Die Bedeutung des Zulkers für die Ernährung
Zusammen: 16 261141
9 318 461
1 791 374
3 167 516
623 200
315 361
224 000
131 367
217 324
472 538
Teil aus.
6 wirt der
wichtige Nahrungsmittel mehr zu beachten. Die Bedenken, die so mancher gegen den höheren Zuaer- verbrauch hegt, werden durch folgende Entschließung der Reichsarbeitsgemeinschaft für Volksernährung
Haushalt
Zuckerwaren und Schokolade
Backwaren
Marmeladen und Gelees
Alkoholische Getränke und Obst
konserven
Bienenfütterung
Kunsthonig
Nichtalkoholische Getränke
Sonstige Gewerbe und Industrie
Kreis Alsfeld
Burg-Gemünden, 22. Febr. Bei Gast- Johannes Sann I. fand die Uebergabe neuen Bundesfahne an die hiesige
Die Chatten im frühen Mittelalter
Zahrestagung des Oberhessischen Geschichtsvereins.
Kriegerkomeradschaft statt. Der Saal war bis auf den letzten Platz besetzt. Nach Begrüßung durch den Kameradschaftsführer Z i n s e r übergab Bezirksführer R e u s ch e r (Alsfeld) mit Worten der Verpflichtung die neue Fahne an den Kameradschaftsführer, der sie seinerseits dem Fahnenträger übergab. Im Zusammenhang mit der Fahnenübergabe wurden vier treue Kameraden für 25jährige Vereinszugehörigkeit, und zwar Johannes Sann I., August Heßler, Wilhelm Theiß und Valentin Konrad Ruckelshauß, mit dem Jubiläumsabzeichen geehrt. Im weiteren Verlaufe des Abends gelangte ein Film zur Aufführung, der im Geiste nach Spanien führte und die Zuschauer in Kriegszeiten versetzte. Bei kameradichastlicher Unterhaltung und bei den Klängen des Musikkorps des J.-R. 116 blieb man dann noch geraume Zeit beisammen.
Aul frischer Tat ertappter Einbrecher.
Lpd. Marburg, 21. Febr. In einer Novem- bernacht v. I. vernahm ein Gastwirt in Gilserberg, als er sich kaum zum Schlaf medergelegt hatte, in seiner Gaststube ein verdächtiges Geräusch. Er sah sich beim Eintritt in die Gaststube zwei Einbrechern gegenüber, die gerade mit einer „Prüfung" der Schränke beschäftigt waren. Einer der Einbrecher nahm schnell durch eine Hintertür Reißaus, während der Wirt den zweiten festzu- halten suchte. Es kam zwischen dem im Alter von 60 Jahren stehenden Gastwirt und dem erheblich siingeren Einbrecher zu einem erbitterten Handgemenge. Der Einbrecher drang mit Fäusten auf den Gastwirt ein, biß ihm in die Schulter und Hand und schlug noch mit einem Holzstück zu. Auf Hilfe- .
Die im Jahre 1936/37 in Deutschland hergestellte Zuckermenge belief sich insgesamt auf 18 096 331 Doppelzentner Rohwert. Im Inland wurden im Jahre 1937 davon verbraucht: 16 260141 Doppelzentner Verbrauchszucker, die sich auf die einzelnen Verbraucherqruppen wie folgt verteilen:
Doppelzentner
Reichsarbeitsdienstes haben die neuen „Vollkraft- Fische" probiert und sehr gute Erfahrungen gemacht. Es ist dringend zu wünschen, daß auch die Hausfrauen einmal die Vorzüge dieser neuen Fischverarbeitung kennenlernen. Die Erfahrungen des letzten Sommers haben gezeigt, daß auch bei heißem Wetter die in dieser Weise geräucherten Fische mehrere Tage frisch bleiben. Gerade in den heißen Augusttagen des vergangenen Jahres wurden z. B. kalt geräucherte Fische von Homburg in ein Lager des ReichsarbeitÄlienstes im Gau Saarpfalz gesandt. So öffnet sich ein neuer Weg, dessen Möglichkeiten noch lange nicht voll erkannt und ausgenutzt sind.
