Ausgabe 
22.8.1939
 
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der

Riesige Munitionslager im Westwall

In besonders gesicherten Werken des Westwalls wurden gewaltige Munitionslager eingerichtet. Unser Bild zeigt eine dieserVorratskammern" der Geschütze. (Scherl-Biloerdienst-M.)

So sieht es in der Lnstverteidigungszone West aus

Befonberc aeMbrdete Grenzgebiete werden durch solche Sperrballone, die rote Minenfelder die Luft verseuchen abgesperrt, broebr von Tie^anariffen werden die feindlichen Flieger auch mit dem Karabiner beschossen. - Rechts: Em Luftschutzturm, bweyr von Ltefangrtsien^ ' «_ ^cherl-Bilderdienst-M.)

Links: Ein Sperrballon beim Aufstieg. Beson leichte und schwere Flakgeschütze. Zur Abwehr

Mitte: Ueberall stehen der bis zu 2000 Personen

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Berlin, 21.August. (DNB.) Während die Erde soll des hysterischen Kriegsgeschreis der Einkreiser ^verhallt und die Kriegspsychose die Völker der Friedensfront" schüttelt, gehen die Ordnungs- Maaten, geht das geeinte Großdeutschland in unbe- rrbarer und unerschütterlicher Ruhe seiner fried- ! chen Aufbauarbeit nach, gestützt auf die durch die :at des Führers geschaffene stolze deutsche Wehr, i erstarkt durch die unverbrüchliche Freundschaft roßer und starker Nationen, beseelt von bestem Malischen Geiste, der zu den Wesenszügen des putschen Volkes gehört. Dieses Gefühl der Sicher­est und Geborgenheit ist vertieft und verstärkt urch eine neue Großtat des Führers und der ationalsozialistischen deutschen Volksgemeinschaft, )de man in Planung und Ausführung als ein -eues deutsches Wunder bezeichnen muß: den Lestwall. Was hier in der fast unfaßbar kurzen Zeit von nur eineinhalb Jahren in einer unerhörten Zemeinschaftsleistung der ganzen Nation geschaffen Iurde, dieser Wall aus Stahl und Eisen, aus Stein nd Beton, steht beispiellos da. Nur wer diese un- iezwingbaren Abwehrzonen, ihre gewaltige, unvor- fellbare Stärke, Dichte und Tiefe und ihre alles ^rheerende Feuerwirkung kennengelernt hat, kann liß Größe dieser Tat ermessen.

Zwei Eindrücke sind es aus überwältigender Fülle, die sich unauslöschlich einprägen: Dieser Wall in, auf und über der Erde ist bei zahlen­mäßig geringem Einsatz an Verteidigern un­überwindlich, und eine solche Leistung kann nur und ausschließlich aus einer Gemeinschaft er­wachsen, wie sie das deutsche 80-Dillionen-Volk

Westwalles, der macht ihn mehr noch als die Materie unüberwindlich!

Das aber die Dünner vom Westwall zu die­sen gewaltigen Leistungen angespornt und be­flügelt hat, das ist die warmherzige und unauf­hörliche Anteilnahme seines genialen Schöpfers, des Führers. Von der Idee bis zur Aus­führung hak er das gewaltige Werk begleitet, Anregungen gegeben, Verbesserungen und Aus­bauten vorgefchlagen, und nach seinen persön-

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Blick in einen Bereitschaftsraum in einem 8-Werk. Die Unterkunftsräume sind mit elektrischem Licht, Frischluftzufuhr, Fernsprecher, fließendem Wasser und Kanalisation ausgestattet. Selbst Rundfunk fehlt nicht. (Scherl-Bilderdienst-M.)

