Aus aller Welt
des Militärbündnisses für Europa
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Ehrenmal für den Sanitätsdienst im Weltkrieg.
Abschiedsparade der deutschen Freiwilligen vor Franco
können Sie 3 besonders feine (gebädte- Opfelkuchen sehr ^.Streuselkuchen und Königskudien
vor. Aus
daß sie von vernünftigen Menschen m gelassen. — Während die Ehrenkompanie pra-
Grenzen verstanden werden könne, du ^^rte und das Musikkorps das Lied vom guten
News Chromcle ist der Ansicht, daß der ^amerQben spielte, fiel die Hülle des Denkmals. _
Oie Genfer Derhandlungen.
Kein Fortschritt mit Maisky.
Paris, 23. Mai. (Europapreß.) Die nach Genf entsandten Berichterstatter der Pariser Zeitungen melden, daß es um den Russenpakt schlechter stehe, als es noch am Ende der vergangenen Woche geschienen habe. Botschafter M a i s k y habe seine Forderung auf Abschluß eines englisch-französischsowjetrussischen Militärbündnisses bisher nicht aufgegeben. Bonnets Bemühungen, den englischen und den sowjetrussischen Gesichtspunkt einander anzunähern, hätten bisher noch zu keinem Erfolg geführt. .^Journal" schreibt, Außenminister Bonnet habe aus den von ihm geführten Verhandlungen den Eindruck einer großen Verwirrung erhalten. Das Stocken der Genfer Verhandlungen veranlaßt die französischen Berichterstatter zum Teil zu herben Kritiken an der Organisation der Genfer Liga. Selbst das „Journal" spricht von dem „Eingeständnis des Zusammenbruchs des Genfer Systems". Der „Motin" mahnt erneut zur Vorsicht gegenüber den Sowjets.
Im Reichsehrenmal Tannenberg wurde das Ehrenmal für den Sanitätsdienst im Weltkrieg eingeweiht. Im Hof des Ehrenmals waren For- mationen des Deutschen Roten Kreuzes und Ehrenabordnungen der Partei und ihrer Gliederungen angetreten. Kurz nachdem eine Ehrenkompanie der Wehrmacht in den Ehrenhof einmarschiert war, traf der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, NSKK.« Obergruppenführer General der Infanterie Herzog von Coburg, im Ehrenmal ein, um m der Gruft des Generalfeldmarschalls von Hmden- burg einen Kranz niederzulegen. Der Geschafts- führende Präsident by> Deutschen Roten Kreuzes, ^-Brigadeführer Dr. Grawitz, sagte, die Enthüllung des Ehrenmals sei der Ausdruck des Dankes der ganzen Nation gegenüber denjenigen Mannern und Frauen, die im Sanitätsdienst des Weltkrieges eine entscheidende Tat für das deutsche Volk vollbracht haben. Heber 27 Millionen verwundete, kampfstoffvergiftete und ertrantte deutsche Soldaten seien im Weltkrieg behandelt worden und von diesen 27 Millionen wurden 98 4 v. H. dem Leben und der Arbeit und 95 8 v. f). btm Wehrdienst erhalten. 3783 deutsche Aerz e, 18183 Sanitäts-Unteroffiziere und ^Mannschaften 620 Krankenträger und -Pfleger, 243 Schwestern und Hilfsschwestern haben in diesem Dienst l hr Leb en
Leon, 22. Mai. (DNB.) Dor ihrer Rückkehr nach Deutschland traten die aus ganz Spanien i n Leon zusammengekommenen deutschen Freiwilligen zu einer letzten Parade vor G e ne r al franco an. Die Stadt hatte sich festlich geschmückt und viele Spanier waren gekommen, um in Dankbarkeit von den scheidenden Waffengefährten in Stunden größter Not Abschied zu nehmen. Als die Freiwilligen zu ihrer Abschiedsparade antraten, sah man auf den Ehrentribünen den Befehlshaber der italienischen Freiwilligen, General G a m b a r a, den spanischen Generalstabschef, Francisco Martin Moreno, die Generale Sali-