Keine De^ögerung mehr beim Familien-Kranlenschein.
Die Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen haben für ihre berechtigten Familienangehörigen nur Anspruch auf ärztliche Behandlung, wenn sie innerhalb der letzten sechs Monate mindestens drei Monate auf Grund eines Reichsgesetzes für den
gewesen sein muß, eine Stammversammlung statt- fand, in der 919 der Sachsenherzog Heinrich I. zum König gewählt wurde. Unter den sächsischen Königen spielte Hessen, wie der Vortragende abschließend ausführte, noch eine große Rolle.
Die Zahrestagung.
Im Anschluß an den Vortrag fand die Jahresversammlung des Oberhessischen Geschichtsvereins statt. Der Vorsitzende, Studienrat Dr. Glöckner, gab die anläßlich des 85. Geburtstages erfolgte Er- nennung des früheren Direktors der Univerfitäts- Bibliothek, Professor Dr. Wilhelm V e l k e, der bereits seit 1934 Ehrensenator der Universität ist, zum Ehrenmitglied bekannt und überreichte ihm die Ehrenurkunde, aus der die dankbare Anerkennung seiner langjährigen selbstlosen Mitarbeit im Verein und im Vorstand hervorging.
Der Vorsitzende berichtete dann über die Aufwärtsentwicklung der Mitgliederzahl des Vereins, die nahezu an das erstrebte Ziel der 200 heranreicht. Er richtete an die Mitglieder den Appell, aus dem weiten, ganz Oberhessen umfassenden Gebiet neue Freunde der Heimatsache zu gewinnen, damit die wertvolle Arbeit der geschichtlichen Ergründung Hessens auch in Zukunft eine sichere Grundlage beibehalten kann. Dabei verwies er auf die an Beiträgen zur Heimatgeschichte reiche Zeitschrift, der ein größeres Verbreitungsgebiet erschlossen werden soll. Sein Dank für die Unterstützung dieser Zeitschrift galt neben den Mitarbeitern u. a. auch Ministerialrat Ringshausen, Bürgermeister Kindermann (Wetzlar), der Gemeinde Staufenberg und dem Geschichtsverein Alsfeld, die durch Beihilfen die Herausgabe der letzten Ausgaben ermöglichten. Der Besuch der Vorträge war befriedigend. Die Kassenverhältnisse sind befriedigend, obwohl die Einnahmen nicht die Ausgaben für die Zeitschriften deckten, so daß der Verein auf Zuschüsse und anderweitige Unterstützungen angewiesen ist.
Für den verhinderten Rechner, Bankbevollmächtigten Ritter, gab Vorstandsmitglied Bingel Aufschluß über die Geschäftslage des Vereins und vermittelte zugleich Anregungen zur Gewinnung neuer Freunde. Vor allem regte er an, weitere Gemeinden für die Mitgliedschaft zu gewinnen, da die Arbeit auch der Erforschung ihrer Entwicklung zum Vorteil gereicht. Die Mitglieder Professor Dr. H e p d i n g und Oberkriegsgerichtsrat i. R. Koch wurden zu Kassenprüfern bestellt.
Dereinsführer Dr. Glöckner, dessen Amtszeit abgelaufen ist, wurde auf Vorschlag von Professor Dr. H e p d i n g einstimmig wiedergewählt. Der Vereinsführer bestätigte den übrigen Vorstand in seinen Aemtern. Dr.. Glöckner wurde herzlicher Dank für seine aufopfernde Tätigkeit ausgesprochen.
Für den Monat April wurde ein Vortrag von Professor Dr. Helm (Marburg) in Aussicht gestellt. Weiter soll ein größerer Ausflug in das hessische Land, voraussichtlich nach Fritzlar, stattsinden.
