Ausgabe 
23.1.1939
 
Einzelbild herunterladen

SJlxfport

Mhrerappell der Motorgruppe Hessen in Alsfeld.

NSG. Am Sonntag hatte der Führer der Motor­gruppe Hessen, Gruppenführer Richard Prinz von Hessen, sämtliche Standartenführer, Staf­felführer und Sturmführer der Motorgruppe Hessen zum ersten Fuhrerappell des Jahres 1939 nach Alsfeld besohlen. 120 Führer der Motorgruppe Hes­sen starteten morgens um 7 Uhr von Hanau, Hün- feld, Kassel, Marburg und Wetzlar äus zur Fahrt nach Alsfeld, die aus Zweckmäßigkeitsgründen als Orlentierungsfahrt ausgestaltet war. Bei strömendem Regen und auf schlammigen Straßen gingen die Fahrzeuge auf die Strecke, die durch das Gebiet des Vogelsbergs und des Knüllgebirges führte. Alle erreichten nach Anfahren der drei Kon­trollpunkte in der vorgeschriebenen Zeit von drei Stunden dreißig Minuten das Ziel Alsfeld.

In Alsfeld versammelte der Gruppenführer die Formationen im HotelDeutsches Haus", wo sie Gelegenheit hatten, die Rede des Gauleiters anzu­

hären. Am Nachmittag folgte der eigentliche Füh­rerappell, den der Gruppenführer einleitete Weiter sprachen der Sportleiter der Motorgruppe Hessen, Sturmführer Kießling, der Wehrsport­referent, Oberscharführer Ohlig, der Fürsorge­referent, Sturmführer Tromm, der Verwaltungs­führer Obersturmführer H o e r ft e r, der Referent für Weltanschauung, Obersturmführer M e i n i g und schließlich der Presserefercnt und Verkehrshilfsdienst­führer der Motorgruppe Hessen, Obersturmführer v. Schenken darf, über ihre Arbeitsgebiete. Den Abschluß des Führerappells der Motorgruppe Hessen bildete ein kameradschaftliches Beisammensein aller Formationsführer der Gruppe in Alsfeld.

Hitler-Jugend Bann 116.

Spiele um die Vannmeisterfchafl im Fußball.

Die am 8. Januar von mir wegen der schlechten Platzverhästnisse abgesetzten Spiele werden einheit­lich am 12. Februar 1939 nachgeholt.

Bannfachmart Fußball im Bann 116-Wetterau:

Fiedler.

Kraft- und Sportklub Gießen unterliegt Hanau 1860 1:6.

Der erste Verbandskampf auf heimischer Matte brachte dem Gießener Verein eine eindeutige Nie­derlage. Eigentlich lautete das Ergebnis 5:2, do aber Becker als schwerster Ringer der Mannschaft eigentlich ins Schwergewicht mußte, wurde er, als er im Mittelgewicht eingesetzt war, für besiegt er­klärt, obwohl er den Freundschaftskamps gegen Ziegler bemann. Gießen 93 ist in diesem Jahr stark geschwächt, da ausgezeichnete Kräfte ihrer Dienst­pflicht genügen und der Nachwuchs noch nicht er­fahren genug ist, um schon mit Erfolgen aufwarten zu können. Das treue Gießener Ringsportpublikum verfolgte die Kämpfe mit großem Interesse. Kampf­richter war Herrmann (Eiche" Hanau).

Vor dem Mannschaftskampf zeigten die Gewicht­heber des Vereins sehr gutes Können, so besonders Fritz Funk, Schmidt, Kröck und Den Außerdem wurden einige Kämpfe im Boxen gezeigt; dabei wurde die noch fehlende Technik durch großen Eifer ersetzt.

Die Kämpfe auf der Matte.

Bantamgewicht: Rabow (Gießen) kann den starken Waßmuth nicht gefährden und unterliegt durch Hüftschwung.

Federgewicht: Zwischen Hebeis (Gießen) und Willi Karg! (Hanau) entwickelt sich ein harter Kampf, in dessen Verlauf Hebeis durch verunglück­ten Schleudergriff in eine gefährliche Lage gerät.

