schwabenhimmels" hin zum mächtigen Gebirgs- ftock des Heidelsteins. Heber die Milseburg ging es hinunter nach Wüstenfüchsen, wo man sich wieder mit der anderen Gruppe traf, um hier gemeinsam das Mittagsmahl einzunehmen. Heber Gersfeld ging es dann zurück nach Fulda. Nach eingehender Besichtigung aller Sehenswürdigkeiten, vor allem ober des Domes und des Schlosses, fuhr man weiter nach
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Lauterbach, wo nochmals Halt gemacht wurde. Spät abends kamen dann die Teilnehmer wieder wohlbehalten in Lich an.
* Holzheim, 23. Juni. Frau Christine Grieb begeht am heutigen Tage in körperlicher und geiftt- aer Frische ihren 8 0. Geburtstag. Im großen Kriege verlor sie zwei Söhne, die beim Res.-JR. 116 und 222 dienten. Sie ist treues Mitglied der NS.- Kriegsopferoersorguna. Der Reichskriegsopferführer, SA.-Gruppenführer Oberlindober, hat für sie eine Ehrengabe zur Verfügung gestellt. (Unferen Glückwunsch!)
„Ein alter Mann, oder besser gesagt, ein Mann Mit weißen Haaren ist's", murmelte Bildheim. „In fitem Zustand schwer zu identtstzieren. Nase hat ihn Lrschlagen und an Ort und Stelle begraben und Kalk darüber geschmissen."
Aus dem Nebenzimmer kam die Stimme Doktor Werners. „Das verstehe ich nicht, Bildheim! Ich isrinnere mich ganz genau, daß der Wolf Huber, Ver hier liegt, zur Sammlung Otto von Dildens gehört ..."
Bildheim und Hauser warfen sich einen Blick zu. ,Da müssen wir bloß morgen seinen Zahnarzt aus- rindig machen", sagte Bildheim. „Der alle Drlden.. loas wäre eine Idee ..."
„Hnd hier ist ein. Del Sarto." Doktor Werner mar sehr aufgeregt. „Das muß die Zeichnung fein, nrie vor ein paar Wochen in London verauktioniert umd geraubt wurde!"
„Daß die hier liegt, gibt einem zu denken", murmelte Hauser. „Der beraubte Engländer hat einen Wirbel gemacht. Hnd meines Wissens sitzt ein Herr Iottfried von Dilden, der mit der Sache zu tun wat. Wie kommt die Zeichnung zu Nase?"
„Vielleicht war's ein Kompaniegeschäft?" meinte Bildheim.
„Warum hat er ihn umgebracht?" wollte Hauser wissen.
„Wenn es wirklich dieser Otto von Dilden ist, tonn ist es sicher ein Raubmord. Der hat Geld ge- tobt — wie Mist. Seine Bank kann uns bestimmt Auskunft geben."
Doktor Werner faß noch immer leuchtenden Auges über den mit Zeichnungen gefüllten Mappen. Irr hatte keine Anhnung, was im Nebenzimmer io erging. „Daß der Mann, der offenbar ein Kenner war, bloß fein Geld mitgenommen, als er türmte, toas begreife ich nicht", rief er den Kollegen zu. -Soviel Geld kann er gar nicht gehabt haben, wie tiefe Mappen wert sind."
„Eine dicke Mappe ist unhandliches Gepäck", rief Raufer zurück. „Hnd eilig hatte er es obendrein, lln feiner Stelle hätte ich mich auch mit Geld be» mügt."
,Lch nicht!" meinte Werner. „Mir wären die Zeichnungen wichtiger. Die ließe ich" nicht zurück, nid wenn ich aus dem Grab aufftehen müßte!"
„Von diesem Gesichtspunkt aus gesehen, wird es put sein, sämtliche Eingänge dieser Bude bewachen jiu lassen", knurrte Bildheim.
Es dämmerte schon, als die Behörde ihre Arbeit ■für getan hielt. Zwei gelangweilte Geheime be» pgen ihre Posten ...
Es dauerte nicht lange, bis es unzweifelhaft feft- fianb, daß der Tote mit Otto von Dilden identisch tuar. Sein Zahnarzt hatte erfreulich präzise Aussigen gemacht. Leider konnten sich die Gerichtsärzte
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nicht ebenso besttrnrnt über den Zettpunkt seines Todes äußern. Mindestens ein halbes Jahr, sagte der eine. Nicht unter zwei Jahren! behauptete der zweite.