# Münzend erg, 22. Febr. Der hiesige G e - sangverein „Eintracht" veranstaltete im Gasthaus „Zum Löwen" sein Wintervergnügen. Ehrenvorsitzender Adam Metzger begrüßte die zahlreichen Teilnehmer. Der Gemischte Chor sang unter der Stabführung von Chormeister Nern einige schöne Volkslieder. Mitglieder des Vereins erfreuten ferner mit einigen Theaterstücken. Mit großer Freude wurde dann der von Chor und Orchester wiedergegebene Straußsche Walzer '^,An der schönen blauen Donau" aufgenommen. Den zweiten des Abends füllte ein breiartiges Theaterstück
Mit einem Vortrag im Gymnasium beschloß am gestrigen Mittwochabend der Oberhessische Geschichtsverein sein diesjähriges Mnterprogramm. Den gestrigen Vortrag hielt
slniversitätsprofessor Dr. Tellenbach
über das Thema: „Die Chatten im frühen Mittel- alter". Nach eingehender Begründung hob er hervor, daß die Hessen eine bedeutsame Rolle in der Geschichte des Fränkischen Reiches gespielt haben. Jahrhundertelang waren wir ohne Nachricht von den Chatten, aber Tatsache ist, daß die Hessen mit den von den Römern öfter genannten Chatten identisch sind. Die Romer haben sich mit den Chatten nicht nur deshalb beschäftigt, well sie ihre Nachbarn waren, sondern auch, well sie durch ihre kriegerische Tüchtigkeit ihnen viel zu schaffen machten. Die Chatten überschritten nicht nur immer wieder den Limes, sondern sie drangen auch in die Wetterau und in den Taunus ein,! um ihre Plünderungen auszufübren. Vom 3. bis zum 8. Jahrhundert herrscht allerdings noch heute Dunkel- hei! über die Entwicklung der Chatten, in die auch die Archäologie noch kein Licht zu bringen vermochte. Zum letzten Male haben wir Kenntnis von den Chatten, als sie in der 2. Hälfte des 3. Jahrhunderts bei der Ueberwindung der Romer in Oberhessen mitgeholfen haben. Dann bleiben die Nachrichten von den Chatten aus. Chattische Siedlungsgebiete waren nicht geschaffen. Nur das Kernland der Hessen ist bekannt, das sich im Sterben bis etwa zur Diemel, von ber Werra bis zur Fulda bis nach Flieden im Osten und den Vogelsberg über Alsfelb—Schotten bis in ben nörblichen Kreis Büdingen erftredte und von ber Eder bis Lahn unb Dill reichte.
Als Bonifatius ins Lanb kam, waren bie Hessen noch Heiden; dies beweisen bie Gräberfunde aus bem 7. Jahrhundert, wie sie auch in Gießen auf bem Trieb angetroffen mürben. Die Hessen standen demnach nur in loser Verbindung zu bem Frankenreich. Auch eine Stammbilbung ist bei ben Hessen nicht aufzuweisen. Erst zur Zeit bes Vorbringens ber Sachsen gegen Franken und zur Zeit Karl Martells gehörte Hessen zum Fränkischen Reiche. Mit Hilfe und Unterstützung Karl Martells nahmen die Hessen bie Religion bes Frankenherr, schers an, unb diese Christianisierung führte zur Frankisierung der Hessen. Fulda wurde zum Zentrum dieser Bestrebungen. Die Geschichte beweist, daß bie FuDaer Bischöfe keine Hessen waren. Als bann Karl ber Große gegen bie Sachsen zog, war Hessen bas Aufmarschlanb.
Auch von einem Stamm der Hessen ist nichts bekannt, es findet sich lediglich ein Hessen-Gau, der zu Ostfranken gehörte. In diesem Hessengau hatte Gebhard vom Lahngau einen großen Einfluß, so daß er „Dux" (Herzog) genannt wurde. In der wichtigsten Stunde des Frankenreiches spielte Hessen eine entscheidende Rolle, indem in Fritzlar, bas für das konradinifche Haus von größter Bedeutung
3 Würfel 9 Pf.
1 Stange (6Würfel)18 Pf.
haben zugesagt, daß sie ihre Mtzliedskassen ent. sprechend unterrichten werden.