erkennen können. Da reihten sich dicht MG.- und Jnfantenegeschützbunker, schwere und schwerste Panzerwerke, dazwischen Beobachtungsstände mit mächtigen Panzerkuppeln. Viele Kilometer tief, so weit das mit dem Glas bewaffnete Auge reichte, ein einziges uneinnehmbares Boll­werk, von den Flanken und von rückwärts mehr­fach überdeckt und gedeckt, ein ganzes Feuersystem der verschiedensten Waffen, MG., Infanteriegeschütze, Granatwerfer, Panzerabwehr, jede von ihnen auch gesichert durch ein raffiniertes System von Hin­dernissen aller Art, einer lückenlosen Panzer­wagenabwehr. mehrfachen Höckerhindernissen, Tank­graben, Hemmkurvenhindernissen. In diesem Netz gibt es keinen toten Winkel, der Rettung vor den verderbenspeienden Geschossen bietet.

Denkbar größte Bequemlichkeit und Sicherheit für die Besatzung.

Mannigfaltig wie die Art der Werke, ihre Größe, ihre Stärke, ihre Panzerung und Bewaffnung ist auch ihre Bestimmung. Dies gilt in erster Linie dem

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Todt, dem der Ausbau der Befestigungszone vom Führer übertragen worden war, stieg innerhalb dreier Monate von 35 000 Mann auf 342 000 Mann. Dazu kamen etwa 90 000 Arbeiter in den Fe st ungs pionier st üben und 100 000 Män­ner des Reichsarbeitsdienstes sowie end­lich zahlreiche Infanteriedivisionen und Pionierbataillone, die in erheblichem Um­fang auch für den Ausbau selbst eingesetzt wurden. Der Reichskraftwagen-Betriebsoerband, der 15 000 Lastwagen eingesetzt hatte mit 100 Wagen hatte er begonnen, hat im September 1938 eine Fahrt­leistung von 50 Millionen Kilometer in mehr als zwei Millionen Fahrten vollbracht. Er hat rund 27 Millionen Kilogramm Gasöl, rund 56 Millio­nen Liter Benzin und 1,5 Millionen Liter Oel um­gesetzt.

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Tiefe von vielen Kilometern mit zugrunde gelegen. Auch dem Laien leuchtet ohne weiteres ein, daß diese Vielzahl kleiner, mittlerer, schwerer und schwerster Werke in und oberhalb der Erde d i e feindliche Feuerwirkung zersplit­tern. Die Methode des Weltkrieges, nach ver­nichtendem Trommelfeuer überraschend im Massen­angriff durchzustoßen, ist vorbei, ganz abgesehen davon, daß die hervorragend getarnten Werke schwer auszumachen und auch gegen den Besckuß schwerster Artillerie-Kaliber hinreichend gesichert sind. Deren Zahl wiederum ist selbst bei den stärk­sten Heeresmächten der Welt gering. Auch bei größter Materialvergeudung ist es technisch eine Unmöglichkeit, Tausende solcher Werke artille­ristisch niederzukämpfen. Dazu reichen die Kanonen und Granaten der ganzen Welt nicht aus. Mit an­deren als den schwersten Artillerie-Waffen je­doch ist ihnen überhaupt nicht beizukommcn.

Rechnet man dazu den lückenlosen Schutz deS Westwalls gegen Panzerwagenangriffe und berück­sichtigt man, daß die Abwehr immer weit geringere Kräfte beansprucht als der Angriff, fo wird klar, daß um so mehr Kräfte für entscheidende Angriffs­handlungen frei werden, je größer die Zahl der Panzerwerke ist. Auch bei Einsatz stärkster Artillerien kräfte und bei tagelangem Trommelfeuer aus allen Kalibern kann dieser Grenzschutz des deutschen Vol­kes nicht zerschlagen und selbst nicht durch den Ein­satz von Millionen-Armeen eingedrückt, geschweige denn überrannt werden.

