Ausgabe 
23.2.1939
 
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SJl.-tfport

Harro Cranz und der Norweger Nils Eie

kam.

Von

trauen,

Kurze Sportnotizen.

Hub Kopenhagen verpflichtet.

Nachrichten. 14.15: Elisabeth Reichelt Herbert angeführt werden, daß Jugoslawien im Jahre 1950

Tas Möchm Dane

'

(Nachdruck verboten.)

3. Fortsetzung.

Der mann

Werkpause. 9.30: Gaunachrichten. 9.40: Deutschland - Kinderland. Wir Eltern haben Sorgen ... 10: Schul, funk: Der Auszug aus Leipzig. Hörszenen. 11.30: Ruf ins Land. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.15: Die große Oper. Szenen ausAndrea Chenier". Von Umberto Giordano. 15: Bilderbuch der Woche. 15.15: Stimmen aus dem Alltag. 15.30: Schwabenliesel Frankenmädel. Eine Trachtenstunde mit unseren Jungmädeln. 16: Tanz- und Unterhaltungsmusik. Einlage:Was so ein Portier nicht alles wissen muß". 18: Bühne und Film im Rundfunk. 18.30: Blasmusik. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Der fröhliche Lautsprecher. 19.45: Von Wien: Aus Kitzbühel: Deut­sche und Wehrmachts-Schimeisterschasten 1939, Der Abfahrtslauf. 20: Nachrichten. Grenzecho. 20.15: Fest­licher Tanzabend der Jugend. 22: Nachrichten. 22.30: Wir tanzen in den Sonntag. 24 bis 2: Nachtkonzert.

Nomon von Walther «loepffer. (lopyrlght bg Carl Duncker Derlag,Verlin^Z5

Zum ersten Dale gegen Jugoslawien!

Fußballänderspiel DeutschlandJugoslawien in Berlin.

deutsche Reichstrainer Borr- (Fachamt Rudern) begibt sich auf 3 Wochen nach Finnland, um dort nach deutschem Muster Mannschaften auszubilden. Ruderlehrer Daniel K o l l m e r (früher in Gießen) wurde im übrigen für das neue Ruderjahr vom Danske Studenters Ro-

Stud mtenweftmeister im Gchi-Torlauf.

Dieder deutsche Siege.

Nach dem Sieg des Münchener Studenten Heinz Miller im Abfahrtslauf der 6. Akademischen Welt-Winterspiele in Lillehammer holte sich am Mittwoch die kleine deutsche Streitmacht zwei wei­tere Weltmeistertitel der Studenten im Torlauf. Bei den Studenten war Harro Cranz (Freiburg i. B.) der weitaus schnellste Läufer, und bei den Studen­tinnen gab es durch den Sieg der Münchnerin Liesel Hoferer und dem zweiten Platz der Innsbruckerin Helga G ö d l gleich einen deutschen Doppelerfolg.

Die Strecke war in bester Verfassung, der leichte Neuschnee hatte ihr nichts an Schnelligkeit genom­men. Bei 200 Meter Höhenunterschied und 800 Meter Länge waren 42 Tore zu nehmen, die aller­dings etwas eckig gesteckt und dadurch nicht in voller Fahrt genommen werden konnten. Den Beginn machten die Studentinnen, bei denen Liesel Hoferer und Helga Gödl mit 1:16,2 bzw. 1:16,8 im ersten Durchgang die Schweizer Abfahrtssiegerin Marga­rethe Schaad gleich um 20 Sekunden hinter sich ließen. Im zweiten Durchgang holte Liesel Hoferer mit 1:17,2 die schnellste Zeit heraus, wogegen Helga Gödl mehr auf Sicherheit ging und 1:21,4 benötigte.

Bei den Studenten hatte unser Abfahrtsmeister Heinz Miller großes Pech, kurz vor dem Ziel stürzte er und verlor so viel Zeit, daß er auch für den Endsieg in der Kombination nicht mehr in Frage

Auch der Boxsport, der Kampf Mann gegen Mann, soll jetzt in Gießen eine Pflegestätte erhal­ten. Der DfB>Reichsbahn hat für heute abend Interessenten zu einer Besprechung in das Restau­rantSchipkapaß" eingeladen. Damit wird dem Wunsche vieler BoxsPortanhänger Rechnung getra­gen und ihnen Gelegenheit zur praktischen Aus­übung dieses männlichen Kampfsports geboten. Der Boxsport erzieht zu Entschlossenheit, Selbstver- Mut, Härte und Charakterfestigkeit.