♦
**6 4 Jahre alt. Am morgigen frnütag, 24. Februar, kann Frau Marie S t ö ck e r t Witwe, Kreuzplatz 6, in geistiger und körperlicher Frische ihren 64. Geburtstag feiern. Frau Stottert wohnt gleichzeitig feit 25 Jahren im Hause Bieler Seit ebenso langer Zeit ist sie treue Leserin bes Gießener Anzeigers. Wir beglückwünschen!
Aus ber engeren Heimat.
Butzbacher Ehrenbürger gestorben.
LPD. Butzbach, 22. Febr. Im 83. Lebensjahre starb in Köln ber Geheime Schulrat Hermann Jäger, Ehrenbürger ber Stabt Butzbach. Hermann Jäger war um die Jahrhunbertwenbe in Butzbach tätig unb hat sich große Verbienste um bie Heimatforschung erworben. Ihm ist auch die Schaffung bes Heimatmus eums zu verdanken. Die Ausgrabungen römischer Bauten, des Limes und bie Errichtung einer naturgetreuen Nachbilbung des römischen Wachtturmes auf dem Schrenzer sind gleichfalls bem Einsatz Schulrat Jägers zu Derbanfen.
Landkreis (Sichen
z Steinbach, 23. Febr. Am morgiaen 24. Februar kann ber frühere Zimmermann Louis Wilhelm Pitz feinen 7 8. Geburtstag feiern. Der alte Herr erfreut sich noch guter körperlicher und geistiger Rüstigkeit und hilft noch fleißig in ber Landwirtschaft seines Sohnes Heinrich Pitz I. mit. Wir gratulieren zum Geburtstag.
* Lollar, 23. Febr. Der auf einer Gießener Baustelle beschäftigte Monteur Paul Wendt von hier stürzte bei seiner Arbeit von einem hohen Gerüst ab unb erlitt dabei einen Beckenbruch sowie eine schwere Gehirnerschütterung. Der Verunglückte mußte in bie Chirurgische Klinik gebracht werden. Der bedauernswerte Mann, der jetzt noch bewußtlos ist, liegt schwer darnieder.
# Mainzlar, 22. Febr. Bei Gastwirt Vogel fand eine Bauernversammlung statt. Nach ber Eröffnung burch Bürgermeister H. S p a a r IV. sprach Pg. Weber über landwirtschaftliche Tages- fragen unb über bie Notwendigkeit einer gesteigerten Fetterzeugung. Eine rege Aussprache schloß sich an.
# Allend orf (Lah n), 22. Febr. Der hiesige Turnverein veranstaltete bei Kamerad Henkelmann einen Unterhaltungsabend, dessen Reinertrag dem Winterhilfswerk zugute kam. Den musikalischen Teil bestritt die Blaskapelle Heinrich (Münchholzhausen), und sie erntete für ihre gute Musik dankbaren Beifall. Zwei Theaterstücke, von jungen Angehörigen des Vereins aufgeführt, gefielen sehr gut. Die Pausen wurden durch turnerische Darbietungen ber Zöglinge ausgefüllt. Verlosung und Tanz beschloßen ben Abend.
□ Obbornhofen, 22. Febr. Die hiesige N S.- Kriegerkameradfchaft hielt bei Gastwirt Hermann Groß I. ihren Jahresappell ab. Karne- rabschaftsführer Richarb L e s ch h o r n gab zunächst einen Rückblick auf die Ereignisse bes vergangenen Jahres innerhalb der Kameradschaft unb wies auch auf die großen politischen Ereignisse hin. Rechner Heinrich R u p p e l erstattete ben Kassenbericht, der in Ordnung befunden wurde; dem Rechner wurde Entlastung erteilt. Der Vorstand blieb unverändert im Amt. Der Mitgliederstand hat sich um sechs vermehrt und beträgt jetzt 36. Im Hinblick auf die erwünschte Errichtung eines Schießstanbes mußte Bürgermeister Kammer mitteilen, daß der Bau jetzt nicht möglich sei, da sich bie Gemeinde erst um bie Schaffung eines HI. - Heimes unb eines Schwimmbades bemühen müsse. In kameradschaftlicher Unterhaltung klang der Abend aus.
