Ausgabe 
22.7.1939
 
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9 Ji.-Sport

Das Kreisfest in Schotten.

Der NSRL.-Äreis Friedberg führt, wie wir schon mitgeteilt haben, morgen in Schotten sein Kreisfest durch. Für turnerische Mehrkämpfe und volkstüm­liche Dreikämpfe haben insgesamt 450 Turner und Sportler gemeldet. Mit zwölf Mannschaften Jini) auch die Staffeln gut besetzt. Das Kreissachamt Radfahren führt morgen eine Pflichtwander­fahrt nach der Kreisfeststadt durch. Das Kre.sfach- amt Tennis trägt am Tage des Kttisfestes in räumlicher Nähe von Schotten, in Bad Salzhausen, seine Krcismeisterschaften aus. Die Schwimmwett­kümpfe des Kreises können nicht mit dem Kreisfest verbunden werden: sie kominen am 13. August in dem neuen Schwimmbad in Ortenberg zur Durchführung.

Die oberhessiilchen Bergfeste.

Offen auch für Südwest.

Wir haben kürzlich schon mitgeteilt, daß Schritte unternommen worden sind, die beiden oberhessischen Bergfeste, das W e i d i g - B e r g f e st und das Hoherodskopf-Bergfest, die als gauoffene Veranstaltungen des Gaues Hessen vom NsRL - Kreis Friedberg ausgerichtet und durchgefllhrt wer­

den, auch den Turnern und Sportlern des Gaues Südwest zugänglich zu machen. Denn immer wieder wurde aus den Kreisen der Freunde Oberhessens in Frankfurt a. M., Offenbach a. M., Darmstadt und anderen Orten des Nachborgaues der Wunsch her- angctragen, sich an den Wettkämpfen der beiden Bergfeste beteiligen zu können.

Nun ist diesem Wunsch Erfüllung geworden. Der diesbezügliche Antrag von NSNL.-Kreisfuhrer SA.- Sturmhauptführer O t t e r b e i n (Friedberg) ist von der Gauführung des Gaues Hessen an die Reichsführung des NSRL. weitergereicht worden und hat die Genehmigung des Reichssportführers gefunden. Somit nehmen schon in diesem Jahre äußer unseren hessischen Turnern und Sportlern auch Kameraden vom Gau Südwest an unseren heimatlichen Bergfesten teil, denen durch die Er­weiterung des Zulassungsbereichs weitere Entwlck- lunqsmöglichkciten gegeben sind.

Für das W e i d i q - B e r q f e ft am 6. August ist erst am 23. Juli Meldeschluß. Heute liegen aber schon weit über 50 0 Meldungen zu den volkstümlichen Wettkämpfen dieses Bergtrcffens vor. Die Ausschreibung für das am 27. August stattfindcnde Hoherodskopf-Bergfest wird in diesen Tagen an die Vereine gehen.

Stadl-Rundstrecken-Rennen in Gießen.

Eine neuartige Veranstaltung der Sießener Radfahrer-Bereinigung.

Aufmarsch der Deutschen zur Lingiade.

Unser Bild zeigt den Einmarsch der mit besonderem Beifall begrüßten deutschen Mannschaft in das Stockholmer Stadion zur feierlichen Eröffnung derLingiade" durch König Gustaf von Schweden am Donnerstagabend. (Scherl-Bilderdienst-M.)

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Die Gießener Radfahrervereinigung trägt sich mit dem Gedanken (die ersten Vorbereitungen sind schon im Gange), an Stelle eines Bahnradrenncns ein Rennen 'ganz besonderer Art zu veranstalten. Es ist vorgesehen, ein Rundstrecken-Rennen innerhalb der Stadt auszutragen. Für das Rennen wurde bereits der Kurs ausgewählt.