6 Uhr: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nach­richten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werkpause. 9.40: Mutter turnt und spielt nut bem Kind: Straße frei und aufgepaßt! 10: Schulfunk: Ein irrig und geschreyig Mann. Ein Spiel über den Nürnberger Bildschnitzer Veit Stoß. 10.30: Winter­sport ohne Berge? Rundfunkbericht von derSport- Ebene". 11.30: Ruf ins Land 12: Mlttags- konzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. 14:

den Jugoslawen wissen wir, daß sie eine großartige Tennismannschaft haben, die zu den spielstärksten der Welt zählt und alljährlich im Davisp-^kalwettbewerb eine führende Rolle spielt. Aber nicht nur im Tennis, sondern auch auf allen anderen Sportgebieten läßt der junge Balkan-Staat deutliche Fortschritte erkennen. Neben Tennis ist vor allem der Fußballsport, wie überall wo er ge­pflegt wird, auf dem besten Wege, zum Volkssport zu werden. Jugoslawiens Fußballer haben in den letzten Jahren schöne internationale Erfolge zu ver- zeichnen und so können wir es nur begrüßen, daß jetzt der erste offizielle Länderkampf zwischen Deutsch­land und Jugoslawien zur Wirklichkeit wird.

Zum Schauplatz des ersten offiziellen deutsch- jugoslawischen Länderspiels wurde das Berliner Olympia-Stadion, Deutschlands repräsentativste Kampfstätte, gewählt. Es wäre verfehlt, die jugo­slawische Elf zu unterschätzen und ihr eine glatte Niederlage vorauszusagen. In den Länderspielen gegen Frankreich, Ungarn, Tschecho-Slowakei, Po­len usw. erzielten die Jugoslawen durchweg gute Ergebnisse, die besten natürlich im eigenen Land. Es darf vielleicht hier die längst vergessene Tatsache

Fabelhaft, was Sie für ein Wasser haben! Es ist doch dieselbe Leitung wie bei uns in der Villa drüben; ich verstehe das einfach nicht. Ich darf mich jetzt empfehlen, meine Herren?" Sie gab jedem die Hand und ging rasch davon. Es war ein Vergnügen, ihr nachzusehen.

Großartiges Mädchen", sagte Gieseke voll An­erkennung.Und gar nicht stolz. Genau wie der Pater." Er trank andächtig den Rest des Wassers aus.Muß jetzt gehen, keine Zeit mehr, Mahlzeit!

Holl schlenderte langsam nach dem Krankenhaus zurück. In seinem Zimmer angelangt, durchstöberte er den Kleiderschrank. Mal sehen, was für Sees- ham alles da war. Wenig, wenig. Der Examens­gehrock kam nicht in Frage. Blieben noch die Knickerbocker und der gute blaue Anzug. Gar so gut war er eigentlich nicht mehr; denn an den Ellbogen spiegelte er schon verdächtig. Schade, daß man in Seesham nicht im Visitenmantel herum- laufen konnte. Auch mit der Wäsche stand es nicht, wie es fein sollte. Dann machte Holl Kassensturz. Seine braune Stirn bekam immer mehr Falten. Achtzig Mark waren so schnell verplempert; das ging weg wie's Donnerwetter. Na ja, etwas war ja noch da; man mußte eben sehen, rote man sich durchschlug. Einen schönen Hungerleider hatsich die gute Maxie herausgesucht. Es ist nicht leicht, neben so einem Mädchen immer halbwegs anständig daherzukommen!

Holl machte seufzend ein Paket bas er

feiner Mutter bringen wollte. Die sollte ihm das Kleiderzeug vor der Abreise ein wenig auf den Glanz Herrichten; während der Mittagspause konnte er mit der Tram rasch hinausfahren. Als Holl die Fabrik verließ, heulte die Sirene Arbeitsschluß. Arbeiter und Frauen strömten in dicken Klumpen aus den Toren. Er liebte dieses Gewimmel und Geschiebe, das nach Emsigkeit und Ameisenhaufen aussah Genau so wie das Schüttern und Stampfen, das vom Maschinenhaus herüberkam und als takt- mäßig zitternde Melodie durch das ganze Werk floß.