Im Raum der S a a r p f a l z haben wir an einer Stelle, die einen guten Ausblick über einen wichtigen Abschnitt gab, die ganze Vielfalt und Dichte der durch Buntfeuer bezeichneten Anlagen

llnterkunstsräume im Westwall.

lichen Entwürfen, denen die Erfahrungen seines Fronlsoldatentums zugrunde lagen, sind zahl­reiche Anlagen ausgeführl worden. Viele Dale hat er das gesamte Baugebiet besucht, zahllose Besprechungen und Beratungen geführt, und auch hier gab der Führer Anregungen, schuf er Verbesserungen. So bei der Lingangskonstruk- tion der Werke, der Linienführung, ihrer Um­risse, der Ausstattung, die ein Höchstmaß nicht nur an Sicherheit, sondern auch an Bequemlich­keit schufen. So wurde kein Dodell eines Pan­zerwerkes, eines DG-PAK.-, Dunitions- oder Sanitätsbunkers geschaffen, das der Führer nicht vor der Ausführung in allen Einzelheiten geprüft hätte. Seine Fürsorge und Anteilnahme hat allen Kameraden vom Westwall, Soldaten und Arbeitern in gleichem Dahe gegolten. In der Leistung dieser Dünner liegt der Dank, den sie ihrem Führer zollen.

Die Lehren der Front.

Wenn auch die Anlage der Befestigungszone an den deutschen Westgrenzen etwas durchaus Neues darstellt, so ist sie doch auf den Erfahrungen des Weltkrieges aufgebaut. Gerade der Frontsoldat Adolf Hitler hat immer wieder die Erkennt­nisse seines Kriegsdienstes in vorderster Linie und in den schwersten Schlachten verwertet. Die Bedeu­tung des Schutzes der Waffen, der Sicherung der Nachrichtenverbindungen auch im schwersten Feind­feuer, der Gasabwehr, der Ernährung, der sani­tären Fürsorge, des Nachschubs, der Wasserversor­gung, all das hat seinen Niederschlag bei der Ge­staltung des Westwalles gefunden.

Die Erfahrungstatsache des Weltkrieges, daß ein einziges intaktes MG., von ein paar beherzten Männern bedient, einen vielfach überlegenen Feind in Schach zu halten, ja Entscheidungen zu beein­flussen im Stande war, hat unverkennbar dem System der neuzeitlichen Abwehrzone mit Tausen­den und Abertausenden von Einzelanlagen in einer

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verkörpert!

Die Befestigungszonen zur Sicherung des Reiches it dem bisher nahezu schutzlosen deutschen Wessen [»beuten in ihrer Planung völlig Neuland. Es ist ! e bewußte Abkehr von den bisherigen Methoden !»r Anlage, des Aufbaues und der Ausführung der ibwehrzonen und des Festungsbaues. Während ule Befestigungsbauten aus der jüngsten Zeit in i-rhältnismäßig dünner Linie die Aneinander- ^ihung schwerer festungsartiger Stellungen ror- 11 ftijcn, ist beim Westwall zum ersten Male ein Netz ion Werken aller Größen, Stärken, Panzerungen mb Waffen in einer bislang unerleb- !ißtt Tiefe bis zu 50 Kilometer und Lner geradezu ungeheuren Vielzahl «schaffen worden. Hinzu kommt aber noch, und mch das ist ein völliges Novum, die Schaffung ner Luftverteidigungszone zum Schutze iss deutschen Luftraumes.

Organisatorische Glanzleistung.

Bei einer Anlage dieses Umfanges setzt die Organisation der Ausführung die gleiche geniale .Konzeption voraus. Es darf ohne alle Ueberheblich- tit gesagt werden, daß das deutsche Volk hier eine gemeinschaftsleistung vollbracht hat, an der das xnze Großdeutschland, Soldaten, Ingenieure, Ar­biter, Techniker, ihren Anteil haben.