Das Rennen soll mit Start und Ziel in der Wil- Helmstraße liegen (etwa auf der Höhe des Kultur­bauamtes), um einen scharfen Spurt auf einer län­geren Geraden zu ermöglichen. Von der Wilhelm- straße aus führt die Strecke zum Aulweg, den Aul­weg abwärts (bei Heyligenstaedt vorbei) zum Bahn­übergang, dann in schärfer linker Kurve in den Ricg'elpfad, an der Unterführung Ludwigstraße in Unter Kurve hinauf die Ludwigstraße und wieder in die Wilhelmstraße

Es ist vorgesehen, daß die A-Klasse der Fahrer die Strecke 50mol zurücklegen, während die B-Klasse 25mal den Kurs fahren soll. Die Ausschreibung für das Rennen ist bereits hinausgegangen und die Gießener Radfahrer-Vereinigung hofft, daß sich zu dem Rennen viel Rennfahrer melden. Die Renn­fahrer beteiligen sich an solchen Rennen besonders gerne, weil sie hier ihr Können in größter Un­mittelbarkeit vor den Zuschauern zeigen können. Aus dem Kurs Ludwigstraße Wilhelmstraße Aulweg Riegelpfand können sich die Radfahrer heftige'Kämpfe liefern, den Steigung, gerade Strecke und Gefälle wechseln in glücklicher Weise ab. Die Polizeidirektion Gießen hat ihre Genehmigung zur Abhaltung dieses neuartigen Rennens bereits erteilt und wird die Gießener Radfahrer von der verkehrstechnischen Seite her unterstützen. Das

Rennen wird am 13. August stattfinden und sicher­lich bei den Freunden des Gießener Radsportes großes Interesse auslösen.

Radfernfahrt Berlin Kopenhagen.

Zu einer wahren Unwetterfahrt gestaltete sich am Freitag die erste Etappe der Fernfahrt Berlin Kopenhagen für unsere Rad-Amateure. Auf der Strecke von Berlin über 287 Kilometer nach Ham­burg wurden die Fahrer von einem wolkenbruch- artigen Regen überrascht, der die Straßen kilometer­weit überschwemmte. Eine Reihe von Stürzen wurde hervorgerufen, durch die vor allem die dä­nischen und schwedischen Fahrer in Mitleidenschaft gezogen wurden. Der Vorjahressieger Frode S ö - lensen (Dänemark) kam nach einer Fahrzeit von 7:14:35 Stunden zu einem sicheren Spurtsiege in Hamburg vor dem Schweden Ericsson und dem Deutschen Richter.

Oie Sieger

de« Modernen Fünfkampfe«.

Die nationale Prüfung im Modernen Fünfkampf wurde am Freitag in Wünsdorf mit dem 4000-m- Geländelauf beendet. In Klasse A kam ff-Hstuf. Bramfeld auf den 6. Platz und siegte damit in der Gesamtwertung mit Platzziffer 18 ganz über­legen. Hptm. Scharte durchlief in Klaffe B als Vierter das Ziel und kam in der Gefamtwertung mit Platzziffer 28 auf den ersten Rang. Den Ge­ländelauf beendeten in den beiden Klassen Lt. Pinckert (A in 13:05 Minuten und Lt. Krupka (B) in 13:32 Minuten siegreich.

Erster Tag der Lingiade.

Riefenbeifall für die Deutschen.

Die Lingiade ist im Gange. Zunächst muß fest- gestellt werden, daß es sich bei diesem Gymnastikfest um eine sehr ernste Arbeit handelt. Auf Wett­kämpfe legt man keinen Wert. Die Vorführungen der einzelnen Nationen werden nicht zensiert. Man überläßt es den Fachmännern, sich ein Bild vom Stand des Uebungsbetriebes zu machen, überläßt es nicht zuletzt den Tausenden von Zuschauern, sich von der Gymnastik ansprechen und begeistern zu lassen und dann mit ihrem Beifall die Arbeit zu belohnen.

