Ausgabe 
22.8.1939
 
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Aus aller Welt

renb der dritte allein kletterte. Plötzlich hörte dieser

ausgerüsteteAlpinisten".

spielen festzuhalten.

25 Stunden, die durch zweimaliges

Bene­

tz er

Tod. Die

von

die Hilfskolonne von Hergiswil, Bergung der Leichen vor-

mandeur ist zugleich auch der Bauleiter seines M. fchnitts.

Mit welcher Einsatzbereitschaft und welchem freu, di gen Arbeitswillen auch hier von allen Beteilig, ten in vorbildlicher Kameradschaft zusammengear. beitet wurde, das geht am besten daraus hervor, daß die vorgesehenen Bauabschnitte auf die Minute pünktlich undbis auf den letzten Gamaschenknopf- fertiggestellt wurden. Dabei entstanden durch die vordringlicheren Arbeiten am Westwall und dessen gewaltigen Material- und Arbeitskraftanspruchen Schwierigkeiten und Verzögerungen. Mit viel Er. findungsaabe und verdoppeltem Arbeitseifer tour, den sie Überwunden. Bis auf wenige Anpflan. zungsarbeiten ist die Zone fertig, vorzüglich gegen Fliegersicht und Sicht vom Boden aus gedeckt. In dem von uns zuerst besuchten Abschnitt ist von einer Anhöhe aus selbst mit dem Scherenfernrohr nichts von Bunkern oder Flakstellungen, Feuerleit, ständen, Munitions-, Pak-, Tat-, Sanitäts- oder Mannschaftsbunkern zu sehen. Erst durch Rauch­zeichen wird hier sichtbar, daß viele hundert Werke hier verstreut liegen, einige davon unmit« telbar zu unseren Füßen. Wie am Westwall, so zeigen auch in der Luftverteidigungszone die Werke ein Höch st maß an Sicherheit und B e. q u e m l i ch k e i t. Da fehlen weder die rnaschinel« len Anlagen für Beleuchtung und Entlüftung, noch die Trinkwasserbrunnen, weder die sanitären Ein­richtungen, noch die Küchen.

Schutz der Grenze und Heimat.

Es hieße wirklich Eulen nach Athen tragen, wollte man die Schlagkraft der deutschen Flugabwehr, die in Alarmübungen der leichten und schweren Flak am Tage und in der Nacht, im Ziehen von Luft­sperren und dem Einsatz der Jagdflieger gegen einen starken Verband feindlicher von Jägern geschützter Bomber unter Beweis gestellt wurde, expressis verbis hervorheben. In unseren Fliegern das hat uns der spanische Freiheitskampf gelehrt, lebt der alte deutsche F l i e g e r g e i st. Das Der- trauen des deutschen Volkes zu ihnen und der deut­schen Flugabwehr in der Luftverteidigungszone West ist ebenso unerschütterlich wie in den Westwall selbst.

Hauptschriftleiter l)r. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und die Bildern Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyrlot:. für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst- Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner.. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für Den: Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D.A-V, 1939: 8855. Druck und Verlag: Brühlsche Universttats- druckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Mo" natsbezugspreis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf- 31}" stellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzel« Verkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf-, mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. vom 1. September 1937 gültig

Der Dank

an die studentischen Erntehelfer.

Berlin, 21. August. (DNB.) Unter den 46000 studentischen Erntehelfern, die sich in diesem Jahr freiwillig für die Erntearbeiten zur Verfügung gestellt hatten, waren auch zahlreiche Studenten, die sich sonst in den Ferien ihren Unterhalt für das Semester durch Werkstudium verdienen mußten. Auch die wirtschaftliche Notlage und die Gefahr, im Wintersemester nicht weiter­studieren zu können, konnte diese Männer nicht da­von abhalten, unentgeltlich in der Erntehilfe mit­zuarbeiten. Nunmehr haben sich die Landkreise Bütow, Lauenburg, Rummelsburg und Stolp be­reiterklärt, für die Studenten, die in ihrem Kreise in der Erntehilfe eingesetzt waren, als Anerkennung für ihre Arbeit die Kolleggelder für ei n Semester zu bezahlen. Dieses Beispiel des Gaues Pommern wird auch von den Land­kreisen der ü b r i g e n O st g a u e in ähnlicher Form übernommen werden.