Dem Pförtnerhaus gegenüber lag ein freier run­der Platz, um den fleißige Trambahnwagen jedes­mal einen schleifenden Bogen fuhren, wenn sie m das Innere der Stadt zurückkehrten. Die Hege­mannwerke lagen nämlich am äußersten Rande der Stadt, da, wo magere Föhrenwäldchen und Aecker begannen. Wenn man eine halbe Stunde roeiter- schritt hörte man in der Tiefe die Isar rauschen. In der Mitte dieses Rundteils stand eine Holzdude __ Kiosk wäre zuviel behauptet, in der em blasser älterer Mann und ein junges, brünettes Mädchen Zeitungen, Illustrierte, Ansichtskarten und billige Romane feilhielten. Der Mann hieß Scheuert, war ein entfernter Verwandter des Mädchens und,

aus. Es ist ein Jammer, daß immer die Falschen das viele Geld haben.

Holl mußte dreimal umsteigen, ehe er fein ge­wichtiges Paket, los wurde. In der kleinen Zwei­zimmerwohnung im äußersten Giebing war nur Karl anwesend, der Gymnasiast.

Mutter wäscht heute bei Rechtsanwalts."

Ach, das ist dumm! Ich hätte sie wegen dem Krempel hier gebraucht. Jetzt mußt du ihr die Wäsche geben. Sie merkt schon, was fehlt. Morgen abend muß ich das Paket wieder haben. Ich fahre ein paar Tage nach Seesham. Mein Motorrad könntest du auch putzen."

,Lst schon geputzt", stotterte der Pennäler ver­legen.

Seid ihr wieder einmal damit gefahren, ihr Lauser? Bis euch einer aufschreibt!"

Bloß so ein bisserl außenherum; in den Straßen haben wir es geschoben. Wir haben es tadellos hergerichtet", entschuldigte sich Karl, der seinem größeren Bruder sehr ähnlich sah.

Euer Glück. Sonst hätte ich euch^bei den Ohren genommen. Wie geht's denn in der Schule?"

Gestern ist die Lateinische herausgekommen« Einen Zweier habe ich."

Holl schenkte dem Bruder ein Fünfziger!.

So, nach Seesham fährst du. Pfundig. Sommer­frische?"

3a", brummte Holl obenhin.Also das Rad bringst du mir mit der Wäsche ins Krankenhaus. Aber schiebe es, Mensch. Und kümmere dich ein wenig um die Mutter, daß sie sich mit der Arbeit nicht so abtut. Sie soll an ihre Gesundheit denken. Sage ihr einen schönen Gruß von mir. Was riecht denn da so komisch?"

Jesus, die Milch! Die habe ich ganz vergessen", rief Karl und stürzte in die Küche.

Holl marschierte, Hände in den Taschen, durch die kleine Stube. Er rückte ein bißchen an der Näh­maschine herum, zupfte einen Vorhang zurecht, roch an den Geranien. Dann nahm er einen Bilder- rahmen aus Laubsägearbeit von der gekalkten Wand und wischte mit dem Aermel über das Glas. Vater vor dem dritten Ausrücken ins Feld, marsch- mäßig, mit Gewehr und Tornister und Blumen. Mutter daneben auf einem vergoldeten Stühlchen. Man sah ihr an, wie sie den Schmerz und die Tränen zurückhielt. Darunter stand: Unteroffizier Alois Holl starb am 3. 2. 1917 vor Arras bett Helbentod. Lange her, schon fast nicht mehr wahr! Seipe Witwe zog drei Buben auf Georg, den Mediziner, Josef, den Mechaniker, und Karl, den Jüngsten, den Gymnasiasten.