Welches sind die besten Uebungssysteme, um den Menschen stark und froh zu machen, und welches sind die besten Arbeitsmethoden, um die Menschen zu gewinnen? Das sind die ungeschriebenen Parolen für die 'Lingiade. So kommt es, daß sich fast alle Nationen bemühen, ihre Lehrweife einfach und un­kompliziert darzustellen. Eine Ausnahme macht viel­leicht die deutsche Olympia-Riege, die mit ihren sensationellen Leistungen an den Turngeräten eine Bresche in diese vorherrschende Propaganda schlägt.

Ain Fuße des Tierparks Skansen, der bekanntesten Vergnügungsstätte Stockholms, liegt der Zirkus, der für etwa 1000 Zuschauer Platz bietet. In ihm fanden die ersten turnerischen Darbietungen der Deutschen statt, die eine Leistungsschau vom Kinde bis ins Alter darstellten. Im vollbesetzten Hause hatte neben dem Reichssportführer das schwedische Kronprinzenpaar Platz genommen. Kinderturnwart Ohnesorge erntete mit den drei- bis fünfjährigen Knaben und Mädchen Riefenbeifall, der sich noch

Reichswettkämpfe der SA. aus breiter Front.

Mit dem Tage, da der Führer die Sturmabtei­lungen ins Leben rief, erteilte er ihr die Ausgabe, eine Wehrerziehung im deutschen Volke durchzusüh- rcn. Aus dieser Aufgabe heraus entwickelte sich in der SA. ein neuer Menschentyp: der politische Sol­dat. In ihm wurden politischer Glaube und solda­tisches Kämpfertum zu einer untrennbaren Einheit. Die Wehrwettkämpfe, die nach und nach in der SA. entwickelt wurden, sind zum äußeren Zeichen dieser Synthese geworden.

Zum dritten Male stehen wir nun mitten in den Reichswettkämpfen der SA., die gerade in diesem Jahre, wo der Führer seinen Sturmabteilungen die gesamte vor- und nachmilitärische Erziehung über­tragen hat, in ihrer ganzen Anlage Sinn und Ziel dieser Wehrerziehung Herausstellen werden.

Berlin steht in diesen Tagen im reichen Flag­gen schimick. Die Reichshauptstadt grüßt so die über 10 000 SA.-Männer und ihre Führer aus dem Reiche, die nun nach wochenlangen schwersten Kämp­fen in den Standarten und Gruppen zeigen wollen, mit welcher stolzen Hingabe sie dem Befehl des Führers gehorchen. Sie sind die Besten aus dem gewaltigen IVs-Millionen-Block und werden am Samstag und Sonntag mit restlosem Einsatz um die Siege kämpfen, die ihnen erst die Teilnahme an den Nationalsozialistischen Kampfspielen in Nürnberg ermöglichen.

Im übrigen entfaltete sich am Freitag, dem ersten Großkampftag, auf den Kampfstätten im Grüne­wald, in Wannsee und auf dem Reichssportfeld ein buntes, eindrucksvolles Leben.

Führungswechsel

im Modernen Fünfkampf.

Drei Hebungen haben die Modernen Fünfkämpfer bisher erledigt, und nach jedem Wettbewerb gab es einen Führungswechsel, ein klarer Beweis für die Ausgeglichenheit des starken Feldes. Die Klasse A hatte am Freitagmorgen im Grünewald den 5-Kilo- meter-Geländeritt zu bewältigen, während die Klasse B in Schildhorn auf dem Hebungsplatz des NSKK.*zur Motorrad-Geländefahrt über 7,5 Kilo­meter antrat. Der Berliner Dftubaf. Philipp schnitt bei den Reitern am besten ab und setzte sich damit an die Spitze der Gesamtwertung. Rotten­führer W ö l s e l s ch n e i d e r , der den schweren ftünffampf in den beiden vergangenen Jahren ge­wann, rückte in der Gesamtwertung auf den vierten Platz vor. In der Klosse B zeigte Oscharf. Gainschnigg eine schneidige Geländefahrt, die ihm den ersten Platz in der Gesamtwertung einbrachte.

Auftakt zum Webrmannschastskampf.