Glanzleistung italienischer Alpinisten.

Todessturz aus dem Auto. .

Auf eigenartige Weise kam in Weißenthurm die ' 24jährige Frau Kahl aus Kaltenengers ums Leben. Frau Kahl befand sich im Kastenraum . des Lieferwagens ihres Bruders auf der Fährt zum Markt in Neuwied. Als sich plötzlich die Tür des Wagenaufbaues öffnete, stürzte die Frau auf die Straß, brach das Genick und war auf der Stelle tot. Ihr Bruder, der den Wagen fuhr, hatte den Unfall nicht bemerkt und war bis Neuwied weitergefahren. Erft dort stellte er das Fehlen sei­ner Schwester fest, die er bei seiner sofortigen Um­kehr nür noch als Leiche wiederfand.

Der viermillionste Besucher auf der Reichsgartenschau.

Am Sonntagnachmittag hatte die 3. Reichsgar­tenschau in Stuttgart ihren viermillionsten Be­sucher zu verzeichnen. Es handelt sich um einen Dauerkarteninhaber, dem ein Gartenhaus als Geschenk überreicht wurde.

Internationaler Hotelier-Kongreß in Frankfurt.

Vor 70 Jahren wurde von Otto Caracciola (Remagen) der Internationale Hotelbesitzerverein gegründet, der zum Nutzen des Gastes und des Fremdenverkehrs internationale Regelungen treffen konnte. Aus Anlaß dieses Jubiläums findet vom 3. 7. Oktober in Frankfurt a. M. ein inter­nationaler Hotelier-Kongreß statt, zu dem aus allen Ländern der Welt Hoteliers zusam­menkommen. Staatssekretär für den Fremdenver­kehr und Leiter der Reichsgruppe Fremdenverkehr, Staatsminister a. D. Hermann Esser, wird das Wort ergreifen.

Oberammergau vor neuen Aufgaben.

Die Gemeinde Oberammergau steht bereits in den Vorbereitungen für die Passionsspiele 1 9 4 0. Bürgermeister Lang verwies darauf, daß die nach dem Willen des Führers bestehen bleiben­den und vom Reichspropagandaministerium als reichswichtig anerkannten Passionsspiele, die durch den Nationalsozialismus aus drohender Vermate- rialisierung befreit und auf den Opfergedanken und die Gemeinschaftsidee zurückgeführt wurden, 1934 bei einer Höchstzahl von 400 000 Besuchern und 70 Spielen ein großer ideeller Erfolg waren und daß die Passionsspiele 1940 als Gemeinschaftswerk im schönsten Sinne des Wortes wieder aufgeführt wer- : den sollen. Seit 1934 sei es möglich gewesen, ins- . gesamt 1,3 Millionen Reichsmark für große soziale, , wirtschaftliche fremdenoerkehrspolitische und kul-

der Wand unterbrochen wurde.

Der Tod In den Bergen.

sermaßen diegute Stube" Oberammergaus wer­den soll. Die Wahlen zur Rollenverteilung für d-ie Passionsspiele 1940 werden in derselben Weise wie 1934 durchgeführt. Es ist grundsätzlich an der gegenüber früher um 50 v. H. gesenkten Preisge- taltung von 1934 nichts geändert worden. Im Geiste wahrer Gemeinschaftsarbeit sind die Ober­ammergauer entschlossen, getreu dem Schwur ihrer Väter, an den seit mehr als 300 Jahren bestehen­den, längst zur Volkskunst gewordenen Passion--

tief a b g e ft ü r 3 t und benachrichtigte die die schwierige nahm.