Holl bängte das Bild wieder an feinen Platz und bekam ein heimliches Brennen in die Augen« Tapfere Frau, tapfere Mutter. (Forts, folgt)

Ernst Groh Barnabas von Geczy. 15: Frauen­schaffen der Gegenwart: Volkspflegerin, einer der schönsten weiblichen Berufe. 16: Für jeden eine Freude. Ein buntes Nachmittagskonzert. 18: Sport der Woche und für den Sonntag. 18.15: Bücher, von denen man spricht. 18.30: Kleines Konzert. 19.15: Wiener internationale Frühjahrsmesse im großdeut­schen Raum: Die Fahrt- und Frachtbegünstigungen für die Interessenten der Wiener Frühjahrsmesse 1939. 19.25: Tagesspiegel. 19.30: Der fröhliche Laut­sprecher. 20: Nachrichten. Grenzecho. 20.15: Im Sell- rein-Tal. Ein froher Abend auf der Schihütte 21: Haydn-Zyklus. 22: Nachrichten. 22.20: Unsere Kolo­nien: Was können wir von den italienischen Ko­lonialmethoden lernen? 22.30: Unterhaltungskonzert.

Samstag, 25. Februar.

6 Uhr: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nach­richten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur

Kupfer (1. FC. 05 Schweinfurt), Tibulski (Schalke 04), Kitzinger (1. FC. 05 Schweinfurt); Biallas (Duis­burg 99), Stroh (Austria Wien), Gauchel (TuS. Neuendorf), Hahnemann (Admira Wien), Urban (Schalke 04).

Jugoslawien: Glazer; Andjelkowitsch, Hügel; Kokotowitsch, Steoowitsch, Lechner; Podhraski, Bozo- witsch, Welfl, Vujadinowitsch, Sipos.

Don jener deutschen Elf, die kürzlich in Brüssel gegen Belgien 4 :1 gewann, sind lediglich Streitle und Hahnemann übernommen worden. Das bedeutet nun nicht, daß die anderen Spieler nicht den Er­wartungen entsprochen haben und deswegen fallen gelassen wurden, vielmehr wird durch diese Aus­stellung zum Kampf gegen Jugoslawien erneut ge­zeigt, wie groß die Zahl unserer erstklassigen Spieler ist und wie unbedenklich man für zwei Länderspiele innerhalb von vier Wochen zwei vollkommen ver­schiedene und doch starke Mannschaften aufstellen kann. Die jugoslawische Elf setzt sich durchweg aus Spielern des Meistervereins Belgrader SK. und des Altmeisters Gradjanski Agram zusammen. Man darf von ihr eine geschlossene und in kämpferischer Hin­sicht erstklassige Leistung erwarten, aber einen Sieg der deutschen Vertretung wird sie nicht verhindern können.

Kihbühel melltet Neuschnee.

Dor den letzten Schi-Meislerschaslssn des Jahres.

Die beiden vergangenen Nächte hüllten ganz Kitz­bühel wieder in das prächtigste Winterkleid, so daß der Ort der letzten deutschen Schi-Meisterschaften dieses Jahres sich den vielen Aktiven und zahlreichen Zuschauern im schönsten Gewände darbietet. Die zum Teil vereisten Steichänge vermochten allerdings den Neuschnee nicht zu halten, und so entschloß man sich, die Abfahrtsstrecke etwas abzuändern. Sie be­ginnt jetzt an der Hahnenkammspitze in 1655 Meter Höhe und endet nach 2,7 Kilometer Länge in 805 Meter Höhe. Der freie Steilhang am Oberhausberg fällt also weg, und die Strecke führt durch einen Wald bis zum Ziel, die letzte wilde Schußfahrt ver­meidend.

Inzwischen ist der größte Teil der Bewerber bereits in Kitzbühel eingetroffen und hat das Trai­ning aufgenommen. Bei den Männern gefielen da­bei vor allem Weltmeister Helmuth Lantschner, Thaddäus Schwab! und Eberhard Kneißl, während bei den Frauen Weltmeisterin Christel Cranz, Lisa Resch und Käthe Grasegger durch schneidiges Fahren auffielen. Leider gab es auch zwei Stürze; Jofef Gstrein aus Gurgl und Josef Pertsch. der Reichen- Haller Jäger, erlitten Verletzungen und werden dem Start fernbteiben. Bei schönster Wintersonne wurde das Training am Mittwoch abgeschlossen. Die Strecke bleibt nun bis zum Samstag gesperrt.

