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Weise „so oder so" erledigt werden, die eines der typischen Merkmale der nationalsozialistischen und der faschistischen Arbeitsweise in der Politik sind.
Der Pakt ist bereits mit dem Augenblick seiner Unterzeichnung in Wirkung getreten. Um nun die Schnelligkeit und den Nachdruck seiner Wirksamkeit in jedem einzelnen Fall und für alle Möglichkeiten von vornherein sicherzustellen, sieht Artikel IV außer Zwei ständigen Kommissionen unter der Lei- tung der beiden Außenminister und außer der militärischen Zusammenarbeit auch eine sehr enge, konstruktive Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Kriegswirtschaft vor. Dieser Punkt ist eine der bedeutsamsten und inhaltsreichsten Bestimmungen des Paktes.
Jeder einzelne Satz sowohl des Paktes als auch der Erklärungen der beiden Außenminister sind Warnungen von äußerstem Ernst an die Adresse jener Mächte, die grundsätzlich zur Störung des europäischen Friedens im Sinne der in Versailles begründeten demokratisch - imperialistischen Vormachts-Idee entschlossen scheinen, aber auch ebenso an die Adresse der Mitläufer dieser Mächte. Die ernsteste Warnung enthält Artikel V des Paktes, der bestimmt, daß in einem etwaigen Kriegsfall Waffenstillstand oder Frieden nur von beiden Mächten gemeinsam geschlossen werden kann. Was diese Bestimmung angesichts der machtpotttischen Stärke der Achsenmächte und ihrer Freunde für den Ernstfall bedeutet, das wird man sich in der Einkreisungs-Entente mit ollen Konsequenzen klar machen müssen!
Diese Bestimmung ist um so bedeutsamer, als es sich nicht nur bei dem Pakt, sondern bei der gesamten Achsenpolitik um „die vollkommene politische und militärische Solidarität" und um den „vollkommenen Einklang" zwischen den beiden Staaten handelt, wie es der italienische Außenminister vor der in- und ausländischen Presse betonte. Und er hat mit vollem Bedacht das Wort von der „u n» bedingten" militärischen Zusammenarbeit hinzugefügt, um jeden Zweifel an der politischen Reich- weite der deutsch-italienischen Zusammenarbeit ein für alle Mal auszuschließen. In der gleichen Richtung liegt der inhaltsschwere Satz aus der Erklärung des Außenministers von Ribbentrop vor der Presse: ,Hede'r Fußbreit deutschen oder italienischen Bodens wird fortan ge m e i n s a m von italienischen und deutschen Soldaten verteidigt werden."
In der Tat, die Bestimmungen dieses Paktes sind „kategorisch", das heißt vorbehaltlos und unbedingt, wie Graf Ciano in feiner Erklärung feststellte. Der historische Akt von Berlin und der Inhalt seiner Abmachungen und Erklärungen wird von den demokratisch-bolschewistischen Ein- kreisungsspezialisten nicht nur während der jetzigen Gespräche in Genf, sondern für alle Zeiten in ihre Kalkulationen als der einzige Posten mit einbe- zogen werden müssen, dessen praktische Wirksamkeit für jeden Fall und unter ollen Umständen gesichert ist. Auch im Fall eines förmlichen Einkreisungsbündnisses hat die Gegenseite dem nichts auch nur annähernd Gleichwertiges entgegenzusetzen. B. R.
Fortsetzung der Besprechungen.
Berlin, 22 Mai. (DNB.) Ministerpräsident Generalfeldmarschall Göring empfing am Montagnachmittag den italienischen Außenminister Graf Ciano, mit deip er eine längere Unterredung hatte. Dann setzten Reichsaußenminister von Ribbentrop und Graf Ciano im Auswärtigen Amt ihre Besprechungen über die gegenwärtige politische Lage fort. Insbesondere wurden die fragen zum Gegenstand einer eingehenden Erörterung gemacht, die sich aus der Durchführung des heute unterzeichneten deutsch-italienischen Freundschafts, und Bündnispaktes ergeben.