Kampfrichter Herrmann erklärt Karg! zum Sieger, obwohl Hebeis noch nicht gelegen hatte.

Leichtgewicht: Hier gab es den schönsten Kampf des Abends zu sehen, denn blitzschnell wech­seln die Situationen beim Kampf von Alois Funk (HI. AR. 9) gegen Hans Kargl (Hanau). Einmal kam Kargl blitzschnell auf die Schultern. Es wurde aber vom Kampfrichter übersehen. Schließlich ge­lang es dem Hanauer nach einem Armzug, Funk die Brücke einzudrücken.

Weltergewicht: Nach lebhaftem Kampf be­siegt Eder (Gießen) den Hanauer Probst durch Ab­fangen eines Ueberstürzers. Ein schöner Erfolg des Gießener Nachwuchsringers.

Mittelgewicht: Truppführer im RAD. Ro­bert Becker (Gießen) liefert dem guten Ziegler einen harten Kampf. Er hat stets etwas mehr vom Kampf und wird verdienter Punktsieger.

Halbschwergewicht: Klotz (Gießen) hatte sich mit seinem Ausflug ins Halbschwergewicht etwas zuviel oorgenommen, denn bei dem ausge­zeichneten und 25 Pfund schwereren Mädicke (Ha­nau) konnte er seine Ueberstürzer und Hüftschwünge nicht anbringen. Er legte sich schließlich bei Aus­führung eines Ausreißers selbst.

Schwergewicht: Gegen den deutschen Mei­ster der schweren Altersklasse Kräcker (Hanau) hatte der 50 Pfund leichtere Gießener Schmidt keine Aus­sichten. Er verlor nach lebhaftem Widerstand durch Eindrücken der Brücke.

Zweistellige Handbaüsiege der Studenten und Artilleristen.

Hochschulmeisterschast im Handball.

Unioerfitäf Gießen schlägt HfL. Weilburg 11:5.

Das erste Vorrundenspiel um die deutsche Hoch- schulmeisterschaft im Handball brachte in Weilburg die Begegnung zwischen Gießen und Weilburg. Die Spieler trafen äußerst schlechte Platzverhält- msse an. Dennoch entwickelte sich ein abwechslungs­reicher Kampf, den die Gießener Studenten klar für sich entscheiden konnten. Die Gießener Vertre- tuna, die auf drei ihrer besten Kräfte verzichten mußte, (Seipp, Krausch und Krämer) hat sich mit diesem Sieg für die weiteren Spiele um die Hoch­schulmeisterschaft qualifiziert. Die Mannschaft spielte mit: Hofmann, Bork, Grieb, Ringt, Bingel, Hahn, Gebhardt, Winter, Watz, Schäfer und Schmidt.

Die Gießener Studenten gehen sofort mächtig aus sich heraus und überrumpeln ihren Gegner schon in den ersten Minuten. Ehe sich die Weilburger Mannschaft finden kann, steht die Partie bereits 4 :0. Ein Deckungsfehler verkürzt das Ergebnis und gestaltet den Kampf etwas ausgeglichener. Der Gießener Watz, der mehrere Male gut freigespielt zum Schuß ansetzt, hat mit seinen Würfen Pech; Lattenschüsse verhindern ein zweistelliges Halbzeit, ergebnis. 7:1 steht der Kampf in der Pause! Die zweite Halbzeit bringt ein vollkommen ausgegliche­nes Spiel. Abwechselnde Erfolge beider Mann­schaften halten den Gießener Studenten die Tor­differenz. Hofmann und der Verteidiger Grieb lei­steten ausgezeichnete Arbeit. Schiedsrichter war ^ung (Klein-Linden).

*

Die Universität Frankfurt bestritt einen Handballkampf gegen die Vertretung der Technischen Hochschule Darmstadt und gewann überlegen mit 11:3 (5:2) Toren.

2KSD.Barbara" Tv. Heuchelheim 14:2 (6:1).