Kreis Friedberg.
Arbeit für ihre Existenz unb zum Wohle ber Gesamtheit leisten können, feien heute noch einmal auf ben Lichtbildervortrag über Berufsumschulung hingewiesen, ben SA.-Oberführer Witzel von der SA.-Berufsschule Lockstebter Lager am morgigen . Freitagabenb im Sitzungszimmer bes Arbeitsamtes ; Gießen haften wirb. Dieser Vortrag. ber für alle ; Besucher kostenfrei unb unverbinblich ist, wirb den Interessenten zahlreiche unb beachtenswerte Hin- < weist auf die Möglichkeiten unb Vorteile ber Berufsumschulung bieten. Alle lebigen Volksgenoßen, bie ihre Militarbienstzeit abgeleistet haben, sind zu Dietern Vortrag eingelaben. Nur für landwirtschaft- liche Kräfte jeder Art kommt bie Berufsumschulung nicht in Betracht. Man barf wohl annehmen, baß biefer wichtige Vortrag starkes Interesse unb guten Besuch finben wird.
Kreisversammlung
derFachschaft Höhere Schule.
Die Fachschaft Höhere Schule im NS.-Lehrerbunb hielt am gestrigen Mittwochnachmittag im Singsaal ber Langemarck-Schule eine gut besuchte Kreisversammlung ab, bei ber Kreisfachschaftswalter Prof. Dr. Aböl pH u.a. darauf hinwies, daß eine weitere Fachschaft, die Geographische Fachschaft, gebildet werben wird.
Dann hielt Universitäts-Professor Dr. B o l l - n o w einen Vortrag über ben „Begriff ber Geschichtlichkeit". Der Vortragende ging von dem bisher vor- herrschenden Historismus, der rückwärtsschauenden, pessimistischen Betrachtung der geschichtlichen Ereignisse aus, ber eine Zeitlang eine geistige Macht zu sein schein. Aber biese Unterganasftimmuna ist zer- rönnen, unb unsere Zeit ist wieder geschichtlich geworben, weil sie schöpferisch ist und Neues bringt. Aus diesem neuen Bewußtsein, das aus sich eine neue Ordnung schafft, ist der Begriff der Geschichtlichkeit gewachsen. Diese Ueberwindung des Historismus bezeichnete der Portragende nicht als ein Ergebnis der Geschichtsphilosophie, sondern als die Erkenntnis, daß bie Geschichte Leben an sich ist. In ber Geschichte ber Philosophie bis zur Gegenwart sind aQerbings zwei Ansätze zu erkennen, Die zur Ueberwindung bieses leeren Historismus führen können. Als solche bezeichnete der Vortragende die Lebensphilosophie, bie ihren Vertreter in Heidegg- ger, unb bie Existenzphilosophie, die ihren Vertreter in Dilthey findet. In diesen beiden Systemen finbet sich je eine Seite, bie Professor Bollnow eingehend verständlich zu machen versuchte, die geeignet zu sein scheinen, einen Weg zur Geschichtlichkeit an sich zu weisen. Allerdings, so fügte er abschließend hinzu, kann heute noch nichts Darüber gesagt werden, ob sich diese beiden Seiten aus diesen zwei Systemen ergänzen lassen.
Dem Vortrag folgte eine anregende Aussprache, Die den Hörern noch manche interessante Blickpunkte gab.
Ein Wink für den Februar, Mär,. ..