Zu Ehren des Grafen Ciano gaben der italienische Botschafter und Donna Eleonora Attolico in der italienischen Botschaft eine Mittagstafel, an welcher der Führer teilnahm. Es waren außerdem anwesend Generalfeldmarschall Göring und Gemahlin, Reichsaußenminister von Ribben- t r o p und Gemahlin, die Oberbefehlshaber der Kriegsmarine und des Heeres, Großadmiral Dr. h. c. Raeder und Generaloberst von Brauchitsch, der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, Generaloberst Keitel, Reichsminister Dr. Lammers, Staatsminister Dr. Meißner, die Reichsleiter Himmler und B o u h l e r, Staatssekretär von Weizsäcker, Botschafter von Mackensen, die Adjutanten des Führers und weitere Angehörige des Auswärtigen Amtes.
Ein Abendessen
zu Ehren Graf Eianos.
Der Führer
im Hause des Reichsautzenministers.
Berlin, 23. Mai. (DNB.) In Anwesenheit des Führers gaben der Reichsminister des Auswärtigen und Frau von Ribbentrop am Montagabend in ihrem Haus in Dahlem ein Essen zu Ehren des Königlich italienischen Außenministers Graf Ciano, an dem von italienischer Seite General P a r i a n i und die Herren der Begleitung des italienischen Außenministers, ferner Italiens Botschafter in Berlin, Attolico, mit den Mit- gliedern der italienischen Botschaft, der Leiter der itatienischen Wirtschaftsdelegation, Botschafter Gi a n- nlni, sowie Vertreter des Fascio und Angehörige der italienischen Kolonie in Berlin mit ihren Damen teilnohmen. Außerdem waren erschienen der Kaiserlich japanische Botschafter General Oshima, der spanische Botschafter Admiral Antonio Marques de M a g a z, der ungarische Gesandte Szto j a y , der Gesandte von Mandschukuo Ly I—Wen und der albanische Gesandte F i c o.
Von deutscher Seite waren anwesend Generalfeld- morschall Göring, die Reichsminister Goebbels, Frick, Gürtner, Darrö, Frank, Seldte, Lammers, Seyß-Jnquart und Staatsminister Dr. Meißner, Reichsorganisationsleiter Dr. Ley, Reichsführer H Himmler, Reichspressechef Dr. Dietrich, die General- obersten von Brauchitsch, Keitel und Milch, die Reichsleiter Bouhler, Ritter von Epp und Hühnlein, NSFK.-Führer Christiansen, zahlreiche Reichsstatt. Halter, Gauletter, Staatssekretäre und Botschafter
sowie andere führende Vertreter von Staat, Partei, Wehrmacht, Presse, Wirtschaft und Kunst mit ihren Damen.
Der Abend, mit dem der Staatsbesuch des italienischen Außenministers Graf Ciano seinen Abschluß findet, war erfüllt von festlicher Stimmung, zu der nicht zuletzt auch die künstlerischen Darbietungen und das farbige Bild der blumengeschmückten Zelte im Garten beitrugen. Der Führer verweilte nach dem Essen noch längere Zeit in: Hause des Reichsaußenministers.
Der Annunziatenorden für Ribbentrop.
Berlin, 23. Mai (DNB.) Aus Anlaß der Un- terzeichnung des deutsch-italienischen Freundschaftsund Bündnispaktes hat der König von Italien und Albanien, Kaiser von Aethiopien dem Reichsminister des Auswärtigen v. Ribbentrop telegraphisch mitgeteilt, daß er ihm den Annunziatenorden verliehen habe. Der italienische Minister des Aeußeren Graf Ciano hat dem Reichsaußenminister anläßlich eines Frühstücks in der italienischen Botschaft die Insignien des Ordens ausgehändigt. Reichsaußenminister v. Ribbentrop hat König Viktor Emanuel III. für diese Ehrung seinen Dank telegraphisch übermittelt. '
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Der Annunziaten-Orden (italinisch Ordine su- premo dell’ Annunziata) war ursprünglich savoy- ischer Hausorden und ist jetzt der höchste Orden des Königreiches Italien; er wurde 1362 vom Grafen Amadeus VI. von Savoyen als „Orden vom Halsband" gestiftet, 1518 der „Verkündigung" Mariä geweiht und nach ihr benannt. Es gibt nur eine Klaffe; die Ritter des Ordens führen den Titel Excellenz, und der König nennt sie Detter (cugino). Der Otden enthält eine Darstellung der Verkün-
Wilhelmstraße 74.