q u e t und Orgaz sowie auch den deutschen Botschafter von Stohrer, den italienischen Botschafter Graf Campalto und die Weyrmachts- attaches. Nachdem der Befehlshaber der deutschen Freiwilligen, Generalmajor v. Richthofen, die Front der Truppen im Auto abgefahren hatte, nahm er im Namen des Generalissimus Franco die Ordensauszeichnung an verdiente deutsche
major von Richthofen dem Generalissimus für seine ehrenvollen Worte. Die Legion habe lediglich ihre Pflicht getan gegenüber Franco, Spanien, dem Führer und dem deutschen Vaterland, gegenüber der großen Idee, die alle in der Stunde der großen Gefahr erfüllte. Die Deutschen nähmen die lebhafte Bewunderung für Spaniens Soldaten mit in ihre Heimat. Nur deren Geist vorbildlicher Dienst- und Opferbereitschaft habe den Sieg ermöglicht. Dann überreichte Generalmajor von Richthosen dem Befehlshaber der spanischen Luftwaffe, General K i n d e l a n , eine Urkunde über die Spende an die Angehörigen der gefallenen spanischen Kameraden der Luftwaffe im Werte von einer Million Peseten, die als Zeichen der Verbundenheit beider ßuftmaffen innerhalb des deutschen Freiwilligenverbandes gesammelt worden waren. Zum Schluß traten die deutschen Truppen zum Parademarsch vor dem Generalissimus an, an dessen Seite sich Generalmajor von Richt- Hofen und General Kindelan befanden. Der vorbildlich ausgeführte Parademarsch der Deutschen weckte immer neue Beifallsstürme der Bevölkerung.
Nach der Abschiedsparade fand ein Festessen statt, an dem außer dem Caudillo die Botschafter von Deutschland und Italien, die Führung der deutschen Freiwilligen sowie mehrere spanische Generale teil- nahmen. Botschafter v. Stohrer versicherte, daß die Spanien jetzt verlassenden Offiziere und Mannschaften der deutschen Legion als unvergeßliche Erinnerung das tiefwurzelnde Gefühl in ihre Heimat piitnehmen, mit ihren spanischen Kameraden in engster Freundschaft verbunden und dem Gene- ralissrmus in Bewunderung und persönlicher Anhänglichkeit für immer zu getan zu sein. Gleichzeitig konnte der Botschafter dem Caudillo die soben eingetroffene Nachricht übermitteln, daß die zum Abtransport der Freiwilligen in Vigo eingelaufenen Schisse unter anderem 700 Donnen Weizenmehl, Medikamente sowie Ausrüstungsgegenstände für eine vollständige Kinderabteilung der Poliklinik und für eine geburtshilfliche Abteilung mitbringen. Die Spende wird vom Leiter der Deutschen Arbeitsfront, Dr. Ley, dem Generalissimus zur Linderung der Not in den von den roten Horden verwüsteten Gebieten zur Verfügung gestellt. Der Caudillo dankte hocherfreut für diese neue große Spende. Bereits am Montagabend begann der Abtransport der deutschen Freiwilligen mit der Eisenbahn nach Vigo. Dort erfolgt die Einschiffung in die fünf.Schiffe, von denen das letzte am Donnerstag den Hafen verläßt.
Lln schwarzer Tag für die amerikanische Luftfahrt.
Am Montag haben sich in den Vereinigten Staaten nicht weniger als acht Fluazeugun fälle ereignet. 16 Personen wurden dabei getötet und sechs verletzt. In sieben Fällen handelt es sich um Privatflugzeuge. Ferner flog ein Bombenflugzeug, das sich im Nebel verirrt hatte, mit voller Geschwindigkeit gegen das Verwaltungsgebäude des 1300 Meter hoch gelegenen Mount Hamilton-Ob- servatoriums in San Iosö (Kalifornien). Die Maschine zertrümmerte eine ganze Hauswand und verwüstete mehrere Büros, wobei zahlreiche wertvolle astronomische Aufzeichnungen und Photos vernichtet wurden. Die dreiköpfige Besatzung des Flugzeuges wurde getötet.