Nun ist ber Februar schon bald vorüber. Wir merken häufig nicht, wie schnell bie Zeit vergeht, und vergessen Darüber nicht selten gute Vorsätze, mit Denen mir in Das neue Jahr getreten sind. Äiele Volksgenossen nehmen sich vor, es im neuen Jahre noch besser zu machen als im vergangenen, unD dazu gehört auch die Absicht, die Tugend der Sparsamkeit nachhaltig zu pflegen. Dieser Porsatz wirkt sich, wie die Erfahrungen vieler Jahre zeigen, erheblich durch verstärkte Einzahlungen von Spargeldern aus. Der Januar bringt daher stets ein besonders gutes Sparergebnis. Nun aber kommt es darauf an, den Vorsatz, bas Sparen zu pflegen, auch in ben anderen Monaten bes Jahres zu befolgen. Durch emsiges und stetiges Sparen auch ber kleinsten Summe kann leicht ein Bettag auf einem Spar- kasienbuch angesammelt werben, ber im Laufe des Jahres für Anschaffungen, für eine Reise illm. zur Verfügung steht. Noch besser ist es natürlich, wenn barüber hinaus ein Notgroschen zusammengespart wirb, um ihn für bie nun einmal im Leben un- verrneiblichen Wechselfälle bereit zu haben.
„Vollkraft-Fische" - eine neue Art.
Wir haben oft gehört, baß in anderen Ländern der Fischverzehr viel höher ist als bei uns, daß ber Engländer z. B. im Jahr 24 Kilogramm, ber Japaner sogar 50 Kilogramm, der Deutsche jedoch nur durchschnittlich 12,5 Kilogramm im Jahr an Fisch verzehrt. Die Frage ber Steigerung bes Fischver- lbrauches ist aber nicht nur eine Frage ber Werbung, sondern ebenso eine Frage bes Transportes unb ber Verteilung. Die Hausfrau im Süden und Westen bes Reiches soll ben Fisch nicht minder frisch unb appetitlich erhalten, als bie in ben Küstengebieten. Außer durch Verbesserung des Transportes und der Verteilung gibt es aber auch in ber Zubereitung mancherlei Möglichkeiten, dem Fisch
Fall ber Krankheit versichert waren (§ 205 ber Reichsversicherungsvrdnung). Wenn nun ein Kasstn- mitglied bie Stelle seiner Beschäftigung oder" gar seinen Wohnort gewechselt hat, find wieberholt Schwierigkeiten bei ber Ausstellung von Familien- krankenscheinen aufgetreten, weil ber Versicherte zunächst nachweifen mußte, wie lange unb bei welchen Krankenkassen er in ben letzten sechs Monaten versichert war. Diele Krankenkassen haben für bie- fen Zweck Bescheinigungen über die Mitgliebschaft bei benjenigen Krankenkassen verlangt, bei Denen bas Kassenmitglieb vorher versichert war. Bis zum Eintreffen dieser Bescheinigungen verzögerte sich bie Ausstellung bes Familienkrankenscheins. Um biese Schwierigkeiten nach Möglichkeit auszuräumen, find sich, wie bas „Deutsche Aerzteblatt" mitteilt, bie Reichsführung ber Kassenärztlichen Vereinigung Deutschlands unb Die Reichsverbänbe ber Krankenkassen darüber einig geworben, baß zum Nachweis über bie Erfüllung ber Wartezeit bie Vorlage bes Arbeitsbuches ober eines vom Arbeitgeber angefertigten Auszuges aus bem Arbeitsbuch in ber Regel genügen soll. Die Reichsverbänbe ber Krankenkassen
neue Freunbe zu gewinnen.