Von unserer berliner Schriftleitung.
Berlin , 22. Mai.
Den straffen Marschrhythmus der Jungvolkttom- meln und ihrer schmetternden Fanfaren noch im Ohr, die den Abmarsch der jugendlichen Formatio- nen draußen in der sonnenhellen Wilhelmstraße geleiten, betritt man die gedämpfte Feierlichkeit des ehemaligen Bundesratssaales im Hause Wilhelmstraße Nr. 74 neben der alten Reichskanzlei. Drinnen halblautes Stimmengewirr. Der kleine Saal ist angefüllt mit Pressevertretern aus aller Herren Länder. In der Mitte fallen die schwarzen Uniformen der italienischen Berufskameraden auf, unter denen man auch den Hauptschriftleiter des „Gior- nale d'Jtalia", Gayda, sieht.
Mit einem Schlage verstummt das Sprachengewirr. Die beiden Außenminister Deu t schlau d s und Italiens haben mit ihrer nächsten Umgebung den Saal betreten. Graf Ciano betritt in hellgrauer Uniform ein blumenumstandenes Podium und verliest in italienischer Sprache eine Erklärung über die Bedeutung des deutsch-italienischen Paktes. Das braune Gesicht des jugendlichen Außenministers Italiens zeigt keinerlei Bewegung. Aber die sehr klare, scharf akzentuierte Aussprache unterstreicht dafür gerade in seinem halblauten Vor- ttag um so nachdrücklicher die wichtigsten Erklärun-,
digung m Gold, umgeben von goldenen Liebesknoten und getragen von goldener Kette. Der goldene Bruststern in Form einer flammenden öonne, mit der Verkündigung in der Mitte, ist umgeben von den Buchstaben des savoyischen Wahlspruchs „F. E. R. T." („er trägt" sihn, den Orden nämlichs); es gibt noch eine Reihe anderer Aus. legungen, wie z. B. „Fortitudo ejus Rhodum tenuit“ („feine Tapferkeit hat Rhodus beherrscht") oder „foedere et religione tenemur“ („durch Treubund und Glauben werden wir gehalten".)
Untrennbare Gemeinschaft.
Herzliche Telegrammwechsel des Führers mit König und Duee.
Berlin, 22. Mai. (DNB.) Aus Anlaß der Un- terzeichnung des deutsch-italienischen Freundschafts- und Bündnispaktes hat der Führer an Seine Majestät Viktor Emanuel III., König von Italien und Albanien, Kaiser von Aethiopien, das nachstehende Telegramm gerichtet: „Soeben haben unsere beiden Außenminister als Bevollmächtigte den deutsch-italienischen Freundschafts- und Bündnispokt unterzeichnet. In dieser geschichtlichen Stunde möchte ich Euerer Majestät meine tiefe Genugtuung darüber zum Ausdruck bringen, daß unsere beiden Völker in unerschütterlicher Freundschaft und Schicksalsgemeinschaft miteinander verbunden sind.
(gez.) Adolf Hitler."
König Viktor Emanuel hat mit folgendem Telegramm geantwortet: „Gelegentlich der Unterzeichnung des Vertrages, der heute von unseren beiden Regierungen geschlossen wurde, ist es mir ein Bedürfnis, Ihnen den Ausdruck meiner herzlichsten Gefühle als Bundesgenosse und Freund gleichzeitig mit den aufrichtigsten Wünschen für Ihre Person und für das Gedeihen und die Größe Ihres Landes zu Über
gen. Das ziemlich Helle, etwas belegte Organ des Ministers, der eben von der feierlichen Unterzeich- nung kommt, gibt dieser historischen Stunde, die wir miterleben dürfen, einen eigenartigen Reiz.