Die Krone der Wehrwetttämpfe in Uniform ist ahne Zweifel der Wehrmanüschastskamps. Hier stellt jede Gruppe ihren besten Sturm, denn der Führer und die 36 Mann einer jeden Mannschaft müßen zum ersten Male in diesem Jahre einem Sturm entnommen fein. Gerade dieser Wettbewerb, der durch einen vom Führer gestifteten Wanderpreis besonders ausgezeichnet wurde, gibt einen Einblick in die stille, gewaltige Arbeit eines kampfstarken SA.-Sturmes. Im Vorjahr gewann die Gruppe Sachsen vor Franken und Ostland. Schon am ersten Tage, an dem lediglich in Mannsee die Schießfertig-

keit von Führer und Mannschaft (wobei die Führer mit der Pistole schossen) überprüft werden sollte, setzten sich die beiden Favoriten an die Spitze. Franken erreichte im KK.-Schießen zwar 15 Ringe weniger als die Sachsen, kam aber deshalb auf den ersten Platz, weil sein Sturmführer der er­folgreichere Pistolenschütze war. So liegt vor Be­ginn des 20-Kilometer-Gepäckmarsches und der Heberwindung der 250 Meter langen Wehrkampf­bahn Franken mit 91,1 Punkten knapp vor Sachsen mit 89,6 Punkten.

fio.-Siege der Favoriten.

Eine Unmenge von Vorkämpfen brachte das Box- turnier im Kuppelsaal. Große Ueberraschungen gab es nicht, dafür war die Ueberlegenheit der deutschen Meister, Europameister und Olympiasieger doch zu groß.

3 000-Meler-HinderniSlauf.

Im Berliner Olympia-Stadion wurden am Frei­tag die wehrsportlichen Kämpfe bei drückend schwü­lem Wetter mit dem 3000-Meter-Hindernislaufen für Mannschaften eingeleitet. Jede Gruppe stellte drei Läufer, deren Durchschnittszeit gewertet wurde. In der Klasse A kam die Gruppe Niederrhein mit der feinen Zeit von 10:11,1 zum Siege vor Ostland, Kurpfalz, Alpenland und Franken. In der Klasse B holte sich Sachsen in 11:04,8 den Sieg vor Franken, Südwest und Hessen. Die Gruppe Niederrhein stellte im übrigen mit Genadowski (9:57,0 Minuten) auch den besten Einzelläufer. Die 12 besten Einzelläufer treten am Sonntag zum Ein­zelkampf im 3000-Meter-Hindernislaufen an.

Radfahrer beim KK.-Schieben.

Die Kämpfe der Radfahrstreife (ein Führer, acht Mann) begannen am Freitagmorgen in Wannsee mit dem KK.-Schießen, bei dem es ausgezeichnete Leistungen gab. Die Gruppe Südwest stellte die besten Schützen, die eine Ringzahl von 425 erreich­ten und mit 128,88 Punkten bewertet wurden. Thü­ringen, Alpcnland und Kurpfalz folgten auf den Plätzen. Dis Punktunterschiede zwischen den drei Ersten sind jedoch sehr gering, so daß der eigent­liche Hauptwettbewerb, die 25-Kilometer-Gelande- sahrt (mit Orientierungsaufgaben) am Samstag im Grünewald sicherlich nach einige Aenderungen brin­gest wird. Beim Schießen hatte Übrigens jeder Teilnehmer (die Angehörigen einer jeden Streife finö jeweils einem Sturm entnommen) fünf Schuß liegcnö auf eine 12er-Brustringscheibe aus 50 Meter Entfernung abzugeben.