Betrunkener Kraftfahrer vernichtet drei Menschenleben.
Ein furchtbares Verkehrsunglück, das auf übermäßigen Alkoholgenuß eines Kraftfahrers zurückzuführen ist, ereignete sich auf der Landstraße Reichs grenze—Enschede unmittelbar hinter Oldenzaal. Der anaetruntene Fahrer, der ein rücksichtsloses Tempo fuhr, ü b e r f u h r zunächst eine junge Radfahrerin, die auf her Stelle t o t war. Dann erfaßte er ein Ehepaar, das einen Kinderwagen mit sich führte. Während die Frau glimpflich davonkam, wurde der Mann getötet, ebenso das Kind, das durch die Wucht des Zusammenpralls aus dem Wagen geschleudert wurde. Schließlich gelang es der Polizei, den Fahrer zu stellen und abzufuhren.
Ordensauszeichnung an verdie freiwillige Offiziere und Mannschaften seinen Händen erhielten die Ausgezeichneten jeweils die spanischen Orden: Medalla Militär, Cruz de Guerra und Cruz de Merite Militär Bianca, wovon die ersten beiden dem Eisernen Kreuz 1. und
zur Besorgnis gebe und meint, daß das schwache (!) Italien schon fyemmenb auf das Reich wirken werde. Daily Expreß glaubt, die Deutschen vor der angeblichen Unzuverlässigkeit des faschistischen Italiens warnen zu müssen.
Das Echo des deutsch-italienischen Militärbündnisses ist auch in der Pariser Presse stark. Die Blätter geben eine ausführliche Entwicklungsgeschichte der italienischen Außenpolitik nach dem Kriege wieder und scheuen dabei nicht vor Selbst- vorwürfen zurück. So schreibt der „Sour", Frankreich habe durch die von ihm während des Abessinienkrieges und auch noch später verfolgte Politik 3ur Entstehung der Achse beigetragen. „Epoque" schreibt zwar, wenn der Führer und der Duce sich eingebildet hätten, daß sie die Westmächte beeindruckt haben, so hätten sie sich mächtig geirrt. Zugleich aber erklärt das Blatt, der deutsch-italienische Vertrag bilde eine schwere Gefahr. Beide Länder seien heute enger verbündet als 1914. Der Vor- kriegsdreibund habe Schwächekeime in sich getragen, die in dem neuen deutsch-italienischen Pakt nicht enthalten seien. Die beiden Länder hätten sich zu- fanrrnengetan, um die Weltherrschaft zu erobern.
London, 23. Mai. (Europapreß.) Die Londoner Blätter widmen der Unterzeichnung des deutsch- italienischen Bündnisvertrages einen breiten Raum. Besondere Beachtung finden mb en Berliner Berichten die Stellen der Ansprachen, in denen der Friedenswille der beiden verttagsschließenden Machte betont wird. Die Londoner ßeitarhtler können sich in ihrer sichtlich verärgerten Stimmung allerdings n^cht zu den sachlichen Feststellungen ihrer BerlE Berichterstatter emporschwmgen. Es roiro an den Erklärungen und Friedensbeteuerungen der beiden Außenminister herumgedeutelt und versucht, sie m Sr?Wen, um den baldigen Abschluß der Önbiungen nrit der Sowjetunion im Sinne einer neuen^Triple-Allianz zu fordern. Die
möglichster ^toaltung^ d-ch iic von vernünftigen Mechchen
holelbrände in englischen Kurorten.