Zum fälligen Rückspiel waren die Turner aus Heuchelheim mit kompletter Mannschaft nach Gießen gekommen. Gegen sie boten die Artilleristen fol­gende Mannschaft auf: Frese; Weiler, Eckrich; Heimann, Ollhoff, Marx; Färber, Hofmann, Richter, Wieden, Grund. Nach langer Zeit spielte also her MSV. wieder in stärkster Aufstellung. Zur großen Ueberraschung aller Anhänger war sogar Färber mit von der Partie. Heuchelheim begann vielver­sprechend und erzielte bald nach Beginn den Füh­rungstreffer. Aber als einmal die Kombinations- chaschine der Soldaten in Gang war, war es um die Gäste geschehen. Richter glich mit schönem Schuß aus, und nun war der flinke Sturm der Gastgeber nicht mehr zu halten. Immer wieder stand einer der schwarzweißen Stürmer frei und brachte einen gefährlichen Schuß an. Bis zur Pause schossen die Artilleristen in regelmäßigen Abständen noch fünf Tore.

Die schnellen Durchbrüche der Heuchelheimer schei­terten meist an der harten Verteidigung des MSV. Nach der Pause holte zuerst die Gästemannschaft ein Tor auf, aber dann begann der Torsegen. Immer wieder mußte der Torwart der Turner eingreifen, und noch achtmal hatte er den Ball aus dem Netz zu holen. Die Gäste hatten zwar auch genügend Torchancen, aber im Tor des MSV. Barbara war Frese in bester Form. Er machte sein Meisterstück, als er einen scharfgeschossenen 13-Meter-Ball unnachahmlich aus der Ecke holte. Bald nach dem 14. Tor pfiff der Schiedsrichter ab. Der erfolgreichste Stürmer der Artilleristen war der Halblinke Wieden, der auch die meisten Tore er­zielte. Die Heuchelheimer stellten eine ausgeglichene Mannschaft ins Feld, die etwas leisten kann. Sie hatten aber das Pech, auf einen Gegner in Hoch­form zu treffen.

Wenia Handball an? Wechten Men.

Das Spielprogramm des Sonntags ist buchstäblich ins Wasser" gefallen. Nicht nur, daß noch in aller letzter Minute eine Reihe Absagen vorgenommen werden mußten, sondern auch die schlechte Witte­rung und die Beschaffenheit der Plätze veranlaßte die Spielleiter, im Interesse der Spieler von der Durchführung der Treffen Abstand zu nehmen.

In der B e z i r k s k l a s s e kamen, nachdem Ockershauscn Mtv. Gießen, Garbenheim Kat- Zenfurt vorher abgsetzt werden mußten und Wetzlar ohne jeden Grund in Hörnsheim fernblieb, nur zwei Spiele zustande, und zwar:

MSV.Barbara" Tv. Heuchelheim 14:2 (6:1).

1860 Marburg 1900 Gießen 6:6 (2:2).

Das Spiel 1900 Gießen Marburg war auf Wunsch der Gießener umgelegt wgrden. Wer selbst auf fremdem Platz an einen einwandfreien Sieg der Gäste geglaubt hatte, sah sich eines besse­ren belehrt. Wenn auch Gießen zeitweilig nicht voll auf der Höhe war und überdies mit Ersatz an­treten mußte so war anderseits doch festzustellen, daß sich Marburg nicht ganz unwesentlich zu seinen Gunsten verändert hat. Die Mannschaft konnte ge­fallen und dürste für die Folge einen spielstarken Gegner abgeben.

Die Spiele der 1. Kreisklasse fielen aus. Während Holzheim kampflos gegen Nauborn ge­

wann, war Dutenhofen Dillenburg vorher ab- gesagt worden, weil der Platz nicht in bester Ver­fassung war.

In der 2. K r e i s k l a s s e interessieren nach­stehende Ergebnisse:

To. Krofdorf To. Lich 2:9 (2:4).

Luftwaffe II Tv. Londorf 9:5 (4:3).

Krofdorf scheint im Augenblick eine Krise durch­zukosten. Die Mannschaft, die in den ersten Spielen ausgezeichnet gestartet war,, fällt immer mehr ab und Fann, wie das neuerliche Ergebnis wieder be­weist, selbst auf eigenem Platz kein Spiel mehr ge­winnen.