Ihm folgt unmittelbar nach der Übersetzung das dunkel gefärbte Organ des Reichsaußenministers, von Ribbentrop. Er trägt die schwarze Diplo- mateNuniform, wie auch der hinter ihm stehende deutsche Botschafter in Rom, von Mackensen und die anderen anwesenden deutschen Diplomaten. Herr von Riddenttop spricht zunächst mit der ihm eigenen Ruhe. Aber dann hebt die Stimme allmählich die markanten Stellen seiner Erklärung nachdrücklich hervor, gelegentlich -wird ein Satz oder ein Ausdruck von einer Handbewegung unterstrichen. Als der Reichsaußenminister von den „wilden Spekulationen über einen möglichen Bruch der Achse" spricht, huscht ein ironisches Lächeln über sein Gesicht und ein kurzes, sarkastisches Nicken des Kopfes gibt ein weiteres Urteil über jene Spekulationen.
Lautlose Stille hat während der beiden Erklärungen in dem vollen Saal geherrscht. Die Stifte fliegen mit stenografischen Notizen über die Notizblocks. Ader kaum hat der Reichsaußenminister seinen Gast hinausgeleitet, da wirbeln wieder die fremden Sprachen draußen vor dem Saal, wo man den Wortlaut der Erklärungen bereits im Abzug haben kann, und eine Viertelstunde später gehen mindestens ein halbes Hundert „Kabel" in allen Sprachen der Welt über die Leitungen ins Ausland.
senden, das mit Italien verbunden ist durch das unzerreißbare Band einer tiefen Gemeinschaft, der Interessen und Entschlüsse.
(gez.) Viktor Emanuel."
Zugleich hat der Führer dem Duce das nach, stehende Telegramm übermittelt: „Duce! In dieser geschichtlichen Stunde, in der unter dem begeisterten Jubel des ganzen deutschen Volkes der deutsch-ita- lienische Freundschafts- und Bündnispakt unterzeich. net wurde, ist es mir ein Bedürfnis, Eurer Exzellenz meine große Freude darüber zum Ausdruck zu bringen, daß die untrennbare Gemein, scha,ft des faschistischen Italiens und des nationalsozialistischen Deutsch, l a n d s nunmehr auch in einem feierlichen Vertrage f e st g e l e g t worden ist. Die Welt wird daraus erkennen, daß alle Hoffnungen aus eine Schwächung der Achse Berlin—Rom vergeblich sind. Deutschland und Italien, zu einem Block von 150 Millionen vereinigt, werden stets zusammen stehen, um das heilige Erbe der Zivilisation zu verteidigen und einen auf Gerechtigkeit begründeten Frieden zu sichern. Adolf Hitler."
Der Duce hat mit folgendem Telegramm geantwortet: „Heute, da der zwischen dem nationalsozialistischen Deutschland und dem faschistischen Italien geschlossene Bündnis- und Freundschafts- vertrag die geistige und tatsächliche Solidarität, die unsere beiden Völker vereint, beste a e l t, möchte ich Ihnen meinen herzlichen Gruß und die glühendsten Wünsche für Sie und für die Zukunft Deutschlands entbieten. Die unlösbare Vereinigung unseres Willens und unserer Kräfte bildet die sicherste Grundlage für den Frieden und den Aufstieg der beiden verbündeten Nationen, die für Gegenwart und Zukunft durch das feste Band der Treueversprechen aneindergeschmiedet sind, die sie heute getauscht haben. Mussolini."
stellt. Dieses Ziel sollte über den Mangel positiver eigener politischen Erfolge hinwegtäuschen. Gegen- über all diesen Illusionen und Ränken stellt der neue Pakt in einer über jede Anzweiflung und Mißdeutung erhabenen Weise die unzerbrech- liche Zusammengehörigkeit der unter der einmaligen historischen Führung von Adolf Hitler und Benito Mussolini vereinten 150 Millionen Menschen fest.