Sechs bekannte englische Kurorte wurden von geheimnisvollen Hotelbränden heimgesucht. Man nimmt an, daß die Brände auf eine zentral geleitete Brandstiftungsaktion zurückzuführen sind. Die britische Presse sucht die Verantwortlichen.wieder in irischen Extremistenkreisen. Es handelt sich um Hotels in Eastbourne, Moorgate, Southport, Blackpool, Morecambe und Harrowgate. In drei der Hotels war der Brandherd in Schlafzimmern, die angeblich von jungen Männern unter falscher Adresse gemietet worden waren. Zur Untersuchung und Aufklärung wurde Scotland Pard herangezogen.
Unfall in einem Sportflughafen.
Auf dem Sportflughafen Rangsdorf bei Berlin ereignete sich ein Unfall. Ein Flugschüler, der von einem Uebungsflug gelandet war, sollte dieses Flugzeug einem anderen Flugschüler übergeben. Nach dem Verlassen des Flugzeuges sprang aus bisher ungeklärter Ursache der Motor dieser Maschine auf Vollgas, und das Flugzeug setzte sich ohne Pilot in Bewegung. Die Maschine raste unbemannt gegen die Einfliegehalle der angrenzenden Bücker- Flugzeugwerke, durchflog das Hallentor der Einsliegehalle und explodierte in der Flugzeughalle. Im gleichen Augenblick stand die Halle mit den darin befindlichen Flugzeugen in Flammen. Die Feuerwehr konnte verhindern, daß die Flammen auf weitere Hallen Übergriffen, so daß die Produkttonswerkstätten in keiner Weise in Mitleidenschaft gezogen wurden. Personen sind nicht zu Schaden gekommen. _______
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feierlichsten Weise 3 u ft t m m t. Im Senat erklärte der Präsident, daß mit dem Bündnisvertrag das faschistische Italien und das nationalsozialistische Deutschland zu einem stählernen und unzerreißbaren Block für den Frieden und für den Krieg zu- samrnengeschweißt worden sind. Nach der Kammersitzung zogen die Nattonalräte mit einer zahlreichen Volksmenge nach der Piazza Venezia, um Mussolini eine Sympathiekundgebung darzubringen. Auf die Hochrufe der Menge hin erschien schließlich der Duce auf dem Balkon des Palazzo Venezia.
Dem Abschluß widmen die italienischen Blätter lange Bettachtungen, die ganze Seiten fiHIen. In seinem Leitartikel „Aufbauende Pakte" schreibt Gayda, der Mechanismus des Bündnisvertrages fei von höchster Einfachheit, von unzweideutiger Klarheit und schneller Wirksamkeit. Die beiden Achsenmächte verpflichteten sich rückhaltslos zu gegenseitiger totaler Solidarität, die sich im Frieden durch eine volle politische und diplo- mattsche Unterstützuyg, im Kriege, und zwar ohne vorherige Untersuchung über die Kriegsgründe, in einer sofortigen gegenseitigen Hilfeleistung mit allen Land-, See- und Luftstreitkräften äußere. Für eine so vollständige Bündnisformel gebe es keinen Präzedenzfall. — Gleichzeitig betonten die beiden Achsenmächte ihren Willen, gemeinsam ihre Beziehungen zu den befreundeten Völkern zu erhalten und zu pflegen. Damit hätten sie die Tür zum Anschluß anderer Mächte an das deutsch-italienische Bündnis o f f e n g e I a f» s e n. Die automatische Wirkung des Bündnisses sei das Ergebnis des absoluten gegenseitigen Vertrauens zwischen den beiden Regierungen und den beiden Volkern. In Rom ebenso wie in Berlin wisse man, daß weder Deutschland noch Italien die Absicht habe, sich in- wahnwitzige unüberlegte Abenteuer zu stürzen, und daß die „äußersten F ä 11 e ", die die gegenseitige Hilfe und das gemeinsame Risiko erforderlich machen würden, sich nur aus „äußersten Fragen" ergeben könnten, bei denen ihre berechtigten und vitalsten Interessen auf dem Spiele stünden.