Dabei störte, daß Otto von Dilden bestimmt vor einem Jahr sehr eifrig und lebendig an einigen Auktionen 'teilgenommen und vor etwa vierzehn Tagen seinem Neffen Gottfried unangenehme Briefe geschrieben hatte.
Hnd von seinem Konto war seit den letzten nachweisbaren großen Erwerbungen kein nennenswerter Betrag abgehoben worden — feit einem halben Jahr fein Pfennig. Raubmord?
„Die Zeichnungen", meine energisch der Kunstsachverständige. „Für soviel Schönheit kann ein unae- hemmter Sammler etliche Morde auf sein Gewissen nehmen, ohne deswegen schlecht zu schlafen."
„Schön — das heißt gar nicht schön, aber zugegeben!" warf Hauser ein. „Wo hat er aber dann die Stöße Geld herbekommen, die das sehr hübsche Fräulein Irmgard Turach in dem Schrank gesehen hat?
Nach einigem Bohren und Fragen stellte sich bei einem Bankbeamten eine Erinnerung ein. Vor etwa sechs Wochen war ihnen ein Scheck, ausgestellt auf den Heberbringer, über den Betrag von zwanzig- taufendvierhundert Mark präsentiert worden. Die Hnterschrift hatte ihnen nicht gefallen. Sie war verwischt und nicht von der vorgeschriebenen Klarheit gewesen. Die Auszahlung war deshalb verweigert worden, und seitdem wurde kein neuer Scheck eingereicht.
„Wie hat der Heberbringer ausgesehen?" fragte Bildheim.
Der Bankbeamte zögerte. „Ich erinnere mich nicht — es war ein Mann wie tausend andere."
Hauser betrachtete sinnend einen unbeschriebenen Briefbogen — verglich ihn mit Brieffetzen, die ordentlich auf einem Bogen Konzleipapier aufgeklebt waren.
Beide trugen das Wappen derer von Dilden ...
„Diesen Bogen hat die kleine Turach von einem Stoß Papier genommen, der im Schrank bei Nase lag. Auf diesen Bogen hat jemand, der sich ,Otto' .unterschrieb, dem jungen Dilden Hnliebenswürdig- F eiten gesagt ... Der junge Dilden leugnet übrigens heftig, diesen Brief jemals gesehen zu haben. Bekennt sich zu den ihm gesagten Grobheiten, bestreitet aber, den Onkel um Geld angegangen zu haben. Er habe es ihm freiwillig geschickt und auch deutlich angekündigt."
Hauser schwieg eine Weile. Dann fuhr er fort. „Es ist eine einfache Sache, auf der Schreibmaschine einen Brief zu schreiben und einen Namen darunter zu kritzeln. Der Neste wird keine komplizierten Hntersuchungen anstellen. Das Papier stimmt, ,Onkel Otto' steht darunter ... Das genügt. Eine Scheckfälschung ist viel schwieriger. Bankleute sind krittscher und haben die Originalunterschrift vor- liegen. — Einmal scheint Nase den schüchternen Versuch gemacht zu haben, vom Konto des Toten Geld abzuheben. Da es nicht gelang, hat er offenbar darauf verzichtet. Ich lege meine Hand dafür ins Feuer, daß der alte Dilden den Brief an den jungen Dilden nicht geschrieben hat, und daß er zur Zeit der Präsentierung des Schecks schon mausetot mar."
fpett und die Zeitung soll durch die besonders Rennen interessierten Gemeinden und deren Gast-
„Nunv um Schotten" eine erbung für den Vogelsberg Umfangreiche Maßnahmen in Vorbereitung.
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4:0 = Sieg unserer Fußballer.
Norwegen in Oslo sicher geschlagen.
3m 11. Fußball-Länderkampf mit unserem „Olym- pia-Gegner" Norwegen erslrilt die deutsche Elf am Donnerstagabend im Osloer Stabion ihren sechsten Sieg. Er fiel mit 4:0 (1:0) viel höher aus, als man erwarten konnte. Seit dem 3ahre 1928 war es der deutschen Mannschaft nicht mehr gelungen, in der norwegischen Hauptstadt zu einem Siege zu kommen. Die Bilanz mit Norwegen, das bekanntlich jetzt auf dem Höhepunkt seiner Spielzeit steht, zeigt folgendes, für uns erfreuliches Bild: 6 Siege, vier Unlentschieden, eine Niederlage!