Gründung einer Box-Abteilung im VfB -R

Man ist nie allein in diesem Bienenkorb", slü- sterte sie ärgerlich.Ws° P=6 aus. Wir fahren über­morgen nach Seesham. Paps will vor dem Herbst noch ein paar Tage ansspannen. Mama und ich kommen mit. Wir steigen in derNeuen Post ab; die Ainmier sind bereits telephonisch bestellt. Du läkit dir Urlaub geben und kommit vorher oder nachher an, ganz, wie es dir patzt. Paps sicht den ganzen Tag, und Mama werde ich schon irgendwie los. In dem Nest kennt uns Gott 'e> Dank me- mand. Wir treffen uns, so "siwir Lust haben, und sind endlich, endlich mal allein. Du. das ist doch herrlich'" Sie legte ihre Hand auf (eine, die noch '""^chon^Abereinen Haken Wst kann ich denn Urlaubnehmen? Ich bin doch erst em paar N°Jch° werde mit Brettschneider reden. Das laß ganz meine Sorge sein. Und setzt mach^endlO em begeistertes Gesicht, du unhöflicher Mensch' Meinst du, man kann es wagen?" Sie blickte sich nach allen Seiten um. Die Luft schien rein. f .

Holl zog seine ftreunbm rasch m den kleinen Schuppen, der zur Aufbewahrung von Heu u Geräten diente. Maxie schob mit einem Ruäk das grüne Zelluloidschirmchen, das ihre Stirn beschattete nach hinten und schlang ihre Arme um des Ge­liebten Hals.

Hast du mich heb?

Sehr!"

"immer? Sag mal, färbt bas Zeug ab? Mir Staub 'nicht°Hier ist es so dunkel." Sie trat ins Freie und zupfte ein paar

Die Mittagssonne brannte in ihrem leyr hellen Haar, und die Kaninchen tnubberten am Hol, ihrer Ställe herum.Weißt du, Georg, wa wir in Seesham noch können? Paps ^^das herumkriegen! Es wird Zeit, daß man ihnen Das traute Geheimnis einflößt. Sie muffen dich ch E^Hm ^Allerdings", murmelte Holl unbehaglich.

Pst, da kommt Gieseke. Hab'ich recht gehabt mt den zehn Minuten?" Maxie sah Gieseke heimisch entgegen.Wir haben uns einstweilen die Tiere be­dachtet. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

wie Holl mutmaßte, nicht recht auf der Lunge. Holl trat an den Stand und grüßte.

Guten Tag, Herr Scheuerl. Tag, Anna!"

Hier fft deine Zeitung, Georg", erwiderte das Mädchen. Anna hatte vor Jahren, als ihre Eltern noch lebten, mit den Holls im selben Haus gewohnt; daher die Freundschaft und dasDu". Heute war sie ein armer, grauer Spatz, der mutterseelenallein in der Welt stand und sich neben dem kränklichen Scheuer! kümmerlich fortbrachte. Holl legte 20 Pfen­nig hin. Diese tägliche Zeitung war bei seinen Vermögensverhältnissen krasse Verschwendung, weil er sie ebensogut im Lesesaal der Fabrik hätte studie­ren können. Der Kauf geschah aus Gutmütigkeit, weil es den beiden so schlecht ging.

Was macht euer Geschäft?"

Wenn es so weitergeht, müssen wir zusperren. Die Brüder kaufen keine Zeitungen", klagte Anna.

Na, laß gut fein", warf Scheuerl ein, der im Hintergrund aus einem Blechnapf dünnen Kaffee löffelte,wenn ich nächste Woche bei Hegemann anfange, wird's mit dem Verdienst schon besser. Sie haben mich nämlich beim Neubau als Hilfs­arbeiter eingestellt."

Können Sie denn das leisten? Sie sind doch auch nicht der Kräftigste?" fragte Holl.

Muß halt gehen. Wir können doch nicht ver­hungern", sagte Scheuerl kauend und leckte ein paar Tropfen aus dem Bart.

Holl schubste sein braunes Paket auf die andere Seite und zog etwas in weißes Papier Gewickeltes aus der Tasche.Versucht mal die Griebenwurst. Sieht lecker aus, nicht? Und große Portion! Dreißig Pfennig in unserer Kantine. Nimm, Anna."