Wer nach England kommt unb morgens im Speisewagen frühstückt, bem wirb meist ein Stück „smoked Haddock“, kalt geräucherter Schellfisch, ober ein Stück „smoked hllet“, kalt geräuchertes Fischfilet, vorgesetzt. Fast jeder engliche Arbeiter unb Angestellte pflegt morgens folch ein Stück kalt geräuchertes Fischfilet zu essen, bas er am Tage vorher im Laben ober am Wagen gekauft hat. Fast sprichwörtlich sind in England bie beiden Topfe mit Wasser, bie morgens auf ben Herb gesetzt werben. Der eine ist für Tee bestimmt, in bem anberen wird bas kalt geräucherte Filet gegeben, ©obalb das Wasser siedet, ist der Fisch fix und fertig, Detin bie englischen Kalträuchereien liefern ihn entgrätet, gesalzen und geräuchert, so daß Hausfrau ober Junggeselle ben Fisch ohne jebe weitere Zubereitung aufs Feuer setzen können. Man schätzt, baß rund 50 v. H. aller Fische in England in dieser Form verzehrt werben. Auffallend aber ist vor allem ber hohe Sättigungswert unb ber appetit- anregenbe Geschmack bieses Räucherfisches.
Es lag nun nahe, auch in Deutschlaiü) ben Versuch zu machen, Fische nach biesem Verfahren zu räuchern. Eine Hamburger Firma hat nach englischen Plänen bie hierfür erforderlichen Spezialöfen bauen lassen und auch ihre Räuchermeister besonders geschull. Nach einigen Fehlschlägen ist es nun gelungen, wirklich gute kaltgeräucherte Fische herzustellen, bie überall Anerkennung gefunden haben. Viele Wehrmachtteile unb Abteilungen bes
entkräftet:
„Gegen eine Steigerung bes Zuckerverbrauchs innerhalb bes Kohlehydratebedarfs (zusammen 400 bis 500 Gramm Kohlehydrate täglich) bestehen keinerlei gesundheitliche Bedenken. Erfolgt eine Erhöhung des Zuckerverzehrs über ben normalen Kohlehybratbebarf hinaus in Verbindung mit einer Zurücksetzung bes Fettverzehrs, bann empfiehlt sich eine gleichzeitige Steigerung ber Vitaminzufuhr durch frische Gemüse, Milch, Vollkornbrot, Kartoffeln und ähnliche Ditaminträger."
Innerhalb dieses von der Reicksarbeitsgemeinschaft für Dolksernährung vorgezeichneten Rahmens läßt sich also ber Z u ck e r v e r b r a u ch unbedenklich verdoppeln. Die Erzeugung ist durchaus gesichert: Jahreserzeugung an Zucker in Millionen Doppelzentner: 1932/33 — 9,8; 1937/38 =» 19,9. Don dieser jährlichen Erzeugung war ber Verbrauch je Kopf ber Bevölkerung 1932 = 20,12 Kilogramm unb 1937 = 24,0 Kilogramm. Ein Vergleich Der flächenmäßigen Anbausteigerung mit ber Derbrauchssteigerung je Kopf ber Bevölkerung in ben Jahren seit 1932/33 läßt erkennen, baß ber Zucker verbrauch nicht annähernb mit ber flächenmäßigen Ausbehnung bes Anbaues Schritt gehalten hat. Im Vergleich zu Deutschland liegt Der Zuckervergleich in anderen Ländern wesentlich höher. Er betrug in Kilogramm je Kopf und Jahr in
lieber die Hälfte unserer Zuckererzeugung man- bert also als reiner Zucker in bie Haushaltungen und wird bort als „Zutat" zur geschmacklichen Ausrichtung ber Speisen unb zum Süßen verwendet. Dabei ist bisher von ben Hausfrauen meist nicht beachtet worben, daß der Zucker ein ausgezeichnetes, leicht verdauliches Nahrungsmittel von besonders hohem Nährwert ist. Er muß deshalb auch als solches geachtet und in ber täglichen Kost mehr und planmäßiger verwendet werden. (Süße Morgensuppen, Süßspeisen usw.). Auch die Tatsache, daßber Zucker in ber menschlichen Ernährung in weitem Umfange Fett, wa uc^uy m . ----
besonders bei Backwaren zu ersetzen Deutschland 24,0, in England 45,6, in ber Schweiz vermag, sollte bie Hausfrau veranlassen, dieses 42,2 und in Dänemark 53,7.
Vorzügliche Fleischbrüh - Suppen bereitet man schnell und billig mit MAGGP Fleischbrüh-Würfeln