Unzulänglich

Höckerhindernisse, die sich an der ganzen Westgrenze entlangziehen und

nimmer überwinden kann.

Luflvetteidlgungszone West.

Zugleich mit dem Befehl zum Bau des West­walles hatte der Führer die Sicherung des deutschen Lebensraumes vor feindlichen Angriffen in der Luft befohlen. Diese Aufgabe hat im Westen des Reiches die Luftverteidigungszone W e st durchzuführen, die einem Gegner den Einflug in deutsches Gebiet so erschweren soll, daß er s e i n e Ziele nicht erreichen kann oder, einerlei, in welcher Stärke er den Luftangriff versucht, so de­zimiert wird, daß er seine Absichten nicht zu ver­wirklichen vermag. Die Errichtung der Luftverteidi­gungszone bedeutet keine Konzentration der für das Reichsinnere bestimmten Kräfte an der Grenze, sondern die Schaffung eigener Luft- verteidigungskräfte im Gebiet der Zone und darüber hinaus, etwas völlig Neues im Auf-

Bei einem Doppelabstürz an diktenwantz fanden zwei Münchener den beiden hatten die Nordwand in der sogenannten Gipfellinie ersteigen wollen und ftürzten auf dieser schwierigen Strecke kurz unterhalb des Gipfels die nahezu 400 Meter hohe Wand herunter. Bei der Bergung der Leiche retteten Männer der Alpinen Rettungsstelle Benediktbeuren eine zweite Partie aus Bergnot, die sich angesichts des Unglücks nicht mehr roeiter wagte. Der Arzt Dr. Erwin von Engerer aus Mittenwald fiel in der Schesfelkar- Südivand im Karwendel durch Ausbrechen eines

Die jungen italienischen Alpinisten Ditorio Ratti und Luigi Vitale haben die Westwand der Aiguille Noire de Peteret, einen 3780 Meter hohen Ausläufer des Montblanc, im direkten Aufstieg bezwungen. Diese Erstbesteigung dauerte 25 Stunden, die durch zweimaliges Biwak an

einen Aufschrei und sah die Kameraden 80 Meter im Fels. Er stieg sofort zu Tal

Schutz der Waffe aus der Erkenntnis, daß auch der Tapferste waffenlos wehrlos ist. Das Aeußerste an Fürsorge ist aber auch für den Mann getan. Immer wieder stellt man bei Besuch der Panzerwerke und Bunker fest, daß an alles gedacht wurde. Da gibt es, durch dicke Beton­decken geschützt, freundliche, ja wohnliche Ruhe­räume. blitzsaubere Küchen, vollständig eingerichtete Lazarette, Frischwasseroersorgung, Entlüftungs- und sanitäre Anlagen, Vorratsräume, auch für jede Kampfdauer. Die Nachrichtenverbindung ist ebenso gesichert wie der Munitions- und Verpfle­gungsnachschub. Das eintönige Grau der Wände decken Holzverkleidungen, und ein farbiger Anstrich setzt lebhafte Akzente hinein.

Je näher die Abwehrzone an die Grenze heranführt, um so zahlreicher werden die Panzerwerke, um so dichter die Hinder­nisse, um so sorgfältiger die Tarnung. Hier ist die Zusammenarbeit der Waffen wahr- haft genial durchdacht, und wenn die Ratur die Hindernisse versagt hat, sind sie von Menschen- Hand geschaffen. Auch an den exponierten Stel­len ist d e r R a ch s ch u b von Mannschaften, die Verstärkung der Besatzung, die Versorgung mit Munition und Verpflegung ge­sichert, off durch unterirdische Gänge, die durch den Fels geschlagen sind oder eine Schuhdecke gewachsenen Bodens von 30, 40, ja 60 Meter tragen.