Westdeutscher Vundflug des NG.-Fliegerkorps.
Außerordentlich starke Beteiligung.
Am Westdeutschen Rundflug, der vom 21. bis 26. Juni stattfindet, beteiligen sich 76 Flugzeuge. Im Wettkampf liegen 69 Flugzeuge, während 7 Flugzeuge als Begleitflugzeuge am Westdeutschen Rund- flug teilnehmen. 40 Flugzeugbesatzungen stellt das NS.-Fliegerkorps, 23 Flugzeugbesatzungen die Luftwaffe. Die restlichen 6 Flugzeuge sind privateigene Sportflieger.
Der Westdeutsche Rundflug führt von Konstanz über Friedrichshafen, Karlsruhe, Worms, Traben- Trarbach-Koblenz, über Wasserkuppe, Gotha, Kassel, Steinhuber Meer, Bremen, Münster, Geseke nach Köln, wo die Siegerverkündigung vom Korpsführer des NS.-Fliegerkorps, General der Flieger Christiansen, vorgenommen wird.
»Borussia" Fulda wieder Gauliga?
Ebenso wie in Bayern steigen auch in Hessen die letzten Aufstiegsspiele, die in der Gruppe Nord noch die Entscheidung herausbringen müssen. Erster Anwärter ist nach wie vor Borussia Fulda. Den Borussen genügt schon ein Hnentschieden gegen den FV. Breidenbach zur endgültigen Sicherung des Aufstiegs. Das zweite Treffen dieser Gruppe zwischen dem Rb.-FSV. Bebra und Iura Kassel könnte nur dann noch mitbestimmend sein, wenn den Kasselern ein ganz eindeutiger Sieg gelänge. Damit darf aber nach Lage der Dinge nicht gerechnet werden. In der Gruppe Süd stellt sich der TSV. 1860 Hanau bet Phönix Bad Vilbel bereits als neuer Gauligaverein vor. Kurhessen Kassel und SpV. Kassel hoffen, daß sie ihr Tschammer-Pokal-Spiel nun am Sonntag endlich erledigen können.
Bielefeld - Hannover.
41 Fahrer auf der drittletzten Etappe.
Nach einem Ruhetag in dem Erholungsheim einer bekannten Bielefelder Fahrradfabrik traten am Donnerstag noch 41 Fahrer zur drittletzten Etappe der Deutschland-Rundfahrt von Bielefeld nach Hannover über 279,2 Kilometer an. Der Belgier Gryj- solle erkämpfte sich auf der Radrennbahn in der Leinestadt bereits seinen dritten Etappensiea und gewann in 8:47:03 Stunden vor Wengler (Bielefeld) und Hmbenhauer (Nürnberg), der auch auf dieser Tagesstrecke die Führung in der Gesamtwertung behauptete. Im übrigen hat es aber einige Veränderungen in der Spitzengruppe gegeben. Scheller (Schweinfurt) mußte seinen zweiten Platz an den Schweizer Zimmermann abtreten, und der Franzose Oubron fiel durch einen Reifenschaden von der vierten auf die sechste Stelle zurück.
„Großer Siraßenpreis von Gießen."
Am
Li klassig zu bezeichnen. Auch im Radsport macht sich die Inanspruchnahme der Sportler insbesondere
-j durch die Wehrmacht und den Arbeitsdienst stark
Wenn auch der „Große Straßenpreis von Gießen" in diesem Jahre nicht ganz die Besetzung erfährt, wie in den letzten Jahren, so ist doch die Qualität insbesondere der A= und 6-Klasse als erst
kommenden Sonntag veranstaltet die Gießener Radfahrer-Vereinigung als zweite diesjährige größere Radsportveranstaltung das Straßenrennen
schäft wird um 8.30 Hhr gestartet, der „Erste Schritt" dagegen erst um 9.30 Hhr. Letzteres Rennen ist für Jugendliche, die noch an feinem Rennen teilgenommen haben und beweisen können, ob sie einmal im Radsport berufen sind. Durch die Vielseitigkeit der Rennen sowie durch die verschiedenen Startzeiten werden also die Fahrer mit nur geringen Abständen die einzelnen Ort, die von dem Rennen berührt werden, durchfahren und ab 10 Hhr sich vor der Äolkshalle in Gießen spannende Endkämpfe abspielen.
Wo werden die Entscheidungen fallen?