Gayda geht bann auf die militärischen, materiellen und geistigen Machtmittel der beiden Vertrags- Partner ein, die einheitlich ausgerichtet und eingesetzt würden. Im Falle eines Krieges würden die deutschen und italienischen Massen nicht gegen einzelne Ziele verzettelt, sondern nach einem einheitlichen Plan je nach der Lage und den zu erzielenden Ergebnissen in Bewegung gesetzt werden. Zum Schluß weist Gayda auf den aufbauenden Charakter des Bündnisses hin. Aufbauend sei es sowohl für die nationalen Interessen Deutschlands und Italiens, als auch für die allgemeine europäische Ordnung und die Kultur der Welt. Es sei ausgeschlossen, daß die deutsch-italienische Solidarität an irgendwelchen Interessengegensätzen Schiffbruch leiden könne. Unter den in dem Bündnisvertrag erwähnten „Lebensraum" seien keine politischen ober wirtschaftlichen Vorherrschaftspläne gegenüber anderen Volkern zu verstehen.
Die „Gazetta del Popolo schreibt: „Mussolinis Italien und Hitlers Deutschland kennen keine Fragen, die sie hinsichtlich ihrer. Grenzen und Ansprüche trennen. Deutschland und Italien erklären heute, daß bei einer Bedrohung oder einem lieber« fall die Grenzen des einen auch die Grenzen des anderen sind und daß die beiden Völker auch entschlossen find, den ganzen Einsatz ihrer Wehrkraft und wirtschaftlichen Hilfsquellen für die gemeinsame Verteidigung einzusetzen, wenn eine dritte Macht ihre Freiheit, Unabhängigkeit und ihr Lebensrecht antasten würde. Italien und Deutschland wollen nicht, daß die europäische Zivilisation durch einen Krieg zuschandegehe. Sie wollen Europa und die Welt nicht zum Kriege drängen. Verkannt, bedroht und von Einkreisungsversuchen bedrängt, wollen sie weder in die Schlingen des Wirtschaftskrieges geraten, noch von einem eisernen Gürtel der kapitalistischen Mächte umfaßt werden, die das Gold, die Kolonien, Land, mit einem Wort, alle Reichtümer der Welt besitzen. Daher sehen sie sich vor und warnen. Sie wären jedoch glücklich, wenn durch aufrichtige Verständigung und wahre Solidarität die Knoten in Europa friedlich ge° l ö st werden konnten.
Der Widerhall in Paris und London.
Kunst und Wissenschaft.
Professor Dr. Werner Deetjen f.
Plötzlich und unerwartet ft a r b, wie die DKK. meldet, in Weimar im Altex von 62 Jahren der Leiter der Weimarer Lanbesbibliothek und Präsident der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft, Professor Dr. Werner Deetjen. Prof. Deetjen kam 1916 von der Technischen Hochschule Hannover nach Weimar, wo er die Leitung der Lanbesbibliothek übernahm, die er im Laufe der Jahre zu einem bedeutenden Kulturinstitut ausbaute. Seit vielen Jahren war er Vorsitzer des geschäftsführenden Ausschusses der Goethe-Gesellschaft und Mitglied des Nattonalausschusses des Deutschen Schillerbundes. — Deetjen, am 3. April 1877 in Korelitz (Westpr.) .geboren, hat zahlreiche wertvolle Beiträge zur deutschen Literaturgeschichtsschreibung geliefert, vor allem über Immermann; ferner besorgte er Ausgaben der Werke Körners, der Briefe Carmen Sylvas, Dingelstedts un5 des aus dem Goethe-Kreise befann- ten Fräuleins von Göchhausen.
Hlarburger Festspiele.