Das Mädchen schielte auf die wunderbare Wurst und zögerte.

Und du?"

Sie war für Mutter. Ach, ich kriege für sie schon etwas anderes. Ich komme da jetzt an einem Haufen Läden vorbei. Laß sie dir schmecken."

Du bist ein so guter Mensch, Georg", sagte sie leise und schaute zu ihm in die Höhe. Anna war zierlich, fast mager, besaß hübsche Augen und eine fröhliche Stupsnase, die nicht recht zu ihrer sckwer- mütigen Veranlagung paßte.Wir danken schön; das trifft sich übrigens fein; heute ist mein Geburts­tag. Achtzehn."

So so. Gratuliere! Da kommt mein Wagen. Den darf ich nicht versäumen. Wiedersehen miteinander!" hastete Holl und lief zur Elektrischen hinüber. Als er fein Paket auf der hinteren Plattform verstaut hatte, dachte er: Die Anna ist ein armes Huhn. Wenn man so ein Mädel betrachtet, kommt man sich reich dagegen vor. Das Backsteintragen und Mörtelrühren hält der Scheuerl auf die Dauer nicht

lieferten sich einen scharfen Zweikampf. Mit 1:11,5 waren die beiden Favoriten im ersten Durchgang zeitgleich. Dann aber entfaltete Harro Cranz seine ganze Fertigkeit und kam in 1:08,5 Minuten als Schnellster über die Strecke.

4.®infcrfampffpiele derHitler-Zugend

Der zweite Tag.

Der zweite Tag der 4. Winterkampfspiele der HI. sah unsere Jugend aus den Kampfttätten um Gar­misch-Partenkirchen bei strahlendem Sonnenschein wieder fleißig an der Arbeit. Im Olympia-Eis- stadion bestritten die Hitlerjungen und BDM.-Mädel ihr Pflichtprogramm zum K u n st l a u f e n. Dabei hinterließen wieder der deutsche Meister Horst Faber und sein gefährlichster Gegner Edi R a b a den besten Eindruck. Bei den Mädels zeichneten sich neben der deutschen Meisterin Lydia Beicht noch Hanne Niemberger und Emmy Puzinger aus. Am Nachmittag traten dann wieder die Eis- hokeyspieler in Aktion.

Auf dem Rießer See nahm der Kampf um die Meisterschaft im Eisschnelläufen mit den Rennen über 1000 und 500 Meter seinen Fort­gang. Auf der Abfahrtsstrecke am Kreuzeck hatte der Reichsjugendführer Baldur von Schirach wieder Gelegenheit, sich vom Können feiner Jugend zu überzeugen. 360 Abfahrtsläufer und Käuferinnen setzten sich mustergültig ein und lieferten sich harte Kämpfe. Am Nachmittag wurde der Langlauf aus­getragen, und im Schistadion gab es noch ein Aus- fcheidungsfpringen des Jungvolks.

rufe des Wirtes eilten Nachbarn herbei, und schließ­lich gelang es, den Einbrecher zu fesseln. Während der zweite Einbrecher unerkannt entkommen ist, stand der Festgenommene in Person des bereits mehrmals wegen Diebstahls und Landstreicherei vorbestraften 37jährigen Otto Frohberg aus dem Saalekreis gebürtig jetzt vor dem Schöffen­gericht unter Anklage. Angeblich will er von feinem ihm dem Namen nach unbekannten Komplicen zu dem Einbruch verleitet worden fein. Das Gericht war der Ansicht, daß die Landstraßen von derarti­gen asozialen Elementen gesäubert werden müssen und erkannte wegen versuchten schweren Diebstahls sowie gefährlicher Körperverletzung auf ein Jahr drei Monate Zuchthaus, drei Jahre Ehr­verlust und Stellung unter Polizeiaufsicht.

Jugendliche Lebensretter.