An einer Stelle der von uns besuchten Abschnitte, die für den Gegner besonders günstig erscheint, schreibt die Art der Anlage dem Gegner, er mag wollen oder nicht, den Weg vor. In lückenlosem Zusammenhang reiht sich Panzerwerk an Panze^ werk. In ganzer Tiefe dazwischen liegen durch Abwehrwaffen geschützte Kampfwagenhindernche, Steilhänge Staugräben, unabsehbare eng verfilzte Drahthindernisse, und zu all diesen oerberbenbrin- genden Hindernissen kommt das tödliche Feuer der MG.s, der Paks und der Taks, der Granaten und Minenwerfer, der schweren und schwersten Artillerie sowie der Ferngeschütze, die dafür sorgen, daß die im Weltkrieg durchgeführten Angriffe. auf unbe­festigte und unverteidigte Städte des Hinterlandes, auf wehrlose Frauen und Kinder eine gebührende Antwort im gegnerischen Hinterland finden.

Deutschland, das schon im Weltkriege auf artille­ristischem Gebiet mit einigen Überraschungen auf­zuwarten vermochte, wird auch in einem kommen­den Kriege, den es nicht- herbeisehnt, aber der es gerüstet findet, seinem Gegner zu antworten wissen.

Die Wachl am Mein.

Wieder ein ganz anderes Bild bietet die Ab­wehrzone des Gebietes, in dem der Rhein die Grenze und ein gewaltiges Hindernis bildet, das pioniertechnisch der Strudel, Untiefen und Strö­mung wegen schwer zu überwinden ist. Hier sind den auf dem französischen Ufer liegenden Bunkern auf der deutschen Seite Panzerwerke in Steinwurf­weite gegenübergesetzt. Im Hinterlande aber breitet sich wahrer Dschungel, ein aus Sumpf, Dickicht und Altwassern bestehendes natürliches Hindernis aus, das von nicht zu erkennenden Abwehrwaffen bestrichen wird. Der Augenschein lehrt hier die ganze Verlogenheit der ftanzösischen Zweckmeldungen, das Hochwasser des Rheins habe deuffche Bunker unterspült und überschwemmt, während die ftanzösischen Bunker trocken geblieben seien. In Wahrheit liegen die Schießscharten der unverkleidet mit Zwillingsmaschinengewehren ar­mierten und einer gepanzerten Beobachtungskuppel versehenen Bunker der Franzosen beträcht­lich tiefer als die der deutschen. Auch jetzt führt der/Rhein starkes Hochwasser, aber es reicht nicht mal bis an die Bunkerwand, während noch am

Reiter aufrechterhalten. Unsere westlichen Nachbarn dürfen überzeugt sein, daß wir uns ihre schlechten Erfahrungen sowohl bei den Befestigungsanlagen am Rhein als auch an anderen Stellen ihrer Festungslinie zunutze gemacht haben.

Gerade für den Frontsoldaten war die ein­gehende Besichtigung des Westwalls ein ungeheures Erleben. Er hat schon gar nicht mehr gefragt, ob wohl noch eine leise Möglichkeit bestehe, ihn zu überwinden. Ihn hat der Augenschein belehrt. Wenn der deutsche Soldat des Weltkrieges, schlecht ernährt und ausgerüstet, fast ohne allen Schutz und oft auch ohne ausreichende Munition ohne gesicherte Verbin­dung mit den rückwärtigen Teilen, in vom Trom­melfeuer um und umgepflügten Stellungen mehr als vier Jahre unbesiegbar einer zahlenmäßig und materiell um ein Vielfaches überlegenen Welt von Feinden trotzte, wenn nur der Wall der Leiber keinen Fuß breit deutschen Bodens dem Feinde überließ, dann wäre es töricht und vermessen zu­gleich, daran zu zweifeln, daß der Westwall e i n nicht zu überwindendes Bollwerk ist, an oem der Gegner verblutet, den er aber nie und

gleichen Tage weiter rheinabwärts die französischen Truppen nicht weniger als zehn Befestigungswerke räumen mußten. Munition, Ausrüstungsgegen­stände und Betten wurden teils in den Wald, teils in einen nahegelegenen Holzschuppen gebracht, der ,.v Beobachtungsdienst gegen das deutsche Ufer durch l trgen Ort zu haben.