Während die (Einfreifungsfpefulation der demokratischen Politik sich verhüllt oder offen gegen Deutschland und Italien richtet, bedroht der neue Pakt Berlin — Rom niemand. Während die Paktpolitik unserer Gegner ein verantwortungsloses Spiel mit dem Krieg und der Kriegspanik ist, während man versucht, durch immer gewagtere Kombinationen ganze Erdteile gegeneinander aufzuwiegeln, dient der neue Pakt gerade der Sicherung des Friedens gegen solche gefährlichen Bedrohungen.
Während die Ziele der Einkreisungspolitik rein negative sind und der Aufrechterhaltung alten Unrechtes dienen, um Deutschland und Italien den ihnen gebührercken Platz in der Welt, den ihnen zukommenden Anteil an den Gütern dieser Erde vorzuenthalten, sind die Ideale der Ord- nungsmächte positiv und schöpferisch: sie wollen den Frieden, aber einen gerechten Frieden, um ihren Völkern und ganz Europa und letzten Endes auch der Welt die Segnungen einer dauerhaften und festgegründeten Ordnung zu sichern.
Die beiden Regierungen sind der festen Ueber- zeugung, daß in Europa kein einziges politisches Problem gibt, das nicht bei allseitig gutem willen auf friedlichem Wege gelöst werden könnte. Sie sind aber zugleich fest entschlossen, vor der Drohung mit Gewalt keinen Schritt zurück- z u w e i ch e n, sondern die Lebensrechte ihrer Völker mit ihrer ganzen Kraft und alle ihnen zu Gebote stehenden Mitteln zu verteidigen.
An der unlöslichen und schicksalhaften Verbunden, beit des Großdeutschen Reiches mit dem italienischen Imperium kann in Zukunft niemand in der Wett mehr zweifeln, deuteln oder gar rütteln. Jedem Eingriff in italienische oder deutsche Rechte wird in Zukunft die geschlossene Kraft beider Länder entgegen st ehe n. Jeder Fußbreit deutschen Bodens und jeder Fußbreit italienischen Bodens wird fortan gemeinsam von italienischen und deutschen Soldaten verteidigt werden. Deutschland und Italien bilden zusammen mit ihren mächtigen und treuen Freunden in aller Wett einen gewaltigen und unbesiegbaren Block von 3 0 0 Millionen Menschen, die bereit sind, jedem die Hand zur Freundschaft zu reichen, aber auch entschlossen sind, jeden Feind mit ihrer zusammengeballten Kraft zu zerbrechen."
geifterung und Hochrufen auf den Führer und den Duce auf. In der Menge wurden Transparente gezeigt, in denen der Führer und der Duce als die Urheber des Freundschaftsvertrages gefeiert mür- den. Die Kundgebung endete mit begetfterten Hoch- rufen auf Deutschland und Italien. In Rom kam es am Montagnachmittag in Kammer und Se - not zu stürmischen Kundgebungen, verbunden mit begeisterten Ovationen auf den Duce und den Führer. In der Kammer wurde unter Absingen der faschistischen Kampflieder durch Akklamation eine Tagesordnung angenommen, in der die Kammer dem .historischen Ereignis, das die aufrichtige Freundschaft und Gememschaft der Ideale und der Interessen des nationalsozialistischen Deutschlands und des faschistischen Italiens durch einen militärischen und politischen Bündnispakt beftegelt", in der
Die Knoten muffen gelöst werden.
Außenminister Graf Ciano
erklärte der Presse: Der Pakt legt unzweideutig die vollkommene politische und militärische Solidarität Deutschlands und I t al i e n s fest. Seine Bestimmungen sind kategorisch. Der Geist, der sie erfüllt, ist der gleiche, der den ethischen Gesetzen des Faschismus innewohnt, wie sie der Duce in seiner historischen Rede auf dem Maifelde am 28. September 1937 umrissen hat: „Freund sein, und wenn man Freund ist, b i s zum Ende miteinander marschieren." Die beiden Länder und die beiden Völker bilden nunmehr einen unzerstörbaren Block, der durch die Verwandtschaft ihrer Auffassungen, das Bestehen einer für immer festgelegten gemeinsamen Grenze, die Gemeinsamkeit ihrer Interessen und durch den vollkommenen Einklang ihrer Politik eng zusammengeschweißt ist.