Londorf hat eine empfindliche Niederlage ein« stecken müssen, die gleichzeitig auch den 1. Tabellen­platz gekostet hat. Die Flieger, die zwar in stärkster Aufstellung antraten, waren gegen die Vorspiel­leistung nicht wieder zu erkennen und gewannen auch in dieser Höhe verdient. Damit ist die Frage des Tabellensiegers wieder vollkommen offen.

Handballergebnisse der (Bauliga Hessen.

Tuspo 86/09 Kassel Jahn Gensungen 7:8; MSV. Hanau Kurhessen Kassel 17:7; SpV. Kassel Hessen-Preußen Kassel 9:10; ^-Arolsen Tuspo Bettenhausen 12:3.

Winterhilfe-Deranstaltung des Turnvereins Wieseck.

170 Wilwirkende zeigen Leibesübungen.

Am Samstag führte der To. Wieseck einen Turn­abend zugunsten des WHW. durch: Für die gute Sache waren alle Abteilungen des Vereins ein- gesetzt morden, so daß sich vor dem überfüllten Braunschen Saale ejne sehr abwechslunosreiche Dar­bietungsfolge abwickeln konnte. An diesem Abend kam die Vielseitigkeit der Leibesübungen voll zur Geltung. Fröhliches Kinderturnen zeigten die jüng­sten Mädchen auf der Matte und die kleinen Jungen an der Langbank. Die älteren Jahrgänge vom Verein betreute Sportdienstgruppen des Jungvolks turnten am Pferd, zeigten Leistungs­springen am Bock und Medizlnballgymnastik. Die Mädchen im gleichen Alter turnten am Barren Haltungsübungen und flotte Sprünge. Die Turne­rinnen führten Volkstänze vor, brachten in einem Matrosenreigen einen Einschlag ins Humoristische urtö ernteten besonders mit einem neuen Wiener Walzer reichen Beifall. Eine starke Riege Jugend­turner gab in einem Kürturnen am Barren Zeug­nis von guter Schulung und gibt Hoffnung auf guten Nachwuchs im Gerätturnen. Den würdigen Abschluß des Abends haben die Turner mit schönen Leistungen am Reck gezeigt. Auch die Chöre der Gesangsabteilung wurden mit großem Beifall auf­genommen. Nicht zuletzt ist das Orchester zu erwäh­nen, das sich aus Vereinskameraden zusammensetzte und den Abend verschönen half.

Mit seiner Begrüßung verband Vereinsführer Daupert die feierliche Ehrung der Sieger von Breslau (im Zwölfkampf Klaffe I, Deutsche Meister­schaft : S ch ö f f m a n n mit 196,5 Punkten 23. Rang; Adolf Kreiling mit 172,5 Punkten 67. Rang; im Gerätzwölfkampf Bettln mit 191,5 Punkten 63. Sieger; im Zwölfkampf Klasse II Otto Kreiling mit 162 Punkten 47., im Neun­kampf Klasse Illa Hch. Römer mit 139 Punkten 36. Rang und im Zehnkampf Willi Jäger mit 147 Punkten 38. Rang. Das Bodenturnen der Ver­einsmannschaft ist mitsehr gut" bewertet).

Als finanzielles Ergebnis des Abends konnten nach Abzug des Sportgroschens 101,30 RM. ab-

geführt werden. Der Turnverein Wieseck hat mit dieser Veranstaltung nicht nur für das WHW. ge­turnt, sondern zugleich auch einen Ueberblirf über die Dereinsarbeit gegeben, indem er zu den Vor­führungen über 170 Schüler und Schülerinnen, Turner und Turnerinnen auftreten ließ.

Reichswettkämpfe

der Nachwuchs-Geräteturner in Gera.

Ausgezeichnete Leistungen.