Für die während des Monats Juli stattfindenden Marburger Fe st spiele sind bekannte Schauspieler deutscher Bühnen aus allen Teilen des Reiches verpflichtet worden. Der Berliner Bühnenbildner Franz Mertz hat wieder die Bühnenbilder zu dem spanischen Lustspiel „Don Gil mit den grünen Hosen", zum „Sommernachtstraum" und zu „Romeo und Julia" übernommen. Dr. Fritz Budde bringt ferner die Uraufführung von Hans Wolfgang Hillers neuestem Werk, den nach einem Fragment der Shakespeare-Zeit gestalteten „Flurschütz von Wakefield". Die Berliner Schauspielerin Toni van Eyck spielt die Julia bei Shakespeare.
50«3at?rfeier dec Sofioter Universität.
In Sofia begannen die Feierlichkeiten zum 50- jährigen Bestehen der Universität Sofia. Nach dem Festgottesdienst eröffnete der König die Festsitzung in der Aula der Universitäti In seiner Rede wies er auf die Erfolge Bulgariens auf dem Gebiete der Wissenschaften hin. König Boris empfing auch eine Abordnung der deutschen Hochschullehrer unter Führung des deutschen Gesandten Freiherrn von Richthofen, wobei der Rettor der Berliner Universität, Professor Dr. Hoppe, König Boris die Ernennung zum Ehrendoktor der Medizin der Universität Berlin überreichte. Der Führer der deutschen Professorendelegatton in Sofia Professor Dr. M ü h 1 e n s (Hamburg) überreichte dem König sein jüngstes Werk. Der König zeichnete sämtliche Mitglieder der deutschen Abordnung mit hohen Orden aus. Anschließend begaben sich die deutschen Professoren zur Universität, wo die Feier der Ehrendoktorverleihung stattfand. Besonders groß war der Anteil deutscher Professoren, befinden sich doch unter den 91 neuen Ehrendoktoren der Universität Sofia über 20 deutsche Professoren und andere Persönlichkeiten. Im Anschluß daran wurden deutsche Ehrungen verkündet. Die Deutsche Akademie in München ernannte den bulgarischen Unterrichtsminister Professor F i l o w zum Ehrensenator und den Rektor der Universität Sofia zum Ehrenmitglied. Die Deutsche Gesellschaft für Hygiene Berlin ernannte Professor Toschko Petrow 3 um Ehrenmitglied. Professor Stanischews wurde Ehrenmitglied der Universität Hamburg.
2. Klasse entsprechen.
Kurz nach 12 Uhr traf der Caudillo auf dem Paradefeld ein. Begleitet vom Befehlshaber der spanischen Luftwaffe, General K i n o e 1 a n, und dem Befehlshaber der deutschen Freiwilligen, Generalmajor von Richthofen, schritt er die Front der Freiwilligen ab. In ehrenden Worten gedachte der Caudillo dann des selbstlosen Einsatzes und der vollbrachten Heldentaten der deutschen Freiwilligen, die mit ihrem Leben für ihre Idee einstehen. Der gemeinsame Kampf sei gegen den gemeinsamen bol- chewrstischen Feind geführt worden. Mit der Be- reiung Spaniens vom Joche Moskaus fei eine der chw ersten Gefahren für Europa ab gewendet worden. Er fei stolz, so sagte Franco, ein so schagkräf- ttges, tüchtiges Heer führen zu können und besonders stolz, darunter auch Deutsche befehligt zu haben, die Bewundernswertes leisteten. Der besondere Dank und die Bewunderung der gesamten Nation aber gebühre dem Führer, der Spanien in so wundervoller Weise verstanden habe. Die heim- kehrenden Freiwilligen könnten das Bewußtsein mit- nehmen, daß dank ihres Einsatzes Spanien einen unvergeßlichen Eindruck erhalten habe. Mit dem Rufe „Arriba Alemania", „Arriba Espana" schloß General Franco seine Ansprache.
Im Namen der Freiwilligen dankte General-