Bei Straßenrennen ist fast durchweg die Entscheidung in den Bergen gefallen. Für Rennfahrer können aber die auf dieser Strecke befindlichen Berge nicht als übermäßig schwer gelten. Trotzalledem fouten die Entscheidungen der einzelnen Rennen jeweils an der Hochwart, den Serpentinen vor Grünberg ober am Berg bei Oppenrod fallen.
Die Besetzung der Nennen.
„Großer Straßenpreis von Gießen". Dieses all- jährlich stattfindende Straßenrennen ist das eingige reichsoffene des Gaues XII. Hessen.
Die Rennstrecke.
Das Rennen läuft nicht wie in den letzten Jahren auf der Runde durch die Rabenau, sondern von Gießen über Steinbach—Lich—Münster—Laubacher Kreuz — Grünberg — Lindenstruth — Reiskirchen — Gießen. Diese Strecke wurde von dem Veranstalter der anderen Rundstrecke vorgezogen, da diese in wett besserem Zustande ist.
Wann sehen wir die Fahrer?
Insgesamt werden am Sonntagvormittag vier Rennen gestartet. Zunächst die A-- und L-Klasse, dann die OKlasse, ferner für die Jugeud ein 50- Kilometer-Rennen um die Bannmeisterschast des Bannes 116 und „Der erste Schritt". Die A-- und L-Kl aste muß die Strecke viermal (200 Kilometer) durchfahren, während die C-Klaste nur 2 Runden
wohnung aufzusperren und dort ein 'gar Brief- schnitzel zu placieren. Aber warum har,/afe es getan? Was hat er gegen den jungen Anden?"
Die Herren blätterten in dicken Aktenstößen. Sie studierten die Aussagen Gottfrieds, die von der Neukirchener Polizei zu Protokoll genommen worden waren.
„Weil Gottfried von Dilden den lebendigen Onkel brauchte, um bas. Servitut auf der Besitzung, bie seine Mutter verkaufen wollte, löschen zu lassen. Weil er daher Nase lästig war!" sagte Hauser bestimmt.
„Vielleicht wollte er auch fürs erste einen Korn- plizen aus bem Weg räumen. Schließlich stand Gottfried tatsächlich in Beziehungen zu ihm, als der Del Sarto in London geraubt wurde. Mr. Rutby meint, daß die Größe seines Nachbarn bei der Auktion — und der allgemeine Habitus des Räubers übereinftimmen, sowei er sich erinnert."
„Das werden wir bald wissen", nickte Hauser. „Rutby und der junge Dilden werben konfrontiert."
Der Fall löste sich langsam, und die Kriminalisten konnten mit sich zufrieden fein. Wenn sie nun nur noch Heinrich Nase herb ei sch afften! Das wäre eine Leichtigkeit gewesen, wenn es sich wirklich um einen Zwerg gehandelt hätte. Aber mit einer völlig ungenügenden Personenbeschreibung — auch Irmgard Turach bekannte, baß sie nicht mehr sagen konnte als „eben durchschnittlich" — war das eine schwere Sache. Da lebte ein Mann, hatte reichliich Gelb, war unauffällig in jeber Hinsicht, wenn er sich von bem grauen Schnurrbart, ob er echt ober falsch war, trennte. Hnd den sollten sie finden? Solange er nicht über die Grenze ging, konnten sie lange suchen.
Die Fahndungen wurden weiter betrieben, sie wurden immer eifriger und ingrimmiger geführt, nachdem der Totschläger untersucht worden war. Ein paar strohblonde Männerhaare hatten sich darauf gefunden. Hnd ein blutverklebtes dunkelbraunes. Wer mar in der letzten Zeit einem Heberfall, der mit solch einem Gegenstand durchgeführt wurde, erlegen?
Wie Jagdhunde, die auf der Spur sind, tasteten sich die besten Beamten durch Berge von Akten ...
„Wenn's nicht einen haargenau gleich zweiten Totschläger in Berlin gibt", meldete eines Morgens, ein braunäugiger vergnügter Kriminalbeamter seinem Vorgesetzten, „dann ist der Champagnerfritz, der Geldschrankknacker, der auf diese Weise ein vorzeitiges Ende fand, damit erschlagen worden!" Er legte eine Reihe von Photographien vor.
Bildheim prüfte und nickte. Dann dachte er lange nach. „Hat nicht Dr. Wafer nach bem fahnden Taffen? Er hat doch behauptet, daß nur der Champagnerfritz den Bankraub in ... da unten irgendwo ... in Neukirchen auf bem Gewissen haben kann. — Wafer war recht giftig, als er erfuhr, daß er ihm von dritter Seite so roh entrissen würbe."