Unter Führung von Reichsmännerturnwart Mar­tin Schneider begannen am Samstag die ersten Reichs-Gerätewettkämpfe unserer jungen Turner­garde in Gera. Nicht weniger als 78 Nachwuchs­turner beteiligten sich an den fünf Pflichtübungen, bei denen man ganz hervorragende Leistungen zu sehen bekam. Aber streng wurde gewertet. Die ein­zige20" erhielt der Kreuznacher Kiefer für seine famose Barrenübung. Nach Abschluß des ersten Ta­ges lag der Wünsdorfer Karl Stadel mit 117,5 Punkten an der Spitze vor dem Kreuznacher Kiefer mit 115,8 und dem Frankfurter Hlinetzky mit 115,8 Punkten.

Die Reichswettkämpfe der Geräteturner wurden am Sonntag beendet. Bei der Kür der zwölf Besten wurden Leistungen gezeigt, deren Schwierigkeit er­heblich über der der geforderten Pflichtübung lag. Der Salto als Abgang vom Neck war keine Selten­heit. Unser versprechendster Nachwuchstürner blieb der Unteroffizier Karl Stadel, der am Seitpferd mit 20 Punkten bewertet wurde. Diel Anklang fand Wurm (ACT. Kassel) mit einer neuartigen Boden­übung, für die er ebenfalls die Höchstnote erhielt. Kiefer (Mtv. Bad-Kreuznach) und Hlinetzky (DuH. Frankfurt a. M.) erhielten am Barren 19,9 Punkte.

Das Ergebnis:

1. Karl Stadel (Mtv. Wünsdorf) 236,1 Punkte; 2. Kiefer (Mtv. Bad-Kreuznach) 231; 3. Hlinetzky (VuH. Frankfurt a. SOL) 230,1; 4. Renner (Tv Geis­lingen) 225,7; 5. Wurm (ACT. Kassel), 222,4; 6. Hahn (Köln) 220,7; 7. Freyer (Mtv. Braun­schweig) 219,4; 8. Roser (Tv. Villingen) 219,0; 9. Anna (Tv. 46 Mannheim) 216,7; 16. Dilg (Tv. Villingen) 216,2 Punkte.

Der Tabellenführer geschlagen.

Steinberg verliert in Sinn 3:0.

Steinberg verliert in Sinn 3:0.

Der 22. Januar brachte die bis jetzt größte Ueber­raschung. Verlor doch an diesem Tage der Spitzen­führer sein erstes Spiel. Daß es gerade die ©inner waren, die die große Ueberraschung zustande brach­ten, beweist ihre ansteigende Form und die Möglich­keit, daß noch manche Mannschaft in Sinn Punkte lassen wird. Die beiden anderen Spiele brachten die erwarteten Erfolge unserer Gießener Vertreter.

1900 Ehringshausen 3:0

Burg BfB.R. 1:2

Sinn Sf einberg 3.0.

1900 kam gegen Ehringshausen wohl zu dem er­warteten Siege, es bedurfte jedoch aller Anstren­

gungen.

VsB.-R. ließ sich in Burg ebenfalls nicht aus dem Sattel heben.

Sinn ließ sich durch die seitherigen Erfolge der Teutonen nicht beeinflussen und erreichte, daß der seither ungeschlagene Tabellenführer die erste Nieder­lage bezog.

Spiele

Gew.

Unentsch.

Verl.

Pkte.

Steinberg

12

9

2

1

20:4

Naunheim

12

8

1

3

17:7

Wetzlar

12

6

3

3

15:9

DfB.-R.

11

7

0

4

14:8

1900

10

5

3

2,

13:7

Frohnhausen

12

5

1

6

11:13

Bissenberg

12

4

3

5

11:13

Sinn

13

3

3

7

9:17

Ehringshausen

11

2 ,

0

9

4:18

Burg

12

0

4

8

4:20

1900 Ehringshausen 3:0 (2:0).

Welche Auswirkungen die mehrwöchige Pause ge­habt hat, zeigte sich gestern beim Spiel der Blau- Weißen sehr deutlich. Selbst der Sieg über die Ehringshäuser konnte nicht darüber Hinwegtäuschen, daß, wenn ein anderer Gegner vorhanden gewesen märe, leicht eine Ueberraschung hätte zustande kom­men können. Der Umstand, daß Löbsack schon in der 10. Minute verletzt wurde und für den Rest der Spielzeit nicht mehr voll aktionsfähig war, die Blau- Weißen also praktisch das Spiel mit 10 Mann durch­stehen mußten, mag mit eine Entschuldigung sein.