LPD. D ä r m st a d t, 22. Febr. Der Lithographen­lehrling Hans Feller in Steinheim a. M., der Gärtnerlehrling Hermann Keßler in Erbach i. O. und der Schüler Josef H e ck w o l f in Münster haben im vergangenen Jahre drei Jungen vom Tode des Ertrinkens gerettet Für diese Rettungstat sprach ihnen Reichsstatthalter Gauleiter Sprenger im Namen des Führers und Reichskanzlers die öffent­liche Belobigung aus.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

G. W. Der Volksschriftsteller Erwin Gros, Pfar­rer zu Gonzenheim bei Bad Homburg, stammt nicht aus Darmstadt, sondern ist 1865 in Buxtehude ge­boren. Mit seinem BucheDer Lehrer von Hartzen­hausen" setzte er sich für die Raiffeisen-Genossen­schaften ein. Er schrieb ferner die ErzählungenEls­beth von Hellhoven",Der Bauernpfarrer",Schwe­lendes Feuer",Don schlichten Leuten",Winkelhude und andere heitere Geschichten",Die letzte Nonne von Walddorf",Trotzige Herzen" und ein Märchen Frau Sehnsucht". Weiteres ist hier leider nicht zu ermitteln. Ob er noch lebt und wo er jetzt wohnt, ist uns nicht bekannt; daß er bei seinem Alter noch im Amt sei, ist ganz unwahrscheinlich. Näheres könnte ^chnen möglicherweise Professor Esselborn in Darnsttadt mitteilen.

2l. Sch. in G. Die Bestimmung, daß auch für die Weiterversicherung in der Angestelltenversicherung Beiträge in der dem jeweiligen Einkommen ent­sprechenden Gehaltsklasse zu verwenden sind, gilt ab 1. 4.1928. Ab 1.1.1934 müssen zur Aufrechterhal­tung der Anwartschaft jährlich mindestens sechs Marken ebenfalls in der dem jeweiligen Einkommen entsprechenden Gehclltsklasse verwendet werden. Als Einkommen ist hier sinngemäß nicht nur Entgelt oder Arbeitsverdienst, sondern jede beliebige Ein­nahme (Gesamteinkommen) anzusehen. Wegen Nach­zahlung evtl, Unterschiedsbeträge müssen Sie sich an die Reichsversicherungsanstalt für Angestellte, Berlin-Wilmersdorf, Ruhrstraße 2, wenden.

L. A.G. Neben den reichsgesetzlichen Renten der sozialen Versicherung kann, wenn die Rente zur Be­streitung aller Lebensbedürfnisse unzureichend ist, eine zusätzliche Unterstützung aus Mitteln der öffent­lichen Fürsorge (gehobene Fürsorge) gewährt wer­den, deren Höhe sich nach individuellen und ört­lichen Gesichtspunkten richtet. Für die Festsetzung sind die Richtsätze der Fürsorge und deren besondere Richtlinien maßgebend. Diese Unterstützung wird als Sozialrentnerunterstützung bezeichnet. Die So­zialrentnerunterstützung ist im Rahmen der bestehen­den allgemeinen Vorschriften und der für die ge­hobene Fürsorge maßgebenden Ausnahmevorschrif­ten an sich erstattungsfähig.

Nundfunkprogramm

Freitag, 24. Februar.

zusammen mit Rumänien und Frankreich an der 1. Fußball-Weltmeisterschaft in Montevideo teil- nahm.

Man sieht, daß die Jugoslawen auch im Fußball schon sehr viel geleistet haben, jedenfalls mehr, als man in Deutschland weiß. Der Jugoslawische Fuß­ball-Verband kann in diesem Jahre sogar auf ein zwanzigjähriges Bestehen zurückblicken. Die elf Spieler, die die jugoslawische Nationalmannschaft bilden, gehören ausnahmslos den großen Vereinen Belgrads und Zagrebs (Agram) an. Von den Ver­einen der Nationalliga dürften der Belgrader SK. und HASK. Agram in Deutschland nicht ganz un­bekannt sein. Schließlich sei noch erwähnt, daß Ju­goslawien eine durchaus aktive Länderspiel-Bilanz aufweisen kann, denn von 107 (!) Spielen wurden 48 gewonnen, 14 unentschieden gestaltet und 45 verloren.

Die Mannschaften.

Im Berliner Olympia-Stadion werden unter Lei­tung des belgischen Schiedsrichters L. B a e r t fol­gende Mannschaften den Kampf aufnehmen:

Deutschland: Klodt (FC. Schalke 04); Janes (Fortuna Düsseldorf), Streitle (Bayern München);