Wcrser würbe zugezogen. Betrachtete die Resultate und sagte mit unerschütterlicher Sicherheit, baß die blonden Haare,, die sich an bem bleigefüllten
Gummischlauch fanden, vom Kopf des Bankdieners Schmied aus Neukirchen stammten. „So blonde Borsten gibt's nicht oft — und an so einen Zufall glaube ich nicht!" sagte er. Er hatte recht, wie unschwer festgestellt wurde.
Sie suchten voller Gier und Erbitterung den durchschnittlich aussehenden Mann. Hnd aus bem objektiven Jagd eifer wurde ehrlicher, handfester Haß, — als ...
Als eines Morgens der eine Geheime, der die Wohnung Nases zu bewachen hatte, von dem ab- lösenden Kameraden bewußtlos mit einem Schädelbruch auf gesund en wurde. Er war mit einem Hammer niedergeschlagen worden. Daß er noch lebte, hatte er seinem harten Schädel und dem steifen Hut zu verdanken, der die Wucht des Schlages abgeschwächt hatte.
Er hatte den Angreifer nicht bemerkt und nicht gesehen. In einem Abfallkorb nahe dem Tatort fand sich ein funkelnagelneuer Hammer. Es gelang der Polizei, das Geschäft zu ermitteln, wo er gekauft worden war. Wer war der Käufer?
Zögernd, unsicher kam die Antwort: „Ich erinnere mich nicht, — ein Herr zwischen dreißig — und fünfzig. Wie viele aussehen."
„Ein durchschnittlich aussehender Herr!" sagte Hauser zornig. Worauf die Verkäuferin erfreut nickte.
Die Mappe war aus dem Geheimschrank verschwunden. Daß sie nicht die Zeichnungen, sondern alte Zeitungen enthalten hatte, war ein schwacher Trost. Ein Anhaltspunkt blieb. „ Er ist in Berlin!" faate Bildheim. „Unb wir müssen ihn fangen. Das laste ich nicht auf mir sitzen!"
„Das viele Geld, das Irmgard Turach bei ihm gesehen hat, stammt sicher aus dem Einbruch bei der Unionbant, die er gemeinsam mit dem verewigten Champagnerfritz durchgeführi hat", meinte Hauser. „Unb gestern war er noch in Berlin. Hoffentlich bleibt er hier unb läßt uns ein bißchen Zeit."
„Wenn er kein Narr ist, bleibt er in der Groß, stabt", hoffte Bildheim.
„Hebersee ist auch eine nette Gegend. Neuyork ist noch größer als Berlin." —
Trotz aller Bemühungen blieb Nase vorläufig verschwunden.
17.
Als Herr Voigt die Ankunft Mr. Rutbys feiner Frau ankündigte, wurde die freundliche Dame deut- lich unruhig. „Wir haben in der letzten Zeit mit unseren Freunden unb Gasten kein Glück gehabt", meinte sie. „Ich hoffe sehr, daß dieser Logierbesuch ohne polizeiliche Intervention verlaufen wird."
Der Gatte traute sich nicht, ihr mitzuteilen, daß Rutby auf Grund einer polizeilichen Intervention nach Neukirchen gekommen war. Er sollte mit Gottfried von Dilden konftontiert werden, und da er sehr gerne die Sammlung Voigts besichttgen wollte, hatte er nichts dagegen gehabt, die Reife in die Provinz zu unternehmen.
„Sie wissen besttrnrnt, daß Gottfried ihr Nachbar war bei der verhängnisvollen Auktion?" fragte Frau Voigt den Gast.
(Fortsetzung folgt.)
(100 Kilometer) bestreiten muß. Der Start der L-Klasse erfolgt um 7 Hhr an der Volkshalle mit 5 Minuten Vorgabe vor die A-Klafse. Die C-Klc^ wird Gießen erst um 9 Hhr verlassen. © i ote :
Das Rennen der Jugend um die Bannn^A. r- j durch
...... ........ - - Kn"----
„Wie kommt der Brief — nehmen der
Se Brief — in den Papierko ^ ^iqd- jungen " fragte Bildheim. Nach V /5enlangem
Zögern fuhr er fort: „Natürlich we e’id), daß es keine Kunst ist, eine unbewohnte "liner Miet-