Der Beginn ließ noch nichts ahnen von dem, was sich im Laufe der Spielzeit herausftellte. Denn da wurde mit dem nötigen Ernst gearbeitet. Bei einiger Entschlossenheit konnten hier schon die ersten Erfolge geholt werden. Es war aber nur Strobfeuer. Der erste Treffer, der in der 10. Minute auf Flanke von Löbsack durch Rensing verwandelt. wurde und die Verletzung Löbsacks zur Folge hatte, wandelte dies nochmals für kurze Zeit; denn als kurz darauf auch Vankok durch Verletzung ausscheiden mußte, konnte Hormel durch Energieleistung auf 2:0 erhöhen. Hier­auf sank die Leistung der Blau-Weißen stark ob. Menn auch durch technische Vorteile trotzdem noch eine Feldüberlegenheit sichtbar war, so war von tak­tischen bzw. erfolgreichen Möglichkeiten wenig zu sehen. Auch nach der Bause änderte sich dies nicht allzusehr. Ein Lichtblick mar das dritte Tor. Eine weite Vorlage auf den Flügel, die bei der massierten Abmehr der Gatte die einzige richtige .handhabe mar und bei so schnellen Außen, wie sie Rost und Löbsack aeftern ahaaben, brachte durch Löbsack den dritten Treffer. Die restliche ©vielzeit wußten die Geste durch verstärkte Abwehr und mit dem erfolgreichen Micken ihres Tormannes weitere Erfolge zu ver­hindern.

Die Gälte hatten außen ihrem Eifer nicht allruviel aus'uzeiaen. D'e Blau-Weißen in der Ausstellung herbst, Pankok. Lipvert, Krämer, ^uicf, Koch I. Rost, Schellhaas, Rensing, Hormel, Löbsack konnten nur teilweise befriedigen. Schiedsrichter mar Bern­hard (Bad Homburg).

1900 II Ehringshausen II 2:1.

Die Reserve der Blau-Weißen kam ebenfalls zu dem erroarteten Erfolg. Aber auch hier mar eine große Anstrengung erforderlich, um die eifrigen Gäste, die lange Zeit in Führung lagen, knapp niederzuhalten.

Burg L BsB.-Reichsbohn I. 1:2 (1:1).

Die wenigen Schlachtenbummler, die die Fahrt näch Burg machten, waren stark beunruhigt, als sie feststellen mußten, daß die Mannschaft wieder mit vier Ersatzleuten das Spiel bestreiten muhte. Es fehlten Kramer, Lukafchewski, Gorrisen und Szvonick. Trotzdem gelang es der Elf, die in der Aufstellung: Wunderlich, Leucheuser I., Leut­

Heuser II., Krämer, Godglück, Schöller, Berlenbach, Fischer, Chesla, Heß, Fehling antraf, einen ver­dienten Sieg zu erringen. Die Elf spielte hervor­ragend. Bei den Gastgebern mar der Torhüter der beste Mann.

Mit stürmischen Angriffen der Gastgeber begann das Spiel, und man hatte den Eindruck, als ob die Burger die Grünmeißen überrumpeln wollten. Die Angriffe wurden aber von der guten Hinter- mannfchaft abgestoppt. Die Drangperiode der Bur­ger wurde glücklich überstanden. Nun waren es die Grünmeißen, die den Ton angaben. Flach wan­derte der Ball von Mann zu Mann, und durch ein technisch hervorragendes Spiel des Jnnenfturms konnte Heß nach 20 Minuten den Torwart bezwin­gen und somit seinen Verein in Führung bringen. Weiterhin hatten die Grünmeißen mehr vom Spiel. Kurz vor Halbzeit, als man mit einem weiteren Torerfolg der Grünmeißen rechnete, konnten die Platzherren auf meite Vorlage durch Mißverständnis des Läufers mit dem Verteidiger überraschend zum Ausgleich einfchießen.