Wetterbericht

Mit dem Eingreifen der westeuropäischen Stö­rungstätigkeit hat sich in unserem Gebiet Unbe­ständigkeit eingestellt, die bereits am Montag t"- größerer Ausdehnung zu gewittrigen Niederschlägen. Anlaß gab. Die Zufuhr feucht-milder Meeresluit: läßt die Unbeständigkeit fortbestehen, doch wird der Wetterablauf nicht durchweg unfreundlich sein.

Vorhersage für Mittwoch: Morgens vielfach diesig, sonst wolkig bis aufheiternd und Neigung zu einzelnen, teils gewittrigen Nieder­schlägen, tagsüber schwül, Winde meist um Süd.

Vorhersage für Donnerstag: Un6<* ständig mit Neigung zu einzelnen Niederschläge"- doch nicht unfreundlich.

Lufttemperaturen am 21. August: mittags 25-3 Grad Celsius, abends 18,1 Grad; am 22. August: morgens 16,2 Grad. Maximum 25,5 Grad, Minimum heute nacht 15,4 Grad. Erdtemperaturen in 10 cnu Tiefe am 21. August: abends 21,1 Grad; am 22. August: morgens 18,9 Grad. Niederschläge: 0,6 mm. Sonnenscheindauer 4 Stunden.

Hakens aus der Wand und in das Pendelseil seines Bergkameraden. Das Seil riß, und der als erfah­rener Kletterer bekannte Bergsteiger stürzte fünfzig Meter tief. Die Bergung der Leiche gestaltete sich sehr schwierig.

Drei junge Schweizer unternahmen eine Kletter­partie auf den Pilatus in direktem Anstieg gegen den Kulm. Zwei von ihnen waren angeseilt, wäh-

, gabengebiet der Luftwaffe.

Zur richtigen Zeit die richtigen Mittel am rich- 1 tigen Ort" zu haben, das ist die Kunst der Luftver-

Unzulängliche Ausrüstung vonBergsteigern" hat in den Oetztaler Alpen wieder zu einem Unfall geführt, der noch verhältnismäßig gut abgelaufen ist. Zwei Kölner Ehepaare unternahmen ohne jede Sicherung und mit ungenügender Ausrüstung einen Ausstieg vom Ramol-Haus zum Schalfkogel. Bei der Ueberquerung des Firmissan-Gletschers gelang­ten zwar die beiden Frauen über eine verschneite Gletscherspalte, einer der nachfolgenden Männer brach jedoch ein und stürzte 20 m tief hinunter. Da die Touristen weder Seile noch Eis­pickel mit sich führten, schien eine Rettung zuerst aussichtslos. Auf die Hilferufe hin ging vom Ramol- Haus eine aus einem Bergführer und drei Tou­risten bestens Rettungsmannschaft ab. Der Ab ge­stürzte konnte nach schwierigster Arbeit gerettet wer­den; er hatte erhebliche Kopfverletzungen und Quet­schungen erlitten.

In London sieben Menschen vom Blitz erschlagen.

Ueber London ging am Montag ein von schweren Hagelstürmen begleitetes Gewitter nieder. Im Osten Londons schlug der Blitz in einem Park in einen Schuppen ein, in dem 30 Personen Schutz gesucht hatten. Sieben Personen wurden auf der Stelle vom Blitz erschlagen und 22 ver­letzt. Man vermutet, daß der Blitz durch ein außen am Schuppen stehendes Fahrrad angezogen worden ist. Bei den Schutzsuchenden handelt es sich haupt­sächlich um Frauen und Kinder. Auch an mehreren anderen Stellen schlug der Blitz ein, wobei z. T größere Bauschäden verursacht wurden. An verschie­denen Stellen ging heftiger Platzregen' nieder, und zahlreiche Straßen wurden überschwemmt. Das Wasser drang in viele Kellern und tiefer lingenöe Läden ein.