Das von Italien und Deutschland abgeschlossene Bündnis ist ohne Hintergedanken und Vorbehalte. Es ist ein Pakt ständiger politischer Mitarbeit und unbedingter militärischer Zusammenarbeit. Die nationalsozialistische und die faschistische Regierung hatten bei den Verhandlungen und beim Abschluß des Paktes die Aufrechterhaltung des europäischen Friedens im Auge. Ich brauche nicht zu wiederholen, daß Italien vor allem in feiner Arbeit und in seinen Kulturwerken fort- ahren will. Es gibt in Europa weder Probleme, die sich nicht mit gutem Willen und G e - rechtigkeit lösen ließen, noch gibt es Gründe, die einen Krieg rechtfertigen könnten, der sich aus einem europäischen zwangsläufig zu einem Weltkrieg auswachsen würde. So denkt Italien, und so denkt auch Deutschland.
wie in diesem gemeinsamen Wunsche nach Frieden, so sind unsere beiden Länder aber auch einig in dem Entschluß, zu verlangen, daß die knoten gelöst werden, die das Leben Europas immer noch fesseln, und in der festen Entschlossenheit, ihre Kräfte, ihren willen und ihr Schicksal zu vereinigen, um — im Frieden wie im Kriege — Front zu machen gegen jeden versuch, die Sicherheit ihres Lebensraumes zu bedrohen oder die Lebensentwicklung und die Arbeitsinleressen ihrer
Völker zu vergewaltigen. Denn diese Interessen sind unserer Auffassung nach nicht voneinander zu trennen und müssen von uns in unlösbarer Gemeinschaft vertreten und verteidigt werden."
Reichsaußenminister von Ribbentrop erklärte: die Achse Rom—Berlin, vor Jahren schon entstanden aus der gemeinsamen Abwehr Deutsch- lands und Jattiens gegen die Nutznießer des Versailler Status quo und aus der Entschlossenheit beider Staaten, dem europäischen Kontinent einen gerechteren Frieden zu schaffen, hat wiederholt ihre Feuerprobe bestanden. Die gleichen Ziele des Nationalsozialismus und des Faschismus mußten die Völker zwangsläufig zu einer immer engeren 3 n t e r e f f e n g e - meinfchaft zusammenführen. Der heutige Vertrag bezweckt daher nichts anderes, als das vor der Welt dokumentarisch festzulegen, was schon lange lebendige politische Wirklichkeit war. Trotz aller Enttäuschungen, die die klare Politik und der unerschütterliche Zusammenhalt der Mächte der Ordnung den demokrattschen Ränkeschmieden bereitete, haben diese Politiker immer wieder wilde Spekulationen über einen möglichen Bruch d e r Achse ange-
Begeistertes Echo in ganz Italien
R. O. Rom, 23. Mai.
Das italienische Volk hat an der Unterzeichnung des deutsch-italienischen Bündnisses lebhaften Anteil genommen. Zahlreiche italienische Sender übertrugen Berichte von der feierlichen Handlung, die Reden, die die beiden Außenminister bei dieser Gelegenheit hielten und die begeisterten Kundgebungen der Berliner Bevölkerung. Die Unterzeichnung wurde in Mailand und anderen Städten Italiens am Montagabend mit großen V o l k s ku nd- aebungen gefeiert. Nach Arbeitsschluß zogen die Arbeiter und Angestellten mit klingendem Spiel, unter Vorantragen von deutschen und italienischen Fahnen auf den Domplatz. Dort fand eine Schallplattenübertragung des Unterzeichnungsaktes in Berlin statt. Die Bevölkerung nahm die Erklä- rungen der beiden Außenminister mit jubelnder Be-
Siir einen gerechten Frieden und eine danerhaste Ordnung.
Die Außenminister der Achse sprechen zur Weltpresse.