Schon die Vorarbeiten, die Erkundung des Ge­lindes. die Festlegung der Gesamtlinie und jedes inzelnen Werkes, die Anpassung an das Gelände, bi Schutz durch natürliche und künstliche Tarnung fe in die kleinsten Einzelheiten, setzte das engste Zu- fLnmenwirkgn der beteiligten Festungspionierstäbe .nraus. Welche Anforderungen aber die Beschaffung !*s ungeheuren Materials und der Einsatz der Ar- Ätskräfte stellte, das beweisen überzeugend einige »enige Zahlen.

3m Westwall von der Korbfee bis zur Schwei­zer Grenze find in der angegegebenen liefe mehr als 22 000 Werke, darunter Pan- zerwerke größten Ausmaßes errichtet und mit allem ausgestattet, was eine kampfgeschulte Besatzung braucht, um jeden, auch mit den stärk­sten Mitteln und größtem Einsatz durchgeführten Angriff erfolgreich abzuschlagsn.

Wenn man hinzufügt, daß für eines der Heineren Werke allein ein Eisenbahnzug an Mate­rial gebraucht wurde, daß rund 6 Millionen Ton­nen Zement, rund 695 000 cbm Holz verarbeitet wurden, daß die Deutsche Reichsbahn meit über OOO Waggons mit Baustoffen täglich benötigte, '» weit über 15 000 Lastkraftwagen aus dem gan­zen Reiche bis heute rund 28 Millionen Tonnen Baustoffe heranschafften, rund 3 Millionen Rollen Stacheldraht für die Hindernisse verwandt wurden, üür die mehr als 22 000 Werke die gesamte Innen- Ausstattung. Maschinen, Geräte, Waffen, Munition, Bervflegung, die sanitären Anlagen, Gasschutz, Be- reuchtung, Entlüftung und wer weiß was noch zu entwerfen, zu beschaffen, anzuliefern und einzu- :i>auen waren, bann ist damit erst ein Teilgebiet der

Berge werden versetzt und Flüsse umgeleitet.

Daß zur Bewältigung dieser Materialmassen und zum Transport der Arbeitskräfte die Bahnhöfe der Reichsbahn ausgebaut. Straßen und Wege an­gelegt, erweitert und befestigt, Brücken geschlagen werden mußten, daß am Westwall die ganze Erde umgepflügt, Berge versetzt und durchbrochen, Wälder geholzt, Flüsse umgeleitet und gestaut, Bohrungen von vielen hundert Meter Tiefe und ganze unter­irdische Labyrinthe geschaffen wurden, das hat der Film vom Westwall überwältigend gezeigt.

Was in diesen Zahlen und Leistungen an freu­diger und in echt nationalsozialistischer Einsatz­bereitschaft eingeschlossen ist, das hat seinen Aus­druck in einer Kameradschaft gefunden,, der man am Westwall auf Schritt und Tritt begegnet.

Denn nicht nur aus Stahl und Beton, auch aus diesem Geiste ist der Westwall erstanden! Und dieser Geist, der die Arbeiterkolonnen 20 und mehr Stunden freiwillig arbeiten, der, um ein anderes Beispiel zu nennen, sieben Kilometer Höckerhinder­nisse in einer einzigen Woche oder in der Luft­verteidigungszone West 20 bis 22 Werke an einem einzigen Tag erstehen ließ, dieser Frontgeist des

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Aufgaben erwähnt. Hinzu kamen rund ein Drittel aller in Deutschland vorhandenen Betonmischma chi- nen, Großbaggergeräte für viele, viele Kilometer unüberwindbaren Kampfwagengräben, Hebekräne und Fördermittel für Panzer, zu deren Herstellung die Werke der deutschen Schwerindustrie erheblich erweitert werden mußten. Hinzu kam der Einsatz, die Beförderung Unterbringung, Verpflegung und Betreuung der Armee der Arbeiter.

Allein die Zahl der Beschäftigten in Organisation des Generalbauinspektors Dr.

Deutsches Land im Schutze des Westwalls.

Organifationskunst, Wehrwille und Einsatzbereitschaft schufen die gewaltigste Sicherung deutschen Lebensraums

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