Paddler vom Motorschiff gerammt und ertrunken.

Ein Kurgast aus Zella-Mehlis mietete sich in Bad Ems ein Paddelboot und fuhr auf der Lahn. Anscheinend war er des Paddelns wenig kundig, denn als sich ein holländisches Motorschiff näherte, geriet er in dessen Fahrbahn. Obwohl sich der Schiffsführer bemühte, das drohende Unheil zu ver- , hüten, wurde das Paddelboot gerammt und der ; des Schwimmens unkundige Insasse fiel ins Wasser. - Der Schiffer brachte ihn wieder an die Oberfläche,

teibigung, und diese Kunst bis ins letzte zu beherr­schen, ist der unbeugsame Wille der deutschen Luft­macht. Zur Erreichung dieses Zieles ist die Luft­verteidigungszone in einer Tiefe von 50 und mehr Kilometer mit einem zusammenhängenden System von leichten und schweren Flak­batterien durchzogen, das bei unsichtigem Wet­ter durch Luftsperren (Drachen- und Ballon­sperren), bei Nacht durch ein Scheinwerfer­system und endlich durch den Einsatz von Jagd- kr ästen gebildet wird. Dabei muß hervorgehoben werden, daß die Luftverteidigungszone West im Aufbau ihrer Anlagen mit dem Heer auf tak­tischem und technischem Gebiet i n engster Zu­sammenarbeit stand. So ist auch im Bereich der Luftverteidigungszone West, genau wie bei der Abwehrzone des Westwalles in der Fürsorge für den einzelnen Mann zur Stärkung und Erhaltung seiner Kampfkraft auch im schwersten Kampf alles nur Erdenkliche getan worden.

Keine der eingesetzten Abwehrwaffen ist eine All- round-Wafse. Ihre durch einen hervorragend aus- gebauten Nachrichtendienst herbeigeführte Zusam­menarbeit jedoch, die außerordentliche Tiefe der aufgestellten leichten und schweren F l a k b a 11 e ° ri e n in der Zone, die der Feindflieger zweimal durchfliegen muß, das Feuer, das ihn beim Ueber- fliegen der Grenze und des Westwalles empfängt, die Abwehr der wichtigsten Industrie- und militäri­schen Anlagen im Hinterland schränken die Be­wegungsfreiheit feindlicher Flugzeuge auf das äußerste ein. Der Feuergürtel macht ihm das Ueber- mint)en der Zone fast zur Unmöglichkeit. Er zwingt ihn zumindest in eine Höhe, die seinen Aktions­radius außerordentlich herabsetzt und die w e i t über der kriegsmäßigen Gipfelhöhe liegt. Die gesamte Zone ist mit vorzüglich getarnten, vollständig ausgebauten Stellungen, Reservestellun­gen und befestigten Jnfanteriestellungen derart ge­spickt, daß in der ganzen Tiefe und bis zur kriegs­mäßigen Gipfelhöhe und darüber hinaus ein d i ch- t e r Feuervorhang liegt, der dem Angreifer Tod und Verderben bringt.

Beim Ausbau der Luftverteidigungszone West ist die Truppe selbst zum Bau der Werke heran­gezogen worden, und der jeweilige Abschnittskom-

auch jugendliche Rettungsschwimmer waren zur turelle Maßnahme^ aufzuwenden. Oberammergau Stelle, doch konnte dem Mann keine Hilfe mehr stehe vor einer Reche neuer baulicher Plane, z. ö. gebracht werden. Anscheinend ist er einem Herz- der Errichtung des Ammergauer Hauses, das gews- schlag erlegen >*4» oit+o ffshihp'' nnprnttwiPTflflus wer-