Berlin sieqieimlOO-m-Mannschostslauf

In drei Abteilungen war der 100-Meter-Mann- Ichastslaus unterteilt. Während in der Klasse C je a sn ^wertet wurden, wurde in den Klassen A und B die Durchschnittszeit der jeweils vier. Besten errechnet In der Klasse A siegte Berlin.

rau öen bürg in ber ausgezeichneten Durch- !ch"'ttszett von 11,1 Sekunden, Westfalen kam <vf (fCrr^nuC rS U1** 12'0 zum Erfolg, und in C holte sich die Gruppe Hansa mit der be- achtllchen Zeit von 11,8 den Sieg ganz überlegen. Unter den sechs besten Läufern, die am Soimtag I den Einzellauf bestreiten, befinden sich Hornberger

(Kurpfalz) mit 10,7, Bönecke (Berlin-Brandenburg) und Konze (Niederrhein) mit je 10,8 Sekunden. Die schnellsten Läufer der Klassen B und C bestreiten am Sonntag gleichfalls einen Sonderlauf.

(^ute Leichtathletik-Leistungen.

Gute Leistungen gab es bei den Kämpfen der Leichtathleten auf dem Reichssportfeld. Im 200 - Me ter-Lauf hatten Hornberger (Kurpfalz) und Konze (Niederrhein) am Vormittag die famose Zeit von 21,6 Sekunden erzielt. Im Endlauf siegte dann Hornberger in 21,7 vor Konze mit 22,3 und Ruhe (Nordsee) mit 22,4. Im Vorkampf war Trupp­führer Weinkötz (Niederrhein) im Hochsprung mit 1,92 Meter der weitaus Beste. In der Entschei­dung übersprang er dann sogar 1,95 Meter. Der deutsche Meister Gehrnert (Berlin-Brandenburg) kam nicht über 1,85 Meter hinaus. Den 10 000- Meter-Lauf gewann SA.-Mann Max Syring (Mitte) mit über 50 Meter Varsprung vor dem Oberhausener Adam (Niederrhein). Syrings Reit betrug 31:22,6. Im Steinstoßen kamen Heus ex (Niederrhein) und Ulrich (Westfalen) zu Erfolgen.

Gruppe Donau siegt im Gewichtheben.

Im Gewichtheben wurde ein Mannschaftskampf durchgeführt, bei dem jede Gruppe in jeder Ge­wichtsklasse durch einen Mann vertreten war. Das beste Gesamtergebnis erzielte die Gruppe Donau mit 1810 kg vor den Gruppen Schlesien und Hoch­land.

Kampfreiche Hindernis-Staffel.

_3u einem Höhepunkt der Kämpfe im Olympia- Stadion wurden die Vorläufe in der 20X'/2-Runde- Hindernis-Staffel, bei denen die 30 000 Zuschauer auf den Rängen begeistert mittebten. Die besten Mannschaften standen im letzten Vorlauf, wo die Gruppe Hochland mit 9:34,5 Minuten die beste Zeit erzielte und vor Berlin - Brandenburg und Mitte siegreich blieb. Neben diesen drei Mann­schaften erreichten noch Südwest, Franken und Schlesien den Endlauf, der am Sonntag stattfinden wird.

Das 3000-Meter-Mannfchaftslaufen der Klaffe B wurde von Berlin-Brandenburg mit einem Durchschnitt von 9:47,0 Minuten gewonnen. Der beste Einzelläufer war Helber (Südwest) mit einer Zeit von 9:16,4 Minuten, doch konnte die Sübwest- Mannschaft nicht gewertet werden, da der dritte Läufer aufgegeben hatte.

Gochsens Nachrichien-GA. rückt auf.

3m Kampf der Nachrichten--SA.-Männer um den Reichssieg führten am Freitag wieder fünf Grup- pen ihre Hebungen durch. Den weitaus besten Ein- druck hinterließen die Männer des Sturmes 107 (Leipzig), die gute Aussichten haben, Südwest von der Spitze zu verdrängen. 522 Punkte erhielten die wachsen im Morsen, 52 Punkte im Hanbgranaten- roerfen, 632/a Punkte im Schießen, den Leistungs- marsch legten sie in 38:07 Minuten zurück, und für Öen Bau des Nachrichtennetzes erhielten sie nach einer Zeit von 1:56,03 Stunden 80 Fehler an­geschrieben. Dagegen enttäuschte der Vorjahressieger sturm 1/83 Kassel (Hessen) stark. Zwar erhielten die Hessen im Morsen die bisher höchste Punktzahl von 566, aber beim Marsch verirrten sie sich zwei­mal und haben kaum noch Aussichten.