Nach dem Wechsel sah man nur noch eine Mann­schaft auf dem Spielfeld. Die Grünmeißen spielten wie lange nicht zuvor und ließen den Gegner ein­fach stehen. Trotz der bestgemeinten Schüsse blieben Erfolge vorerst aus. Das Spiel mürbe härter. Die Grünmeißen verloren den rechten Läufer durch eine Verletzung. Der Führungstreffer fiel durch eine wunder bare Kombination^ der Rechtsaußen um­spielte zwei Spieler, der Ball kam zu Chesla, dieser gab an den freistehenden Heß, und gegen dessen Schuß mar kein Kraut gewachsen. Die Kombi­nationsmaschine lief nun wie am Schnürchen, jedoch wurde der Torschuß vergessen. Schiedsrichter (Ber­net (Klein-Karben) leitete das Spiel.

BfB.-Reichsbahn III. Staufenberg I. 2:1.

Die Dritte des VfB.-Reichsbahn war gezwungen, verschiedene Spieler an die erste Mannschaft abzu­geben und mußte daher das Spiel mit nur zehn Mann bestreiten. Trotzdem die Mannschaft mehr vom Spiel hatte, brachte es der Sturm nicht fertig, einen höheren Sieg zu landen. Die Gäste enttäuschten nach der angenehmen Seite.

Sinn I Teutonia Steinberg I 3:0 (1:0)!

Der Tabellenführer erlitt nun gestern seine erste Niederlage. Interessant ist dabei die Tatsache, daß die Teutonen gestern spielerisch eine ihrer besten Par- tien lieferten. Aber das Glück stand ihnen diesmal nicht zur Seite. Leider schied in der 10. Minute Fritsche verletzt aus. Außerdem mußte Jung ersetzt werden, aber dafür mar Däublin roieber ba und lie­ferte ein glänzendes Spiel. Sinn stellte eine körper­lich in bester Verfassung befinbliche Mannschaft ins Feld, bie in Betz einen schier unüberwindlichen Tor­mann hatte. Die Elf bes Gastgebers mar babei ge- rabezu mit Siegeswillen besessen. Für ben ausge­blichenen Sdjiebsrichter aus Fulba einigte man sich auf Müller (Frohnhausen), bem sich die Teutonen in folgender Besetzung stellten: Happel, Lang, Fett, Schmandt, Hederich, Fritsche, Hirz, Däublin, Schmitt, Haas, Buß.

Ueberraschend schnell sanden sich bie Teutonen. Der Sturm zeigte schöne Kombinationen. Auch die Hintermannschaft war im Bilde. Das Spiel lief munberbar ba brach Fritsche in ber 10. Minute zusammen! Zwei Minuten später fiel bas erste Tor!, Der Sinner Rechtsaußen brach durch, seine Flanke brauchte ber Linksaußen nur noch einzudrücken. All­mählich kamen bie Teutonen mit zehn Mann in das bessere Spiel. Aber zu.Erfolgen reichte es nicht. Tor- mann Betz hielt alles! Einmal jeboch konnte ihn Däublin schlagen, aber ba klärte ber Verteidiger noch- auf der Torlinie. Vergeblich rackerten sich Schmidt und Haas ab, es wollte nicht klappen. Der fünfte Mann im Sturm fehlte! Mit 1:0 ging es in die Pause.

Noch hatte man Hoffnung, daß die Teutonen ge­winnen würden. Aber es kam anders. Wohl waren die Teutonen Beherrscher bes Spielfeldes, aber bie Tore mürben von ben Sinnern getreten. In ber 67. Minute erzielte Sinn fein zweites Tor. Stein­bergs Deckung war zu weit aufgerüeft, fast auf ber Mittellinie strich bas Leber über sie hinweg unb ber nach setz en de Mittelstürmer sicherte ben Torerfolg. Nun ging Lang noch in ben Sturm und versuchte, das Unheil abzumenden. Aber veraeblich rannten die Steinberger Stürmer gegen die Abwehr an. Selbst das Ehrentor blieb den Gästen versagt. Mehr Glück hatten die Sinner. Ein hoher Ball strich wieder über bie Verteidigung hinweg und der Linksaußen gab Happel zum drittenmal das Nachsehen. In den reft»