steigerte, als die etwas älteren Kinder mit eigenem Blockflöten-Orchester ihre Hebungen vorführten. An- mutigen Hebungen der Frauen von der Med au» schule und der Musterturnschule Log es folgten die Darbietungen der Männerriege an den schwin- genden Ringen. Nach Würdigung der Leistungen unserer Altersturner stellte sich zum Abschluß die deutsche Olympia-Riege am Reck vor. Erinnerte schon das Turnen an den Schweberingen an artistische Spitzenleistungen, so übertrafen die Turner am Neck die bisher gezeigten Künste noch wesentlich. Kraft und Mut lagen in den einzelnen Vorträge,r vereint. Ungeheuer' war der Beifall, der nach Be- enbigung jeder Hebung erscholl. Hnd so wurden die Deutschen wiederum das Tagesgespräch von Stock­holm.

Bordfest auf demWilhelm Gustloff" vor Stockholm.

Am Abend erstrahlten alle Decks des KdF.-Schisfes Wilhelm Gustloff" in einem Lichtermeer, und Musik spielte zum Tanz auf. Schwedische Gäste, Mitglieder der deutschen Kolonie und die Dampferinsassen ver­einigten sich zu einem fröhlichen Bordfest, zu dem der Reichssportführer eingelaben hatte.

Schnelle Hunden auf dem Nürburgring.

Weier landet im Straßengraben.

Beim Training zum Großen Autopreis von Deutschland auf dem Nürburgring gab es am Frei­tag noch schnellere Runden. Manfred von Brau- chitsch fuhr die schnellste Runde in 9:51 Minuten und erzielte dabei ein Mittel von 139 km/st. Damit stellte der Mercebes-Benz-Fahrer einen neuen Re­kord in der 3-Liter-Klasse auf. Hermann Lang (Mer­cedes-Benz) erreichte diesmal 9:55,1 und (Saracciola (Mercedes-Benz) begnügte sich mit 10:04 Minuten. Die Anto-Hnion-Wagen gingen auch am Freitag noch nicht voll aus sich heraus. Bester Mann des Stalles war Hermann Müller mit 9:59,3 Minuten und einem Stundenmittel von 137 Kilometer. Im­merhin bewies Müller, daß der Heckwagen auch auf dem kurvenreichen Nürburgring sehr schnell sein kann. Glück im Unglück hatte Oberfeldwebel Georg Meier (Auto-Hnion), bem in einer Kurve ber Fuß vorn Bremshebel abrutschte. Meier lanbete mit seinem Wagen im Graben, kam aber ohne Ver­letzungen davon. Sehr gute Zeiten erreichten die beiden 3-Liter-Maserati von Pietsch und Villoresi, die dicht an die 10-Minuten-Grenze herankamen. Auch die Franzosen widmeten sich auf ihren Dela- haye eifrig dem Studium der Rennstrecke.

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Von dem Betrieb an den Boxen, an denen alle Leute vom Bau in fieberhafter Tätigkeit sinb, be« richtet dieses Bild, das die Mercedes-Benz-Monteure bei derBodenarbeit" zeigt. Rechts der bekannte Rennleiter Neubau r. (Schirner-M.)

Schwimmfest

im Licher Waldschwimmbad.

^Jn dem idyllisch gelegenen Waldschwimmbad der Stadt Lich findet am kommenden Sonntag wieder- um ein Schwimmfest mit anschließendem Volksfest statt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung, die Einzel- und Staffelwettkämpfe, Turmspringen und Wasser, ballspiele bringen wird, steht die 4X50-Meter- Bruststaffel um den Wanderpreis der Stadt Lich, einen prachtvollen Pokal, den die ff zu verteidigen hat. Zugelassen zu dieser Staffel sind nur Schwim­mer Licher Formationen und Vereine.